• #91
Jetzt mit knapp 30 ist es einfach nur beängstigend und mich ergreift Torschlusspanik.

Lass das mal los.
Identitätssuche hat nichts mit Partnerin zu tun, es bedeutet, sich selbst erst einmal kennen zu lernen.

Nicht - wer will ich sein, sondern wer bin ich.
Was fühle ich, welche Emotionen. Was löst welche Gefühle aus, was für Gedanken, was macht mir Freude, was weniger.

Nutze die Zeit jetzt, DIR zu begegnen, ganz offen. Achtsamkeitsübungen, innehalten...

Da ein Tipp, solltest Du die Chance haben, Musiktherapie zu machen, probiere es.

Wenn Du eine Ahnung davon bekommst, wer Du bist, dann kannst Du überlegen, wo willst Du hin.
Dann kannst Du prüfen, was habe ich für Facetten, die nicht so gut sind, aber vor allem nimm Dich an, wie Du bist.

Die passende Partnerin für Dich findet sich, wenn Du weißt, wer Du bist und wem Du lebst, wie es zu Dir passt.
Verbiegst Du Dich, baust Du Fassaden, wird es wieder nicht die Richtige.
Und der Richtigen begegnest Du bitte ohne Druck.

Jetzt fang mit Dir an, viel Erfolg dabei.

Randbemerkung - Wir können Deine Therapie nicht begleiten, sollten dies gar nicht. Das ist kontraproduktiv.
Es ist Deine Therapie.

Viel Glück,
Lionne.
 
  • #93
Ich gebe aber zu, dass ich mich ihr allein durch die Wahl dieser Möbelstücke näher fühle.

Das ist komplett kontraproduktiv. Dann richtest du dir eine Wohnung neu ein, in der dich erst recht wieder alles an sie erinnert.

Was hat es für einen Sinn, wenn du dich ihr näher fühlst, wenn ihr nicht mehr zusammen seid? Du quälst dich nur selbst.

Nütz die Reha, um zu dir selbst zu finden. Mach dir erstmal keinen Druck, was nachher ist, dazu ist immer noch Zeit. Und vielleicht merkst du dann auch, was dir selbst gefällt, unabhängig von anderen.

Ich wünsch dir viel Erfolg und Selbsterkenntnis.
 
  • #94
Aktuell erwische ich mich dabei, wie ich mich bei der Suche nach Möbeln für meine neue Wohnung ganz an ihrem Geschmack orientiere.

Nur ergänzend - mach die Möbelsuche nach der stationären Therapie. Mit Muße. Du veranderst Dich.

Und - 4 Wochen sind sehr wenig, das ist nur die Zahl für den Erstantrag,, eigentlich solltest Du schauen, dass Du auf 6-8 Wochen kommst mit entsprechendem Verlängerungsantrag, der meist Standard ist
Richtig ankommen tut man erst nach 3 Wochen... Erfahrungswerte, nicht nur eigene.
 
  • #95
Hier sagen auch alle, dass man erst in der 2. oder 3. Woche erst ankommt.
Hier so viel Zeit zu verbringen macht mir aktuell noch etwas Angst da ich natürlich einen großen Teil der Kontrolle abgebe.
Allerdings wartet draußen ohnehin nichts auf mich, nicht wirklich.
Hat jemand Literaturempfehlungen?
 
  • #96


In der spirituellen Richtung gibt es einige Bücher von Anselm Grün - da geht es um das Thema Selbstwert, etc. In philosophischer Hinsicht, sehr menschlich,, empathisch geschrieben.

Du findest bei Michaela Huber, Jutta Heller, Peichl, Boon,/Steeke/van der Hart einiges lesenswerte... Gerade auch zum Thema Kindheitserfahrungen.
Das Thema Inneres Kind, Der Feind im Inneren, u.ä.
Und dann Resilienz, Stärkung des Ichs..

Anselm Grün ist da die leichte Kost, mit sehr viel Liebe und Optimismus.

Stöber mal im Netz... Du kannst ja liefern lassen.
Aber nimm vor allem Zeit.
Therapie ist keine Angelegenheit von Wochen.

Und gerade diese Zeit jetzt,, weg vom Gewohnten ist eine Chance.
Fülle es nicht mit Sachen, die Dich ablenken und überfordere Dich nicht.

Es gilt gerade da der Satz
Gras wächst nicht schneller, nur weil man daran zieht.

Randbemerkung - am Anfang dachte ich - 5 Wochen, ein bisschen Auszeit, dann ist alles wieder gut.
Mitnichten. Mein ganzes Leben hat sich verändert, ich habe sehr viel verändert, manches (wie die Politik 😉) bewahrt.
Es dauerte Jahre...

Es hat sich gelohnt.
Das Leben ist toll, bunt und vieles überhaupt nicht mehr wichtig... 😁

W, 51
 
  • #98
Hier so viel Zeit zu verbringen macht mir aktuell noch etwas Angst da ich natürlich einen großen Teil der Kontrolle abgebe.
Dann thematisier das auch mit deinen Therapeuten. Ich denke auch, dass es nicht gut ist, wenn wir hier parallel eine Art Zweit- Therapie laufen lassen, mal davon abgesehen, dass wir Laien sind. Ich finde es ok, wenn wir hier in Kontakt bleiben, und du dich ab und an meldest. Um dort reinzukommen ist es aber besser, wenn du nicht zuviel Input von Aussen bekommst.
Und es ist wirklich wichtig, dass du alles mit deinen Therapeuten besprichst, Angst vor Kontrollverlust, die Art der Möbelauswahl, Angst vor dem Alleinsein etc.
Ich würde auch eher seichtes Lesen, weil du sonst versuchst, mit dem Kopf alles zu lösen.
Wie hier, als du mit Freud angefangen hast. Viel spazierengehen, versuchen dich in das Setting fallen zu lassen. Dafür sind die da.
Und nochwas: du bist ok. Du hast vieles drauf. Du schaffst das!
 
  • #99
Lieber Knorkell, ich hoffe, du bist gut angekommen. Lass deine Ex im alten Jahr und fang neu an!
 
  • #100
Leicht gesagt, wir sind in 6 Stunden vor zwei Jahren zusammengekommen.
Ich versuche mir das irgendwie zu einem Abschluss zurechtzudrehen und mit den ganzen anderen "Irren" hier dieses Jahr hinter mich zu bringen.
Es ist schon interessant wie empathisch und fürsorglich Menschen miteinander angehen, wenn sie um das Leid des Anderen wissen.
 
  • #102
Leicht gesagt, wir sind in 6 Stunden vor zwei Jahren zusammengekommen.
Ihr habt euch also auf Grund von Projektionen ineinander verliebt, ohne euch zu kennen.
Ich versuche mir das irgendwie zu einem Abschluss zurechtzudrehen und mit den ganzen anderen "Irren" hier dieses Jahr hinter mich zu bringen.
Du bist auch da, also erheb dich bitte nicht über die anderen „Irren“
Es ist schon interessant wie empathisch und fürsorglich Menschen miteinander angehen, wenn sie um das Leid des Anderen wissen.
Keine Ahnung, wie du das meinst.
Du bist doch laut Eigenbeschreibung eloquent, da kannst du sicher besser beschreiben, wie es dir geht.
 
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  • #103
Fachliteratur (Psychologie) würde ich dir nicht empfehlen, da gibt es zu viele unterschiedliche Ansätze, die möglicherweise dem Vorgehen in deiner Reha entgegen stehen.

Empfehlenswert ist aber Joachim Meyerhoff, Wann wird es endlich so, wie es nie war? Er, der Autor, beschreibt sein Leben als Kind im Umfeld der Psychiatrie; sein Vater leitete eine psychiatrische Anstalt und die ganze Familie lebte mit auf dem Gelände. Meyerhoff wurde als kleiner Junge (im Garten und überall) mit den Patienten seines Vaters konfrontiert und ging ausgesprochen unbefangen (und zeitweilig sehr lustig) mit ihnen um. Seine wahre Geschichte und sie wird dich an einiges erinnern, was dir gerade jetzt in der REHA widerfährt. Und sie hilft (vielleicht), unverkrampft auf deinen momentanen Alltag zu schauen.

Nutze die große Chance, in einer Reha gezielt und mit Fachpersonal deine Ängste und Probleme angehen zu dürfen! Denk über den Möbeleinkauf nach, wenn du gelernt hast, deine Prioritäten neu zu setzen. Entdecke dich selbst und lass deine Kindheitsprobleme und deine ungute letzte Beziehung hinter dir!
Viel Glück (und Durchhaltevermögen!) dabei!
 
  • #104
Ihr habt euch also auf Grund von Projektionen ineinander verliebt, ohne euch zu kennen.

Du bist auch da, also erheb dich bitte nicht über die anderen „Irren“
Tue ich nicht, wir reden hier so übereinander und witzeln ein bisschen über den Umstand, dass es uns in so eine Klinik verschlagen hat. Deswegen die Gänsefüßchen.
Keine Ahnung, wie du das meinst.
Du bist doch laut Eigenbeschreibung eloquent, da kannst du sicher besser beschreiben, wie es dir geht.


Ich sagte, dass ich einen eloquenten Habitus ausfüllen konnte.
Ich meine mit diesem Post die anderen Patienten hier. Außerhalb eines solchen Safe Spaces reden die Menschen nicht so offen miteinander und gehen auch nicht so sensibel miteinander um. Es ist das absolute Gegenteil der normalen Welt und das emfinde ich als sehr angenehm.
 
  • #106
Hallo ihr Lieben,

ich melde mich jetzt am Ende meiner 3. Woche in der Reha zurück.

Die ersten 2 Wochen dienten tatsächlich primär dem Ankommen, die Fortschritte die man hier in dieser Zeit macht sind primär dem Abstand und dem Umstand, dass ich überhaupt mal über meine Gefühle reden kann geschuldet.
Therapeutisch geht es für mich jetzt in die konkrete Arbeitsphase.

Unabhängig davon will ich euch dennoch um eure Meinung zu einer Sache bitten die sich gestern Abend zugetragen hat.

Ich habe mit meiner Ex keinerlei Kontakt gehabt.
Seit einigen Tagen habe ich aber mit dem Gedanken gespielt die Miete (Ich 1.000 €, sie aufgrund ihrer Ausbildungssituation nur 200 €) bis April (Kündigung) nicht mehr zu diesem Anteil zu zahlen, sondern wieder auf die Hälfte zu reduzieren wie es vor ihrer Ausbildung war.

Als wir bereits vor Monaten über eine Trennung ihrerseits sprachen, kündigte ich an, dass wenn sie sich trennt ich ausziehen werde.
Sie dachte ich würde damit auch eine Einstellung der Zahlungen insinuieren und reagierte mit dem Satz "Du kannst mich doch dann nicht einfach hängen lassen." Ich sicherte ihr dann zu diese 4.000 für meinen überproportionalen Mietanteil trotz einer einseitigen Trennung zu übernehmen. Nun kam es ja einige Monate später zu der Trennung und ich habe gestern beschlossen sie aufgrund ihres miesen Verhaltens mir gegenüber nicht weiter zu alimentieren.
Sie reagierte darauf sehr emotional, mit Vorwürfen und unter Anderem auch folgendem Satz (es fand nur per Whatsapp statt, ich an ihrer Stelle hätte zumindest mal angerufen):
"
[19:00, 14.1.2021]*********Wow 🙌🏻
[19:01, 14.1.2021] E********* Ja, du hast die Kaution eingebracht - aber ich bin damals im selben Maße für dieverse Anschaffungen in Vorleistung gegangen.
[19:07, 14.1.2021] ********: Ich finds echt einfach nur traurig, aber ehrlich gesagt überrascht es mich kein bisschen. Es zeigt mir nur noch ein Mal mehr, warum wir beide keine Zukunft haben. Bei der Nachricht wird mir einfach nur schlecht.

Behalte dein Geld.

Ich werde meinen Anteil an der Miete direkt an die Vermieter überweisen. Von dir bekomme ich 50 Euro mtl für Februar und März. Und wenn du schon die Kaution behälst, darfst du gerne das Spachteln und Streichen übernehmen."

Es ging dann noch etwas weiter in der Richtung, ich stellte nochmal klar was sie mir eigentlich angetan hat, aber sie war sich keiner Verantwortung bewusst.
Rational glaube ich im Recht zu sein, dennoch fühle ich mich mies deswegen.

Was denkt ihr?
 
  • #107
Es ging dann noch etwas weiter in der Richtung, ich stellte nochmal klar was sie mir eigentlich angetan hat, aber sie war sich keiner Verantwortung bewusst.
Rational glaube ich im Recht zu sein, dennoch fühle ich mich mies deswegen.
Meiner Ansicht nach vermischt du hier die Sachebene, Mietzahlungen, mit deinen Gefühlen.

Du willst , dass sie einsieht, was die dir angetan hat. Du willst im Recht sein.
Ja, was soll sie einsehen? Das sie Schluss gemacht hat, dich evtl. ausgenutzt hat etc.
Mag sein. Aber von ihr " Einsicht" zu verlangen? Sie sieht die Dinge anders als du.
Sie wird den Teufel tun, und irgendwas " einsehen". Mach deinen Frieden nicht davon abhängig, dass andere irgendwas " einsehen".
 
  • #108
Deine Exfreundin kann sicher nicht erwarten, dass du ihr noch monatelang die Miete bezahlst.

Ist die Wohnung gekündigt oder willst du sie behalten? Sorry, falls du das schon geschrieben hast, ich mag jetzt nicht alles durchlesen. Wie ist der aktuelle Status?
 
  • #109
Meiner Ansicht nach vermischt du hier die Sachebene, Mietzahlungen, mit deinen Gefühlen.

Du willst , dass sie einsieht, was die dir angetan hat. Du willst im Recht sein.
Ja, was soll sie einsehen? Das sie Schluss gemacht hat, dich evtl. ausgenutzt hat etc.
Mag sein. Aber von ihr " Einsicht" zu verlangen? Sie sieht die Dinge anders als du.
Sie wird den Teufel tun, und irgendwas " einsehen". Mach deinen Frieden nicht davon abhängig, dass andere irgendwas " einsehen".
Das stimmt wohl. Es ging mir dabei um zwei Dinge.

1. Meine Kohle zusammenzuhalten die ich auch für die neue Wohnung und neues Mobiliar brauche.
2. Mir etwas von meinem Selbstwert zurückzuholen.
Ich habe das auch aus der Überlegung heraus gemacht, dass sie ggf. bei meiner Frage, ob es einen neuen Mann gäbe (die sie verneint hat) einfach gelogen hat damit ich weiterbleche und ich dann am Ende wirklich in jeder Hinsicht ausgenutzt wurde.
Inzwischen traue ich ihr auch das zu.

Wären unsere Rollen vertauscht würde mir im Traum nicht einfallen sie abzusägen, in social Media Profilen meine neue Freiheit zu zelebrieren, sie wie Dreck zu behandeln, aber zu erwarten, dass ich noch 4.000 € für eine Wohnung zu kriegen habe, die sie nicht nutzt weil sie wegen mir in Reha ist, nur weil ich eigennützig eine Ausbildung angefangen habe mit der ich es nicht mehr selbst stemmen kann. Ja ich will im Recht sein.
 
  • #110
Deine Exfreundin kann sicher nicht erwarten, dass du ihr noch monatelang die Miete bezahlst.

Ist die Wohnung gekündigt oder willst du sie behalten? Sorry, falls du das schon geschrieben hast, ich mag jetzt nicht alles durchlesen. Wie ist der aktuelle Status?
Die Wohnung wurde beiderseitig gekündigt und muss zum April abgenommen werden. Sie hat im Dezember als ich fragte ob sie die Vermieter schon informiert habe sogar gesagt, sie würde noch warten bis sie eine Zusage für ihre neue Wohnung schriftlich hat. Das heißt sie hätte sogar in Kauf genommen, dass ich noch einen weiteren Monat zahle damit sie unter Dach ist. Allerdings hat sie die Zusage und zieht jetzt wohl zum Wochenende selbst aus. Muss natürlich weiter bis zum Fristende bezahlt werden.
Sie erwartet es absolut und hat mir im weiteren Gespräch noch mehr Vorwürfe gemacht, dass ich sie jetzt hängen lasse und wie oben schon zitiert, es sie aber angeblich nicht wundert und sie nur in ihrer Entscheidung bestärkt, dass wir keine Zukunft haben.
 
  • #111
Tut mir leid für dich. Doch wenn sie anders wäre, hätte es nicht zur Trennung kommen müssen.
Dass sie enttäuscht ist, dass du dich umentschieden hast, war doch klar.
Einsehen wird sie gar nichts und das muss sie ja auch nicht. Lass sie los und erwarte nichts von ihr. Es ist vorbei.
Und dass du sie nicht weiter unterstützt ist ja deine Entscheidung und braucht keinen Beifall, außer von dir. Gratuliere dir selbst zu einem Schritt nach vorne.
 
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  • #112
Ich kenne dich nicht und deine Ex nicht und kann niemals beurteilen ob du toxisch bist. Aber vielleicht passt es bei euch einfach nicht und du verhälst dich deshalb so. Sie gibt dir vielleicht nicht so viel Sicherheit wie du es zB von der Ex gewohnt warst. Auch diese größere Unabhängigkeit, vielleicht ist das nichts für dich. Ich denke du kannst natürlich an dir arbeiten, aber du wirst dich vermutlich komplett verbiegen müssen um damit zurecht zu kommen.
 
  • #113
Ehrlich gesagt, ich glaub, da war nie sonderlich viel echte Substanz bei euch. Sie hat dich aufgrund deiner öffentlichen Position im Wahlkampf angehimmelt und du bist voll drauf angesprungen. Dem Alltag hat das natürlich nicht standgehalten.

Du hast dich einfach blenden lassen. Sie hat dir total geschmeichelt, sich eine Zeitlang dir angepasst mit perfekter Spiegelung. Das ist auf Dauer natürlich anstrengend, und du warst ja dann auch nicht mehr der strahlende Held, eher im Gegenteil.

„Von dir bekomme ich 50 Euro mtl für Februar und März. Und wenn du schon die Kaution behälst, darfst du gerne das Spachteln und Streichen übernehmen.“

Die Frau ist echt dreist. Wobei ich mir schon auch vorstellen kann, dass du einen auf großer Zampano gemacht hast, der sich alles locker leisten kann. Also wenn du sie anfangs eventuell oft grosszügig eingeladen hast, ging sie vielleicht davon aus, dass Geld für dich keine Rolle spielt. Aber wegen 100€ labern ist echt lächerlich. Oder hat sie einen Teil der Kaution bezahlt und ist deshalb sauer?

Aber jetzt hör auf mit jammern, denn du hast dich drauf eingelassen. Blöd genug, dass du allein noch monatelang Miete zahlen musst.

Sieh es als Lehrgeld und lass gut sein. Brich den Kontakt ab, sobald möglich.
Lern was draus und hak es ab.

Wie geht’s dir denn sonst so?
Therapeutisch geht es für mich jetzt in die konkrete Arbeitsphase.

Du wirkst recht positiv gestimmt. Wirst du dich drauf einlassen können? Ich wünsch es dir auf jeden Fall. Momentan bist du zwar noch ein bisschen im Selbstmitleidmodus, aber du kommst mir ziemlich reflexionsfähig vor und kannst sicher was mit der Therapie anfangen.

Ich hoffe, du berichtest weiter.
 
  • #114
Hake es ab, verbuche das Geld als Lehrgeld.
Willst Du klagen? Ist es Dir wert?

Du macht jetzt stationäre psychologische Therapie. Du hast genug Baustellen.

Schließe dieses Kapitel ab, und mach hier keinen Nebenkriegsschauplatz auf, der Dich nur von Deinen wesentlichen Themen ablenkt.

Recht haben und Recht bekommen sind 2 paar Dinge, dazu gäbe es auch noch ihre Sicht der Dinge, es gibt Verträge, etc.
Du kannst fordern, was Du möchtest, Geld, was Du gegeben hast, wirst Du nicht zurück bekommen ohne Aufwand.
Und dem Vermieter ist es egal, von wem er es nimmt, er holt es sich da, wo es erfolgversprechend ist, ggf. hat er die Kaution. Da kann er gut aufrechnen.
Mietschulden, Renovierungskosten...

Also lass es, schließ ab, und konzentriere Dich auf Dich und die Zukunft.

W, 51
 
  • #115
Rational glaube ich im Recht zu sein, dennoch fühle ich mich mies deswegen.
Was denkt ihr?

Halte Dich an Absprachen und kündige ggf. Verträge, die euch beide betreffen. Wenn Du es Dir leisten kannst, solltest Du auch über einen Monat mehr nicht diskutieren. Im Zweifel lieber großzügig, Du hast andere Baustellen. Zu schenken brauchst Du ihr auch nichts. Auch nicht, wenn sie versucht mit irgendwelchen Vorwürfen zu agieren.
 
  • #116
Wären unsere Rollen vertauscht würde mir im Traum nicht einfallen sie abzusägen, in social Media Profilen meine neue Freiheit zu zelebrieren, sie wie Dreck zu behandeln, aber zu erwarten, dass ich noch 4.000 € für eine Wohnung zu kriegen habe, die sie nicht nutzt weil sie wegen mir in Reha ist, nur weil ich eigennützig eine Ausbildung angefangen habe mit der ich es nicht mehr selbst stemmen kann. Ja ich will im Recht sein.
Bisschen spät. Du hast alldem zugestimmt, dass sie ihe Ausbildung anfängt, und weniger zahlt etc. Schluss zu machen ist ihr Recht und auf social media kann sie posten, was sie will. Klar ist das nicht toll, aber offensichtlich hast du nicht frei gegeben, sondern Loyalität und Dankbarkeit erwartet.

2. Mir etwas von meinem Selbstwert zurückzuholen.
Aber nicht von ihr. Du hast deinen Selbstwert von ihr abhängig gemacht, dazu hat sie dich aber nicht gezwungen. Den musst du dir selbst geben.
Versteh mich nicht falsch, ich ergreife hier nicht Partei für deine Freundin.
Mir geht es darum, dass du dich davon löst, dich im positiven wie im negativen von ihr abhängig zu machen.
Ich würde mich jetzt auch nicht so sehr von der Mietsache abhängig machen, es sei d.enn du willst jeden Tag Auseinandersetzungen.
Und diese Gefühle solltest du auch in deiner Therapie ansprechen.
Immerhin bist du jetzt wütend und nicht mehr verliebt. Aber pass auf, dass du nicht in der Wut hängen bleibst und dich zu einem verbitterten Griesgram entwickeltst, der ein Opfer der Frauen wurde.
Deine vorige Freundin war dir zu langweilig und besitzergreifend. Jetzt bist du eben auf das Gegenstück gestossen und wurdest mit deinen eigenen Unsicherheiten konfrontiert .
 
  • #117
Ehrlich gesagt, ich glaub, da war nie sonderlich viel echte Substanz bei euch. Sie hat dich aufgrund deiner öffentlichen Position im Wahlkampf angehimmelt und du bist voll drauf angesprungen. Dem Alltag hat das natürlich nicht standgehalten.

Du hast dich einfach blenden lassen. Sie hat dir total geschmeichelt, sich eine Zeitlang dir angepasst mit perfekter Spiegelung. Das ist auf Dauer natürlich anstrengend, und du warst ja dann auch nicht mehr der strahlende Held, eher im Gegenteil.

Ich habe viel zu viel in sie projiziert und mich von einer bildhübschen Frau mit cleverem und offenherzigem Wesen blenden lassen. Ist nur hart das emotional auch zu akzeptieren.
Die Frau ist echt dreist. Wobei ich mir schon auch vorstellen kann, dass du einen auf großer Zampano gemacht hast, der sich alles locker leisten kann. Also wenn du sie anfangs eventuell oft grosszügig eingeladen hast, ging sie vielleicht davon aus, dass Geld für dich keine Rolle spielt. Aber wegen 100€ labern ist echt lächerlich. Oder hat sie einen Teil der Kaution bezahlt und ist deshalb sauer?
Ich hab keinen auf Zampano gemacht. Sie wusste von Anfang an, dass ich zwar gut verdiene, sie aber - zumindest monatlich - einige hundert Euro mehr raus hatte als ich. Ich verdiene gut, aber eine Frau die ich mit Geld überzeugen muss hätte ich ohnehin nie gewollt.

Aber jetzt hör auf mit jammern, denn du hast dich drauf eingelassen. Blöd genug, dass du allein noch monatelang Miete zahlen musst.

Sieh es als Lehrgeld und lass gut sein. Brich den Kontakt ab, sobald möglich.
Lern was draus und hak es ab.
Ich bin in einer Psychoklinik um es in kleinen Schritten abzuhaken.
Wie geht’s dir denn sonst so?
Du wirkst recht positiv gestimmt. Wirst du dich drauf einlassen können? Ich wünsch es dir auf jeden Fall. Momentan bist du zwar noch ein bisschen im Selbstmitleidmodus, aber du kommst mir ziemlich reflexionsfähig vor und kannst sicher was mit der Therapie anfangen.

Ich hoffe, du berichtest weiter.
Positiv den Umständen entsprechend. Ich lache wieder, kann mit den Leuten hier sher gute Gespräche führen und habe mich erstmals darauf eingelassen ein Kartenspiel zu lernen. Die Therapie geht jetzt bei mir in die konkrete Phase, auch wenn die ganzen Anwendungen hier darauf abzielen Heulkrämpfe zu evozieren :D
Es ist gut, dass ich hier bin.
 
  • #118
Die Kaution habe ich allein eingerbacht, entsprechend steht ihr auch kein Anteil daran zu.
Ich bin jetzt so verblieben, dass sie für das Ausräumen aller Gegenstände die ich nicht haben will (der Bärenanteil) und das schließen der Bohrlöcher die Hälfte der Kaution haben kann sobald die Betriebskostenabrechnung fertig ist und das Geld fällig wird.
Ich hab mir keinen Gefallen damit getan. Ich denke seit 2 Tagen nur darüber nach ob das wirklich gerechtfertigt war und ob es mich zu einem Lügner macht, dass ich jetzt nicht mehr draufzahlen will. Ich hadere noch damit, vor Allem weil ich nicht "der Böse" sein will und es mich noch viel zu sehr kümmert was sie von mir hält, obwohl sie das eigentlich mehr als deutlich gemacht hat.
 
  • #119
Ich denke seit 2 Tagen nur darüber nach ob das wirklich gerechtfertigt war und ob es mich zu einem Lügner macht, dass ich jetzt nicht mehr draufzahlen will. Ich hadere noch damit, vor Allem weil ich nicht "der Böse" sein will und es mich noch viel zu sehr kümmert was sie von mir hält, obwohl sie das eigentlich mehr als deutlich gemacht hat.
Ja, du fühlst dich ungerecht behandelt. Klar kotzt dich das an mit der Miete.
Aber ein faires Verfahren kannst du hier nicht erwarten, auch nicht, dass sie dich als fair sieht.
Und klar wundert sie sich. Eben noch der Gutmütige, der alles mit sich machen liess.
Aus meiner Sicht hast du Fortschritte gelacht: du wolltest werden wie sie. Das willst du jetzt nicht mehr.
Werde wie du und alles ist gut.
 
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  • #120
Ich melde mich jetzt fast 6 Monate nach der Trennung zurück.

Mitte Februar habe ich die Rehaklinik nach 8 Wochen Aufenthalt verlassen und war zunächst einmal ganz beseelt von der ermutigenden Stimmung meiner Gruppe dort und froh wieder in die "echte Welt" zurückzukehren. Den Auszug habe ich mit Hilfe meiner Freunde schnell durchgezogen und meine aktuelle Wohnung seitdem ganz nach meinem Belieben eingerichtet.

Ich bin noch bis Mitte Juni in beruflicher Wiedereingliederung, werde aber nicht mehr ganz einsteigen, da ich mich momentan deutschlandweit für Studiengänge bewerbe.

Ich könnte hier vor Ort studieren (wenn ich einen Platz bekomme), spiele aber mehr und mehr mit dem Gedanken wegzugehen.

Ich treibe jeden Tag Sport, pflege mich mehr als je zuvor, Sonne mich, meditiere seit der Reha jeden (!) Tag 20 Minuten, kappe gerade alle Bindungen zur Parteiarbeit, lese so viel ich kann, habe mich tätowieren lassen, übe fleißig Gitarre und Bass, unternehme so viel mit Freunden wie ich kann und hatte Sex (sorry aber das musste ich erwähnen).

Objektiv gesehen würden wohl die Meisten sagen, dass es mir gut geht. Meine engen Freunde wissen aber, dass es nicht so ist.

Kontakt zur vorherigen Partnerin gibt es nicht mehr, seit sie mir vor 2 Monaten wiedermal meine (!) Kaution streitig machen wollte und ich ihr dann 500 € überlassen habe den sie für ihren Anteil an der Betreibskostennachzahlung ohnehin nicht aufbringen könnte. Natürlich gab es dafür keinen Dank mehr, sie wollte ja eigentlich die Hälfte haben (ca. 1.500 €), warum nicht gleich alles? :D

Was sie eigentlich für ein eiskaltes Spiel mit mir gespielt hat wird mir erst seit wenigen Wochen klar da ich sie vorher einfach noch nicht so sehen wollte.

Und trotzdem geht es mir schlecht, oder zumindest nicht gut.

Ich vermisse die Illusion mit ihr glücklich gewesen zu sein, ich habe Angst davor zu alt für ein Studium und einen Neuanfang zu sein, zu zerstreut um den Anforderungen gewachsen zu sein, Angst existenziell zu scheitern, Angst davor mich von keiner Frau mehr so begeistern lassen zu können wie von ihr, Angst davor gar nicht mehr vertrauen zu wollen, mich selbst trotz aller Arbeit an mir immer mit zu schleppen, mit dem Alleinsein nicht klarzukommen.

Und ja, ich fühle mich einsam.

Auch habe ich nach wie vor panische Angst ihr zu begegnen obwohl sie es sein sollte die in Deckung gehen muss.
 
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