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Gast

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  • #31
Wie frustriert und verbort muss man sein, die FSin so einzuschätzen. Sie macht niemandem einen Vorwurf. Sie hat nur ihren eigenen Stil und sagt nur, dass das Verhalten der anderen nicht ihr Fall ist.

Zunächst: ich bin weder frustriert, noch verbohrt. Dass der FS ihre Mitmenschen nicht so liegen, habe ich nicht bestritten. Die Frage ist, ob das an einem anderen Ort (z.B. in einer Großstadt) anders wäre. Vielleicht würden ihr da ihre Nachbarn auch nicht passen.

Mein Punkt ist: das Verhalten der Oberpfälzer ist einfach völlig falsch dargestellt, darüber habe ich mich aufgeregt. Wohl im Gegensatz zu Dir kenne ich die Gegend sehr gut; und auch wenn ich nicht mehr dort wohne, habe ich Freunde und Familie dort und werde die Oberpfalz immer meine Heimat nennen. Es ist ein schöner Fleck Erde mit liebenswerten Menschen. Und es stimmt schlicht und ergreifend nicht, dass die Leute dort zügellos fressen und saufen, keine Zeitung lesen und keinen Sport betreiben. Die Süddeutsche kann man in jedem Dorf kaufen, und Fitnessstudios gibt es mittlerweile an jeder Ecke wie sonst auch überall. Werde mal beim nächsten Heimatbesuch in den Studios nachfragen, wie viele Pilatesstunden die anbieten, das interessiert mich jetzt glatt. Ich vermute mal, ähnlich viel wie in meinem Studio in München.

Ich kenne auch Vegetarier und Antialkoholiker dort, die niemand deswegen schief anschaut. Dicke und dünne Menschen gibt es dort genauso viel oder wenig wie in München. Und dann die Sache mit den angeblich nicht existierenden Schulen. Darf ja hier keinen Link reinsetzen, aber kannst ja mal selber suchen. Absoluter Humbug. Bei der Beschreibung von Land und Leuten durch die FS fühle ich mich persönlich beleidigt, das habe ich ausgedrückt. Wenn man dafür als frustiert gilt, meinetwegen.

Die FS hat doch ihr Leben selbst in der Hand. Führerschein, Ausbildung, Umzug. All das sind keine unmöglichen Sachen, auch ohne großes Bankkonto - das hatte ich auch nie. Auf seine Mitmenschen muss man aber schon zugehen, wenn man nicht allein sein will - egal, wo man wohnt. Nach Gemeinsamkeiten suchen, statt sich darauf zu konzentrieren, wie anders man doch ist und daraus eine Opferrolle abzuleiten.
 
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