• #1

Brauchen Frauen weniger "Erholungszeit" von der Ex-Beziehung?

Moin,

mir ist aufgefallen, dass Frauen offenbar relativ wenig zeitlichen Abstand zur "Erholung" vom Verflossenen benötigen, oder dass sie es zumindest als normal empfinden, kurze Zeit nach der Trennung schon wieder eine neue Beziehung anzubahnen. Es ist ja immer ein großer Unterschied, ob man selbst gegangen ist oder „gegangen wurde“, ob es einen warmen Wechsel gab usw.. Alles das kann dazu führen, dass ein Mensch kürzer oder länger braucht, um wieder bereit und offen für ein neues Kennenlernen zu sein. Und statistisch scheinen Frauen ja häufiger zu verlassen, das hieße, dass sie eher unbeschädigt aus der früheren Beziehung hervorgehen.

Dennoch bin ich schon wiederholt Damen begegnet, die zwar ernsthaft auf Partnersuche, aber erst so kurz getrennt waren (1-3 Monate), dass ich mich fragte, ob es ihnen nicht doch eher um ein Trostpflaster geht.

manchmal
 
  • #2
Mir ist das passiert, obwohl ich in der Richtung absolut nichts im Sinn hatte. Es hat einfach geknallt, aber ich bin nicht mit der Einstellung rangegangen, dass der Mann jetzt als Trostpflaster fungiert. Obwohl es eindeutig gut getan hat. Ohne die Erfahrung mit ihm hätte sich mein Selbstwertgefühl wohl nie wieder von meiner Ehe erholt - mein Ex hatte mich permanent abgewertet, das tat dieser Mann nicht. Das heißt aber nicht, dass er nicht profitiert hat. Wir brauchten beide menschliche Zuneigung.

Ich hatte mir gewünscht dass es klappt, aber es war definitiv zu früh. Jetzt, nach drei Jahren, fange ich an manches erst richtig zu verarbeiten und weiß, ich bin noch lange nicht soweit, wenn überhaupt je wieder. Damals war ich einfach sehr naiv und hoffte, dass es was wird. Gesucht hätte ich von selber sicher nicht.

Manche Menschen (Männer wie Frauen) verdrängen. Oder waren schon lange emotional aus der Beziehung verschwunden. Was für mich nicht dasselbe ist wie verarbeiten.

Manche wechseln ja auch warm, da wurde doch auch nichts vorher aufgearbeitet.
 
  • #3
Ich hatte immer so das Gefühl dass Männer sich eher "trösten" wollen.
Ich war nach dem Ende meiner letzten Beziehung 1,5 Jahre alleine und hab die Zeit auch gebraucht.
 
  • #4
Ein kleine Einblick hinter die Kulissen: Frauen kämpfen sehr lange UM und IN Beziehungen. Männer prinzipiell gar nicht oder nur bis zu dem Punkt, bis sie die Frau haben. Männer lassen sich in Beziehungen eigentlich immer irgendwie reinziehen von einer Frau, die die Führung übernimmt.

Meistens sind es diese Jahre für Frauen, die hoffnungslos vergeben sind. Somit löst man sich als Frau eigentlich zu 100 % emotional in der Beziehung. Bei der Trennung haben Frauen dann vollständig abgeschlossen.
Man möchte dann als Frau wieder Liebe, Aufmerksamkeit, Zärtlichkeiten, die man schon Jahre nicht mehr bekommen hat, wieso sollte Frau da nochmal eine Trauerphase einlegen? Das ist sinnlos.

Ich würde sagen, 90 % meiner Beziehungen waren immer verschwendete Zeit mit dem Mann, mit Warterei, Schönrednerei von Macken, Hinhalterei, Unverbindlichkeiten und die Beziehung laufend kitten müssen, die der Mann ruinierte mit Fremdgerei, Psychospielchen, Manipulation, Spaßleben und Unverbindlichkeiten. Ich hätte jedes Mal nach spätestens 1-2 Jahren gehen sollen, bin aber immer sehr viele Jahre länger geblieben.

Wenn ein Mann dann nach 10 Jahren immer noch nicht weiß, ob er die Frau heiraten will oder eine Zukunftsvorstellung hat, und die Frau für sich absichert, dann soll er bitte nicht rumheulen. Es gibt andere Männer, die brennend darauf warten, zum Zug zu kommen. Je schlechter der Mann die Frau behandelt, desto höher das Risiko, dass sie ausbricht.

Für eine Frau gibt es immer genug Auswahl. Selbst noch für 60 jährige Frauen. Es gibt immer freie Männer, es gibt junge interessierte Männer mit viel Energie, Neugier und Elan, die ihr Leben voll ausschöpfen möchten und Erfahrungen in allen Richtungen suchen. Eine Frau muss nicht in einer halbherzigen Beziehung abhängen und wenn sie es doch tut, ist es ihre freie Entscheidung zum Leiden.
 
  • #5
Lieber FS,
Deine Annahme kann ich nicht bestätigen, weder für mich noch im Kreis von Bekannten oder Kolleginnen, auch nicht von der einzigen Freundin, die ebenfalls geschieden ist. Alle diese Frauen trennten sich mit Anfang/Mitte 40 von ihren Ehemännern, nach Ehen von mehr als 15, teilweise über 20 Jahren. Alle Frauen brauchten und nahmen sich nach den Trennungen mindestens 2 Jahre ohne sich mit dem Thema "neuer Mann" zu befassen. Vorrangig war die Durchführung der Scheidung und herauszufinden, wie sie nach der Trennung leben wollten. Keine der Frauen hatte beruflichen Anderungsbedarf (alle stdiert und Vollzeit berufstätig), sondern es waren nur Dinge des Privatlebens zu klären.

Ich selber war innerlich bereits lange von meinem Exmann getrennt, bevor ich die Scheidung einreichte. Ich hatte 2 Jahre ergebnislos versucht diesen Zustand der inneren Trennung in Wiederannaeherung zu wandeln. Selbst mit Therapeutin hat das nicht geklappt. Da sollte man annehmen, dass ich unmittelbar nach meinem Auszug aus dem Haus im Grünen sofort loslegen könnte in Sachen neuer Mann. Defacto interessierte mich nichts weniger. Vorrangig war die vielfältigen Möglichkeiten des Stadtlebens auszuprobieren, was mich davon interessiert und was nicht. Auch nach Trennungsjahr und Scheidung war ich damit noch lange nicht durch, zumal ich auch beruflich ganz anders loslegen könnte, als ich den blockierenden Ex los war. Auch das war mir wichtiger als ein neuer Mann.

2,5-3 Jahre nach der Scheidung fing ich halbherzig mit der Suche an, mit großen Pausen, weil anderes wichtiger war. 2-3 Männer waren für mich halbwegs interessant, aber wohl nicht ausreichend, sodass ich nicht abschlusssicher war. Erst nach 5 Jahren fand sich zufällig ein neuer Mann.

Mein Ex war unmittelbar nach meinem Auszug vielgleisig unterwegs, bei den alleinstehenden Frauen in seiner Nachbarschaft, online etc. Es gab mehrere kurzfristige Beziehungen, teilweise on/off. Jetzt ist er seit längerem solo, klappt wohl altersbedingt nicht mehr.
Der Ex meiner Freundin blockierte 3 Jahre ihren Scheidungswunsch, war aber nach einem Jahr Trennung bereits online erfolgreich (ist wählerisch nach ihr).

Bei allen Trennungen die in meinem Umfeld von Männern ausgingen, war Ursache, dass sie bereits eine andere an Start hatten (Warmwechsel) - also komplett gegenläufig zu Deinen Erfahrungen und möglicherweise eine Altersfrage und auch was die Beziehungsart angeht: Langzeitehe vs Kurzbeziehungen.
 
  • #6
Hallo manchmal,

interessante Frage.
Es gibt diverse Statistiken, denen zufolge Frauen, anders als Männer, die Trennung erst dann aussprechen, wenn sie sich emotional längst getrennt haben. Was bedeuten würde das das Verarbeiten und Abschließen längst statt gefunden hat und sie tatsächlich bereit für etwas neues sein könnten.

Persönlich denke ich es ist eine reine Typfrage: Bin ich ein reflektierter Mensch? Wie ehrlich gehe ich mit mir selbst um? Wie gut kann ich alleine sein? Was speist meinen Selbstwert? Stehe ich in gutem Kontakt mit meiner Gefühlswelt?
All das dürfte Einfluss darauf haben wie schnell jemand wieder auf die Suche nach einer Beziehung geht. Und auf die Art der Beziehung, die dann (evtl. unbewusst) gesucht wird.

Wenn diese Bekanntschaften dir das Gefühl vermittelt haben du seist nur ein Trostpflaster, dann solltest du wohl deinem Gefühl vertrauen.

Blue
 
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  • #7
Hallo Manchmal,
merkwürdig, in meiner Wahrnehmung ist das genau andersherum.
Die Frauen bleiben länger allein und die Männer haben schnell jemand Neues.
Mag daran liegen, dass häufiger die Frauen die Kinder bei sich haben und so vielleicht wählerischer sind bei der Partnerwahl, zumindest muss der neue Partner mehr Toleranz aufbringen, wenn Kinder im Haushalt leben. Die Männer sind ja häufiger Wochenendpapas, da ist eine neue Partnerschaft leichter zu integrieren.
Vielleicht auch eine Altersfrage des von Dir beobachteten Personenkreises. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, werden auch die Eltern flexibler.
Wie gesagt, bei uns hier deutlich längere Singlephasen der Frauen (ländlicher Raum)
 
  • #8
Es ist ja immer ein großer Unterschied, ob man selbst gegangen ist oder „gegangen wurde“, ob es einen warmen Wechsel gab usw.. Alles das kann dazu führen, dass ein Mensch kürzer oder länger braucht, ...

Eben, Menschen. Ich kann in meinem Umfeld nicht feststellen, dass da eindeutige geschlechtsspezifische Aussagen möglich wären. In vielen Fällen haben durchaus auch die Männer die Beziehungen beendet oder die Frauen warmgewechselt, die Männer brauchen mal kürzer oder die Frauen.
Ich denke, die Dauer der "Erholungsphase" hängt mehr von den Umständen oder auch den Gelegenheiten ab als vom Geschlecht.
 
  • #9
Meine Erfahrung entspricht der von Lynnea. Frauen sitzen daheim, sortieren sich und ihr Leben, heulen sich bei der Freundin aus und verarbeiten und analysieren haarklein jedes Detail. Wenn sie damit fertig sind, sind sie ein Stück gewachsen.

Männer stürzen sich nach meiner Erfahrung unreflektiert ins Nachtleben, holen ihre "versäumte" Freiheit nach und haben alsbald die Nächste an ihrer Seite.
 
  • #10
Ich weiß nicht, ob es diesbezüglich einen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt. Hier im Forum wird ja eher Männern ein Hang zur Turbo-Neuverpartnerung nachgesagt. Im echten Leben allerdings beobachte ich dieses Phänomen tatsächlich eher bei Frauen.

Immer wieder fällt dabei dieser eine Satz: "Eigentlich wollte ich erstmal alleine bleiben, aber es ist einfach passiert." Einen Mann habe ich sowas noch nie sagen hören und könnte mir das auch schlecht vorstellen. Ich finde diese Aussage irgendwie sehr ... weiblich. Sie drückt passives Geschehenlassen aus; man könnte fast sagen, dass da eine Opferhaltung mitschwingt. So nach dem Motto: "Haaach Mann, ich weiß ja, es ist nicht gut für mich, so schnell was Neues anzufangen...aber es ist einfach über mich gekommen...ich konnte nicht anders...ich war machtlos gegen meine Gefühle."

Meine Vermutung ist, dass viele Frauen nach einer Trennung (egal, von wem sie ausging) selbstwerttechnisch ziemlich am Boden sind - und daher besonders empfänglich für männliche Interessensbekundungen. Die Frau sucht zwar nicht bewusst, aber ihr Unterbewusstes dürstet nach Bestätigung und Zuwendung. Das macht sie anfällig dafür, sich schnell zu verlieben - in den Nächstbesten, der ihr wieder das Gefühl gibt, eine tolle Frau zu sein.
 
  • #11
Es gibt solche und solche. Ich glaube kaum, dass man das am Geschlecht festmachen kann. Manche Menschen können einfach nicht alleine sein oder benötigen so viel Aufmerksamkeit oder Anerkennung von anderen, dass sie nicht ohne Partner sein wollen, egal mit wem
 
  • #12
Ich denke dass derjenige der die Trennung final ausspricht sich zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger schon aus der Beziehung gelöst HAT durch die Vorlaufzeit.... Zumindest aber einen saftigen Vorsprung hat ggü. dem Partner.

Meist ( zu ca. 70 Prozent sagt eine Statistik) sind es die Frauen die sich trennen daher könnte der Eindruck evtl. hinkommen diese seien schneller drüber weg, dabei hatten die viell. lediglich schon länger Zeit sich emotional zu lösen während "offiziell" die Beziehung noch bestanden hat.
 
  • #13
Hm...vielleicht kommt's ja auch darauf an, warum jemand gegangen ist.

Wenn die Frau sich aus einer lieblosen Ehe endlich lösen konnte, steht sie, kaum ist Männe zur Tür raus, in den Startlöchern, das lange Vermißte jetzt endlich zu bekommen.

Wenn die Frau, so wie ich, sich aus einer von Klammerei geprägten Beziehung endlich lösen konnte, wird sie den Teufel tun, sich sofort einen Neuen, der sie umklammert zu suchen.
Ich war nach dem Ende meiner Beziehungen stets vor allem erleichtert und habe meine Freiheit und mein Alleinsein genossen.

w 49
 
  • #14
Ich denke, das ist nicht geschlechtsspezifisch. Wer warmwechseln will oder irgendwas Negatives mit dem Alleinsein verbindet, der wird schneller wieder in einer Beziehung sein oder in eine wollen. (Wie lange die dann hält, steht ja auf einem anderen Blatt.)

Ich denke dass derjenige der die Trennung final ausspricht sich zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger schon aus der Beziehung gelöst HAT durch die Vorlaufzeit.... Zumindest aber einen saftigen Vorsprung hat ggü. dem Partner.
Nicht unbedingt. Ich hab auch schon gehört und kann es von mir auch bestätigen, dass sich der andere schon lange gelöst hat aus der Beziehung, und der, der Schluss macht, zeitlich hinterherhinkt. Außer natürlich, die Person ist komplett überrascht von der Trennung.

Mein Ex hatte sich getrennt und ich habe es ganz gut verarbeiten können, eben weil ich mich auch schon etwas abgelöst hatte, weil ich begonnen hatte, beruflich wieder meinen eigenen Weg zu gehen. Das war ja immer der Streitpunkt und ich wusste irgendwie, dass Schluss sein würde, auch wenn ich noch Hoffnung hatte.

Ein Jahr später habe ich mich verliebt wie mit 17. Da der Mann verheiratet war, war die Sache klar, und dadurch war ich aber auch in der Lage, mal "von außen" drüber nachzudenken, wie die Beziehung wäre. Und mir ist aufgefallen, dass ich noch Verhaltensweisen zeigen würde, die ich in der Exbeziehung auch hatte und mich selber damit eingeengt hatte. Mir kam der Verdacht, dass dies auch diese Beziehung sein würde, in der der andere von mir auf Abstand gehalten wird, weil ich zwar theoretisch viel erkannt hatte, aber noch nicht sicher war in den neuen Verhaltensweisen. Das Forum hat mir eine Menge geholfen, das zu bearbeiten. Ich bin sicher, dass ich die Verhaltensweisen überwunden habe und würde in einer Beziehung wirklich emotional autonom sein können. Soll heißen, ich lass mich nicht mehr vereinnahmen und muss nicht aus Angst vor Vereinnahmung einen künstlichen Abstand erzeugen, sondern kann klar sagen, was ich will und dabei trotzdem vermitteln, dass ich liebe. Also von meinem Inneren raus, ob der andere das als Liebe empfindet, wenn ich mich nicht nahtlos einfüge in sein Leben, weiß ich natürlich nicht.
 
  • #15
Im ersten Moment wollte ich dir zustimmen, denn ich kenne definitiv viele Frauen die bereits wenige Wochen nach der Trennung schon wieder jemand neues hatten, oder diese Person eben schon vor der Trennung hatten. Als ich einen Moment überlegte, fielen mir auch einige Männer ein, die direkt wieder eine Neue hatten. Die Frage ist aber ob jemand wie du schon sagst nur ein Trostpflaster sucht oder doch schon wieder zu ernsthaften Gefühlen fähig ist. In den meisten Fällen dieser Art die ich mitbekommen habe gingen die "Beziehungen" dann auch nur sehr kurz. Der einzige Fall der mir gerade in den Sinn kommt, bei dem die Beziehung bis heute (bestimmt schon 5 Jahre) hält, ist der Ex einer guten Freundin. Er hatte sich von ihr getrennt und dann auch ca. einen Monat später die neue.

Ich persönlich hatte nach Trennungen nie das Bedürfnis direkt wieder jemand neues zu haben. Selbst Trostpflaster wären mir nicht untergekommen. Mir war einfach sehr bewusst, dass ich gerade keine Nähe zulassen könnte. Da musste ich auch nichts ausprobieren nur um dann ein paar Wochen später wieder die nächste "Trennung" zu haben.
 
  • #16
Jaja, grau ist alle Theorie.....
Ich persönlich hatte nach Trennungen nie das Bedürfnis direkt wieder jemand neues zu haben. Selbst Trostpflaster wären mir nicht untergekommen. Mir war einfach sehr bewusst, dass ich gerade keine Nähe zulassen könnte. Da musste ich auch nichts ausprobieren nur um dann ein paar Wochen später wieder die nächste "Trennung" zu haben.

Also jetzt mal Butter an die Fische! Das kommt doch völlig darauf an, wie die Umstände sind und wer da wen verlässt!

Als ich mich getrennt habe, weil sexuell nichts vernünftig lief (wir passten diesbezüglich einfach nicht gut zusammen) habe ich mir direkt (4 Wochen) eine neue Freundin gesucht. Natürlich hatte ich mit dieser Beziehung damals schon lange abgeschlossen, deswegen brauche ich an sich überhaupt keine Karenzzeit. Der Schritt war einfach überfällig.

Das wird Frauen wie Männern genauso ergehen.
 
  • #17
Ein kleine Einblick hinter die Kulissen: ...
Ich würde sagen, 90 % meiner Beziehungen waren immer verschwendete Zeit mit dem Mann, mit Warterei, Schönrednerei von Macken, Hinhalterei, Unverbindlichkeiten und die Beziehung laufend kitten müssen, die der Mann ruinierte mit Fremdgerei, Psychospielchen, Manipulation, Spaßleben und Unverbindlichkeiten. Ich hätte jedes Mal nach spätestens 1-2 Jahren gehen sollen, bin aber immer sehr viele Jahre länger geblieben.

Du schreibst ja dann nach Deinem allgemeinen "Einblick" von Dir selbst. Letztlich besteht Dein Einblick zu einem hohen Anteil aus Deinen Erfahrungen.
Wenn wirklich 90% Deiner Beziehungen so "verschwendet" waren und Du trotzdem Jahre an den Männern festgehalten hast, dann ist Dein Anteil klar erkennbar.

Es macht wenig Sinn, Deine (negativen) Erfahrungen zu verallgemeinern. Du hast in der Beziehung gewartet, bevor Du Dich (endlich) getrennt hast. Ich habe das zum Teil auch getan. Natürlich ist dann die "Wartezeit" weniger lang, aber ich habe trotzdem nach der Beziehung Zeit für Reflexion gebraucht...
 

Laleila

Cilia
  • #18
Für eine Frau gibt es immer genug Auswahl. Selbst noch für 60 jährige Frauen. Es gibt immer freie Männer, es gibt junge interessierte Männer mit viel Energie, Neugier und Elan, die ihr Leben voll ausschöpfen möchten und Erfahrungen in allen Richtungen suchen.

Ich bin eine Frau und im Prinzip gab es bei mir nie eine längere Singlezeit. Trotzdem mal ein bisschen Realismus bitte.

Für ein Frau gibt es immer genug Auswahl. Ja, an Sexpartnern.

Wenn es um die Auswahl an BeziehungspartnerInnen geht, haben die Herren die Nase deutlich vorn.

Angebot und Nachfrage. Die Nachfrage an unverbindlichen Sex ist bei Männern recht hoch, das Angebot auf Frauenseite deutlich geringer.

Dafür suchen Frauen bevorzugt Beziehungspartner. Allerdings bieten sie hierfür wesentlich weniger Männer an.

@manchmal s Beobachtungen teile ich nicht. Eventuell flüchten sich einige Frauen ganz gern in dtarke tröstende Männerarme, unabhängig von der Zeit, welche sie letztlich brauchen um die Trennung zu verarbeiten.
Da schließen Männer deutlich schneller und pragmatischer ab.

Aber letztlich ist es weniger Geschlechts- als Typabhängig.
 
  • #19
Ich selber kam meistens aus unterkühlten Beziehungen. Null Küssen, null Händchenhalten, null Umarmungen, selten oder gar kein Sex. Als ich es endlich schaffte, mich aus diesen Beziehungen zu lösen, wollte ich Verpasstes endlich nachholen.

Ich glaube, so geht es den meisten Frauen.

Wirklich glücklich, wenn auch nur kurz, war ich bisher nur mit ausländischen Männern, die gleich von Anfang an mehr Tempermanet im Blut hatten.
 
  • #20
Auch meiner Ansicht nach handelt es sich hier eher um eine Frage des Typs und wäre damit geschlechtsunabhängig. Warmwechsler, Untreue, Menschen, die mit Beziehungen zügig abschließen und solche, die mehr Zeit brauchen ... findet man alles auf beiden Seiten. Ich könnte da wirklich keinen geschlechtsabhängigen Trend in die ein oder andere Richtung ausmachen.

Und statistisch scheinen Frauen ja häufiger zu verlassen, das hieße, dass sie eher unbeschädigt aus der früheren Beziehung hervorgehen.

Du beziehst Dich hier sicherlich auf die Scheidungsstatistik? Auch da wäre ich vorsichtig. Die Person, die die Scheidung einreicht, muss nicht zwangsläufig derjenige Part sein, der die Beziehung aufgelöst hat. Insofern ließe die Statistik lediglich einen Rückschluss auf das Scheidungs- denn auf das Trennungsverhalten der Geschlechter zu. Auch über die Bewältigung vergangener Beziehungen wäre damit nicht viel gesagt. Außer vielleicht, dass Frauen diesbezüglich zügiger klare Verhältnisse bevorzugen. Wobei da sicherlich pragmatische statt emotionale Gründe im Vordergrund stehen.
 
  • #21
Als ich mich getrennt habe, weil sexuell nichts vernünftig lief (wir passten diesbezüglich einfach nicht gut zusammen) habe ich mir direkt (4 Wochen) eine neue Freundin gesucht.

Das wird Frauen wie Männern genauso ergehen.

Würd ich nicht sagen. Frauen trennen sich wesentlich seltener aus dem Grund, den du da oben angeführt hast. Wegen fehlender Liebe, Zuneigung, Aufmerksamkeit, Zuwendung dagegen schon. Weil das viel schwerer wiegt und eine Seele ärger schädigen kann, als einfach nur zu wenig oder schlechter Sex.
Und ja, die Frau kämpft wirklich länger in Beziehungen - zumindest meiner Erfahrung durch mich und meinem Umfeld nach-, hofft und bangt, dass das Verhalten des Mannes doch noch anders wird, dass sich die Beziehung, die mal so schön angefangen hat, doch noch wieder zum Guten wendet. Beziehung retten nennt man das wohl. Daher wird geredet, geschrien (je nach Typ), Vorträge gehalten, gemotzt, genörgelt, geweint, etc, in der Hoffnung, beim Mann möge endlich ankommen, dass man es gar nicht begreifen kann, wie er, wenn er einen doch so mag, wie er behauptet, sich dann doch so arschig verhalten kann (je nachdem, was vorgefallen ist).
Mann kapiert es nicht, und sagt sich, Frau nörgelt und heult nur noch, ich mache sie eh unglücklich, ins Bett will sie auch nicht mehr mit mir, also kann ich mir eine andere suchen.

Die Frau braucht in dieser Konstellation ewig, um sich aus dieser Beziehung zu lösen und das alles zu verarbeiten. Der Mann, der sich eh nie nen Kopf gemacht hat, geht raus, flirtet die nächste an, die froh ist, jemanden gefunden zu haben, mit der er anfangs wieder viel Sex haben kann, und das Spielchen geht von vorne los. Serielle Monogamie, finden wir uns doch einfach damit ab.

Und sicher gibt es diese Konstellation auch andersrum, aber ich denke, wesentlich seltener.
Unterm Strich ist meiner Erfahrung nach der Mann der, der recht schnell wieder eine Neue hat, wenn er eine will, denn da draußen laufen ganz viele bindungswillige Frauen rum, dagegen nur wenig bindungswillige Männer.
 
P

proudwoman

Gast
  • #22
Also ich habe genau das Empfinden wie meine Vorposterinnen hier. Frauen können länger alleine sein und auch so zufrieden sein, ohne umgehend einen Ersatz zu finden.
Ich habe in meiner letzten Beziehung die fast 9 Jahre dauerte, naja..vielleicht 4 Jahre vertrödelt mit Zweifeln, Liebeskummer (angeblich unbegründet) und Abschiedsschmerz...Ich hatte in diesen Jahren wirklich gelegentlich das Gefühl von Liebeskummer den man hat, wenn man sich trennt.
Dieses Elend hätte ich abkürzen können! Ich habe mich dann getrennt und trotzdem hatte ich schlimmen Liebeskummer danach. Wie es ihm ging? Keine Ahnung. Ich denke auch, er hatte einen Vorsprung, obwohl er mir noch schrieb, dass es ihm sauschlecht ginge.
Ich habe jetzt gesehen, dass er bestimmt 6 Monate nach unserer Trennung bereits wieder eine neue am Start hatte und hat. Jetzt sind sie gerade im Wohnmobil unterwegs...Dank facebook ...lach...aber es schuppt mich nicht mehr, im Gegenteil, mir geht es prima damit und ich denke, vorläufig brauche ich das nicht mehr.
 
  • #23
@NormaJean
Du hast meinen Post verkürzt und dadurch sinnfalsch wiedergegeben.
Ich wollte darauf hinaus, dass der sich Trennende eher weniger oder keine Karenzzeit braucht, der andere jedoch sehr viel davon und zwar unabhängig vom Geschlecht.
 
  • #24
Für ein Frau gibt es immer genug Auswahl. Ja, an Sexpartnern.

Es gehören doch immer eine Frau und ein Mann dazu und soweit ich Statistiken lesen kann, gibt es in keiner Alterskategorie wirklich signifikante Unterschiede bei den Geschlechteranteilen, außer vllt bei den über 70-jährigen. Woher kommen also immer die Behauptungen, dass irgendein Geschlecht "mehr Auswahl" hat?

Naja, mal wieder zur eigentlichen Frage. Ich glaube, dass ein Anteil von max. 5 % aller Bekanntschaften, die in den ersten Monaten nach einer Trennung entstehen, ernsthafte Beziehungen sind. Dabei ist es völlig egal ob Mann oder Frau frisch getrennt ist. Wobei ich auch bei manchen Paaren in meinem Bekanntenkreis das Gefühl habe, da wurde einfach irgendwann nach so einem Trostpflaster gesucht, dann hatte man wen und war plötzlich eben doch ein paar Jahre zusammen. Es gibt eben Menschen die gar nicht diese Anforderungen haben, dass erst mal das alte verarbeitet werden muss. Ich kenne auch ein paar Leute die immer sofort jemand neues haben.
 
A

Arcturus

Gast
  • #25
Dennoch bin ich schon wiederholt Damen begegnet, die zwar ernsthaft auf Partnersuche, aber erst so kurz getrennt waren (1-3 Monate), dass ich mich fragte, ob es ihnen nicht doch eher um ein Trostpflaster geht.

manchmal

Ist mir auch zweimal begegnet.
Zweimal war ich der Rebound. Die dritte ist meine Tanzpartnerin beim Salsa, wir sind nur Freunde und ich darf als Außenstehender beobachten, was sie so treibt. (Bei allen geht es um den Nachgang langjähriger Ehen)

Zweimal habe ich gehofft, nicht Rebound zu sein und bin zweimal reingefallen.
Frauen brauchen nach meiner Erfahrung eben nicht weniger und nicht mehr Abstandszeit als Männer. Und sie brauchen in der Zeit der Verarbeitung der Beziehung auch nicht mehr und nicht weniger Trost als Männer - wieviel sie brauchen, hängt von der jeweiligen emotionalen Robustheit ab.

Allerdings ist die Art der Reboundbeziehung anders fokussiert:
Von Frauen aus mehr als ganzheitliche Beziehungssimulation ausgeführt, von Männern aus stärker auf die körperliche Ebene konzentriert. Bei Männern kommt also eher die nahezu ehrliche Ansage: "Laß uns doch ein F+ versuchen", von Frauen eher "ich will eine richtige Beziehung mit allem was dazu gehört - wieso zweifelst du?"

Aber ist nur meine Meinung und Erfahrung. Andere sehen das anders.

m47
 
P

proudwoman

Gast
  • #26
5 % aller Bekanntschaften, die in den ersten Monaten nach einer Trennung entstehen, ernsthafte Beziehungen sind
Das kann gut sein! Was mich betrifft muss ich sagen, diese Frau, mit der mein Ex jetzt unterwegs ist im Wohnmobil, sie passt rein äußerlich einfach besser zu ihm und vielleicht auch sonst. Altersmäßig, und auch, dass sie gerne im Wohnmobil unterwegs ist im Urlaub. Das habe ich für mich während unseres letzten Urlaub in Südfrankreich im Stillen so festgestellt. Irgendetwas war ganz und gar nicht in Ordnung in diesen 2 Wochen, das spürte ich..Naja und die räumliche Trennung, Fernbeziehung. Aber ob das hält, wissen wir nicht. Es berührt mich nicht mehr.
 

Laleila

Cilia
  • #27
Es gehören doch immer eine Frau und ein Mann dazu und soweit ich Statistiken lesen kann, gibt es in keiner Alterskategorie wirklich signifikante Unterschiede bei den Geschlechteranteilen, außer vllt bei den über 70-jährigen. Woher kommen also immer die Behauptungen, dass irgendein Geschlecht "mehr Auswahl" hat?
Moringa, ich könnte Dir das jetzt an einem Bild mit gelben und schwarzen Entchen erklären, aber ich bin überzeugt, wenn Du nochmal darüber nachdenkst verstehst Du es auch so. ;)

Zurück zur Frage. Zu dem Thema gibt es Studien (z.B. Binghamton University NY), welche belegen, dass Frauen nach einer Trennung zwar heftiger leiden, aber durch effizientere Verarbeitungsstrategien eher wieder für eine neue Beziehung frei sind.
Männer leiden weniger aber länger, da ihr Umgang mit dem Scheitern eher ablenkend, statt aufarbeitend ist. Z.B. grübeln sie weniger stürzen sich dafür verstärkt in Arbeit, Sport, Hobby und sex. Begegnungen.

Es stimmt also, dass Frauen eher wieder in der Lage sind, sich auf etwas Festes einzulassen, aber nicht weil sie resilienter sind als Männer.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #28
Ich selber kam meistens aus unterkühlten Beziehungen. Null Küssen, null Händchenhalten, null Umarmungen, selten oder gar kein Sex. Als ich es endlich schaffte, mich aus diesen Beziehungen zu lösen, wollte ich Verpasstes endlich nachholen.

Wieder mal löst ein Beitrag hier bei mir nur Staunen aus. Wenn jemand "meistens" längere unterkühlte Beziehungen hat, dann liegt das auch an falscher Partnerwahl. Übersteigerte Bedürftigkeit? Nicht Alleine-sein-können?

Die Person, die die Scheidung einreicht, muss nicht zwangsläufig derjenige Part sein, der die Beziehung aufgelöst hat.

Ich denke auch, dass es reichlich Fälle gibt, in denen es einfach bequemer ist, die Beziehung erstmal nicht zu beenden. Bei Männern wie Frauen z. B., um "versorgt" zu sein, mit Geld oder mit "Haushalt". Frauen trennen sich dann wirklich, weil sie es emotional nicht aushalten, während Männer da teilweise "abgebrühter" sind.
 
  • #29
In meinem Umfeld (Mitte vierzig bis fünfzig) folgende Beobachtung:
Die aktiven Trenner, ob Mann oder Frau, haben eher wieder eine Beziehung, die auch von Dauer ist. Das trifft sowohl auf die Frauen als auch auf die Männer zu. (Die Verlassenen wünschen es sich gern anders)
Die unfreiwillig Getrennten, also Verlassenen, unterscheiden sich durchaus.
Die Frauen bleiben länger allein (trauern allein), die Männer haben eher eine neue Beziehung. Und da ist alles dabei, von Zwischenbeziehung bis neuer Ehe.
 
  • #30
Wie üblich sind Verallgemeinerungen immer falsch! Ist gibt sowohl bei den Männer als auch bei den Frauen beides!
Es kommt darauf an wie gut/schlecht die letzte Beziehung funktioniert hat und wie verletzend das Ende war! glück den Richtigen/ die Richtige zu treffen gehört auch dazu!
 
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