G

Gast

  • #1

Bisexualität - ein gesellschaftliches Tabuthema?

In der Öffentlichkeit wir über Bisexualität so gut wie nie gesprochen. Das scheint ein absolutes Tabuthema zu sein! Wenn über sexuelle Neigungen diskutiert wird, dann doch stets über Homosexualität. Dabei sollen doch nur 3-5% der Bevölkerung homosexuell sei. Daraus folgend dürften nur 1% bisexuell sein. Wenn ich mir aber nun die Threads in diesem Forum anschaue, hab ich den Eindruck, das jeder 2. bisexuell ist. Warum gibt es soviele Fragen zu diesem Thema? Und soviele Antworten von praktizierenden Bisexuellen? Ich kenne in meinem Umfeld niemanden, der sich zur Bisexualität bekannt hat! Worin ist dieser Widerspruch begründet? Spielt sich Bisexualität etwa im "Untergrund" ab?
 
G

Gast

  • #2
Nö! Hier wird doch gerade über dieses Thema ganz munter geplaudert ;-))
 
  • #3
In der Öffentlichkeit, ausserhalb eines anyonymen Forums?

Lieber FS, da redet man eh nicht über Sexualität. Das ist PRIVAT. Wen mein Nachbar im Bett hat ob Männlein, Weiblein oder beides ist seine Privatsache. Wenn jemand mit einem gleichgeschlechtlichen Partner Händchenhaltend durch die Stadt läuft ist klar, Homosexuell. Gegengeschlechtlich ist eh der Normalfall. Bi? Wird halt hier so diskutiert weils man offen nicht kann.

Wo ich halt nen Fön krieg ist wenns als Ausrede fürs Fremdpoppen misbraucht wird. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Im übrigen hat sich im Paralleltread gerade mal ein Post selbst zu Bisexualität bekannt- und sich auch darüber geärgert dass es misbraucht wird.
 
G

Gast

  • #4
Zu 1)
Hier ist der FS.
Ja, ich stimme Dir zu, dass hier hemmungslos geplaudert wird. Aber: hier sind wir alle anonym und können über unsere evtl. vorhandene Bisexualität plaudern. Mich interessiert aber primär, ob es in der Praxis überhaupt eine nennenswerte Anzahl an Personen gibt. Ich zweifle manchmal daran, da beim Stammtisch oder sonstigen Anlässen im Gegensatz zur Homosexualität nie darüber diskutiert wird. Aber wenn ich das Interesse hier in diesem Forum beobachte, gibt es vielleicht doch eine Vielzahl von Personen, die diese sexuelle Neigung haben und ausleben?
 
G

Gast

  • #5
Bisexualität ist keine untergründische Sache. Die Realität ist, dass die meisten konkreten Mensch mit konkreten Zielen im Laufe des Lebens eine klassische Familie anstreben und einen ganz konservativen Weg einschlagen möchten. Mann/Frau, Kind, Hund, Haus, ohne Störungen, ohne Abnormalitäten, auch die Dauersingles, die gerne jemanden hätten.... Entweder willst du provozieren oder verstehst es ganz einfach nicht, der Wunsch ganz einfacher Normalität.
Das soll nichts gegen Bisexualität sein. Jeder darf seine Sexualität ausleben wie er möchte, aber hier Behauptungen ablassen, jeder Zweite ist in Wirklichkeit bisexuell ist einfach verblendet und vielleicht ein Wunschdenken, weil du selber nicht mit deiner bisexuellen Einstellungen zurecht kommst?
 
G

Gast

  • #6
Mein Empfinden: Was ist denn heute überhaupt noch tabu?
Es kann doch hierzulande wirklich jeder wie er will und findet bei Bedarf reichlich Medienecho. Richtig, es betrifft wenige Prozent, auch Homosexualität betrifft eine recht kleine Gruppe im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Und wenn ich diese Relation bedenke, dann wird mir gehörig zu viel Wind um diese Gruppen und auch um diverse Fetische gemacht. Ich brauche das jedenfalls nicht. Es sind Themen für eine gute Quote und daher tauchen sie so häufig auf.
 
  • #7
Ich habe zwei lesbische Freundinnen (ein Paar, 55 und 30 Jahre alt) und einen schwulen Freund. Von allen habe ich immer wieder gehört, dass Bi-Leute unter Homosexuellen (also Lesben und Schwule!) nicht besonders wohlgelitten sind. Am krassestes ausgeprägt ist diese Haltung wohl bei Homosexuellen mit politischem Hintergrund: Bisexualität wird wohl bisweilen als "Verrat" an der Sache begriffen. Ist zwar Schwachsinn, scheint aber noch irgendwie als Motiv zu wirken. Daher verschweigen dann wahrscheinlich einige als homosexuell Geoutete, dass sie Bi-Neigungen haben.
 
G

Gast

  • #8
Ich habe in meinem Bekanntenkreis hetero-, homo- und bisexuelle Menschen. Wirklich offen stehen aber tatsächlich nur die homo- und heterosexuellen zu ihrer Ausrichtung. Für viele ist Bisexualität ein schwieriges Thema, weil es sie verunsichert. Der jeweilige Partner fürchtet Konkurrenz aus beiden Geschlechtern, und hat Angst, mit dem jeweils anderen Geschlecht nicht mithalten zu können. Und der bisexuelle Partner fürchtet wiederum, seinen Partner/seine Partnerin mit seinen Wünschen zu überfordern und zu verletzen. Die Bisexuellen, die ich kenne, sagen, sie lieben eben den jeweiligen Menschen, unabhängig vom Geschlecht. Beides ausleben zu wollen, kann aber tatsächlich für den Partner sehr verletzend sein, weil sich die meisten Menschen eben doch eine monogame Beziehung wünschen. Für ein gesellschaftliches Tabuthema halte ich Bisexualität jedoch nicht. Heute wird doch über alle nur möglichen sexuellen Ausrichtungen berichtet und diskutiert, wenn sie auch leider nicht immer die in meinen Augen grundsätzlich verdiente Akzeptanz erfahren.
 
  • #9
Ich schätze auch wie #6. Und das die Bi-Leute "zwischen allen Stühlen" sind.

Homos können sich m.E. nicht vorstellen, wie es ist, bi zu sein. Das ist für sie ein Gegensatz in sich selber.
Also "Entweder/oder" aber Beides scheint für sie unmöglich ?

Auch die Praxis stelle ich mir schwierig vor. Welche Hetero-Frau will ihren Partner sexuell mit anderen Männern verkehren sehen ?
Und bei der Kombination wirklich lesbisches Paar + Mann dabei, scheinen mir die Fantasien und Sprüche weit höher - als die Realität ?
 
G

Gast

  • #10
Naja, "Tabuthema"... wie Kalle schon richtig erwähnt hat, redet man doch mit den allerwenigsten Leuten über seine Sexualität. Eine gute Freundin von mir ist bisexuell, aber seit sieben Jahren mit einem Mann zusammen und in der ganzen Zeit ausschließlich ihm treu. Ihre Arbeitskollegen z.B. werden also maximal mitbekommen, dass sie einen Freund hat (wenn man mit den Kollegen überhaupt über Beziehungen redet) und werden dann schlussfolgern, dass sie hetero ist, obwohl sie es nicht ist. Und so ist es vermutlich in den meisten Fällen, viele Leute werden von außenstehenden entweder in die hetero-Schublade oder (wenn sie gerade mit einem gleichgeschlechtlichen Partner zusammen sind) in die homo-Schublade eingeordnet, denn kaum jemand wird über das private Vorleben von jemandem Bescheid wissen, wenn man eben nicht gerade mit ihm befreundet oder verwandt ist. Und so wird der "versteckte" Prozentsatz an Bisexuellen entsprechend hoch sein. Das hat nichts mit "Untergrund" zu tun.
Außerdem ist Sexualität ja bekanntermaßen kein 3-Kategorien-System sondern fließend. Manche Bisexuelle bevorzugen Männer/Frauen zu 50/50, andere stehen z.B. zu 90% auf Frauen, aber machen für einen Mann eine Ausnahme, wenn er sie besonders umhaut. Ist man denn nur bi, wenn man schon sowohl mit Männern als auch mit Frauen geschlafen hat? Oder ist man schon bi, wenn man als Frau eine andere Frau sexy findet? Es gibt auch Bisexuelle die ihr ganzes Leben lang Jungfrau bleiben... zählen die dann nicht?
Und ich glaube diese ganzen Unsicherheiten, die Schwierigkeiten beim einsortieren in Gedankenschubladen, sind auch ein Grund, warum wenige darüber öffentlich reden und warum es gleichzeitig in anonymen Foren dann scheinbar gehäuft Fragen darüber gibt.
 
G

Gast

  • #11
Nein, Sterben ist das grössere Tabu. Sex ist seit den wilden Kommunen doch dauerhaft pseudo-Tabu. Wir sexualisieren sogar unser Frühstücksei. Wir leben in einer Gesellschaft die sich ständig nur auf Sexthemen bezieht. Die vielen Fragen hier (was ist eigentlich normal ? bin ich dies oder das ? Stimmt was nicht mit mir ? Hilfe, ich bin noch Jungfrau usw.) zeigen doch das es keine feste Norm gibt (falls es die je gab, sieht man von Kanzelpredigten mal ab) und wir aber mit unserem Gefühl allein auch nicht navigieren können !

Bi sein war in den 70ern total "in". Und wir erleben seit vielen Jahren ein Seventies Revival in grossem Stil. Was Wunder: bi sein ist "magisch", "geheimnisvoll" usw. Ja, weil alles andere doch recht offensichtlich geworden ist.

Wie Bernd50 sehe ich eher in dem Problem der Gleichzeitigkeit ausgelebter Bi-Sexualität eine Überforderungsproblematik. Übrigens gibt es auch die These aus der Humanbiologie dass es eigentlich bi gar nicht gibt, sondern ein Shiften zwischen homosexuell sein und heterosexuell sein. Ein Bi-Mann wäre dann ein Teilzeit-Homosexueller.
 
G

Gast

  • #12
Für Männer ist es schwierig, sich dazu zu bekennen, schließlich gibt es da noch sehr viele Vorurteile, Lästereien, Anfeindungen, die Angst, den Respekt der Kumpels zu verlieren... Wie es für Frauen ist, weiß ich nicht, aber so viele, die sich für ein Foto mal eben einen Zungenkuss geben (auch wenn das nur Fake ist), da ist es wohl inzwischen kein Problem mehr, dazu zu stehen. Für manche Männer ist die Bisexualität einer Frau ein Pluspunkt, zumindest, wenn sie bereit ist zu teilen.
 
G

Gast

  • #13
Zum einen weil das Forum nicht repräsentativ ist. Im Internet schreibt man halt nur zu Themen, die einen interessieren. Es gab hier auch schon Threads über Gruppensex oder Dreier, bei dem ungefähr jeder Zweite geschrieben hat, dass er damit Erfahrung hat. Tatsächlich dürften in der Gesamtbevölkerung vielleicht ein paar Prozent Erfahrung damit haben.

Aber wie schon gesagt, die eigene Sexualität ist im realen Leben ohnehin weitgehend ein Tabuthema. Man bindet seine sexuellen Vorlieben niemandem auf die Nase. Aber trotzdem sind Menschen, die tatsächlich bisexuell leben auch nur eine recht kleine Minderheit.
 
G

Gast

  • #14
Ich denke, dass es sich weniger um ein Tabuthema handelt, als dass vielmehr kein gesonderter Redebedarf zum Thema Bisexualität besteht. Ist man als bisexueller Mensch mit einem gegengeschlechtlichen Partner zusammen, gibt es nicht viel zu sagen, und ist man mit einem gleichgeschlechtlichen Partner zusammen, so darf man sich mit den gleichen Problemen herumschlagen, die auch homosexuelle Menschen zu bewältigen haben und über die bereits oft genug gesprochen wird. Es gibt nur wenige Vorurteile, die sich gezielt auf Bisexualität beziehen und nicht unter eine generelle Abneigung gegen Menschen mit gleichgeschlechtlichen Kontakten fallen.

Auch befindet es längst nicht jeder für nötig seine sexuelle Ausrichtung bekannt zu geben, und inbesondere bisexuelle Personen mit gegengeschlechtlichen Partnern stehen zumeist nicht unter Druck, ihre Bisexualität öffentlich zu machen. Ich bin selbst bisexuell und verstecke das nicht, aber ich wüsste auch nicht, warum ich meinem Umfeld explizit erzählen sollte, dass ich Männer und Frauen gleichermaßen attraktiv finden kann. Ich erzähle immerhin auch nicht, dass mir sowohl blaue als auch braune Augen gefallen können.

Dass sich auf Forumsfragen bezüglich Bisexualität viele bisexuelle Schreiber melden, dürfte übrigens nicht weiter überraschen. Oder würde man sich wundern, wenn sich zu einer Tennisfrage besonders viele Tennisspieler äußern?

25, w
 
G

Gast

  • #15
Eine Neigung oder Vorliebe für ist für mich
noch keine ausgelebte Handlung. Auf Frauen und Männer
stehen - so aus der Ferne- finde ich nicht mal bi sondern
Grundausstattung jedes Menschen. Problem ist aber
was dem Partner zuzumuten ist. Ich verstehe
im Nachbarthread der Dame die kalt überrascht wurde
nicht das Lob der Ehrlichkeit. Ich würde mich fragen
ob das überhaupt noch eine Partnerschaft wäre.
 
G

Gast

  • #16
Bisexuelle nehmen für sich das Recht heraus, fremdzugehen. Angeblich ist es aber kein richtiges Fremdgehen, weil ihre Natur sie so eingestellt hat, dass sie mehrere Partner brauchen.

Homo- und Heterosexuelle können einschätzen, auf was der Partner steht und wissen, dass sie es bieten können.
Einem Bisexuellen kann man alleine nicht das bieten, was der andere sucht.

Mit Tabu hat das nichts zu tun. Ist halt nur für eine feste Beziehung "auf Augenhöhe" nicht geeignet.

Das hat auch nichts mit mangelndem Selbstbewusstsein zu tun, eher mit Selbstwertgefühl.
 
G

Gast

  • #17
Ich stelle es mir schwierig vor, wenn ich mich in einen bisexuellen Mann hineinversetze, muß dieser dann "zugeben", auch mal Männer geliebt / begehrt zu haben, wenn er sich in eine Frau verliebt? Das kratzt mächtig an Selbstbild so mancher Frau, die sich dann-fälschlicherweise-als zu wenig weiblich empfindet..? Und wie geht man dann -wieder noch komplizierter- mit dem Wunsch nach einer sexuell offenen Beziehung um? Ehrlichkeit wird als krasser Egoismus ausgelegt, heimliches Ausleben als ekelhaft und HIV-kontaminierend ,worüber ich nur lachen kann, denn der Standardhetero, der munter mit Kolleginnen oder Internetbekanntschaften vö..., hat doch auch keine Ahnung, wieviele (ungeschützte) Sexkontakte da vorher stattfanden und wer da wen und wann und wo penetriert hat.
Da bleibt doch nur die Hoffnung auf den 6er im Lotto, nämlich einen Partner / eine Partnerin mit stabilem Selbstwertgefühl und ebensoviel Liebe wie Verständnis bzw. gleichen Wünschen bezüglich Monogamie oder Polyamourie oder dem Ausleben einer eher rein sexuell ausgerichteten Parallelwelt.
w
 
G

Gast

  • #19
Bisexuelle nehmen für sich das Recht heraus, fremdzugehen. Angeblich ist es aber kein richtiges Fremdgehen, weil ihre Natur sie so eingestellt hat, dass sie mehrere Partner brauchen.
[...]
Einem Bisexuellen kann man alleine nicht das bieten, was der andere sucht.
Wir hatten doch schon im anderen Thread geklärt, dass diese Aussage absoluter Blödsinn ist. Hättest du als blonde(r) Mann/Frau auch das Gefühl deinem Partner "nicht alleine das bieten zu können, was der andere sucht", wenn besagter Partner keinerlei Fixierung auf irgendeine bestimmte Haarfarbe hat, und sowohl mit einen blondhaarigen oder einen dunkelhaarigen Partner zufrieden wäre? Für Bisexualität gilt das gleiche.

Natürlich gibt es auch einige Bisexuelle die promisk leben wollen und für die ihre Sexualität dann eine schöne Ausrede darstellt, aber das fällt in die gleiche Kategorie wie Männer die irgendwas daher erzählen von wegen "die Natur hat den Mann dazu ausgestattet möglichst viele Samen weiterzugeben, deshalb muss ich fremdgehen, ich kann nichts dafür" und stellt eher die Ausnahme dar.
 
  • #20
In Deutschland dibt es doch kein Thema zur Sexualität, das tabu ist - auch nicht Bi- Sexualität!

Ich vermute einfach mal, es interessiert kaum Jemanden
 
G

Gast

  • #21
Liebe FS

dass jeder 2. Bi sein soll bezweifle ich doch sehr. Hier wird was hochgekocht dass ein Randphänomen ist. Wieviele weisse Tiger gibt es in den Zoos ? Es ist eine geringfügige Zahl.

Selbst wenn wir mal zugunsten der Bi-Sexuellen annehmen es sei tatsächlich ab Geburt
in die Wiege gelegt dass sie bi sind - können das nicht wesentlich mehr als die Homosexuellen sein.
In keinem Fall mehr als ein Fünftel der Bevölkerung, eher deutlich weniger.
Wieso also hier eine exklusive Reportage anstreben über eine Minorität deren Probleme wirklich Luxusprobleme sind.
 
G

Gast

  • #22
1. soll dieser "zugeben", Männer geliebt zu haben wenn er sich in eine Frau verliebt?

Ja, natürlich sollte er seiner neuen Frau dazu reinen Wein einschenken wenn da sexuell was vorgefallen ist. Ich gehe jetzt mal davon aus dass er momentan keine Beziehung zu einem Mann unterhält und sich ehrlich und verbindlich auf eine Mann/Frau-Beziehung einlassen möchte.

Trotzdem ist die Info Teil ihrer aktuellen Entscheidungsgrundlage ob überhaupt unter diesen Umständen eine Beziehung geführt werden kann - und welche Art von Beziehung.

Soll er etwa ein organisiertes Doppelleben führen ? Soll er seine Frau belügen, betrügen und dauernd hinters Licht führen ? Und bei der Abiturfeier der Kinder endlich damit hervor kommen dass er ja eigentlich viel mehr auf junge Männer gibt ? Und die Frau soll sich dann freuen und sagen "wie schön dass es nicht seine blutjunge Assistentin ist sondern nur der neue Abteilungsleiter" ? Jemand der das annimmt weiss wenig von der menschlichen Psyche.
Mein Freund hat nach 8 Jahren Ehe mit einer Frau, die er abgöttisch liebte, mehrere Wahrheiten verkraften müssen:
a) die Frau ging vor der Ehe schon (während sie sich noch sexuell vertraut machen) mit seinem besten Freund regelmässig ins Bett.
b) nach der Hochzeit hast sie sich flugs von ihrem Ehemann schwängern lassen und heimlich weiter mit dem besten Freund geschlafen (Tarnung: Job)
c) das zweite und dritte Kind sind vom besten Freund, nicht vom damals seligen Ehemann.
Dieser Mann liegt noch immer in einer Nervenklinik. Die Ehe landet vor dem Richter. Die Kinder kommen zu den Grosseltern.
Jetzt stelle dir mal vor du erfährst deine 15jährige Ehe war eine Illusion. Die ganze Zeit in der du dachtest du wärst eine glückliche Frau liebt dein Mann heimlich Männer. Bedenke mal den Schaden der damit angerichtet wird wenn auch noch Kinder da sind.
 
M

Mooseba

  • #23
Bisexualität verträgt sich eben schlecht mit Monogamie im Gegensatz zu Heterosexualität und Homosexualität. Das macht es verzwickter. Es lässt sich eher mit dem anderen Pseudotabu Polyamorie vergleichen.
 
G

Gast

  • #24
Ah ja...weil ja Hetero-und Homosexuelle so treu sind;)
Ich arbeite in einer Klinik, da vö.. fast jeder jeden. Nun ja-fast. Immer vorne: die Heteros. Klar, diese haben die größte Schnittmenge:))
w.
 
G

Gast

  • #25
In Deutschland dibt es doch kein Thema zur Sexualität, das tabu ist - auch nicht Bi- Sexualität!

Ich vermute einfach mal, es interessiert kaum Jemanden
Stimme zu!
Es ist wirklich kein großes Tabuthema, zwar gibt es einige Frauen welche auch mal mit einer Frau Sex haben und auch auch eine Mann, aber ein großes Thema ist das im Freundeskreis nie gewesen.
Das liegt wohl daran, dass ach die Bekannten, welche mal Bi-Sex ausprobiert haben jeweils eine homo- oder hetero- Präferenz haben, so das sie diesen "Schubladen" einfach zugeordent wurden. Diejenigen scheint das auch nicht zu stören.

Ich frage mich auch, welche Besonderheiten das Bisex-Thema überhaupt aufweist.

Merkwürdig finde ich die Anmerkungen von Frauen, die glauben, sich nicht vergleichen zu können , oder so ähnlich....
Warum fühlen sie sich bei jemanden, der mal Bi-Sex hatte als Frau nicht ausreichend ??? Verstehe ich nicht.
 
G

Gast

  • #26
@22 Hoffen wir du hast nicht 90 % der Bisexuellen charakterisiert.
Es muss doch möglich sein es seriell monogam auf die Reihe zu kriegen.
 
  • #27
@22 Hoffen wir du hast nicht 90 % der Bisexuellen charakterisiert.
Es muss doch möglich sein es seriell monogam auf die Reihe zu kriegen.
Ich halte serielle Monogamie nicht wirklich für eine erstrebenswerte Lebensform, egal ob mit dem gleichen oder einem anderen Geschlecht oder beidem. Es sollte doch einem vernünftigen Menschen möglich sein, in Anbetracht der biologischen und psychologischen Fakten ein besseres Modell zu entwickeln, das nicht massenhaft gebrochene Herzen zurück lässt.
 
G

Gast

  • #28
@26

Es wurde ja unterstellt es gäbe den grundsätzlichen Widerspruch zwischen monogamer Lebensweise und Bisexualität. Einige brachten hier das Modewort Polyamorie auf.
Daher wäre die vorzeitige Beendigung einer Beziehung vor Aufnahme der nächsten (d.h. kein warmer Wechsel und keine Parallellieben) in jedem Fall aufrichtiger als heimliches Betrügen.
Natürlich ist eine monogame Beziehung nach der anderen nicht folgenlos und gewisse Wiederholungseffekte gibt es da auch. Die Leute die meinen sie hätten die Aufregung gepachtet
vertun sich eventuell. Die meisten langjährigen Partner wissen viel zu wenig voneinander.
 
  • #29
@27: Da es nur sehr wengie Menschen mit beiden Geschlechtern gleichzeitig gibt, gibt es diesen Widerspruch. Seriell monogam betrachte ich als versteckt polygam, als Lüge sich selbst und den armen Partnern gegenüber, die nacheinander verbraucht werden.
Verzicht, keine festen Partnerschaften oder Polyamorie betrachte ich in dem Fall als faire Möglichkeiten. Serielle Poly-/Monogamie nicht.
Von Heimlichkeit hat hier niemand gesprochen, meiner Meinung nach ging es darum, einen ehrlichen und tragfähigen Weg zu finden. Das Verheimlichen der Bisexualität in ständig (von mir aus kalt) wechselnden Beziehungen fällt nicht darunter.
 
G

Gast

  • #30
@28: Mit Verlaub, aber ich hab selten so einen gequirlten Mist gelesen. Vielleicht geht das in deinen Kopf nicht rein, aber wenn ich monogam lebe, dann bin ich dieser einzigen Person auch treu und habe nicht gleichzeitig Begehren nach anderen Menschen. Bei einer polygamen Lebensweise liebt man mehrere Menschen gleichzeitig und verkehrt mit ihnen abwechselnd innerhalb eines kurzen Zeitraums.
Du argumentierst so als ob ein Raucher jedes Mal mit dem Rauchen aufhört, sobald er gerade keine Zigarette in der Hand hat und neu mit dem Rauchen anfängt, wenn er sich wieder eine ansteckt. Klar ist das irgendwie eine Definition die durch Zeiträume bedingt ist, aber normalerweise geht jeder mit gesundem Menschenverstand davon aus, dass es sich bei solchen Zeiträumen nicht um Stunden, sondern um mehrere Monate handelt. Es wird doch auch kein polygam lebender Mensch behaupten "heute schlafe ich mit Frau Nr.1, morgen mit Nr. 2, danach wieder mit 1. und dann wieder mit 2. - deshalb bin ich eigentlich seriell monogam". Egal wie du es drehst und wendest: du magst vielleicht mit (serieller) Monogamie nicht glücklich werden, aber damit bist du eher eine Ausnahme als die Regel und jede Argumentation um das anders hinstellen zu wollen ist lächerlich.
Und mit Bisexualität hat die Diskussion auch kein bisschen mehr zu tun, wenn du sie in diese Richtung drängst. Ob du es glaubst oder nicht, es gibt auch Bisexuelle, die während ihres ganzen Lebens nur mit einem einzigen Partner zusammen sind. Das macht sie dann trotzdem nicht zu Homo- oder Heterosexuellen. Genau wie ein Heterosexueller nicht automatisch asexuell ist, wenn er sein Leben lang Jungfrau bleibt.