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  • #1

chronische Unzufriedenheit, wer kennt diese Situation?

Wer von Euch kennt den Zustand der "chronischen Unzufriedenheit"? Ich meine nicht Depressionen. Meine momentage Lebenslage könnte fast nicht besser sein. Ich bin mit meinem Traummann verlobt, habe eine tolle Familie und einen Job, den ich sehr mag. Einen großen Bekanntenkreis, keine Geldsorgen, und wurde zudem mit gutem Aussehen gesegnet. Ich führe ein Leben, für das mich sicher viele beneiden. Trotzdem: Ich bin oft unzufrieden, unsicher und finde immer Gründe, um meinem Partner meine Unzufriedenheit zu präsentieren und ihn manchmal sogar mit hineinzuziehen. Hat jemand etwas ähnliches erlebt?
 
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  • #2
Verstehe ich nicht. Ich tippe trotzdem auf Depression.
Ich an deiner Stelle wäre so glücklich..
 
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  • #3
Kann ich gut nachvollziehen. Mir geht es manchmal ähnlich. Eigentlich fehlt es einem an nichts und egal wie gut es einem auch geht, man ist trotzdem unzufrieden und meckert rum. Und leider präsentiere ich ähnlich wie Du liebe Fragestellerin meine Nörgelei auch noch meinem Partner, wodurch der auch angenervt ist. Ich fürchte, diese Unzufriedenheit habe ich von meiner Mutter geerbt. Es hat mich immer an ihr genervt und jetzt mache ich es selber so. Das erschreckt mich schon. Mit Depression hat das meiner Meinung nach nichts zu tun. Versuche Dein Verhalten bewusster zu reflektieren und dann konkret dagegen anzugehen.
Chronische Unzufriedenheit kann dazu führen, dass Du Deinen Partner verlierst, weil er irgendwann extrem angenervt ist und es nicht mehr hören kann.
 
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  • #4
Ist es wirklich chronische Unzufriedenheit?

Mit 20 Jahren hatte ich das Gefühl, alles erreicht zu haben, was ich wollte (verheiratet, Hausbesitzerin, gute Ausbildung und gut bezahlter Job, ein Kind war noch kein Thema - kam aber zwei Jahre später). Ich war unzufrieden.......bzw. fragte ich mich: Was kommt jetzt noch? Kann das alles gewesen sein? Soll das bis zum Rentenalter so bleiben?

Nein, es ist nicht so geblieben, zum Glück! Inzwischen habe ich mehrere Jobs gemacht, bin zweimal geschieden, zwei Kinder und kann mir nicht vorstellen, dass es keine Bewegung mehr in meinem Leben gibt. Im privaten Leben möchte ich langsam ankommen, Ruhe finden! Da hätte ich mir keine Scheidung gewünscht, denn es ist immer wie ein kleiner Tod.

Beruflich habe ich das Ende mit Sicherheit noch nilxbbqcht erreicht. Wenn ich mit meiner Leistung zufrieden bin, dann suche ich nach neuen Herausforderungen. Und das ist gut so! Das ist für mich Bedürfnisentwicklung und Bedürfnisbefriedigung im sozialen/kulturellen Bereich.

Ich könnte mir auch vorstellen mein Haus zu verkaufen, zu verschenken, zu vermieten....Meine Hobbys habe ich auch gewechselt: Klettern ca 2 Jahre, Tauchen ca 2 Jahre, Karneval und Tanzen ca 12 Jahre. Ich fahre auch Rad, Inliner, Schlittschuhe und schwimme.

Das Streben nach Neuem .....meinst Du das?.....ist das Unzufriedenheit? Also für mich nicht.
Probier was Neues in Deinem Leben aus..... vielleicht geht es Dir dadurch besser!! Mir hilft es ungemein und ich habe noch so viel vor!

w40
 
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  • #5
Mein Exfreund ist so. Er war mit nichts zufrieden, obwohl er in einer sehr angenehmen Situation lebt. Ich habe durch das zusammenleben irgendwann dahinter schauen können. Er ist Perfektionist, dh. Alles was gut ist, könnte bei weitem besser sein. Es ist ihm nicht wichtig, in der Realität zu sein, das, was sein könnte, was er sich erträumt, interessiert ihn viel mehr. Er hat einen extremen Selbsthaß, hält sich für einen hässlichen, unperfekten Menschen, der Liebe nicht verdient hat und sie nicht genießen kann. Das projiziert er auch auf seine Nächsten, die nicht schön genug sind, sich falsch verhalten etc.
Das ist sehr destruktiv. Du hast es aber erkannt und das st schon mal eine Menge.
Dann ist der Weg es zu beherrschen bzw. Sich mit seinen inneren Dämonen zu versöhnen, nicht weit. (ausgenommen PMS, das ist leider so ;)
 
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  • #6
Ja, das giebt es. Könnte eine Form von Depression sein, gaube ich aber nicht.
Würde auch meinen, dass es eine eigene Form von Krankheit ist.
Die Hilfe aus dem Umfeld, oder von Fachkräften ist meist sehr dürftig.
Alle ziehen sich zurück und wollen nicht angesteckt werden.
 
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  • #7
Dies ist kein Scherz. Ich hörte von einem ähnlichen Fall, allerdings betraf es einen Mann.
Bei ihm kam das Glück in allen Bereichen so geballt das er damit nicht mehr klar kam.
Es war vermutlich eine Art emotionaler Überlastung. Nur eben durch positive Ereignisse.
Er musste dann eine stationäre Psychotherapie machen. m
 
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  • #8
Die Frage war, wer diese Situation kennt. Kann ich nur sagen: Ich nicht. Ich lebe in einer ähnlichen Situation, mein Leben ist ausgefüllt und ich kann das nicht nachvollziehen.
 
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  • #9
Das Leben hat auch noch eine spirituelle Seite: Wer bin "ich"? Wo war "ich" bevor ich geboren wurde? Was passiert mit "mir" nach dem Tod? Es kommt ein Zeitpunkt im Leben, ab dem man sich zwingend mit diesen Fragen auseinandersetzen "muss". Hilfreich kann dabei das buddhistische Geistestraining sein. Auch der Zustand der Unzufriedenheit ist antrainiert und kann durch entsprechende geistige Übungen (Zuhören und Lesen, Kontemplation, Meditation) verändert werden. Der Zustand der Zufriedenheit erfordert auch geistige Disziplin, insbesondere, wenn man kein Naturtalent ist. Leider wird dieses Wissen nicht unseren Schulen vermittelt.
 
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  • #10
FS,

du scheinst noch realtiv jung zu sein. Verbringe doch mal deinen Urlaub in einen Projekt in einem armen Land, helfe dort wirklich armen Menschen, befasse dich mit dem Unglück dieser Menschen. Dann wirst du ein ganz anderes Bild von der realen Welt bekommen, dann wird sich deine innere Balance ins Gesunde verschieben. Du wirst bescheidener werden, du wirst weniger klagen, du wirst die Welt ganz anders betrachten.

Betrachte deine Familie. Lebte dir vielleicht jemand seitens der Eltern dieses Verhalten vor?

Es gibt kostenlose Lebensberatungsstellen, wo dir eine Fachkraft helfen könnte, ohne gleich eine Therapie machen zu müssen, welche Ursachen deine innere Unzufriedenheit, deine Unsicherheit herkommen, obwohl äußerlich gesehen, du anscheinend ein gutes Leben hast.

Erwartest du wirklich, dass ein Mann an der Seite einer Frau, genug Geld, das Vorhandensein einer Familie und ein Freundeskreis einen Menschen allein glücklich machen kann?

Mir scheint, dass du innerlich nicht ausgeglichen bist. Das muss seine Gründe habe.

Mache dich auf die Suche nach deinem Selbst. Es gibt dazu wirklich gute, nicht esoterische oder Spinnerliteratur.

Viel Erfolg.

w 47
 
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  • #11
Es fehlt dir eben doch etwas!!!

Chronische Unzufriedenheit (Depression) kommt auch durch mangelnde Bewegung oder schlechtem Essen.

Gehe doch mal täglich mindestens eine halbe Stunden an die frische Luft und koche dir was Gesundes. Du wirst sehen, deine Laune wird sich bessern.
 
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  • #12
das kenne ich. (w35) das ist mir so gegangen, nachdem ich alle meine Ziele recht schnell erreicht hatte. netter Mann (wie ich dachte), der Job, den ich immer wollte. Irgendwann stellte sich dann die Leere ein. Irgendetwas fehlte. Vielleicht hatte ich jetzt auch einfach nur die Zeit, zu bemerken, dass etwas fehlte. Worauf jetzt noch hinarbeiten? Also meinte ich, Hauskauf und Familie kämen als nächstes dran - aber irgendwie die Angst: Bleibt das jetzt immer so? War das alles?
Dann kam es anders als geplant, meine heile Welt zerbrach: Mein damaliger Lebensgefährte hat mich vor die Tür gesetzt, ich habe versucht, in einer anderen Stadt neu anzufangen. Neuer Job, keine Freunde hier.
Als ich einen neuen Mann kennenlernte - meinen absoluten Traummann, ich hätte nicht gedacht, dass es das gibt - war ich trotz unsicherer beruflicher Situation glücklich. Durch ihn wurde mir klar, dass meine alte Beziehung alles andere als okay gewesen ist. Nur wollte oder konnte ich das damals nicht sehen. Leider hat die neue Beziehung nicht gehalten.
 
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  • #13
Von außen betrachtet, hast Du alles was zum Glück dazugehört - Du bist aber trotzallem unzufrieden. Für mich liegt der Grund klar auf der Hand: Kann es sein, dass all das was Du hast, was Dich umgibt, dass Du das alles erreicht, gemacht hast, weil es "sich so gehört", weil es so von Dir erwartet wird? Hast Du für Dich mal selbst klargemacht, was DU willst? Ist es das? Ich glaube dass Du ziemlcih fremdbestimmt unterwegs bist (so wie extrem viele andere Menschen auch) und Dich mit Dir selbst noch gar nicht auseinandergesetzt hast, was eigentlich DU SELBST willst. Schau hin, was Du alles hast und prüfe und geh in Dich, ob Du es wieder so machen würdest, ob DU es bist, die es so will, wenn ja, dann ist es prima, wenn nein, dann liegt da Deine Unzufriedenheit. Bei Fremdbestimmung erfüllt man Erwartungen, die man meint erfüllen zu müssen. man meint, dass andere eine Erwartungshaltung an unsere Person haben, man spielt eine Rolle, die einem irgendwann aufgetragen wurde (begonnen als Kind). DAs soll ja nicht heißen, dass das was man da dann alles tut, alles komplett schlecht ist, aber man muss ganz wichtig auch schauen, ob es auch das ist, was man wirklich selbst mit sich vereinbaren kann.
 
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  • #14
Mach Dir bitte keine unnnötigen Gedanken, Du bist eine Frau. Da ist das völlig normal.

Ich würde mir Gedanken machen, wenn ich eine Frau finde, die zufrieden ist ... :)

LG, M, 48
 
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  • #15
FS: @#13: klasse :) du hast mich soeben zum lachen gebracht :)
Ich habe viele gute Tipps von Euch bekommen, vielen Dank. Was mich zum nachdenken gestimmt hat war das Thema: Bewegung! Ich mache viel zu selten Sport, und das werde ich jetzt ändern, dadurch ist man innerlich wahrscheinlich viel ausgeglicherner. Der Vorschlag mit dem Hilfsprojekt hat mir auch fegallen. Sowas habe ich während des Studiums 2 Wochen gemacht, und es hat mich sehr glücklich gemacht. Vielleicht werde ich mir dann was längerfristiges suchen. Dass ich fremdbestimmt ausgewachsen bin, ist auch etwas wahr. Ich habe meistens alles so gemacht, wie es die Familie und Gesellschaft "verlangt". Das einzige, was mir große Sorgen bereitet ist ja, dass mein Partner das ständig abkriegt, meine Unsicherheit, Nörgeleien, ...Man muss versuchen sich in den jeweiligen Situationen zu kontrolieren!
 
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  • #16
liebe unbekannte, vielleicht ist nicht alles so rosig wie du glaubst. vielleicht fehlen dir auch die kontraste weil es dir zu gut geht. ich würde manchmal gerne mit dir tauschen.
wie wäre wohltätige arbeit?
vielleicht ist dein leben zu fad weil es zu harmonisch ist (das könnte mir nicht passieren).
ich bringe mir immer selber veränderung.
 
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  • #17
Anmerkung der Moderation:
Sie sind herzlich eingeladen eine neue aktuelle Frage in unserem Forum zu stellen. Vielen Dank.
 
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