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  • #1

Das Mister Robinson Phänomen

Mich interessiert, was die Meinungen zu dem Thema sind. http://www.welt.de/vermischtes/partnerschaft/article6409774/Frau-ab-40-sucht-jungen-Mann-und-das-ist-gut-so.html?wtmc=RSS.Panorama.Partnerschaft Ich (39) bin mit meinem Mann(26) seit 7 Jahren ein Paar. Eine Liebschaft ist es nicht, sondern eine Liebe. Ein Kind (5) haben wir auch. Das zweite ist gerade in Erwartung. Mich ärgert, dass hier von Toyboy die Rede ist. Mein Mann ist kein Toyboy. Die Gründe für unser Gelingen in der Ehe stimmen dennoch mit den dort genannten Gründen überein. Wie ist das bei anderen? Welche Erfahrung habt ihr gemacht?
 
  • #2
Also ehrlichgesagt, kommt mir das auch immer etwas merkwürdig vor, wenn ich ein Paar sehe, bei dem er wesentlich jünger als sie ist. Man hat dann immer den Eindruck, dass das eh nur was "Sexuelles" sein kann, gerade wenn auch noch das Thema Kinder akuell ist. Gerade wenn Dein Mann erst 26 Jahr ist, kann er auch erst in 10 Jahren nochmal den Wunsch nach einem dritten Kind bekommen und Du bist ja dann schon 49 Jahre und eine Schwangerschaft ist dann ja auch nicht gerade ungefährlich. Sehe hier auch möglicherweise ein Problem der Reife: Wenn er zum Beispiel studiert und das Studium zu Ende ist, ist das häufig der Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt und nicht selten das auch das Ende einer längjährigen Beziehung (selbst erlebt). Ich sehe da leider noch einige Probleme auf Euch zukommen...Aber lass Dich doch nicht verrückt machen, trete einfach selbstbewusst auf und stehe über den blöden Kommentaren, das ist doch häufig nur der Neid er Besitzlosen. Und den Toy-Boy-Verdacht würde ich eher als Kompliment nehmen ;) Schließlich habt Ihr ja beide was davon: Er: eine erfahrene Frau, Du: einen jungen drahtigen Mann. Wo ist das Problem? Ich wünsche Euch alle Gute!
 
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  • #3
Ich sehe das nicht so negativ. Wie häufig ist die Frau jünger? Immer noch mehr wie anders herum. Und es werden soviele Ehen getrennt!
Die Scheidungsrate scheint auf alle Fälle geringer zu sein, wenn die Frau einen Jüngeren hat.

w mit jüngerem Mann.
 
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  • #4
Lass Dir nichts einreden, wenn ihr beide so zufrieden seid, dann schei.. auf die Meinung der anderen. Empfehle ich auch Paare, wo ein Unterschied von so 10 Jahren ist. Jede Beziehung ist einzigartig. Jeder ist verantwortlich für sein eigenes Glück. Genieße es einfach.
 
  • #5
wo ist das problem?
eine freundin von mir ist auch 16 jahre älter als ihr mann und sie sind froh und glücklich verheiratet.
 
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Mooseba

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  • #6
Dieser Artikel ist sehr lehrreich, aber in einem Punkt bin ich wieder kurz vorm Austicken. Ich zitiere:
"Gesellschaftlich würden diese Beziehung in Zukunft auch mehr Akzeptanz erfahren, davon ist die Forscherin überzeugt. Der Trend setze sich allein schon deshalb fort, weil Frauen immer mehr beruflich unabhängig und erfolgreich sind. Denn 'bei den besonders gebildeten Frauen kommt noch der Faktor hinzu, dass sie schwer einen Mann in ihrer Altersklasse finden, der ihnen ebenbürtig ist....'"

Also ich kenne keine Frauen in diesem Alter, die mir, und ich bin erst 28, in Sachen Allgemeinbildung und philosophischem Interesse ebenbürtig sind. Und ich halte mich für überdurchschnittlich belesen - aber auch nur deshalb, weil ich mehr und mehr erfahren habe, was andere Menschen so lesen.

Diese Frauen haben eine hervorragende Lebenserfahrung, von der viele, auch gleichaltrige Männer nur lernen können (und es aus purer Arroganz leider nicht wollen). Aber intellektuelle Interessen beschränken sich auch dort oft auf die Dinge, die man "nur" benötigt. Und seichte Romane oder Lebensberatungsbücher sind nun mal keine Literatur. Menschen nach ihrem Beruf, nach ihrer Ausbildung oder nach ihrem Einkommen hinsichtlich außerberuflichen Fähigkeiten, Allgemeinbildung und kulturellem Interesse zu bewerten, ist sowieso kompletter Mumpitz.

Ich könnte so ein Mann sein (bin aber zu meinem Glück vergeben): jugendliche Frische und kulturelle Aufgeschlossenheit. Leider ist das Auswahlschema das gleiche, wie es junge Frauen anwenden, die es sich leisten können, in ihrem Alter noch wählerisch zu sein: "Er muss doch nicht perfekt sein sein." = also eigentlich doch.

Bei solchen Artikeln denke ich mir manchmal, dass du als Mann interessiert, aufgeschlossen, zuvorkommend sein kannst wie du willst - du hast im 21. Jahrhundert schlichtweg das falsche Geschlecht erwischt. So ein Pech aber auch, ich wollte gerade mein Mann-sein genießen.
 
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  • #7
@5
Dass viele Männer sich heutzutage als benachteiligt sehen, fälllt mir immer stärker auf.
Woher kommt das nur?
Du bist vergeben, also sei doch froh und munter.

Ich (41) habe einen IQ=158. Sowohl mit diesem, als auch mit meiner Bildung konnte bisher nur ein sehr kleiner Kreis mithalten. Darin befinden sich zwei Männer. Einer davon ist mein Partner (29). Sehr wenige Menschen konnten mir bisher etwas (geistig) geben. Das macht traurig.

An meinem Partner schätze ich im Verhältnis zu älteren Männern besonders sein respektvolles Verhalten, die Empathie und die Erotik.
 
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  • #8
Aber was ist in 20, 30 Jahren? Da sind dann die lockeren, aufgeschlossenen Männer von heute, die angeblich moderne Generation, alt. Sind die dann immer noch cool? Was ist dann mit den Frauen die jetzt 46 oder so sind. Das soll noch funktionieren? Da gibts dann sicher auch wieder ne Ablöse. Dann werden aus Partnern wirklich nur noch Lebensabschnittsgefährten.

Der Artikel ist zu populistisch geschrieben.
Die Art der Anbahnung, wie sie da beschrieben ist, funktioniert in jedem, mit jedem Alter! Wer sich unverfänglich kennenlernt hat bessere Chancen auf eine glückliche Bindung.
Wenn die Jahre der aktuell altbackenen ungeliebten Herren vorbei sind, dann müsste es ja in fast allen Altersbereichen tolle Männer geben.. was?!

Männer toll ab 30 Jahren, ach Nein, der Mann der FS ist ja erst 26, also
Männer toll ab 26 Jahren.
Frauen? So ab 35?

Oder redet man sich das Leben(salter) schön, in dem man grad ist, weil ein anderes hat man zur Zeit eh nicht?
 
  • #9
Und liebe FS, was willst Du von uns? Absolution?

Hey, nicht hinterfragen sondern geniessen und versuchen zusammen alt zu werden. Wie jeder andere auch. Du bist ja völlig zufrieden damit, Eure Ehe funktioniert- also wieso machst Du Dir einen Kopf darum was andere denken mögen?

Ich persönlich würde mir einen solchen Altersunterschied eher nicht antun, egal in welche Richtung. Augenhöhe und eine gleichberechtigte Partnerschaft ist da halt schwieriger- unmöglich jedoch nicht. Nur eines muss Dir schon auch klar sein- er war 19 als Ihr zusammengekommen seid, also noch ein halbes Kind (ja, Deinen Aufschrei hör ich schon) Du musst damit rechnen dass er sich noch sehr verändern wird und sich möglicherweise in eine andere Richtung entwickelt als Du.
 
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  • #10
@8

So mancher Mann in den Zwanzigern ist reifer, als einer der einige Jahrzehnte älter ist.
Reife hat zum einen zwar etwas mit Lebenserfahrung, zum anderen aber mit der produktiven Verarbeitung von Erlebnissen.

Ein 50 jähriger Bildzeitungsleser unterliegt ganz klar auch ohne Lebenserfahrung einem 19 jährigen Student.
 
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  • #11
Eine solche Beziehung ist noch nicht das Normale und deshalb noch auffällig, ungewöhnlich und als solches steht es natürlich auch im Fokus der Öffentlichkeit. Was man nicht kennt, was einem fremd ist, das wird sehr oft abgelehnt und verspottet, schlecht gemacht (auch wenn sich manche das im Geheimen vielleicht auch für sich selbst wünschen... oder gerade auch deswegen...). Das passiert immer wieder. Und erst, wenn sich diese Konstellation quasi etabliert hat, wenn sie selbstverständlich geworden ist und alltäglich, wird dieser Spott verschwinden. Aber so etwas dauert seine Zeit und solange wird sicher der Begriff "Toyboys" immer mal wieder genannt werden. Aber wenn man den Artikel ganz ließt, dann wird doch ganz deutlich, dass dieser Spottname der Realität ganz und gar nicht gerecht wird. Das im Gegenteil diese Beziehung oftmal sehr viel stabiler und besser laufen. Der Artikel macht doch offensichtlich, dass es sich keineswegs bei den jüngeren Männern um ein Spielzeug der Frauen handelt, sondern dass die Frauen sich deshalb in diesen Beziehungen so wohl fühlen, weil sie sich nicht verstellen müssen.
Der Artikel geht also eigentlich ganz klar gegen dieses spöttische Vorurteil vor. Und ich muss sagen, dass ich die Aussagen auch logisch gut nachvollziehbar finde. Ich hab mich mit dem Thema bisher noch nicht wirklich beschäftigt, deshalb war ich überrascht über die genannten Studienergebnisse. Aber gut. Warum nicht? Ich verstehe nur nicht, was dich an diesem Artikel stört....
Er stellt dem Vorurteil doch ganz klar diese Studie entgegen und entkräftet es so. Letzlich will er dazu beitragen, das Thema sachlicher anzugehen.
 
  • #12
Für mich persönlich sind solche inversen Altersverhältnisse gewissermaßen fehlgeleitet. Das Argumentieren mit Prominenten ist albern, da in dem Bereich ja ohnehin die meisten Regeln außer Kraft gesetzt sind, sowohl bezüglich Moral als auch bezüglich Akzeptanz, Auffallen, Finanzen, Machtverhältnissen und so weiter. Prominente haben Narrenfreiheit und wenn man Madonna mit ihren jungen Lovern sieht, dann schüttelt man doch instinktiv den Kopf. Die Frau hat wahrscheinlich einen gewaltigen Schaden, dass sie sich auf diese Art Selbstbestätigung holen muss.

Mal abgesehen davon, dass gerade bei Prominenten die durchschnittliche Dauer von solchen Beziehungen etwa das genaue Gegenteil von "dauerhaft" ist. Die tauschen doch Partner wie andere Unterwäsche. Als Maßstab für normale Menschen taugt das doch alles rein gar nichts. Mich wundert immer wieder, wie ernsthafter Journalismus mit so dämlichen Vergleichen aufkommen kann. Prominente und normale Bürger haben quasi keine Schnittmenge.

Für normale Frauen ist ein Verhältnis mit einem deutlich jüngerem Mann immer so eine Art "junger Stecher"- oder "Toyboy"-Relation, egal wie nett man es auch formulieren mag, an der Tatsache führt nichts vorbei. Leider sind nur wenig so ehrlich, dass einfach zu schreiben. Die moderne Heuchelei ist halt so viel leichter und widerstandloser...

Maximal 3-4 Jahre inverse Altersdifferenz ab 40 sind noch unauffällig, danach wird es meistens seltsam. Normal ist -2 bis +8 (aus Sicht der Frau) für eine gesunde Partnerschaft.
 
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  • #13
@Frederika,
Ich hatte einen Mann, der war 1 Jahr älter - hat auch nicht für ewig gehalten.
Jede dritte Ehe wird geschieden, in Großstädten mehr. Und das sind meistens die, die Du als "gesunde" Partnerschaft bezeichnest. Diesen Ausdruck für eine Partnerschaft zu verwenden halte ich eher für schlimm, als einen hoffenltichen großen zeit mit einem sehr viel jüngeren Mann zu verbringen. Warum sollte das nicht genauso lange dauern, wie die meisten der Ehen-

MOD [Unsachlichen Teil des Beitrags entfernt.]
 
  • #14
@#12: Umkehrschlüsse sind Blödsinn, das weißt Du hoffentlich selbst. Nur weil eine Richtung mit Sicherheit zum Scheitern führt, heißt das nicht, dass das Vermeiden dieses einen Faktors automatisch zu einer guten Beziehung führt -- es gibt eben VIELE Aspekte, die für eine erfolgreiche Beziehung passen müssen. Daher finde ich den Spruch "er war ein Jahr älter, hat auch nicht geklappt" wirklich ziemlich einfältig.

Ich glaube, dass die meisten Scheidungen auftreten, weil Paare von vornherein wichtige Faktoren vernachlässigen und ich einen großen Teil dieser Partnerschaften keineswegs als "gesund" bezeichnen würde. Alter ist längst nicht alles, aber eben auch ein wichtiger Faktor unter vielen anderen, wichtigen Faktoren.

Manchmal scheitern Beziehungen an Auseinanderentwicklung, manchmal am großen Knall wie Fremdgehen, ganz oft aber daran, dass die beiden Partner von vornherein nicht gut zusammenpassen und Liebe allein eben doch nicht genügt. Kompatibilität ist auf lange Sicht mindestens so wichtig.

Warum große Altersdifferenzen häufiger scheitern als geringe, haben wir schon oft dargelegt, ebenso warum inverse Altersdifferenzen nochmals häufiger scheitern. Beziehungen scheitern aus konkreten Gründen und ebensolche gibt es bei den hier diskutierten Verhältnissen eben besonders viel:

+ Auseinanderentwickeln (hier: drastische Fortentwicklung);
+ Umgebung mit jüngeren Studentinnen mit viel mehr Gemeinsamkeiten;
+ Diskrepanzen durch komplette andere Lebenswirklichkeit bei voll berufstätiger Mittdreißigerin und einem Studentenleben.

Nichts davon kann man wegdiskutieren. Die Chancen sind minimal.
 
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  • #15
Liebe FS,
immerhin seid Ihr bereits seit 7 Jahren ein Paar. Das muss man Euch erst mal nachmachen. Ihr seid immernoch ein Paar, obwohl Ihr den Stressfaktor Kind seit 5 Jahren habt. Das schaffen auch nicht viele.
Nun kommt nochmal ein Stressfaktor Kind. Die meisten gleichaltrigen Männer verbringen dann extrem viel Zeit im Büro und ganz wenig Zeit mit Frau und Kindern. Die meisten Scheidungen sind in der Zeit, bevor die Kinder ihren 3. Geburtstag feiern.
Vielleicht gäbe es weniger Scheidungen, wenn alle Frauen einen Mann hätten, der mindestens 10 Jahre jünger ist?

Euch alles Gute und lass Dich bitte nicht irre machen. Die wenigsten Beziehungen sind nach 10 Jahren noch glücklich und intakt. Ihr habt immerhin schon bald das verflixte 7. Jahr geschafft.
 
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  • #16
Liebe FS

einen deutlich jüngeren Mann zu nehmen
war für mich (w/42) erst unvorstellbar.
Es gehöre sich dass der Mann älter ist.
Problem: die älteren Männer sind
mir einfach viel zu festgefahren. In deren
Leben ist schon alles sehr absehbar.
Erotisch fühle ich mich nur zu gleichaltrigen
Männern hingezogen (Toleranzschwelle
2-3 Jahre drüber). Das war immer so.
Problem 2: die wollen keine gleichaltrige
Frau "auf Augenhöhe" haben. Habe
mehrere Jahre versucht einen
gleichaltrigen Mann zu finden. Jetzt habe ich eben
einen 4 Jahre jüngeren Mann mit ähnlicher
Herkunft, ähnlichem Werdegang und ähnlichen
Zielen.
 
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