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  • #1

Dauer der Kennenlernphase...?

Ist wohl eine etwas seltsame Frage: denn die Dauer ist natürlich individuell ganz verschieden und es wird gute Beziehungen geben, die über Nacht entstanden sind (kenne ich!) und solche, die trotz vorsichtigen Sich-Herantastens nicht eben schön geendet haben. Trotzdem - wenn man einen Idealfall postulieren wollte... wie sähe der für Euch aus? Ich frage das, weil es schon einige Beiträhe hier gibt, die immer so superklare Vorstellungen davon haben, was falsch und richtig ist - was v.a. am Anfang ein No Go ist, was unmoralisch ist (zu früh in der Kiste landen - das soll anscheinend das "Aus" vorprogrammieren) etc. ... Gibt es nicht immer eine neue, nicht wiederholbare Eigendynamik? Und wenn es zB "schnell" geht - dann machen das doch beide. Wenn sich einer dann zurück zieht, weil es "zu schnell" war, ist das irgendwie heuchlerisch (oder er/sie ist generell schnell überfordert)...
 
  • #2
Für mich ideal ist: So etwa 3-5 Treffen mit zunehmender Annäherung, einigen Ganztagesausflügen und vielen Plaudereien über Gott und die Welt. Ich möchte mich in den Mann verliebt haben und sicher sein, dass er sich auch in mich verliebt hat. Wenn dann der Kopf noch sagt, dass Ansichten und Wertvorstellungen, Interessen und Freizeit, Vorlieben und Lebensziele passen, wäre es perfekt.

Ich bin eine der Vertreterinnen davon, dass aus "erstes Date - erster Sex" so gut wie nie eine wirklich dauerhafte Beziehung wird. Ich favorisiere die allmähliche Eskalation der Gefühle. Das erste Händchenhalten zu genießene, den ersten Kuss, das erste Kuscheln, die erste Nacht... wie schade, wenn das alles an einem Tag im Schnellvorspulverfahren abläuft.

Richtig ist aber, dass es jedesmal eine andere Eigendynamik entwickelt und nicht nach Drehbuch abläuft. Das hat ja aber auch niemand behauptet.

Den Vorwurf der Heuchelei verstehe ich nicht -- sich allmählich und nicht überhastet annähern zu wollen, ist doch nicht heuchlerisch. Wie genau meinst Du das?
 
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  • #3
Es kommt darauf an, wie viel man vom anderen schon weiss.

- Wie ist die Vorgeschichte bei einem und dem Gegenüber - da ist man noch vorsichtiger und braucht mehr Zeit.

-Wie viel hat man schon kommuniziert per Postfach, telefoniert, sich real gesehen--wie gut glaubt man den Gegenüber zu kennen - ist die Vertrautheit da für mehr?

Das entscheide ich dann immer individuell und nach Bauchgefühl.

w/34
 
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  • #4
[Fragesteller]

Ich meine: wenn BEIDE ja logischerweise daran beteiligt waren, dass es schnell ging (was auch immer das im Einzelfall heissen mag): und der eine begründet seinen Rückzug dann mit dieser (für mich:) Ausrede, es gehe ihm/ihr zu schnell. Damit wirft man dem anderen doch irgendwie vor, er/sie sei es gewesen, der dieses Tempo vorgegeben hat. Wenn aber zB entscheidende Impulse gerade von dem kamen, der sich dann plötzlich überrannt fühlt - das finde ich heuchlerisch. Obwohl es sicher einen passenderen Begriff dafür gibt... jedenfalls ist es nicht "ganz echt". Erst etwas mitmachen bzw. entstehen lassen oder gar beginnen - dann "ciao, es ist mir alles zu schnell"
 
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  • #5
Was, wenn
1)man sich schon länger "kennt", weil man zB zusammen in einem Tanzkurs ist...
2)oder bei einem EP-Kontakt: man schon mehrer Wochen viel telefoniert und mailt und sich immer wieder Bilder schickt, sich dann zum ersten Mal trifft...
?? (sind zwei unterschiedliche Konstellationen)
 
  • #6
Na ja, Du interpretierst da Aussagen hinein, die gar nicht gesagt wurden. Wenn jemand überhastet Sex hat und hinterher erkennt, dass es ihm zu schnell ging, dann ist das Kind ja sowieso schon in den Brunnenn gefallen. Dann ist ein Rückzug erstens etwas albern, aber zweitens dennoch keine Heuchelei, wenn er sagt "MIR geht es jetzt doch zu schnell, sorry". Es könnte Lüge (vielleicht auch Heuchelei?) sein, wenn er sagt "DU warst zu schnell, ich habe es nur mitgemacht". Natürlich muss jeder Erwachsene zu seinen eigenen Handlungen stehen und nicht dem anderen etwas vorwerfen.

Richtig wäre es, wenn man rechtzeitig bemerkt, dass es sich zu schnell entwickelt und man nach dem ersten Kuss nicht weitermacht, sondern sich noch zurückzieht und lieber schrittweise die Intimitäten eskaliert. Das ist natürlich und gesund für eine allmähliche Annäherung.
 
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  • #7
Es geht mir alles zu schnell heißt im Klartext: ich möchte nicht gefangen genommen werden!! Überwiegend Frauen machen das sehr gerne und sehr schnell, Männer mögen das aber nicht!!
 
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  • #8
zu 6:
da kenne ich zu oft auch die andere Seite von den Männern! Wenn sie einem sagen, dass es Ihnen zu schnell geht, dann haben sie einfach meines Erachtens noch zu viele Bedenken - können sich noch nicht ganz erwärmen für einem.
 
  • #9
@#5: Na ja, dann lädt man sich hinterher mal zum Essen ein und plaudert mehr als während des Tanzkurses möglich war. Danach macht man dann mal einen Ausflug zusammen und versucht zu ermitteln, ob Interessen und Freizeitverhalten, Ansichten und Wertvorstellungen, Lebensziele und Vorlieben harmonieren. Nachdem man sich dann ein paar Mal getroffen hat und sich sicher ist, dass die Zuneigung auf gegenseitig beruht, übernachtet man dann mal zusammen... Ich gebe aber zu, dass durch die körperliche Nähe beim Tanzkurs das Berühren und Küssen wahrscheinlich schneller kommen. gerade Küssen und Umarmen ist halt ziemlich naheliegend, wenn man die Nähe ohnehin schon gewohnt ist und wertschätzt, man den Geruch des anderen mag, man zugreifen darf... Dennoch sollte man erst ins Bett springen, wenn man auch die anderen Facetten abschätzen kann, denn die Gefahr ist groß, dass Ansichten oder Freizeitverhalten jenseits des Tanzens eben nicht so harmonieren wie es die Wellenlänge oder die körperliche Nähe tun.

Schriftliche und telefonische EP-Kontakte kann man nicht so aufrechnen: Erst mit dem ersten Date fängt die persönliche Phase an... und sollte etwa so laufen, wie von mir oben beschrieben.
 
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  • #10
Die letzten Male ging bei mir alles immer sehr, sehr schnell. Es hat zwar dann auch relativ lange gehalten, aber ich finde jetzt nichts spannender, als sich mal echt langsam kennenzulernen...
 
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  • #11
Hier ist die, die diese Antwort erhielt.
Ich für meinen Teil sage mir, dass das Tempo in der Nacht von IHM vorgegeben wurde. Das Date wurde von mir erfragt und angenommen.
Ich habe mich in der Nacht weder in Gefahr gesehen noch am nächsten Morgen ausgenutzt. Für mich war da überhaupt nichts und darum hätte ich einfach nur begrüsst, sich wiederzusehen und einander kennenzulernen. Mit der Zeit erst hätte ICH FÜR MICH ausgemacht, ob ich in ihm mehr sehe oder eben nicht. In dieser Nacht habe ich mich einfach nur wohlgefühlt und dieses Gefühl für mich mitgenommen. Leider ist es mittlerweile auf Sparflamme, aber eben noch nicht erloschen :)
 
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  • #12
@6Kann ja sein. Es bedeutet aber im Klartext auch: "sie" soll seine Empfindlichkeiten und Eigenheiten einfach akzeptieren (bzw. er geht schnell, wenn es "zu eng" wird), "er" aber scheint nicht gewillt, auch die Eigenheiten von "ihr" anzuerkennen.Wenn das doch möglich wäre, dann könnten beide jeweils Schritte aufeinander zugehen. Ich weiss nicht - einfach nur zu sagen: oh ja, das war wieder so eine Gefangen-nehm-Frau, da ist er ja noch mal davon gekommen... das ist blöd und einseitig. Genaus hat nicht jeder Mann ein Beziehungsproblem, der einer Frau näher kommt und dann aber keine feste Beziehung will. Wenn aber eine Frau ihrer Verliebtheit und ihrer Zuneigung zum anderen Ausdruck verleiht, indem sie ihm zeigt, was er ihr bedeutet... wenn er dann irgendwelche "Gefangennahme"-Dinger entwickelt, hat er wohl doch ein Problem. Wann, um Himmels Willen, fängt denn dieses Gefangennehmen an??
 
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  • #13
Zu schnell oder zu langsam ist doch völlig egal. Da widerspreche ich unseren Dauerpostern hier. Wenn es passt dann passt es. Schützen kann man sich mit diesem logistischen abchecken [Mod] jedenfalls nicht [Mod]. Go on. Irgendwo gibt es für jeden den oder die passende. Good luck!
 
  • #14
Nicht länger als 4 Wochen und das ist wirklich schon das äußerste, inkludiert schwerste Krankheiten und Unfälle (können ja weibliche Ausreden sein, also nicht zur Marionette machen lassen). m30
 
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