Laleila

Cilia
  • #91
Also ich gehe definitiv keine Beziehung ein, um sexuell "versorgt" zu sein (dafür finden man an jedem Finger 10 Affären) und löse dann die Verlobung, wenn der Partner sexuell nicht kompatibel ist. Erscheint mir irgendwie ungesund und unreif.
Eine Beziehung ist mAn in erster Linie emotionale Zugehörigkeit, eine Interessens-, Wirtschafts-, Solidargemeinschaft, welche durch Liebe und (ja auch) gegenseitige emotionale Abhängigkeit welche von außen, nicht beschädigt und gestört werden kann. Das Wissen, der Partner ist zum Teil von einem selbst geworden, jemand der Dich mehr liebt als sich selbst und immer, wirklich immer für Dich Partei ergreift. Was ist dagegen sexuelle Kompatibilität.
Sex kann man notfalls auslagern. Zumal ich Sex mit "Fremden" eh irgendwie als assistierte Selbstbefriedigung empfinde.
Warum sollte man auf die Selbstbefriediging des Partners eifersüchtig sein?
Wenn Du also, lieber FS, wegen solchem Kimderkram die Verlobung löst, tu Deiner Freundin den Gefallen und gehe ganz, damit sie jemanden finden kann, für den sie kein Sexobjekt ist.
 
  • #92
Sex kann man notfalls auslagern. Zumal ich Sex mit "Fremden" eh irgendwie als assistierte Selbstbefriedigung empfinde.
Warum sollte man auf die Selbstbefriediging des Partners eifersüchtig sein?
Wenn Du also, lieber FS, wegen solchem Kimderkram die Verlobung löst, tu Deiner Freundin den Gefallen und gehe ganz, damit sie jemanden finden kann, für den sie kein Sexobjekt ist.
auslagern kann nur ein Mensch den Sex welcher sich selbst nicht das Einheit empfindet und zwar als Körper, Geist und Seele!

Mir ist es schleierhaft, warum in einer Partnerschaft nicht auch die Sexualität neben dem Gemeinschaftsgefühll, der Solidarität und der Liebe bzw. der emotionalen Verbundenheit Platz haben soll?

Das ist doch schizophren und es gibt auch Männer, welche das gar nicht tun wollen sondern für sie das grösste wäre gerade mit der Frau, welche sie lieben weiterhin die Sexualität zu leben und nicht mit einer, die ihnen gar nichts bedeutet. Dann kann ja genauso jedermann, der sich in der vergleichbaren Situation wie @tschappi befindet am besten zu einer Prostituierten gehen, denn die Gefahr ist weniger gross, dass sich der Mann in sie verliebt und seine Partnerin verlässt. Und warum soll man eine fremde Frau dafür benutzen, die sich wiederum in den gebundenen Mann verlieben kann und dann wie ein Hund leidet? Wenn schon eine fremde Frau dann soll diese Frau auch gebunden sein, welche kein Interesse hat ihren Mann zu verlassen. Das wäre ein faires Arrangements aber die Verlobte des FS wird sicherlich damit nicht einverstanden sein.

Will der FS überhaupt mit einer anderen Frau Sex haben und seine Verlobte trotzdem heiraten? Wie wollen sie dann eine Familie gründen wenn sie keine Lust hat auf Sex oder will sie sich künstlich befruchten lassen oder aber den Akt über sich ergehen lassen zum Zwecke einer Befruchtung?
Wäre ich an seiner Stelle so würde mir die Lust vergehen.
Die Schweizer Psychologin Julia Onken hatte auch mit offenen Beziehungen "experimentiert" und sie sagte, dass sie niemals funktionieren und das alles nur ein Selbstbetrug ist.

Outsourced Sex ist die schlechteste Lösung überhaupt. Früher oder später endet das in eine. Katastrophe. Entweder andere Lösungen suchen oder sich trennen aber nicht heimlich fremd gehen oder offene Beziehung vorschlagen, weil es nur Leid bringt.
 
  • #93
Hallo @Laleila,

Du berichtest ja öfter davon, eine sehr gute Ehe zu führen, weshalb ich jetzt überrascht bin, Deine Beziehungsmaximen hier zu lesen, die so ungefähr mal auch meine waren (war 22 Jahre mit meinem Exmann zusammen), und die mir aber in der Analyse gehörig ausgetrieben wurden, und worüber ich auch froh bin, denn mir hatten sie die Augen vor großen Problemen in der Ehe eher verschlossen. Also gerade der Punkt, dass man den Partner mehr lieben solle als sich selbst, sehe ich sehr kritisch: man kann nur Liebe geben, wenn man weiß, wie Selbstliebe geht. Sonst ist der Partner dafür da, dafür zu sorgen, dass ich mich annehmen kann, und das wird ihm auf Dauer nicht gelingen. Er muss dann tatsächlich zu einem Teil von mir werden, und sich dafür verbiegen. Ich mich für ihn, damit er das leisten kann und das Verhältnis aufrecht erhalten werden kann. Das, was du beschreibst, ist das romantische Liebesdideal, Stoff von Gedichten, Filmen und Eurovision Song Contests - aber es hilft nicht dabei, mich zu kennen und den Partner zu kennen. Letztlich, so die Analytiker, kann ich nur in Liebe zusammen kommen, wenn ich mich auch trennen kann. Wenn ich erst ein Teil des Partners bin, ist dies nicht mehr möglich. Ich weiß gar nicht, wer wer ist, und um wessen Bedürfnisse es geht. Ich habe mich dann abhängig gemacht (ein Teil des Partners ist ja Teil von mir) und kann somit nicht mehr genau sagen, was ich eigentlich möchte, was der Partner. Denn das stimmt ja nie überein.

In einer solchen Beziehung kommt es dann ganz oft auch dazu, dass die sexuelle Lust erlischt. Wenn man sich so weit angezogen hat, dass man Teil von einander geworden ist, kann Begierde auf das Andere nicht mehr aufkommen.

Gleichzeitig sehe ich es aber auch so, dass Sex nicht an erster Stelle der Erwartungen an eine langjährige, gelungene Beziehung stehen sollte - und darum geht es ja hier, der FS will ja heiraten. Wie @Lionne69 würde ich davon auch erst einmal abraten und herausfinden, wer ich bin, was ich möchte, und was sie.
 
  • #94
Wenn Du also, lieber FS, wegen solchem Kimderkram die Verlobung löst, tu Deiner Freundin den Gefallen und gehe ganz, damit sie jemanden finden kann, für den sie kein Sexobjekt ist.
Natürlich ist auch in einer Beziehung eine Frau Sexobjekt, genau wie der Mann auch. Ist eines der wichtigsten Dinge in einer Beziehung, denn alles andere kann man auch mit seinen Freunden haben. Ist für mich absolut kein Kinderkram, ich könnte niemals eine Beziehung führen, in der kein Sex mehr stattfindet.
Auch deine Definition einer Beziehung kann ich überhaupt nicht teilen. Ich möchte keinen Partner, der ein Teil von mir geworden ist und mich mehr liebt als sich selbst oder immer für mich Partei ergreift, auch wenn ich im Unrecht bin. Das wäre für mich keine Beziehung auf Augenhöhe, sondern ich würde einen Partner zum Ausgleich meiner Defizite benutzen. Auch alles andere sollte man nicht von seinem Partner brauchen, wirtschaftlich sollte man unabhängig sein, Interessen und Solidarität sollte man auch mit seinen engen Freunden teilen.

Lieber FS,
du stellst in Hinblick auf deine Beziehung genau die richtigen Fragen zur richtigen Zeit. Eine Beziehung ohne Sex ist zum Scheitern verurteilt, ebenso wie man mit einem Partner nur schwerlich eine gute, stabile, tragfähige Beziehung führen kann, wenn dieser sich selbst so wenig attraktiv findet, dass er keine Liebe annehmen und geben kann. Ich habe nach deinen Beiträgen nicht den Eindruck, dass es an dir liegt, sondern mehr an deiner Verlobten, bei ihr ist etwas erhebliches im Argen. Die Frage ist was und kann sie das überwinden? Bedenklich finde ich insbesondere, dass sie bereits über Schönheits-OPs nachgedacht hat. Allerdings bist du nicht ihr Therapeut, du kannst ihr da nicht helfen, das kann nur sie selbst und sie muss es wollen. Dafür muss der Leidensdruck groß genug werden und diesen Druck scheint sie gerade (unbewusst?) zu erhöhen, indem sie eure Beziehung in Gefahr bringt.
Was du tun kannst? Versuche ruhig und souverän mit der Situation umzugehen. Zeige ihr, dass du grundsätzlich da bist für sie, aber dass sie ihre Probleme erkennen, angehen und in Griff bekommen muss, weil es sonst für euch nicht weitergehen kann. Wenn das Problem (auch) darin liegen sollte, dass sie dich nicht genug liebt, dann muss das jetzt geklärt werden, denn dann hat es keinen Sinn zu heiraten, weil die Ehe scheitern wird.

w/42
 
  • #95
Was ist dagegen sexuelle Kompatibilität.
Sex kann man notfalls auslagern. Zumal ich Sex mit "Fremden" eh irgendwie als assistierte Selbstbefriedigung empfinde.
Eben deswegen kann man ihn nicht gänzlich auslagern. Was soll denn eine Beziehung nur mit Selbstbefriedigung sein? Das ist WG mit gutem Freund, wo ist da die innige Verbundenheit?
Es gibt vielleicht Leute, die Sex nicht als das sehen, was es für andere Menschen sein kann, sondern nur für Triebabfuhr. Und in einer Situation, in einer keinen Sex mehr "bieten" kann, könnte er das seinem Partner vorschlagen, doch eine Affäre zu starten. Aber ich denke, wenn man Sex als Verbindung mit Liebe und Tiefe, mit gefühlsmäßiger Verbindung mit dem anderen sieht, gibt das Probleme, weil es eben nicht mehr nur assistierte Selbstbefriedigung ist für diese Leute.
Sex fühlt sich doch ganz anders an, wenn man liebt. Insofern sollte er wirklich in irgendeiner Form stattfinden in einer Beziehung. Falls es kein GV mehr sein kann, anders eben, aber die emotionale Nähe muss erhalten bleiben, sonst finde ich hier nichts mehr, was die beiden Menschen als Paar verbindet. Man braucht sich nun nicht über Definitionen zu streiten, und manche Leute finden "gute Kameradschaft" als Beziehung ausreichend. Mir würde das zu wenig sein.
 
  • #96
Ich bin sehr verwundert hier über viele Beiträge!
Der Unterschied zwischen Freundschaft und Beziehung ist nur Sex?!?
Nein, meinen Mann LIEBE ich, mit meinen Freunden verbindet mich etwas anderes...
Wer eine Beziehung nur hat um Sex zu haben: für den ist der Partner nur ein Sexobjekt. Nicht mehr und nicht weniger. Und alles andere unternimmt man mit Freunden?
Genau das hat seine Freundin dem FS ja eh schon vorgeworfen: dass er "Alleingänge" unternimmt (was auch immer das sein mag...) und dass er zu WENIG für die Beziehung tut: ihm jetzt zu raten, noch mehr einen auf Macho und PUA zu machen (der Weg des wahren Mannes...), ist doch völlig daneben!
Anscheinend will unser Fs nicht an seiner Beziehung arbeiten, hat ihr einen Heiratsantrag gemacht, damit sie die Klappe hält - und wundert sich jetzt, dass sie am Ende wollte, dass er mehr in die Beziehung investiert statt ein hohles Versprechen zu geben...

Verwundert bin ich auch darüber, dass hier so getan wird, als ob an jeder Ecke nur Frauen drauf warten würden, jeden Tag Sex mit dem FS zu haben: weil es ja so viele nymphomane, dauerrattige Frauen gibt, sind alle Partnerschaftsforen dieser Welt voll mit der Frage des FS...
 
  • #97
Ich bin sehr verwundert hier über viele Beiträge!
Der Unterschied zwischen Freundschaft und Beziehung ist nur Sex?!?
Nein, meinen Mann LIEBE ich, mit meinen Freunden verbindet mich etwas anderes...
Wer eine Beziehung nur hat um Sex zu haben: für den ist der Partner nur ein Sexobjekt. Nicht mehr und nicht weniger. Und alles andere unternimmt man mit Freunden?

Falls du auch auf meinen Beitrag anspielst: Da hast du mich falsch verstanden. Ich meine nicht, dass man eine Beziehung nur hat um Sex zu haben, sondern dass Sex das Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu den Beziehungen mit allen anderen Menschen in Leben ist. Will sagen: Alles andere (Interessen, Solidarität, Verständnis, Liebe) kann man auch mit Freunden und Familie haben und teilen.

Wie man hier an den Beiträgen sieht, ticken die Menschen allerdings sehr unterschiedlich in Hinblick auf die Bedeutung von Sex in einer Beziehung. Bei einigen ist die Bedeutung höher und bei anderen niedriger. Das muss passen, damit eine Beziehung für beide gut ist.

Beim FS ist aber das Problem, dass es bisher gepasst hat und dann relativ übergangslos nicht mehr. Deshalb muss er klären, woran das liegt, ob es wieder passen könnte und was er und seine Verlobte dafür tun können. Es ist keineswegs der normale Lauf der Dinge, dass Sex in einer Beziehung immer unwichtiger wird und andere Dinge wichtiger und sich der FS damit abfinden muss.
 
  • #98
Bedenklich finde ich insbesondere, dass sie bereits über Schönheits-OPs nachgedacht hat. Allerdings bist du nicht ihr Therapeut, du kannst ihr da nicht helfen, das kann nur sie selbst und sie muss es wollen. Dafür muss der Leidensdruck groß genug werden und diesen Druck scheint sie gerade (unbewusst?) zu erhöhen, indem sie eure Beziehung in Gefahr bringt.

Denke auch, dass vorallem da der Hase im Pfeffer begraben liegen könnte. Hätte sie einen kleinen Busen (AA/A Körbchen) würde man ihren Wunsch nach einem grösseren Busen nachvollziehen können, aber sie hat ja bereits ein C-Körbchen... Oder ist sie selbst sehr gross und kräftig gebaut, sodass es von den Proportionen her besser passen würde?
Auch glaube ich nicht, dass es eine Ausrede ist. Frauen, die mit sich u/o ihrem Körper nicht im reinen sind, können u.a. auch Probleme in der Sexualität haben.
Warum das erst jetzt so richtig zum Vorschein kommt, weiss ich nicht. Vielleicht ist es die Verlobung und die Aussicht auf die Hochzeit, eventuell Angst es vorher zu vermasseln oder nicht gerecht zu werden..

Fakt ist aber: Ich bin so nicht glücklich. Bin ich nicht glücklich - heirate ich nicht.
Finde ich vernünftig.
 

Laleila

Cilia
  • #99
Eben deswegen kann man ihn nicht gänzlich auslagern. Was soll denn eine Beziehung nur mit Selbstbefriedigung sein? Das ist WG mit gutem Freund, wo ist da die innige Verbundenheit?

Nein void, für mich entsteht innige Verbundenheit über viele andere Dinge, aber nicht durch Sex. Den kann ich mit jedem gutaussehenden Mann haben. Sex ist für mich nichts was emotional verbindet. Es ist einfach nur Sex, Triebbefriedigung. Ich kann auch diese verkitschte Romantisierung von Sexualität nicht verstehen. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es ein immer noch überiggebliebenes Mem aus der christlichen Moralvorstellung.

In einem Punkt stimme ich mit Dir überein. Sex mit einem Menschen den ich liebe, fühlt sich anders an. Warm, nah, vertraut, wie sehr intensives Kuscheln. Daher leben wir sehr viel körperliche, emotionale Nähe. Sex mit einen tief geliebten, emotional Vertrauten ist herzerwärmend...ja.
Geil....nein!

@Rabentochter
Ich liebe mich selbst, es fühlt sich gut und richtig an. Und nur daher kann ich meinen Mann noch mehr lieben als mich. Vorausgesetzt er fühlt ebenso. Deine Befürchtungen treffen auf Menschen zu, welche sich nicht selbst lieben können und daher auf die Liebe von anderen angewiesen sind.
Auch wenn wir uns als emotionale Einheit fühlen, haben wir neide noch Zugang zu eigenen Bedürfnissen und leben die auch.

Und @ Rabentochter, belies Dich doch mal zu den Studien, wissenschaftlichen Erhebungen und logischen Schlussfolgerungen zur partnerschaftlichen sexuellen Lust in längeren Beziehungen. Aber nich in Laienforen. ;-)
 
  • #100
Der Unterschied zwischen Freundschaft und Beziehung ist nur Sex?!?
Hrmpf,

das geht zwar etwas vom Thread ab... aber irgendwie... ja, doch, als Mann empfinde ich das eigentlich so. Ich würde für meine besten Freunde fast alles tun, wahrscheinlich sogar mein Leben riskieren, für meine Kinder sowieso.

Allerdings habe ich den Eindruck, dass sehr viele Menschen einfach überhaupt keine "besten Freunde" in diesem Sinne haben... (?)

manchmal
 
  • #101
Nein void, für mich entsteht innige Verbundenheit über viele andere Dinge, aber nicht durch Sex.
Für mich ist es beides, also ich habe auch schon eine Phase gehabt, in der ich ONS hätte haben können, wenn ich der Typ dazu wäre. Einfach vom Gefühl her, dass ich Sex als Trieb ausleben hätte können ohne Emotionen. Aber das wäre geworden, wie Du beschrieben hast, Selbstbefriedigung mit Hilfe eines anderen. Die Phase war dann irgendwann vorbei, ohne dass ich das ausgelebt hätte.
Mittlerweile ist das bei mir wieder verbunden mit dem Wunsch, sich GANZ dem anderen beim Sex zu öffnen, also kein emotionales Getrenntsein zu empfinden. Mit anderen Worten, ich müsste verliebt sein, um Sex zu wollen.

Ich kann auch diese verkitschte Romantisierung von Sexualität nicht verstehen.
Das ist bei mir nichts verkitschtes, weil ich das so empfinde. Wäre es Kitsch, wäre es ja eine Vorstellung, Idealisierung, eine Kopfsache. Ich will anderen Menschen körperlich nicht so nah sein, zumindest die letzten Jahre und jetzt nicht, ohne dass ich nicht auch das Gefühl hätte, der Rest von mir wäre dem Mann nah.

Kann gut sein, dass das Christentum die Romantisierung in die Welt gesetzt hat, vermutlich, um dafür zu sorgen, dass ein Mann nur seine Nachkommen durchfüttert oder um einzudämmen, dass zig Kinder neben einer Beziehung entstehen, die keinen Vater haben, der für sie sorgt, also quasi zu viele AE-Frauen vor über 2000 Jahren? Wurde dann auf die böse Verführerfrau abgewälzt, dass Männer mit ihr fremdgehen müssen und sich danach nicht mehr kümmern.
 
  • #102
@tschappi was mich wundert ist, dass ihr bis zu eurer Verlobung im Dezember regelmässig miteinander geschlafen habt und du beschreibst den Sex mit ihr als sehr gut, aber vor 4 Monate sozusagen im Januar hat sie die Lust verloren und weist dich bei deinen Annäherungsversuchen fast immer zurück.

Wenn eine Frau sich nicht sexuell attraktiv findet dann schläft sie auch vorher nicht mit ihrem Freund und nicht erst nach der Verlobung. Ich glaube das Argument mit dem Aussehen ist nur vorgeschoben und da ich nochmals deinen Beitrag durchgelesen habe, habe ich das Gefühl, dass sie in Wirklichkeit Bindungsängste haben könnte, weil ihr bewusst wurde, dass das "Ende" gekommen ist.
Die Verlobung ist der vorletzte Schritt vor der Hochzeit und die Ehe wird von manchen Menschen als "Gefängnis" gesehen, als etwas endgültiges und unveränderbares aus dem es kein Entkommen mehr gibt und die Ehe wird als eine Institution empfunden in welcher man nicht frei ist und tun kann, was man will, sondern für den Rest des Lebens Verpflichtung übernehmen, Kompromisse eingehen, Rücksicht nehmen, Verzicht auf etwas üben müss.

Es kann sein, dass ihr das bewusst geworden ist und dass sie das ängstigt und in Wirklichkeit vielleicht gar nicht heiraten möchte und das ist auch der Grund, warum sie dich sexuell zurück weisst, damit du dich auch trennst und sie damit von der Verbindlichkeit und Erwartungen an sie befreist

Wer von euch beiden wollte die Verlobung und die Heirat sie oder du?

Mir ging es mit einem Exfreund genauso, als mir plötzlich bewusst wurde, dass ich eine feste verbindliche Beziehung führen und nicht mehr alles tun kann was ich will und ich Angst dass sich jetzt verpflichtet bin nur mit ihm zusammen zu sein. Wäre am liebsten bereits nach vier Mon. abgehauen. Er war zu anhänglich und ich hatte fast keine Luft zum Atmen.
Es packte mich die Angst immer und ewig an ihn gebunden zu sein und nur mit ihm schlafen zu müssen, bis ich realisierte, dass ich jederzeit gehen kann, wenn ich in dieser Beziehung unglücklich sein sollte.

Ich vermute, dass es deiner Verlobte jetzt auch so geht. Frag sie danach, ob sie Angst hat vor dem Gefühl der Endgültigkeit und Unabänderlichkeit, um nicht Gefangenschaft zu sagen.

Nochmals: das ständige Zurückweisen könnte ihren Wunsch sich zu befreien ausdrücken aber nicht von sich aus, sondern, dass du sie befreist, indem du die Beziehung beendest. Diese Ängste sind übrigens meistens unbewusst.
 
  • #103
In einem Punkt stimme ich mit Dir überein. Sex mit einem Menschen den ich liebe, fühlt sich anders an. Warm, nah, vertraut, wie sehr intensives Kuscheln. Daher leben wir sehr viel körperliche, emotionale Nähe. Sex mit einen tief geliebten, emotional Vertrauten ist herzerwärmend...ja.
Geil....nein!
Dann macht Frau etwas grundsätzlich falsch, wenn sie sich gerade vor ihrem geliebten Mann nicht erlaubt, sich so zu zeigen, wie sie im tiefsten innersten empfindet - nämlich auch sexuelle Geilheit! Im Grunde genommen tun das sehr viele Frauen: sie verstecken oder verbergen einen Teil ihrer Persönlichkeit, verbergen bestimmte Facetten, weil sie Angst haben was den Ehepartner über sie denken wird dessen bin ich mir sehr bewusst, denn auch ich war früher so bis ich einmal den Knopf gedrückt habe und mir dachte: "jetzt aber öffne ich mich ganz und gar und zeige, was alles in mir steckt, die volle Leidenschaft und Hingabe."

Dann macht die Frau wirklich etwas falsch und sie hat nur Angst, wie ihr Mann sie dann ansehen wird und auch Angst, dass er sie als eine "verdorbene Frau" betrachtet und seine Liebe und Respekt für sie verliert.

Auch hier in diesem Forum habe ich von Frauen gelesen, die bereits geschrieben hatten sie hätten den geilsten Sex nur in einer Affäre. Sie beweisen damit, dass sie einen geilen Sex haben können doch, warum nicht auch mit ihrem Partner denselben leben? Warum verdrängen sie dann diesen Teil ihrer Persönlichkeit und leben nicht auch das aus neben den zärtlichen, innigen und wärmenden Sex mit dem Mann?

Das ist eben diese Spaltung von der ich oben geschrieben habe! Die Persönlichkeit wird gespalten bzw. die Sexualität wird in zwei Teile gespalten: der eine Teil wird mit einem Affärenmann ausgelebt und der andere mit dem Ehemann. So ähnlich wie sexuell dominante Männer, die zu eine Domina gehen aber vermutlich auch kuscheligen Sex mit einer Frau zu Hause haben.

Das ist für mich wirklich ein bisschen krank.
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #104
@tschappi was mich wundert ist, dass ihr bis zu eurer Verlobung im Dezember regelmässig miteinander geschlafen habt und du beschreibst den Sex mit ihr als sehr gut, aber vor 4 Monate sozusagen im Januar hat sie die Lust verloren und weist dich bei deinen Annäherungsversuchen fast immer zurück.
Ja Mandoline, genau das habe ich in meinem Post Nr. 56 auch schon bemerkt. Darauf wird einfach nicht eingegangen.
Ich denke, es hat auch andere Ursachen. Vielleicht ein anderer Mann?
Dann macht die Frau wirklich etwas falsch und sie hat nur Angst, wie ihr Mann sie dann ansehen wird und auch Angst, dass er sie als eine "verdorbene Frau" betrachtet und seine Liebe und Respekt für sie verliert.
..oder der Mann erkennt seine Ehefrau nicht wieder und wittert etwas anderes, nämlich auch einen anderen Mann?
Das finde ich tatsächlich auch etwas krank.
 
  • #105
Dann macht Frau etwas grundsätzlich falsch, wenn sie sich gerade vor ihrem geliebten Mann nicht erlaubt, sich so zu zeigen, wie sie im tiefsten innersten empfindet - nämlich auch sexuelle Geilheit!
Ich habe den Eindruck, dass sich viele Paare gar nicht darum kümmern, ob sexuelle Kompatibilität in der Beziehung vorhanden ist, wenn sie sich als Beziehungspartner kennenlernen. Ich bin in meiner Exbeziehung ja auch davon ausgegangen, dass diese sexuelle Komponente bei meinem Exfreund genauso gestrickt ist wie bei mir, zumal er ja kein Problem hatte, unseren Sex super zu finden. Das ist aber eine ganz individuelle Energie, die jeder hier hat, und das passt manchmal genauso wenig zusammen wie die Kommunikation oder der Sinn für Humor oder wie man sich zeigt, dass man sich liebt.
Das Blöde ist, dass das schnell überlagert wird von anderen Problemen oder eben guter Übereinstimmung. Wenn man sich dauernd streitet oder einer sich als Objekt zu fühlen beginnt, nützt die sexuelle Kompatibilität nichts, weil zumindest oft die Frau auf Sex keine Lust mehr haben wird (gibt es natürlich auch bei Männern, die keinen Bock auf Sex haben, wenn sie sich in der Beziehung nicht emotional auch wohl fühlen). Wenn man sich generell toll versteht, aber der Sex nicht funktioniert, bleibt nur, die Beziehung zu öffnen und den "geilen Sex" woanders zu suchen (das ist nicht auf Laleila bezogen, ich kenne ihre Beziehung ja nicht und jeder hat vermutlich andere Prioritäten. Ich meine es allgemein, wenn man nicht leiden will in einer Beziehung).

Den Gedanken, dass die Freundin des FS kalte Füße gekriegt haben könnte, finde ich sehr interessant. Das wäre auch ein schlüssiger Ansatz.
 

Laleila

Cilia
  • #106
Im Grunde genommen tun das sehr viele Frauen: sie verstecken oder verbergen einen Teil ihrer Persönlichkeit, verbergen bestimmte Facetten, weil sie Angst haben was den Ehepartner über sie denken wird dessen bin ich mir sehr bewusst, denn auch ich war früher so bis ich einmal den Knopf gedrückt habe und mir dachte: "jetzt aber öffne ich mich ganz und gar und zeige, was alles in mir steckt, die volle Leidenschaft und Hingabe."

Dann macht die Frau wirklich etwas falsch und sie hat nur Angst, wie ihr Mann sie dann ansehen wird und auch Angst, dass er sie als eine "verdorbene Frau" betrachtet und seine Liebe und Respekt für sie verliert.

Liebe Mandoline, Menschen sind sehr verschieden. Deine These beruht auf Deiner persönlichen Erfahrung und trifft bei mir sowas von gar nicht zu. Ich hatte in den ersten Jahre wilden, außergewöhnlichen, tabulosen, geilen Sex mit meinem Mann und wenn ich mich komplett habe gehen/fallen lassen, dann immer nur bei ihm.
Es hat sich an den äußern Umständen, an unserer Experimentierfreudigkeit u.s.w. nichzs verändert seitdem. Außer:
Ich kenne ihn in- und auswendig, liebe ihn immer tiefer, die Vertrautheit hat die Geilheit verdrängt.
Leidenschaft löst bei mir nur das völlid Neue, dss komplett fremde, DER komplett Fremde aus.
Und wenn ich den Statistiken vertrauen kann, passiert dies nach 1-5 Jahren in jeder , sich vertiefenden, vertrauter werdenden, Beziehung. Bei Frauen eher, bei Männern dauert der Prozess deutlich länger.
Ausnahmen sind Fernbeziehungen, On/Off-Beziehungen, LAT'S. Also in allen Beziehungsformen, in denen man sich nicht ständig sieht, etwas Unsicherheit vorhanden und durch längere Trennungsphasen die Sehnsucht stark ist.

Das würde auch zur Freundin des FS passen.
 
  • #107
Ich kenne ihn in- und auswendig, liebe ihn immer tiefer, die Vertrautheit hat die Geilheit verdrängt.
Leidenschaft löst bei mir...
Das kann nur passieren, wenn man es zulässt und wenn man es schafft selbst in einer festen langjährigen Beziehung den Partner immer neu zu begegnen als hätte man ihn gerade kennen gelernt oder wenn man sich auch bewusst wird dass nichts im Leben selbstverständlich ist nicht mal das eigene Leben, dann stürzt man sich voll ins Liebesleben und man spürt auch wieder die Geilheit da bin ich 100 % sicher. Denn ich habe immer jede Begegnung nicht als selbstverständlich genommen, sondern immer als ein neues Geschenk auch in meinen Beziehungen. Nur Menschen, die ihren Partner als eine Selbstverständlichkeiten an ihrer Seite betrachten verlieren die vollkommene Leidenschaft und Geilheit. Wenn man sich bewusst wird, dass man einen Menschen wirklich niemals komplett kennen kann, so bleibt er immer für einen ein kleines Rätsel, welches zu entdecken und erforschen gilt.

Nicht selten fallen Frauen aus allen Wolken, wenn sie erfahren, dass ihr Mann vielleicht einen Fetisch hat oder in Wirklichkeit auf SM steht, sie plötzlich eine dunkle unbekannte Seite an ihm entdecken. So wie auch der Fall einer deutschen Frau bekannt wurde, welche mit einem Mörder verheiratet war, welcher einige Homosexuelle tötete, bis er gefasst wurde. Sie hatte keine Ahnung, dass sie in Wirklichkeit mit einem
Mörder verheiratet war und erkannte daran, dass man einen Menschen niemals wirklich kennen kann.

Viele Männer aber auch Frauen haben bestimmte sexuelle Fantasien und trauen sich niemals, sie ihrem eigenen Partner zu erzählen und wenn sie sie ausleben wollen dann ausserhalb ihrer Beziehung. Dass Männer sagen: "ich kann meiner Frau nicht sagen, dass ich devot bin und mir wünsche erniedrigt und geschlagen zu werden."

Selbst wenn ich 100 Jahre mit einem Mann zusammen lebe, werde ich nie behaupten dass ich ihn in- und auswendig kenne. Die menschliche Psyche ist viel zu komplex als das zu behaupten, wenn man bedenkt, dass Menschen sich auch selbst persönlich nicht gut kennen.
Ich lebe mit diesem Bewusstsein, dass ich niemals einen anderen so richtig kennen lernen kann und dass er mir trotzdem ein Stück weit ein unbekanntes Wesen bleiben wird und ich ihm hoffentlich auch. So kann man für einander immer frisch und neu bleiben und sich wieder wie zwei Fremde begegnen, so wie am Anfang.
 
  • #108
@Laleila: Du lebst ein Beziehungsmodell, das sehr ungewöhnlich ist. Klingt irgendwie schön - irgendwo auch beneidenswert.
Danke für die ungewöhnlichen Einblicke, was auch gehen kann zwischen Mann und Frau.

Aus deiner, völlig anderen Perspektive heraus ist klar, dass du das Problem des FS völlig anders einordnest. Nur: für uns Normalsterbliche, die auch die sexuelle Erfüllung in der einen Beziehung suchen und finden möchten, ist das nunmal ein ernsthafter Faktor, der das Scheitern der Beziehung bedeuten wird, wenn keine gemeinsame gangbare Lösung dafür gefunden werden kann. Die Option, die sexuellen Bedürfnisse anderweitig ("ausgelagert") auszuleben, erfordert ja nicht nur ein völlig anderes eigenes Herangehen an das Thema sondern auch einen entsprechenden Partner (den du ja offenbar hast) - und die/den gibt’s ja auch nicht an jeder Ecke.
Dass man doch eh 10 Affären an jedem Finger problemlos haben könne - das ist m.E. eine völlig verzerrte Perspektive. Das mag für manche attraktive Frau ja noch gelten, aber für den "normalen" Mann (der nicht zu der Handvoll Super-Womanizer gehört) ist das sicher nicht die Erlebniswirklichkeit.

@BlackBetty: Deida ist nicht pick-up/PUA. Ich halte generell nix von der pick-up-Szene; trotzdem kann man dort auch Nachdenkenswertes finden und gute Denkanstöße. Alles, was den Mann wieder näher zu sich selbst führt - und darum geht es dort AUCH recht häufig - ist sicherlich gut. Alles, was aufs Verstellen, Blenden, Manipulieren abzielt - schlimmer als nutzlos. Um letzteres gehts bei Deida aber genau nicht und selbst die Betaisierungs-Umkehr zielt im Grundsatz ja darauf ab, den Mann wieder von dem zu befreien, was er sich selber in Anpassung an die Wünsche der Frau an unguter Veränderung angetan hat.

Leimbach: "Der Mann muss sich für die Partnerin ein Stück weit betaisieren lassen: wenn er nur seine Freiheit auslebt...wird die Partnerschaft nicht sehr lange Bestand haben. Dieser Prozess der Anpassung an die Frau ist schleichend und meist unbewusst...Der einstige unabhängige Alpha-Mann wird zu einem lieben, ungefährlichen und schließlich treudoofen Beta. Und damit auch todlangweilig und unerotisch. Er verliert die Führung und bekommt immer mehr Angst vor Konflikten mit der Partnerin...
Die Frau steckt ihrerseits auch stets in dem Dilemma: ein wilder Alpha für den Sex, das Abenteuer und den Spaß, ein Beta als lieber Partner und Familienvater. Das ist ein zentraler Grund, warum viele Partnerschaften nicht funktionieren."
 
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