• #91
Für mich stellt sich dabei die Frage, ob sich nicht derjenige, der die Beziehung retten will, komplett als Mensch aufgibt und somit nur noch für den anderen da ist. Kann man oder frau da glücklich werden?
Kommt drauf an. Jemand, der allein versucht, eine Beziehung zu retten, handelt ja nicht für ein höheres Ziel, sondern für sich, weil er meint, er würde damit glücklich. Er kann nicht loslassen oder ist tolerant-ignorant, was sein eigenes Leiden mit anderen Menschen angeht.
Mit welcher Einstellung geht man an eine Beziehung (jeglicher Art) heran? Setzt man sich in den Kopf "der/die muss mein Freund, Partner, Geschäftspartner werden" und walzt alles platt, was dem entgegenstehen könnte, also auch eigenes Leid und Zweifel, oder guckt man, wie man sich selbst damit fühlt, welche Signale vom anderen kommen, und wertet dann erst aus, ob BEIDE diese Verbindung wollen?
Weiterhin ist relevant, wie man drauf ist, während sich die Beziehung anbahnt. Bedürftig, weil alle um einen rum eine Beziehung haben und man sich übriggeblieben und minderwertig vorkommt, oder doch frei, so dass man jederzeit auch wieder ohne Schmerz sagen kann "das ist nicht das, was ich suche, also lieber wieder Single".

Ich denke, Beziehungen retten und um Beziehungen kämpfen, kann man nur zu zweit. Wenn das nur einer macht, verlängert er nur die Zeit, bis es aus ist. Ich würde nicht ausschließen, dass ein Fremdgänger oder ne Fremdgängerin wieder zurückkommt zur oder zum Ex, wenn die oder der ihn dann noch will und der oder die dann selbst meint, dieses Aushalten, dass der andere fremdgeht, wäre der Kampf gewesen. Aber einen Menschen, der was nicht will, überreden, bearbeiten, unter Druck setzen, damit er bei einem bleibt, ist kein Kämpfen und geht immer nach hinten los. Ebensowenig ist Aushalten von ätzenden Verhaltensweisen des Partners, indem man sein Leid versucht, nicht zu sehen oder zu verdrängen, kein Beziehungretten oder darum kämpfen. Die Menschen werden nicht glücklich, weil sie doch nicht das bekommen, was sie wollen: Die Liebe des anderen, so wie sie es brauchen.
 
  • #92
Albbursche, wegen Albtraum? Zwinker.
Lieber FS, ich schlage vor, du zeigst deiner Freundin den Kontoauszug, damit sie dir glaubt du hast dem Kellner das Geld für die beiden Getränke auf seine private Bankverbindung überwiesen, der Betrag müsste dann neben den Namen des Kellners stehen.

Wenn du das nicht kannst, gebe ich zu, habe ich auch Neigung den Zweifeln von schwalbenweg und Fleur zu glauben, dass Kellner am Telefon eher nicht ihren Namen und private Bankverbindung herausgeben sowie gleichzeitig etwas Geld für Fremde auslegen.
Das wäre als wenn der Mann sieht von wem seine Freundin eine sms bekommt, welche darauf antwortet und sie später fragt, mit wem sie schrieb.
Kann ich alles nachweisen. Die Whatsapp, die der Kellner mir mit seiner Kontonummer gesendet hat ist gespeichert. Die Überweisung ist vorhanden, es ist alles nachvollziehbar und ich konnte alles vom Telefon aus erledigen. Ein paar Beiträge handeln ja auch davon, das ich so unverschämt war und selbst den Kellner noch in mein Vorhaben "Revier markieren" (wie es die Hälfte hier im Forum sieht) mit ein bezog. Ich erklärte ihm in höflicher Art und Weise wie ich den beiden eine Freude bereiten möchte, er gab mir sogar den Tipp wie wir es mit der Bezahlung machen können und ich hätte auch kein Problem gehabt wenn er nein gesagt hätte. Wäre für mich sogar nachvollziehbar gewesen. Ich war sogar ein wenig überrascht, das er es überhaupt gemacht hat. Meiner Freudin habe ich das alles so erzählt, schriftliche Beweise habe ich nicht vorgelegt und das geht jetzt auch nicht mehr, da Sendepause und Eiszeit zwischen uns herrscht.

Kommt drauf an.

Ich denke, Beziehungen retten und um Beziehungen kämpfen, kann man nur zu zweit. Wenn das nur einer macht, verlängert er nur die Zeit, bis es aus ist.

Gebe dir zu diesen Beitrag vollkommen Recht. Nur wenn einer der beiden seine Entscheidungen auf Basis von verdrehten Tatsachen, Halbwahrheiten, falschen Interpretationen oder mangelder Vorstellungskraft für die Zukunft trifft, ich glaube dann hat der andere schon das Recht darauf hinzuweisen und darauf aufmerksam zu machen (und das meine ich mit kämpfen) damit wenigsten die Entscheidungsgrundlage bei beiden die selbe ist. Und ich glaube auch daran, dass beide Partner sich bei der Entscheidungsfindung gegenseitig mitnehmen müssen. Das ist mein Verständnis von Achtung, Fairness und Respekt gegenüber dem Partner. Meiner Meinung nach hat dann dieses "Kämpfen" auch nichts mit Egoismus zu tun, was ja immer dem Kämpfen um die Liebe nachgesagt wird, dies sei nicht für den Partner sondern für sich selber. Setzt dann allerdings voraus, das Entscheidungen die auf gleicher Basis getroffen werden, dann von beiden Partner akzeptiert und respektiert werden.
 
  • #93
Nur wenn einer der beiden seine Entscheidungen auf Basis von verdrehten Tatsachen, Halbwahrheiten, falschen Interpretationen oder mangelder Vorstellungskraft für die Zukunft trifft, ich glaube dann hat der andere schon das Recht darauf hinzuweisen und darauf aufmerksam zu machen (und das meine ich mit kämpfen)
Gut, ich hatte das anders definiert. Klar muss man sagen, was los ist und was einen stört. Du wirst ja auch überhäuft damit von ihrer Seite, denke ich.
Jedenfalls ist Selbstaufgabe niemals gut, schon gar nicht für einen Partner, nur damit die Beziehung erhalten bleibt.
Meiner Meinung nach hat dann dieses "Kämpfen" auch nichts mit Egoismus zu tun, was ja immer dem Kämpfen um die Liebe nachgesagt wird, dies sei nicht für den Partner sondern für sich selber. Setzt dann allerdings voraus, das Entscheidungen die auf gleicher Basis getroffen werden, dann von beiden Partner akzeptiert und respektiert werden.
Genau. Das ist oft schon schwer genug, weil ja einer nicht plötzlich Verhaltensweisen ablegen kann, selbst wenn er es für sich besser fänd. Ich hab "Kämpfen" meist in dem Zusammenhang gelesen, dass einer die Beziehung nicht mehr wollte und der andere "kämpfte", dass er wieder gewollt wird.
 
  • #94
Wenn ich eine üble Schlange vor mir habe, bewerte ich deren Handlungen und Äußerungen anders, als die eines Menschen, den ich für offen und ehrlich und großherzig halte.

Deswegen, lieber Albbursche, kommt es in deinem Fall - wie ganz zu Anfang geschrieben wurde - schon drauf an, wie du sonst so bist.

Wenn du gerne merkwürdige Spielchen spielst, (verdeckt?) eifersüchtig und besitzergreifend bist, liegt der Schluss nahe, dass du dein Revier markieren wolltest. Und mit so einem Partner hätte ich auch ein grundsätzliches Problem.

Trifft dies alles nicht zu, hat deine Freundin ein fettes Problem. Dann solltest du einsehen, dass das alles mit euch sowieso keinen Sinn macht. Bringt nur Drama.
 
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