• #1

Braucht man unbedingt Unterstützung bei der Kindererziehung?

Alle dürfen natürlich antworten aber besonders freue ich mich über Antworten von Leuten mit Kindern.

1) Wie viele Kinder habt ihr?
2) Wie alt ward ihr, als ihr sie bekommen habt? (Vater/Mutter wurdet)
3) Sind es absolute Wunschkinder oder evtl. durch einen "Unfall" entstanden?
4) Habt ihr euch vorher intensiv mit Erziehung/Wünschen beider Partner und Ansichten auseinandergesetzt?
5) Habt ihr euch auch gefragt, ob ihr Unterstützung braucht? (Putzhilfe, Erziehungshilfe, Aufsicht etc.)

Bei mir ist es so: Wir sind 2 Kinder. Meine Eltern sind verheiratet, meine Mutter hat nach der Geburt des 1. Kindes aufgehört zu arbeiten und war Mama / Hausfrau. Mein Vater ging 100% arbeiten und hat auch noch Studium gemacht. Das Geld hat immer gut gereicht, da mein Vater Bänker war und eine hohe Anstellung hatte. Wir hatten genügend Geld. Aufgewachsen bin ich in einem grossen Einfamilienhaus. Nichts hat gefehlt. Meine Mutter war mehr für das Emotionale zuständig, sie hat uns bei Krankheit umsorgt, ins Ballett oder Training gefahren. Sie hat auch jeden Mittag Mittagessen gekocht. Der Vater kam circa 19/20 Uhr nach Hause und hat noch gegessen und gelernt und TV geschaut. Ich hätte mir oft mehr Gespräche mit ihm gewünscht, aber es war halt so. Wie ich das ändern sollte wusste ich auch nicht.

Ich habe meine Mutter gefragt. Sie meinte, damals gab es gar nie so Kinderkrippen und die Möglichkeiten für die Frauen, weiter zu arbeiten. Grundsätzlich war es wohl schon einiges schwieriger. Trotzdem wollte sie auch für die Kinder da sein und hat sich dafür entschieden. Meine Mutter meint, sie hat grossen Respekt vor jeder Frau und jedem Mann, die Kinder alleine und ohne jegliche Hilfe aufziehen. Aber sie würde heute sagen, dass man auf jeden Fall genug Geld braucht und am besten auch eine Putzhilfe (so 1x die Woche) und auch eine Unterstützung durch Grosseltern, abwechselndes Betreuen mit Freunden die auch Kinder haben und auch Babysitter 1-2 x die Woche. Sie denkt, es ist absolut wichtig, man entlastet zu sein, die Kinder in gute Betreuung abzugeben und Zeit als Paar zu verbringen. Sie meint, wenn die Kinder mal weg sind, reagiert man auch nicht gleich gestresst und genervt wenn sie wieder um einen herum sind und ist ausgeglichener. Auch ist es wichtig, dass Frauen für ihr Selbstbewusstsein der Arbeit noch nachgehen und eine Erfüllung, Beschäftigung finden. Es ist Abwechslung, man kommt unter andere Leute, wird gefordert, verdient eigenes Geld und es ist immens gut für den Selbstwert.

Wie seht ihr das mit eurer Erfahrung? Seht ihr das ähnlich wie meine Mutter? Am besten eben doch mit Unterstützung? (Wenn man es sich leisten kann).
 
  • #2
Also ich bin 27 und habe einen 2 jährigen Sohn, mein Mann ist 36.
Wir wollten immer Kinder aber zu dem Zeitpunkt noch nicht, wollten erst unser Haus fertig gestellt haben und uns dann langsam mal Gedanken über Kinder machen.
Ich bin froh meinen Sohn zu haben und kann das was deine Mutter sagt total nachvollziehen, man stellt sich das Leben mit einem Kind so einfach vor, aber das ist nicht immer so, das Kind hat Bedürfnisse, braucht viel Aufmerksamkeit, Fürsorge, fordert dich viel, es braucht dich rund um die Uhr.
Du hast nur noch Zeit alleine mit deinem Partner wenn das Kind schläft (du bist immer abrufbereit) aber dann bist du vielleicht selber auch müde und möchtest dich ausruhen, also ist es schon hilfreich mal jemand vertrautes zu haben der mal auf das Kind aufpassen kann für ein paar Stunden um wieder Zeit mit dem Partner verbringen zu können, zusammen ausgehen zu können, sonst ist immer das Kind dabei, wo willst du es sonst lassen?
Ich denke bei einem Kind geht es noch aber ich denke mit mehreren da herrscht schon mal mehr Chaos.
Ich gehe Teilzeit arbeiten und schaffe den Haushalt nebenbei ganz gut, es sieht manchmal chaotisch aus, oft räume ich abends dann nochmal alle Spielzeuge weg und sauge einmal kurz durch, dann gehts wieder, am besten man räumt alles sofort weg (Geschirr etc.). Mein Sohn schläft nach der Kita 1,5h und in der Zeit räume ich auf und koche ich, sonst würde ich das nicht schaffen, manchmal bringe ich ihn nachmittags nochmal 2h hin und erledige in der Zwischenzeit den Einkauf. Zwei Tage die Woche arbeite ich komplett durch, da schaffe ich abends auch nichts mehr, da gibts dann ne Tk-Pizza oder was von Vortag, ne Stulle, mein Mann bringt was zu essen mit etc. hab keine Lust mich noch abends um 18 Uhr in die Küche zu stellen, mein Sohn hat mich da den ganzen Tag nicht gesehen, der möchte dann auch noch 2h was mit mir machen bevor es ins Bett geht 🥰
Ich hätte mir oft mehr Gespräche mit ihm gewünscht, aber es war halt so.
so ist das bei uns zuhause auch, mein Mann arbeitet den ganzen Tag und der kleine fragt dann auch öfters wo Papa ist, einen Tag die Woche beaufsichtigt mein Mann den kleinen außerhalb der Kitazeit, das finde ich ganz gut, so sind die beiden auch mal alleine für sich. Weil ich bin immer die Ansprechpartnerin Nr. 1 vllt bessert sich das, vor ein paar Tagen wollte ich ein Erklärungsbad nehmen aber ständig klopfte der kleine an der Tür und hat nach mir gerufen obwohl mein Mann da war und aufpassen sollte, er hat ihm versucht das zu erklären aber er hat es nicht verstanden und geweint, das tut mir im Herzen weh 😕

Unterstützung finde ich schon wichtig, man selber ist ja nicht nur Mutter, man muss auch mal nur für sich sein, ich finde das wichtig.

W 27
 
  • #3
Liebe @Anastasia23, deine Frage ist etwas kurios und - wie mir scheint - typisch für deutsche Haushalte. Warum sollte sich eine Familie, die über genug Geld verfügt, keine Putz- oder Haushaltshilfe holen? Ich spreche nicht ob reichen Familien, sondern vom Mittelstand. Im südlichen Ausland hat jede mittelständische Familie eine Putzfrau oder Haushaltshilfe in Teilzeit. Diese kosten genauso viel wie in Deutschland und müssen angemeldet werden. Allerdings sind sie dort wegen der hohen Arbeitslosigkeit leichter zu bekommen und es sind keinesfalls alle Ausländerinnen, die diesen Job machen. Ich habe den Eindruck, daß deutsche Frauen sich schämen, auf solche Hilfe zuruckzugreifen, bedeutet es anscheinend, daß sie faul oder unfähig sind, ihren Haushalt zu führen. Das ist falscher Stolz. Manche deutschen Ehemänner würden wahrscheinlich erstaunt die Augen aufreißen, wenn ihre Frau eine Putzfrau anfordern würde. Andere wären vielleicht froh über den Vorschlag, weil ihre Frau dann mehr Zeit für sie hätte. Berufstätige Frauen mit Kindern sollten auf jeden Fall eine solche Unterstützung haben, denn sie haben immer einen Doppeljob.
 
  • #4
Es heißt ja nicht umsonst man braucht ein Dorf um ein Kind großzuziehen. Diese Fixierung auf die Kleinfamilie (die ja auch in unseren Breitengraden historisch betrachtet erst seit kurzem stattfindet) ist total ungesund für alle Beteiligten. Jeder braucht mehrere Bezugspersonen (klar, in der ersten Zeit brauchen Kinder eine feste Bezugsperson, aber sobald die Baby- und Kleinkindzeit vorbei ist braucht es eben mehr) um zu lernen und zu wachsen, und ein stabiles soziales Umfeld und ein Netz an Sozialkontakten. Sieht man ja jetzt sehr gut an den Folgen des Lockdown was die soziale Isolation angerichtet hat. Und sich freiwillig in die Isolation der Kernfamilie zu begeben ist ein Fehler.
 
  • #5
Ich bin ja ein Fossil und kann die Situation Deiner Mutter bestätigen: es gab keine bezahlbare Kitabetreuung für Abgestellte mit höherem Einkommen, es gab keine qualifizierten TZ-Arbeitsplätze (außer Lehrer und sonstige Beamte). Darum musste Frau ohne ausfreichende familäre Unterstützung entscheiden: Kinder oder Beruf. Ich habe mich für den Beruf entscheiden, weil ich meine Mutter ja nur als abhängige vollkommen überforderte Hausfrau in einer unglücklichen Ehe kennengelernt habe - ein Leben, welches ich für mich nicht wollte.

Das Modell Deiner Mutter können sich heute nur noch Gutverdiener leisten (machen fast nur Männer, die downgedatet haben) und es ist für die Frau bei Scheidung ein sehr hoher Risikofaktor, weswegen es die Wenigsten tun. Außerdem ist zu erwarten, dass mit der hohen Frauenberufsquote in absehbarer Zeit Sozialleistungen wie Witwenrente und kostenfreie Kranken- und Pflegeversicherungen für Ehefrauen ab einem gewissen Alter des Kindes gestrichen werden, d.h. frau/Ehemann müssen dafür zahlen, dass sie zuhause bleibt und auskömmliche Rente gibt es dafür dann immer noch nicht.

Ich gehöre jetzt zur Omagang: 1-2 mal in der Woche ein Kind im Schlafanzug zuhause abholen, zur anderen Familie fahren, mit beiden Kindern frühstücken, die Kinder anziehen (allles stressfrei ohne Zeitdruck) und zur Kita fahren - die jeweilige Mutter geht zur Arbeit sowie ich komme.
Ich gehe mit dem Hund spazieren, evtl. für einige Familien Einkäufe erledigen, selber in Ruhe im Cafe frühstücken und nach 3 Stunden laufe ich in der Kita auf, sacke die beiden ein, nach Hause fahren, ihnen ihr vorbereites Kinderfutter .... ca 15 Uhr kommt der erste Vater nach Haus (ca. 15 Uhr) und ich bringe den zweiten Zwerg zu seinem Vater - Feierabend.

Das Konzept, welches dann auch Erziehung nach familiären Werten ermöglicht und für die Eltern recht stressfrei ist) erfordert eine ältere, nicht mehr berufstätige Generation, die Du selten hast.
Wenn Du das kaufen willst, wird es richtig teuer.
Haushaltshilfen haben beide Familien für ein paar Stunden in der Woche - können sie sich aber nur leisten bei TZ, weil sie ihre Häuser geerbt haben.
 
  • #6
Es geht alles, wenn man sich klar macht, Perfekt gibt es nicht, geht nicht.
Karriere + 1000% Mama + perfekte Hausfrau + perfekte Partnerschaft = Burnout.
Weniger Anspruch, Prioritäten setzen, gut netzwerken, delegieren, dann geht es.
 
  • #7
Ich habe drei absolute Wunschkinder, mit 29, 34 und 40 bekommen.
Ich habe als Fremdsprachenkorrespondentin gearbeitet bis zum zweiten Kind und jetzt wieder seit einigen Jahren.
Ich war sehr viele Jahre gewollt und sehr glücklich zuhause, um mich um meine fünfköpfige Familie zu kümmern.

Ich habe es geliebt voll und ganz für alle da zu sein. Mehrere Kinder zu haben war die totale Erfüllung von mir und meinem damaligen Mann.

Ich habe nie eine Putzfrau, Nanny, Babysitter oder Oma gehabt zur Unterstützung.
Ich bin sehr stolz und froh alles alleine geschafft zu haben.

Mein Exmann war täglich von 6 - 19/20/21 außer Haus, er hatte einen längeren Arbeitsweg und einen gut dotierten verantwortungsvollen Job.

Ich war sehr gerne zuhause bei den Kindern, war oft krank und war froh nicht zusätzlich arbeiten gehen zu müssen.
Das wäre ohne zusätzliche Hilfe bei den Arbeitszeiten auch gar nicht gegangen.

Ich würde es jederzeit wieder so machen.
Ich liebe Babies und Kinder, für mich war es die Erfüllung und ein großes Glück drei wunderschönen gesunden Kindern das Leben zu schenken.

Ich kenne so viele Frauen, die sich zwischen Kindern und Haushalt und Job zerreißen und auch schon einen Burn-Out bekommen haben - ich bin sehr froh dass ich mir diesen Stress nicht antun musste.

Frauen haben heutzutage eine Dreifach-Belastung.
Da war das damalige Betreuungsmodell weitaus besser.
 
  • #8
Wenn man nur Hausfrau ist hat man bestimmt genug Zeit und braucht keine Unterstützung. Ich war AE und habe es auch ohne Unterstützung geschafft mit Vollzeitjob. Man muss seine Prioritäten richtig setzen und nicht immer und überall 100 % abliefern. Bei mir konnte man nicht vom Fußboden essen, macht aber nichts, ich habe Tisch und Teller. Wichtig ist es auch sich Netzwerke zu schaffen, mein Sohn hätte in dem Fall, dass es den Schulbus verpasst hätte, vier Frauen gehabt, die ihn gefahren hätten.
 
  • #9
Puuh Du willst aber viel wissen.

ich bin von 83 und kam mit 3 vormittags in den Kindergarten. Meine Mutter(beim Versorgungsamt) ging dann TZ und als ich in die Grundschule kam wieder VZ, da ging mein Vater in Pension, der vorher nachmittags gegen 16Uhr vom Dienst kam. Um die meisten meiner Belange hat sich mein Vater gekümmert. Dadurch das meine Eltern so alt waren hatte ich keine Großeltern und mit meinen Geschwistern nichts am Hut. Eine Haushaltshilfe hatten wir solange ich denken kann, wenn meine Eltern ausgehen wollten, habe ich bei einer Nachbarin geschlafen. Bis ich so 10 war, dann wollte ich das nicht mehr. Eine schöne Kindheit.

Meine Zwillingssöhne bekam ich mit gerade 20, wir haben nicht verhütet, uns nicht auseinander gesetzt, einfach gemacht. Als die Beiden knapp ein Jahr waren haben wir uns getrennt, sie sind bei ihm geblieben, da er seine Eltern als Hilfe hatte.

Mit 34 wünschte sich mein Freund ein Kind und als ich nachgedacht hatte war es entschieden. Losgelegt, Kind Nr1, weitergemacht Kind Nr 2.

Ich bin zu Hause, habe keine Haushaltshilfe, dafür einen Gartenhelfer. Mein Mann kommt jetzt wieder gegen 14Uhr nach Hause(während Corona hatte er viel zu tun). Wir haben eine Babysitterin und Ersatzgroßeltern.

Ohne Unterstützung, nein für mich undenkbar.
 
  • #10
Frauen haben heutzutage eine Dreifach-Belastung.
Da war das damalige Betreuungsmodell weitaus besser.
Damit hast du natürlich recht. Du hast es auch gut hinbekommen. Allerdings muss man auch bedenken, dass einem dann etliche Jahre bei der Rente fehlen. In der Zeit hat man ja nichts einbezahlt. Das geht also nur dann wenn der Mann sehr gut verdient.

War es dir nie langweilig? Ich kenne viele denen es zuhause langweilig wird wenn sie überhaupt nicht mehr arbeiten gehen. Das wäre zumindest bei mir der Fall. Ich bin sehr gerne mit meiner Frau und meinem Sohn zusammen. Allerdings würde mir die Decke auf den Kopf fallen wenn ich überhaupt nicht mehr arbeiten würde.
 
  • #11
Damit hast du natürlich recht. Du hast es auch gut hinbekommen. Allerdings muss man auch bedenken, dass einem dann etliche Jahre bei der Rente fehlen. In der Zeit hat man ja nichts einbezahlt. Das geht also nur dann wenn der Mann sehr gut verdient.

War es dir nie langweilig? Ich kenne viele denen es zuhause langweilig wird wenn sie überhaupt nicht mehr arbeiten gehen. Das wäre zumindest bei mir der Fall. Ich bin sehr gerne mit meiner Frau und meinem Sohn zusammen. Allerdings würde mir die Decke auf den Kopf fallen wenn ich überhaupt nicht mehr arbeiten würde.

Nein, langweilig war es nie.

Im Gegenteil - ich habe mit drei Kindern viel ehrenamtlich gemacht, in der Kirche und in der Schule. mein Sohn hat Leistungssport auf hohem Niveau betrieben - war oft bei den Wettkämpfen in anderen Städten dabei, habe bei der Essensausgabe geholfen etc.

Mit drei Kindern hat man genug zu tun.
Habe aber auch nebenbei meine Sprachkenntnisse verbessert durch Lesen fremdsprachlicher Bücher und Anhören fremdsprachlicher Dokus.
Beim Kochen habe ich immer nebenbei englische oder französische/spanische Geschichten/YouTube Videos angehört, meistens vom Handy - wenn man das jahrelang macht baut man sein Hör-Verständnis für andere Sprachen unglaublich aus.

Also langweilig war mir nie.

Leider war ich auch viel krank (habe eine Atemwegserkrankung seit meiner Kindheit), und wenn es mir gerade super gut ging, kam garantiert eines der Kinder mit einer Infektion aus der Schule oder dem Kindergarten, und ich wurde selber wieder krank und geschwächt.
Das ging viele Jahre so. Ich habe echt sämtliche Bakterien und Viren 🦠 abbekommen 😖.
Rein gesundheitlich wäre bei meiner zarten Konstitution zusätzlich außer Haus arbeiten gar nicht möglich gewesen.

Dafür habe ich heute ein sehr gutes Immunsystem 😁.
 
  • #12
Als Kind in einer kleinen Großstadt in Westdeutschland gab es schon einen Ganztagskindergarten, leider durfte ich den nicht ganztags besuchen, was ich sehr gerne gemacht hätte, aber leider nein. So mit Mittagessen, Schlafen, weiter spielen. Als meine Tochter als das Produkt der natürlichen Verhütung geboren wurde habe ich mich selbständig gemacht, vom Boden konnte man prima essen wenn der Kühlschrank leer war, jahrelang wenig Geld, also keine Putzfrau, alleinerziehend nach kurzer Zeit, nein, nicht unfreiwillig, das war gut so. Nur Haushalt, ich wäre jetzt lebenslang weggesperrt.
 
  • #13
Ja, sehe ich so. Nur eine glückliche u. zufriedene Mama ist eine gute Mama. Deshalb sollte alles getan werden, um Müttern schon ab Empfängnis ein Leben auf rosa Wolken zu ermöglichen. Dies wäre ideal, leider sieht das heute eine Minderheit so. Ja, ich denke, eine Mama sollte immer die Wahl haben, ob sie bei ihren Kindern bleiben möchte und sollte meiner Meinung nach nicht noch zusärzlich arbeiten gehen, ausser, es ist ein tiefer Herzenswunsch von ihr.

Die harten Leben alleinerziehender Mamas, die dir vielleicht antworten und das auch ok so fanden, kennen es leider nicht anders. Sie sind aber nicht der Massstab.

LG
 
  • #14
Leider war ich auch viel krank (habe eine Atemwegserkrankung seit meiner Kindheit), und wenn es mir gerade super gut ging, kam garantiert eines der Kinder mit einer Infektion aus der Schule oder dem Kindergarten, und ich wurde selber wieder krank und geschwächt.
Das ging viele Jahre so. Ich habe echt sämtliche Bakterien und Viren 🦠 abbekommen 😖.
Rein gesundheitlich wäre bei meiner zarten Konstitution zusätzlich außer Haus arbeiten gar nicht möglich gewesen.

Dafür habe ich heute ein sehr gutes Immunsystem 😁.
Oh ja da schreibst du was.

Ich hab immer gedacht ich hätte ein sehr gutes Immunsystem aber seit dem mein Sohn in der Kita ist schleppt er alles mit an, das ist unglaublich und dann stecke ich mich bei ihm an, wenn ich Glück habe dann habe ich einen Tag nur Halsweh, wenn ich Pech habe dann liege ich direkt mit flach, anstrengend ist das 😕

Ich habe jetzt schon Sorge ihn morgen wieder zur Kita zu geben, aktuell kursiert da Hand-Mund-Fuß und ich hab ja bisschen Sorge, dass er sich das als nächstes abholen wird..
Teilweise sind aktuell so viele Kinder krank, dass die nur halb soviel Personal brauchen, weil der halbe Kindergarten krank ist. Er hat auch noch bisschen Schnupfen, vermutlich werden die eh anrufen und sagen „sofort abholen die Nase läuft“ 🙆‍♀️

Letztesmal hat er einmal Durchfall gehabt (vllt was falsches gegessen) und er durfte zwei Tage nicht zur Kita und ich musste ihn abholen. Zuhause war natürlich kein Durchfall mehr, alles total in Ordnung. Bei mehreren Kindern ist bestimmt immer was, irgendwer schleppt immer was an, da kannst du vermutlich auch gar nicht arbeiten weil du nicht dazu kommst 🙆‍♀️

Ich selber bin erst mit 5 in den Kindergarten gegangen, davor haben sich meine Großeltern um mich gekümmert 😌. Meine Großeltern waren schon etwas älter, mein Opa noch berufstätig aber meine Oma war zuhause und hat sich gekümmert, meine Eltern immer arbeiten, meine Mama hat mich mit 19 bekommen.
 
  • #15
Allerdings würde mir die Decke auf den Kopf fallen wenn ich überhaupt nicht mehr arbeiten würde.
Das ist nur so bei Menschen, die „Bespaßung“ von außen brauchen. Ich war sehr lange zu Hause, aber gelangweilt habe ich mich zu keinem Zeitpunkt. Es gab Bücher, es gab ab einer bestimmten Zeit Internet, ich denke gerne nach, ich habe meinen Kindern beim Großwerden zugesehen. Ich habe Englisch und Französisch gelernt und zum Spaß Geschichten übersetzt und lektoriert …
War spannender als jedes Büro, das ich mir vorstellen kann.

Hilfe hätte ich trotzdem brauchen können. Teilweise hatte ich die auch über die Schwiegereltern.
 
  • #16
Ich bin aktuell auch in der Lage einen Teilzeitjob, ein Haus und mehrere Kinder zu haben und kann bestätigen dass es ohne Unterstützung nicht möglich ist.

Ich denke ein Kind ist äquivalent zu einem 40 Stunden Job, bei mir geht es gerade eben mit Oma, Kindergarten und Putzfrau. Die Oma hat das Kind 15h die Woche, der Kindergarten ist halbtags und die Putzhilfe kommt 1 mal für 4 Stunden. Zusätzlich kommt etwa alle 4 Monate ein befreundeter Tischler und macht einige Reperaturen .

Der Grund warum ich denke dass es nicht möglich wäre mit weniger als den aktuellen ca 20h Unterstützung ist, dass ich trotzdem ich (außer den 8 Stunden Schlaf ) die ganze Woche durcharbeite, also keine vernünftige Freizeit habe. Ich muss wenn ich zuhause bin ständig aufräumen, emails beantworten, kochen, den Kindern bei etwas helfen . Vielleicht ein bis 2 mal habe ich 2 Stunden richtige Freizeit wo ich mir sowas unproduktives wie Tv leisten kann oder shoppen gehen.

Und trotzdem schaffe ich nicht alles, immer wieder bleiben auch richtig wichtige Erledigungen liegen so dass ich merke da stauen sich wirkliche Probleme auf, da werden Geschäfte nicht erledigt wo viel Geld verloren geht, was eigentlich nicht akzeptabel ist.

Wenn ich jetzt nochmal Kinder wollte und nicht reich genug wäre für ein bezahltes Haus und 2-3 x Hauspersonal dann würde ich in ein alternatives Wohnprojekt ziehen. Co Housing mit gemeinsamen Kindergarten, Werkstätten, Garten und Gmeinschaftsküche am Land. Gibt es ja viele. Das ist zwar psychologisch sehr sehr mühsam, wenn man 3 mal wöchentlich Plenum oder ähnliches hat und irgendwann das halbe Haus in emotionales Drama verwickelt ist , wo doch in solche Projekte auch besonders viele verrückte Personen ziehen, allerdings hat man dann einfach die gesammte Infrastruktur IM Haus. Und den Spielbereich rund ums Haus und abends alleine ist man auch nicht. Ich kenne ganz arme Freundinnen die mit 3 Kindern so leben und das klappt solange die KInder klein sind gut.
 
  • #17
Eins
2) Wie alt ward ihr, als ihr sie bekommen habt? (Vater/Mutter wurdet)
48 (meine Partnerin ist AE)
3) Sind es absolute Wunschkinder oder evtl. durch einen "Unfall" entstanden?
Wunsch, sonst hätte ich sie nicht genommen :)
4) Habt ihr euch vorher intensiv mit Erziehung/Wünschen beider Partner und Ansichten auseinandergesetzt?
Nein, die "Richtlinien" sind ihre Aufgabe. Manchmal schiesse ich ein wenig quer. Aber nur ein wenig.
5) Habt ihr euch auch gefragt, ob ihr Unterstützung braucht? (Putzhilfe, Erziehungshilfe, Aufsicht etc.)
Nein. Die Frage war überflüssig. Wir sind beide berufstätig. Sie anfangs mit 60%. Jetzt 100%.
Bei mir ist es so: Wir sind 2 Kinder. Meine Eltern sind verheiratet, meine Mutter hat nach der Geburt des 1. Kindes aufgehört zu arbeiten und war Mama / Hausfrau.
Ich finde die Situation vor Jahrzehnten mit heute nicht vergleichbar. Die Zeiten haben sich für viele Paare geändert, nicht nur bei "zusammengewürfelten" Familien. Die Frage ist aus meiner Sicht eher wie man als heute oft berufstätiges Paar hinbekommt, wenn auch die Frau einen qualifizierten Job hat. Wenn dann zwei verdienen, sollte eine Unterstützung drin sein. Bei uns Putzfrau einmal die Woche.
 
  • #18
Das ist nur so bei Menschen, die „Bespaßung“ von außen brauchen. Ich war sehr lange zu Hause, aber gelangweilt habe ich mich zu keinem Zeitpunkt. Es gab Bücher, es gab ab einer bestimmten Zeit Internet, ich denke gerne nach, ich habe meinen Kindern beim Großwerden zugesehen. Ich habe Englisch und Französisch gelernt und zum Spaß Geschichten übersetzt und lektoriert …
War spannender als jedes Büro, das ich mir vorstellen kann.

Hilfe hätte ich trotzdem brauchen können. Teilweise hatte ich die auch über die Schwiegereltern.
Nein, das ist nicht nur bei Menschen so, die Bespaßung brauchen, sondern auch bei denen, die das Geld nicht vom Baum pflücken und bei denen, deren Beruf einen Sinn ergibt, Berufung ist, Freude bereitet. 8 Selbständige wurden gefragt was sie in ihrer Freizeit machen. 6 verstanden die Frage nicht, 2 sind eingeschlafen. Ich liebe diesen Witz.
 
  • #19
Nein, das ist nicht nur bei Menschen so, die Bespaßung brauchen, sondern auch bei denen, die das Geld nicht vom Baum pflücken und bei denen, deren Beruf einen Sinn ergibt, Berufung ist, Freude bereitet.

Wir haben kein Geld vom Baum gepflückt.
Meinen Beschäftigungen bin ich so nachgegangen, wie es zum Rhythmus der Kinder gepasst hat. Ich wäre kräftemäßig nicht in der Lage gewesen, auch nur halbtags zu arbeiten. Nicht mit einem Mann, der sich nicht einbringt. Mit dem hatte ich halt ins Klo gegriffen.

Berufungen könnte ich zwanzig haben. Keine Ahnung, wie man sich da entscheiden soll, wenn man so viele Interessen hat.

(Und ich finde den Witz eher traurig. Spaß bei und an der Arbeit haben ist toll - hab ich jetzt auch. Aber keinerlei Erholungszeit betrachte ich nicht als erstrebenswert.)
 
  • #20
Das ist nur so bei Menschen, die „Bespaßung“ von außen brauchen.

Im Gegenteil - ich habe mit drei Kindern viel ehrenamtlich gemacht, in der Kirche und in der Schule. mein Sohn hat Leistungssport auf hohem Niveau betrieben - war oft bei den Wettkämpfen in anderen Städten dabei, habe bei der Essensausgabe geholfen etc.
Ich glaube euch natürlich, dass es euch nicht langweilig war. Ich finde es gut, dass du auch viel in der Kirche gemacht hast. Meine Frau hat genau so den christlichen Glauben wie ich. Du hast ja mal in irgendeinem Thread darüber geschrieben.

Ich habe es allerdings schon erwähnt, dass es dann im Alter Probleme geben kann. Wenn man Jahre lang nicht gearbeitet hat dann bekommt man auch nur eine geringe Rente da man in der Zeit nichts einbezahlt hat. Ich gehe natürlich auch mit meinem Sohn viel raus. Er spielt Fußball in einem Verein. Da ist auch fast jedes Wochenende ein Spiel.
 
  • #21
Wir haben 2 Kinder, keine Großeltern in der Nähe und arbeiten je 30/35h die Woche. Putzfrau war heute da und hat alles wieder piccobello gemacht 🥰
Die Kinder sind 2 und 6 Jahre alt und recht lang in Kita/Schule, aber da wird ihnen richtig was geboten, echt tolle Angebote. Das ist ein großartiger Ausgleich zu dem, was ich "bieten" könnte. Da sie dort so viel Abwechslung haben, ist es auch in Ordnung, wenn wir am Wochenende nix Großes machen, allerdings würde ich mir mehr Reisen wünschen, aber mein Mann sieht das nicht so.
Wir teilen uns Haushalt und Kindererziehung, das ist momentan echt eine gute Balance.
W37
 
  • #22
Ich habe es allerdings schon erwähnt, dass es dann im Alter Probleme geben kann. Wenn man Jahre lang nicht gearbeitet hat dann bekommt man auch nur eine geringe Rente da man in der Zeit nichts einbezahlt hat.

Das ist ein anderes Problem, das habe ich in der Tat. Aber es ging ja um Langeweile und Decke auf den Kopf fallen und sowas, weil man NUR zu Hause sitzt und Däumchen dreht. Dem ist aber nicht so.
Alle Vollzeit erziehenden Elternteile, die ich kenne, haben / hatten ehrenamtliche Beschäftigungen. Denen kann man als Vollzeit berufstätiger Mensch gar nicht nachkommen, werden aber dringend benötigt. Und dafür wird dann auf die Vollzeiterziehungspersonen heruntergeschaut, weil die "nichts tun". Richtig klasse.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #23
Das ist ein anderes Problem, das habe ich in der Tat. Aber es ging ja um Langeweile und Decke auf den Kopf fallen und sowas, weil man NUR zu Hause sitzt und Däumchen dreht. Dem ist aber nicht so.
Alle Vollzeit erziehenden Elternteile, die ich kenne, haben / hatten ehrenamtliche Beschäftigungen. Denen kann man als Vollzeit berufstätiger Mensch gar nicht nachkommen, werden aber dringend benötigt. Und dafür wird dann auf die Vollzeiterziehungspersonen heruntergeschaut, weil die "nichts tun". Richtig klasse.
Natürlich verstehe ich dich. Ich kenne viele die ehrenamtlich arbeiten. Da habe ich richtig Respekt. Vor allem auch, wenn es sich dann noch um Alleinerziehende handelt.
 
  • #24
Das ist ein anderes Problem, das habe ich in der Tat. Aber es ging ja um Langeweile und Decke auf den Kopf fallen und sowas, weil man NUR zu Hause sitzt und Däumchen dreht. Dem ist aber nicht so.
Alle Vollzeit erziehenden Elternteile, die ich kenne, haben / hatten ehrenamtliche Beschäftigungen. Denen kann man als Vollzeit berufstätiger Mensch gar nicht nachkommen, werden aber dringend benötigt. Und dafür wird dann auf die Vollzeiterziehungspersonen heruntergeschaut, weil die "nichts tun". Richtig klasse.
Genau, so ist es.
Ehrenamtliche Mitarbeiter werden überall gesucht, das können Vollzeit berufstätige Menschen gar nicht leisten.

Im übrigen wird meine Rente höher sein als die Durchschnittsrente von Frauen 2021. Meine eigene Berufstätigkeit, das Anrechnen der drei Kinder und 20 Jahre Ehe summieren sich zu einem für mich ausreichenden Betrag. Die Eigentumswohnung gehört mir.
Insofern habe ich keine Angst vor Altersarmut.
 
  • #25
Ich mag ja irgendwie deine Diskussionsfragen. 😉 Ich hab noch keine Kinder, daher:

Meine dt. Mutter hat sich damals in einen wilden Fischer und Schäfer verliebt und ist ausgewandert, sodass ich meine ersten ca. 5 Lebensjahre in einem winzigen Fischerdorf auf einer Insel verbracht habe. Für meine Mutter war das hart, da mein Vater, der als Kind in bitterster Armut zu zehnt in einem Raum ohne Elektrizität und nichts gelebt hat, vieles nicht nachvollziehen konnte, z.B. warum Kinder Schuhe brauchen (er hatte auch keine) oder man eine Waschmaschine braucht. Meine Mutter hat sich den ganzen Tag alleine (er war arbeiten/unterwegs) um uns Zwillinge gekümmert und viel mit uns gespielt, nebenbei viel im Familienbetrieb (Taverne, Zimmer) gearbeitet und noch ihr eigenes Handwerk ausgeübt. Das war dann irgendwann zu viel, aber nur, weil er gar nicht mitgemacht hat, sie hatte dann einen Hexenschuss, eine verschleppte Mittelohrentzündung, war völlig am Ende und dachte, sie stirbt, wenn sie nicht was macht. Also hat sie mit uns "Urlaub" daheim in Deutschland gemacht und ist einfach nicht mehr zurückgekommen.... Er war anfangs nicht so begeistert über die Kindesentführung, aber alles gut, wir haben alle ein sehr gutes Verhältnis zueinander.

Jedenfalls kamen wir deswegen nur mit zwei Reisetaschen hier an und er hat keinen Unterhalt gezahlt. Das erste Jahr waren wir auf Sozialhilfe, weil meine Mutter irgendwie zurück ins System musste. Dann hat sie sich bei Freunden Geld geliehen, selbständig gemacht und einen Laden eröffnet. Und dann eben Vollzeit gearbeitet, alleinerziehend mit 2 Kindern und ohne Unterhalt. Wir konnten uns natürlich keine Bediensteten leisten, aber es hat alles geklappt. Ihren Laden hat sie so zwischen Grundschule und Haus positioniert, dass es nur 10min Weg jeweils waren. Am ersten Tag hat sie uns beiden den Weg gezeigt, dann sind wir ihn immer zu zweit gegangen. Neben der Schule war ein Schülerladen, danach sind wir zu unserer Mutter in den Laden gelaufen, später sind wir nach dem Gymnasium direkt nach Hause. Sie hat morgens vor der Arbeit gekocht und wir haben es uns dann nach der Schule zu zweit warm gemacht. Hausaufgaben usw. haben wir alleine gemacht und oft kam auch unsere Freundin zu Besuch, dann sind wir manchmal bei ihrem Laden vorbei und haben uns Geld für Eis geben lassen. Meine Schwester und ich sind auch mit dem Hund Gassi gegangen, wir hatten einen Hund und später drei Katzen. Die Jobs waren aufgeteilt, sie hat die Spülmaschine gemacht, ich die Katzenklos .... Es war öfters mal etwas chaotisch und dreckig, aber das hat uns nicht gestört. Um 18.30 kam unsere Mutter nach Hause Irgendwie hat das alles gut funktioniert. Keine Ahnung, warum heute auch ältere Kinder rund um die Uhr betreut, bespaßt und kontrolliert werden müssen, wir haben unsere Hausaufgaben immer alleine gemacht (und waren beide Klassenbeste) und konnten uns auch selbst beschäftigen im Spielzimmer und draußen im Park, es war eine schöne Kindheit.
w26
 
  • #26
Ich habe zwei Kinder , einer erwachsen, der andere 9 Jahre alt . Ich war mit dem älteren von Anfang an alleinerziehend , mit dem jüngeren seitdem er knapp 2 war . Aber auch vorher war ich für alles alleine verantwortlich . Bei meinem älteren Sohn war ich 26 und seine ersten Jahre fand ich überhaupt nicht anstrengend, sondern war sehr glücklich . Unterstützung hatte ich ab und zu von meiner Muttee, die noch jung und fit war und von diversen Freunden . Mein Sohn besuchte die Uni-Kita seitdem er 9 Monate war und es hat ihm dort sehr gut gefallen . Mit dem zweiten Kind wurde es komplizierter alles unter einen Hut zu bringen . Ich arbeite Vollzeit , wir haben kein Eigentum , aber eher weil ich das nicht wollte . Geld für Hobbys und Urlaub ist immer vorhanden . Ich würde jungen Frauen heute raten nicht zu lange mit den Kindern zu warten denn jung hat man so viel mehr Kraft alles zu schaffen . Außerdem Augen auf bei der Partnerwahl : mit einem Mann , der ein guter Vater ist und die Frau in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung unterstützt ist man als Mutter nur halb so erschöpft . Außerdem ist es toll , Oma und Opa in der Nähe zu haben , viel besser als jeder Babysitter weil sie bestimmt gerne einspringen und die Enkel lieben . Bei meiner Mutter weiß ich dass sie sich genau so oder sogar noch besser kümmert als ich . Wenn man Vollzeit arbeiten will halte ich eine Ganztags Kita Betreuung für die beste Lösung. Von Tagesmüttern würde ich abraten , fallen häufig aus und die Qualität der Betreuung ist auch nicht gesichert . Ich habe schon seit Jahren eine Putzfrau einmal wöchentlich , das ist eine große Entlastung. Ich war beim zweiten Kind ein Jahr zu Hause und habe mich dann gefreut wieder arbeiten zu gehen . Auch wenn ich nicht alleinerziehend wäre hätte ich es nicht anders gehandhabt . Mein Beruf bringt mir viel Erfüllung und. Abwechslung . Mit den Kindern habe ich auch viel unternommen als sie klein waren und es waren immer viele Kinder bei uns zu Besuch . Wer Kinder und Vollzeitarbeit anstrebt, wird jahrelang so gut wie keine Zeit für eigene Hobbys haben .Außer man hat eine Haushaltshilfe , au pair oder Oma und Opa , die sehr viel einspringen . Ab dem Grundschulalter geht dann alles viel entspannter zu und man hat wieder mehr Zeit für sich . Meine Kinder möchte ich nicht missen , aber alleinerziehend würde ich niemandem raten , es zehrt mit den Jahren an den Kräften .
 
  • #27
1) Wie viele Kinder habt ihr?
2) Wie alt ward ihr, als ihr sie bekommen habt? (Vater/Mutter wurdet)
3) Sind es absolute Wunschkinder oder evtl. durch einen "Unfall" entstanden?
4) Habt ihr euch vorher intensiv mit Erziehung/Wünschen beider Partner und Ansichten auseinandergesetzt?
5) Habt ihr euch auch gefragt, ob ihr Unterstützung braucht? (Putzhilfe, Erziehungshilfe, Aufsicht etc.)

1) Zwei
2) 34/41 und 35/42
3) Wunschkinder
4) Nein, wir kommen aber aus ähnlichen sozialen Verhältnissen. Daher haben wir ähnliche Einstellungen zu den Themen Erziehung und Arbeiten.

5) Ich habe mir einige Dinge einfacher vorgestellt. K2 (7 Monate) ist ein sehr anstrengendes Kind und hat/hatte einen völlig konträren Schlafrhythmus zu K1 (2 Jahre) und uns. Beide zu Hause zusammen ist daher leider kaum händelbar. K1 will spielen, K2 aber schlafen und ich zereiße mich zwischen beiden. Somit war ich die letzten Monate ein paar Mal für ca. 2 Wochen mit beiden bei meinen Eltern wenn K1 aus der Kita mal wieder was anschleppte und nicht hingehen durfte.

dann stecke ich mich bei ihm an, wenn ich Glück habe dann habe ich einen Tag nur Halsweh, wenn ich Pech habe dann liege ich direkt mit flach, anstrengend ist das

Ja, das haben wir die letzten 2-3 Monate auch ein paar Mal durch. Letzte Woche hatte ich gleich drei "Wehwehchen" gleichzeitig (2 davon von K1) und habe mir mehr oder weniger einen Tag Bettruhe gegönnt, während meine Eltern die Kinder bespaßten. Sonst habe ich diese Möglichkeit leider nicht, da meine Eltern und Schwiegereltern nicht vor Ort wohnen.

Liebe Anastasia,

ich bin noch in Elternzeit bis zum kommenden Frühjahr, daher stellte sich die Frage der Betreuung bisher meist nicht. Meine Eltern sind jedoch so nett und unterstützen mich wenn ich signalisiere, dass ich gerade Hilfe brauche. Sei es, dass ich wie beschrieben, beide Kinder gleichzeitig betreue und es mich an meine Grenzen bringt oder ein wichtiger Termin, den wir ohne Kinder wahrnehmen müssen. Ohne solche Backups ist es schwierig.

Eine Putzfrau haben wir nicht. Der Haushalt wird zwischendurch, abends oder am Wochenende erledigt, je nachdem wie wir Zeit finden. Super ordentlich ist es hier nie. Da wir nicht mit Schuhen in der Wohnung laufen, habe ich aber kein Problem damit, wenn K1 oder ich die soeben heruntergefallenen Stückchen wieder aufheben und in den Mund stecken. Gefegt bzw. teilweise gewischt wird in der Küche täglich, allein deshalb, weil hier beim Essen noch viel daneben geht.
Wie es im Haus werden wird, weiß ich noch nicht. Das hat ein paar mehr qm als unsere Wohnung jetzt. Auf jeden Fall wird ein Fensterputzer kommen, denn Fensterputzen hasse ich.

W36
 
  • #28
Kinder, Erziehungspause, AE Vollzeit, mit Hobbys. Kleines, feines Netzwerk mit 2 anderen Müttern. Sonst alleine.
Ging alles, ohne Stress. Ohne Anspruch alles perfekt zu machen.
Kinder mussten immer mithelfen je nach Alter. Das ging.
Was nicht ging, rundum pampern und helikoptern.
 
  • #29
Außerdem Augen auf bei der Partnerwahl : mit einem Mann , der ein guter Vater ist und die Frau in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung unterstützt ist man als Mutter nur halb so erschöpft .
Oh ja das finde ich auch wichtig. Gestern erst wieder eine Diskussion mit meinem Mann gehabt, der ja findet er leistet mit seinem 40h Job mehr als ich mit 30h Job, kompletten Haushalt und Kind 👌 meinte er gestern ganz ernsthaft zu mir. Auslöser war wieder nur so was dummes (er sollte unseren Sohn heute früh zur Kita bringen, wie er es sonst immer tut und weil er sowieso daher fährt… wollte er nicht, ich sei ja zuhause (ich bin krank) und könnte das alles machen, er macht das nicht, dann geht der kleine heute halt nicht zur Kita).
Niemals im Leben würde ihm einfallen mich mal ausschlafen oder ausruhen zu lassen.
Letzte Woche hatte ich Fieber und schlapp (meine Mutter kam zwei Stunden und hat mir den kleinen abgenommen, damit ich mich ausruhen konnte, ohne sie würde ich manchmal wirklich alt aussehen) mein Mann konnte die Arbeit nicht früher verlassen, das beste war noch als er dann nach Hause kam und gefragt hatte ob ich gekocht habe.. ich glaube manchmal er lebt in einer anderen Welt als ich. Oder auch dieses warum er denn zuhause bleiben muss wenn das Kind krank ist obwohl er der Hauptverdiener ist?
Warum gibt es auf dieser Welt soooo viele Kerle die denken sie wären der Mittelpunkt der Welt, nur die Arbeit des Mannes wäre wichtig, deren Sport, die sich den ganzen Tag nur mit sich selber beschäftigen 🤦‍♀️ gibts auch welche die Verantwortung übernehmen können, Haushalt mit machen etc. boahhhh Wutausbruch🙆‍♀️

Jedenfalls ist der richtige Mann sehr wichtig für eine Familienplanung.
Schieß ihn ab wenn:
Er chaotisch/unordentlich ist, er sich über dich stellt, er frauenfeindliche Witze macht, er meint Hausarbeit und Kindererziehung wären Frauensache, er wenig bis gar nicht kompromissbereit ist/ schnell eingeschnappt ist, er auffällig anderen Frauen hinterher schaut, er klammert, er rücksichtslos und respektlos mit seinen Mitmenschen umgeht, er nicht mit seinem Geld umgehen kann, er irgendwelchen Süchten oder Problemen ausgesetzt ist, er nicht kochen kann, er nicht treu sein kann, er komische Ansichten oder Vorlieben hat, er keine Lust hat was gemeinsam zu unternehmen und und und..hab bestimmt noch einiges vergessen. Attraktiv aussehen sollte er dann auch noch 🦚
Wenn du dann noch Oma und Opa als Unterstützung in der Nähe hast das wäre gut 👍

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