• #1

Das sog. Kribbeln - wie ist es bei euch?

Hallo liebe Foristen,

aufgrund aktueller und vergangener Ereignisse, frage ich mich, wie die Sache mit dem "Kribbeln" funktioniert. Ich stelle folgenden Sachverhalt in den Raum:

Man lernt sich in einer SB kennen, tauscht einige Nachrichten bis man zum ersten Telefonat gelangt. Alles super, alles schön. Man versteht sich, kann gemeinsam lachen, der Humor ist offensichtlich auf gleicher Basis. Ebenso verhält es sich mit dem Intellekt. Man spricht "die gleiche Sprache" und ist in der Lage anregende/inspirierende Gespräche/Diskussionen zu führen. Dann trifft man sich. Während dem Treffen verhält es sich ähnlich, wie bei den Telefonaten. Außerdem stimmt das äußere Erscheinungsbild mit den Erwartungen überein. Es passt halt einfach von ersten Eindruck her. Der zweite Eindruck (d. h. das Treffen) ist auch nicht anders. Dieser Prozess umfasst ca. 2 Wochen.

Ich gehe i. d. R. kognitiv vor. Ich reflektiere, ob die gemeinsamen Vorstellungen und Werte übereinstimmen, ob mir die Charaktereigenschaften und das Erscheinungsbild gefällt. Auf das "Kribbeln" warte ich nicht, das kommt erst mit der Zeit. So meine Auffassung. Wie entscheidet ihr? Was ist, wenn sich nach dem zweiten Treffen kein "Kribbeln" einstellt? Kann man das eigentlich schon so schnell beurteilen? Oder wann erhofft ihr, das "Kribbeln" zu erfahren?

Mich interessieren verschiedene Erfahrungen. Ich freue mich auf Feedback.

Viele Grüße!
 
  • #2
An langen, künstlich vom Zaun gebrochenen Schriftwechseln und endlosen Diskussionen habe ich eigentlich kein Interesse. Hab daher einen Tanzkurs angefangen, um nach langer Abstinenz und zunächst relativ unverfänglich, überhaupt mal wieder eine Frau in die Finger bekommen zu können. Lerne die Tanzpartnerinnen dann nebenbei bei einem Getränk in den Pausen kennen, wo man dann auch mal über Gott und Welt reden kann. Von der rein tänzerischen Seite her, hat sich schon ein Kontakt etwas verfestigt. Damit bin ich auf jeden Fall schon mal vor der Tür und habe die Antennen auf Empfang. Sympathien entstehen allmählich und es scheint mal hier und da ein wenig zu kribbeln. Etwas abschliessendes kann ich noch nicht sagen. Eine Dame hat zwar schon versucht, die Burg mit freizügigen Anspielungen zu stürmen, aber so schnell geht das bei mir nicht.
 
G

Gast

  • #3
Klingt sehr konservativ und langweilig!

Bei mir entsteht nur ein Kribbeln aufgrund der Ungewissheit, Aufregung und Fremdheit. Eben dann, wenn man sich noch nicht über jedes Detail seines Lebens ausgetauscht hat. Ich kann mir nicht vorstellen, wo Leidenschaft entstehen kann, wenn man sich erstmal Wochen bzw. monatelang kennengelernt und so etwas wie eine gesicherte Routine einschleichen lässt, wie tägliche Anrufe, morgendliche "Freundschafts"-SMS, und hoch intellektuelle Gespräche. Den Charakter,...tja, den sieht man meist sowieso erst nach vielen Jahren Beziehung. Von Charme würde ich mich anfangs gar nicht blenden lassen! Wie sich zeigt, sind viele "Schweine" zu Anfang höflich, nett, intellektuell, zuvorkommend.

Erst kommt die sexuelle und optische Anziehung (derjenige muss dabei beiweitem kein Schönling sein, er muss nur meinen Geschmack oder Stil treffen, so dass ich mich ihm als Ergänzung sehen kann und wohl fühle neben ihm).

Die Erfahrung gibt mir recht. Sonst bleibt die Beziehung auf zäher platonischer/freundschaftlicher Ebene und zieht sich wie Kaugummi.

Zu hoffen, nach 2 Wochen und wenn alles passt - besonders charakterlich - dass dann die Funken sprühen, kann ich mir bei mir nicht vorstellen. Kribbeln ist ein besonderes Gefühl der Aufregung. Das vor allem am Anfang ganz schnell verfliegen kann. Auch zu hoffen, nach einem halben Jahre stelle sich endlich mal eine Verliebtheit ein, ist doch sehr naiv gedacht. Das passiert einfach nicht. Und dann sollte man die kostbare Zeit beiderseitig nicht verschwenden, in dem man den anderen blöde in der Luft hängen lässt und ihm was verspricht.
 
  • #4
Also Liebe JuliaPerle

Als erstes : Es gibt da kein Muster, keine Regel. keine Gebrauchsanweisung.

Das ist alles so individuell verschieden wie die Menschen auch verschieden sind.

Mit Kribbeln ist in diesem Zusammenhang wohl nichts anderes als eine Mischung aus Angeregtheit, Freude, sexueller Spannung, Glücksgefühle gemeint..

Bei einem mehr beim anderen weniger..

Wann und wie stark es bei jedem einzelnen Kribbelt ist von unzähligen Faktoren abhängig.

z.B ..Erziehung, Gene, Charakter, sexuallität, Entwicklung sexueller Phantasien ( Vorstellung wie es denn sein "könnte" mit dem anderen auch körperlich verbunden zu sein. Dann entscheidet die Emotionalität, Leidenschaft, Erfahrungen die man gemacht hat usw..

Beim einen kribbelt es eher wenn der andere Zurückhaltend ist, beim anderen wenn der andere Gas gibt...

Sei wie Du bist und nimm dein Kribbelgefühl so an wie es sich eben anfühlt.
 
  • #5
<mod: Chat entfernt>
Konkreter: Wer braucht das sog. "Kribbeln" in welcher Zeitspanne, um sich sicher zu sein, dass ein vertiefender Kontakt angebracht ist. Oder anders: Wer entscheidet eher kognitiv, ob sich die intensivere Vertiefung (mal ganz salopp ausgedrückt) lohnt?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #6
Das kommt, wie es kommt - sehr schnell (ich habe ein mörderisches Temperament) oder nach einer ganzen Weile, wenn man den Menschen auf einmal mit anderen Augen sieht.

Weshalb willst Du da nach Schema X vorgehen? Das Leben ist eines der spannendsten........
 
G

Gast

  • #7
Ewiges Texten langweilt mich. Ich treffe mich lieber schnell mit einer Frau.

Wie du selbst erklärt hast, kann man auf dem Papier noch so gut zusammenpassen; tolle Gespräche, gleiche Sprache, sympathisch, auch ganz attraktiv, ähnlicher Humor, usw.

Trifft man sich dann allerdings, merkt man häufig, dass man diesen Menschen eigentlich gar nicht so anziehend findet. Es fehlt dieses Kribbeln, das verknallt sein, das Herz rast nicht wirklich. Man weiss irgendwie instinktiv, dass irgendwas fehlt.

Fehlt dieses Gefühl, aber ich habe Lust auf Sex, dann sage ich manchmal, dass ich keine feste Beziehung suche.

Eine tatsächliche Beziehung könnte ich gar nicht mit einer Frau eingehen, in die ich zunächst gar nicht wirklich verknallt war. Ich würde die ganze Zeit zweifeln 'So ganz toll finde ich sie doch gar nicht....'

Und das wäre ihr und auch mir selbst gegenüber unfair.
 
  • #8
Bei mir entsteht nur ein Kribbeln aufgrund der Ungewissheit, Aufregung und Fremdheit.
Ersteres kann ich unterschreiben, letzteres nicht. Das Kribbeln wird ausgelöst durch den Wunsch, beim Gegenüber Interesse wecken zu können. Fremdheit ist da bereits kein Thema mehr, denn an einer Fremden hätte wiederum ich kein Interesse.

Wenn ich so zurückdenke, war es eigentlich immer irgend eine besondere Verbundenheit, die sich beim Kennenlernen herausschälte. Etwa, wenn sie von Orten und Erlebnissen schwärmte, die auch mir etwas bedeuten. Genau in diesem Moment, wenn sich der Gedanke festsetzt „das wäre doch eine Frau für dich”, beginnt das Kribbeln.
 
G

Gast

  • #9
Wenn Kribelln, Verknallheit, Verliebtheit zu früh auftritt, sollte es jedenfalls hinterfragt werden, ob es vielmehr an äußeren Umständen liegt als am Gegenüber.

Bei mir entsteht nur ein Kribbeln aufgrund der Ungewissheit, Aufregung und Fremdheit.
Da ist was Wahres dran. Es sind einfach Hormone, die meistens in den vom Üblichen abweichenden Situationen zustande kommen. Um es herauszufinden, ob es Verliebheit in das Gegenüber ist, braucht man (leider) Zeit.
 
G

Gast

  • #10
Es muss nicht auf den ersten Blick passieren, aber es kommt ohne Vorwarnung, wenn die Aura einer männlichen Persönlichkeit mich mit einer Wucht, der ich entfliehen will, in ihren Bann zieht - aufregend fremd, wie aus Urzeiten bekannt, die Augen, die Stimme, das Lachen, die Haut und der Rücken...dann natürlich die intellektuelle Wellenlänge, das Vertrauen in die Wahrhaftigkeit auch der Erzählungen aus dem Leben des Objektes meiner Begierde ...tausende Male aber auch die Überlegung, dass es hier um meine Projektionen geht...und doch die Hoffnung, genau richtig verstanden zu werden...
 
  • #11
Hm....
Da ich bei Paaren von mehr Zweck- als Liebesbeziehungen ausgehe, ist das mit dem "kribbeln" für mich hinfällig.

Die meisten schecken die Eckdaten und die Alltagstauglichkeit, ganz ohne Romantik, Gefühle und Dingsbums ab und entscheiden sich dann für jemanden - aus Vernunft und Pragmatismus.
Männer mehr wie Frauen.

Manchmal halten diese Bindungen erstaunlich lange, wo es da wohl gekribbelt hat?

Das kribbeln gehört für mich noch in die Teenagerzeit ebenso wie Liebe auf den ersten Blick. Ich glaube im gereiften Alter tun sich Menschen aus verschiedenen Gründen zusammen, kribbeln ist sicher überhaupt nicht dabei.
 
G

Gast

  • #12
Sofort oder gar nicht. Zwar gibt es bei mir kein Liebe auf den ersten Blick, aber wenn ich mir ein Objekt ausgesucht habe, ist das Kribbeln da, noch bevor ich diese Person kenne und diese Wochen sind doch die Schönsten! Das Kribbeln lässt dann mit der Spannung nach, je häufiger man sich auf Freundschaftlicher Ebene trifft, sieht, schreibt oder datet. Ich brauch da schon ein bisschen mehr Power und Leidenschaft. Weil höflich und nett ist jeder zweite Mann, aber nur deswegen gehe ich ja keine Beziehung mit ihm ein.
 
  • #13
....vergiß das kribbeln.du bist doch keine 15 jahre alt mehr.schau ob derjenige zu dir passt.in deine lebenseinstellung und ob das evtl. noch in ein paar jahren so ist.ich zumindest bin jemand der nur kopf entscheidungen trifft.die meisten männer fallen eh durch mein raster.da kann man doch keinen gebrauchen,wo man fast einen herzkasper kriegt wie meine freundin sagt.und alles andere dann aber nicht stimmt.