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  • #1

Bluttest wird von potentiellen Partner gemacht , der Arzt ist .....

Ist es eigentlich normal , dass ein Arzt , mit dem man in Beziehung ist , einen normalen Bluttest für eine Gesundenuntersuchung auf HIV Test , Hepatitis A;B; C untersucht , ohne dass man ihn darum vorher bittet ?
 
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  • #2
Nein, das ist nicht nur nicht normal, das ist meines Wissens nicht legal.
 
  • #3
Was heißt denn "in Beziehung ist"? Als Partner oder als Patient?

Fast alle Gesundheitsämter bieten beim kostenlosen und anonymen HIV-Test auch die Untersuchung auf Hepatitis an. Insofern ist die Verknüpfung von HIV-Test und Hepatitis-Test völlig normal und empfehlenswert. Was nützt der Ausschluss von HIV, wenn eine Hepatitis-Infektion vorläge? Gar nichts!

Ein Arzt, der um einen HIV-Test gebeten wird, handelt aus medizinischer Sicht korrekt, wenn er auch einen Hepatitis-Test durchführen lässt. Im allgemeinen weist er den Patienten aber selbstverständlich darauf hin, auch aus abrechnungstechnischen Gründen, denn die Tests müssen ja bezahlt werden. Der Arzt würde seinem Patienten nahelegen, mit der einen Blutentnahme auch gleich Hepatitis ausschließen zu lassen, und auch erwähnen, dass ein Ausschluss nur von HIV nicht ausreichend ist, um hinterher sorglos ohne Kondom zu verkehren.

Bei vielen Blutuntersuchungen erzählt ein Arzt dem Patienten nicht alle einzelnen Tests. Der Patient kommt mit bestimmten Symptomen oder einer konkreten Interessenslage (hier: Ausschluss sexuell übertragbarer Krankheiten) und der Arzt lässt die Blutuntersuchung in dem Umfang durchführen, die angemessen und medizinisch notwendig erscheint. Ginge es hier nicht um HIV vs. Hepatitis, sondern um Zeckenbiss, würde sich niemand wundern, wenn der Arzt zusätzlich zu Borreliose und FSME auch gängige Kreuzdiagnosen für die sichtbaren Symptome absichern würde, die er nicht einzeln erläutern müsste.

Selbst wenn der Arzt der Lebenspartner wäre, würde ich bei einem freiwilligen, gewünschten HIV-Test davon ausgehen, dass ein zusätzlicher Test auf Hepatitis einfach nur im Rahmen der normalen, empfohlenen und richtigen Diagnostik auf sexuell übertragbare Krankheiten erfolgte. Wenn dieser Arzt und Du Euch absichern wollen, damit man ohne Kondome Sex haben kann, dann wäre der Test auf Hepatitis sogar notwendig und unvermeidlich, denn sonst wäre er nutzlos.

Ich glaube, in diesem Falle gibt es keinerlei Grund zu Misstrauen. Sei ihm dankbar, dass er aus der einen Blutuntersuchung alle wichtigen Krankheiten ausgeschlossen hat. Er ist seiner Verantwortung gerecht geworden.
 
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  • #4
Für einen HIV-Test (nicht bei Hepatitis-Serologie) ist die Einwilligung des Patienten erforderlich, sonst verstösst der Arzt gegen das Recht auf informelle Selbstbestimmung. Dagegen hat Dein Partner verstossen. Als Arzt müsste er wissen, dass die Testung ohne Einwilligung nicht erlaubt ist.

Wäre das mein Partner, so hätte er durch ein solches Verhalten das Vertrauensverhältnis empfindlich erschüttert. Allerdings wäre interessant zu wissen, unter welcher Fragestellung die Labortests überhaupt erfolgten?
 
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  • #5
FS : Er war bis vor kurzem mein Partner , wollte auch den Befund nichtwirklich herausrücken , weil " ales in Ordnung " war , ich hab ihm vielleicht zu viel von meinem Leben und meinen Enttäuschungen erzählt , aber nie um einen Aidstest gebeten ....
 
  • #6
@#3: Wenn schon eine Blutuntersuchung erfolgt, dann testet man doch auch auf HIV und Hepatitis. Alles andere wäre doch dumm. Man kann sich auch künstlich reinsteigern.

@Fragestellerin: Freue Dich, dass Du gesund bist und fertig. Etwas entspannter würde gut tun.
 

hanjo58

Gesperrt
  • #7
Auch eine Blutentnahme ist prinzipiell Körperverletzung und nur durch den Untersuchungsauftrag gedeckt. Dieser Untersuchungsauftrag kann, solange du voll geschäftsfähig bist, nur von dir selbst kommen, und du kannst ihn genau spezifizieren. Das Verhältnis zwischen dem Arzt und dir spielt dabei nicht die geringste Rolle. (Mit der durch die Polizei veranlassten Blutprobe sieht die Sache natürlich anders aus . . .)
 
  • #8
@#5: Also das klingt ja schon wieder ganz anders als in der Ausgangsfrage. Dass Ihr euch nicht einmnal eine Frage prägnant und aussagekräftig überlegen könnt. Da möchte ich gar nicht wissen, wie die Gespräche mit dem Arzt abgelaufen sind...!

Warum wurde die Blutuntersuchung durchgeführt?
War die Blutentnahme freiwillig und bewusst?
Welche Werte sollten bestimmt werden?
War es eine symptombezogene Untersuchung oder reine Beauftragung konkreter Parameter?
Wurden konkrete Parameter spezifiziert oder nicht?
Welches Vertrauensverhältnis bestand zum Arzt?
Warum "potentieller Partner"? Wozu sollte der Test denn eigentlich sein?

Welchen Befund wollte er nicht herausrücken? "alles negativ" ist doch sehr gleichbedeutend mit "alles in Ordnung". Ich verstehe hier nicht, was da so kleinkrämerisch schlechtgeredet wird.

Mein Rat:
a) Sei froh, dass alle Befunde negativ sind und vergiss das ganze. Du steigerst Dich da in was hinein.
b) Wenn das Vertrauensverhältnis nicht da ist, sollte man lieber einen neutralen Arzt wählen.
c) Wenn das Vertrauensverhältnis da ist, ist es in einer Beziehung normal, auch solche wichtigen Werte mitzubestimmen, wenn schon die Möglichkeit gegeben ist.
 
  • #9
Noch mal als Nachtrag zu #7: Man lernt einen Arzt als potentiellen Partner kennen. Man ist gesund. Man einigt sich auf eine Blutuntersuchung. Was soll denn untersucht werden und warum? Mir erscheint es mehr als naheliegend, dass stillschweigend oder gar ausdrücklich genau von den partnerschaftsrelevanten Tests die Rede gewesen sein wird. Daraus im nachhinein irgendwie was anrüchiges zu konstruieren, erscheint mir unmoralisch. Ich bin gespannt, ob meine Fragen in #7 konkret beantwortet werden.
 
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  • #10
@4
"Wenn schon eine Blutuntersuchung erfolgt, dann testet man doch auch auf HIV und Hepatitis."

Nein, Frederika, das macht man NICHT. Ein Arzt darf nur auf HIV testen, wenn der Patient dies ausdrücklich wünscht. Ein HIV-Test ist keinesfalls Teil einer normalen Blutuntersuchung!
Der Arzt hat sich nicht korrekt verhalten. Darüber braucht man sich nicht aufzuregen, aber man muss es schon feststellen dürfen.
Ich würde mir in so einem Fall einen anderen Arzt suchen.
 
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  • #11
@Frederika von #3: ich (Ärztin) bin recht entspannt und steigere mich ganz sicher nicht "in etwas hinein".

Ich beantworte lediglich die Frage der FS insofern, daß rein rechtlich eine Blutentnahme zur HIV-Testung nur mit ausdrücklicher Einwilligung eines Patienten erlaubt ist. Das gilt auch für Österreich (hier scheint mir aufgrund des Ausdrucks "Gesundenuntersuchung" die FS herzukommen). Der Arzt macht sich also ohne diese Einwilligung strafbar, auch wenn es sich um seine Partnerin/Freundin handelt.

Den Fall weitergesponnen... wäre Dein Freund Arzt und würde (ohne Dein Wissen!) Dein Blut auf genetische Veranlagungen zu Erbkrankheiten oder einer Demenzerkrankung untersuchen lassen, um aus dem Ergebnis dann Konsequenzen für gemeinsame Kinder oder eure Partnerschaft zu ziehen, wärst Du dann auch noch so entspannt und würdest eine Kritik daran als dumm bezeichnen?
 
  • #12
@#10: Siehe meine Fragen in #7. Wenn ein potentieller Partner eine Untersuchung am Gesunden macht -- worum schätzt Du dann, wird es gehen? Die Einwilligung und Freiwilligkeit ist doch hier stark anzunehmen, nur hinterher wird sich über Hepatitis statt nur HIV gewundert. So verstehe ich die Frage zumindest.Wer lässt eine Blutuntersuchung von einem potentiellen Partner "in Beziehung" machen? Also manchmal wundert man sich wirklich. Ich kann mir den Fall gar nicht anders vorstellen, als dass jetzt hinterhergepisst werden soll.

Dass HIV eine solche Sonderbehandlung erfährt, ist einzig der politischen Korrektheit geschuldet, die ja auch die Meldepflicht unterdrückt hat, obwohl wie harmlosere Krankheiten ihr unterliegen. Schrecklich, wenn Politik über Medizin steht. Ist aber so, da hast Du recht.

Zu Deinem weitergesponnenen Fall: Natürlich sollten solche Untersuchungen nur mit Zustimmung durchgeführt werden.
 
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  • #13
Liebe FS,
Du hast einen neuen Partner kennengelernt.
Er ist Arzt.
Du hast ihm von Deinem Vorleben erzählt. Das muss so kunterbunt gewesen sein, dass es ihm angst und bange geworden ist.

Er hat bei einer von Dir gewünschten Blutuntersuchung für sich privat und persönlich noch einen Test von HIV und Hepatitis gemacht.
Das ist vermutlich nicht legal, aber für mich menschlich begründet und nachvollziehbar.
Nun weiss er, dass er sich von Dir vermutlich nichts eingefangen hat.

Er hat sich aber lieber trotzdem von Dir getrennt.
Auch das ist nachvollziehbar. Vielleicht denkst Du über Deine Männerbekannschaften nach und freust Dich, dass Du Dir bisher nichts lebensgefährliches eingefangen hast.
Ich würde nur eine Frau als Mutter meiner Kinder wollen, die ein verantwortungsvolles Sexualleben hatte. Ich rede nicht von einer Zahl der Liebhaber sondern von der Qualität.
weiblich
 
  • #14
Du hast dein Blut einem Arzt, aber dennoch in private Hände gegeben.
Er hatte keinen offiziellen Auftrag, er ist dein Freund, nicht dein Arzt.
Ich vermute, dass privat nur vereinbart war :"mach mal einfach einen Blut - Check".
Wenn er das Blut hat und gibt es in ein Labor, kreuzt er nur eine Liste an.
Die kleine Form : BSG, kleines Blutbild, Gerinnungsfaktoren - immer Standard vor einer OP.
Die große Form: BSG, großes Blutbild , Elektrolyte, Gerinnungsfaktoren, Immunglobuline, Enzyme, Rheumafaktoren, Schilddrüsenwerte, Leber-und Nierenfunktionswerte, Tumormarker,.....Hepatitis ..., H I V!
Ich hatte mal einen befreundeten Kollegen, der mir wegen einer harmlosen Lymphknotenschwellung Blut abgenommen hat.Wohlwissend, dass ich sehr solide und monogam lebe, hatte er Werte bestimmen lassen, als wenn er davon ausgehen würde , dass ich Flöhe und Läuse gleichzeitig hätte !
Also, liebe FSin,
ich würde das nicht zu hoch aufhängen.
 
  • #15
@#13: Genau so läuft es in der Praxis. Ich bin ja immer noch gespannt, ob die FS uns erzählt, warum die Blutuntersuchung überhaupt durchgeführt wurde.
 
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  • #16
Ich habe den Eindruck, hier wird medizinisch von Äpfeln und Birnen geredet...

Die östereichische Gesundenuntersuchung, auf die jeder ab dem 20.Lebensjahr einmal jährlich ein Recht hat, beinhaltet klar definierte Blutwerte: Blutsenkung, Blutzucker, Blutfette, Harnsäure +Kreatinin, Leberwerte (aber nicht Hepatitis-Serologie!), Knochenstoffwechselwert und Blutbild.

Das ist etwas umfangreicher, als der von den deutschen GKV angebotene Gesundheits-Checkup ab dem 36.Lebensjahr, bei welchem im Blut nur Cholesterin und Blutzucker, dazu im Urin Eiweiß, Zucker, rote+weiße Blutkörperchen sowie Nitrit bestimmt werden.

Die von Beate aufgeführten Werte sind rein willkürliche Kombinationen, die jede Praxis oder Klinik selbst zusammenstellen, diese haben mit den "offiziellen" Checkups aber nichts zu tun.

Wenn die FS mit ihrem Arzt-Freund also klar die österreichische Gesundheitsuntersuchung vereinbart hatte, er zusätzlich aber ohne ihr Wissen und Einwilligung das Blut auf Hepatitis +HIV untersuchen ließ, so ist dies ganz klar rechtswidrig!

Ob es ethisch vertretbar/ in einer Beziehung verständlich usw. ist, spielt bei der Rechtslage keine Rolle bzw. ist ein ganz anderes Diskussionsthema. Es ist auch egal, ob der Mann das Blut "als Freund" und nicht "als Arzt" abnahm. Wenn ich im Bekanntenkreis behandle und dabei einen ärztl. Fehler mache, muss ich dafür genauso haften, wie bei der Behandlung normaler Praxispatienten. Daher hat auch jeder vernünftige Arzt eine Arzthaftpflicht, welche Behandlung im privaten Rahmen mit abdeckt.

@11 Frederika: wenn Dein Blut ohne Dein Wissen auf Erbkrankheiten untersucht würde (mit der eventuellen Folge, daß der Arzt-Freund Dich verlässt, weil ihm das Risiko einer Erbrkankheit für gemeinsame Kinder mit Dir zu hoch ist), dann wäre das also nicht in Ordnung. Was ist der Unterschied zum heimlichen HIV-Test? In beiden Fällen will der Partner sich vor Krankheitsrisiken, welche durch eine Partnerin drohen, schützen. Warum also zweierlei Maß???
 
  • #17
@#15: Wenn der seltsam anmutende Ausdruck "Gesundenuntersuchung" in Österreich ein stehender Begriff und keine laienhafte Ausdrucksweise ist, dann magst Du recht haben. Natürlich hätte der Arzt dann einfach offen sagen sollen, dass er diese wichtige Parameter mit bestimmen lassen wird und sich so das Einverständnis, das mutmaßlich sicher erteilt worden wäre, eingeholt. Es wäre doch aber geradezu fahrlässig, in einer neuen Beziehung diese Wert nicht zu bestimmen, wenn man schon eine Blutuntersuchung vornimmt. Also: Kommunikation hat gefehlt, schlimm ist das ganze aber nicht.

zu #15>#11: Der Unterschied liegt ganz klar (a) in der Selbstverständlichkeit, mit der solche Parameter heutzutage empfohlen werden zu bestimmen, (b) in der akuten Gefährdung, die davon ausgehen würde. Wie gesagt, hier liegt allenfalls fehlende Kommunikation, aber keine Boshaftigkeit vor.

man sollte auch mal die Kirche im Dorf lassen. Wir empfehlen hier immer, solche Werte bestimmen zu lassen und wenn es dann mal richtigerweise gesxhieht, dann hat der Arzt drei Worte zu wenig gesagt. Das ist politisch-korrekt und formaljuristisch ein Fehler, aber doch wohl ein verzeihlicher. Natürlich mussten die Werte bestimmt werden. Er hätte es nur ankündigen und damit das Einverständnis einholen müssen. Ja mei. Es gibt schlimmeres.
 
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  • #18
Beim großen Blutbild wird doch nicht HIV einfach mitbestimmt. Das muss vorher mit dem Patienten geklärt werden, zumal er diese Untersuchung selber zahlen muss.
Ob Freund oder nicht, er kann doch nicht eigenmächtig handeln und Werte bestimmen lassen die nur in seinem Interesse sind. Da überschätzt er seine Funktion als Arzt aber mächtig.
Ganz abgesehen davon überschätzt er sich auch als Partner. Ich kann nur den Kopf schütteln über meinen Berufsstand. Über solche Dinge redet man in einer normalen Partnerschaft.

Ich wäre als Partnerin mit Recht über so ein Vorgehen sauer!

w (45)
 
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  • #19
Die Gesundenuntersuchung ist DIE Vorsorgeuntersuchung in Österreich, auf der jeder, wie schon Nr 15 erklärt hat, einmal im Jahr Recht hat (= sie erfolgt völlig kostenlos für den Patienten). Dabei wird Blut abgenommen (und genau jene Parameter bestimmt die Nr 15 aufgezählt hat), zusätzlich wird Harn und Stuhl untersucht, ein EKG gemacht und meistens noch eine Lungenfunktion. Bei Frauen spezisfisch kommt dann noch eine gynäkologische Untersuchung hinzu,gegebenenfalls eine Mammographie, bei Männern eine urologische Untersuchung bei Verdachtsfällen und bei beiden Geschlechtern alle 10 -15 Jahre eine Dickdarmspiegelung ab einem gewissen Lebensalter. Die Basisuntersuchung macht der "Allgemeinmediziner".
Ich lese aus der Anfangsfrage raus, daß die FS eine Beziehung zu einem "praktischen Arzt" (niedergelassenen Allgemeinmediziner mit Zulassung für die Gesundenuntersuchung) hatte und ihn gebeten hatte, bei ihr die Gesundenuntersuchung zu machen. Ohne ihr Wissen hat er dann ihr Blut auf HIV und Hepatits testen lassen. Das ist ABSOLUT RECHTSWIDRIG. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, daß viele Menschen glauben, bei der Gesundenuntersuchung wird auf "ALLES WAS ES SO GIBT" getestet (inkl. Krebs...). Generell sollte man also als Arzt immer über alles reden, was gemacht wird und warum und mit welchen Konsequenzen. So was nennt man Aufklärung.... warum er das bei seiner Freundin/FS nicht getan hat - darüber kann man nur mutmaßen. Heimlichtuerei hat immer Gründe...
In der Beziehung dürfte so einiges nicht in Ordnung gewesen sein.
 
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  • #20
Also klar ist: ich hätte meiner Partnerin, so sie denn Ärztin wäre, nach dieser Zeit nicht das Einverständnis zu den entsprechenden Tests gegeben. Das geht sie nämlich insofern nichts an, als daß ich zu dieser Zeit - wenn überhaupt - selbst Kenntnis von Untersuchungsergebnissen haben möchte und ein Mensch, den ich maximal ein paar Monate kenne, sowas zu diesem Zeitpunkt nicht wissen muß. Punkt. Das ist auch eine Frage der Vertrauensbasis auf Seiten des Mediziners. Was kommt als Nächstes? Wo trifft er noch Entscheidungen von unter Umständen erheblicher Tragweite alleine?

Das einfach nur als politisch inkorrekt und formal falsch zu bezeichnen, während die Kritik daran übertrieben sein soll, ist aus meiner Sicht deutlich zu kurz gesprungen und eben nicht so einfach verzeihlich - da werden "Täter" und "Opfer" etwas vertauscht. Das zerstört Vertrauen in den Menschen und in den Arzt zugleich. Auch eine Ankündigung hätte nicht gereicht: das muß schon eine klar gestellte, mit ja oder nein zu beantwortende Frage sein, an die er sich dann selbstverständlich auch hätte halten müssen.
 
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  • #21
Liebe FS,

dein Ex-Partner darf ohne deine Einwilligung keinen HIV-Test durchführen!

Was mich nachdenklich macht ist der Punkt, dass er dir sagt, mit dir wäre alles ok aber dir das Testergebnis nicht aushändigt.

Bitte lass dich nochmal bei einem Arzt deines Vertrauens (ca. 17-24Euro) oder beim Gesundheitsamt (10Euro) testen. Ich möchte dir keine Angst machen, aber dein Ex verhält sich merkwürdig, viell. hat der Test ein Ergebnis zu Tage gefördert, welches der Grund für das Beziehungsaus ist.

Viel Glück!

w32
 
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  • #22
@#20:
Das glaube ich ja eher nicht. Dem Arzt wird einfach bewusst sein, dass er etwas Rechtswidriges getan hat und deshalb möchte er der FS den "Beweis" dafür nicht in die Hand geben. Dann käme sie vielleicht noch auf die Idee, rechtlich gegen ihn vorzugehen; so hofft er, dass die Sache im Sande verläuft.

Dass ein Arzt dem Patienten bewusst ein falsches Testergebnis mitteilt, noch dazu, wenn es sich um etwas Gravierendes handelt - halte ich für sehr überschießende Phantasie deinerseits! Damit würde er sich ja erst recht total strafbar machen!
Wenn es wirklich so wäre, dass etwas "Schreckliches" zutage kam und er damit nichts mehr zu tun haben möchte, dann hätte er einfach verschwiegen, dass er die illegalen Tests überhaupt gemacht hat. Alles andere ist doch unlogisch und ergibt keinen Sinn!

w42
 
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  • #23
@ #21

Für einen Test ist immer das Einverständnis der betroffenen Person notwendig, als Schutz, denn viell. möchte die Person so ein Ergebnis gar nicht wissen, weil sie es psychisch nicht verkraften würde oder sie möchte nicht das andere es wissen.

Es ist also durchaus möglich, dass der Arzt ihr die Ergebnisse vorenthält weil sie sonst hinterher sagen könnte, sie hätte das nicht gewollt oder wissen wollen. Für mich ergeben somit beide Sichtweisen Sinn. Denn wann beschwert man sich denn? Wenn einem etwas nicht zusagt!

Würde er ihr das Testergebnis aushändigen, so könnte er hinterher immer noch argumentieren, dass bezüglich des Umfangs der Tests offensichtlich ein Missverständnis bestand.

Strafbar hat der Arzt sich nach meinem Rechtsverständnis bereits gemacht. Bezüglich eines positiven Ergebisses wäre er nach dem nächsten intimen Kontakt vermutlich aus der Schussbahn denn dann greift die Argumentation, dass die Patientin sich auch nach dem Test infiziert haben kann und er könnte behaupten, dass er kein falsches Ergebnis mitgeteilt hat.

Im hier dargestellten Fall hat er den Test für sich gemacht, aber davon mal ganz abgesehen:

Glaubst du denn alles was man dir erzählt?

Gerade in so einer wichtigen Angelegenheit sollte man nicht nur Worten glauben, sondern den schriftlichen Beweis einsehen können und es kostet einen Nadelstich um Gewissheit zu bekommen. Das er nicht gerade vertrauenswürdig ist, hat er bereits bewiesen.

Das hat nicht viel mit Phantasie zu tun, sondern mit Szenariotechnik und der Berücksichtigung verschiedener Möglichkeiten.

w32
 
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