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  • #1

Darf ich einen Mann auf den Heiratswunsch aufmerksam machen?

Hallo in die Runde!

Ich (w26) schreibe meine Frage mal in diesem Forum auf, weil ich hier aus den Antworten herauslesen kann, dass es auch einen größeren Anteil erfahrenerer Nutzer hier gibt. Deshalb erhoffe ich mir, vielleicht ein paar ganz ehrliche und abgeklärte Ratschläge zu bekommen.
Worüber ich mir momentan einige Gedanken mache, ist Folgendes: Mein Partner (30) und ich sind jetzt bereits seit ca. 6,5 Jahren fest zusammen. Daraus lässt sich schon ablesen, dass wir beide zu Beginn der Beziehung noch sehr jung waren (,weshalb Heiraten und Kinder auch auf dem gemeinsamen Wunschzettel lange Zeit weit hinter gemeinsamen Reisen etc. standen). Trotzdem haben wir über 5 Jahre Fernbeziehung (darunter ein Auslandsjahr) gemeistert und wohnen seit etwa einem halben Jahr zusammen, worauf wohlgemerkt ER gedrängt hat. Finanziell tragen wir beide unseren Teil bei und können uns so einen angenehmen Standard leisten. Dass wir beide Familie miteinander wollen, steht auch fest. Nun heiraten in unserem Bekanntenkreis immer mehr Paare. Viele haben bereits Kinder, die meisten Bräute sind zumindest schwanger bei der Verlobung. Das hätte ich - da bin ich eben konservativ - lieber andersherum. Aus gegebenem Anlass habe ich meinem Freund das auch vor Kurzem in einer ruhigen Minute so gesagt und begründet, was er auch (wider Erwarten) sehr gelassen hingenommen hat. Er hält zwar nicht viel davon, scheint einer Hochzeit aber nicht komplett abgeneigt zu sein - wohl eher, um irgendwann mir damit eine Freude zu bereiten...
Was meint ihr dazu? Hätte ich das Thema überhaupt von mir aus anschneiden sollen? Nun fällt es mir schwer, mir weitere Kommentare zu verkneifen, zumal das Thema ständig präsent und in aller Munde ist. Andere Bräute schaue ich schon ganz neidisch an, wenn ich es ihnen auch von Herzen gönnen kann. Diese Eigenschaft aber kann ich an mir absolut nicht leiden und ich habe schon Angst, mein Freund könnte das auch - spätestens bei einer der Hochzeiten - merken und sich am Ende irgendwie unter Druck gesetzt fühlen... Für ein paar realistische Einschätzungen zum Thema und gute Tipps zum Zähmen meiner Ungeduld (schließlich kann sich das noch Jahre hinziehen) wäre ich sehr dankbar!
 
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  • #2
Nein, das hättest du besser nicht sagen sollen. Der Antrag muss von ihm kommen. Jetzt nach dem Zusammen ziehen sollte er innerhalb eines Jahres einen Antrag machen. Er weiß ganz genau, wie sehr du es dir wünschst und sein Zögern ist kein Zufall, auch wenn du dir das gern einredest. Er scheint einfach nicht zu wollen. Wenn weiterhin nicht, dann trenn dich. Wir Frauen sind stolze Wesen, wir fragen doch nicht selbst und wir machen auch nicht selbst einen Heiratsantrag.
 
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  • #3
Naja, so abgeneigt schien Dein Freund ja nicht zu sein. Aber ich finde es irgendwie doof, wenn man als Frau da drängeln muss. Abgesehen davon, dass ich bislang Heiraten überflüssig fand, derzeit aber schon auch die Romantik dabei sehen kann, wäre es in meinen Augen schöner, wenn der Wunsch vom Mann ausgeht.

Wie Du Dich da zügeln sollst, kann ich Dir nicht sagen. Druck und Nörgelei, bis der Mann endlich will, erscheint mir sehr unattraktiv - keine Ahnung, ob Dir das als Begründung reicht.

Vielleicht kannst Du Dich mal fragen, was Du damit verbindest. Ich meine, möglicherweise ist da eine Vorstellung bei Dir im Kopf, die nichts zu tun hat mit eurer Beziehung an sich, sondern eher damit, wie man vor irgendwem dasteht und was die anderen sagen.
Für mich ist eine Beziehung auch ohne Heirat eine richtige Beziehung.
 
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  • #4
Ja, nach 6,5 Jahren Beziehung ist das Thema Hochzeit völlig legitim. Allerdings finde ich deine Einstellung etwas krankhaft. Heiraten ist doch kein Wettbewerb. Nur weil befreundete Paare von euch heiraten und Kinder kriegen, müsst ihr es ihnen doch nicht sofort gleich machen. Wenn mein Partner mich nur heiraten will, weil andere es auch tun, würde ich echt zweifeln, ob er es aus Liebe tut oder weil er "mithalten" möchte.

W32
 
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  • #5
1. Mach deine Hochzeit und Kinderkriegen nicht von anderen Paaren im Umkreis abhängig. Es geht hier nicht um einen Wettbewerb!

2. Klare Ansage machen, wenn man feste Vorstellungen von seinem Leben und Bedürfnissen hat, und dann muss der Mann sich entweder entscheiden oder eben gehen.

Ja, die meisten Männer überrumpelt das, weil sie früh wissen, was sie im Leben wollen und was nicht und das auch strikt und erfolgreicher durchsetzen. Es könnte sein, dass er wirklich nicht heiraten will.

Wenn du keine Zeit verlieren willst im Leben, dann wirst du eben handeln müssen, ob es ihm gefällt oder nicht. Entweder ist es der richtige Partner und er versteht deine Beweggründe und blickt mit dir in eine Zukunftsrichtung oder er sagt nein. Dann aber würde ich spätestens meine Sachen packen und gehen. Es geht immerhin um deine Bedürfnisse und die sind immer wichtiger als die des Partners.
 
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  • #6
Wie heißt der Film, in dem ein Pärchen seit sieben Jahren total glücklich zusammen lebt und die Frau auf einmal von ihren verheirateten Freundinnen hört 'Schätzchen, wenn er dich nach sieben Jahren nicht heiraten will, dann gibt es Grund zur Sorge.'

Daraufhin setzt sie ihm die Pistole auf die Brust. Er ist verunsichert und verletzt, da er sie liebt, aber das Gefühl hat, dass es ihr nur um eine Hochzeit geht und nicht unbedingt um ihn.

Sie ist enttäuscht, dass er sie nicht heiraten will. Letztendlich trennen sich die beiden nach sieben Jahren glücklicher Beziehung und obwohl sie sich geliebt haben.

Am Ende - sie sind getrennt aber noch befreundet - hilft er ihr in einer schweren Phase, da ihr Vater gestorben ist. Er ist für sie da und hilft im Haushalt. Sie weint, etc. und er geht nach Hause. Später denkt sie über die vergangen Jahre und die aktuellen Ereignisse nach und ihr wird klar, dass sie ihn liebt und einfach nur mit ihm zusammen sein will.

Sie erklärt ihm das und sagt 'Mir ist egal, ob wir heiraten, ich will dich nicht verlieren, ich liebe dich.'

Beide fallen sich in die Arme und sind wieder ein Paar.

Kurz darauf entschließt er sich ihr eine Freude zu machen. Ihm ist heiraten zwar nicht wichtig, aber er macht das für sie, weil er jetzt davon überzeugt ist, dass sie zwar gerne heiraten würde, aber er ihr viel wichtiger ist.

Habe vergessen wie der Film heißt, aber das enspricht genau meiner Einstellung. 100 %.

Wenn mir meine Freundin sagen würde 'Entweder heiraten wir jetzt oder das war's,' dann würde ich das nicht machen. Das sind die falschen Gründe um zu heiraten. Eine Hochzeit sollte die Beziehung zwischen zwei Menschen symbolisieren und keinem Selbstzweck dienen a la 'Hauptsache ich bin irgendwann unter der Haube. Mit wem ist von zweitrangiger Bedeutung. Und wer mich nicht heiraten will liebt mich auch nicht.'

Und alles was in so eine Richtung geht, kann ich wirklich überhaupt nicht leiden Mehr noch, da würde ich wahrscheinlich komplett die Lust verlieren und darüber nachdenken die Frau zu verlassen.

Das nur am Rande. Wenn du glücklich bist, dann sei diplomatisch und übertrage deine vielleicht völlig unbegründeten Ängste nicht auf eure Beziehung. Am Ende könntest du damit so einiges kaputt machen.

Mir kommt es nur darauf an, dass meine feste Freundin mich liebt und ich sie liebe und das wir zusammen sind. Diese Loyalität und das Vertrauen wird weder stärker noch verändert es sich irgendwie, wenn ich sie geheiratet habe. Daher ist eine Hochzeit für mich nicht mehr als eine Feier. Eine Zeremonie. Was zählt ist nur was wir für uns empfinden.

Aber ich kenne kaum eine Frau, die das ähnlich sieht. Für Frauen ist das heiraten wahrscheinlich eine der wichtigsten Dinge in ihrem Leben. Naja, ich bin nicht christliche erzogen worden hehe.
 
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  • #7
Aus gegebenem Anlass habe ich meinem Freund das auch vor Kurzem in einer ruhigen Minute so gesagt und begründet, was er auch (wider Erwarten) sehr gelassen hingenommen hat. Er hält zwar nicht viel davon, scheint einer Hochzeit aber nicht komplett abgeneigt zu sein - wohl eher, um irgendwann mir damit eine Freude zu bereiten... ... Zähmen meiner Ungeduld (schließlich kann sich das noch Jahre hinziehen) wäre ich sehr dankbar!

Die Ungeduld ist wohl Dein Thema. Freu Dich, wenn er offensichtlich nicht abgeneigt ist, das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Warum willst Du drängeln, statt die Beziehung zu geniessen. Es ist ja gut, wenn er Deine Sichtweise jetzt kennt...

m, 46
 
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  • #8
Also bei mir und bei meinen Freunden käme das sehr negativ an, da wir eben nicht vor haben, diesen zeitlosen Zopf noch mitzumachen, nur um Frau zu befriedigen, das passt schon lange nicht mehr in unsere Zeit von heute! Jede 2. Ehe geht eh in Scheidung, also das Risiko ist sehr hoch, dass es nicht passt und auch nicht lange hält, auch nicht mit Kinder. Ich glaube, dass dein Freund auch nicht davon begeistert ist, wenn du ihm das verklickern möchtest! Mich verjagen Frauen, wenn sie mit so was kommen! Hatte auch mal 5 Jahre eine Freundin und sie kam damit und es war dann schlagartig aus
M,.50+
 
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  • #9
Bei uns war dein exakt beschriebenes Problem mit nach über 7 Jahren ein Trennungsgrund.
Ich wollte irgendwann so sehr heiraten und Familie haben, dass ich ihn damit sprichwörtlich in die Flucht geschlagen habe. Er wollte das Thema noch mind. 5 Jahre nach hinten schieben, ging aber bei mir vom Kopf aus nicht mehr. Waren abgesehen davon natürlich noch mehr Gründe, aber mit einem Mann der sich nicht dauerhaft binden will kann ich nicht glücklich sein, da ich ganz andere Vorstellungen habe.

Jetzt bin ich wieder Single und mach mir um so was überhaupt keinen Kopf mehr und geniesse das Leben und freue mich, wenn alle Freundinnen über Probleme mit ihren Babys und Ehemännern ankommen, dass ich einfach nach 2 Stunden die Türe hiner mir zu machen kann und meine Ruhe habe ;)

Also entscheide dich für den Moment, was dir wichtig ist: Zweisamkeit mit dem Partner ohne Aussicht, dass sich das in absehbarer Zeit ändert (je mehr Druck du aufbaust, desto mehr wirst du scheitern!!), oder lieber einen neuen Partner mit Wunsch nach Familienplanung suchen. Es wird keinen Mittelweg geben, hab ich lange genug versucht.

Viel Glück!
 
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  • #10
Das hättest du nicht ansprechen sollen. Wenn er den Wunsch wirklich hätte, wäre er schon deutlich geworden und das von sich aus. Ich halte nichts davon, als Frau die Sache zu beschleunigen und den Mann zu drängen. Die Initiative muss von ihm kommen.
Du schreibst, er wäre "nicht abgeneigt". Meine Tochter ist so alt wie du und ich frage dich, was ich sie auch fragen würde: Reicht dir das? Willst du das Gefühl haben, er steht nicht wirklich hinter einer Ehe und ist diese nur eingegangen, um dir einen Gefallen zu tun oder seine Ruhe vor deinem Ansprechen zu dem Thema zu haben?
Überlege dir, ob du die Beziehung ohne Trauschein weiterführen willst und ob sie noch so ist, wie du sie dir wünschst. Höre auf deinen Kopf UND deinen Bauch. Wenn das Bauchgefühl spürt, dass in der Beziehung und den Gefühlen etwas nicht stimmt, ist etwas dran.
Du hast deine Einstellung zu Schwangerschaft und Ehe. Daran wird sich nichts ändern und das ist auch gut so. Ist seine Einstellung denn wie deine? Wenn nicht, wird es sehr schwierig und eine Lösung des Problems, außer Trennung, sehe ich nicht.

w
 
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  • #11
Von der FS:

Guten Morgen, liebe rege Runde!

Wow - das sind ja schon sehr viele sehr unterschiedliche Antworten, die mich teils irgendwie erschrecken, mir aber auch zeigen, dass ich meine Frage wohl nicht sehr ausführlich formuliert habe - überfordern wollte ich euch aber auch nicht gleich beim Lesen.
Nun ja, manche Verhaltensweisen meinerseits kann ich hier schon ausschließen, aber ich muss mich ja hier auch nicht verteidigen. Die Antworten zeigen mir viel mehr, wie eure Erfahrungen bisher waren und was ihr so hineininterpretiert in meine Ausgangsfrage. Ganz sicher setze ich meinem Partner nicht die Pistole auf die Brust. Ich finde, wenn man sich ohnehin über die Heiratspläne eines eng befreundeten Paares unterhält, ist ein kleiner "Exkurs" zum Thema "wo stehen wir denn eigentlich" durchaus erlaubt. Ich habe ihm ja nicht gesagt: "Wenn du mal mit mir Kinder willst, kannst du's ohne Hochzeit gleich vergessen", sondern vielmehr meine Einstellung geäußert und eben kommuniziert, was es gefühlsmäßig jeweils für mich selbst bedeuten würde (aktuelle Braut aus dem Freundeskreis ist ja bereits schwanger), wenn ich vor oder nach der in die Tat umgesetzten Familienplanung - oder eben überhaupt nicht - heiraten würde.
Über Kommentare von Gästen, die meinen, ich solle eher bald die Flucht ergreifen, wenn er nicht heiraten wolle, kann ich eher nur schmunzeln. Das für mich wichtige, nämlich die gemeinsame Familienplanung, ist ja bereits beschlossene Sache - er liebt Kinder und will welche mit mir. Ich weiß, dass ich diesen Schritt im Leben auch gern mit ihm - und eben nur mit ihm - gehen möchte. Wenn er es partout nicht wollen würde, würde ich aufgrund der "Signale", die er mir sendet (dieses Wort klingt irgendwie komisch, wenn man schon so lange zusammen ist), trotzdem nicht an seiner Liebe zu mir zweifeln. Nicht zuletzt sehe ich das so, weil man ja offen und fair bleiben sollte: Wenn ich von ihm "erwarte", dass er meine Wünsche bezüglich einer möglichen Eheschließung zumindest in Betracht zieht bzw. ernsthaft darüber nachdenkt, muss ich ja auch dazu bereit sein, mir zu überlegen, ob es denn nicht auch ohne Trauschein geht. Meine eigene Meinung dazu wurde mir erst vor Kurzem wirklich klar, als eine Freundin mich fragte, ob ich meinen Partner denn verlassen würde, würde er nicht heiraten wollen. Ganz spontan konnte ich ihr sagen, dass DAS sicherlich kein Grund für mich wäre, die Beziehung zu beenden - schließlich stimmt sonst alles und ich bin mir sicher, "keinen Besseren mehr" zu finden - und das nicht mangels Angebot oder akzeptabler Konkurrenz (- mein Partner macht eben trotzdem immer als Nummer 1 das Rennen).
 
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  • #12
Nachtrag der FS:
Nun ja - wie wohl jeder aus obigem Kommentar herauslesen kann, bin ich eben auch nach der ersten Sturm-und-Drang-Phase noch sehr verliebt in meinen Partner. Diese Tatsache zusammen mit Übereinstimmung bei den Zukunftsplänen ist, wie ich finde, ein sehr guter Grund, heiraten zu wollen - wenn diese Form des Zusammenlebens denn etwas für einen ist. Für mich habe ich eben vor allem in letzter Zeit, wo ich es im Bekanntenkreis öfter sehe, erkannt (bzw. der immer schon vorhandene Wunsch hat sich verstärkt), dass ich das für uns auch gern möchte. Nicht, weil ich gern für einen Tag "Prinzessin" sein möchte, sondern weil ich es einfach sehr schön finde, die Zusammengehörigkeit vor Familie und Freunden zu bekräftigen und weil das für mich schon wichtig wäre - von mir aus auch "bloß" auf dem Standesamt oder bei einer freien Trauung im Billigkleid und im kleinen Kreis (nur um Vorurteile hier gleich mal aus dem Weg zu räumen!).
Mit einem Nachhaken in diese Richtung wollte ich (und habe ich auch nicht) wie gesagt nicht meinem Partner die Pistole auf die Brust setzen, sondern einfach noch einmal ausloten, wie er überhaupt zu diesem Thema steht - ob ich mir vielleicht den Wunsch doch lieber ganz aus dem Kopf schlagen sollte. Und jetzt bitte keine Kommentare à la "nach 6,5 Jahren Beziehung sollte man doch wissen, wie der Partner zu dem Thema steht...". Das ist eben nicht immer der Fall, zumal man sich in genau diesen 6,5 Jahren, besonders in unserem Alter (26, 30), noch stark verändert.
Und für die, die es interessiert oder die vielleicht in einer ähnlichen Lage stecken: Im Grunde weiß ich ja jetzt, wie er dazu steht und ja, ich freue mich darüber. Es heißt, dass ich nicht ganz vergeblich hoffen muss. Ich werde mich jetzt also einfach in Geduld üben und die anderen Hochzeiten mit dem guten Gefühl genießen, dass auch ich auf so etwas Schönes hoffen darf - auch wenn's schwer fällt. Nach einer darüber geschlagenen Nacht bin ich sehr zufrieden damit, wie ich gehandelt habe - Ehrlichkeit und das Kommunizieren von Wünschen, bevor einer wahnsinnig unzufrieden wird, ist schließlich eine der Grundfesten unserer Beziehung! Auf die Zunge beißen werde ich mir trotzdem, denn ich will nicht irgendwann einen "erbettelten" Antrag bekommen. Diese eine Sache ist SEINE Sache und ich denke, er würde sie sich auch nicht gern aus der Hand nehmen lassen...
Hm - hoffentlich liest das jetzt noch wer... Ich bin gespannt, ob und wie diese Diskussion noch weiter geht! Über alle bisherigen Antworten habe ich mich sehr gefreut.
 
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  • #13
Liebe FS,

Gruselig!

Wir, sie 43, waren 25 Jahre zusammen. Davon 3 Jahre verheiratet. Nun seit 2 Jahren getrennt. Vor Kurzem haben wir geredet, phantasiert uns in 5 Jahren wieder zu begegnen und dann den Rest des Weges gemeinsam zu gehen. Momentan steht da noch zu viel im "Wege".

Soviel auch zu den Schwarz-Weiß-MalerInnen hier, die ach so viel wissen und alles kennen. Vor allen Dingen DIE Männer und Frauen. Bei diesen Aussagen bekomme ich immer einen Würgereiz.

Für mich ist das Wichtigste: Wer bin ich und was will ich und wer und was passt zu mir. Also mache Dich frei von äußeren Abhängigkeiten und kläre diese Fragen für Dich, was Du fühlst und denkst und Du wirst zu den richtigen Schlussfolgerungen für Dich kommen und brauchst "nur" noch entsprechende Konsequenzen ziehen und handeln.

m, 44

PS: Zur Ertüchtigung darfst Du nun noch ausrechnen wie jung wir beim Kennenlernen waren.
 
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  • #14
Ich finde es richtig, dass du das Thema angesprochen hast. Normalerweise sollte man in der Kennenlernphase über grundlegende Zukunftspläne reden, da ihr zu der Zeit noch vergleichsweise jung wart, ist es völlig legitim, dieses Thema zu einem späteren (jetzigen) Zeitpunkt zu besprechen.

Dass dein Partner mit dir zusammenziehen wollte, ist ein gutes Zeichen. Ich denke auch, dass er sich durchaus schon mit dem Thema Heiraten beschäftigt hat, gerade wenn es im Freundeskreis so präsent ist.

Im Gegensatz zu Post Nr. 1 bin ich nicht der Meinung, dass man nach einem Jahr zusammen wohnen unbedingt heiraten muss. Ich halte 2-3 Jahre "gemeinsamen Alltag" vor dem Heiraten für angemessen.

Liebe FS, habe ein klein wenig Geduld. Es soll doch auch ein schöner Antrag werden. Dafür braucht es etwas Zeit.

w26
 
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  • #15
Mich verjagen Frauen, wenn sie mit so was kommen! Hatte auch mal 5 Jahre eine Freundin und sie kam damit und es war dann schlagartig aus
M,.50+


Du bist 50+ und hast deine Erfahrungen gemacht und die seien dir unbenommen. Allerdings frage ich mich warum eine Frau mit 26 Jahren schon so negativ von einer Ehe denken soll. Dein Wunsch war es früher vielleicht auch zu heiraten und Kinder zu bekommen. Wenn es nicht geklappt hat, gut kommt in den besten Familien vor, aber deswegen alles schlecht reden.
Würdest du deiner Tochter (wenn vorhanden) auch deine Erfahrungen so überstülpen??

Ich finde es gut wenn die FS bei sich bleibt und kommuniziert wie ihre Zukunft aussehen soll. Ich würde deinen Freund nicht drängen, das bringt nichts. Aber er scheint dich ja so gerne zu mögen dass er sich eine Ehe mit dir vorstellen kann. Also gib dieser Beziehung doch noch Zeit und lass dich nicht von dem Hochzeitsfieber anstecken.

Wenn du mal wieder etwas unzufrieden reagierst bei diesem Thema pfeif dich bewusst zurück und sage dir "was kommt das kommt". Wenn du dich in 5 Jahren immer noch mit derselben Frage hier an das Forum wendest dann könntest du dir mal ernsthaft Gedanken machen. Lass deinem Freund die Zeit einen Heiratsantrag zu machen der aus ihm selber kommt nicht aus Druck.

w46
 
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  • #16
Andere Bräute schaue ich schon ganz neidisch an, wenn ich es ihnen auch von Herzen gönnen kann.

Wie jetzt? Du bist neidisch und deshalb willst du auch heiraten, weil es alle um dich herum tun???

Das ist aus meiner Sicht ein gaaanz destruktiver Motivator !!!!!!

Ich hoffe das passiert dir nicht auch noch beim Kinderwunsch.
Und wenn es dann da ist, kratzt es unliebsam an deiner Karieren, an deinem Freiraum und auch noch an deiner Selbstbestimmung.

Ehe kann man scheiden lassen, Kinder hat man sein LEBEN LANG. Nur so als Anregung ....
 
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  • #17
In deiner Lage möchte ich jetzt nicht stecken. 5 Jahre völlig sinnlos Mut einem Typen zusammen, ihm den Haushalt geschmissen und ihn ausgehalten, wahrscheinlich sogar Sex über dich ergehen lassen müssen und nun die Trennung, und zwar ohne finanzielle Entschädigung.

Also in einer normalen gesunden Beziehung hat man auch Sex!
Naja sinnlos ja nicht, die haben eine Beziehung.
Ammm... vom ersten Date heiraten - ich glaube das passiert nur bei arrangierten Ehen.
Kein Mensch sollte alles tun, was ein anderer von ihm verlangt.
Kein Mensch sollte einen anderen nach einer gescheiterten Beziehung oder Ehe entschädigen. Wenn keine Kinder vorhanden sind, dann sollten auch keine Gründe für Entschädigung vorhanden sein. Wenn eine Seite auch ohne Kinder zu Hause bleibt und den Haushalt macht, dann sollte vielleicht ein Ausgleich stat finden, das sollte aber nicht die Regel sein.

Ich, als Frau, bin auch fürs Heiraten aber nach so einem Beitrag, kann ich jeden Mann verstehen, der sagt; NEIN DANKE.

FS es war okay, weil Du Deinen Freund wegen der Heirat angesprochen hast. Du hast ihm keinen Heiratsantrag gemacht. Gut jetzt ist die Sache auf dem Tisch und ihr solltet Euch darüber einig werden. Ich bin auch der Meinung - die Heirat sollte vor den Kindern kommen und nicht andersherum. Und schwanger sollte man schon gar nicht heiraten. Aber gut, jeder sollte es so machen, wie er es möchte.
 
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  • #18
Gast 2 nochmal

Das, was Du in den anderen Beiträgen schreibst, klingt entspannter als der Threaderstellungpost. Dann hast Du ja kein großes Problem mit dem Warten.

Nach einer darüber geschlagenen Nacht bin ich sehr zufrieden damit, wie ich gehandelt habe - Ehrlichkeit und das Kommunizieren von Wünschen, bevor einer wahnsinnig unzufrieden wird, ist schließlich eine der Grundfesten unserer Beziehung!

Seh ich auch so.

Auf die Zunge beißen werde ich mir trotzdem, denn ich will nicht irgendwann einen "erbettelten" Antrag bekommen.

Finde ich ganz wichtig. Er darf auch nicht das Gefühl haben, Dir eine Freude machen zu müssen, sondern ER soll den Wunsch verspüren. Das klappt aber nur, wenn er sieht, dass Du locker gelassen hast. Er weiß ja nun, dass er keinen Korb kriegt. Im Grunde ist es doch gut gelaufen, wenn Du jetzt wirklich nicht mehr darüber redest.
 
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  • #19
Die Sachlage hört sich doch ganz gut an. arbeite deine Pläne doch noch was weiter aus, wie du gedenkst den Standard mit Kleinkindern zu halten, ob du z. B. eine sichere Stelle hast, usw. und dann bringst du das an. Von einem Grund den du für meinen Geschmack zu sehr raushängen lässt muss ich dir allerdings abraten: Das ist der blinde "Die anderen haben das, ich will auch Grund", Büro-Tussigründe wie: "Einmal nur wegen dem weißen Kleid". Das sind keine ernsthaften Gründe, sondern ist nur egozentrisch oder hormonumnebelt. Und das hat noch nie jemandem Glück gebracht und ist keine Basis. Du könntest damit signalisieren das du dich als Helikopter Mutti, nach gewonnener Schlacht als Lattemutti voll reinfallen lässt. Ein Graus für jeden Mann. Solche Frauen suchen eigentlich nur einen Dummen der sie versorgt. Und so siehst du deinen Partner doch nicht, oder? Mach also die Hausaufgaben und trenne "konservativ" von sich ins sichere Nest fallen lassen wollen, damit du auch so rüberkommst und keine Panik auslöst. Ansonsten finde ich beim Lesen das deine Chance sehr gut stehen und das du dich vom "Loser" trennen solltest, sehe ich auch partout nicht. Seit wann heiratet man denn heutzutage bitte mit 19 und 24, Das hat man bis Ende der 60er vielleicht gemacht. Das ist doch schon bald 5 Jahrzehnte vorbei? Hier fällt man immer wieder über Postings von Männern, die der Meinung sind, dass Frauen ruhig auch mal aktiv werden können. Jetzt soll plötzlich "Auf keinen Fall, muss vom Mann kommen" gelten? Das haben wir aber wirklich hinter uns. Und wenn du wissen willst wo du mit ihm beim heiraten dran bist dann musst du fragen. Ich finde das statthaft. w47
 
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  • #20
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Dich, liebe FS halte ich für erfrischend und finde es gut, dass Du versuchst beide Seiten zu sehen. Ich denke, Du hast nichts falsch gemacht das Thema einmal anzusprechen, solange Du differenziert mit der weiteren Entwicklung des Themas Heirat in eurer Partnerschaft umgehen kannst. Ich persönlich bin zwei mal zwei Jahre mit meiner Freundin zusammen (wir hatten unsere Krise und waren ein Jahr getrennt). Ich würde sie sofort heiraten (noch heute den nächsten Termin am Standesamt ausmachen), sie kämpft noch mit den schlechten Erinnerungen an ihre erste Ehe und ihrem Unabhängigkeitsgefühl. Trotzdem würde ich deshalb nie unsere Beziehung in Frage stellen.

Ich nehme für mich mit: für manche Menschen (nicht Dich) kann die Heirat mehr bedeuten, als der Mensch dahinter.

(m41 (mit w31))
 
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  • #21
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Den Beitrag, in dem steht, es wäre an deinem Partner gewesen und nicht an dir, einen Heiratsantrag zu machen, versteh ich nicht so ganz. Du hast ihm keinen Antrag gemacht, sondern nur deinen Wunsch geäußert, irgendwann demnächst zu heiraten, bevor ihr eine Familie gründet. So war es doch, oder? Das ist nach so vielen Jahren ein ganz normaler und legitimer Wunsch. Mach jetzt nur nicht den Fehler, immer wieder bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf hinzuweisen und gewissermaßen mit Zaunpfählen zu winken. Das ist wenig souverän. Er kennt deine Einstellung nun und er wird ihr entsprechen, spätestens dann, wenn das Thema "Kinder" aktuell wird. DANN kannst du ruhig noch EINMAL deine Meinung äußern, wenn er nicht von selber aufs Heiraten zu sprechen kommt.
 
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  • #22
Wenn du heiraten möchtest, es zu deinem Lebensplan gehört, sage ihm das. Wenn er nicht will , wird er es Dir sagen auf irgendeine Weise.

Zu der Argumentation , es ginge dann ja nur um die Hochzeit nicht um die Liebe: wer nach 6,5 Jahren an der Liebe seiner Partnerin zweifelt, hat wohl etwas falsch gemacht. Die Argumentation ist doch nur Eindchüchterung desjenigen, der heiraten will, seine Wünsche nicht zu äußern. Eine solche Beziehungsauffassung ist ungesund. Außerdem gibt man damit dem anderen die Schuld, weil man nicht ehrlich genug ist zu sagen: Ich will dich nicht heiraten.
Ferner , da wenn man dich liebt doch alles egal ist, ändert auch eine Heirat nichts.

Sprich mit ihm, wenn sich nun eure Wege trennen, ist das sicher traurig, aber man ist frei jemand zu finden , der uneingeschränkt "ja" zu dir sagt.

Gruß 32, verheiratet, ich habe das Thema nach 3 Wochen prinzipiell zur Sprache gebracht und nach 18 Monaten konkret. Ein halbes Jahr später haben wir geheiratet. Die beste Entscheidung unseres Lebens.
 
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  • #23
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Den Beitrag, in dem steht, es wäre an deinem Partner gewesen und nicht an dir, einen Heiratsantrag zu machen, versteh ich nicht so ganz. Du hast ihm keinen Antrag gemacht, sondern nur deinen Wunsch geäußert, irgendwann demnächst zu heiraten, bevor ihr eine Familie gründet. So war es doch, oder? Das ist nach so vielen Jahren ein ganz normaler und legitimer Wunsch. Mach jetzt nur nicht den Fehler, immer wieder bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf hinzuweisen und gewissermaßen mit Zaunpfählen zu winken. Das ist wenig souverän. Er kennt deine Einstellung nun und er wird ihr entsprechen, spätestens dann, wenn das Thema "Kinder" aktuell wird. DANN kannst du ruhig noch EINMAL deine Meinung äußern, wenn er nicht von selber aufs Heiraten zu sprechen kommt.

Diesem Beitrag schließe ich mich nahtlos an. Ich kann nicht nachvollziehen, was so schlimm daran sein sollte, nach so vielen Jahren seine Vorstellungen von Heirat und Familie zum Ausdruck zu bringen? Mich wundert fast, dass dies so spät ein Thema bei euch war. Allerdings solltest du es wirklich dabei belassen. Nur, weil so viele andere heiraten, musst du dich selbst und ihn nicht hetzen. Ihr scheint eine stabile Beziehung zu haben, ihr seid noch jung - eine Eheschließung läuft euch nicht weg. Ich kenne zwei Paar, die sind ähnlich jung wie du gewesen, als sie zusammenkamen (2 Jahre jünger). Die haben erst nach 12 Jahren geheiratet, obwohl bei beiden klar war, dass es die große Liebe ist. Also nicht in Panik verfallen ;-)
W, 30
 
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  • #24
Liebe FS,
Ihr seid seit 6,5 Jahren zusammen, teilweise durch Auslandsaufentahlte getrennt. Da kann man kaum von einer echten Beziehung reden, eher ist es ein Anker, an dem man festhält, weil sich nichts anderes ergibt, es so bequem ist, ohne dass viel gefordert wird. Ok, Ihr kennt Euch lang, lebt aber erst seit einem halben Jahr zusammen.
Wenn es Dir wirklcih ernst ist mit dem heiraten und Kinder kriegen, dann würde ich ihm maximal 2 Jahre Zeit geben - dafür kennt Ihr Euch nun wirklich lang genug und habt dann auch Praxis im Zusammenleben. Wenn es nach 2,5 Jahren mit dem Heiraten und Kinderkriegen nichts wird, weil er noch nicht soweit ist, dann wird er mit Dir nie soweit sein. Das ist schlichtweg Erfahrung.

Du kannst Dir dann überlegen, ob Du mit ihm so weitermachst oder es beendest und nach einem anderen Mann Ausschau hältst. Du wirst feststellen, wenn er sich in der Zeit nicht für Familie mit Dir entscheiden kann, dass er mit 40 eine andere findet, mit der er binnen Jahresfrist heiraten und Kind in trockende Tücher bringt.

Wenn Familie mit Kindern mein Lebensplan wäre, würde ich nicht etliche Jahre abwarten, sondern mir ein sinnvolles Zeitlimit setzen. Wenn es bis dahin nichts wird, wird es zwischen Ech niemals was. Das stellst Du wie viele Frauen fest, wenn es zu spät ist und andere Männer Dich wegen "biologischer Uhr" mit Ende 30 meiden wie die Pest.
Das habe ich bei zu vielen Freundinnen gesehen und ich bin selber darauf reingefallen und stehe jetzt ohne Familie da.
Immerhin war ich klug genug, den Mann zu verlassen, als die Zeit vorbei war. Auf die von ihm angedachte Luxus-Spassbeziehung hatte ich keine Lust mit ihm. Die lebe ich jetzt mit einem anderen Mann, der mich nicht um Jahre vertröstet hat, sondern bei dem ich mir klar war: wir sind beide zu alt. Macht nichts, es ist ok, wenn beide das so entscheiden.
 
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  • #25
Liebe FS, da hier die viele Kommentare beim Heiraten die Aufrichtigkeit der Liebe anzweifeln, möchte ich dir meine Erfahrung und Sicht schildern. Dann hast du auch einmal eine andere Perspektive.
Es wurde des öfteren geäußert , wenn man unbedingt heiraten wolle, dann ginge es um das weiße Kleid tragen usw. also sehr oberflächliche Motive. Ich finde dieses Denken sehr oberflächlich es zeugt nämlich davon, nicht allzu viel verstanden zu haben. Man sollte nicht von sich auf andere schließen.
Mir persönlich war es wichtig verheiratet zu sein, sehr wichtig, und zwar BEVOR man rein gedanklich zum Thema Kinder kommt, mitnichten ging es um das weiße Kleid. Heiraten bedeutet, sofern man sein Eheversprechen Ernst nimmt, dass man sich für jemanden entscheidet aus freien Stücken und ohne Grund, einzig weil man es will. Den Moment unseres Eheversprechens haben wir als tiefe Verbundenheit empfunden, die seitdem da ist. Wir hatten schon vorher über ein Jahr zusammen gewohnt, hatten einen Alltag und hätten nicht gedacht, dass eine Hochzeit so sehr das Gefühl verändert. So wirklich beschreiben kann ich es nicht, aber es ist eine Verbundenheit da, die vorher nicht da war. Das war übrigens die Feststellung meines Mannes, dem es vorher auch nicht wichtig war :) .

Ein Mann, der erst an Heirat denkt, wenn ein Kind da ist, wäre für mich nicht in Frage gekommen, da er nur mit Grund "Ja" gesagt hätte zu mir. Es hat so was von "ich halte mir alles offen" bis es nicht mehr geht !!!!

Ferner wird sehr oft geäußert, eine Frau, der Heiraten wichtig sei, wolle sich ins Nest fallen lassen, könne nicht für sich sorgen usw.... Also entweder hat man dann nicht richtig aufgepasst bei der Partnerwahl, war sehr oberflächlich, oder man selbst ist so negativ , dass man den Menschen, den man angeblich liebt, zuallererst so etwas unterstellt. Ich würde in beiden Fällen sagen: die Beziehung ist zum Scheitern verurteilt, weil einfach keine Basis da ist.
Ich kenne einschließlich mir selbst genug Frauen, die sehr wohl alle für sich selbst sorgen können und auch ihnen war die Heirat wichtig. Ich selbst bin Naturwissenschaftlerin 33, seit 6 Jahren verheiratet und kann sehr gut für mich selbst sorgen.

Alles Gute und sieh die Welt nicht so nüchtern, wie viele Kommentare, ist sie nicht !!!
 
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  • #26
Warum ist es eigentlich immer die Aufgabe des Mannes einen Antrag zu machen. Soll das doch derjenige machen, der heiraten will. Vielleicht ist er mit dem Status quo ja ganz zufrieden. Wenn du unbeding heiraten willst, mach doch DU IHM einen Antrag (und zwar einen ernst gemeinten und nicht etwas was man als Scherz interpretieren könnte). Wenn du jetzt allerdings anfängst, bei jeder Gelegenheit vom Heiraten zu sprechen ohne konkrek zu werden, dass er mit der Zeit genervt wird und komplett abblockt.
 
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  • #27
Hut ab! Wenn Du heiraten willst und er es nicht verstanden hat, ist die Ansage positiv. Ich hätte mir das in jungen Jahren von meiner großen Liebe gewünscht. Wir waren neun Jahre zusammen und natürlich wollte ich sie heiraten, dass sie es aber früher und einen Antrag wollte, habe ich nicht gewusst. Sie hat mich dann verlassen. Hut ab auch, weil Du nicht bereit bist, mit einem Kind "nachzuhelfen". Ich halte wenig von Ehen, die unter diesen Vorzeichen geschlossen werden.
 
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  • #28
Es ist schon recht interessant, hier herauszulesen, dass der Heiratswunsch in den meisten Fällen doch noch von der Frau ausgeht und die Männer dem Thema eher verhalten bis ablehnend gegenüberstehen. Woran liegt das? Bei Frauen von klein auf genährte romantische Kleinmädchenträume (ICH will gern einen Antrag von IHM - alles andere wird als unromantisch oder schlicht "falsch herum" aufgefasst)? Die generelle Angst der Männer (trotz maßgeblich veränderter Rahmenbedingungen!) vor einer Alleinversorgerrolle und im Zweifel finanziellen Verpflichtungen nach einer Scheidung? - Die müsste ich als Frau zum jetztigen Zeitpunkt mindestens im gleichen Maße haben, sie bleibt aber so abstrakt, weil so weit abgeschlagen von den emotionalen Gründen, die FÜR eine Ehe sprechen, dass sie schlichtweg nicht relevant ist für meine persönlichen Erwägungen.
Oder ist es vielleicht einfach die unerbittliche biologische Uhr, die Frauen dazu drängt, ja zwingt, sich immer einen Zahn schneller zu entwickeln als unser Gegenpart, wenn man das Ticken auch erst aus ganz weiter Ferne hört?
Zum letzten Beitrag: Das ist wirklich eine sehr rührende Geschichte - aber nach 9 Jahren wäre ich doch auch ungeduldig geworden. Zeigt aber einmal mehr: Um den heißen Brei reden bringt wohl gar nichts... Wenn er schon im Alltag mit etwas subtileren Andeutungen nichts anfangen kann, wird's wohl kaum bei einer der wichtigsten Entscheidungen im Leben funktionieren. Da driften männliche und weibliche Vorstellungen wieder einmal sehr weit auseinander. Aber 9 Jahre lang im Grunde schweigen und dann von heute auf morgen seine Sachen packen - verrückt (und irgendwie divenhaft - hätte der arme Kerl es denn erraten müssen?)! Nun ja, ganz so schwarz-weiß wird es wohl nicht gewesen sein...
 
G

Gast

Gast
  • #29
...aber nach 9 Jahren wäre ich doch auch ungeduldig geworden. ....9 Jahre lang im Grunde schweigen und dann von heute auf morgen seine Sachen packen - verrückt (und irgendwie divenhaft - hätte der arme Kerl es denn erraten müssen?)!

Naja nach 9 Jahren braucht frau nicht mehr warten, sondern kann getrost davon ausgehen, dass er den Wunsch nicht hat und sich daher respektvoll von ihm trennen, weil die weiteren Lebenspläne nicht zueinander passen. Sie wollte ihn eben zu nichts drängen, sondern seine offensichtlichen Wunsch nach Unverbindlichkeit achten, für sich aber in Anspruch nehmen, was anderes zu wollen. Das hat sie dann auch gemacht.

Ich kann nicht nachvollziehen, warum ein Mann sich in der Situation wundert. Woher soll eine Frau in der heutigen Zeit, wo alle Männer sich in Scheidungsphobien reinkatastophisieren denn davon ausgehen, dass er dann doch noch heiraten will, wenn er nichts sagt? Das ist nun wirklich ein bisschen weit hergeholt. Bei einem Mann, der nicht sagt, dass er heiraten will, gehe ich davon aus, dass er es nicht will. Das respektiere ich und ziehe die Konsequenz, wenn ich was anderes will, denn ich will niemanden in sein Unglück zwingen.

Wenn man in einer Partnerschaft im Dialog ist, sollte sich das Thema ergeben, wenn beide wirklich den Wunsch haben. Wenn es sich nicht ergibt, ist es um die Trennung nicht schade, weil die Kommunikation in der Beziehung nicht stimmte und dauerhafte Partnerschaft ohnehin nicht gelingen kann.

Ich finde das garnicht divenhaft, sondern sehr tolerant gegenüber anderen Lebenswünschen und erwachsen.
 
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