G

Gast

Gast
  • #1

" Das ging unter die Haut"

so sagt ein alter Spruch. Wem ist Ähnliches passiert wie mir. Nach 4 Monaten (waren wundervoll)wurde ich per Mail ohne ein für mich erkennbares Vorzeichen "abgehakt". So etwas ist mir bisher noch nie passiert. - Ich bekam eine Eßstörung und würgtr pro Tag eine kleine Schnitte Brot hinunter, damit ich überhaupt etwas aß. Meine Haut sah schrecklich aus, überall brennende Pusteln, die sich entzündeten. %Gesicht, Rücken, Oberarme). Ich ging natürlich zur Hautärztin und Neurologin, Bestrahlungen, Arzneien, Gespräche. Jetzt nach 6 Monaten ist das zwar besser, aber noch nicht gut. Im Gesicht überschminke ich das so gut es geht, aber die Haut ist dort dunkler oder trockener (Kruste). Hier ein Lob an euch Männer, habe heute 3.Date und keinem machte das bisher etwas aus. Ich schreibe das natürlich in meinen Mails. Wüsste gern, ob es manchen von euch auch schon so erging.
 
G

Gast

Gast
  • #2
Ja,leider kann ich da mit dir fühlen.Bei mir war es nicht so schlimm wie bei dir.Aber ich hatte auch Essstörungen.
Mich hatte das so sehr geschockt,weil eigentlich alles tutti lief und aufeinmal sowas.Unerklärlich für mich.Schlimmer wird sowas,wenn man den Gegegenüber fragt bzw. um eine erläuterung seines Grundes bittet und er abblockt und ein im Ungewissen weiterhin stehen lässt.

Mittlerweile nehme ich mir sowas aber auch nicht mehr zu Herzen.Ich habe gelernt mit sowas umzugehen.Passiert mir sowas nochmal,versuche ich mir ablenkung zu schaffen,shoppen,feiern mit freunden treffen ect.Hauptsache ich lasse mich von sowas nicht mehr runterziehen.Vielleicht solltest du auch damit anfangen.Es ist schwer und es tut im ersten moment halt weh,aber sowas vergeht auch wieder.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Liebe FS,
genau dein Problem hatte ich auch einmal. Ich kann dir hier nur berichten, dass das Ganze ja psychosomatische Probleme sind und die Haut hier entsprechend reagiert. Bei mir haben keine Mittel geholfen, kein Arzt - nichts. Erst nach meiner wieder eigenen Zufriedenheit und Ausgewogenheit hat sich meine Haut im Gesicht wieder normalisiert. Interessant ist seitdem für mich, dass ich jetzt damit gut umgehen kann, d.h. wenn ich in einer Partnerschaft bin, zeigt mir meine Haut auf, ob ich mich wohl fühle oder nicht. Ich meine damit das tiefe Unterbewusstsein. Oft verdrängt man es ja und sagt sich, ach' das wird schon wieder. Aber siehe, dann bekomme ich um den Mund herum Pusteln. Mein Hautarzt meinte, dass dieses die unausgesprochenen Dinge sind, die die Haut da signalisieren. Und wenn ich dann komische Pusteln auf der Nase bekomme (sieht fürchterlich aus), dann war es in der Vergangenheit so, dass ich mir sagte: Ach' den Mann kannst du wahrscheinlich nicht mehr riechen. Dies war meine eigene Diagnose. Aber man muss natürlich hier auch evtl. andere Hautunreinheiten unterscheiden, die da mal auftauchen. So lernt man sich selber kennen. Als ich mit diesem Hautbild in der Öffentlichkeit war, entschuldigte ich mich immer, es sei eine Allergie. War wirklich peinlich, da ich sehr eitel bin. Jetzt bin ich froh, dass dieses Problem schon jahrelang nicht mehr auftauchte.
LG - es wird alles wieder gut :))
 
  • #4
O ja, ich kenne das auch!
Ich bekomme bei Streit und seelischem Schmerz Herpes an den Lippen. Das tut erstens weh und sieht außerdem auch schrecklich aus.
 
G

Gast

Gast
  • #5
Nach der Trennung von meinem ersten Freund bekam ich Nesselsucht. Überall riesige rote, dicke Flecke, die entsetzlich juckten und nur mit Kortisonbomben behandelt werden konnte.
Nach der Trennung vom Zweiten Freund, den ersten Lippenherpes, der mich wie ein Monster aussehen ließ und last not least, 20 Jahre später, rechtzeitig zu meiner Scheidung wurde ich mit akutem Nierenbluten ins Krankenhaus geschickt. Ansonsten war/bin ich nie krank.
Ich schon irre, was psychisches Leid in einem anrichten kann.
 
G

Gast

Gast
  • #6
Kann ähnliches berichten. Eine seelische Belastung kann gewaltig unter die Haut gehen.
Ich hatte keine Probleme mit der Haut, in Form von Unreinheit. Bei mir haben alle Hautnerven abgeschalten, waren blockiert. Arme, Beine und Rücken wurden komplett taub und es dauerte fast ein Jahr bis ich dort wieder etwas spürte. Kleine stellen sind heute noch (2 Jahre nach dem auslösenden Ereignis) taub und werden wohl auch nicht mehr.

Ist nicht an fast jedem alten Spruch auch was wahres dran?

w39
 
G

Gast

Gast
  • #7
Ich bin noch ziemlich unerfahren im Online-Dating und bin ein wenig erschüttert, wie anscheinend skrupelos jemand "abgehakt" wird - wobei ich mir nicht sicher bin, ob dies vor dem Internet nicht genauso passierte. Mit dem Unterschied, dass man heute vielleicht öfter diese Erfahrungen macht.
Guckt mal in das Forum "Beziehung - unter Fluchtartiges Verlassen".
Ich würde sagen, dies war eine totale Schock- wenn nicht sogar eine traumatische Erfahrung.
Leider kann man sich nicht wirklich davor schützen.
 
G

Gast

Gast
  • #8
egal, was für eine Form der Trennung einem passiert, so viele Gesichter es da gibt, wie hier beschrieben, so viele psychosomatische Folgeerscheinungen gibt es auch. Ich bekam nach der schlimmsten Phase nach der langen Ehe Angststörungen, eine Müdigkeit wie ein Schwerkranker, einen Linksdrall beim Gehen und Risse in den Mundwinkeln. Hat ein Jahr gedauert, Psychiatrieaufenthalt, Therapie etc. folgten dann. Ergebnis: Ich allein war an der Trennung schuld, trage Grundstrukturen mit mir herum, bin nicht fähig, eine Partnerschaft zu führen. Erst eine zweite Therapie brachte mich auf einen gesunden Weg, heute ist alles verschwunden, ich lebte zwei Jahre in einer glücklichen Partnerschaft, bis meine Partnerin bei einem Verkehrsunfall starb. Nun suche ich bald wieder.
 
  • #9
Konnte meine "brennende Haut" über gezielte Gedanken "ein- und ausschalten" und Experimente machen, welche Gedanken "schlimm" und weniger schlimm sind. Ziemlich abgedreht, oder? Wer solche Dinge nocht nicht erlebt hat kann es wahrscheinlich kaum glauben.
 
G

Gast

Gast
  • #10
Kurz vor der Trennung von meiner langjährigen Beziehung war meine Gesichtshaut angegriffen (sonst hatte ich nur Hautunreinheiten wegen der Periode). Als die Trennung endgültig war, wurde es immer schlimmer. Der Hautarzt diagnostizierte zudem noch Neurodermitis. Ich war zwar sehr froh über die Trennung, aber die Tatsache, dass ich so lange gebraucht hatte, um zu erkennen, auf was für einen lieblosen Menschen ich mich da eingelassen hatte, ließ mich entsprechend so aussehen: Ich schämte mich im wahrsten Sinne des Wortes für die Beziehung/Liebe zu diesem Menschen, und das schlug sich ausgerechnet im Gesicht nieder. Die Haut ist der Deckmantel der Seele. Nachdem ich das mit vielen Arztbesuchen/kosmetischen Behandlungen einigermaßen im Gesicht in den Griff bekommen habe (durch Geist/Einsicht/Willen, allgem. Wohlbefinden), breitete sich das (ersatzweise) auf Arme und Beine aus. Ich weiß, dass das alles wieder von alleine verschwinden würde, wenn eine neue Liebe da wäre. Aber die kann ich ja nicht erzwingen, zumal ich monatelang mich zuhause verkrochen habe, weil ich mich mit dem (ansonsten hübschen) Gesicht nirgendwo blicken lassen konnte (auch nicht bei Freunden), was wiederum meiner Seele nicht wohl tat. Ein Teufelskreis. Ich war sogar froh, wenn es nicht zu einem Date kam. Das hatte mich zusätzlich gestresst. Jedes Mal, wenn mich etwas aufregt, fängt das Jucken wieder an. Dagegen versuche ich mit positiveren Gedanken anzukämpfen. Ich beneide alle Leute, die eine makellose Haut haben. Das macht schon viel aus, auch wenn man kein so hübsches Gesicht hat. Ein strahlender Teint strahlt auch was aus. Ich muss mich wieder wohl fühlen in meiner Haut, dann bin ich wieder eins mit mir selbst und habe wieder volles Selbstbewusstsein und kann auf Leute zugehen. Vor allem sieht man wieder gesund aus und ist es auch!
 
G

Gast

Gast
  • #11
FS

Danke für Eure Beiträge, Ihr habt mir sehr geholfen. Ich hoffe , es geht Euch allen gut.
Mir geht es seelisch besser, obwohl ich noch schrecklich aussehe. Aber ich habe Freunde, denen das Egal ist. Un ich habe einen Mann kennengelernt, der einfach sagt, dass das wieder vergeht und mich trotzdem mag.
Viel Glück euch allen
 
Top