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  • #1

Bin mit meiner Krankheit allein

Ich habe eine psychische Krankheit, die leider vom Umfeld nicht als Krankheit, sondern eher als Gefühlsausbrüche und Charakterschwäche gesehen wird; selbst von meiner Familie und Freunden. Ich bin eigentlich ein netter Mensch. Ich bin nur sehr ungeduldig gereizt. Wenn ich dann mal wieder Stimmungsschwankungen habe, kommt das von den anderen immer so rüber wie: Reiss dich zusammen,... Weiss nich mehr, was ich machen soll. Keiner versteht mich und interessiert sich dafür. Bin mit den Nerven am Ende. Habe fast keine Freunde mehr, da sich viele deswegen zurückgezogen haben bzw ich mich, da ich die Leute, die mich nicht verstehen, auch nicht mehr sehen konnte. Was soll ich nur machen? w/42
 
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  • #2
du kannst nichts machen, weil es wirklich nur die interessiert, die dich kennen und mögen.
ja- du bist allein! die Menschen finden dich Scheiße und es wird niemanden geben, der dich liebt, weil dein Außenbild so negativ ist. Menschen suchen nur das Erscheinungsbild und wenn der Lack angekratzt ist, werden sie nicht noch weiter graben, um den Diamanten zu finden, der da eigentlich versteckt ist. Schwarz hat kein Superlativ, aber dein Leben ist schwarz, im Superlativ! aber es hat auch was gutes. "Nichts" kannst du auch mit "alles, was du willst" ersetzen (erster Satz).Allein, du weißt es besser.
Und den perfekten Charakter, diese Show oder diese Farce, das perfekt Gespielte- ist es denn so wie es scheint?!
 
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  • #3
Liebe FS,

für Laien ist es einfach sehr schwer, eine psychische Krankheit zu erkennen. Sie könne auch keineswegs beurteilen, für welches Handeln der Kranke die Verantwortung trägt (weil mangelnde Selbstdisziplin) und für welches nicht (weil pathologisch). Das überblickt niemand, der es nicht selbst im näheren Umfeld schon einmal hatte.

Ich habe mit dem Problem auch Erfahrungen, meine Ex-Frau hat seit Jahren immer mal wieder schwere psychische Krankheitsschübe. Ich muss sagen, das ist für das gesamte Umfeld einfach ganz gewaltig die Hölle. Ich muss jedesmal alle meine Energie zusammennahmen, um damit umzugehen, wenn bei meiner Ex wieder ein Krankheitsschub kommt.

Mein Rat wäre ganz klar: Gehe zum Arzt, bewältige Deine Gesundheitsprobleme. Vorher wird sich an den andren Problemen ganz zweifellos auch nichts ändern lassen.

m
 
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  • #4
Geh zum Psychiater und/oder Psychotherapeuten...Pack Deine Probleme an und verlass Dich nicht auf Andere-NUR DU KANNST DIR SELBST HELFEN!!!Sich auf andere zu verlassen und auf dem Mitleid auszuruhen bringt Dir vielleicht im ersten Moment eine Entlastung, in Wahrheit aber macht es das auf Dauer nur noch schlimmer...glaub mir!!!
 
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  • #5
Hallo liebe Fragestellerin,

ich weiß ganz genau wovon du redest. Ich bin Borderlinerin und habe auch damit zu kämpfen, mich in der Umwelt zurecht zu finden. Auch für mich gestalten sich persönliche Kontakte nicht immer einfach. Menschen verstehen das nicht. Als ich meinem Ex-Freund davon erzählt habe, wollte er es gar nicht verstehen und hat sich nicht mal die Mühe demacht zu googlen, was das sein soll. ABER:

Du musst für dich einen Weg finden so zu leben, dass du dich wohlfühlst.Hast du eine Therapie gemacht? Arbeitest du an dir? Gibst du dir auch die grösste Mühe deine Stimmungsschwankungen zu kontrollieren, oder setzt du fremde Menschen rücksichtslos deinen Launen aus?

Ich habe einen Freundeskreis, der mich mag. Wenn es mir gut geht, bin ich bei Unternehmungen dabei, wenn nicht sage ich unter irgendeinem Vorwand ab. Fremde Menschen, also nicht Verwande, müssen dich nicht ertragen. So ist es nun mal und du darfst dich nicht auf deiner Krankheit ausruhen oder dich dadurch entschuldigen. Gehe aus einer Situation einfach raus, wenn du merkst, dass du dich nicht beherrschen kann. Verrücktsein ist ein Luxus, den sich nur Wenige leisten können. Das bedeutet zusammenreißen und den Job erledigen, Launen zügeln, um nicht allein dazustehen und sich auch mal auf die Zunge beißen. Mach das beste draus, aber erwarte nicht, dass sich deine Umwelt auf dich einstellt, das wird niemals eintreten!

Ich wünsche dir alles Gute! w
 
  • #6
geh' zu Arzt und nicht ins Forum.. Dort ist der einzige Ort an dem es fachkundige Hilfe und Ratschläge gibt.
 
  • #7
Ich schließe mich #5 an.

Auf der anderen Seite möchte ich mal ganz hart sagen: Sehr oft würde Zusammenreißen, Selbstkontrolle, Disziplin und Anstand genügen, auch bei psychischen Erkrankungen. Genau darauf zielen nämlich auch viele Verhaltenstherapien ab!

Sieh es bitte auch ganz pragmatisch: Warum man angeschrien oder ungerecht behandelt wird, ist mir persönlich völlig schnuppe. Ob das nun per definitionem eine Krankheit, eine Charakterschwäche oder einfach Arschlochigkeit ist, wäre mir komplett egal für die klare Entscheidung, dass ich mit so jemandem nicht meine Zeit verbringen wollen würde. Man lebt auch selbst nur einmal und da habe ich weiß Gott besseres zu tun, als mich schlecht behandeln zu lassen.

Wenn ein Mann ab und zu mal im Reflex zuschlagen würde, würden sich auch alle mit Recht von ihm fernhalten. Das lässt niemand mit sich machen. Genau das gleiche gilt auch für verbale oder psychische Gewalt. Keinerlei Unterschied.

Gib Gewalt keine Chance! -- Keiner Art, keiner Ausrede.
 
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  • #8
Na ja, Frederika, Du hast im Prizip Recht. Aber Du schießt wie so oft mal wieder weit über das Ziel hinaus. Versuche doch mal die Dinge (und damit die Frage der FS) etwas weniger absolut zu sehen.

Von meinen Freunden lasse ich mich auch mal schlecht behandeln. Dass ich das ertrage (und sie auch umgekehrt bei mir) macht doch u.a.Freundschaft aus. Und es macht eben einen großen Unterschied, ob mich jemand schlecht behandelt, weil er ein A. ist (= keine Freundschaft), oder ob er einen Krankheitsschub hat (= kann ich ertragen, wenn ich merke dass mein Freund versucht, sein Problem in den Griff zu bekommen und es kein Dauerzustand wird).

Liebe FS, begib` Dich in ärztliche Behandlung.
 
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  • #9
@Frederika:Danke für Deine Antwort, ich kann dem nur zustimmen.
Und ich kann dieses Selbstmitleid absolut nicht nachvollziehen-tu was dagegen, anstatt Dich in Deinem Leid zu suhlen!!
 
  • #10
@#7: Na ja, noch einmal das Argument: Wenn mich ein noch so guter Freund auch nur einmal schlagen würde, wäre er der gute Freund gewesen. Gewalt verdient keinerlei Toleranz. Auch nicht bei Freunden.

Genau das gleiche gilt auch für psychische Gewalt. Man muss sich nicht terrorisieren lassen.

Sicherlich kann sich jeder mal streiten, anschreien und wieder verzeihen. Aber die Grenze zu Gewalt und Misshandeltwerden kann man selbst intuitiv schon sehr gut ziehen.
 
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  • #11
#2 @ Frederika

Du unterschätzt, wie komplex psychische Krankheiten sind. Es ist aus der Perspektive des sozialen Umfeldes durchaus an der Grenze zu Gewalt, wenn man den Krankheitsschüben eines Partners ausgesetzt ist.
Ich bin auch durchaus froh, dass meine Ex-Frau jetzt meine Ex-Frau ist (obwohl sie die Scheidung eingereicht hat). Wenn sie einen Krankheitsschub hatte, hatte das gesamte Umfeld einfach keine Lebensqualität mehr.

Die andere Seite ist aber, dass bei einem richtigen, ernsthaften Krankheitsschub mit Selbstdisziplin nichts mehr zu machen ist. Dem Kranken fehlt es dann oft vollkommen an Krankheitseinsicht und er findet sein verhalten absolut normal und vernünftig. Das tut er nicht etwa aus bösem Willen, sondern weil er geistig benebelt ist. Auch mit Willensstärke ist die Benebelung nicht zu durchdringen.

Was Du schreibst, hilft bei schlechter Laune, aber nicht bei psychischer Krankheit. Bei psychischer Krankheit hilft nur medizinische Behandlung.
 
  • #12
@#10: Alles richtig. Deshalb schrieb ich in #6 als allererstes: "Schließe mich #5 an." Und was hatte #5 empfohlen? Oh Wunder: Einen Arzt.

Natürlich ist ein Mediziner hier der richtige Ansprechpartner! Gar kein Zweifel.

Auch richtig ist, dass kaum eine psychische Erkrankung durch Selbstdisziplin vollständig in den Griff zu kriegen ist, vorallem dann nicht, wenn es wirklich eine echte Erkrankung ist. Alles unbestritten. Es gibt aber durchaus viele Zustände, die durch mehr Zusammenreißen durchaus linderbar sind, zumindest aus Sicht der Umwelt. Genau darauf zielen auch viele Therapien ab.

Aber wie gesagt: Ob es nun Tobsuchtsanfälle mit Prügeln und Demolieren oder nur mit verbaler und psychischer Gewalt sind, für mich ist Gewalt inakzeptabel und ich bin wirklich nicht bereit physische oder psychische Gewalt welcher Art auch immer zu ertragen, im Bekanntenkreis schon mal gar nicht, im Freundeskreis eigentlich auch nicht und selbst bei einem Partner nur sehr bedingt.

Man lebt nur einmal und Gewalt ist etwas, das ich persönlich einfach GAR NICHT akzeptieren oder tolerieren kann. Nicht einmal im Ansatz -- und ich schätze, dass das sehr vielen Menschen so geht und das auch zu recht.
 
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  • #13
Hallo FS,
du willst dass deine Umwelt - Freund, Verwandte und Bekannte den Preis dafür bezahlt, dass Du dein Leben nicht in den Griff bekommst. Warum sollten sie so bekloppt sein? Bekomm Dein Leben in den Griff - da musst du schon an dir arbeiten, entweder mit Medikamente oder Mit einem Therapeuten - dann kannst Du Freunde finden - oder lass es bleiben, dann wirst du eben keine Freunde finden. Diese Jammermasche "Ich bin krank und keiner hilft mir" kann ich nicht ausstehen.
Auch gesunde Menschen haben ein Recht auf Achtung !
W/42
 
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  • #14
Frederika hat vollkommen recht, auch mit psychischen Erkrankung kann man sich zusammen reißen und ganz besonders dann wenn man es ja auch selbst weiß.

Sie brauchst natürlich auch professionelle Hilfe aber auch mit dieser wird sie nicht darum herum kommen sich einfach mal zusammen zu reißen, das wird nämlich einer der wichtigsten Bestandteile einer Therapie sein.

Ansonsten wundert es mich nicht das viele keine Lust haben solche Ausbrüche über sich ergehen zu lassen. Wie soll man denn bitte jemanden mögen oder lieben der einen regelmäßig verbal oder physisch verletzt? Das ist nämlich etwas an dem man wirklich nichts ändern kann.
 
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  • #15
was nützt es mir, wenn ich von einem freund oder meinem partner angeschrien oder geschlagen werde, wenn ich weiß, warum er es tut oder für das verhalten verständnis zeige (mal abgesehen von einer reaktion auf mein eigenes fehlverhalten). es nützt mir gar nichts! fakt ist, dass ich schlecht behandelt werde.

wenn dann das ganze noch patologisch ist, wird s noch schlimmer, weil die aussichten auf änderung/besserung gleich null sind, insbesondere dann, wenn der psychisch kranke nicht an sich selbst arbeitet (mit oder ohne hilfe von dritten) sondern sich beklagt, dass die umwelt ihn nicht versteht.

m/45
 
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  • #16
Leben und leben lassen! Jeder so wie er es für richtig hält. Sich "zusammen zu nehmen" sehe ich als falsche Möglichkeit. Denn der ewige Diener wird erst recht krank. Auf zum Psychotherapeuten und keine Angst. Bei jedem Menschen ließe sich irgendetwas finden, was nicht der "Norm" entspricht. Alles Gute.
 
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  • #17
Weisst Du FS, du darfst Dich auf Deinem "Leid" nicht ausruhen und auf Verständnis bzw. Mitleid Deiner Umwelt hoffen und Dich dann schmollend zurückziehen, wenn Dich mal wieder angeblich keiner versteht. Jede gute Freundschaft kann dadurch in die Brüche gehen, ich würde mich dauerhaft von Dir auch zurückziehen, weil ich keinen Bock hätte, irgendwelche verbalen Ausraster dauerhaft ertragen zu wollen.

Wenn Du erkennst, dass Du ein psychisches Problem hast, solltest Du zu einem Psychiater/Therapeuten gehen und Deine "Krankheit" behandeln lassen, sonst bist Du wirklich eines Tages sehr einsam.

w/39
 
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  • #18
@15: tut mir Leid dich enttäuschen zu müssen aber "sich zusammen zu nehmen" ist nicht die falsche Möglichkeit sondern die absolut einzige Möglichkeit das Problem überhaupt zu bewältigen. Wenn sie sich in eine Therapie begibt wird sie nichts anderes machen als zu lernen "sich zusammen zu nehmen". Das einen das auf Dauer krank macht stimmt auch nicht, das wäre nur der Fall wenn man solche Sachen in sich hinein fressen lässt. Richtiges "sich zusammen nehmen" besteht v.a. darin einzusehen und zu verstehen das man sich nicht auf bestimmte Arten benehmen kann und das man seine eigenen Gefühle auch kontrollieren kann. Je besser man lernt "sich zusammen zu nehmen" desto weniger wird man diese Ausbrüche auf Dauer haben.
Die meisten Therapien drehen sich um genau das, je nach Krankheitsbild wird das dem Patienten auf unterschiedlichem Wege beigebracht aber das Ziel ist dabei immer das gleiche.
 
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  • #19
Ist denn Deine "Krankheit" wirklich als Krankheit diagnostiziert? Egal, ob ja oder nein: konsultiere mehrere Ärzte/Psychologen etc., um ein breiteres Band an Meinungen zu erhalten.

Sieh Deine Situation mal aus der Vogelperspektive und auch nicht aus der Perspektive des "Erleidens" bzw. Passivsituation: Du versuchst Dich AKTIV durch Deine Reaktionen/Stimmungsschwankungen/Gefühlsausbrüche zu separieren. Somit hast Du im Endeffekt mehr Zeit, Dich mit Dir selbst auseinanderzusetzen.
Das könnte schon der Anfang eines Gesundungsprozesses sein, für den Du natürlich auch Unterstützung (Arzt) anfordern solltest.
Der eine Arzt wird Dir vielleicht eine Kräuterpille verschreiben, der zweite was anderes, irgendwann wirst Du aber an den Kern Deines Problems gelangen und dann geht es auch wieder aufwärts. Braucht halt alles seine Zeit.
 
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  • #20
Was kann man doch alles auf eine Krankheit schieben! Es entbindet so hervorragend von Eigenverantwortung für das eigene Handeln.
Sollen denn die anderen ertragen, was d e i n eigenes persönliches Problem ist? Das erwartest du hoffentlich nicht!

Was ist es überhaupt für eine "Krankheit", bei der du ungeduldig und gereizt bist? Teile uns bitte die Diagnose mit!

Keiner darf seine Mitmenschen dermaßen tyranisieren, dass sie das Weite suchen müssen! Falls es eine Krankheit sein sollte, dann gibt es garantiert auch medikamentöse und/oder therapeutische Hilfe.

Es ist deine Pflicht, dir fachkundige Hilfe zu suchen, wenn du dich selbst nicht im Griff hast.
m
 
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  • #21
Der Rat "Reiß´ Dich zusammen" ist bei einem psychischen Problem genauso erfolgversprechend, wie einem Beinamputierten zu sagen: "Reiß´ Dich zusammen und lauf ein paar Schritte...".

Es wird nicht funktionieren, in beiden Fällen nicht!

Leider ist dies für Leute, die solch ein Problem nicht haben, offensichtlich nicht nachvollziehbar.

Auch wenn es schier unvorstellbar scheint: Es ist wirklich so. Das ein seelisches Problem nicht so einfach sichtbar ist, ändert nichts an seiner absoluten Wirkung auf den Betroffenen. Wer sich das definitiv nicht vorstellen kann, kann sich gratulieren. Er hat ein solches Problem eben nicht, jedenfalls nicht bisher.

Es ist ja nicht so, dass der Betroffene in bestimmten Situationen beschließt, sich SO zu verhalten. Es ist ein Denkfehler zu glauben, es gäbe für den Betroffenen in solch einer Situation eine Stelle, an der er entscheiden könnte, "ich rege mich jetzt auf" oder "ich rege mich nicht auf". Das ist nicht der Fall!

Das Verhalten ergibt sich automatisch und ist dem freien Willen nur sehr begrenzt bis überhaupt nicht zugänglich. Dem Betroffenen erscheint sein Verhalten die einzige Handlungsalternative in der Situation zu sein.

- Liebe FS, Dir bleibt wirklich nur der Weg zum Therapeuten. Alles andere wird ein Problem, dass Du seit Jahrzehnten hast, nicht plötzlich ändern. Tue es, Du verschenkst Lebensqualität, wenn Du es nicht tust. Und das jeden Tag!

Ich drück´ Dir die Daumen!
 
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  • #22
Also leider hat sich die FS bis jetzt nicht wieder gemeldet. Ich denke, sie ist verärger über das was sie hier gelesen hat. Nach dem Motto, die sind genau so und reden das selbe wie alle. Aber die einzige sinnvolle Möglichkeit, ist wirklich der Arzt.

Man kann auch auf Dauer lernen sein Verhalten zukontrollieren und es in den Griff zubekommen, dafür bezahlt man zwar auch seinen Preis, weil man ist dann doch oft nicht man selber aber wenn man diese Kontrolle nicht lernt, dann zahlt man einen anderen Preis.

Wenn du der Meinung bist, deine Umgebung hat die Krankheit als Krankheit zu akzeptieren und dich mit der zu akzipieren, dann musst du auch damit leben, wenn Menschen sagen, das möchten wir nicht, mach was, damit dein Verhalten nicht mehr so schlimm ist. Du kannst von anderen Menschen nicht etwas erwarten, zu dem du auch nicht bereit bist. Versuch sie zu verstehen, warum sie so reagieren wie sie reagieren und versuch ihnen deine Situation zu erklären, wenn du klar im Kopf bist. Aber lege die Erwartungshaltung ab und verlange nicht mehr Toleranz von deiner Umgebung, als du bereit bist zugeben.

UND ich weiß von was ich rede^^ habe auch mit sowas zukämpfen aber ich erwarte von keinem mehr, dass er die Störung versteht oder es als ein Teil von mir sieht und es nicht persönlich nimmt, wenn ich mein Verhalten nicht im Griff habe, denn ich habe es immer mehr im Griff und darum kann ich die anderen immer mehr verstehen. Und wenn sich jemand anderer total daneben benimmt, dann finde ich das auch anstrengend und meine den Kontakt zu der Person, weil mir meine Probleme schon reichen und ich nicht ständiges Theater von anderen ertragen möchte. Da musst halt wirklich jeder für sich durch und schauen wie er das in den Griff bekommt.
 
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  • #23
Liebe in,
ich denke, Du bist nicht allein, Du scheust nur die Krankheit als solche für Dich zu akzeptieren und konsequent an der Linderung/Heilung zu arbeiten.
Wie alle anderen schon schrieben, lass Dir professionell helfen. Selbsthilfegruppen gibt es sicher auch. Du wirst akzeptieren müssen, dass Du ggf. sehr viele Jahre Therapie und Medikamente benötigst. Und Du solltest engste Vertraute und Angehörige mit zu einem Beratungsgespräch. Wenn es sich um eine Krankheit handelt, gibt es sicher auch genügend seriöses Informationsmaterial, dass Du Deinen nächsten geben kannst.

Wichtig ist, die Ursachen für diese Gefühlsausbrüche und Gereiztheit zu finden, das kannst Du vorab schon unterstützen und vorbereiten, indem Du Dir diese Situationen notierst und beschreibst. Gereiztheit tritt vielfach bei großer Unzufriedenheit und permanenter Überforderung ein, vielleicht prüfst Du das bei Dir einmal.

Dieses Forum ist definitiv nicht der Ort, wo Dir geholfen werden kann - auch wenn Dir hier viele ehrlich gmeinte Empfehlungen geben. Diese solltest Du lesen, und Dich dazu bitte noch einmal äußern.

Ich stimme Dir , #21, zu - bis auf den 2. Absatz, man kann und sollte durchaus man selsbt bleiben, unsere Gefühle werden u. a. stark von unseren Denkgwohnheiten gesteuert, und die Denkgewohnheiten wiederum von falschen oder aufgezwungenen Wertevorstellungen.

Man tut sich eher etwas Gutes, wenn man sich von Aufgezungenem, Fremdgesteuerten befreit. So erging es mir jedenfalls. w, 52
 
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  • #24
Hier die Fragestellerin.

Habe mir die Kommentare aufmerksam durchgelesen und verstehe sie auch.

Wenn ich noch mal kurz erklären kann: Die Stimmungsschwankungen treten ganz plötzlich, auch oft ohne Auslöser auf, womit ich selbst auch nicht immer rechne in dem Augenblick und dann damit wohl überfordert bin. Kann manchmal auch nicht einfach "raus" aus der Situation, da ich vielleicht in einer beruflichen oder privaten Verpflichtung stecke.
Ich versuchte bisher die Probleme zu ändern, es klappt nur leider nicht.

Was mir nur zu schaffen macht ist, dass körperliche Krankheiten seit Urzeiten als "voll" angesehen werden und bei psychischen ist das nicht so. Bei einer schweren körperlichen Erkrankung, wie z.B. Krebs hätte jeder Verständnis für dieses traurige Schicksal, bei einer psychischen eben nicht. Dann sollte man sich im Griff haben. Hätte man sich bei starken Schmerzen bei z.B. Krebs auch immer im Griff?

Naürlich versuche ich weiter an mir zu arbeiten und bin dankbar für alle Ratschläge. Aber leicht ist es nicht.
 
  • #25
@23# ganz einfach.

Eine körperliche Erkrankung kann man meistens zweifelsfrei nachweisen und ziehen eine gewisse, benachteiligung nach sich. Eine psychische Erkrankung äussert sich i.d.R. immer durch ein bestimmtes Verhalten das an den Tag gelegt wird, dieses Verhalten gibt es auch unter anderen Umständen und kann von einem Aussenstehenden nicht immer unterschieden werden. d.h. hier erleidet man "sippenhaft" für all jene die sich einfach nicht zu benehmen wissen. "ich bin nunmal so" ist eine der häufigsten Ausreden für schlechtes Benehmen. vor 10 jahren war grade Borderline "in", da wurde auf einmal jeder Zweite als Borderliner diagnostiziert und ich hatte bei nicht wenigen der so 'Betroffenen' den Eindruck das sie hocherfreut waren sich einen "Freifahrtschein" besorgt zu haben.
 
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  • #26
Den Vergleich mit Krebs oder anderen Krankheiten kannst Du Dir schenken. auch diesem Menschen haben mit Unverständnis zu leben. Niemand wird sich einen neuen Partner suchen der Krebs hat. Jemand der Krebs hatte , hat wiederum eine Chance.
Du bist Krank und nervst, mit Deiner Krankheit, Deine Mitmenschen. Ob Du daran Schuld hast, oder nicht, spielt keine Rolle. Wenn ich Dich neu kennen lernen würde, würde ich Dich bedauern, aber sicher keine Verantwortung für Dich übernehmen wollen. Ich würde mich auch nicht freiwillig, in die launige Situation begeben. Meine Schwester leidet zur Zeit auch unter Stimmungsschwankungen. Ich kann und möchte mich, der Situation nicht entziehen, da ich sie auch anders kenne. Sie immer meine Schwester bleibt. Aber es ist nicht einfach und ich bin froh, nicht immer mit ihr zusammen sein zu müssen. Mein Schwager tut mir sehr Leid. Er ist auch manchmal sehr am Ende. Meine Schwester sieht auch nicht ein, dass niemand etwas für ihre Situation kann , und es ihre Sache und Aufgabe ist, das zu Ändern. Wenn Du so genau weißt , dass Du krank bist, dann kannst Du nach einem Aussetzer immer noch die Wogen glätten, wenn Du Dein Verhalten entschuldigst und erklärst. Bei meiner Schwester fehlt die Einsicht, damit macht sie alles nur noch schlimmer, da sie ihr Umfeld persönlich angreift und kritisiert. Sie hat dann immer recht. Ist das bei Dir auch so? Ein Krebskranker greift niemanden in seiner Persönlichkeit an. Da kann man dann auch bedauern oder dabei bleiben.
 
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