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Gast

  • #1

Brauche euren Rat, da ich weiblicher Single bin. Will ein Auto kaufen, gebraucht.

Es ist niemand da der mir helfen könnte. Wie schaffe ich es auch als Frau allein mich beim Autoverkäufer durchzusetzen und Rabatte zu bekommen. Wie habt ihr das geschafft?
 
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Gast

  • #2
Ich würde dir unbedingt raten, das Auto in einem Autohaus zu kaufen, da ist der TÜV frisch und meist gibt es eine Gebrauchtwagengarantie.
Zieh dich gepflegt und seriös an, schaue den Verkäufer direkt an und frage ihn ebenso direkt nach einem Rabatt. Ein nettes Lächeln hilft auch.
 
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Gast

  • #3
MadMax

schau mal den sender dmax...da kauft der "checker" gebrauchtautos, für kunden wie dich:)
der handelt gute preise aus und du bekommst den wagen in einem topzustand hingestellt!
 
  • #4
+ Seriös und gepflegt auftreten, nur einen richtigen Autohändler aufsuchen und keine windigen, reinen Gebrauchtwagenhändler.

+ Auf keinen Fall sofort kaufen wollen. Wenn Dir ein Wagen gefällt, deutlich das Interesse bekunden, am Preis zweifeln und ankündigen vergleichen zu wollen.

+ Egal, was er bietet, nicht vor dem dritten Besuch kaufen. Autos sind nicht rar, keines ist plötzlich weg und nicht ersetzbar. Lass Dich niemals in Zugzwang bringen. Sei Du es, der die Entscheidungen trifft.

+ Vergleich WIRKLICH die Preise. Es gibt online heutzutage exzellente Möglichkeiten, den Gebrauchtwert zu ermitteln. Also lasse Dich inspirieren, welche Typen Dir gefallen, notiere Dir offen Baujahr, Modell und Sonderausstattung und dann vergleiche wirklich. Konfrontiere den Händler dann einige Tage später mit Zahlen, die etwa 10% geschönt sind.
 
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  • #5
Bei der Dekra gibt es einen Prüfservice für gebrauchte Autos. W41
 
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  • #6
Wo wohnst Du? Wenn´s in meiner Nähe wär, würd ich glatt mitkommen! W 43
 
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  • #7
Madmax

hier noch ein paar tips:

Das Auto lesen! Nehmen Sie sich Zeit und schauen sich das Auto in aller Ruhe an. Vorsicht bei gestressten Autoverkäufern mit ganz wenig Zeit und „angeblichen“ Fixkäufern!

Schauen Sie in aller Ruhe nach, ob die Spaltmaße von Türen und Hauben gleichmäßig sind! Falls nicht, sind Vorschäden nicht ausgeschlossen.

Vier Augen sehen mehr als zwei – am Besten Sie nehmen einen Profi aus der Kfz-Branche oder wenigstens einen Bekannten mit, der etwas Ahnung von Autos hat.

Tageslicht statt Kunstlicht: Nur im Tageslicht kann man Spuren einer Nachlackierung – Sprühnebel, scharfe Abdeckkanten, Farb- oder Glanzunterschiede – erkennen.

Schauen Sie sich das Auto auch immer von unten an! In einer Hobbywerkstatt mit Hebebühne können Sie kontrollieren, ob Schweller und Wagenheberaufnahmen ohne Beschädigung sind. Und ist der Unterboden ohne Rost?

Heben Sie sich immer einen Joker für den Verhandlungs-Poker am Schluss auf!

Kontrollieren Sie immer die Papiere: Ist der Verkäufer überhaupt zum Verkauf berechtigt? Wann ist TÜV/AU fällig und was wurde bei der letzten Überprüfung bemängelt? Ist ein lückenloses Service- oder Scheckheft vorhanden und passen die Daten und die Stempel vom Händler überhaupt zum Auto? Bei Zweifeln am besten den Vorbesitzer ausfindig machen und anrufen…

Machen Sie sich vorher mit Hilfe von Zeitschriften und dem Internet schlau – TÜV-Report oder die Kaufberatung von diversen Magazinen, Zeitschriften und Clubs geben immer gute Anleitung, wo die Schwachstellen liegen.

Frontscheibe – frei von Kratzern oder Steinschlägen insbesondere im Sichtfeld?
Motorraum – Öl- oder Wasserspuren dürfen nirgends zu sehen sein. Alle Schläuche sollten frei von Marderbissen sein. Vorsicht bei frisch geputzten Motorräumen – Undichtigkeiten werden gerne durch eine Motorwäsche kaschiert.

Zahnriemen kontrollieren – steht ein Wechsel an, ist je nach Modell ein Preisabschlag von 250 bis 600 Euro gerechtfertigt.

Bremsen – Bremsscheiben ohne Riefen? Belagstärke und Bremsflüssigkeitsstand im Vorratsbehälter prüfen!

Kupplung und Getriebe – Funktion bei einer Probefahrt prüfen. Vorsicht bei Heulgeräuschen und hakeliger Schaltung!

Antriebswellen – Frei von Knackgeräuschen? Sind die Manschetten dicht und rissfrei?

Innenraum – Passt die Abnutzung von Sitzpoltern, Lenkradkranz, Pedalen und Bodenteppich zum angegebenen Kilometerstand? Bodenteppiche auf Wassereintritt oder Feuchtigkeit kontrollieren.

Stoßdämpfer – Im Stehen das Auto einmal wippen lassen. Federt das Fahrzeug öfter nach, sind die Stoßdämpfer durch. Bei der Probefahrt auf holpriger Straße darf das Auto in Kurven nicht versetzen.

Der Auspuff sollte frei von Rost und Klappergeräuschen sein.
Reifen – auf Profiltiefe und Reifenalter (an der DOT-Nummer zu erkennen) achten! Ab 7 Jahren wird’s gefährlich.

Elektrik – überprüfen Sie alle elektrischen Helfer und Anzeigen – Reparaturen und Teile können recht kostspielig sein!
 
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  • #8
Geh zu mehreren unterschiedlichen Händlern, schau was Du haben möchtest und vergleiche, auch im Internet. Schau Dir die Autos gut an, gegen das Licht die Längsseite, dann sieht man gut evtl. Unebenheiten im Lack, die auf eine Reparatur hinweisen. Ich hab sowas mal erst viel später herausbekommen, nachdem ich eine Beule aus der Tür mit nem Saugnapf ziehen lassen wollte und ne Riesenfläche Spachtelmasse abzog, aber nicht die Beule.

Mach Probefahrten, Du kannst auch ein Auto bei der Dekra kontrollieren lassen, ob es wirklich so in Ordnung ist. Bremsen etc. wäre schon wichtig, daß das alles ok ist. Wie sieht der Motorblock aus? Frisch gereinigt? Wer nichts zu verstecken hat, braucht ihn nicht zu reinigen. Könnte Öl verlieren, daher die Reinigung.

Tüv bekommst Du wohl überall mittlerweile, aber geh auf jeden Fall zum Händler um die Ecke, der nur nen Platz gemietet hat und dort viele Gebrauchtwagen. Also ein richtiges Autohaus wäre schon von Vorteil. Kannst, wenn Du die Daten vom Wagen hast, in der Schwackeliste nachschauen, ob der Preis in etwa ok ist.

Mehr fällt mir im Moment nicht ein. Hab schon so einige Autos allein gekauft, ebenso auch ein Motorrad. Alles in allem bin ich zufrieden, aber es war immer ein Erlebnis als Frau.
 
  • #9
@#6: Das ist sicherlich gut gemeint, MadMax, aber die Tipps würden mir allesamt nicht helfen. Ich habe doch nicht vor, unter das Auto zu kriechen oder einen Laienblick in den Motorraum zu werfen. Die Bauteile, die Du nennst, würde ich größtenteils nicht einmal finden geschweige denn wirklich beurteilen können.

Bei einem nicht allzu alten Auto (2-3 Jahre) und einem renommierten Händler ist das aber auch gar kein Problem. Da geht es eher um den Preis.

@Fragestellerin: Noch als Nachtrag:

+ Lass Dir schriftlich Unfallfreiheit bestätigen.
+ Schaue bei Deiner Versicherung, ob dieses Modell halbwegs normal eingestuft ist.
+ Frage nach Gebrauchtwagengarantie.
+ ...und schaue Dir wirklich viele an.
 
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  • #10
Überlege als erstes, welches Baualter, welchen Typ und welche Ausstattung Du haben möchtest. Dann guck ins Internet unter autoscout24.de. Dort kannst Du filtern nach Deinen Wunschvorstellungen.
Nimm bei der persönlichen Besprechung einen Mann mit. Männer kriegen erfahrungsgemäß bessere Preise als Frauen (ungerecht aber wahr).
Ich hatte meinen letzten als Leasing-Rückläufer gekauft. Super. Die sind gepflegt und sehen selbst mit 3 Jahren noch wie neu aus.
Ein Tip aus meiner Verwandtschaft war, ein Auto zu kaufen, bei welchem der Vorbesitzer eine Finanzierung hatte, die er nun nicht mehr bezahlen kann. Das sind ziemlich neue Fahrzeuge zu einem guten Preis. Adresse kann ich Dir aber leider nicht nennen. Hier hilft vielleicht auch das internet, wie immer.

Viel Glück,
Constanze
 
  • #11
Die Tipps von oben sind schon gut. Und wenn du ein bisschen frech bist und gut flirten kannst, nur zu ;-) Auch wenn wir es nicht zugeben, werden wir da schon weich ;-)
Aber nicht übertreiben, dass du nicht unseriös rüberkommst.
Falls du in München wohnst, würde ich mich auch anbieten mal mit dir loszuziehen.
(bin 29)
 
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  • #12
pass auf bei Japanern und Citroen C1, ob die Pedale in der Werkstatt verbessert wurden.
Oder kaufe dir ein kleineres und dafür ein neues!
 
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  • #13
Die Jahreswagenvermittlungen der Automobilhersteller sind seriös. Adressen kannst Du googeln. Gebrauchte Dienstwagen von Werksangehörigen sind offiziell geschätzt worden (Urkunde zeigen lassen) und die Preise sowie Zustand sind auch seriös. Natürlich sind Jahreswagen und gebrauchte Dienstwagen, die noch nicht so alt sind, teurer, als 3 J., 4 J., oder noch ältere Fahrzeuge. Aber sie sind wie neu und die Abschläge sind ca. 30 % vom Neuwagenpreis. Evtl. könnte ich Dir dazu weiterhelfen: 7E25E799. Ich beschäftige mich beruflich mit Autos.
 
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  • #14
1. Was machst beruflich ?

A) Wenn Dein Arbeitgeber Dir einen Firmenwagen gibt und wenn Du dafür auf Gehalt verzichtest kommts insgesamt wohl billiger, weil alle Kosten, also auch Sprit, Versicherung und Reparatur, Betriebsausgabe des Arbeitgebers sind und Du nur 1 % des Bruttolistenpreises versteuern mußt

B) Es gibt Vereine und Verbände, die haben Rahmenverträge, ich bin in einem, der einen solchen Vertrag hat, bei dem man bei OPEL 25 % kriegt. Hör Dich da mal um, evtl. weiß Dein Arbeitgeber auch was.

2. Ich würde mir einfach mal ein paar Autohäuser vorknöpfen, bei denen Du erst mal kein Auto kaufen würdest, d. h. erst die Markenautohäuser und dann die freien, wobei ich letztendlich an Deiner Stelle nur bei den Markenautohäusern kaufen würde.

3. Der Rabatt ist am Ende, was ist mit den Punkten davor: Wofür brauchst das Auto, wieviele Kilometer fährst im Jahr, welche Form magst, Schaltung / Automatik / Navi / Klimaanlage, Diesel oder Benziner ... Übung macht den Meister ... rede mit mehreren Autohäusern und Du wirst rausfinden was Du am Ende brauchst

7E2176FE - m
 
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  • #15
Also ich würde so vorgehen! Mir erstmal aussuchen, was ich wirklich haben will und in welcher ungefähren Ausstattung. Dann im Internet bei autoscout oder automobile.de schauen, was der Wagen in dem entsprechenden Alter noch ungefähr Wert ist. Zumindest sieht man dort eine Tendenz. Bitte drauf achten, dass die Vergleichswerte auch von einem Händler stammen, wegen der Garantie. Privatverkäufe sind ja meist günstiger, das kann man natürich nicht vergleichen.
Dann los zu den Autohändlern, schauen, wo die passenden Autos stehen. Nach dem äußersten Preis fragen und anschließend sagen. Bitte schauen Sie mal, ob sich noch was am Preis machen lässt, ich hatte da an xyz € gedacht. Sagt der Verkäufer, geht nicht, geben Sie ihm Ihre Telefon-Nr. und sagen Sie ihm, er soll sie anrufen, wenn was vergleichbares mit günstigerem Preis reinkommt. Ich hatte das schon mal und eine Woche später ist der Verkäufer dann auf meinen Preis eingestiegen, obwohl die Differenz 1.500 Euro waren (allerdings bei einem 6 Jahre alten Wagen) Er ist von 6.500 auf 5000 runter gegangen. War nur dumm für ihn, ich hatte zu dem Zeitpunkt schon einen anderen Wagen gekauft.
 
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  • #16
Ich habe mal gehört, man soll nicht nach "Rabatt" sondern nach "Hauspreis" fragen...? Jemand hier, der das erklären kann...?
 
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  • #17
Vielleicht findet man beim Autokauf ja seinen Traumpartner (am Sonntag auf Ausstellungsgelände).
Aber bitte nicht vergessen: Nach der Politik ist der Gebrauchtwagenhandel das "schmutzigste Geschäft".
Trotzdem wäre es besser mit einer "männlichen" Begleitung gebrauchte Autos erstmal anzuschauen (sollte nur keine Schnarchnase sein oder überzeugter Radfahrer), denn Autoverkäufer sind heute oft gezwungen zu verkaufen um zu überleben - und das ist wahrlich schade.
Alles andere ist leider Glückssache (wie beim Montagsauto aus der Fabrik).
 
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  • #18
Liebe Fragestellerin,
zurzeit ist das überhaupt kein Problem. Die meisten Autohäuser stehen mit dem Rücken an der Wand, weil durch die Wirtschaftskrise Autokäufe zurückgehalten werden und auch die Nachwirkungen der "Abwrackprämie" ihr Übriges tun.

Du kannst also mit der Holzhammermethode reingehen, Dir Dein Auto zusammenstellen lassen, das Angebot mit dem Preis und der Autobeschreibung ausdrucken lassen und dann Deine Rabattforderung auf den Tisch knallen. Ich würde Dir raten im Vorfeld zu fragen, wie hoch der Rabatt ist, den der Hersteller dem Händler aktuell zur Absatzförderung einräumt. Das machst Du bei zwei bis drei verschiedenen Häusern. Und dann legst Du die Daumenschrauben an und verlangst die Hälfte dieses Rabatts plus 10 % Rabatt vom Bruttolistenpreis + vielleicht noch Naturalrabatte in Form von unentgeltlichen Fußraummatten etc.

Wenn DU den Hersteller wechselst, kannst DU oft auch die sog. "Abschußprämie" mitnehmen. Oder besser gesagt, die Hälfte davon. Wer zum Beispiel von E-Klasse Mercedes zu Audi A6 oder A8 wechselt muss wissen, dass Audi seinen Händlern/Verkäufern für jeden Wechsel von MB zu Audi eine Abschußprämie bezahlt. Diese Prämie, die unterschiedlich hoch ausfallen kann (zwischen 5 TEUR bis 15 TEUR), soll Dir der Verkäufer zur Hälfte oder höher durchreichen und damit Dein Auto billiger machen.

Ich hätte noch einige weitere Methoden parat, die ich aber für mich behalten will....

Viel Erfolg!
 
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  • #19
Ein Rat, der nicht sehr emanzipiert klingt, aber helfen könnte:

Einen Mann mitnehmen - einen Freund, einen Kollegen, einen Sportkameraden, einen Bruder, den Vater.
Idealerweise einen, der Ahnung von Autos hat; notfalls einen, der zur moralischen Unterstützung mitkommt und jedenfalls dem Autohändler gegenüber männliche Präsenz zeigt.

Soll helfen, und - was spricht eigentlich dagegen?