• #1

Dating aufgegeben - und jetzt?

Nachdem ich auf meine erste Frage so verschiedene und interessante Rückmeldungen erhalten habe, habe ich meinen Mut gesammelt und mich entschieden Single zu bleiben. Auf der einen Seite ist es mir schwer gefallen, da ich damit auch meine Hoffung auf eine harmonische Partnerschaft und evtl. eigene Familie aufgebe. Andererseits fällt ein Balast von mir ab, weil ich mich bewusst entscheide.
Gleichzeitig liegt nun die Verantwortung bei mir, mich um mein soziales Umfeld zu kümmern. Oft fallen wir Männer in Beziehungen ja in den Trot, dass die Partnerin die sozialen Kontakte pflegt. Ich habe das Glück ein paar gute und enge Freunde und auch ein gutes Verhältnis zu meiner Familie zu haben.

Hier würden mich eure Erfahrungen und auch Tipps zum Leben als Jungeselle interessieren. Gibt es bestimmte Hobbies, in denen ihr aufgeht? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht, wenn ihr alleine gereist seid? Habt ihr euch bestimmte Ziele gesetzt: Karriere, Sport, Finanzen, eigene Immobilie?

Ich freue mich auf eure Beiträge.

m,38
 
  • #2
Ich bin seit über 3 Jahren Single, Männer interessieren mich momentan NULL.
Das Familiending hab ich schon hinter mir, habe 2 erwachsene, tolle Söhne. Mein Job, Familie, Freunde füllen mich aus, ich muss auch nicht dauernd bespasst werden.
Für mich passt es momentan so wie es ist, wird schon wieder ein Mann in mein Leben kommen:)
 
  • #3
Ich bin nicht repräsentativ, habe mein Leben immer für mich alleine gelebt. Mit Freundin hat sich das jeweils etwas geändert, besonders bei der zweiten, nach der Trennung natürlich wieder. Aber bewusst habe ich nichts entschieden, ich lasse mich diesbezüglich gerne treiben, wohin es mich führt. Im Rückblick: Freundin oder nicht, das hat mein Leben auf lange Sicht gesehen nicht wesentlich beeinflusst, da gab es wesentlich stärkere Einflüsse.
Denn ich habe eine Leidenschaft, der ich in verschiedenen Aspekten seit etwa 40 Jahren treu bin. Alles andere ist Bonus oder sehr anstrengend, je nach dem.
ErwinM, 52
 
  • #4
Hallo TobiasSche,
Du bist viel zu verkopft.
Finde Deinen Weg und reflektiere Dich und habe Mut Dich selbst zu finden.
Wozu brauchst zu Vorschläge oder Ziele anderer wie Du leben könntest?

Liebe Dich selbst am meisten... gestalte Dein Leben wie DU es möchtest! Suche Dir deine eigenen Ziele! Nicht das was andere toll finden oder erreichen wollen ist von Bedeutung!
NUR wie du Leben möchtest zählt. Fokussiere Dich nicht zu sehr auf eine Frau, wir merken das, wenn ein Mann nur einen Tunnelblick hat ;-)

Wenn Du dich gefunden hast und nicht mehr diesen Drang in Dir spürst unbedingt eine Beziehung haben zu wollen, dann hast Du es geschafft und ein passendes Herzblatt läuft Dir über den Weg.

Ich wünsche Dir, das Du Dich glücklich fühlst in Deiner Haut! Dann ist alles einfacher... versprochen :)

w/54
 
  • #5
Warum willst du mit 38 schon aufgeben? Nur wegen ein paar Antworten in einem Forum?
Ich habe jetzt deinen anderen Thread nicht komplett verfolgt, aber definitiv ist aufgeben in deinem Alter doch keine ernsthafte Option???
Da ist es doch noch nicht zu spät um zu lernen wie man sich emotional öffnet und eine richtige, ehrliche Beziehung aufbaut.
Du hast enge Freunde, das bedeutet doch schon mal dass du grundsätzlich in der Lage bist, Kontakte zu halten. Darauf kann man aufbauen.
Deine Familie ist auch nicht zerüttet, auch positiv.
Damit hast du schon mal bessere Startchancen als sehr viele Menschen.
 
  • #6
Andererseits fällt ein Balast von mir ab, weil ich mich bewusst entscheide.
Nach meiner Scheidung (ohne Kinder) habe ich es einige Zeit später (hatte richtig was zu verarbeiten) auch mit gezieltem Dating versucht. Es hat für mich nicht funktioniert und so habe ich ebenfallls bewusst aufgegeben und mich fürs Singleleben entschieden.
Das war eine gute Entscheidung, weil eine gute Zeit.

Das Leben spielt aber nach eigenen Regeln wenn man ihm die Chance lässt und so bin ich wieder verheiratet.
Ganz sicher liegt die neue Partnerschaft daran, dass es mir als Single so gut ging. Meinen Mann hat die innere Haltung, die ich zeigte so beeindruckt, dass er lange am Ball blieb, um mich für sich zu gewinnen.

Gibt es bestimmte Hobbies, in denen ihr aufgeht?

Als ich längere Zeit Single war und das auch bleiben wollte:
- Sport: Laufen, Segeln, Krafttraining/Crossfit, Laufen, manchmal mittlere Radtouren mit dem ADFC
- Museen, Kino, gessellschaftswissenschaftliche Vorträge (oft direkt nach der Arbeit)
- Theater, Konzerte
- lesen, malen

Meine Tage als Single waren still und trotzdem randvoll - genauso wie ich es gern habe. Sie waren schön in der Freiheit ganz so leben zu können wie ich will und wie es in meiner ersten Ehe nicht möglich war.

Habt ihr euch bestimmte Ziele gesetzt: Karriere, Sport, Finanzen, eigene Immobilie?
- Sport ist für mich Hobby, d.h. darin setze ich mir keine Ziele und nehme auch an keinen Wettbewerben teil, um nicht auch in dem Feld in Leistungsdruck zu verfallen.
- Beruflich konnte ich nochmal richtig Gas geben, als der Klotz am Bein in Form einen behindernden Mann weg war.
- Finanziell war es viel besser als mit Mann, weil der sein Gehalt weitgehend für sein Hobby und wohl auuch seine Frauengeschichten ausgab und ich für die Finanzierung von Haus und Haushalt zuständig war.
- Immobilie: ja, ohne Mann und mit beruflich mehr Performance konnte ich mir dann fix wieder eine schöne Eigentumswohnung leisten.
- Mit Urlaub hatte und habe ich es bis heute nicht so. Ich habe Kreuzfahrt ausprobiert - war nicht gut. Sportclubs waren ok. Am besten für mich war Urlaub in kleineren gut geführten Hotels direkt am Meer.
 
L

lorelai

Gast
  • #7
Und nun ...hab Spaß, probiere alles aus! Der Sinn des Lebens besteht darin, das Leben zu genießen. Wenn du nicht weisst welche Hobbies, dann eben durchtesten :)
Von Fotografie, über Malerei, Kunstsägen, Kreuzsticken, Pumpen oder Megamarsch-Wandergruppen. Du wirst für dich vermutlich nichts abpausen können, wohl aber dich inspirieren lassen & schauen was es nicht alles gibt. Schmeiss die Glotze (SocialMedia Accounts oder ähnliches) weg und gehe auf eine Entdeckungstour. Und ja, auch Immobilie, Sport und Reisen oder einfach ein Tanzkurs sind auch super Möglichkeiten, wenn es denn etwas ist, was bei dir Resonanz auslöst.

Was aufgeben mit 38 angeht... es ist (mMn) völlig ok zu sagen "ich bin raus aus dem online dating" aber versperr dich nicht insoweit, als dass du völlig zu bist und nicht mal mehr erkennen würdest wenn jemand anklopfen sollte... man weiss nie.

w43
 
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  • #8
Hallo Tobias,
zunächst einmal begrüße und respektiere ich deine Entscheidung und lass dich von ein paar Kinder-Über-Motivierten Frauen, von deiner Einstellung, von deiner Entscheidung nicht beeinflussen, nicht abbringen! Gehe deinen bauchgefüllten und bauchgefühlten Weg!
Ich kann das alles sehr gut verstehen, es kann nicht sein, endlos viel Zeit und Energie für die sehr schwierige, negative und komplizierte Partnerfindung immer wieder neu zu investieren, das lohnt sich echt nicht, ist immer wieder dieselbe ausgeleierte Langspielplatte!
Beständiges suchen, beständige Niederlagen kann einen dazu bringen, es geht heute überwiegend bei der Partnerfindung um schnelle Dates und um schnellen Sex, dann ist wieder Ende, auch bei vielen Frauen ist das so, sie haben sich den Männer angepasst! Wer sich langweilt, sich einsam fühlt, Missstimmung in der aktuellen Beziehung hat und gleichzeitig auf der Suche ist, ist nicht ernsthaft an einer Beziehung interessiert. Davon gibt es genügend Frauen, aber auch Männer. Wer genügend Respektlosigkeit, Ghosting etc. erlebt hat, hat dazu irgendwann mit recht keine Lust mehr. Es gibt viele Fake - Interessenten, denen man es im ersten Monent nicht ansieht, sie spielen. Zu wissen, mit wem man es zu tun hat, benötigt sehr viel Kennenlernzeit. Trampelpfad verwirrte und verbissene Frauen, denen der Kinderwunsch und/oder die Heirat in den Augen steht, biologischen Zeit-Druck in sich haben, gibt es leider zuviele. Es gehört schon sehr viel Glück dazu, den passenden Partner zu finden, ähnlich wie ein 6er als Lottogewinn oder die einzige Nadel im großen Heuhaufen zu finden, das liegt bei mir im Promillebereich. Wäre ich seit Jahren in keiner Liebesbeziehung, ich würde dieses verwirrte und kraftraubende Spiel garantiert nicht mehr mitmachen, unabhängig vom Alter, da bleib ich lieber zufrieden und glücklich mit mir selbst in Balance, als Single. Was wir täglich hier lesen, ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Praxis pur, besagt sehr viel, das lebt man draußen in der Realität exakt genauso, ich sehe das Hauptproblem darin, dass beide Geschlechter sich was vormachen, sich deshalb nicht finden, weil die Schwerpunkte nicht kompatibel, nicht passend und tragend für eine Beziehung sind, meist ausschließlich im Außen zweckorientiert gedacht/verkopft sind, das mit echter/wahrer Liebe nichts zu tun hat! Meine Beziehung wird beidseitig, ausschließlich in echter und wahrer Liebe geführt und gehalten. Wünsche dir gute Zeit mit dir, mit deinem positiven Umfeld, dass ist weitaus wichtiger, als ständig und beständig sich mit Problem - Partner beschäftigt zu sein! Alles Gute, IM.
 
  • #9
habe ich meinen Mut gesammelt und mich entschieden Single zu bleiben. Auf der einen Seite ist es mir schwer gefallen, da ich damit auch meine Hoffung auf eine harmonische Partnerschaft und evtl. eigene Familie aufgebe. Andererseits fällt ein Balast von mir ab, weil ich mich bewusst entscheide.
Ich finde das nicht mutig, lieber @TobiasSche, denn du steckst den Kopf in den Sand. Du hattest in deinem anderen Thread geschrieben, dass du aufgrund einer schlechten Erfahrung kein Vertrauen mehr fassen kannst. Offenbar fürchtest du dich so sehr vor erneuten Verletzungen, dass du dich Frauen gegenüber lieber komplett verschließt. An deiner Stelle würde ich mir einen guten Therapeuten suchen, der mir hilft, meine Ängste zu bekämpfen und eventuelle Blockaden zu lösen. Du wünscht dir doch eine Partnerin, es wird dich also sicher nicht glücklich machen, weiterhin alleine zu bleiben. Lass jetzt keine Zeit verstreichen und stelle dich deinem Problem. Du belügst dich selbst, indem du dir einredest, man könne einfach so die Sehnsucht nach Liebe unterdrücken. Mit 38 bist du wirklich viel zu jung, um aufzugeben. Ich bezweifle nicht, dass es Menschen gibt, die dafür geschaffen sind, alleine durch das Leben zu gehen, aber das macht keinen Sinn, wenn man sich notgedrungen dafür entscheidet, weil man der Angst die Oberhand gewährt. Ich wünsche dir alles Gute und bin mir sicher, dass du irgendwann wieder eine glückliche Beziehung führen wirst.

w33
 
  • #10
Ich finde das nicht mutig, lieber @TobiasSche, denn du steckst den Kopf in den Sand.
Doch es gehört sogar sehr viel Mut dazu, klare Entscheidungen im Leben zu treffen, warum auch immer! Den meisten fehlt es gerade an diesem Mut! Das Umfeld denkt meist so, wie du!
Du wünscht dir doch eine Partnerin, es wird dich also sicher nicht glücklich machen, weiterhin alleine zu bleiben
Unsinn! Menschen die es fertig gebracht haben, sich selbst zu finden, sind mit sich selber sehr zufrieden und glücklich! Wer sein Glück in der Beziehung sucht, wird sehr enttäuscht werden und auf die Nase fallen!
Lass jetzt keine Zeit verstreichen und stelle dich deinem Problem. Du belügst dich selbst, indem du dir einredest, man könne einfach so die Sehnsucht nach Liebe unterdrücken.
Wieder ein klares NEIN von mir! Es ist gerade umgekehrt, die meisten Leute verstreichen Ihre kostbare und einmalige Lebenszeit, mit den unpassenden Beziehungspartner, nur weil sie nicht alleine sein können, sich selbst über längere Zeit nicht aushalten! Typische fremd konditionierte Einstellung vieler jungen Frauen, deren Kinderwunsch primär ist!
Mit 38 bist du wirklich viel zu jung, um aufzugeben. Ich bezweifle nicht, dass es Menschen gibt, die dafür geschaffen sind, alleine durch das Leben zu gehen, aber das macht keinen Sinn, wenn man sich notgedrungen dafür entscheidet, weil man der Angst die Oberhand gewährt.
Das hat mit dem Alter nichts zu tun, es ist kein aufgeben, es ist klare Kante, mit roter Linie sich selber zu geben, das ist eine starke und gute Eigenschaft!
 
  • #11
aber definitiv ist aufgeben in deinem Alter doch keine ernsthafte Option???...
Mit 38 bist du wirklich viel zu jung, um aufzugeben.
Das Alter ist doch vollkommmen egal. Wie soll er mit mieser Stimmung wegen schlechter Chancen erfolgreich daten?
Da ist es klug, das aufzugeben/zurückzustellen und ein Leben anzufangen, was für gute Laune sorgt. Der Rest findet sich dann ohne Datingk(r)ampf von ganz allein.
 
  • #12
Hier würden mich eure Erfahrungen und auch Tipps zum Leben als Jungeselle interessieren. Gibt es bestimmte Hobbies, in denen ihr aufgeht? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht, wenn ihr alleine gereist seid? Habt ihr euch bestimmte Ziele gesetzt: Karriere, Sport, Finanzen, eigene Immobilie?
Meine Erfahrungen aus 13 Jahren Single:
Da es deine Ziele sind solltest du dir die unabhängig von deinem Beziehungsstatus setzen. Aber natürlich kann man manche Ziele als Single leichter umsetzen. Ich ha be mir nie die grossen Ziele gesetzt sondern Dinge dann entschieden wenn es mir erforderlich erschien.
Menschen gehen in verschiedenen Hobbys auf, du musst schon selbst herausfinden welche es für dich dann sind. Einfach ausprobieren was dich interessiert oder du schon immer mal machen wolltest.
Ich habe gute Erfahrungen mit dem alleine Reisen gemacht, man geht sein eigenes Tempo, schaut sich an was einem gefällt und kann spontan auch mal den Plan ändern. Außerdem trifft man öfter interessante Menschen. Ich war der Zeit vor Corona viel mit dem Fahrrad unterwegs und habe auch mehrwöchige Touren mit Zelt und Schlafsack gemacht und dabei viele tolle Sachen und interessante Menschen kennengelernt.
 
  • #13
Das Alter ist doch vollkommmen egal. Wie soll er mit mieser Stimmung wegen schlechter Chancen erfolgreich daten?
Da ist es klug, das aufzugeben/zurückzustellen und ein Leben anzufangen, was für gute Laune sorgt. Der Rest findet sich dann ohne Datingk(r)ampf von ganz allein.
Stimme dieser Antwort voll (100%) zu, ist voll kompatibel mit meinen Erfahrungen!
Das ist ja gerade das Kern-Problem, die Ursache, sehr vieler Menschen, weil sie innerlich (emotional unbewusst geschädigt sind) nicht in Passform, nicht in der Laune sind, die notwendig wären, für eine erfolgreiche Partnerfindung.
 
  • #14
Ich bin durch Verwitwung in die Singlegesellschaft hineingekommen und das ist inzwischen auch schon ziemlich lange her!

Vor ein paar Jahren habe ich realisiert, dass ein Vorteil des Singlezustandes ist, dass man wirklich tun und lassen kann, was man will! Ich habe dann ein weiteres Studium angefangen, dass so aufwändig ist, dass ich es mit Familie sicherlich nie (zumindest nicht in meinem Alter) begonnen hätte! Wenn alles gut läuft bin ich in etwas mehr als zwei Jahren fertig!

TobiasSche, du bist erst 38 und kannst dich als Mann auch locker noch mit Mitte 40 wieder um Familiengründung etc. kümmern! Selbst ich sehe bei "irgendwann mal Kollegen" ganz oft, dass sie mit Mitte 50 (oder sogar darüber hinaus!), und jüngeren Partnerinnen, nochmal eine Familie gründen! Das sind meisten "Zweitfamilien" und es gibt schon aus Vorbeziehungen ältere, oder mittelalte Kinder, doch so what?

Du kannst also nochmal richtig Gas geben und trotzdem danach noch alles, im Bezug auf Partnerschaft, haben!

V.m51

PS: Ich date immer noch, aber nur sehr wenig, denn ich habe nur noch wenig Zeit dafür!
 
  • #17
Lieber TobiasSche, ich bin wie du 38, jedoch weiblich und habe ebenfalls beschlossen, die aktive Partnersuche ersteinmal sein zu lassen und eine längere Datingpause zu machen. Ich gebe meinen Wunsch nach dem passenden Partner zwar nicht ganz auf, möchte aber auch nicht mehr suchen, weil mich v.a. das Onlinedating in den letzten Jahren sehr aus der Balance gebracht hat, mir viele schlechte Erfahrungen beschert hat und mir viel Energie geraubt hat, weil ich trotz zahlreicher Dates kein einziges Mal jemanden kennengelernt hab, mit dem es sich gut, schön und stimmig anfühlte. Und seit ich beschlossen habe, mich von dieser gezielten Suche nach dem Partnerglück abzuwenden, ist mir ein Stein vom Herzen gefallen und ich fühle mich wieder frei.
Ich möchte die kommende Zeit dafür nutzen, wieder in meine Mitte zu kommen, mich selbst mehr lieben zu lernen, meinen Alltag schön und erfüllend zu gestalten und Neues zu entdecken und viele schöne, lustige und bereichernde Erfahrungen zu machen. Aber vor allem freue ich mich, endlich wieder zur Ruhe zu kommen, nicht mehr über seltsame Datinggeschichten nachdenken zu müssen und meine Energie für Sinnvolleres einzusetzen. Mein eigener Seelenfrieden ist mir sehr viel wert und ich möchte ihn nicht mehr wegen etwas aufgeben, was mir in den letzten paar Jahren alles andere als gut getan hat. Ich möchte einfach mein Leben genießen, für mich schöne Dinge tun und meiner Intuition folgen und ich werde dem Leben vertrauen, dass der richtige Partner meinen Weg kreuzt, wenn es sein soll und der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist. Alles andere macht meiner Erfahrung nach keinen Sinn. Man kann die Begegnung mit dem richtigen Partner nicht durch intensive Suche erzwingen. Ich hab sogar das Gefühl, dass je mehr ich gesucht habe, desto seltsamere und energieraubendere Geschichten hab ich angezogen. Also kann ich es gleich bleiben lassen und behalte zumindest meine innere Balance und kann die Vorteile meines Singlelebens genießen. In meinem Fall sind das z.B. Dinge wie Yoga, Musizieren, schöne Ausflüge in die Natur machen, neue Orte entdecken, Bücher lesen, in Konzerte, Ausstellungen und ins Theater gehen, tanzen und mich persönlich weiterentwickeln. Es gibt so viele tolle Dinge, die man allein unternehmen kann und wenn man den Fokus nicht mehr auf den empfundenen Mangelzustand als Single richtet, dann verschwinden auch die belastenden Gefühle und die Traurigkeit darüber ist seitdem in den Hintergrund getreten. Weil einfach andere Dinge im Mittelpunkt stehen.
Wir sollten lernen, uns selbst Gutes zu tun, unser Leben mit Freude und schönen Dingen zu füllen (denn darauf haben wir Einfluss) und ansonsten darauf zu vertrauen, dass die Liebe auch an unsere Tür klopfen wird. Dafür solltest du unbedingt auch weiterhin offen bleiben!
 
  • #18
@17
Dieser Beitrag ist kompatibel mit meiner Geschichte, ich kann daher, den gesamten Inhalt wärmstens empfehlen. Klar, wie stärker sich Menschen dafür engagieren, umso schwieriger und enttäuschender wird das Ergebnis!
 
  • #19
ich meinen Mut gesammelt und mich entschieden Single zu bleiben. Auf der einen Seite ist es mir schwer gefallen, da ich damit auch meine Hoffung auf eine harmonische Partnerschaft und evtl. eigene Familie aufgebe.
Ich finde, hier begehst du möglicherweise einen Denkfehler.
Die Entscheidung ein glücklicher Single zu sein, hat wenig mit Mut zu tun. Es ist eine Entscheidung für dich. Es sollte der Wunsch zu Grunde liegen, das Glück in dir zu suchen, statt es von einem Partner abhängig zu machen. Es gibt keinen Grund die Hoffnung aufzugeben. Nur nicht sehnsüchtig auf die Erfüllung harren. Werde mit dir selber Glücklich, dann kommt der Rest......oder vielleicht auch nicht, ist dann aber keine Tragödie mehr.
Andererseits fällt ein Balast von mir ab, weil ich mich bewusst entscheide.
Das ist ein befreiendes Gefühl, aber "nur" der erste Schritt.
Gleichzeitig liegt nun die Verantwortung bei mir, mich um mein soziales Umfeld zu kümmern.
Auch das ist etwas, dass Menschen unabhängig von einem Partner tun sollten. Ein eigenständiger Mensch mit eigenständigem Leben und Freundeskreis sein und auch innerhalb einer Beziehung bleiben.
Oft fallen wir Männer in Beziehungen ja in den Trot, dass die Partnerin die sozialen Kontakte pflegt.
Ist auch bei Frauen so. Ich kenne viele Menschen, die soziale Kontakte pflegen, weil sie nicht alleine sein wollen. Gibt es dann einen Partner, zentriert sich alles auf ihn.

Zitat: Hier würden mich eure Erfahrungen und auch Tipps zum Leben als Jungeselle interessieren. Gibt es bestimmte Hobbies, in denen ihr aufgeht? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht, wenn ihr alleine gereist seid? Habt ihr euch bestimmte Ziele gesetzt: Karriere, Sport, Finanzen, eigene Immobilie?

Nichts davon. So lange ich süchtig nach Partnerschaft war, war ich süchtig nach Erstatzmöglichkeiten, mich von mir selber abzulenken. Seit dem das nicht mehr so ist, brauche ich auch sehr wenig im Außen. Ich genieße die Zeit mit meinen Freunden sehr. Wir kochen viel gemeinsam, sprechen über Dinge und das reicht mir mittlerweile. Ich lese viel, habe meinen Garten und mein Kind. Ich war sehr lange getrieben und brauchte immer irgendwelche Reize um mich abzulenken. Heute bin ich um jede Minute froh, in der ich das nicht mehr muss.
 
  • #20
aber definitiv ist aufgeben in deinem Alter doch keine ernsthafte Option
Doch - gerade im Bereich "Frau für längere Zeit für sich zu gewinnen" kann Aufgabe des Suchens das Beste sein, was dir passiert.
Warum ? Wie Tobias geschrieben hat - der Druck ist weg. Ohne Druck agierst du lockerer und sehr oft auch sympathischer. Und dann findet sie ..... kann Mann mit leben.

Tja, Tobias, Freude und Ziele im Beruf, damit auch finanziell, Hobby zum Ausgleich, Sport ebenso ... solche persönlichen Ziele solltest du IMMER haben. Freunde sollten auch nicht von der Freundin abhängig gemacht werden.
Kontraproduktiv sind Ziele, die nicht (mehr) erreichbar sind. Profifussballer wirst du mit 38 nicht mehr. Also mach den Sport als Hobby. So, wie es sich für dich gut anfühlt. Beruflich bist du ohne Familie freier. Mach was draus - eigene Firma oder auch den nächsten Karriereschritt. Oder auch ein Wechsel - ein Jahr im Ausland o.ä.
Alles hat Vorteile - und Nachteile. Man muss auch gewillt sein, das Gute zu sehen und seine Möglichkeiten zu nutzen.
 
  • #21
@Melodia

Wenn ich keine weiteren Kinder wollen würde, blutjung wäre oder der Zug eh schon abgefahren wäre, würde ich es ganz genauso machen wie du. Aber leider gibt es ein Verfallsdatum fürs Kinderkriegen, dem ich mich immer mehr nähere, und man braucht zum Kinderkriegen einen Mann. Das ist das Problem.

Solange es zumindest noch eine kleine Chance gibt, möchte ich es weiterprobieren. So muss ich mir später nichts vorwerfen, falls es nicht klappen sollte. Dann kann ich mir zumindest sagen, ich habe alles getan, was in meiner Macht stand, aber leider hat mir das notwendige Glück gefehlt. Das ist immer noch leichter zu ertragen, als wenn ich meinen Plan wegen eigenem Verschulden nicht verwirklichen konnte.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #22
@Melodia
@Singlegirl

Das Thema Familiengründung hat mich auch seit ein paar Jahren beschäftigt. Wir Männer haben da natürlich einen vermeintlichen biologischen Vorteil, aber so ganz teile ich das nicht. Es ist auch für mich eine gewisse Lebensphase in der ich das gerne erleben würde. Aber dazu braucht es eben auch eine Partnerin, der man vertrauen kann.
 
  • #23
Ich finde, hier begehst du möglicherweise einen Denkfehler.
Die Entscheidung ein glücklicher Single zu sein, hat wenig mit Mut zu tun. Es ist eine Entscheidung für dich. Es sollte der Wunsch zu Grunde liegen, das Glück in dir zu suchen, statt es von einem Partner abhängig zu machen. Es gibt keinen Grund die Hoffnung aufzugeben.
@Juliette*
@Vikky

Erst einmal vielen Dank für eure Beiträge.

Nachdem das hier öfter angeklungen ist, wollte ich das nur kurz klarstellen:
Oft genug liest man hier oder auch auf anderen Portalen, dass es immer noch die Aufgabe des Mannes ist den ersten Schritt zu machen. Wir sprechen an und fragen nach dem ersten, zweiten, dritten Date. Männer bieten an und Frauen wählen aus. Wenn ich nicht aktiv werde, wird nichts passieren. Die tröstenden Worte, dass wenn man nicht sucht sich ganz von alleine etwas ergibt, halte ich hier leider für falsch.

Ich weiß diese netten Worte sehr zu schätzen und finde das sehr sympathisch. Es ist auch ein sehr positives Zeichen für die Menschen, die solche Beiträge schreiben. Vielen Dank. Aber darum geht es nicht. Den Mut, den ich sammel, braucht es zum Anerkennen dieser Realität. Es wird sich nichts mehr ergeben. Ich bin auf keinem Dating-Portal und in meinem Alltag suche ich nicht.

Vielen Dank daher an alle für die vielen interessanten Perspektiven. Ich organisiere bereits Urlaube und eine Städtereise mit Freunden und Familie. Den Sport und tatsächlich auch Yoga empfinde ich als gut Ausgleich zum Beruf. Da ich im IT Bereich arbeite, liebäugel ich schon etwas länger mit einem berufsbegleitenden Master und damit einhergehend einem Aufenthalt im Ausland.

Irgendwie finde ich es schade, dass wir diese menschliche Suche nach romatischer Liebe in den letzten Jahrzenten in einen Wettbewerb verwandelt haben. Ein bisschen erinnert es mich an ein Gefangenendilemma.

Umso leichter fällt es mir, das alles hinter mir zu lassen.
 
  • #24
@TobiasSche Ich glaube anders ;-) Ich habe gerade neulich irgendwo einen Bericht gehört oder gelesen. Den fand ich bezeichnent. Eine Frau die lange auf Datingbörsen, erfolglos gesucht hat. Sie beschrieb, wie das ihr Selbstwert kaputt gemacht hätte. Die kleinen Dramen, die wir hier auch so oft lesen. Irgendwann am Ende einer langen Frustrationskette, entschied sie sich es sein zu lassen. Fing an ohne den Gedanken an Partnerschaft oder eine Absicht raus zu gehen. Setzte sich alleine in Cafés, auf eine Bank im Park etc. Sie saß einfach da und lächelte, beobachtete die Menschen, las und irgendwann kam er an ihr vorbeigelaufen, erwiderte ihr Lächeln und sie kamen auf Grund ihrer positiven Ausstrahlung ins Gespräch. Es wurde eine Beziehung.......Ich glaube, genau so passiert das. Wenn wir nicht wie gehetzte Zombies durch den Alltag hetzen.
Wenn du dir aber erzählst, das wird nichts mehr, könntest du am Ende Recht behalten;) Du ziehst nämlich an, was du aussendest.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #25
Aber dazu braucht es eben auch eine Partnerin, der man vertrauen kann.
Das ist das Hauptproblem! Wem kann man schon vertrauen?
Wir sprechen an und fragen nach dem ersten, zweiten, dritten Date. Männer bieten an und Frauen wählen aus.
Frauen können das mit Männer nur so altgebacken und mittelalterlich tun, wenn die Männer das auch so annehmen und mitmachen! Bei mir war das immer anders, Frauen waren hinter mir her und ich konnte auswählen, kein Witz!
 
  • #26
Die tröstenden Worte, dass wenn man nicht sucht sich ganz von alleine etwas ergibt, halte ich hier leider für falsch.
Und ich halte das für einen Irrtum, denn statt gezielter Suche kann sich aus normalen Interaktionen im eigenen sozialem Umfeld viel eher was passendes ergeben.

Ich kenne niemanden, bei dem aus gezieltem Dating mehr als eine 2-jährige Kurzgeschichte rausgekommen ist, bei der die unerfreuliche Zeit (voller Ambivalenzen und Sorgen) miteinander länger war als die gute Zeit miteinander.

Ich kenne aber massenhaft Menschen verschiedener Generationen, die langfristig fest verpartnert sind, weil sich die Geschichte aus normaler Alltagsinteraktion ergeben hat.
Gut, richtig ist dass irgendwann mal einer von beiden den entscheidenden Schritt tun muss. Das scheint im RL immer noch besser zu funktionieren als im Datingzirkus.

Irgendwie finde ich es schade, dass wir diese menschliche Suche nach romatischer Liebe in den letzten Jahrzenten in einen Wettbewerb verwandelt haben.
S.o. ohne gezielte, k(r)ampfhafte Suche klappt es vermutlich besser, weil beide entspannt sind.

Den Mut, den ich sammel, braucht es zum Anerkennen dieser Realität. Es wird sich nichts mehr ergeben.
Ich versuche mir gerade vorzustellen, was für ein Mensch das ist (ein ITler wohlgemerkt), der Mut sammeln muss, um die Realität anzuerkennen.
Ich dachte, denen ist es naturgegeben garnicht anders zu können.
 
  • #29
Blöde Frage, aber ich dachte Du hast promoviert. Wieso dann noch einen Master?
Da dränge ich mich mal rein. Ich habe auch promoviert, wenn auch nicht in IT, und habe dann 12 Jahre später noch ein berufsbegleitendes Masterstudium gemacht, einfach weil mich das Thema sehr interessiert hat, ich da noch mal inhaltlich richtig einsteigen wollte und man in Deutschland ohne ein 'Papier der Expertise' kaum in einen Job reinkommt.
 
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