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  • #1

Chauffeuse für Partner, geht das?

Würdet ihr es eurem Partner nachsehen, wenn er kein Auto hätte mit der Begründung, keines zu brauchen, sich aber ganz gerne dann als euer Beifahrer niederlässt, mit eher zurückhaltender Beteiligung an den Kosten?
 
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  • #2
Das kommt darauf an, wohin die Fahrt gehen soll. Wenn der Mann die Frau zu einem Ziel begleitet, das er ohne sie gar nicht ansteuern würde, oder für das er normalerweise kein Auto bräuchte, aber sich eben der weiblichen Frisur zuliebe breitschlagen läßt, ist seine Zurückhaltung durchaus nachvollziehbar. Für mich wäre es allerdings eine Frage der Loyalität, daß Kosten stets gemeinsam geschultert werden, egal wer sie verursacht, ich zahle ja auch die Hälfte der GEZ, obwohl ich allein gar keinen Fernseher bräuchte, mit ihr zusammen aber trotzdem gerne davor sitze.
 
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  • #3
Ich hatte selbst 2 Jahre kein Auto, mein damaliger Freund auch nicht. Später hatte ich mir einen Wagen angeschafft und ihn natürlich ohne Kostenerwartung mitgenommen oder ihm das Auto geliehen. Er hat sich dann mit sehr netten Gesten revanchiert, wie Auto innen saubermachen, durch die Waschstrassse fahren oder andere Erledigungen.

Damals haben mir ständig Leute angeboten, mich mitzunehmen und sie hätten niemals Geld dafür genommen (ich fahr eh die Strecke... das ist doch kein Umweg... mach ich doch gerne...). Natürlich hab ich mich da ab und zu mit Getränkeeinladungen revanchiert.Hätten diese Menschen aber für die (innerstädtischen!) Fahrten Geld von mir erwartet, hätte ich mich echt gewundert. Entweder man bietet es an, lädt jemanden ein, oder man sagt gleich "für 5 € fahr ich Dich heim".

Etwas anderes sind Mitfahrten auf längere Strecken, z.B. Urlaub. Da wird ganz klar der Sprit geteilt.

Wie ist es denn bei Euch? Bietest Du Deinem Freund immer an, daß er mitfährt oder ihr Dein Auto nehmt (z.B. statt der öff. Verkehrsmittel oder Fahrrad)? Dann ist das für mich eine Einladung, für die Du keine "Erstattung" erwarten kannst.

Oder bittet er Dich, daß Du ihn von A nach B chauffierst und Du mußt extra wegen ihm die Fahrt machen? Dann wäre eine Kostenübernahme seinerseits durchaus angemessen.

Icch denke aber eher, daß Du öfters sagst "lass uns doch mein Auto nehmen" und er von Deiner Erwartung eines finanziellen Ausgleichs gar nichts ahnt. Da hilft nur reden, bevor Du den Ärger in Dich hineinfrisst. Ist einer von Euch denn finanziell knapp?

Wie sieht es denn bei gemeinsamen Unternehmungen, Essen gehen ect. aus? Lädt er Dich da auch mal ein, oder habt ihr streng getrennte Kasse? Wie alt seid ihr?
 
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  • #4
Schnorrer mag kaum jemand. Wer auf ein Auto verzichtet weil er keins braucht (kann ich gut verstehen), sollte dann nicht auf den Heller schauen wenn er sich fahren lässt. Ich kann gut ohne Auto leben, ist mir auch nicht wichtig, aber wenn ich mich fahren lasse, dann lad ich z.B ins gute Restaurant ein...
M52
 
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  • #5
Komisch. Ehefrauen jedenfalls kommen ganz sicher nicht auf die Idee, für's Mitfahren zu bezahlen. Und ich würde auch schon jeden guten Freund oder eine nette Bekannte gerne für lau mitnehmen. Besser als drei Sitze leer durch die Gegend zu fahren ist das allemal.
 
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  • #6
Ist doch super, wenn jemand ohne Auto auskommt. Wenn du dich als Chauffeur siehst, dann solltest du Kostenbeteiligung einfordern. Ansprechen!
 
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  • #7
Zu behaupten, man bräuchte kein Auto, sich aber gerne herumkutschieren lassen - Ich werde solche Lebenseinstellungen niemals verstehen.

w
 
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  • #8
Seid ihr Partner oder habt ihr eine Zweckgemeinschaft? Wie sehen bei euch die anderen Kostenaufteilungen aus? Gibt es Liebe in eurer Partnerschaft?

Ich habe auch kein Auto und mich würde gruseln, wenn mein Freund von mir Kostenbeteiligung für gemeinsame Autofahrten einfordern würde. Es gibt vieles, das ich für ihn tue - unentgeltlich und ohne nachzudenken.

Wer nicht kapiert, dass sich alles ausgleicht, möge vielleicht besser alleine leben und Erbsen zählen.
 
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  • #9
Das kenn ich. Erst mitfahren wollen und nix bezahlen. Da überlegt man schon, mag aber nichts sagen. Dann kommt das: Kannste nicht mal eben kurz was für mich waschen? Oder: Wenn du einkaufen gehst, dann bring mal was mit. Als ich dann für ihn bügeln sollte sagte ich nein und er machte mich furchtbar an, dass das zu einer Beziehung gehören sollte- geben und nehmen.
Dann hab ich Schluss gemacht. Es sind natürlich nicht alle Männer so, aber ich hab schon 3 solche Typen kennengelernt und lass mir da nichts mehr gefallen.
w,40
 
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  • #10
Seid ihr Partner oder habt ihr eine Zweckgemeinschaft? Wie sehen bei euch die anderen Kostenaufteilungen aus? Gibt es Liebe in eurer Partnerschaft?

Ich habe auch kein Auto und mich würde gruseln, wenn mein Freund von mir Kostenbeteiligung für gemeinsame Autofahrten einfordern würde. Es gibt vieles, das ich für ihn tue - unentgeltlich und ohne nachzudenken.

Wer nicht kapiert, dass sich alles ausgleicht, möge vielleicht besser alleine leben und Erbsen zählen.
Würde dir der umgekehrte Fall auch gefallen? Dein Partner will sich den Unterhalt für das Auto sparen und fährt regelmäßig kostenfrei bei dir mit. Darüber hinaus kommt er zu dir zum Essen, das du auf seinen Wunsch selbst gekocht hast, lädt dich aber im Gegenzug nicht ein, weil er nichts in der Wohnung hat und spartanisch lebt. Er hatte alle Zeit der Welt für eine Karriere, du hast aber viele Jahre als Hausfrau deine Kinder großgezogen und lange auf finanzielle Unabhängigkeit verzichtet. Wie siehst du die Lage jetzt?
 
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  • #11
Ganz ehrlich:
Für mich ist ein Auto lebenswichtig. Bus und Bahn finde ich unkomfortabel und ich will auch nicht mit vielen anderen Menschen dicht an dicht sitzen.
Einkaufen und Tüten schleppen geht ohne Auto auch gar nicht und Wochenendtrips ohne Auto, sondern im Zug wären für mich einfach undenkbar.
Nimmt Dein Freund denn dann und wann wenigstens ein Taxi (und zahlt dann die Fahrt)? Oder ist dann Bus angesagt? -> Super No Go!
Ich finde Männer ohne Auto unmännlich.
Gut, mit Ende 20 mag das noch in Ordnung sein, aber ich finde nur Männer mit Auto wirklich attraktiv, das Auto muss auch wenigstens ansatzweise was hermachen, also ein alter Golf oder noch Schlimmeres wären schon grobe Minuspunkte.
Ich hatte auch letztes Jahr einen Freund ohne Auto. Er meinte immer, er brauche keines, genoss es aber sichtlich, bei mir mitzufahren, zahlte niemals auch nur eine Parkhausgebühr und Taxi fahren kam für ihn auch nicht in Frage - er fuhr Bus!
Was für mich gar nicht ging, zumal ich beim abendlichen Ausgehen Kleider und Schuhe trage, die nicht kälte- und buskompatibel sind.
Für mich kommt so einer nicht mehr in die Tüte. Ne Mischung aus armer Schlucker und Geizhals? - nein danke!

w,40
 
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  • #12
Wenn er sich tatsächlich frei und mit Begeisterung Deiner Fahrdienste bedient finde ich das etwas seltsam. Ein Auto, das von beiden genutzt wird sollte auch anteilmäßig bezahlt werden.

Ich persönlich habe kein Auto. In der Mitte einer Großstadt ist ein Auto nicht praktikabel und nur zum Herumstehen bezahle ich das nicht.

Ich wehre mich aber auch dagegen von anderen herumkutschiert zu werden, weil ich damit bereits schlechte Erfahrungen gemacht habe. Viele Autofahrer sind recht empfindlich, wenn es um das Thema geht. Wenn sich eine Partnerin (meine Freundin hat kein Auto) gar nicht davon überzeugen ließe mich andere Verkehrsmittel nutzen zu lassen würde ich das Auto mitfinanzieren, sei es nur um die Geister zur Ruhe zu legen.
 
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  • #14
Dies hört sich für mich wie eine Beziehung a la Philia an. Immer alles schön gegenrechnen.
Wenn ich mich als Chauffeur anbiete, dann aus ganzen Herzen oder gar nicht.
Ich würde es nicht als gegenrechnen sehen, sondern als Teilung von Ausgaben. Wenn ich als Paar ein Auto unterhalte, finanziere ich das auch über beide.

Ich würde in so einem Fall keine Kilometer oder Tankfüllungen aufrechnen, sondern grob Halbe Halbe machen was den Gesamtunterhalt angeht.
 
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  • #15
Trenn dich am besten, sowas geht ja gar nicht. Ist doch klar, dass der dich nur ausnutzt und sich auf deine Kosten ein schönes Leben macht!! Vermutlich ein asozialer Schnorrer, und ein unmännliches Weichei noch dazu. Hast du dich selbst nie gefragt, wie du dich auf so jemanden einlassen konntest? Ohne Auto? War doch eigentlich klar, worauf er aus ist, oder? *Ironie off*

Und nun mal Ernst: Wie du schon sagst, er ist Beifahrer. Ich nehme an, du fährst die Strecke ohnehin und machst keíne Extra-Touren für ihn? Das wäre mal eine interessante Info, die du verschwiegen hast.
Ich empfinde es als äußerst kleinkariert und engstirnig, alles auf Heller und Pfennig aufzurechnen. Meine Güte, irgeneinen materiellen Nutzen wirst auch du von der Beziehung haben, und sei es nur, dass er dir handwerklich hilft, du bei ihm isst oder er dir deine Balkonblumen pflanzt. Eine Beziehung ist ein Geben und Nehmen, aber es scheint eine tief sitzende Angst sich zu verbreiten, dass die Waage kurzzeitig zu den eigenen Ungunsten steht. So ist es aber nun mal - es lässt sich nicht alles aufrechnen. Wer nicht dazu bereit ist, sollte sich eben auf ´keine Beziehung einlassen.
 
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  • #16
Zu behaupten, man bräuchte kein Auto, sich aber gerne herumkutschieren lassen - Ich werde solche Lebenseinstellungen niemals verstehen.

w
Es ist meist keine "Lebenseinstellung" (im Sinne von alternativ, Umwelt schonen ect.) , wenn man kein Auto hat, sondern oft eine ganz rationale Rechnung. Wenn man allerdings einen auf Öko macht und "aus Prinzip" wegen der Umweltbelastung kein Auto hat, sollte man auch nicht in fremden Autos mitfahren, sprich nicht Wasser predigen und Wein trinken.

Als ich mein Auto abschaftte, stand es vorher meist nur rum, Jahresfahrleistung max.3.000 km, kostete mich aber wegen der Fixkosten schlappe die 50 € im Monat +50 € Garage! Das Geld hatte ich dann für öff.Verkehrsmittel oder Taxi zur Verfügung.

Allerdings wurde mir in der autolosen Zeit wirklich ständig ANGEBOTEN, mich mitzunehmen (ich habe nie darum gefragt oder darauf "spekuliert"). Soll ich da nein sagen und in die Straßenbahn steigen? Du stellst es so dar -und auch die FS scheint so zu denken-, dass jemand sein Auto abschafft mit dem Vorsatz, sich ab sofort ganz bewusst auf Kosten von Autobesitzern "herumkutschieren" zu lassen, um sich daran zu bereichern.

Wie stellt die FS es sich denn vor? Sie selbst fährt mit ihrem Auto zum Ziel und ihr Freund -wenn er nicht fürs Mitfahren zahlt- mit den Öffis oder dem Fahrrad? Sie äußert sich ja leider nicht mehr, aber falls es sich um innerstädtische Fahrten handelt, die sie selbst bequemerweise mit dem Auto macht, dann könnte sie doch alternativ mit ihrem Freund mit Rad oder Bus fahren.

Ich halte das für ein kleinkariertes Aufrechnen, was sie betreibt und für ein Zeichen, dass die Beziehung nicht stimmig ist. Es scheint mir nicht die Situation, dass die beiden zusammenleben, jeder nutzt das Auto und nur einer trägt die Kosten. Ausserdem scheint ihr Freund ja irgendwie doch die Fahrten zu bezahlen, denn sie schreibt selbst
...mit eher zurückhaltender Beteiligung an den Kosten?
Liebe FS, beantworte doch mal die diversen Fragen und erkläre bitte, wie seine Kostenbeteiligung konkret aussieht?

w, 51
 
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  • #17
Benzinkosten werden geteilt wenn es an ein gemeinsames Ziel geht, das ist ja wohl logisch.
Nicht penibel nach KM, aber mal tankt der eine, mal der andere.
So wie die FS es beschreibt klingt es aber eher für mich wie nach meinem Ex:
Er musst was transportieren und meinte, ich kann es ja schnell machen, er bräuchte mit ÖV so lang usw...
Habe ihn abgeschossen, denn er war auch der Typ im Restaurant „ich nehme nur einen Salat“ aber dann so lange von meinem Teller „probierte“ dass er mehr hatte wie ich und dann die RG exakt aufrechnen oder sogar zu sagte: Bezahl du, ich hatte ja nur den Salat“
Sich selbst im Club nur Wasser holen und dann meine Drinks „probieren“, billigsten Prosecco mitbringen aber dann den teuersten Wein reinschütten usw.

Abschiessen, denn wertlos ist alles was ich dazu sage-du bist ausser deinem Nutzen auch wertlos für ihn
w, 41
 
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  • #18
FS @ #15: Ich glaube wir gehen von unterschiedlichen Prämissen aus. Prinzipiell sind Mann und Frau verschieden zu bewerten: die Frau bekommt naturgemäß und wünschenswerterweise mehrere Kinder im Leben und verzichtet dafür mindestens 1 Jahrzehnt auf eigenes Einkommen, im Idealfall noch länger. Somit wird der Partner, der ja, sofern er was taugt, finanziell besser dastehen sollte, die Partnerin eher unterstützen als umgekehrt. Wenn nun das Argument des armen ausgesaugten geschiedenen Ehemanns kommt muss ich gleich widersprechen: nach einer Scheidung steht in 99% aller Fälle der Mann immer noch besser da als die Frau mit Kindern. Umso mehr nach dem neuen Scheidungsrecht.
 
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  • #19
Hier nochmal FS: es handelt sich nicht um "innerstädtische" Fahrten, denn ich lebe in der Provinz, die nächsten Großstädte liegen 100 km entfernt und es gibt nur sehr bescheidene und zeitraubende Busverbindungen in die umliegenden Kleinstädte. Bei unseren Fahrten handelt es sich um gemeinsame Ausflugsfahrten, meist um ein gemeinsames Hobby zu betreiben. Diese Fahrten konnte ich mir in dieser Häufigkeit allein nicht leisten.
 
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  • #20
Hallo FS. Das ist nicht fair. Wenn ihr weit fahrt, dann muss er auch was dazugeben. Bezahlt er denn jedenfalls mal ein Essen oder so? Dann ist es ja ok. Wenn nicht, hätte ich gemeinsame Unternehmungen zurückgeschraubt und ihm das auch gesagt.
 
  • #21
Lass dich nicht ausnutzen! Ich hatte so was nur im Freundeskreis: eine Freundin, die immer die Autolosigkeit propagiert hat, aber wenn jemand mit Auto bei ihr zu Besuch war, kam immer: wenn du schon da bist, dann können wir doch gleich mal für mich in den Supermarkt fahren... Oder für irgendwelche Pläne immer: kannst du mich abholen, ich schaff es mit dem Bus nicht mehr (20 Min. Vor dem Treffpunkt) - diese Dame gehört mittlerweiep nicht mehr zum Freundeskreis.