• #1

Bleiben oder gehen

Hallo ihr da draußen,


kurz unsere „Eckdaten“:

beide Anfang/Mitte 40

Ich ein Kind (12), er keine

Knapp drei Jahre Fernbeziehung (400km, wochenweise Zusammen)



Meine Gedanken drehen sich seit einiger Zeit im Kreis und meine Gefühle sind/gehen weg. Im Alltag zeigen sich Dinge bei meinem Partner, mit denen ich nicht wirklich leben kann. Diese drehen sich um gemeinsame Aktivitäten, Aktivität mit meinem Sohn und Aktivität im Haushalt. Denn bei allem ist er PASSIV bis gar nicht dabei.

Auf Freizeitgestaltung hat er keinen Bock. Alles lehnt er erstmal ab, macht es dann aber, weil es „sein Schatzi“ will (hat aber wenig Spaß dabei – meine Sachen gefallen ihm eh meist nicht). Oft ist er auch muffelig drauf. Alles ist ihm zu viel und zu anstrengend (außer sein Hobby).

Auch zeigt er kein Interesse an meinem Sohn. Sie unterhalten sich und kommen gut miteinander aus. Aber das er mal etwas mit ihm unternimmt (bissl bolzen z. Bsp.). Fehlanzeige. Alles muss ich mühsam anleiern.

Im Haushalt will er keine Verantwortung übernehmen (hat er auch so gesagt). Ich soll ihm sagen, wenn was zu machen ist. Gemacht wird es dann aber auch nur zu 50%. Er meint, dass er ja mehr Geld dazugibt (das bezieht sich auf größere Ausgaben) und damit sei sein Soll erfüllt.

Wenn er hier ist, arbeitet er von zu Hause (am PC). Zum Feierabend wechselt er vom Arbeits-PC an den Gaming-PC, liest im Handy, Schläft oder schaut TV. Die Wochenenden wären für ihn so auch am liebsten. Ich fühle mich gefangen. Wenn ich was alleine mache, beschwert er sich über mangelnde Zeit meinerseits.

Ansonsten hat er gute Eigenschaften (treu, ehrlich, loyal, gebildet, bodenständig, verlässlich, kann auch sehr liebevoll sein, nicht aggressiv).

Ich war vorher lange allein. Hatte auch keine guten Beziehungen. Habe aber an mir gearbeitet über die Jahre und mich sehr verändert. Nun will ich Freude ich meinem Leben und keine bleierne Inaktivität.



Habt ihr mit so etwas Erfahrung? Habe Angst mich zu trennen.

LG
 
  • #2
Diese drehen sich um gemeinsame Aktivitäten, Aktivität mit meinem Sohn und Aktivität im Haushalt. Denn bei allem ist er PASSIV bis gar nicht dabei.
Ich würde nie mehr so eine Beziehung führen wollen! Das ist für mich kein Gewinn.
Auf Freizeitgestaltung hat er keinen Bock. Alles lehnt er erstmal ab, macht es dann aber, weil es „sein Schatzi“ will (hat aber wenig Spaß dabei – meine Sachen gefallen ihm eh meist nicht). Oft ist er auch muffelig drauf. Alles ist ihm zu viel und zu anstrengend (außer sein Hobby).
Das passt nicht! Ich möchte keinen Mann der zähneknirschend mir zu liebe etwas tut. Ich wünsche mir ein "wir". Gibt es das nicht, gibt es kein "uns" und damit keine Basis für eine Beziehung.
Im Haushalt will er keine Verantwortung übernehmen (hat er auch so gesagt). Ich soll ihm sagen, wenn was zu machen ist. Gemacht wird es dann aber auch nur zu 50%. Er meint, dass er ja mehr Geld dazugibt (das bezieht sich auf größere Ausgaben) und damit sei sein Soll erfüllt.
Kein Wir! Wenn er dich subventioniert, musst du entscheiden ob dir das reicht. Es gibt viele Männer, die sich aus ungeliebter Hausarbeit frei kaufen. Legitim, wenn es für beide so passt.
Wenn er hier ist, arbeitet er von zu Hause (am PC). Zum Feierabend wechselt er vom Arbeits-PC an den Gaming-PC, liest im Handy, Schläft oder schaut TV. Die Wochenenden wären für ihn so auch am liebsten. Ich fühle mich gefangen. Wenn ich was alleine mache, beschwert er sich über mangelnde Zeit meinerseits.
Für mich ein no-go.
Ich war vorher lange allein. Hatte auch keine guten Beziehungen. Habe aber an mir gearbeitet über die Jahre und mich sehr verändert. Nun will ich Freude ich meinem Leben und keine bleierne Inaktivität.
Dann bleibe dir selber treu!!!
Habt ihr mit so etwas Erfahrung? Habe Angst mich zu trennen.
Ich kann dir nur den Rat geben, lebe ein glückliches zufriedenes Leben zu deinen Bedingungen. Kein Partner ist dafür verantwortlich das du so ein Leben führst. Du bist verantwortlich, dir einen Menschen ins Leben zu ziehen, den du als Bereicherung und nicht als Bremsklotz empfindest. Er ist wie er ist, du wirst ihn nicht ändern.
 
  • #3
Hey,

du fühlst dich nicht wohl:

meine Gefühle sind/gehen weg. Im Alltag zeigen sich Dinge bei meinem Partner, mit denen ich nicht wirklich leben kann. Diese drehen sich um gemeinsame Aktivitäten, Aktivität mit meinem Sohn und Aktivität im Haushalt. Denn bei allem ist er PASSIV bis gar nicht dabei.



Wenn er hier ist, arbeitet er von zu Hause (am PC). Zum Feierabend wechselt er vom Arbeits-PC an den Gaming-PC, liest im Handy, Schläft oder schaut TV. Die Wochenenden wären für ihn so auch am liebsten. Ich fühle mich gefangen. Wenn ich was alleine mache, beschwert er sich über mangelnde Zeit meinerseits.
Er ist einfach eine Couchpotato,
entweder du akzeptierst es oder gehst, ändern wird er sich nicht, denn er finde seine Einstellung richtig so und sieht die Aufgaben im Haushalt von selber nicht, vermutlich stört ihn ein bisschen Chaos und Unordnung nicht, macht auch das nur dir zur Liebe nach Aufforderung.

Du weißt es passt nicht hast aber Angst wieder so lange alleine da zu stehen, doch solltest du auf dich und deine Gefühle hören, dich nicht weiter ärgern müssen, glücklich sein. Ein paar Dinge die nicht 100% Übereinstimmung finden sind normal aber bei dir sind es viele Bereiche und deine Gefühle für ihn verschwinden.

Wünsche dir alles Gute.

W 28
 
  • #4
Warum hast du Angst, dich zu trennen?
So wie du schreibst, leidest du doch mehr an der Beziehung, als dass sie dich erfüllt.
 
  • #5
Liebe FS,
ich kann Dich sehr gut verstehen. So wie Du Deinen Partner beschreibst, liest er sich sehr inaktiv.
Meine Gedanken drehen sich seit einiger Zeit im Kreis und meine Gefühle sind/gehen weg.
Im Alltag zeigen sich Dinge bei meinem Partner, mit denen ich nicht wirklich leben kann. Diese drehen sich um gemeinsame Aktivitäten, Aktivität mit meinem Sohn und Aktivität im Haushalt. Denn bei allem ist er PASSIV bis gar nicht dabei.
Ich halte gemeinsame Erlebnisse und Unternehmungen ziemlich wichtig innerhalb einer Beziehung. Wenn ich alles alleine machen soll/muss/darf, kann ich genauso gut auch auf diese Partnerschaft verzichten.

Im Haushalt will er keine Verantwortung übernehmen (hat er auch so gesagt). Ich soll ihm sagen, wenn was zu machen ist. Gemacht wird es dann aber auch nur zu 50%. Er meint, dass er ja mehr Geld dazugibt (das bezieht sich auf größere Ausgaben) und damit sei sein Soll erfüllt.
Findet das komplette Beziehungsleben denn nur bei Dir statt? Das würde erklären, warum er sich nicht zuständig fühlt. Schließlich ist er "nur zu Besuch" bei Dir.
Nun will ich Freude ich meinem Leben und keine bleierne Inaktivität.
Könnt ihr denn mit den gegenseitigen Besuchen nicht abwechseln? Ich finde, bei euch hat sich zuviel Alltag eingeschlichen. Vielleicht auch durch die Entfernung von 400 km.
Habt ihr mit so etwas Erfahrung? Habe Angst mich zu trennen.

LG
Mit passiven Menschen habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich das nicht ändert und auch nicht zu meinem Temperament passt. Es gibt auch aktivere Männer als Deinen Freund, die zudem auch noch über gute Eigenschaften verfügen.
Warum hast Du Angst, Dich zu trennen?
 
A

Asja

Gast
  • #6
Ohje lass dich mal drücken virtuell. Ich hatte auch noch keine richtig erfüllenden Beziehungen und auch nie länger als ein Jahr. Da ich sowas in Zukunft verhindern möchte, schaue ich genauer hin und bin alleine.
Was ich dann in Anbetracht deines Textes wieder gar nicht so schlimm finde da lieber allein als in schlechter Gesellschaft.
Aber es muss ja doch viel Gutes geben, denn es geht ja schon 3 Jahre.
Wir lesen nur die eine Seite, aber das liest sich doch ziemlich unglücklich. Ich wäre da viel früher schon konsequent geworden, daher bin ich sicher keine gute Ratgeberin.
Aber anders herum: Bleibt man dabei weil noch das Gute überwiegt? Redet man es sich schön und hofft?
 
  • #7
Ansonsten hat er gute Eigenschaften (treu, ehrlich, loyal, gebildet, bodenständig, verlässlich, kann auch sehr liebevoll sein, nicht aggressiv).
Nicht aggressiv als positive Eigenschaft?

Das wäre so, als ob mich jemand fragt, was in an meinem Arbeitgeber gut finde und ich antworte: das Gehalt kommt pünktlich.

Das ist eine Selbstverständlichkeit.

Hast du sehr negative Erfahrungen vor ihm gemacht?
Denn bei allem ist er PASSIV bis gar nicht dabei.
Du wirst ihn doch aber sicherlich genauso willenlos kennengelernt haben, oder? Wie lief das damals ab zwischen euch?

Nun will ich Freude ich meinem Leben und keine bleierne Inaktivität.
Dann darfst du dir keinen muffigen Miesepeter ins Haus holen. Du wirst ihn ja nicht verändern können.

Ob jemand das Leben aktiv anpackt, offen für Neues ist, sich für andere Menschen und ihr Wohlergehen interessiert, das sind ja alles Persönlichkeitsmerkmale.

Die bringt jemand entweder mit, oder eben nicht.

Mir wäre das viel zu anstrengend einen Mann ständig an die Hand nehmen und aus seinem Schneckenhaus locken zu müssen.

Hast du ihm schon mal deutlich gemacht, dass eure Beziehung auf der Kippe steht? Was sagt er dazu?
 
  • #8
Ich würde sagen, dass zumindest du zu jung bist, um dich in so einer Beziehung ohne Entwicklungsperspektiven einzurichten. Ihr scheint keine gemeinsamen Pläne und Ziele zu haben - ihm genügt die gemütliche Zeit mit dir auf der Couch, dir eindeutig nicht (du könntest zB sogar noch ein Kind wollen). So ist das für dich sehr unbefriedigend, er ist kein attraktiver Partner mehr für dich.

Ich würde das nicht an Einzelheiten aufhängen - dass er zB nicht aktiv etwas mit deinem Sohn unternehmen will, finde ich recht verständlich. Und um den Haushalt wird es dir wohl auch nicht gehen, wenn du ehrlich bist.

Er lässt sich einfach zu sehr hängen, was seine (oder eure gemeinsame) Lebensgestaltung betrifft, hat sich gewissermaßen damit abgefunden, dass für ihn keine größeren Entwicklungsschritte mehr kommen werden. So etwas finde ich ziemlich schrecklich, da kann ich dich gut verstehen.

Du wirst das wohl ansprechen müssen. Ich würde von der Frage ausgehen, was du dir wünschst, wo du dich in zB fünf Jahren siehst. Also nicht vor allem ihn kritisieren, das bringt nichts.
 
  • #9
Dich hält die Angst, nicht die Liebe zu ihm. Es ist eigentlich alles gesagt, du hast eine ellenlange Beschwerdeliste, was dich alles ankotzt bei ihm. Positives siehst du nicht mehr gross bei ihm.

Vor was hast du Angst? Reicht das Geld nicht ohne ihn? Oder hast du Angst, ohne Mann, der dich eh zunervt, dein Leben zu verbringen, weil du nicht mehr gewohnt bist, dich nicht mehr aufregen und ärgern zu müssen über ihn und dieser Sinn dann fehlt?
 
  • #10
Ich danke euch für eure ehrlichen, klaren und auch recht direkten Worte. Ehrlich gesagt, berührt mich das alles sehr. Vor allem eurer Zuspruch!!

Es tut nur so weh, sich von einem eigentlich lieben Menschen zu verabschieden. Bei ihm hatte ich das erste Mal das Gefühl und das Erlebnis wirklich geliebt und angenommen zu werden (vorher konnte ich das wahrscheinlich nicht zulassen und habe Männer abgelehnt, die mir das auch hätten geben können - hatte daher nur unschöne Beziehungen).

Ich werden jetzt auf eure Antworten eingehen.
 
  • #11
Ich würde nie mehr so eine Beziehung führen wollen! Das ist für mich kein Gewinn.

Das passt nicht! Ich möchte keinen Mann der zähneknirschend mir zu liebe etwas tut. Ich wünsche mir ein "wir". Gibt es das nicht, gibt es kein "uns" und damit keine Basis für eine Beziehung.

Kein Wir! Wenn er dich subventioniert, musst du entscheiden ob dir das reicht. Es gibt viele Männer, die sich aus ungeliebter Hausarbeit frei kaufen. Legitim, wenn es für beide so passt.

Für mich ein no-go.

Dann bleibe dir selber treu!!!

Ich kann dir nur den Rat geben, lebe ein glückliches zufriedenes Leben zu deinen Bedingungen. Kein Partner ist dafür verantwortlich das du so ein Leben führst. Du bist verantwortlich, dir einen Menschen ins Leben zu ziehen, den du als Bereicherung und nicht als Bremsklotz empfindest. Er ist wie er ist, du wirst ihn nicht ändern.
Hallo Dingens,

zu hast sehr direkt geschrieben. Nein, ich will nicht subventioniert werden. Sicher, es war schön, mehr finanzielle Spielräume zu haben und Dinge zu genießen (Urlaub, essen gehen, etc.), die ich vorher so nicht genießen konnte (als jahrelang Alleinerziehende ohne weitere Unterstützung). Das war schon recht angenehm. Aber ich will nicht mit Geld aufgewogen werden! Das wäre auch ein goldener Käfig. Er macht es sich da zu leicht. Und alles bleibt an mir hängen. Da gehe ich nicht mit. Mein inneres sträubt sich dagegen und lehnt sich auf.

Ich denke halt auch, dass er sich nicht ändern werden wird. Auch müsste er erwachsen werden. Nur das muss er eben wollen.

Danke dir!
 
  • #12
Hey,

du fühlst dich nicht wohl:






Er ist einfach eine Couchpotato,
entweder du akzeptierst es oder gehst, ändern wird er sich nicht, denn er finde seine Einstellung richtig so und sieht die Aufgaben im Haushalt von selber nicht, vermutlich stört ihn ein bisschen Chaos und Unordnung nicht, macht auch das nur dir zur Liebe nach Aufforderung.

Du weißt es passt nicht hast aber Angst wieder so lange alleine da zu stehen, doch solltest du auf dich und deine Gefühle hören, dich nicht weiter ärgern müssen, glücklich sein. Ein paar Dinge die nicht 100% Übereinstimmung finden sind normal aber bei dir sind es viele Bereiche und deine Gefühle für ihn verschwinden.

Wünsche dir alles Gute.

W 28
Danke dir für deine lieben Worte!

Ja, er ist ein Couchpotato, leider. Mich stößt das richtig ab.

Ja, die Angst allein dazustehen habe ich. Ich mein, ich weiß, dass ich viel bewege und schaffe. Habe vor wenigen Jahren mein Abi nachgeholt und befinde mich nun kurz vor meinem Masterabschluss an der Uni. Familie im Rücken hatte ich nie. Habe also alles selbst gewuppt, neben meinem Kind und Haushalt. Aber es war auch sehr anstrengend und ich habe Federn gelassen. Es fehlte auch an Sicherheit. Allein geht es schon...zu zweit kann es aber auch angenehmer sein. Naja, und da ich so lange allein war, habe ich mich auch öfter einsam gefühlt......davor graut es mir auch.
 
  • #13
Liebe FS, ist eure Beziehung schon immer so? Oder ist ER erst zum "Langweiler" mutiert?

Angst ist ein schlechter Begleiter!

Hast Du denn schon mal mit Ihm über Deine Bedürfnisse gesprochen?
Ich finde Deinen Partner nach deinen Ausführungen ziemlich egoistisch.

Das ER nichts mit Deinem Sohn macht, kann ich irgendwie verstehen. Ist ja nicht sein Kind...
Das er im Haushalt wenig bis nix macht würde mich jetzt auch nicht unbedingt stören (Ist ja deine Wohnung). Jedoch wäre es mir wichtig, das mein Partner schon auch mal etwas macht... z.B. die Spülmaschine ausräumt, ohne das ich ihn darum bitte.
Und nach deiner Aussage, zahlt er ja Urlaube und essen gehen.

Bist Du nie bei Ihm?
Habt Ihr jemals über die Zukunft gesprochen?
Hat er noch nie gesagt, war er gerne mit Dir/euch machen würde, wenn Ihm Deine Vorschläge und Aktivitäten nicht gefallen?

Mach Dir doch mal eine Liste und schlüssele diese auf was Du an Ihm liebst und was nicht!

Ich befürchte, das Du inzwischen mehr NOGo's für ihn hast!?

Habe keine Angst, löse Dich von Ihm, wenn ER Dir nicht mehr gut tut.
Bedenke Du hast nur das eine Leben und das solltest Du so leben, das Du glücklich bist und Dich geliebt fühlst in einer Beziehung.
Du wirst sehen, wenn Du Grenzen für Dich und Ihn ziehst, wird es Dir besser gehen... Trau DICH!

Ich hätte definitiv keine Lust auf so einen passiven Partner und der meine Bedürfnisse nicht wahr nimmt oder besser noch schlimmer, nicht wahrnehmen will!

W/54
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #14
Hallo Dingens,

zu hast sehr direkt geschrieben.
Ich hatte eine ähnlich geartete Beziehung und weis, dass es genau nirgends hin führt. Du liest dich sympathisch. Ich wünsche dir Glück und Zufriedenheit. Das wird aber unter diesen Umständen schwierig bis unmöglich.
Nein, ich will nicht subventioniert werden. Sicher, es war schön, mehr finanzielle Spielräume zu haben und Dinge zu genießen (Urlaub, essen gehen, etc.), die ich vorher so nicht genießen konnte (als jahrelang Alleinerziehende ohne weitere Unterstützung).
Das verstehe ich! Aber genau das:
Aber ich will nicht mit Geld aufgewogen werden! Das wäre auch ein goldener Käfig.
Ist die richtige Erkenntnis. Glück kann man nicht kaufen und partnerschaftliches Glück geht anders. Aber eigentlich weist du das. Ich wünsche dir Mut und Selbstliebe die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Sonst kannst du keinen Mann in dein Leben ziehen, der die Kirsche auf deiner Sahnehaube sein darf.
Er macht es sich da zu leicht. Und alles bleibt an mir hängen. Da gehe ich nicht mit. Mein inneres sträubt sich dagegen und lehnt sich auf.
Dann höre auf deinen Bauch.
Ich denke halt auch, dass er sich nicht ändern werden wird. Auch müsste er erwachsen werden. Nur das muss er eben wollen.
Er ist wie er ist und er scheint nicht unzufrieden. Um ihn sollte es dir aber auch nicht gehen. Es geht um die Frage, willst du das? Die Antwort trägst du in meiner Wahrnehmung schon länger mit dir.
Liebe Cleo-Cleo, ich sage nicht das alleine sein immer einfach ist. Es ist aber besser alleine ein möglichst glückliches Leben zu bauen als mit einem Bremsklotz am Bein fahrt aufnehmen zu wollen. Alles erdenklich Gute für dich und einen wunderbaren Mann für dein Herz.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #15
Warum hast du Angst, dich zu trennen?
So wie du schreibst, leidest du doch mehr an der Beziehung, als dass sie dich erfüllt.
Naja, erst mal, weil die Beziehung dann in die Brüche geht und ich wieder allein dastehe. Wir haben uns das alles so schön ausgemalt vor einer Weile. Wir haben uns als Team bezeichnet. Aber um so mehr ich so lebe, wie ich bin und das Lebe, was meinen Bedürfnissen entspricht, je mehr entferne ich mich von ihm. Hatte mich anscheinend sehr angepasst.
Und wie gesagt, ich war sehr lange allein vorher. Es fühlt sich so an, es wieder nicht geschafft zu haben.......sind wohl Versagens- bzw. Unfähigkeitsängste. Wenn ich aber da rational drauf schauen, gibt es sehr plausible Gründe, die Beziehung zu beenden. Wahrscheinlich zeugt das dann eher von Fähigkeit als von Unfähigkeit?!
Ich würde halt ein angenehmes Leben verlieren......Materiell gesehen. Das würde ich aber gegen meine Bedürfnisse eintauschen und da stellt sich meine Intuition dagegen.
Auch ist er mir eine Stütze in schweren Phasen. Die musste ich bisher meist immer allein bewältigen. Das war schon schön von jemanden liebevoll getröstet zu werden. Das kannst ich auch so nicht.
Mir fehlt es anscheinend an Vertrauen, die guten Dinge in Zukunft wieder finden zu können :-(
 
  • #16
Habt ihr mit so etwas Erfahrung? Habe Angst mich zu trennen.
Ich kann ein Lied von solch einer Beziehung singen. Diese Männer (Couchpotatos, mit wenig zufrieden) sind Goldwert, wenn man ein ruhiges Leben führen möchte. Sie schauen nicht nach anderen Frauen, sind mit dem zufrieden was sie haben. Benötigen keine ständigen Unternehmungen und geben sich mit dem IST Zustand mehr als zufrieden. Du machst den Haushalt, das ist für ihn selbstverständlich. Du kümmerst dich um deinen Sohn, er quatscht dir nicht dazwischen. Das du neben ihm auf der Couch bist, ist sein größtes Glück. Du und sein Gaming PC.

Du bist an seiner Seite sicherlich selbstsicherer geworden, hast deinen Fels in der Brandung auf den du dich verlassen kannst.

Ein Partner kann nie deine Bedürfnisse zu 100 % abdecken. Im Idealfall 80%. Für die übrigen 20 % bist du selbst zuständig. Unternehme die Dinge die dir persönlich Spaß machen, emanzipiere dich von der Erwartung, dass dein Partner aktiv dein Leben mit gestaltet. Du musst ihn nicht mitziehen. Aber du musst für dich Verantwortung übernehmen.
Sprich mit ihm (aus meinen Erfahrungen weiß ich, dass die Kommunikation sehr schwierig ist, da sein Verständnis für deine Seite fehlt), sucht eine gemeinsame Lösung wie du deine Bedürfnisse befriedigen kannst ohne das er dich blockiert.

Darf ich eine indiskrete Frage stellen? Du musst sie nicht beantworten: findest du ihn sexuell überhaupt noch anziehend? (Das war für mich letztendlich der Trennungsgrund)
 
  • #17
Liebe FS,
ich kann Dich sehr gut verstehen. So wie Du Deinen Partner beschreibst, liest er sich sehr inaktiv.

Ich halte gemeinsame Erlebnisse und Unternehmungen ziemlich wichtig innerhalb einer Beziehung. Wenn ich alles alleine machen soll/muss/darf, kann ich genauso gut auch auf diese Partnerschaft verzichten.


Findet das komplette Beziehungsleben denn nur bei Dir statt? Das würde erklären, warum er sich nicht zuständig fühlt. Schließlich ist er "nur zu Besuch" bei Dir.

Könnt ihr denn mit den gegenseitigen Besuchen nicht abwechseln? Ich finde, bei euch hat sich zuviel Alltag eingeschlichen. Vielleicht auch durch die Entfernung von 400 km.

Mit passiven Menschen habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich das nicht ändert und auch nicht zu meinem Temperament passt. Es gibt auch aktivere Männer als Deinen Freund, die zudem auch noch über gute Eigenschaften verfügen.
Warum hast Du Angst, Dich zu trennen?

Das denke ich auch so langsam. Wenn ich mit meinem Sohn wieder alleine wäre, hätte ich weniger Aufwand. Denn im Moment fühlt sich das Zusammensein als Aufwand an. Ich muss noch eine Person zusätzlich versorgen.

Nachdem wir ein halbes Jahr zusammen waren, sind wir in eine neue Wohnung gezogen (in meiner Stadt). So hat er eigentlich auch seine Anteile mit dran, da es ja sozusagen unsere neue Wohnung war (auch wenn ich sie angemietet habe). Die Wohnung in seinem Heimatort ist auch die Wohnung seiner Eltern (diese leben im Ausland), also nicht seine.
Ja, natürlich wohne ich "voll" hier. Aber es war eigentlich auch sein zu Hause. Es war auch geplant, dass er irgendwann den Job wechselt (und später irgendwann, wenn mein Sohn alt genug ist, würden wir eventuell nochmal ganz wo anders hingehen). Das war am Anfang unsere Beziehung so besprochen, weil ich so meine Probleme mit der Fernbeziehung habe (das habe ich ach öfter so gesagt, dass mich das unglücklich macht. Wollte es jedoch durchstehen, da es anders werden sollte). Ich mache ihm da keinen Druck. Er muss schon von allein wechseln wollen. Das will er aber bisher nicht, das sagt er auch so. Nun sind fast drei Jahre vergangen. Vor Corona bin ich auch zu ihm gefahren. Dann unter Corona waren wir entweder alle zusammen bei ihm oder wir waren bei mir. Aber das war Ausnahmesituation und wir waren so froh, dass wir uns hatten. Wobei ich da schon mal Gedanken zu einer Trennung hatte. Aktivitäten gab es ja zu der Zeit nicht. Daher ist das nicht weiter aufgefallen. Dann hat er mit seinem Arbeitgeber vereinbart, dass er eine abwechselnd eine Woche Homeoffice machen kann, in der er dann hier ist. Somit ist ein gegenseitiges Pendeln schwierig. Ich bin auch mit Kind nicht so flexibel.

Auf die Angst vor der Trennung bin ich in meinem letzten Beitrag näher eingegangen.
 
  • #18
Ohje lass dich mal drücken virtuell. Ich hatte auch noch keine richtig erfüllenden Beziehungen und auch nie länger als ein Jahr. Da ich sowas in Zukunft verhindern möchte, schaue ich genauer hin und bin alleine.
Was ich dann in Anbetracht deines Textes wieder gar nicht so schlimm finde da lieber allein als in schlechter Gesellschaft.
Aber es muss ja doch viel Gutes geben, denn es geht ja schon 3 Jahre.
Wir lesen nur die eine Seite, aber das liest sich doch ziemlich unglücklich. Ich wäre da viel früher schon konsequent geworden, daher bin ich sicher keine gute Ratgeberin.
Aber anders herum: Bleibt man dabei weil noch das Gute überwiegt? Redet man es sich schön und hofft?
Naja, die Hoffnung auf eine gute Wendung und dass es besser wird (oder ich mir das alles nur einbilde) ist natürlich da. So einfach will ich ja auch keine Beziehung aufgeben. Und ja, es gab/gibt auch gute Seiten. Ich konnte mich immer auf ihn verlassen und er hat mich nie belogen oder hintergangen. Auch kann er sehr liebevoll sein und Nähe zulassen. Auch könne wir gut über unsere Probleme reden (wobei das auch nachgelassen hat). Und dann die Coronazeit. Manchmal glaube ich, wäre die nicht gewesen, dann wären wir wohl nicht so lange zusammen gewesen. Ich habe aber gar keinen richtigen Zugang mehr zu den schönen Zeiten. Es ist ja nicht das erste Tief bei mir in Bezug auf ihn. Habe mich dann immer auf die guten Seiten besinnt. Das geht aber irgendwie nicht mehr.....
 
  • #19
Darf ich eine indiskrete Frage stellen? Du musst sie nicht beantworten: findest du ihn sexuell überhaupt noch anziehend? (Das war für mich letztendlich der Trennungsgrund)

Sehr gute Frage 👍

Auch finde ich das es @smartass sehr gut geschrieben hat... 100% wirst Du nicht finden.
Jedoch, für mich mag ich nur noch 95% ;-) Passung. Früher habe ich mich mit weniger zufrieden gegeben und es hat mich nicht glücklich gemacht.

Ich habe mal etwas sehr gute gelesen:
Niemand kann einem glücklich machen, das muss man selbst tun!

Du liest Dich so sympathisch und Du hast so viel schon geschafft in deinem Leben... bitte, bitte lass Dich nicht leiten von Deiner Angst alleine zu sein.

Es wird Zeit, das Du mit Deinem Freund ein intensives Beziehungsgespräch führst. Du schreibst, ihr konntest immer gut reden... dann rede mit Ihm... sage ihm, das Du Dich nicht wohlfühlst so wie es ist!

Wenn er Dich wirklich liebt, hört er DICH!

Ach Liebe @Cleo-Cleo... ich kann Dich gut verstehen. Ich hatte auch Zeiten in meinem Leben, wo ich ANGST vor Beziehungsentscheidungen hatte.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #20
Hast du sehr negative Erfahrungen vor ihm gemacht?
Ja, habe ich, leider. ich weiß auch die Wurzeln und die wurden "bearbeitet".

hmmm...Selbstverständlichkeiten...ja, die waren halt in meiner Vergangenheit leider nicht Selbstverständlich. Aber ich will nach vorne blicken...

Naja, am Anfang hat er sich ja Mühe gegeben und alles mitgemacht was ich vorgeschlagen habe. Mir ist das da nicht so aufgefallen. ich sprühe manchmal vor Aktivitätendrang und habe ihn da anscheinend mitgerissen. Und durch die Fernbeziehung ist dass dann nicht so aufgefallen. Er wollte dann immer die Zeit nur mit mir verbringen an den Wochenenden. Was ich verstehen konnte. Und den Rest schob ich auf die Anstrengung der Fahrt und der Arbeit zurück. Jetzt, wo sich der Alltag wochenweise zeigt und sich das Leben (nach Corona) wieder normalisiert, sehe ich mehr und es häuft sich auf (so dass ich es nicht mehr kompensieren kann).

Ja, und anstrengend wird mir das auch. ich will ja nicht immer die treibende Kraft ein und auf muffelige Reaktionen habe ich ach keine Lust mehr.


Ich denke, er merkt, dass ich mich distanziere. Es sagt auch, dass ich anders zu ihm bin. Hab jedoch auch das Gefühl, dass er sich distanziert, besonders seid dem ich zu meinen Bedürfnissen und Lebensweisen stehe.

Wir hatten letztens ein Gespräch (weil ich seine schlechte Laune themamtisieren wollte), indem er dann auch fragte, was wir denn noch für Gemeinsamkeiten hätten. Und er hat das Gefühl, dass er auf einer Art Plateu steht, wo er ALLES hinter sich lassen sollte. Wir waren kurz zuvor in Dänemark zu einer Hochzeit gewesen. Da hatte es ihm so gut gefallen, dass er meinte, er hatte zum erstem Mal wieder das Gefühl, auswandern zu wollen (mit seienm Job ist er auch schon lange nicht mehr zufrieden). Ich bin jedoch eingeknickt und habe eingelenkt, das ich an der Beziehung festhalten will.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #21
Ich würde sagen, dass zumindest du zu jung bist, um dich in so einer Beziehung ohne Entwicklungsperspektiven einzurichten. Ihr scheint keine gemeinsamen Pläne und Ziele zu haben - ihm genügt die gemütliche Zeit mit dir auf der Couch, dir eindeutig nicht (du könntest zB sogar noch ein Kind wollen). So ist das für dich sehr unbefriedigend, er ist kein attraktiver Partner mehr für dich.
das hast du lieb geschrieben.....ich sei zu jung dafür.......
Ja, zufrieden stellt mich das nicht mehr....

ja, so denke ich das auch. Ziele sind mir jedoch sehr wichtig...oder Wünsche....auch Abenteuer, was erleben....da hält die Rädchen am drehen ;-)

Ich frage mich halt auch, wie ich das ansprechen soll. Wenn ich die ganzen kleinen Einzelheiten vortrage wird da eh nichts. Dass wäre alles kleine Vorwürfe. Niemand würde sich damit berieseln lassen. Und ja, es sind Einzelteile eines Ganzen. Habe schon überlegt, zu fragen, in welcher Rolle er sich in unserer Beziehung sieht. Ob der denkt, dass wir wirklich glücklich werden können.
 
  • #22
Dich hält die Angst, nicht die Liebe zu ihm. Es ist eigentlich alles gesagt, du hast eine ellenlange Beschwerdeliste, was dich alles ankotzt bei ihm. Positives siehst du nicht mehr gross bei ihm.

Vor was hast du Angst? Reicht das Geld nicht ohne ihn? Oder hast du Angst, ohne Mann, der dich eh zunervt, dein Leben zu verbringen, weil du nicht mehr gewohnt bist, dich nicht mehr aufregen und ärgern zu müssen über ihn und dieser Sinn dann fehlt?
Nein, das ist es alles nicht. Finanziell würden wir über die Runden kommen. Vielleicht nicht so wohlständig wie jetzt, aber es würde gehen.
Und nein. Genau das ist es ja, dass ich mich nicht aufregen will. Un dich bin an einem Punkt, an dem ich nicht sein will. Als junge Frau mit Mitte zwanzig habe ich mir mal geschworen, dass nie wieder in einer Beziehung sein will, in der ich mich ständig über meinen Partner aufrege. Habe mich damals dabei ertappt, als ich mich bei meiner Freundin sehr doll über einen Partner aufegeregt hatte. Habe die Beziehung dann auch beendent (die war aber eh noch nicht alt). Nun rege ich mich wieder bei Freundinnen (und das schon länger) und sogar hier auf. Ich sollte die Sache wohl klären.
 
  • #23
Ich frage mich halt auch, wie ich das ansprechen soll. Wenn ich die ganzen kleinen Einzelheiten vortrage wird da eh nichts. Dass wäre alles kleine Vorwürfe. Niemand würde sich damit berieseln lassen. Und ja, es sind Einzelteile eines Ganzen. Habe schon überlegt, zu fragen, in welcher Rolle er sich in unserer Beziehung sieht. Ob der denkt, dass wir wirklich glücklich werden können.

Ich würde das Gespräch mit Ihm in einer harmonischen Umgebung suchen und auf keinen Fall würde ich die Fehler die Du in ihm siehst als erstes thematisieren.
Ich würde erstmal nur von mir sprechen... Was ich fühle, was ich mir wünsche, wie ich Beziehung leben möchte usw.
Auch solltest Du nur das thematisieren, was Dir wirklich sehr wichtig ist.
Keine Vorwürfe in seine Richtung... die meisten Menschen machen sofort dicht, wenn sie sich persönlich angegriffen fühlen.
Und dann würde ich Ihn fragen was er sich wünscht!

Nochmal... wenn er DICH liebt... hört er Dich!

Und wenn er abblockt, und nur sagt "ich finde es schön so wie es ist" weißt Du woran Du bist und dann kannst Du vielleicht besser loslassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #24
Liebe FS, ist eure Beziehung schon immer so? Oder ist ER erst zum "Langweiler" mutiert?

Angst ist ein schlechter Begleiter!

........

W/54
Danke für deine Zeilen!!

Ja, im Grunde meine Wohnung. Er ist jedoch wochenweise hier und es soll auch seine Wohnung sein (in die Wohnung sind wir Anfang der Beziehung eingezogen). Somit denke ich schon, dass er auch Verantwortung mitträgt.

Das witzige ist, dass er mir vorwirft, ich sei egoistisch. Weiß aber nicht, worauf er sich bezieht. Meine Freundinnen konnten das nicht verstehen und meinten, dass ich alles sei, jedoch nicht egoistisch.

Eigentlich will er nur seinem Hobby nachgehen, wenn ich ihn frage, was wir machen wollen. Hab dann mal gesagt, dass es uns sicher gut tun würde, wenn wir in der Woche wo er da ist, eine Art "Date" zusammen hätten. Also einen Abend oder Nachmittag zusammen, wo wir was unternehmen (was auch immer). Hat aber schon in der ersten Woche nicht geklappt.

Ja, es ist nicht sein Kind. Aber wenn wir doch fest zusammen sind, muss er auch meinen Sohn akzeptieren und nicht nur tolerieren. Er hat da auch Verantwortung, als Teil der Familie. Und ja, dass der Löwenanteil an mir hängt im Haushalt ist mir auch klar. Darum geht es ja nicht. Nun er kann doch hier nicht mit geschlossenen Augen umherwandeln. Z. B. wenn Mittagspause ist und ich sage, dass wir was essen können, ich jedoch noch nicht das Essen auf den Tisch gestellt habe, zieht er ein Gesicht und ist angenervt. Er fragt sich dann, warum er schon in die Küche gekommen ist, wenn das Essen noch nicht fertig auf dem gedeckten Tisch steht. Ist ja nicht so, dass ich nicht auch zu arbeiten hätte.....und so gäbe es noch mehr Beispiele....

Vielleicht würde sich die Liste in der Waage halten. Wenn ich die Einträge jedoch mit Wichtigkeit versehen würde, würde es wahrscheinlich zu seinen Ungunsten ausfallen.
Ich will ja auch nicht ständig auf ihn einwirken müssen (damit was passiert). Das wäre für uns beide auf Dauer sehr ermüdend.
 
  • #25
Sehr gute Frage 👍

Auch finde ich das es @smartass sehr gut geschrieben hat... 100% wirst Du nicht finden.
Jedoch, für mich mag ich nur noch 95% ;-) Passung. Früher habe ich mich mit weniger zufrieden gegeben und es hat mich nicht glücklich gemacht.

Ich habe mal etwas sehr gute gelesen:
Niemand kann einem glücklich machen, das muss man selbst tun!

Du liest Dich so sympathisch und Du hast so viel schon geschafft in deinem Leben... bitte, bitte lass Dich nicht leiten von Deiner Angst alleine zu sein.

Es wird Zeit, das Du mit Deinem Freund ein intensives Beziehungsgespräch führst. Du schreibst, ihr konntest immer gut reden... dann rede mit Ihm... sage ihm, das Du Dich nicht wohlfühlst so wie es ist!

Wenn er Dich wirklich liebt, hört er DICH!

Ach Liebe @Cleo-Cleo... ich kann Dich gut verstehen. Ich hatte auch Zeiten in meinem Leben, wo ich ANGST vor Beziehungsentscheidungen hatte.
Liebe Susa_0267
Da kommen mir gleich etwas Tränen in die Augen. Danke für deine lieben Worte!!

Ja, 100% sind nicht erreichbar. Vielleicht für wenige, jedoch sollte das nicht der Maßstab sein. Aber wenn sich innerlich etwas wehrt, weil es ihm nicht gut geht, dann geht es doch nicht oder?
Ich weiß auch, dass ich für mein Glück selbst verantwortlich bin und kein Partner mir meine Lücken auffüllen kann. Er wäre eine Zugabe :) Er soll auch nicht meine Lücken füllen und ich kenne meine Defizite. Darum muss ich mich schon selbst kümmern. Jedoch sollte der Partner doch eine Ergänzung sein bzw. eine Bereicherung und einen nicht hindern......
Vielleicht passt es auch einfach nicht zwischen uns......
 
  • #26
Ich kann ein Lied von solch einer Beziehung singen. Diese Männer (Couchpotatos, mit wenig zufrieden) sind Goldwert, wenn man ein ruhiges Leben führen möchte. Sie schauen nicht nach anderen Frauen, sind mit dem zufrieden was sie haben. Benötigen keine ständigen Unternehmungen und geben sich mit dem IST Zustand mehr als zufrieden. Du machst den Haushalt, das ist für ihn selbstverständlich. Du kümmerst dich um deinen Sohn, er quatscht dir nicht dazwischen. Das du neben ihm auf der Couch bist, ist sein größtes Glück. Du und sein Gaming PC.

Du bist an seiner Seite sicherlich selbstsicherer geworden, hast deinen Fels in der Brandung auf den du dich verlassen kannst.

Ein Partner kann nie deine Bedürfnisse zu 100 % abdecken. Im Idealfall 80%. Für die übrigen 20 % bist du selbst zuständig. Unternehme die Dinge die dir persönlich Spaß machen, emanzipiere dich von der Erwartung, dass dein Partner aktiv dein Leben mit gestaltet. Du musst ihn nicht mitziehen. Aber du musst für dich Verantwortung übernehmen.
Sprich mit ihm (aus meinen Erfahrungen weiß ich, dass die Kommunikation sehr schwierig ist, da sein Verständnis für deine Seite fehlt), sucht eine gemeinsame Lösung wie du deine Bedürfnisse befriedigen kannst ohne das er dich blockiert.

Darf ich eine indiskrete Frage stellen? Du musst sie nicht beantworten: findest du ihn sexuell überhaupt noch anziehend? (Das war für mich letztendlich der Trennungsgrund)
Deinen ersten Absatz unterschreibe ich!!! Ja, die geben sehr viel Sicherheit. Und ein abenteuerlustiger/aktiver Mann bringt vielleicht auch mehr Unsicherheiten. Aber dazwischen muss es doch auch etwas geben. Ich habe da mehr Lebenslust in mir.
Die Verantwortung für mich und mein Leben habe ich schon vor einiger Zeit übernommen. ich glaube, das hat ihn auch angezogen. Das macht es für ihn so einfach, weil er ja nur dabei sein muss. Er macht nichts allein, wirklich nichts allein. Nicht mal ein Rollo aufhängen. Entweder muss ich alles machen oder ihm wenigstens helfen. Manchmal habe ich den Eindruck es ist nicht nur aus Inkompetenz oder Lustlosigkeit. Manchmal glaube ich, er hat Angst, dass er sonst zu viel gibt und deshalb muss ich immer alles mitmachen, wenn was zu erledigen ist.

Wegen deiner letzten Frage. Lust habe ich schon noch, ist ja auch ein Bedürfnis. Würde ihm auch näher kommen. Nur da muss ich ja wieder die Initiative zeigen, und das kühlt mich total ab (wenn er sich dann hinlegt und wartet was passiert).
 
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  • #27
Wir hatten letztens ein Gespräch (weil ich seine schlechte Laune themamtisieren wollte), indem er dann auch fragte, was wir denn noch für Gemeinsamkeiten hätten. Und er hat das Gefühl, dass er auf einer Art Plateu steht, wo er ALLES hinter sich lassen sollte. Wir waren kurz zuvor in Dänemark zu einer Hochzeit gewesen. Da hatte es ihm so gut gefallen, dass er meinte, er hatte zum erstem Mal wieder das Gefühl, auswandern zu wollen (mit seienm Job ist er auch schon lange nicht mehr zufrieden).
Dein Dilemma kann ich gut verstehen. Einerseits scheint er Dir ein durchaus liebevoller, unterstützender und verlässlicher Partner zu sein, andererseits eben eher passiv, langweilig. Jedoch scheint er in eurer Beziehung auch nicht mehr wirklich zufrieden zu sein. Ich würde nochmal das Gespräch suchen. Ändern wird er sich nicht können, so wie Du auch nicht. Vielleicht doch nochmal das Thema Trennung ansprechen? Wem nützt letztendlich eine Beziehung, wenn beide gar nicht mehr dahinter stehen und die Gefühle erloschen sind?
 
  • #28
Ansonsten hat er gute Eigenschaften (treu, ehrlich, loyal, gebildet, bodenständig, verlässlich, kann auch sehr liebevoll sein, nicht aggressiv).
Das kann niemals eine Beziehung ausmachen und haltbar machen. Eine Beziehung die einem nicht gut tut, sollte man unter keinen Umständen fortführen. Ich empfehle dir, dich dringend zu trennen, zu deinem eigenen Wohl, zu deinem eigenen Glück!
Ich war vorher lange allein. Hatte auch keine guten Beziehungen. Habe aber an mir gearbeitet über die Jahre und mich sehr verändert. Nun will ich Freude ich meinem Leben und keine bleierne Inaktivität.
Habt ihr mit so etwas Erfahrung? Habe Angst mich zu trennen.
Mit deiner Situation bist du nicht alleine, da gibt es leider, leider zigtausende Beispiele, das hilft dir jedoch nicht weiter. Höre einzig alleine auf dein Bauchgefühl, treffe eine Entscheidung und ziehe diese dann auch konsequent durch. Schon nach kurzer Zeit wirst du bestätigt bekommen, dass es genau richtig war und dass du es hättest schon viel früher machen sollen, dich mit ihm schon gar nicht einlassen sollen! Alles Gute für dich und für deinen Sohn!
 
  • #29
Ja, die geben sehr viel Sicherheit. Und ein abenteuerlustiger/aktiver Mann bringt vielleicht auch mehr Unsicherheiten. Aber dazwischen muss es doch auch etwas geben.
Diese Männer gibt es! Und selbst, wenn Du keinen solchen findest, solltest Du Dein Leben nicht weiter zu zweit gefrustet verbringen. Dann lieber allein...

Nur da muss ich ja wieder die Initiative zeigen, und das kühlt mich total ab (wenn er sich dann hinlegt und wartet was passiert).
Ähm, nicht Dein Ernst? Da vergeht mir beim Lesen schon die Lust. Sorry, ich nehme das mit dem "Dilemma" zurück. Ich finde das geht alles gar nicht mehr. Beende das Trauerspiel...
 
  • #30
Z. B. wenn Mittagspause ist und ich sage, dass wir was essen können, ich jedoch noch nicht das Essen auf den Tisch gestellt habe, zieht er ein Gesicht und ist angenervt. Er fragt sich dann, warum er schon in die Küche gekommen ist, wenn das Essen noch nicht fertig auf dem gedeckten Tisch steht. Ist ja nicht so, dass ich nicht auch zu arbeiten hätte.....und so gäbe es noch mehr Beispiele....
Nein, bitte mach das nicht. Du hast da einen Jungen, der Zuhause nicht fertig erzogen wurde. Das wird sich nicht mehr ändern. Tu Dir das nicht an.

Von meinem 13-jährigen erwarte ich mehr... Wenn der eine Flappe zieht, weil er glaubt, ich sei seine Privatköchin, dann kriegt er zu hören, dass er selbstverständlich früher in der Küche ist, um seinen Teil in Form von Tisch decken zu erledigen. Aber er ist wie gesagt erst 13. Da darf er es noch versuchen. An einem anderen Tag kommt er schließlich von allein auf die Idee, dass er ja schonmal den Tisch decken oder eben noch die Spülmaschine ausräumen könnte, wenn es mit dem Essen noch dauert.

Du bist doch selbst Mutter. Mir würde da direkt der Vergleich zum eigenen Kind sauer aufstoßen und jedes sexuelle Interesse ersterben lassen. Ich hätte das Gefühl mit einem Teenager das Bett zu teilen.
 
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