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Gast

  • #1

Bindungsunwillige Männer in den 30ern - fehlt da nichts?

Mir ist in den letzten Jahren vermehrt ein bestimmter Männer-Typus aufgefallen: gutaussehend, guter Job, nett & zugewandt, Mitte-bis Ende 30 und trotzdem seit Jahren Single.

Den letzten, den ich aus dieser Kategorie kennen gelernt habe war Ende 30 und seit seinem 30. Lebensjahr alleine. Er hat in seiner Single-Zeit immer mal wieder auch teilweise mehrmonatige Affären, aber kein großes Bedürnis daraus eine feste Beziehung zu machen. Seine letzte Affäre war erheblich jünger, da denkt man ja schon "kann er doch froh sein, noch so eine hübsche Frau abzukriegen". Aber nein... er meinte die Trennung habe ihm kaum was ausgemacht und er wäre schon seit Jahren nicht mehr richtig verliebt gewesen.
Er war noch nicht mal online aktiv, sondern hat quasi im RealLife das mitgenommen, was sich so ergeben hat. Ansonsten konzentriert er sich auf den Job und gelegentliche Treffen mit Freunden bzw. Sport.

Ich stelle mir so ein Leben für 1-2 Jahre ganz interessant vor, aber irgendwann muss doch auch der tollste Mann mal ein Bedürfnis nach mehr haben. Das wird doch auch schnell öde und trostlos.
Was geht in solchen Männern vor? Auch an denen nagt ja der Zahn der Zeit. Und wenn sie mit Mitte 40 dann auf die Idee kommen sich fest zu binden, interessieren sich die richtig tollen Frauen gar nicht mehr für sie...
 
  • #2
Die sind das Ergebnis ihres Umfelds. Zum einen wird es ihnen immer möglich gemacht, zum anderen wurde ihnen die Alternative verleidet, direkt oder indirekt.
Diese Männer müssen sich nicht ändern wollen, warum sollten sie? Wenn du der Meinung bist, dass es irgendwann zu spät ist und das süße Leben vorbei: ich würde den Männern nicht unterstellen, dass sie zu doof sind, das selbst zu erkennen. Eher könnte man annehmen, dass ihnen die Alternative noch schlechter erscheint, als den dann anstehenden Rest des Lebens beziehungsloser Single zu sein.

Davon abgesehen: "gutaussehend, guter Job, nett & zugewandt, Mitte bis Ende 30" fällt nicht nur dir auf, sondern einer sehr großen Zahl an Frauen. Solche Männer haben eben keine Beziehung nötig, die hättet ihr eher einfangen müssen (vor guter Job und 30) oder müsst jetzt damit leben, wie die sind.
Das Diskussionskarussell wird schon Fahrt aufnehmen, wenn jetzt einer sagt "nehmt für Beziehung Männer aus der zweiten Reihe", folgt "Ich will aber keine Abstriche machen, biete selbst genug..." usw. usw. . Alles schon x-mal hier gelesen, Verlauf zuverlässig wie die Keplerbahn. Ihr wollt euch nicht anpassen und dieser Typ Mann, den ihr wollt, wird sich nicht ändern.
Selbst wenn man die Ergebnislosigkeit dieser Diskussion vorweg nimmt, in ein paar Wochen starten wir wieder schön bei Null.
 
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Gast

  • #3
Ganz eindeutig, machen es viele Frauen den Männern heutzutage zu leicht.

Das Erobern, das sich anstrengen, sich was einfallen lassen, fällt für Männer einfach weg.
Und warum sollen sie wie Dein Bekannter sich da stressen um die Richtige zu finden?

Er nimmt was kommt und genießt die schönen Seiten des Lebens.

Wo steht denn geschrieben, dass man unbedingt, seßhaft, familienorientiert und im Hafen der Ehe leben muss?? Eben nirgendwo, nur in den Köpfen der konservativen Gesellschaft.

Und glaube mir, Männer wissen genau was sie wollen und was nicht.
Wenn ihnen "DIE FRAU" über den Weg läuft sind sie schneller verheiratet als gedacht.
Auch wenn sie vorher ein regelrechter Abenteurer waren.

Männer, die angeblich nicht zu Bindungen neigen, neigen nur mit einer bestimmten Frau zu einer Bindung und nicht mit den vielen Damen, die vielleicht Interesse an ihnen haben.

Es ist immer lächerlich von Frauen zu lesen, sie wüssten was Männer wollen, aber das wollen nicht Männer sondern sie selbst.

Also Dein Bekannter ist vollkommen in Ordnung.

w/50
 
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Gast

  • #4
Glaub mir, wer 30 Jahre und länger alleine war, der schafft das auch nochmal problemlos 30 Jahre und mehr! Du hast eben keine Vorstellungen, weil du nach 1-2 Jahren höchsten wieder einen Freund brauchst. Andere sind oder waren Jahrzehnte alleine, da gewöhnt man sich an alles. Es gibt Hobbys, Fernsehen, Bücher, Musik, Wohnung, Garten, Familie, Pc-Spiele, übers Leben senieren, Bücher schreiben.... Das reicht eigentlich schon aus, sich ein paar Jahrhunderte mit Beschäftigung einzudecken. Irgendwann zählt man halt seine Gläser im Schrank oder schafft sich ein Haustier an, wenn seinem langweilig wird. Zu tun gibt es immer irgendwas. Sie selbst zu verwirklichen, hört praktisch nie auf!

Das hat, glaube ich, auch nichts mehr mit bindungunwillig zu tun. Man kam eben noch nie in den Genuss einer tollen Beziehung, einen Partner zu finden, der einen glücklich macht, nach seinen eigenen Vorstellungen, ist schwer zu finden, es hat sich vielleicht nie ergeben, oder man war zu beschäftigen mit der Karriere oder in früherer Jugend zu unattraktiv, schüchtern oder desinteressiert, als Kontakte zu knüpfen, oder sonstige Gründe, also kann man so etwas auch nicht vermissen, weil man es nicht kennt. Oberflächliche Affären ist halt auch nichts Rechtes. Mehr Frust als Freude.
An dem Mann hast du schwer zu knacken und wirst immer irgendwo unzufrieden sein, weil die große Leidenschaft nie durchbrechen wird. Tut mir leid...

Ist leider auch kein Einzelfall. Von solchen Einzelgängern wirst du heute überall überschüttet.
Ich würde mich zum Teil sogar selbst dazu zählen. Zum Großteil ist man glücklicher allein, als zu zweit. Man hat Pflichten, Rechte, Verantwortung, Streit, Geldnöte. Da bleibt man lieber Single und wartet bis es zu Ende ist.
 
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Gast

  • #5
Davon abgesehen: "gutaussehend, guter Job, nett & zugewandt, Mitte bis Ende 30" fällt nicht nur dir auf, sondern einer sehr großen Zahl an Frauen. Solche Männer haben eben keine Beziehung nötig, die hättet ihr eher einfangen müssen (vor guter Job und 30) oder müsst jetzt damit leben, wie die sind.
Hier musste ich aber staunen-sollte ich daraus schließen, dass meistens nur Männer eine Beziehung nötig haben, die nicht die in der Fragestellung aufgeführten Merkmale vorweisen?
Quasi Beziehung haben meistens die weniger attraktiven Männer "nötig" und die richtig attraktiven Männer keine Beziehung "nötig" haben.

Es wird den Männern also unterstellt, dass attraktive Exemplare sich gar nicht in einer Beziehung engagieren müssen und weniger attraktive Männerexemplare (leider-Ironie!) sich für eine Beziehung engagieren müssen, damit sie überhaupt eine Frau bekommen können? Was für eine Welt! Echt traurig so was.

w
 
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Gast

  • #6
Mal ganz dreist gefragt:

Warum können Frauen Männer nicht das Leben leben lassen, welches die Männer leben wollen?

Bin ich etwa kein Mensch mehr, nur weil ich das Thema "persönliche und intimite Interaktion mit dem anderen Geschlecht" locker / nicht so streng / nicht als meinen Lebensinhalt sehe? MUSS ich als Mann in einer festen Beziehung sein? MUSS ich eine Partnerin an meiner Seite haben?

Der Mensch mag ein Herdentier sein, doch zuallererst ist er ein egoistisches Individuum, das sich fragt, was für ihn (oder eben sie) gut sein könnte und nicht, was für die Gesellschaft / das soziale Miteinander gut sein könnte.

Vielleicht machen diese "bindungsunwilligen" Männer zu viele schlechte Erfahrungen mit Frauen allgemein oder im speziellen mit solchen, die das Thema Beziehung schon beinahe hysterisch behandeln. Vielleicht fühlen sie sich unsicher, weil sie oftmals nicht wissen, woran sie bei Frauen nun wirklich sind. Vielleicht wissen sie, dass bei ihnen keine biologische Uhr tickt und sie daher keinen Druck verspüren. Vielleicht wollen sie einfach Männer sein, dürfen es dann aber nicht.

Ich bin fast Mitte 30 und auch seit Jahren Single. Das geht es nicht um nicht genutzte Chancen beim anderen Geschlecht oder um "die Furcht vor der Beziehung" oder den "fortwährenden Drang nach Freiheit". Natürlich fehlt auch mir manchmal die Wärme und der Körper einer Frau, aber ich akzeptiere die Situation, so wie sie gerade ist. Und dann lebe ich einfach weiter und hinterfrage es nicht ständig.

m, 34
 
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Gast

  • #7
Als Hauptmotive, zu verzichten bzw. nicht zu wollen, fallen mir sofort ein: - Feminismus (früher stärker), - Mann als Funktion (Status), - Frau lehnt gleich"wertigen" Mann ab, will sich über Beziehung verbessern.
 
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Gast

  • #8
:

Vielleicht machen diese "bindungsunwilligen" Männer zu viele schlechte Erfahrungen mit Frauen allgemein oder im speziellen mit solchen, die das Thema Beziehung schon beinahe hysterisch behandeln. Vielleicht fühlen sie sich unsicher, weil sie oftmals nicht wissen, woran sie bei Frauen nun wirklich sind. Vielleicht wissen sie, dass bei ihnen keine biologische Uhr tickt und sie daher keinen Druck verspüren. Vielleicht wollen sie einfach Männer sein, dürfen es dann aber nicht.

Ich bin fast Mitte 30 und auch seit Jahren Single. Das geht es nicht um nicht genutzte Chancen beim anderen Geschlecht oder um "die Furcht vor der Beziehung" oder den "fortwährenden Drang nach Freiheit". Natürlich fehlt auch mir manchmal die Wärme und der Körper einer Frau, aber ich akzeptiere die Situation, so wie sie gerade ist. Und dann lebe ich einfach weiter und hinterfrage es nicht ständig.

m, 34
Ja, ich denke Du hast es sehr gut formuliert! Obwohl ich (w 45) ja dem anderen Geschlecht angehöre, kann ich diese Gedanken HEUTE in meinem jetzigen Alter sehr gut nachvollziehen. Und ganz ehrlich, mir geht es jetzt ähnlich (vielleicht liegt es daran, dass das Ticken meiner biologischen Uhr bereits gestillt wurde und ich nun eher das Leben ohne die "Roten Russen" genieße ;-) ).
 
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Gast

  • #9
Ich bin so ein Mann, der nichts langfristiges sucht und hin und wieder mal eine Affäre hat. Ich kommuniziere das aber auch, wenn das Thema auf den Tisch kommt.

In den Zwanzigern war das für mich noch erstrebenswert, aber irgendwie hat es nicht gepasst, obwohl es einige Gelegenheiten dazu gab. Irgendwann habe ich festgestellt, dass für mich persönlich Kinder. Reihenhaus, Hund, zwei Autos, zwei Urlaube etc. nicht wirklich was ist. Geht's gut, bist Du trotzdem immer in der Tretmühle, das ganze Geld ranzuschaffen und darauf angewiesen, dass die Ehe sehr gut läuft. Zum anderen haben mir diese materiellen Dinge seit meiner Jugend nie irgend etwas gegeben. Bleibt also die Gefühlsebene und jemanden treffen, mit dem das möglich ist. Und das ist wirklich schwierig, vor allem, wenn man es mit jemanden im Guten lange aushalten möchte/muss.

Natürlich haben einige in meinem Freundeskreis das durchgezogen. Nur einer meiner Freunde scheint damit sehr glücklich zu sein. Der Rest geht von nebeneinander her leben mit mancherlei Affäre bis zur absoluten Katastrophe. Ich gebe zu: dafür bin ich inzwischen zu feige und habe mir inzwischen andere Prioritäten gesetzt.

Ich habe sehr viele Dinge, mit denen ich mich gerne beschäftige und auch genug Leute, mit denen ich mich treffe. Mein Leben ist im Lot, ich fühle, dass ich zufrieden bin. Und das ist mehr, als so mancher von sich behaupten kann. Natürlich habe ich auch Pflichten, aber die sind gegenüber dem "sesshaft werden" bei weitem nicht so umfangreich. Vielleicht lebe ich egoistisch, weil ich unserer Gesellschaft keine Kinder schenke. Aber ich finde auch, dass es sowohl in Deutschland als auch auf der Welt viel zu viele davon gibt. Das zeigt z.B. dieses Bootsdrama in Lampedusa sehr deutlich.

Von daher benötige ich das ganze Programm nicht mehr. Ich finde es für mich persönlich sogar ziemlich öde. Warum sollte ich also etwas leben, was ich gar nicht möchte? Zu den Spaßvögeln, die mich dann fragen, warum ich in diesen Forum bin: Ich lese hier gern und kann mich über einige Fragen köstlich amüsieren. Angemeldet bin ich aber nicht, daher erscheine ich nur als Gast.
 
G

Gast

  • #10
Ich weiß nicht, ob Frauen Männern Bindungsunwilligkeit nicht manchmal sehr vorschnell attestieren, weil sie nicht sofort wie eine Klette an ihnen hängen. – Dem Typ "gutaussehend, guter Job, nett & zugewandt, Mitte-bis Ende 30" unterstellen sie, dass die Frauen bei ihnen Schlange stehen. Wenn so ein Mann sich nicht entsprechend verhält, ist er folglich unglaubwürdig und wird deswegen aussortiert. Wenn ein Mann unentwegt Trübsal bläst, weil er keine Freundin hat, ist er ein Loser; "konzentriert er sich auf den Job und gelegentliche Treffen mit Freunden bzw. Sport", ist er bindungsunwillig.

m, 36
 
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Gast

  • #11
Bin genauso jemand, nur knappt 30 Jahre alt. Ich brauch auch nicht auf Krampf eine Beziehung, es gibt einfach genug andere Dinge, die mir stressfrei mehr Spaß machen und mich mehr erfüllen als ein Beziehungsalltag, wo mehr Nerven, Geld und Zeit liegen bleiben. Und ich bin, wie das der erste User hier angesprochen hat, eben auch ein Ergebnis meines erlebten Umfelds ! Nur, weil ich früher offensiv und nett war, wurde mir gleich immer sexuelle und gigoloartige Absichten unterstellt und die Frauen haben sich nie so geöffnet, wie sie das von mir erwartet haben. Frauen kommen einfach nicht aus sich raus und warten einfach nur ab, was auf sie zukommt, damit sie letztendlich ganz allein auswählen können. Auf diese Mätzchen habe ich keine Lust, genausowenig auf die Statusgeilheit vieler Frauen. Wenn man zb kein Auto hat, ist man sofort uninteresant, ist dann auch egal, welche Eigenschaften man hat und wie gut man aussieht. Die Meisten, die gut aussehen, sind nur auf den Status und den Konsum aus. Da hatte ich dann einfach keine Lust mehr, wenn das nur auf Einseitigkeit beruht. Von daher : Nein, es fehlt nichts. Lieber allein, als gestresst zu zweit. Die "reinen" Frauen, die einen einfach nur so ohne irgendwelche Hintergedanken kennenlernen wollen, sehe ich nicht. Und wenn, dann sehen sie komplett unattraktiv aus oder haben total einen an der Macke. "Normal" gibts irgendwie nicht. Aber ich genau das bin, nämlich ohne irgendwelche Hintergedanken auf Frauen einzugehen, möchte ich das auch umgekehrt. Dort ist aber genau das Problem - es gab und gibt in meinem Umfeld keine einfachen, authentischen, attraktiven und gleichzeitig interessanten Frauen.

M,29
 
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Gast

  • #12
Was geht in solchen Männern vor? Auch an denen nagt ja der Zahn der Zeit. Und wenn sie mit Mitte 40 dann auf die Idee kommen sich fest zu binden, interessieren sich die richtig tollen Frauen gar nicht mehr für sie...
Ich glaube, es ist ein Trugschluß, daß dieses Leben Mitte 40 vorbei ist. Für solche Männer wird es mit zunehmenden Alter eher leichter, an Frauen zu kommen. Und warum sollen sie sich fest binden, wenn sie genügend Auswahl haben? So lebt es sich doch viel unbeschwerter.
 
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Gast

  • #13
Für den beschriebenen Mann ist eine feste Beziehung nicht erstrebenswert. Er kann reichlich Affäen mit attraktiven Frauen haben, ohne in unerwünschte Pflichten zu rutschen. Wenn die eine kommt, mit der er eine dauerhafte Beziehung will, wird er das machen. Offensichtlich sind die FS und alle anderen Frauen, die über bindungsunwillige Männer klagen, eben nicht die Eine für das begehrte Zielobjekt.

Ich weiß das so genau, weil ich das weibliche Gegenstück bin, aber mit wenig Affären - sie geben mir nichts. Ich habe einen tollen Job, ein sehr gutes Einkommen, kann machen was ich will, ohne dass mir jemand dreinredet. Warum soll ich nach der Arbeit nach Hause hetzen und mich an den Herd stellen - da geh' ich doch lieber in ein Restaurant oder ins Kino oder zum Sport und hole mir auf dem Rückweg was beim Asia-Imbiss oder ..... Am Wochenende schlafe ich aus, bummele über den Markt, gehe ins Cafe frühstücken, joggen, in die Sauna oder lese stundenlang gute Bücher. Warum sollte ich das ändern? Es ist schön wie es ist.

Einmal gab es einen Mann, für den ich das alles sofort aufgegeben hätte, mit dem ich Kompromisse ausgehandelt hätte. Er war mir das wert. Leider war er nicht interessiert - gut, dann mache ich eben so weiter, bis sich die nächste Chance ergibt oder auch für immer. Es ist ein Leben, was mir gefällt.
Ich bin nicht bindungsunfähig, ich finde nur nicht den richtigen. Und ich gehe davon aus, dass es den meisten der als "bindungsunwillig/unfähig" verdächtigten Männer ganz genauso geht. Wir haben ein reiches Lbeen, es muss sich lohnen, das aufzugeben.
 
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Gast

  • #14
Ja, ich denke Du hast es sehr gut formuliert! Obwohl ich (w 45) ja dem anderen Geschlecht angehöre, kann ich diese Gedanken HEUTE in meinem jetzigen Alter sehr gut nachvollziehen. Und ganz ehrlich, mir geht es jetzt ähnlich (vielleicht liegt es daran, dass das Ticken meiner biologischen Uhr bereits gestillt wurde und ich nun eher das Leben ohne die "Roten Russen" genieße ;-) ).
Hier Gast Nr. 5:

Darum hatte ich stets Beziehungen mit "älteren" Frauen. ;-) Die sind mitunter viel entspannter, was diese Dinge betrifft.

Aber mal Spaß beiseite. So erstrebenswert das (persönliche und intime) Zusammensein mit einem anderen Menschen sein mag, halte ich es einfach für zu kurz gedacht, direkt von "bindungsunwillig" zu sprechen, nur weil man(n) oder frau für sich die Entscheidung trifft, eben keine Beziehung einzugehen. Ich persönlich würde niemals diese Entscheidung anderer hinterfragen.

Und überhaupt: Hat jemals ein Mann die Bindungsunwilligkeit einer Frau infrage gestellt? Ich glaube, dass sowas sehr selten vorkommt.

m, 34
 
G

Gast

  • #15
Jeder hat doch das Leben was er möchte. Ich finde es vollkommen legitim wenn er attraktiv, gebildet, etc. eben nicht für sich Familie und feste Partnerschaft möchte. Gerade in der heutigen Zeit sind Paarbeziehungen doch garnicht mehr notwendig.
Das Leben kann auch ohne Partnerschaft, Kinder und klettenden Familienmitgliedern interessant sein. Und das kann ich auch als Frau sagen und nein ich bin keine Hässlette die keinen abbekommen hat sondern der weibl. Gegenpart der angesprochenen Männern.

W/40
 
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Gast

  • #16
Also ich finde, dass dieser Mann den Du hier beschreibst, vollkommen in Ordnung ist. Vielleicht hat er sich mit diesem Leben arrangiert und möchte einfach keine langfristige Beziehung. So etwas wird sich nicht so leicht ändern. Nicht in jedem Menschen steckt der Wille sich zu binden und unbedingt eine langfristige Beziehung zu suchen und wenn er so glücklich ist, dann ist das doch auch gut so! Manche Menschen können sich so ein Leben nicht vorstellen, aber es gibt doch heutzutagen etliche andere Möglichkeiten sein Leben vollkommen auszukosten und ohne Partner zu gestalten. Ob er dadurch etwas verpasst kann niemand für ihn beantworten, denn wir kennen weder seine Sehnsüchte noch seine Bedürfnisse! In der heutigen Zeit gibt es halt - vor allem wenn man in einer Großstadt wohnt - keinen sozialen Druck mehr eine Partnerschaft zu führen und unbedingt Familie zu gründen. Ich denke auch, dass es so eine Art Mann schon immer gegeben hat und auch immer geben wird. Dieses Phänomen greift auch mehr und mehr auf Frauen um, da sie selbstbestimmt entscheiden können, ob sie einen Partner wollen - ohne sozial geächtet zu werden. Schwierig stelle ich mir so ein Leben im Alter vor....aber wer weiß, vielleicht gibt es ja dann auch in 20-30 Jahren Senioren-Wohngemeinschaften.
 
G

Gast

  • #17
Nein, da fehlt nichts!
Ich schätze, diese Art zu leben wird Schule machen. Außerhalb einer Partnerschaft hat man einfach viel mehr Zeit für Freunde, Job und Hobbies. Gerade Freunde sind für mich mit den 30igern wichtiger geworden. Meinen Freunden kann ich alles erzählen, was in einer Partnerschaft kritisch sehe. Vor allem kann man sich bei Freunden anlehnen, wenns einem mal wirklich schlecht geht.
Meine vergangenen Beziehungen waren alle mehr oder weniger schön, aber Anlehnen oder Ausquatschen war nicht möglich. Immer Entscheider zu sein, Trost spenden und dabei so aussehen als würde alles Spurlos an mir vorbeigehen hat mich einfach auf Dauer fertig gemacht. Was ich heute meinen Freunden erzählen kann, hätte meine damaligen Beziehungen sehr belastet, würde ich sagen.
Dazu kommt, dass die meisten emanzipierten Frauen Karriere machen wollen. Da habe ich nichts dagegen. Aber wenn zwei Menschen Karriere machen, kann es leicht passieren, dass man sich in zwei unterschiedlichen Städten wiederfindet. Ein kurzer Versuch eine Fernbeziehung zu führen und dann ist Schluß. Da hat keiner Schuld, aber eine emotionale Strapaze ist es trotzdem!
Eine sehr positive Entwicklung sollte man dabei betonen. Frauen sind mehr den je bereit Sex für Sex zu geben. Das empfinde ich als echten Zugewinn der Emanzipation! Das ist nichts anderes als das Ende der Beziehungsprostitution! Man ist "nett" zu einander, weil man es einfach möchte und nicht um etwas anderes zu bezahlen.
Deshalb soll sich nur binden wer mag. Ich mag nicht!
m36
 
G

Gast

  • #18
Ich erkenne mich in diesem Thread wieder.
Bei mir waren es mehrere Faktoren.
Enttäuschung durch die erste Große Liebe. Anschließend viel Sport, Karriere und Flaute bei den Damen. Mit einsetzendem Geldsegen war die Resonanz bei den Damen dann merklich besser - das war mit ca. 27 Jahren. Dummerweise habe ich mich da schon mit dem Alleinsein arrangiert. Meine Erfolgsquote bei Damen ist allerdings enorm hoch, was (ganz wichtig!) auch mit der "alles egal"-Einstellung zusammenhängt, die ich mir in den ärmeren, frauenlosen Jahren zugelegt habe. Das ist gewissermaßen ein Teufelskreis.

Hinzu kommt das Preis-Leistungs-Verhältnis (Verzeihung wegen dem ungelenken Ausdruck). Im besten Fall habe ich eine nette Beziehung, in der ich in einer Freizeistress- und Finanztretmühle bin. Im schlimmsten Fall komme ich in die emotionale Hölle (Eifersucht, Manipulation, bis hin zu ungewolltem Kind und andere Horrorszenarien).
Dagegen mein momentaner Ist-Zustand: viel Geld, Reisen, Konzerte, Festivals, Ruhe wenn ich sie will, Freunde, Freiheit usw usf.

Ja, manchmal fehlt die körperliche Nähe, aber das ist immer nur von kurzer Dauer. Man schneidet sich ja auch nicht den Kopf ab, wenn er ab und an schmerzt.

M30
 
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Gast

  • #19
Mir ist in den letzten Jahren vermehrt ein bestimmter Männer-Typus aufgefallen: gutaussehend, guter Job, nett & zugewandt, Mitte-bis Ende 30 und trotzdem seit Jahren Single.
Nein, diese Erfahrung kann ich nicht teilen. Die meisten erfolgreichen und gutaussehenden Männer in diesem Alter, die ich kenne, sind weg vom Markt, verheiratet, bereits Vater oder zumindest seit Längerem in einer festen Beziehung. Diejenigen, die in dem Alter noch übrig sind, sind meistens irgendwie seltsam, verzweifelt und in der Regel nicht besonders attraktiv.
Von den notorischen Stechern, die einfach alles poppen wollen, was sie sehen, mal abgesehen.
 
G

Gast

  • #20
Mit deiner Einstellung liegst du für mich m/35 total daneben. Ich sehe um mich herum sehr viele Komplikationen und Probleme in Beziehungen und in Ehen und habe gnügend entsprechende Erfahrungen mit Frauen gesammelt. Mir rennt die Zeit echt nicht davon, eher umgekehrt. Ich möchte mein Leben frei und unabhängig genießen können, nicht gehorchen müssen, nicht befehlen brauchen und nicht der Erlöser für die biologische Uhr der Frau verantwortlich zu sein und Punkt. Die Scheidungen werden dann später überwiegend von Frauen eingereicht. Mir fehlt in meinem Leben gar nichts, warum sollte ich mir dann unnötige Probleme aufhalsen? Viele männliche Kollegen tun mir echt leid, aber auch diese sind gezwungen zu lernen!
 
G

Gast

  • #21
Tja, liebe Damen, diese Frage lässt sich leicht beantworten: Nein, mir fehlt nichts und mir ging's noch nie so gut wie derzeit. Das möchte ich natürlich auch nicht so schnell ändern. Sowas wie eine "tickende Uhr" kenne und verspüre ich auch nicht, denn nach der ewig langen Durststrecke (in jüngeren Jahren von Frauen nur verarscht, da sie an jeder Hand fünf Verehrer hatten; Studium, arbeiten, arbeiten, arbeiten, Karriere) ist jetzt die Zeit der Ernte angebrochen. Das Leben erscheint mir derzeit wie ein Füllhorn und das wird auch bis Anfang 50 nicht versiegen. Wenn ich ein WE mit einer Frau verbringen möchte, dann kostet mich das max. zwei Nachrichten in meiner FB Freundesliste und die sind auch noch dankbar dafür. Neue Kontakte im täglichen Leben ergeben sich auch ständig. So ist das halt.

m.
 
G

Gast

  • #22
Bindungswillig hin oder her und damit meine ich beide Geschlechter.
Wenn der oder die richtige Partnerin auftaucht, sind die sehr schnell in einer Bindung.
Das Gerede von Freiheit und Abenteuer besteht eben nur solange das richtige Pendant dazu nicht gefunden wurde.
Das kenne ich von beiden Geschlechtern.
Wenn mal der Blitz eingeschlagen hat, ist das alte Leben vergessen.
Loves changes everything.
 
G

Gast

  • #23
Nein, diese Erfahrung kann ich nicht teilen. Die meisten erfolgreichen und gutaussehenden Männer in diesem Alter, die ich kenne, sind weg vom Markt, verheiratet, bereits Vater oder zumindest seit Längerem in einer festen Beziehung. Diejenigen, die in dem Alter noch übrig sind, sind meistens irgendwie seltsam, verzweifelt und in der Regel nicht besonders attraktiv.
Von den notorischen Stechern, die einfach alles poppen wollen, was sie sehen, mal abgesehen.
Muss Dir zustimmen auch ein gutes Argument.

Womit wir wieder bei den "besten" Männer wären und die sind wirklich so früh als möglich weg vom Markt, meist unter 30 schon.

Die Übriggebliebenden sind dann nicht Mister Abenteuer, sondern Mister Schwierig oder Komplexbehaftet oder sonstwie bemakelt.

Denn sonst wären sie keine Singles mehr, bestimmt nicht.
 
G

Gast

  • #24
Während einer Beziehung ging es mir immer nur anfangs gut. Danach musste ich mich immer mehr verbiegen, bis es dann reichte. Ohne Beziehung bin ich jedoch immer zufrieden. Erfolgreich im Job, Spaß an Hobbies und Freunden. Anfang 30 habe ich dann angefangen mich zu fragen was mir eine Frau außer Sex wirklich bringt. Mein persönliches Ergebnis: Nichts was den ganzen Ärger wert wäre.
 
  • #25
[...]. Meine Erfolgsquote bei Damen ist allerdings enorm hoch, was (ganz wichtig!) auch mit der "alles egal"-Einstellung zusammenhängt, die ich mir in den ärmeren, frauenlosen Jahren zugelegt habe. Das ist gewissermaßen ein Teufelskreis.[...]

M30

das unterschreib ich doch mal glatt so wies da steht.. keine Ahnung warum, aber grade wenn Mann eher seine Ruhe haben will und sein Bier/wein trinken will kommen die meisten Avancen.. etwas sehr Sinnlos das Verhalten der Damenwelt, aber was solls.. =)
 
G

Gast

  • #26
Liebe FS,

deine Prognose diese Sorte Männer stünde dann Mitte 40 allein auf weiter Flur beobachte ich so nicht.

Der schlichte Grund: wenn sie nicht gerade aussehen wie ein Monster oder ein sozialer Problemfall sind gehen die immer noch bei den meisten Frauen weg wie warme Semmeln.
Selbst wenn sie schon ziemlich abgegriffen sind (was die Neue ja meist nicht ahnt).

Es muss auch an den Frauen liegen dass es so funktioniert.
Umgekehrt ist es für eine Frau Mitte 40 extrem schwer noch Anschluss zu bekommen: die wirklich guten Partien sind vergeben. Gelegentlich wird mal durch Todesfälle in Ehen ein wirklich guter Mensch frei. Aber das ist eher die Ausnahme, nicht die Regel. Unter den frei Flottierenden gibt es die Zurückgezogenen. Die verstecken sich eher, daher ist es schwer sie überhaupt zu finden. Sie haben Freunde, Hobbies und sind rundum gereifte Persönlichkeiten. Ohne Beziehung.
Dann gibt es noch die ganzen Chaoten, Beziehungsverweigerer, Sexjunkies und Lebenskünstler um die man als Frau lieber einen Bogen schlagen sollte.
 
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Gast

  • #27
Mal ganz dreist gefragt:

Warum können Frauen Männer nicht das Leben leben lassen, welches die Männer leben wollen?


m, 34
Doch, das tun sie, bzw. müssen sie nun tun, da es anders nicht geht. Nur-die meisten Frauen haben das Bedürfnis nach tiefer Bindung, nach einer festen Beziehung und nach der Familiengründung. Auch wenn viele Damen heutzutage gerne Single bleiben, sind sie dennoch längst nicht so viele, wie es bindungsunwillige Männer gibt. M.E. ist keine Deckung in der Anzahl von Männern, die keine Beziehung wollen und der Anzahl der Frauen, die keine Beziehung wollen.

Man könnte auch fragen-warum läasst man nicht die Frauen so leben, wie sie es wollen? Denn-die meisten oder zumindest sehr viele Frauen wollen schon eine Familiengründung oder eine verbindliche Beziehung mit Zukunftsoption.

So viele Herren geben hier preis, sie suchen und brauchen keine Beziehung. Ich frage mich dann wirklich-wieso sind sie dann auf einer Plattform, die bekannt für die Partnersuche in Richtung Beziehung, feste Partnerschaft ist?

w/39
 
G

Gast

  • #28
Liebe FS,

deine Prognose diese Sorte Männer stünde dann Mitte 40 allein auf weiter Flur beobachte ich so nicht.
Der schlichte Grund: wenn sie nicht gerade aussehen wie ein Monster oder ein sozialer Problemfall sind gehen die immer noch bei den meisten Frauen weg wie warme Semmeln.
Selbst wenn sie schon ziemlich abgegriffen sind (was die Neue ja meist nicht ahnt).

Umgekehrt ist es für eine Frau Mitte 40 extrem schwer noch Anschluss zu bekommen: die wirklich guten Partien sind vergeben.
Für Frauen ist es Mitte 40 bestimmt nicht schwerer, an einen adäquaten Mann zu kommen, als für Männer, an eine adäquate Frau. Die meisten Männer begnügen sich aber gerne mit einer inadäquaten, viel zu jungen, wirtschaftlich unterlegenen Partnerin. Das können Frauen auch.

Und wir müssen unseren 15 Jahre jüngeren Schatzi weder heiraten, noch anderweitig finanzieren, noch eine gemeinsame Zukunft vorlügen, um ihn regelmäßig vernaschen zu dürfen.

Davon können Männer über 40 doch nur träumen!
 
G

Gast

  • #29
Das haben viele Menschen offensichtlich nicht.

Zu diesem Thread: Frauen haben Vorstellungen von einer Partnerschaft mit einem Typus Mann, den sie für eine dauerhafte Beziehung wollen, weil er zu ihrem Lebensentwurf passt. Dieser Typ Mann ist aber an diesen Frauen nicht interessiert und solange er die Passende nicht findet, surft er fröhlich allein durch's Leben und wird der "Bindungsunfähigkeit" verdächtigt/angeklagt. Diese Frauen haben eben nicht das Leben, was sie wollen - sie wollen es mit diesem Männertyp, den sie nicht für sich gewinnen können. Sie wollen es nicht mit dem Typ Mann, den sie haben können.

Das Forum ist doch voll von diesen Themen, das keiner findet, was er sich sucht, weil die Wünsche nicht zueinander passen:
- Frauen ü40 wollen gleichaltrige Männer - gleichaltrige Männer wollen 15 Jahre jüngere Frauen
- junge Männer wollen gleichaltrige Frauen, junge Frauen wollen sehr gut situierte Männer, die ihnen Luxus ermöglichen
- ältere Herren mit durchschnittlichem Einkommen wollen junge Frauen, junge Frauen wollen echten Luxus, keine Mietwohnung, wenn sie schon einen älteren Mann nehmen müssen
- Männer ü40 mit "Altlasten werden abgelehnt, von beruflich erfolgreichen Frauen, die ein männliches Pendant zu sich selber suchen. Diese Männer haben schon 15 Jahre vorher ihre Traumfrau geheiratet
- usw

Was fehlt, ist der Respekt vor den Wünschen der anderen, die Akzeptanz, dass der andere das Recht auf seine Lebensziele hat und das diese sehr unterschiedlich sind. Es fehlen oft die Erkenntnis und Selbstrefelxion, dass die Wünsche utopisch sind und deren Modifikation. Stattdessen wird trotzig auf den Boden gestampft und "ich will" gerufen, die avisierte Zielgruppe diffamiert, z.B. als "bindunsgunfähig".

Ich kann mein Zielobjekt nicht für mich gewinnen. Einen anderen Männertyp will ich nicht, weil er nicht gut zu mir passt. Dann lebe ich doch lieber sehr gut als Single. Ich habe das Recht dazu und ich mache das, egal, was andere dazu sagen. Es gibt hier zunehmend Männer und Frauen, die das genauso sehen und es auch machen. Sie haben auch mit Mitte 30 schon reichlich erlebt, dass eine Partnerschaft nicht nur glücklich macht.
 
  • #30
Hallo FS, ich bin wahrscheinlich ein Typ Mann, den Du beschreibst, oder werde bald ein solcher sein. Du beschreibst es auch noch so, als wäre es so einfach, jemanden zu finden. Wenn man einmal belogen wurde, dann sieht die Sache doch anders aus. Ich will mich nicht Hals über Kopf in eine Beziehung stürzen, ich will die Frau erst gut kennenlernen, weil ich u.a. zu den Menschen gehöre, die ihre Enttäuschungen längere Zeit verarbeiten. Ich pflege z.B. auch keine Parallelkontakte - keine Selbstverständlichkeit heutzutage. Ich suche außerdem im Real Life, ich bin nirgendwo in Singlebörsen angemeldet, weil ich es momentan für gekünstelt halte, für gespielt, und vielleicht bin auch noch zu stolz dafür. Die Suche im Real Life besteht für mich im Ausgehen am Wochenende, ich gehe z.B. alleine in die Disco oder in eine Cocktail Bar o.ä. und suche auf diese Weise irgendwie - ich weiß, Du wirst mich dafür müde belächeln.
Mit zunehmendem Alter hat man ja noch bessere Menschenkenntnis, d.h. warum sollte man etwas anfangen, wenn man Probleme voraussehen kann, wenn man z.B. sieht, dass man nicht zusammenpasst, dass man unterschiedliche Persönlichkeiten hat usw.
Klar, es fehlt einem die zweite Hälfte, aber was soll man jetzt machen? Man arbeitet und verbraucht mindestens ein Drittel oder mehr seiner Lebenszeit dafür. Man schläft auch etwa ein Drittel seiner Lebenszeit und die restliche Zeit, die auch noch ungünstig verteilt ist, investiert man eben, so gut man kann, in das eine oder andere.
Ich denke, ich könnte mich noch richtig bis zum Herzklopfen verlieben, aber wie hoch wäre die Wahrscheinlichkeit, eine Frau zu treffen, die dafür Verständnis hätte, die keine Parallelkontakte hätte, die die gleichen Treuevorstellungen hätte. Also eine, auf die man sich verlassen könnte - so wie sie sich auf mich verlassen könnte. Ich habe da irgendwie meine Zweifel und da bleibe ich auch lieber alleine, egal wie lange es dauern sollte.