• #1

Bindungsangst - wie gehe ich damit um?

Hallo liebe Community,

seit einem 3/4 Jahr habe ich was mit einem Mann am laufen, der offensichtlich bindungsängstlich ist (aufgrund von Betrug in seiner letzten Beziehung) und ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich erzähle euch mal, was in letzter Zeit passiert ist.
Es gab im März eine Trennung von meiner Seite aus. Nach 1 Woche hat er sich jedoch bei mir gemeldet und der Kontakt lebte allmählich wieder auf bis wir nach 4 Wochen wieder im Bett gelandet sind. Seitdem trafen wir uns wieder regelmäßig, wobei ich darauf geachtet habe, dass nicht ICH nach den Treffen frage. Wir haben auch ganz normale Sachen gemacht wie zb zusammen ins Gartencenter fahren oder sowas, es ging also nicht nur um Sex. Er sagte, er wolle auch einfach gerne Zeit mit mir verbringen. Es lief also alles locker weiter, wir schrieben täglich hin und her und telefonierten auch öfter.
Irgendwann machte mir die ganze Corona Situation sehr zu schaffen und ich beschloss im Mai eine Woche zu meiner Mutter zu fahren. Als ich ihm davon erzählte, meinte er, ich könnte doch auch mal zu ihm kommen für ein paar Tage. Ich habe dann ewig hin und her überlegt, ob das so eine gute Idee wäre. Da habe ich schon gemerkt, dass sich wieder eine gewisse Verliebtheit (und auch Angst?!) bei mir breit machte. Schlussendlich habe ich dann beschlossen, es zu wagen und er hat mich abgeholt. Als ich dann für 5 Tage bei ihm war, fiel mir auf, dass er jeden Tag etwas später nach Hause kam und meinen Annäherungsversuchen aus dem Weg ging. Wenn ich eine Umarmung/einen Kuss wollte, tat er das nur widerwillig (was mich richtig getriggert hat). Sex und kuscheln war aber durchaus erwünscht, das ging aber auch eher von mir aus. Er brachte mich dann wieder nach Hause und die Verabschiedung war sehr sehr kurz. Ich war total traurig und konnte es auch nicht ertragen wieder alleine in meiner Wohnung zu sein und bin sofort raus gegangen zum Spazieren. Am nächsten Tag habe ich ihm nach viel Grübelei gestanden, dass ich noch Gefühle für ihn habe. Ich wusste vorher, dass das sinnlos ist und von ihm wahrscheinlich nur eine sehr verhaltene Reaktion kommen wird. Er sagte nur, er weiß nicht, was er will und ist in diesem Punkt bei sich nicht weiter. Seit diesem Tag meldet er sich nur noch selten mal oder lässt Nachrichten unbeantwortet. Bei Nachfragen, was nicht stimmt, tut er so als ob er gar nicht wüsste, was das Problem ist oder flüchtet in Ausreden wie er hat eben sehr viel zu tun im Moment.
Ich habe damals schon viel darüber nachgedacht, wie er und ich ticken und wieso es bei uns nicht richtig klappen will. Dennoch stehe ich nun erneut an dem Punkt, wo ich merke, ich will diesen Mann, aber er flüchtet vor mir, sobald es „ernster“ wird. Er hat immer noch diese Angst in sich wieder verletzt zu werden.
Ich möchte hier gerne mit (Ex-)Partnern von bindungsängstlichen Menschen sprechen und was eure Erfahrungen und Meinungen dazu sind.
 
  • #2
Wie kommst du darauf, dass er bindungsängstlich ist? Das sehe ich hier nicht. Ich würde eher vermuten, er möchte (mit dir) keine ernsthafte Beziehung, aber für bisschen Sex und Zeitvertreib reicht es aus. Er sagt doch klar, er weiß nicht, was er will. Das heißt im Umkehrschluss, er hat keine Gefühle für dich, denn das wüsste er ja sonst.
Wenn das schon so anfängt, würde ich es beenden und mich nach jemandem umsehen, der wirklich eine Partnerschaft mit dir anstrebt.
Dieses ganze Taktieren, dass du dich nicht zuerst meldest usw. usw. - ist dir das nicht zu blöd?
Generell: Das Etikett Bindungsängstlichkeit wird heutzutage gern für alles und jeden verwendet, weil das dann eher nach lösbarem Problem klingt oder man sich einreden kann, er wäre bei allen Frauen so und es liegt nicht an fehlenden Gefühlen. Das ist aber in 99% der Fälle nicht der Fall.
w, 37
 
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  • #3
In meinen Augen will er einfach keine Beziehung mit dir. Sex und kuscheln ist ok, für mehr reicht es nicht.
Das hat auch nichts mit Bindungsangst zu tun. Frauen reden sich diese Bindungsangst immer ein wenn der Mann nur F+ oder ähnliches will. Er hat quasi einen Freibrief für sein Verhalten.
 
  • #4
seit einem 3/4 Jahr habe ich was mit einem Mann am laufen, der offensichtlich bindungsängstlich ist (aufgrund von Betrug in seiner letzten Beziehung)
Es gab im März eine Trennung von meiner Seite aus.
Seitdem trafen wir uns wieder regelmäßig, wobei ich darauf geachtet habe, dass nicht ICH nach den Treffen frage.
Irgendwann machte mir die ganze Corona Situation sehr zu schaffen und ich beschloss im Mai eine Woche zu meiner Mutter zu fahren. Als ich ihm davon erzählte, meinte er, ich könnte doch auch mal zu ihm kommen für ein paar Tage. Ich habe dann ewig hin und her überlegt, ob das so eine gute Idee wäre. Da habe ich schon gemerkt, dass sich wieder eine gewisse Verliebtheit (und auch Angst?!) bei mir breit machte.
Ich war total traurig und konnte es auch nicht ertragen wieder alleine in meiner Wohnung zu sein und bin sofort raus gegangen zum Spazieren. Am nächsten Tag habe ich ihm nach viel Grübelei gestanden, dass ich noch Gefühle für ihn habe. Ich wusste vorher, dass das sinnlos ist und von ihm wahrscheinlich nur eine sehr verhaltene Reaktion kommen wird.
Er hat immer noch diese Angst in sich wieder verletzt zu werden.
Ich habe persönlich keine Erfahrung mit Bindungsangst, aber hier hört es sich eher so an, als hättest DU Bindungsangst. Und ist es denn ein Wunder, dass er sich nicht ganz auf dich einlassen kann, wenn du mit ihm Schluss machst, dann irgendwie doch wieder ankommst, aber immer zurückhaltend agierst, nie nach Treffen fragst und zögerst, ob du was mit ihm unternehmen sollst? Also falls der gute Mann von seiner letzten Trennung traumatisiert sein sollte, tust du nicht unbedingt was dafür, ihm seine Ängste zu nehmen, sondern verunsicherst ihn die ganze Zeit mit deinem Verhalten. Wenn ich in einen Mann verliebt bin, zeige ich ihm permanent meine Zuneigung, frage ihn nach Treffen, möchte gerne was mit ihm unternehmen. Der Mann weiß dann, dass ich ihn toll finde, wie er ist, und muss keine Angst haben, von mir verletzt zu werden, sondern kann sich einfach fallen lassen und entspannen. So wie du allerdings mit dem Mann hier umgehst, ist seine Angst, wieder verlassen und verletzt zu werden, allzu berechtigt, daher bleibt er verständlicherweise vorsichtig und investiert nicht all seine Gefühle. Du vermittelst Unsicherheit.
w26
 
  • #5
Mann am laufen, der offensichtlich bindungsängstlich ist (aufgrund von Betrug in seiner letzten Beziehung)

Das ist doch die alte Geschichte oder. Bindungsängstlich?
Wieso willst Du immer eine Maske darauf packen?
Höre auf ihn therapieren zu wollen.
Das kannst Du nicht.

Es gab im März eine Trennung von meiner Seite aus. Nach 1 Woche hat er sich jedoch bei mir gemeldet und der Kontakt lebte allmählich wieder auf bis wir nach 4 Wochen wieder im Bett gelandet sind.

Die alte Geschichte. Du hast Dich getrennt. Also?
wobei ich darauf geachtet habe, dass nicht ICH nach den Treffen frage.

Du bist nicht bei Dir. Wendest Techniken an um ihm Nahe zu sein.

Wir haben auch ganz normale Sachen gemacht wie zb zusammen ins Gartencenter fahren oder sowas,

Verrückt. Ihr habt telefoniert!

Da habe ich schon gemerkt, dass sich wieder eine gewisse Verliebtheit (und auch Angst?!) bei mir breit machte.

Warum hast Du mit ihm Kontakt? Langeweile? Sex mitnehmen?
Wenn ich eine Umarmung/einen Kuss wollte, tat er das nur widerwillig (was mich richtig getriggert hat). Sex und kuscheln war aber durchaus erwünscht, das ging aber auch eher von mir aus.

Er will halt nicht so wie Du und Du bist ständig verkopft und passt Dich an.
Ich wusste vorher, dass das sinnlos ist und von ihm wahrscheinlich nur eine sehr verhaltene Reaktion kommen wird.

Du wusstest gar nichts.
Niemand weiß was in fünf Minuten passiert.

Bei Nachfragen, was nicht stimmt, tut er so als ob er gar nicht wüsste, was das Problem ist oder flüchtet in Ausreden wie er hat eben sehr viel zu tun im Moment.

Er hat kein Problem. Du hast eines. In Dir.

Ich habe damals schon viel darüber nachgedacht, wie er und ich ticken und wieso es bei uns nicht richtig klappen will.

Du bist nicht bei Dir.

Er hat immer noch diese Angst in sich wieder verletzt zu werden.

@AprilSandra wir werden ihn nicht retten.

Ich möchte hier gerne mit (Ex-)Partnern von bindungsängstlichen Menschen sprechen

Versteife Dich nicht so auf Deine Diagnose. Schau auf Dich.
 
  • #6
Ich habe gelesen das es diese sogenannte Bindungsangst nicht wirklich gibt. Er findet Dich sicherlich sehr nett und verbringt auch gerne etwas Freizeit mit Dir, aber jetzt mal ehrlich, sonst ist da nicht viel. Ich würde mir nicht mehr die Mühe machen, der will nicht.
ich will diesen Mann, aber er flüchtet vor mir, sobald es „ernster“ wird. Er hat immer noch diese Angst in sich wieder verletzt zu werden.
Nein, er meint Dich nicht, er ist nicht verknallt und gibt es Dir dadurch zu verstehen.
auf bis wir nach 4 Wochen wieder im Bett gelandet sind.
Na ja, da sehe ich auch ein Problem.
 
  • #7
Mein Fehler (als ich noch jung und dumm war)....nicht nach dem 1. "Ich weiß nicht, was ich will" zu gehen. Das "Jein" hätte ich als klares "Nein" verstehen sollen. Vorteil jetzt: Ich rieche Bindungsängstliche 3km gegen den Wind und kann ihre Floskeln und das Verhalten sofort einordnen....und gehen.
LG und alles Gute
W, 41
 
  • #8
Ich denke, das Wort "Bindungsangst" wird oft verwendet, um nicht "Bindungsunlust" sagen zu müssen. Man soll Mitleid haben, noch warten. Es klingt, als fürchte der Ärmste sich vor Verletzungen, dabei will er nur keine Verbindlichkeiten eingehen.
 
  • #9
Liebe TE

ich frag Dich mal ganz konkret, glaubst Du der Mann ist blöd? Der manipuliert Dich, in vollster Absicht und Du drehst Dich wie ein Brummkreisel um diesen Kerl. Hälst die Füße still um bloß nicht dieses verängstigte Geschöpf zu vergraulen und fragst Dich wie Du seine zarte verletzte Seele wieder heilen kannst.

Ich schüttel Dich mal virtuell, aber ich denke Du bist noch lange nicht soweit.
 
  • #10
Je mehr man versucht etwas festzuhalten, desto mehr entgleitet es einem.

Du wirst nichts tun können um die Beziehung zu bekommen die du dir mit ihm wünschst. Alles was du in diese Richtung tust wird seine Angst triggern. Er muss zu dir kommen. Er muss seine Angst überwinden. Er muss sich mit dir binden wollen.

Mein Rat: Lasse los und lebe dein Leben. Triff ihn wenn dir danach ist und du es locker sehen kannst. Da du verliebt zu sein scheinst, wird dir dies jedoch wohl nicht gelingen. Also triff dich lieber nicht mehr mir ihm,da du nicht locker bleiben kannst. Du schreibst ja, dass alles eher von dir aus geht.
 
  • #11
Er ist kein bindungsängstlicher Typ, er ist ein Mann der nicht auf dich steht und/oder was lockeres sucht. Natürlich kann er Sex, warum nicht, tut ja nicht weh🤓, aber du siehst ja - sobald um Küssen und Umarmungen, also Nähe, geht, blockt er ab. Der Kerle hat es sehr clever eingerichtet - durch sein Verhalten dich dorthin manipuliert, wie er es haben möchte.
Was du tun kannst? Nichts, den Mann in den Wind schießen und beim nächsten Mal sehr genau hinchorchen, wenn jemand von Bindungsangst und "wurde verletzt" quaselt - ist jemand therapiewütdig, soll er Finger weg von der Beziehung lassen und zuerst seine Themen verarbeiten und wer auf der Suche ist, der ist eigentlich "geheilt", also nicht "ängstlich" 🥴.
Echte Bindungsangst ist selten und in diesem Fall lassen sich die Menschen auf keinen ein und ziehen sich zurück, ausserdem sind das schon ehe Psychotherapie /Psychiatrie Fälle,die sieht man dann auch an.
 
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  • #12
Es gab im März eine Trennung von meiner Seite aus. Nach 1 Woche hat er sich jedoch bei mir gemeldet und der Kontakt lebte allmählich wieder auf bis wir nach 4 Wochen wieder im Bett gelandet sind. Seitdem trafen wir uns wieder regelmäßig, wobei ich darauf geachtet habe, dass nicht ICH nach den Treffen frage.
Du hast, wie so viele Defizite in den "S" Werten und du bist dir selbst gegenüber nicht aufrichtig und nicht authentisch, das ist dein Problem!
Einmal sich trennen ist für mich, immer getrennt bleiben, Punkt!
Wir haben auch ganz normale Sachen gemacht wie zb zusammen ins Gartencenter fahren oder sowas, es ging also nicht nur um Sex.
Ich bezweifle die Aussage zu diesem Zeitpunkt, dass es ihm nicht nur um Sex ging!
Als ich dann für 5 Tage bei ihm war, fiel mir auf, dass er jeden Tag etwas später nach Hause kam und meinen Annäherungsversuchen aus dem Weg ging. Wenn ich eine Umarmung/einen Kuss wollte, tat er das nur widerwillig (was mich richtig getriggert hat). Sex und kuscheln war aber durchaus erwünscht, das ging aber auch eher von mir aus.
Es sieht so aus, dass da noch eine andere Frau ist, die mit ihm zu tun hat!
Er brachte mich dann wieder nach Hause und die Verabschiedung war sehr sehr kurz. Am nächsten Tag habe ich ihm nach viel Grübelei gestanden, dass ich noch Gefühle für ihn habe.
Ein weiterer Fehler von dir, du rennst ihm hinterher, obwohl er dich ablehnt!
Ich wusste vorher, dass das sinnlos ist und von ihm wahrscheinlich nur eine sehr verhaltene Reaktion kommen wird. Er sagte nur, er weiß nicht, was er will und ist in diesem Punkt bei sich nicht weiter. Seit diesem Tag meldet er sich nur noch selten mal oder lässt Nachrichten unbeantwortet.
Warum verhältst du dich dann so, wenn du vorher schon wusstest, dass es sinnlos sein wird? Die Suppe ist ausgelöffelt, du solltest den Kontakt abbrechen, konsequent und für immer!
Bei Nachfragen, was nicht stimmt, tut er so als ob er gar nicht wüsste, was das Problem ist oder flüchtet in Ausreden wie er hat eben sehr viel zu tun im Moment.
Immer wieder dasselbe Spiel, immer wieder dieselben Ausreden, wenn es nicht mehr stimmig ist, haben solche Leute im Moment immer viel zu tun!
Vergiss es!
Dennoch stehe ich nun erneut an dem Punkt, wo ich merke, ich will diesen Mann, aber er flüchtet vor mir, sobald es „ernster“ wird. Er hat immer noch diese Angst in sich wieder verletzt zu werden.
Was nur du willst, zählt nicht, denn er will ja nicht, lass ihn in Ruhe!
 
  • #13
Liebe AprilSandra,
nach 6 Monaten Beziehungs-hin & her kam es zu deiner Trennung. Er ist dir nachgelaufen und nun bist du aber in der Position, dass Du verfügbar bist und im Grunde machst, was er will, weil du ihn willst, aber er hierüber nicht sicher ist und dir kein Gefühl von Sicherheit gibt.
Ich kann dir nicht sagen, was Du tun sollst, wahrscheinlich so weiter wie bisher. Wenn es sich bis jetzt nicht verliebt hat oder zu dir stehen mag, wird er das nie; mag aber auch sein, dass wenn er dich verliert, es bereut und sich dann Gefühle eingesteht, wie in dem Thread mit der jungen Dame, welche 10 Jahre mit ihrem Bekannten befreundet war und erst seit einem halben Jahr spürt, doch in ihn verliebt zu sein (auch aufgrund schlechter Erfahrungen aus ihren vorherigen 5 jährigen Beziehung). Nur diesen Verhalten jemanden hinterherzulaufen, der nicht richtig will, kann süchtig machen, man will es sich und ihm beweisen, man will Zeit verbringen und hofft dabei, er erkennt endlich die Person und verliebt sich endlich hoffnungslos in einen.
Ich denke, wenn einer, ob nun aus "Bindungsscheu", schlechten Erfahrungen keine Beziehung eingeht oder aus Nützlichkeit, Vernunft oder Gewohnheit und Bequemlichkeit eben dann doch, wird nicht irgendwann lieben. Ihr kennt euch schon seit 9 Monaten und du hast sicherlich ganz andere Werte und Persönlichkeit seiner Ex, so dass doch hier schon längst eine Entscheidung fallen müsste. Wenn er den Betrug und die Trennung nicht schafft zu verarbeiten und sich deshalb nicht auf neue Frauen einlassen kann, weil er sich dem verschließt, dann bräuchte er eine Psychotherapie.
Ansonsten lasse ihn einfach laufen, begrabe deine Hoffnung, dass du eine Beziehung zu deinen Wünschen führen wirst, weil du ihn haben willst, wirst du dich ihm anpassen müssen und seine Regeln sind andere als deine.
 
  • #14
Mein Fehler (als ich noch jung und dumm war)....nicht nach dem 1. "Ich weiß nicht, was ich will" zu gehen. Das "Jein" hätte ich als klares "Nein" verstehen sollen.
Die Vorgeschichte ist, dass alles sehr leidenschaftlich anfing und schon nach kurzer Zeit ohne ersichtlichen Grund von seiner Seite aus abflaute. Dann ging es aber wieder los, weil er ohne mich nicht wollte, und wir waren ein/zwei Monate sowas wie "in einer Beziehung" bis alles wieder kippte und er sich ein 2. Mal von mir entfernte. Das war auch der Grund für mein Schlussmachen im März, obwohl ich noch verliebt war, aber ich konnte damit nicht umgehen. Also ich habe durchaus versucht von ihm loszukommen, aber sobald ich weg war, lief er wieder hinterher. Er verhält sich ganz typisch bindungsängstlich und das ist keine Erfindung, das gibt es wirklich. Er wollte Beziehung mit mir und hat es dann mit seiner Angst wieder versaut und die Schnecke gemacht.
Ich schrieb ja, ich möchte mich mit Leuten unterhalten, die Ähnliches erfahren haben, da dieses Thema (auch für mich) nur sehr schwer zu verstehen ist, wenn man vorher immer unkompliziert in eine Beziehung gegangen ist, sag ich mal.
 
  • #15
Bindungsangst sehe ich auch nicht. Es hat nicht gefunkt.
 
  • #16
Er verhält sich ganz typisch bindungsängstlich und das ist keine Erfindung, das gibt es wirklich. Er wollte Beziehung mit mir und hat es dann mit seiner Angst wieder versaut und die Schnecke gemacht.
Wo hatte er denn Angst? Hat er das so gesagt? Soweit ich es sehe, hat er sich einfach immer entfernt, wenn es ihm zu eng wurde. Das machen auch Menschen, die nicht so sehr verliebt sind. Mein Ex kam auch wieder an, als ich Schluss gemacht habe - viele bekommen dann kurz Panik, dass sie alleine bleiben werden oder doch was verloren haben, aber das ist einfach ein menschlicher Reflex und keine Bindungsangst. Dann ist es eben doch nicht das Wahre gewesen in der Beziehung und das fällt ihnen schnell wieder auf, wenn sie die andere Person wieder sicher haben. Ich kopiere hier mal aus Wikipedia was raus, was auf dich zutrifft meiner Meinung nach:
"In der klinischen Psychologie (ICD-10, DSM-5) ist eine „Bindungsangst“ nicht bekannt. Auch in der Sozialpsychologie ist der Ausdruck kaum gebräuchlich [...] Der Begriff der „Bindungsangst“ wird daneben hauptsächlich im Kontext einer alltagspsychologischen Theorie gebraucht [...] Das Verhalten des „Beziehungsverweigerers“ wird pathologisiert; alternative Deutungen (er könnte auch gute Gründe haben, die Vertiefung einer nicht gut funktionierenden oder nicht lohnenden Beziehung abzulehnen) werden kaum in Betracht gezogen."
Das sehe ich hier. Er ist sich nicht sicher, weil es ja ganz schön ist, jemanden zu haben, auch wenn man nicht total verliebt ist, aber zu eng will er es nicht, weil er dich eben nicht für eine enge Beziehung in Betracht zieht. Du aber möchtest ihm gern was andichten, wofür es eigentlich keine Anzeichen gibt. Wenn er vorher eine richtige Beziehung hatte, hat er danach nicht plötzlich Bindungsangst, weil sie fremdgegangen ist. Das ist eine bequeme Ausrede, mehr nicht. Wirkliche Bindungsstörungen kommen fast immer aus der Kindheit und zeigen sich dann in allen Beziehungen.
Gesetzt dem Fall, er hätte wirklich ein echtes psychologisches Problem (was ich NICHT glaube), dann was? Dann könntest du ihn auch nicht ändern, heilen oder retten. Dann würde das für immer so weitergehen, es sei denn, er macht eine langwierige Therapie. Das scheint er ja nicht zu wollen? Dan wäre auch nur die Konsequenz, wenn du das Hin und Her nicht mehr möchtest, dann beende es endgültig. Wobei ich denke: Du sagst, ja, er meldet sich grad eh kaum. Wahrscheinlich ist es sowieso bald komplett vorbei - von seiner Seite aus.
 
  • #17
Früher (in meinen 20ern) dachte ich über mich selbst, ich hätte "Bindungsangst". Wollte mich auf nichts Festes einlassen. Solange es locker lief, war es ok für mich. Sex ja, nette Unternehmungen, Reisen auch gerne; Bindung nein. Sobald einer mir zu nah kam (mehr wollte, häufiger Treffen, mehr Verbindlichkeit, mehr Beziehung, mehr Entgegenkommen, mehr Verzicht, mehr Nähe), floh ich über alle Berge. Fühlte mich erdrückt, eingeengt, erstickt, gestresst. Bis ich begriff, dass ich gar nicht bindungsängstlich bin, sondern die bisherigen Männer einfach nicht gepasst haben! Mit dem Richtigen fühlt sich alles stimmig an, ich möchte meine Zeit und mein Leben mit ihm verbringen, habe ihn geheiratet und will seit 6 Jahren nicht fliehen, im Gegenteil. Mit dem Richtigen bedeutet Beziehung Gewinn von Lebensglück und nicht Einschnitt und Freiheitsentzug.

Daraus könnte man schließen: Der Mann hat keine Bindungsangst, du bist nur nicht die Richtige für ihn. Es passt nicht für ihn, deshalb zweifelt er, kann sich nicht festlegen und tendiert instinktiv zur Flucht wenn du zu nah kommst. Wenn das so ist, kannst du nichts tun, um daran etwas zu ändern.

W36
 
  • #18
Wenn er vorher eine richtige Beziehung hatte, hat er danach nicht plötzlich Bindungsangst, weil sie fremdgegangen ist. Das ist eine bequeme Ausrede, mehr nicht. Wirkliche Bindungsstörungen kommen fast immer aus der Kindheit und zeigen sich dann in allen Beziehungen.
Du willst also sagen, wenn jemand in früheren Beziehungen (vllt sogar über längere Zeit) belogen, betrogen und verlassen wurde, dass das nichts mit einem macht?
Wie oft hat man schon von Freunden/Bekannten ganz üble Storys gehört, die dann mit Sätzen enden wie "Ich kann niemandem mehr vertrauen" und die sich dann eben sehr wohl schwer tun wieder eine Beziehung einzugehen...
Die Angst vor erneuter Zurückweisung ist ebenfalls nicht erfunden und demzufolge keine Form von Bindungsangst??

Mit deinem gegoogelten Wikipedia Text kann ich leider so gar nichts anfangen, tut mir Leid...
 
  • #19
Lasse solche Männer ziehen! Männer die echt lieben, die wollen dich und die zeigen es dir und sie sind dir offen gegenüber.
 
  • #20
Mein Rat: Lasse los und lebe dein Leben. Triff ihn wenn dir danach ist und du es locker sehen kannst. Da du verliebt zu sein scheinst, wird dir dies jedoch wohl nicht gelingen. Also triff dich lieber nicht mehr mir ihm,da du nicht locker bleiben kannst. Du schreibst ja, dass alles eher von dir aus geht.
Naja alles nicht. Es war ja zb sein Vorschlag, dass ich zu ihm komme für ein paar Tage. Und die ganzen Treffen davor gingen zu 90% auch von ihm aus. Er konnte dann ja über Nähe und Distanz bestimmen und war auch 1x sichtlich enttäuscht als ich ein anberaumtes Treffen abgesagt habe, weil ich zu meiner Mutter gefahren bin (hab weiter mein Ding gemacht) Zu dem Zeitpunkt hatte ich meine Gefühlswelt "noch im Griff" und das lockere Verhältnis auch genießen können. Ich weiß selbst nicht genau, was der Auslöser war, dass ich nun wieder eine rosa Brille auf habe, denn mein Verstand sagt ja, ich soll ihn sein lassen, das wird nichts. Vielleicht waren es seine Aussagen zwischendurch, dass er mit mir Zeit verbringen möchte und nicht nur Sex haben, mit mir wegfahren möchte und am See übernachten (was ich sehr romantisch finde!) und zu sich nach Hause einlädt, wo er ja für mich gesorgt hat, mehr oder weniger. Dieses Anziehen eben. Eventuell habe ich einfach zu viel reininterpretiert in seine Worte und nicht gesehen, dass es eher platonisch gemeint war und nicht auf eine romantische gefühlvolle Weise. Er sagt ja selber, er weiß nicht, was er will und dieses Verhalten spiegelt sich ja die ganze Zeit wider in dem Anziehen und Wegstoßen.
Er hat mir heute Bilder geschickt, wo er diese Woche arbeitet, also dass er viel zu tun hat, war anscheinend doch keine Ausrede. Ich werde mich wieder mehr zurücknehmen, was ich eigentlich sowieso vor hatte und dann wird man sehen, wie das weitergeht oder nicht. Ende offen.
 
  • #21
Du willst also sagen, wenn jemand in früheren Beziehungen (vllt sogar über längere Zeit) belogen, betrogen und verlassen wurde, dass das nichts mit einem macht?
Du bist gut im Worte verdrehen.
1) Nicht ich sage das, sondern die Psychologie, die deine Definition von Bindungsangst nicht abdeckt.
2) Ich habe nicht gesagt, dass das nichts mit einem macht, aber man bekommt davon nicht "Bindungsangst", wobei dieser Begriff eben auch so eigentlich im Fach Psychologie nicht genutzt wird.
Nochmal ganz einfach: Es gibt laut Psychologen keine Bindungsangst, so wie du und viele andere dieses Wort inflationär verwenden für alle Menschen, die mit ihnen konkret nicht eine feste Bindung eingehen. Das ist meist der einfache psychologische Ausweg, um nicht einsehen zu müssen, dass der andere nur mit einem selbst nicht zusammensein will. Das haben wir hier oft gelesen und das kennt doch jeder aus dem Freundeskreis: Jemand, der ja nicht fähig ist, grad eine Beziehung einzugehen, hin und her - dann trifft er eine andere Person, und da ist plötzlich gar kein Problem mehr da; da wird zusammengezogen, geheiratet, Kinder. Ich war im Studium sehr verliebt, er konnte sich ewig nicht entscheiden, sobald ich mich entfernt hab, kam er aber wieder an. Dann traf er eine Frau, war verliebt und hin und weg und lebt mit ihr heute im Ausland. Auch da: Keine Bindungsangst, obwohl er auch vorher eine schlimme Beziehung hatte. Ich war es nur nicht für ihn, er war nicht wirklich verliebt. Das ist in 99% der Fälle der sehr simple Grund.
Leute, die betrogen wurden, haben oft ein Problem mit Vertrauen, sie sind viel misstrauischer und eifersüchtiger, oder ja, sie wollen den anderen kopfmäßig nicht an sich heranlassen - aber das ist keine Bindungsangst. Und wenn man sich verliebt, dann ist diese Liebe meist stärker als die negativen Erfahrungen und klar können sich daraus Probleme in der Beziehung ergeben. Aber ihr habt doch gar keine Beziehung? Nicht wirklich.
Am nächsten Tag habe ich ihm nach viel Grübelei gestanden, dass ich noch Gefühle für ihn habe. Ich wusste vorher, dass das sinnlos ist und von ihm wahrscheinlich nur eine sehr verhaltene Reaktion kommen wird
Das ist doch keine Bindungsangst aufgrund von schlechten Erfahrungen, wenn er kaum darauf reagiert, dass du ihm Gefühle gestehst. Er hat dir ja auch schon gesagt, er weiß nicht, was er will. Er sagt nicht, ich liebe dich, aber ich hab Probleme damit, dich an mich ranzulassen oder sonstwas. Er WILL einfach nicht mehr als es locker laufen lassen. Solange du da mitmachst, gibt es keine Probleme, außer, dass du irgendwann richtig Liebeskummer haben wirst, weil es nämlich DIR nicht ausreicht. Aber das ist natürlich deine Entscheidung, wenn du das mit dir machen lassen willst...
 
  • #22
Ich kenne einen Mann, der meiner Meinung nach, unter Bindungsangst leidet. Ja, er leidet darunter, er hatte noch nie eine Freundin, keine Einzige. Wenn eine Frau Interesse zeigt, nimmt er seine Beine in die Hand und rennt so schnell er kann. ONS oder Ähnliches hatte er auch nie.

Da machste nix.
 
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  • #23
Naja alles nicht. Es war ja zb sein Vorschlag, dass ich zu ihm komme für ein paar Tage.
Und die ganzen Treffen davor gingen zu 90% auch von ihm aus.
war auch 1x sichtlich enttäuscht als ich ein anberaumtes Treffen abgesagt habe, weil ich zu meiner Mutter gefahren bin (hab weiter mein Ding gemacht)
Vielleicht waren es seine Aussagen zwischendurch, dass er mit mir Zeit verbringen möchte und nicht nur Sex haben,
mit mir wegfahren möchte und am See übernachten (was ich sehr romantisch finde!)
und zu sich nach Hause einlädt, wo er ja für mich gesorgt hat, mehr oder weniger.
also dass er viel zu tun hat, war anscheinend doch keine Ausrede.
Ich verstehe gar nicht, woher angesichts seines Verhaltens die Idee kommt, er könnte Bindungsangst haben. Habe ich irgendwas überlesen? Er ist doch offen für all den Beziehungskram ... Ich sehe das Problem eher da, dass sich die FS die ganze Zeit zurücknimmt und sich nicht auf ihn einlässt, ihm misstraut und Dinge unterstellt (z.B. er würde die Arbeit vorschieben, dabei hatte er anscheinend wirklich viel zu tun).
Ich werde mich wieder mehr zurücknehmen, was ich eigentlich sowieso vor hatte
Und ich bleibe dabei: Wenn ich einen Mann, gerade einen unsicheren oder ängstlichen, der verlassen und enttäuscht wurde, irgendwie "heilen" oder zu einer Beziehung bewegen wollte, würde ich genau gegenteilig handeln: Mich nicht zurückziehen, sondern ihm das Gefühl geben, er findet Sicherheit und Geborgenheit in unserer Beziehung und ich werde ihn nicht verlassen. Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück, ich würde also nicht einfach Liebe und Verbindlichkeit erwarten, sondern ihm erstmal meine Liebe schenken und mich ihm gegenüber positiv verhalten, nicht so ambivalent.
w26
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #24
Wenn ich eine Umarmung/einen Kuss wollte, tat er das nur widerwillig (was mich richtig getriggert hat)
Am nächsten Tag habe ich ihm nach viel Grübelei gestanden, dass ich noch Gefühle für ihn habe. Ich wusste vorher, dass das sinnlos ist und von ihm wahrscheinlich nur eine sehr verhaltene Reaktion kommen wird. Er sagte nur, er weiß nicht, was er will und ist in diesem Punkt bei sich nicht weiter. Seit diesem Tag meldet er sich nur noch selten mal oder lässt Nachrichten unbeantwortet.
Die Vorgeschichte ist, dass alles sehr leidenschaftlich anfing und schon nach kurzer Zeit ohne ersichtlichen Grund von seiner Seite aus abflaute. Dann ging es aber wieder los, weil er ohne mich nicht wollte, und wir waren ein/zwei Monate sowas wie "in einer Beziehung" bis alles wieder kippte und er sich ein 2. Mal von mir entfernte.
Und ich bleibe dabei: Wenn ich einen Mann, gerade einen unsicheren oder ängstlichen, der verlassen und enttäuscht wurde, irgendwie "heilen" oder zu einer Beziehung bewegen wollte, würde ich genau gegenteilig handeln
Also, liebe Inanna, aber wo siehst du da einen ängstlichen oder unsicheren Mann? Er hat sich mehrfach zurückgezogen und dann hat sie DARAUFHIN angefangen, sich selbst zurückzuziehen, was ja normal ist. Er will keine Umarmungen, weiß nicht, ob er Gefühle hat wenn sie ihre gesteht, es flaute nach den ersten Monaten von seiner Seite ab - Also daran hat die FS ja nun keine Schuld, denn sie hat ja auf sein Verhalten dann erst reagiert? Und wie gesagt: Das klingt überhaupt null nach Bindungsangst in irgendeiner Form. Ich tippe mal schwer darauf, wenn sie ihm jetzt hinterherrennen würde, dann wäre er einfach nur genervt, weil da nichts zu heilen ist.
 
  • #25
Also, liebe Inanna, aber wo siehst du da einen ängstlichen oder unsicheren Mann? Er hat sich mehrfach zurückgezogen und dann hat sie DARAUFHIN angefangen, sich selbst zurückzuziehen, was ja normal ist. Er will keine Umarmungen, weiß nicht, ob er Gefühle hat wenn sie ihre gesteht, es flaute nach den ersten Monaten von seiner Seite ab - Also daran hat die FS ja nun keine Schuld, denn sie hat ja auf sein Verhalten dann erst reagiert? Und wie gesagt: Das klingt überhaupt null nach Bindungsangst in irgendeiner Form. Ich tippe mal schwer darauf, wenn sie ihm jetzt hinterherrennen würde, dann wäre er einfach nur genervt, weil da nichts zu heilen ist.
Weil die FS geschrieben hat, er sei aufgrund von Betrug in seiner letzten Beziehung unsicher in Bezug auf Beziehungen und bindungsängstlich, kam ich zu der Meinung, dass es evtl. klug wäre, ihm die Sorge, dass sich die Enttäuschung von damals wiederholen könnte, zu nehmen, und sich nicht ambivalent zu verhalten, weil er dann aus Selbstschutz lieber einen Sicherheitsabstand hält.
Ich denke auch nicht, dass es Bindungsangst ist, und stimme dir zu, dass echte Bindungsangst entweder nicht existiert oder doch sehr selten sein dürfte, meistens passt es einfach nicht, ist also Angst vor der Binding mit dieser konkreten Person. Ich wollte hier nur den Gedanken einbringen, dass es durchaus auch an der FS und ihrem Verhalten liegen könnte, warum er sich nicht binden will. Wenn sie so was wie seine Traum-Freundin wäre, würde er sich vermutlich auf sie einlassen und sich emotional öffnen. Dass sie die Beziehung beendet, niemals selbst nach einem Treffen fragt und es ihm übel nimmt, dass er viel arbeitet, macht sie vielleicht nicht unbedingt zur attraktivsten Freundin ...

Vielleicht meint er es gar nicht böse. Irgendwas scheint er ja an ihr zu finden und irgendwie die Beziehung zu wollen, sonst wäre er nicht immer wieder angekommen. Vielleicht braucht er einfach etwas Zeit und eine einfühlsame, verständnisvolle Freundin, die ihm Freiraum lässt, einfach eine gute Zeit mit ihm verbringt und nicht rumnörgelt und ihn mit (unausgesprochenen) Erwartungen und Vorwürfen bombardiert. Und dann würde er sich vielleicht mit der Zeit öffnen, tiefere Gefühle entwickeln und sich auf sie einlassen, weil er dann entdeckt, was für eine tolle Partnerin sie ist, die an ihn glaubt und ihn liebt und ihn aber nicht bedrängt, sondern für die er sich freiwillig entscheiden kann.
Nur so ein Gedanke.
w26
 
  • #26
Die Vorgeschichte ist, dass alles sehr leidenschaftlich anfing und schon nach kurzer Zeit ohne ersichtlichen Grund von seiner Seite aus abflaute. Dann ging es aber wieder los, weil er ohne mich nicht wollte, und wir waren ein/zwei Monate sowas wie "in einer Beziehung" bis alles wieder kippte und er sich ein 2. Mal von mir entfernte. Das war auch der Grund für mein Schlussmachen im März, obwohl ich noch verliebt war, aber ich konnte damit nicht umgehen. Also ich habe durchaus versucht von ihm loszukommen, aber sobald ich weg war, lief er wieder hinterher. Er verhält sich ganz typisch bindungsängstlich und das ist keine Erfindung, das gibt es wirklich. Er wollte Beziehung mit mir und hat es dann mit seiner Angst wieder versaut und die Schnecke gemacht.
Ich schrieb ja, ich möchte mich mit Leuten unterhalten, die Ähnliches erfahren haben, da dieses Thema (auch für mich) nur sehr schwer zu verstehen ist, wenn man vorher immer unkompliziert in eine Beziehung gegangen ist, sag ich mal.
Deswegen hab ich dir ja geschrieben (von einem Leut, der Ähnliches erlebt hat). :)
Bei mir (damals 32) waren es ca. 15 Monate insgesamt (mit 3 Trennungen) bis ich endgültig keinen Nerv und keine Energie für die Nähe-Distanz-Spielchen hatte und die letzte, finale herbeiführte (die "Angst vor Bindung/Nähe" hatte er genannt - ebenso die "Angst vor dem Verlassenwerden" - also bitte jetzt kein "er stand einfach nicht auf dich" denken).
Das mit dem in einem Post weiter oben erwähnten "ich zeige ihm, dass ich ihn nicht verlassen werde, ich bin anders"-Modus hatte ich mir schon auch zusammengeträumt, aber: keine Chance. Wenn jemand sich sein "ich werde sowieso wieder Verlassen"-Szenario inszenieren will, kriegt man solche Bomben zwischen die Beine geschmissen, die man - wenn man auch gut zu sich selbst sein will - nicht mitmachen wird.
Pass auf dich auf und bedenke: Du suchst einen Partner auf Augenhöhe (und die betrifft auch die Emotionen).
Liebe Grüße
 
  • #27
Ich glaube nicht, dass du dich zurücknehmen wirst, du willst immer noch wissen, wie es weitergeht, dann hast du noch nicht daraus gelernt, wenn du dich wieder erneut mit ihm einlässt, das sagt mir mein aktuelles Gefühl, du musst anscheinend nochmal richtig fallen und vor allem noch tiefer fallen!! Man wiederholt Fehler solange, bis man den seelischen und emotionalen Herz - Schmerz nicht mehr aushält!
 
  • #28
Ich habe gelesen das es diese sogenannte Bindungsangst nicht wirklich gibt.
Korrekt, gibt es nicht. Wird im Datingbereich immer verwechselt mit "will keine verbindliche Beziehung". Nicht wollen ist was anderes als nicht können (Bindungsstörung).

Die Vorgeschichte ist, dass alles sehr leidenschaftlich anfing und schon nach kurzer Zeit ohne ersichtlichen Grund von seiner Seite aus abflaute.
Ihr seid beide wahrscheinlich nicht mehr die Jüngsten (Dein Nickname lässt darauf schließen).
Nach dem ersten Hormonsturm greift bei ihm die altersbedingte Flaute der Normalität und er sucht den nächsten Hormonsturm mit einer anderen Frau. Nicht schön, aber es ist keine Bindungsangst Dich nicht mehr zu wollen.

kam ich zu der Meinung, dass es evtl. klug wäre, ihm die Sorge, dass sich die Enttäuschung von damals wiederholen könnte, zu nehmen
Kannst Du nicht. Ist ein ewig langer Prozess durch Taten, nicht durch blabla.

Irgendwas scheint er ja an ihr zu finden und irgendwie die Beziehung zu wollen, sonst wäre er nicht immer wieder angekommen.
Weniger idealistisch bitte.
Bei den meisten Männern greift nach gewisser Zeit das Realitätsbewusstsein, dass nicht Herscharen von Frauen dastehen und auf sie warten - darum zurück zur Ex und zwar gern öfter, weil ja auch weitgehend anlasslos geflüchtet wird. Wer fix wegen Unbehaglichkeiten (ohne echten Grund) abhaut, kommt genauso schnell wieder und ambivalentiert mangels besserer Möglichkeiten weiter vor sich hin - solange die Frau das mitmacht.
Die FS scheint dafür bereit zu sein. Also auf in die nächste Rude bis es einem von ihnen endgültig langt.

Es war ja zb sein Vorschlag, dass ich zu ihm komme für ein paar Tage.
Nun beiß Dich doch nicht an einer Entscheidung vom Typ "erst gemacht, dann gedacht" fest. Es ist ihm was ins Hirn geschossen. Und als das in die Tat umgesetzt war (Du bei ihm), da fiel ihm halt auf, dass das doch nicht so toll ist und er wurde muffig - länger im Büro bleiben, statt zu Dir zu kommen.

Guck Dir doch mal dasTreiben Deiner Kollegen an, die nicht gern nach Hause gehen, weil es mit der Frau/Familie die dort ist "nicht so kommod" ist - nicht abrechenbare Überstunden ohne Ende :cool:

Du willst also sagen, wenn jemand in früheren Beziehungen (vllt sogar über längere Zeit) belogen, betrogen und verlassen wurde, dass das nichts mit einem macht?
Aber ja macht das mit einem was - man wird nur nicht etwas, was es nicht gibt "bindungsängstlich".
Er reagiert ganz normal nach solchen Erfahrungen: misstrauisch. und immer auf der Suche nach dem vermeintlich verdienten Bessern.
 
  • #29
Ihr seid beide wahrscheinlich nicht mehr die Jüngsten (Dein Nickname lässt darauf schließen).

Nun beiß Dich doch nicht an einer Entscheidung vom Typ "erst gemacht, dann gedacht" fest. Es ist ihm was ins Hirn geschossen. Und als das in die Tat umgesetzt war (Du bei ihm), da fiel ihm halt auf, dass das doch nicht so toll ist und er wurde muffig - länger im Büro bleiben, statt zu Dir zu kommen.

Guck Dir doch mal dasTreiben Deiner Kollegen an, die nicht gern nach Hause gehen, weil es mit der Frau/Familie die dort ist "nicht so kommod" ist - nicht abrechenbare Überstunden ohne Ende :cool:
Hallo Vikky,

Deine Kommentare waren etwas amüsant. Du interpretierst anscheinend auch gerne was rein.

Ich bin 33 und er ist 32 Jahre alt, nur mal so^^
Also ich würde uns noch als jung bezeichnen, haha.
Ich habe hier auch nichts von Überstunden oder Bürojob erzählt, weil er den nicht hat. Warum andere Leute lieber länger auf der Arbeit bleiben, tja, tut hier gerade auch nicht viel zur Sache.
Ich habe ihn sogar noch gefragt gehabt, ob es ihm zu viel war die Tage und er sagte nein. Wie auch immer, wenn er sich selbst der Sache nicht so sicher war, dann verstehe ich natürlich auch nicht, weshalb er dann wollte, dass ich überhaupt zu ihm komme. Kann natürlich sein, dass das nicht ganz die Wahrheit war und er mich nicht kränken wollte, keine Ahnung. Oder er hat gemerkt, dass ihm meine Annäherungsversuche verunsichern, weshalb er lieber weniger Zeit mit mir verbringen wollte abends. Ich weiß es ja nun nicht. Kann nur sagen, was mir aufgefallen ist.
 
  • #30
1) Nicht ich sage das, sondern die Psychologie, die deine Definition von Bindungsangst nicht abdeckt.
2) Ich habe nicht gesagt, dass das nichts mit einem macht, aber man bekommt davon nicht "Bindungsangst", wobei dieser Begriff eben auch so eigentlich im Fach Psychologie nicht genutzt wird.
Nochmal ganz einfach: Es gibt laut Psychologen keine Bindungsangst, so wie du und viele andere dieses Wort inflationär verwenden für alle Menschen, die mit ihnen konkret nicht eine feste Bindung eingehen.

Frau Kollegin, ich bin irritiert.
Was machst Du denn hier?
Die FS spricht ja nicht von psychischen Erkrankungen (die durch die ICD-10 klassifiziert werden) sondern von Bindungsangst. Natürlich gibt es so etwas. Ob in diesem Falle zutreffend bleibt diskutabel.

Ich würde weniger den Begriff Bindungsangst mehr den Begriff Angst vor Nähe wählen. Wie so häufig bei Verhaltensauffälligkeiten sind auch hier die frühkindlichen Bindungsmuster prägend (Urvertrauen entwickelt sich oder eben nicht). Für das Gelingen von Partnerschaften sind die frühkindlichen Beziehungserfahrungen immer ausschlaggebend.

Es ist nichts ungewöhnliches, wenn man an einem bindungsängstlichen Partner gerät, dass man nach einer normalen Anfangsphase mehr und mehr an dem ambivalenten, ausweichenden Verhalten seines Gegenüber verzweifelt. Sich Dinge nicht erklären kann. Selbst Fernbeziehungen oder die Auswahl von Partner weit unterhalb der eigenen Liga können ein Ausdruck von B. sein.

Wie auch immer, wenn er sich selbst der Sache nicht so sicher war, dann verstehe ich natürlich auch nicht, weshalb er dann wollte, dass ich überhaupt zu ihm komme. Kann natürlich sein, dass das nicht ganz die Wahrheit war und er mich nicht kränken wollte, keine Ahnung. Oder er hat gemerkt, dass ihm meine Annäherungsversuche verunsichern, weshalb er lieber weniger Zeit mit mir verbringen wollte abends. Ich weiß es ja nun nicht. Kann nur sagen, was mir aufgefallen ist.

Der weiß das gar nicht richtig. Der kann darüber nicht reden. Wenn Bindungsangst (besser Näheangst) dann häufig Gesprächsverweigerung seitens des Partners.
Das Problem für Dich ist, wenn dieses Muster bei ihm verankert ist, dann bleibt es immer (ein wenig) präsent und Du bist da schon sehr in diesem Analysemodus und fängst an an ihm herumzudoktorn. Das ist immer schlecht für die optimale Beziehung auf Augenhöhe. Lass da etwas los und sich die Dinge entwickeln.
 
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