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  • #1

Darf der Vermieter meiner ex mir Hausverbot erteilen?

Vor ein paar Monatenm hatte ich einen Streit mit meiner exfreundinn in ihrer Wohnung, dabei hat sie mich aus der wohnung geworfen und als sie die trüre hinter mir zugeknallt hat ist die Glastüpr kaputt gegangen.Der Vermieter der oben drüber wohnt hat es nicht mitbekommen as ich das nicht war und meine ex hat ihm erzählt sie hat die tür im afekt kaputt gemacht. Deswegen soll ich jetzt den kompletten schaden zahlen. Ausserdem habe ich ein Hausverbot von seinem anwalt bekommen. Jetzt kann ich nicht mehr meine Tochter in dem Haus besuchn und meine x stellt das ganze auch nicht wieder klar, sie sagt ich könnte gerne kommen aber der Vermieter würtde die polizei rufn.....Was kann ich jetzt erwarten? Muss ich das Hausverbot aktzeptieren?
 
  • #2
Auf jeden Fall darf Deine Ex Dir Hausverbot erteilen und sollte das auch unbedingt tun. Du hast in ihrer Wohnung rein gar nichts mehr verloren und für die Ausübung des Umgangsrechts ist es nicht erforderlich, die Wohnung des Ex zu betreten. Ganz im Gegenteil sollte das Eindringen in die Privatsphäre des Ex vermieden werden.

Also vorab der Rat: Akzeptiere das Hausverbot einfach bezüglich der praktischen Auswirkungen, denn Du hast dort nichts verloren. Übernimm und übergib Dein Kind vor der Tür und fertig. Streiterein um ein Hausverbot oder gar gerichtliche Mühen darum sind doch albern, wenn Du eigentlich ohnehin nichts dort zu suchen hast. Lass es laufen, verhalte wenigstens Du Dich erwachsen und reif und abgeklärt. Wenn ein simpler Besuch zu solchen handgreiflichen Streitereien führen kann, dann ist Abstand angesagt und nicht juristische Kleinarbeit.

Mach Deiner Ex aber klar, dass Du das Umgangsrecht selbstverständlich ausüben wirst und Deine Tochter demzufolge unten vor der Tür in Empfang nimmst und auch wieder zurückgibst.

Ob der Vermieter das Recht zu einem Hausverbot hat, weiß ich einfach nicht. In unserem Rechtssystem kann ich mir gut beide Lösungen vorstellen. Letztlich ist ein Schaden eingetreten und zumindest ein Hausverbot in Absprache mit Deiner Ex wäre für mich folgerichtig. Entgegen Deiner Ex wird ein Vermieter das wohl nicht dürfen und generell stellt sich die Frage, ob Du nicht andere Mieter in dem Haus auch weiterhin besuchen dürfen können müsstest. Aber sieh es bitte wirklich einfach so pragmatisch wie ich im obigen Ratschlag angedeutet habe.

Beachte auch die allgemeinen Trennungsratschläge: Vollständiger Kontaktabbruch soweit es geht (hier also: mit Ausnahme des Umgangsrechts mit Deiner Tochter). Erinnerungsstücke entfernen, auch geistig Abstand gewinnen, nicht immer dran denken und grübeln, sondern stattdessen viel ablenken und nach vorne schauen.
 
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  • #3
Ich bin kein Anwalt, aber Folgendes sagt mir mein gesunder Menschenverstand.
1) Du hast die Tür nicht kaputt gemacht und musst deshalb auch nicht für den Schaden aufkommen. Die Tür hat deine Ex kaputt gemacht, und deshalb muss sie zahlen. Du könntest ihr aber als Geste des guten Willens anbieten, einen Beitrag zu leisten.
2) Mag ja sein, dass ein Vermieter ein gewisses Recht hat, Hausverbote zu erteilen. Allerdings kann deine Ex in ihre Wohnung einladen, wen sie möchte, zumal du dir nichts hast zu Schulden kommen lassen. Sonst könnte der Vermieter ja theoretisch jeder Person Hausverbot erteilen, und der Mieterin dürften keinen Menschen mehr in ihrer Wohnung empfangen. Das ist Unsinn. Wenn dich also deine Ex in ihre Wohnung einlädt, damit du deine Tochter besuchen kannst, kann der Vermieter das nicht verbieten.
 
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  • #4
Auch als Nichtjurist krieg ich ein paar Regelungen zusammen gekratzt, die hier greifen. Das detailierte Wissen um jedes Gesetz und jede Anordnung hat man ja sowieso auch ohne Studium haben. Denn wenn Du nicht jede Entscheidung in Deinem Leben so triffst, wie ein Gericht sie nach stunden- bis monatelanger Beratung auch treffen würde, dann setzt es Strafe.

Wenn Dir Türe zur Wohnung gehört hat der Vermieter hat in der Sache exakt überhaupt nichts zu melden. Er ist nur Eigentümer einer Sache, deren Besitzerin Deine Ex ist. Das einzige Recht das er hat ist, dass Deine Ex die Wohnung irgendwann mit reparierter Glastüre zurückgibt.
Die Türe hat der Verursacher des Schadens selbstverständlich zu ersetzen. Laut Deiner Schilderung ist das Deine Ex - schliesslich hat sie die Türe zugedonnert.
Ein Anwalt der in einer solchen Situation Briefe verschickt sollte eigentlich Ärger mit der Anwaltskammer bekommen. Immerhin beweist er absolute fachliche Inkompetenz. Er ist entweder gewissenlos weil er bewusst falsch agiert oder so unfähig, dass er eine Schande für seine Zunft ist.

Falls Die Türe zum Haus gehört, in der die Wohnung liegt (z.B. Haupteingangstüre), dann bin ich mir nicht so sicher. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass das Wegerecht zu einer Wohnung nicht unter die selben Regelungen fällt wie die Wohnung selbst. Das würde sonst das ganze Gedankengebäude ad absurdum führen.
Ein Vermieter kann keiner X-beliebigen unbescholtenen Person den Zugang zur Wohnung eines seiner Mieter verweigern. Randaliert und die Tür beschädigt hast zudem nicht Du sondern Deine Ex. Wärest Du es gewesen, dann hätte der Viermieter möglicherweise einen Hebel.
Den Anwalt würde ich in dem Fall nur als dreist bezeichnen - falls der Brief eine korrekte Begründung enthält, woraus er das Recht ein Hausverbot zu erteilen, herleitet. Falls nicht gilt das schon gesagte.

Die einzige Person die ein Hausverbot erteilen kann ist Deine Ex. Die dafür um so leichter.
Gegen den Anwalt würde ich schon aus Prinzip versuchen vorzugehen. Das hat aber nichts mit der Sache mit Deiner Ex zu tun.
 
  • #5
@#3: Nun halt mal den Ball etwas flachen. Der Anwalt geht natürlich davon aus, dass es sich so verhält, wie die Mieterin beschrieben hat. Auf was sonst sollte er sich stützen?

Zweitens sollten man Klagen und gerichtliche Auseinandersetzungen versuchen zu vermeiden. Gegen einen Anwalt "vorzugehen" endet doch fast mit Sicherheit nur mit vergeudeten Ressourcen.

Richtig ist nur, dass die Mieterin natürlich ein Hausverbot für ihre Wohnung erteilen darf und in diesem Fall in beiderseitigem (!) Interesse auch sollte. Richtig ist ferner, dass der Fragesteller sich selbstverständlich von dem Objekt fernhalten sollte. Die Wohnung gehört der Ex. Dort hat er rein gar nichts mehr zu suchen.

Alles andere ist Hickhack und wird nur Kosten, Mühe und Ärger verursachen ohne irgendeine posirive Auswirkung. Menschen wie #3 die immer gleich "verfolgen" und "gegen vorgehen" sind mir ein Graus -- wir brauchen schnelle, unkomplizierte, pragmatische, gerechte Lösungen und keine Rechtsstreitereien, die absehbar ein gar nichts bringen.
 
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  • #6
#4:
Nicht alle glauben so stark an Deine Prinzipien des Totalen Kontaktabbruchs, dass sie sogar ein Hausverbot als für beide Seiten positiv erachten.

Vielmehr wird es in den meisten Fällen vernünftig ablaufender Trennungen (zu denen zerstörendes Türenschlagen allerdings wahrscheinlich nicht gehört) so sein, dass der/die Ex gar kein Interesse hat den Partner in seiner Wohnung aufzusuchen, so dass ein Hausverbot schlicht und ergreifend überflüssig ist.

Wenn gemeinsame Kinder beteiligt sind, sollte man sich ausserdem überlegen, ob nicht im Interesse der Kinder ein würdevollerer Umgang miteinander möglich ist, als den Expartner - der immer noch der Vater/die Mutter des Kindes ist - keinesfalls weiter als bis zur Haustür zu lassen oder gar das Kind auf irgendeinem Rastplatz zu übergeben.

Zu einem würdevollen Umgang gehört allerdings auch, solche - im Vergleich zu den sonstigen Umgangsrechtsstreitigkeiten - Kleinigkeiten wie die Frage, vor welcher Türe man das Kind in Empfang nimmt, nicht unbedingt vor Gericht auszutragen.
 
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  • #7
@4, bin #3
Der Anwalt hat nicht als Vertreter der Frau gehandelt sondern im Namen des Hausbesitzers. Das ist hier ja das Problem. Die Frau hat der Beschreibung nach kein Hausverbot verhängt.

Ob sie das tun sollte oder nicht steht hier garnicht zur Debatte. Aus dem Thema sollten sich Aussenstehende nach Möglichkeit raushalten. Ansonsten gebe ich in der Sache #5 recht.

Wenn ein Anwalt, der ohne rechtliche Grundlage Angstmachbriefe verschickt, Ärger bekommt und solch einen gesellschaftsschädlichen Schwachsinn in Zukunft unterlässt, dann ist das schon eine positive Auswirkung. Solche Schulhofrüpelmethoden gehören ins Arsenal der Mafia, nicht in Kanzleien.
 
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  • #8
ich danke euch für die antworten. Ich werde den rat beherzigen das ich nicht mehr in ihr privatleben eindringe auch wenn sie das manchmal wünscht. dem Hausverbot und diesem anwalt aber werde ich entgegen gehen mit meinem anwalt. Da ich den schaden nicht verursacht habe sondern sie.

Es ist aber auch so das ich nicht in der wohnung war um meine ex zu besuchn, sondern bin sehr oft darum gebeten worden die kleine nur mal ins bett zu bringen, danach fragte mich meine ex ob sie mal weg gehn könnte und ich solange auf das kind aufpassen kann. selbstverständlich hab ich ja gesagt und da sie meißt bis morgens um 4.00uhr unterwegs war hab ich auch dort geschlafen. am nexten morgen kam meine ex nich ausm bett und ich hab die kleine fertig gemacht für den kiga und hab sie auch dort hin gebracht. Danach musste ich wieder in die wohnung weil ich das auto von meiner ex benutzt hatte. sie schlief dann meißtens noch obwohl sie längst auf der arbeit sein musste, ich habe nur versucht ihr zu helfen, daa hab ich die wohnung aufgeräumt und geputzt und ein essen zubereitet. danach bin ich mit dem bus wieder nachhause gefahren. Diese Ausnutzerei ging mehrere monate und ich habe mich nie beschwert. Ich war einfach froh den schein einer intakten Familie vorzuleben. Leider bin ich dabei auf der strecke gebliebn und am ende kommen mir jetzt anzeign ins haus und ich muss immernoch schluckn wenn ich daran denke das meine ex täglich cannabis konsumiert, jedes wochnende auf Technopartys unterwegs ist und ich nichts dagegn tun kann und auch nicht will. Ich nehme die kleine seitdem jedes Wochnende zu mir, sie hat jetzt einen ganztagskindergarten und ist so wenig wie möglich bei der Mutter. Da diese mich aber als ehemaligen Drogenabhängigen Frauenschläger hinstell, egal vor wem kann ich nichts machen. Ich könnte natürlich auch mit der Wahreit rausrücken aber wo? Und hatt es überhaubt sinn? Da nach aussen hin alles so aussieht als wäre sie eine Hartarbeitende Alleinerzihende Mutter. Sie arbeitet bei ihren Eltern im Betrieb der bald wegen ihr pleite macht weil sie ständig geld klaut. Alles was ich noch will ist meine Tochter, auch wieder Arbeit finden sowie bei meinen Eltern ausziehen. Ich bin nach diesem Streit mit der Tür in eine Therapieeinrichtung gegangen um vom Kiffen weg zu kommen. heute besuche ich einmal die woche eine ambulante Therapie in der ich gelernt habe das ich nichtmal ein Suchtmensch bin. Es ist hart aber ich versuche mich ja rauszuhalten. Aber wie lange wird das gut gehn?
 
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  • #9
Hallo lieber FS,
ich muss dir in einem widersprechen - Du bist ein Süchtiger, auch wenn du vielleicht "trocken" bleibst, was ich dir wünsche. -Gibt es bei den Ex-Kiffern keine so Selbsthilfeeinrichtung, wie bei
den Alkoholikern?
Welche Beweise kannst du beibringen, um nachzuweisen - in der Zukunft - dass du trocken bist - Haaranalyse oder ähnliches ? Welche Beweise kannst du beibringen, um nachzuweisen, dass deine Ex weiterhin kifft?
Falls du einen längeren Zeitraum abstinent bleibst - nicht Wochen, Monate - wäre es eventuell eine Möglichkeit, das Jugendamt mit ins Boot zu holen, indem du mit den Sozialarbeitern zusammenarbeitet - Familienhelfer heisst das wohl, und dich dann bemühst, dass deine Tochter zu dir kommt und du als alleinerziehender Vater lebst.
Derzeit hast du das Beweismittel, dass du deine Tochter an den und den Tagen - obwohl sie bei der Mutter war- in der Kiga gebracht hast. Bemühe dich, so oft wie möglich mit der tochter zusammen zu sein - wenn möglich von Freitagnachmittag bis Montagmorgen als Einstieg, kaufe auch Kleidung für die Tochter, rede mit den Erzieherinnen, wie es ihr geht, veranlassen wenn erforderlich Arztbesuche oder Zahnarztbesuche oder Therapien und geh da mit ihr hin.

Von einer juristischen Auseinandersetzung mit dem Anwalt des Vermieters halte ich nichts bis gar nichts. Ich denke aber, du solltest den Vermieter - natürlich über seinen Anwalt - anschreiben und ihm klar schildern, was sich abgespielt hat - einschließlich einem kleinen Hinweis, dass deine Ex momentan nicht ganz gesund ist, du aber in dieser Hinsicht leider nichts für sie tun kannst.
Viel Erfolg mit der Abstinez !
 
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