• #1

Demisexuell/asexuell? Wie damit umgehen?

Hallo, ihr Lieben,
mal ganz gerade herausgefragt: Wie steht es um eure Sexualität? Ist jemand von euch auch demisexuell, d.h. solange ziemlich asexuell, bis man sich wirklich in jemanden verliebt hat?

Die meiste Zeit habe ich absolut kein Interesse an Sexualität, finde Männer sexuell nicht anziehend genug, um mit ihnen flirten zu wollen (selbst wenn ich merke, dass ein Mann Interesse an mir hat und er nach meinem Empfinden sehr attraktiv aussieht, habe ich einfach kein Interesse daran, mit ihm zu flirten, das fühlt sich dann einfach übergriffig und irgendwie komisch an; bei interessierten Frauen ist mein Interesse genauso gering). Die Sache mit dem Flirten ist für mich eher ein Buch mit sieben Siegeln. Wenn ich jemanden aber mag, also Gemeinsamkeiten entdecke und mich bei ihm wohlfühle, habe ich durchaus sexuelles Interesse, wenn irgendein asexueller Teil vermutlich dennoch vorhanden ist (also ich habe dann nicht unbedingt so regelmäßig und oft das Verlangen danach z.B. wie es anscheinend bei anderen der Fall ist)

Richtig schwierig ist es für mich, in dieser übersexualisierten Gesellschaft klarzukommen. Ständig über Werbeplakate als angeblich sexuelles Wesen angesprochen zu werden (was ich ja meist offenbar so gar nicht bin) und beim Kennenlernen von Männern über Sexuelles befragt zu werden oder ungefragt darüber informiert zu werden, empfinde ich als unglaublich übergriffig, manchmal fast gewalttätig. Ich meine, das verletzt und wühlt mich richtig auf. Das "Dick-Pic" fände ich noch so absurd albern, dass ich nur lachen könnte, aber dieses übersexualisierte Kennenlernen ekelt mich richtig an. Es ekelt mich auch an, wenn Menschen erwarten, dass man sexuell aufgeschlossen sein sollte oder z.B. ne offene Beziehung haben sollte etc. Ich möchte jedem das Seine gönnen und denke eigentlich auch nicht, dass ich hierin nur konservativ bin. Ich empfinde die Vorstellung nur so widerlich.

Ob das tatsächlich demisexuell ist, kann ich nicht wirklich sagen. Aber ich denke, meine größtenteils voll ausgelebte (und sehr genossene) asexuelle Seite spricht eher dafür.

Wie geht es euch damit? Gibt es Leute, denen es ähnlich geht, die sich aber dennoch als sexuell normal empfinden?
 
  • #2
Mich interessieren dazu ein paar Fragen:
Wann hast du das 1. Mal das festgestellt, dass das bei dir so ist, ist das dann so geblieben oder wurde es stärker, wie jung bist du, hattest du zuvor negative Erfahrungen gemacht mit dem Thema Sexualität?
 
  • #3
Die Sache mit dem Flirten ist für mich eher ein Buch mit sieben Siegeln. Wenn ich jemanden aber mag, also Gemeinsamkeiten entdecke und mich bei ihm wohlfühle, habe ich durchaus sexuelles Interesse, wenn irgendein asexueller Teil vermutlich dennoch vorhanden ist
Hallo Monet,
Das Wort Demisexuell kannte ich bis eben gar nicht, aber ich würde fast sagen, dass es auf mich zutrifft - in gewisser Weise.
Da ich schon lange Single bin, habe ich kein reguläres Sexualleben und das fehlt mir in der meisten Zeit auch überhaupt nicht. Bei den wenigsten Männern spüre ich sexuelles Verlangen, und meistens dann nur, wie beschrieben, wenn sie mir bereits emotional nahe sind.
Flirten kann ich auch irgendwie gar nicht, d.h. ich kann es, aber muss es bewusst machen, und es fühlt sich an, als würde ich eine Rolle spielen, meistens mit einem für mich unangenehmen Ausgang: die Männer werden zu aufdringlich.
Wenn ich dann mal einen ONS oder ähnliches habe, dann meistens, weil ich es für das Ego brauche oder aus dem Moment heraus, aber ich merke, dass diese Art von "oberflächlicher Interaktion" mich auch sehr schnell langweilt.
Warum das so ist, weiss ich nicht, es kann angeboren sein, oder auf Grund schlechter Erfahrungen entstanden sein. Ich hatte mal eine Freundin, die sagte: "Sie brauche halt mehr Sex als ich", und da habe ich dann überlegt woran es liegen kann. Zum einen hatte sie wohl jedes Mal einen Orgasmus, was ich nie habe, und sie holte sich dadurch auch ein bisschen Bestätigung bei den Männern.
"Sex haben" ist halt irgendwie auch ein Statussymbol in unserer Gesellschaft, daher ist man häufig unter diesem Druck, es "beweisen" zu müssen.
Aber ich denke, es hat verschiedene Gründe für unser unterschiedliches Sexualverhalten, und alles ist gut und normal, solange es niemanden schadet und keiner leidet (einschliesslich dir selbst).
 
  • #4
Ja, ich bin ähnlich. Außer Alkohol kommt dazwischen, da sehe ich das alles plötzlich ganz anders.. Aber ansonsten hätte dein Text von mir sein können. Ich fühle mich belästigt, wenn ich von Männern plump angesext werde. Ich empfinde Abneigung, wenn über Sexualität (oder Fetische) sehr offen und fröhlich gesprochen wird. Merkwürdiger Weise, wurde mir aber schon gesagt "Mit dir kann ich ja darüber sprechen, du bist da ja offen." Ich bin ein sehr toleranter Mensch, habe ein hohes Maß an Empathie, alleine deswegen ist die Hemmschwelle für meine Mitmenschen geringer, wenn es um brisante Themen geht.

Abgesehen davon, denke ich, dass die Erziehung da stark mit reinspielt. Meine Familie ist konservativer eingestellt, niemals würde ich mit meiner Mutter über SB oder sexuelle Kontakte sprechen. Diese Themen wurden und werden tot geschwiegen. Das Einzige, was genehmigt ist (sich also richtig anfühlt), sind bspw. Verhütungsangelegenheiten.

Über Asexualität oder Demisexualität habe ich mir nie Gedanken gemacht.. Meine beste Freundin tickt ganz ähnlich. Ich seh es gelassen, immerhin habe ich keinen Druck auf Grund von Trieben. Ich sehe Männer in erster Linie als Menschen. Alles ganz neutral. Außer die Hormone oder Alkohol kommen dazwischen.. ;-)
 
  • #5
Ein sehr interessantes Thema! Nur mag ich diese ganzen neuen Wortschöpfungen nicht. Wie ich rausgefunden habe wurde die Wortschöpfung " demisexuell" von einem jungen Mädchen für ein Online Rollenspiel erfunden. Du bist einfach nur ein Mensch von vielen der Zeit,Sicherheit,Vertrauen und Zuneigung und Verliebtheit braucht um sexuell aktiv zu werden. Werte die doch toll sind!!!! Ich bin seit etlichen Jahren verwitwet und hatte bisher nicht das geringste Bedürfnis mich nach einem neuen Partner umzusehen. War aber in der Ehe sexuell sehr aktiv. Wahrscheinlich bin ich auch demisexuell( was für ein bescheuertes Wort)! Und ja ich halte mich gesund! Was ich halt weiß,dass ich sehr wählerisch bin. Der Mann der mich ansprechen würde müsste Nichtraucher,Nichttrinker,sportlich aktiv sein,eine gepflegte Erscheinung sein ( ich mag es,wenn Männer gut duften),geistig kein Tiefflieger sein und vor allem nicht erwarten,dass ich ihm wie einem Kleinkind alles hinterher räumen müsste. O.k. ich sehe ich gehe jetzt mal in die Küche und back mir einen * lach*
 
  • #6
Seltsam!
Mich interessiert Sex auch nur in einer liebevollen Partnerschaft.
Aber die Sexualisierung der Gesellschaft fällt mir überhaupt nicht auf. Aber mir fällt auch vieles andere nicht auf, was mich nicht interessiert.
Ich frage mich, warum Du solche seltsamen Männer anziehst und warum Du dann so hoch gehst?
Wie schon oben geschrieben, klingt das nach Trauma-Erfahrung. Von der Du bewusst vielleicht gar nichts (mehr) weißt.
ErwinM, 50
 
  • #7
Ich seh es gelassen, immerhin habe ich keinen Druck auf Grund von Trieben. Ich sehe Männer in erster Linie als Menschen. Alles ganz neutral.
Haha, das könnte von mir sein ... :D
Ich finde es immer seltsam, wenn von einem erwartet wird, dass man sich zunächst mal als sexuelles Wesen definiert. Tu ich nicht. Ich bin ein Mensch, der zufällig weiblich ist.

Ich liebe Sex mit einem Menschen, den ich liebe. Trotzdem merke ich auch in der Beziehung, wie ich öfter mal "vergesse", dass es Sex auch noch gibt und "man könnte ja mal wieder ..." taucht dann mal kurz in den Gedanken auf, um gleich wieder zu verschwinden, weil grad andere Dinge zu erledigen sind.
 
  • #8
In vielem, was du schreibst, erkenne ich mich wieder. Auch Apfelmus beschreibt Dinge, dir mir gut bekannt sind.

Auch mir geht dieses übersexualisierte Getue ziemlich gegen den Strich . Kann jeder so machen wie er meint. Aber ich will das alles gar nicht so genau wissen. Das gehört zur Intimssphäre und geht eigentlich niemanden etwas an. Ich weiß nicht genau, wann das anfing, dass auch sogenannte Promis intimste Dinge freizügig ausplauderten. Ich meine, das ging in den 1990er Jahren los, als Privatfernsehen für jedermann zu empfangen war. Platt, platter, am plattesten. Seitdem geht jegliches Niveau im TV immer mehr verloren. Oder man denke an die Posen von "Stars" oder die zeitweise schon nuttige Kleidung mancher Schlagersternchen. "Sex sells" wird gern behauptet. Na - wenn die meinen.

Die Entwicklung kann ich nicht ändern und auch nicht aufhalten. Ich versuche bestmöglich zu ignorieren.

Es ekelt mich auch an, wenn Menschen erwarten, dass man sexuell aufgeschlossen sein sollte oder z.B. ne offene Beziehung haben sollte etc.
Niemand hat solche Erwartungen an dich zu stellen. Und lass dir bloß nie einreden, dass dein Leben unnatürlich ist, weil Sex gehört zum Leben dazu bla bla. Ich bin sicher, es gibt nicht wenige Menschen - vor allem Frauen - , die es nur deshalb machen, WEIL ihnen eingeredet wird, das müsse so sein und weil sie Beziehung wollen, die sie anders kaum realisieren können. Wenn du zufrieden bist mit deinem Leben und dem kaum Sex brauchen - dann ist alles in bester Ordnung.
 
  • #9
Mich würde interessieren, wie das in Beziehungen dann ist? Also, sagst du dem Mann am Beginn, dass du eher wenig sexuelles Interesse hast? Oder suchst du dir Männer, die ebenfalls nicht so sexuell ausgerichtet sind?
Ich finde das ganze sehr spannend, auch wenn es auf mich nicht zutrifft. Ich habe als Single auch nicht das Bedürfnis auf ONS, aber ich kenne auch nicht sehr viele Frauen, die das haben. Ich glaube, zumindest der Durchschnitt der jungen Männer hat da wirklich hormonell mehr Druck, was man ihnen auch nicht vorwerfen kann.
In Beziehungen bin ich aber sehr interessiert an Sex und auch häufiger und das nimmt mit den Jahren in der Partnerschaft (bisher fünf als längstes) auch nicht ab. Daher käme für mich ein asexueller Partner nicht in Frage. Großen Einfluss darauf hat bei mir aber die Pille, bei der manche meine Libido auf Null dämpfen können.
Ich denke, da ich Sex mag und spannend finde, stört mich auch die Werbung oä nicht. Mit meinen Eltern habe ich nie über Sex geredet, aber mit Freunden schon, aber ernsthaft, nicht auf eine „höhö“-Art.

w, 36
 
  • #10
Hallo,

Ich finde deine Einstellung/Verhalten eigentlich normal. Habe als Mann nie dass Bedürfnis gehabt alles zu begatten was bei 3 nicht auf den Baum ist. Mit den ganzen neumodischen Begriffen kann ich eh nichts anfangen. Den meisten hier ist ja Sex das wichtigste in einer Beziehung. Sehe ich auch anders. Ich glaube einfach das es so eine Art Mainstream ist.Am schlimmsten sind für mich sogar die Leute, die damit noch prahlen. Sex ist schön, keine Frage aber doch echt überbewertet.
 
  • #11
Im Grunde ist der Umgang doch völlig unproblematisch. Solange manche Frauen hier Sex überhaupt nicht vermissen und flirten genauso wenig, können sie das doch ganz locker sehen. Man meidet einfach Dating, weil man kein Interesse daran hat.

Wird dann fehlende Sexualität oder ein fehlender Wunsch nach einem Partner nur problematisiert, weil die meisten anderen das anders sehen?
Ich habe keine Kinder und auch kein Verlangen mehr, welche in die Welt zu setzen. Muss ich das jetzt problematisieren, weil ich von der Mehrheit abweiche?

Solange jemand kein Problem mit seinen Wünschen und seiner Lebensweise hat, muss man doch kein Problem daraus machen!?
Ich kann auch keine generell übersexualisierte Gesellschaft und kein übersexualisiertes Dating feststellen. Wer Sex als „widerlich“ oder überflüssig empfindet, darf das für sich natürlich so sehen. Der Umwelt gegenüber daraus einen Vorwurf zu konstruieren, ist andererseits auch absurd.

FS, wenn Du natürlich Männer kennenlernen möchtest, abgerebelte eine sehr lange Vorlaufzeit benötigst, dann würde ich entsprechende Börsen für Asexuelle nutzen und das klar ansprechen. Es gibt sicher auch Männer, die das so sehen.
 
  • #12
Hach, das stimmt mich froh, dass es auch anderen ähnlich geht.
Tatsächlich, Inspirationsmaster, habe ich schon ein paar Jahre Leben hinter mir, habe die 30 schon überschritten und bisher reichlich wenig sexuelles Interesse gehabt. Keines außerhalb einer Partnerschaft, von letzteren hatte ich auch noch nicht so viel, v.a. weil sehr starkes sexuelles Verlangen von männlicher Seite eher nicht so wahnsinnig überzeugend bei mir ankommt oder aber weil ich mir einfach mit extrem wenigen Männern in meinem Leben überhaupt etwas vorstellen kann. Ich finde Männer meistens einfach nicht anziehend (bin allerdings definitv heterosexuell). Ich dachte lange Zeit, ich wäre einfach schüchtern, aber eigentlich ist es doch eher Desinteresse. Ich muss jemanden eben erst kennenlernen.
Den Begriff kenne ich auch noch nicht so lange, aber es ist schön, dass es dafür eine Bezeichnung gibt. Während meiner gesamten Pubertät habe ich mich wie ein Alien und furchtbar deplatziert gefühlt, plötzlich waren alle anders, nur ich hab einfach nicht verstanden, was da los war.

Irgendwie sexuell traumatisiert bin ich nicht. Da gab es in meinem Leben nichts. Hinderlich ist eher, dass ich mich extrem selten in jemanden verliebe. Ich muss eben erst diese gemeinsame Nähe wahrnehmen oder was auch immer.

Und eben dieses Übersexualisierte ist unglaublich unangenehm für mich. Also wenn jemand beim Kennenlernen damit prahlt oder überhaupt zugibt, sexuell sehr aktiv zu sein. Das klingt mir ehrlich gesagt zu sehr nach potentiellen Krankheiten und ist irgendwie eklig. Ich weiß, das passt nicht so recht zum Empfinden einer Erwachsenen und klingt ein wenig mädchenhaft, aber irgendwie verlief meine Pubertät eben auch etwas asexueller ab. Verliebt hab ich mich allerdings schon ein paar wenige Male in meinem Leben, jedoch passiert das bei mir auch nicht so oft.

Achso. Das Verlangen nach Liebe bzw. romantischer Zweisamkeit habe ich schon, dann ist auch sexuelles Interesse da (vielleicht quasi nicht ständig, aber eben vorhanden).
 
  • #13
Ich finde Sex nicht widerlich.
Nichts daran ekelt mich.
Ok, ich mag den Geruch und den Geschmack von Sperma nicht, aber ekeln tut mich das nicht.
Ich bin an Dödeln durchaus interessiert und auch an Muschis.
Noch mehr aber am dem Rest, der da jeweils dranhängt, natürlich nur für den Fall, dass dieser Rest auch wirklich interessant ist, was mir aber regelmäßig unterkommt.
Joa, flirten würde ich da auch, aber das kommt doch eher selten vor, weil mir ehrlich gesagt meist der Mensch an sich interessant erscheint, nicht so sehr das sexuelle Wesen.

An Sexuellem habe ich während meiner Midlifecrisis viel mitgenommen, viel ausprobiert und habe da sehr viel Spaß gehabt. Allerdings ich immer in der aktiven Rolle. Naggisch gemacht habe ich mich nicht.

Mir gefällt das Neue. Je nachdem wie sehr es mir gefällt, langweilt es mich früher oder später, aber irgendwann ganz sicher.
Ich kann null nachvollziehen, wie man über mehrere Jahre regelmäßig das immer gleiche mit dem immer gleichen Menschen tun kann, ohne sich zu langweilen.
Da ich aber Analogien durchaus kenne, z.B. dass ich regelmäßig seit vielen Jahren gerne etwas esse oder masturbiere, kann ich es mir immerhin akademisch vorstellen, wenn auch nicht nachempfinden.

Ich hatte niemals einen Orgasmus mit einem Mann, obwohl ich früher Stinosex hatte und das auch mit tollen und liebevollen Männern, habe aber immer und sehr leicht und zuverlässig Orgasmen, wenn ich masturbiere. Nochmal, DAS langweilt mich nicht, nach vielen Jahren nicht. Es ist eine Körperfunktion, die animalischen Triebe eben.

Zu deiner Frage: ich bin nicht asexuell, demisexuell kenne ich nicht.
Ich bin nicht krank, nicht therapiebedürftig.
Ich bin normal. Nicht im Sinne der Häufigkeit des Vorkommens meiner Bedürfnisse, aber im Sinne des nicht-Pathologischen.
Mein Bedürfnis und mein Verhalten sind eine normale Variante menschlicher Sexualität.
Ich habe kein Trauma erlitten, weder in meiner Kindheit, noch später.
Meine Eltern haben nie über Sexualität geredet, was aber in meiner Kindheit komplett die Norm war.
Ich leide nicht unter meiner besonderen Art. Ich litt, weil ich keinen Partner fand, mit dem das alles geht. Seit ich den habe, ist alles in Ordnung, ich sehe keinen Handlungsbedarf.

w 52
 
  • #14
Liebe Monet

Ich ticke nicht genau so wie du, aber kann das sehr gut nachvollziehen. Ich bin weder demi- noch asexuell, ich habe einfach seit Jahren nicht mehr richtig Lust auf Sex. Dies belastet mich, weil auch ich nicht mehr mithalten kann/mag in einer Kultur, in der das Sexuelle sehr hoch bewertet wird.
Aus meiner Sicht musst du dir nicht unbedingt ein Etikett à la "asexuell" oder "demisexuell" verleihen. Das lässt dich vielleicht übermässig exotisch oder schwierig erscheinen. Das einzig Wichtige, was jemand über dich wissen sollte ist doch, wie dein Bedürfnis nach Sexualität ungefähr innerhalb einer Beziehung aussehen könnte.
Wie schon oben geschrieben, klingt das nach Trauma-Erfahrung. Von der Du bewusst vielleicht gar nichts (mehr) weißt.
Ich finde es schade, dass einer Frau gleich vergessene Traumata unterstellt werden, bloss weil sie etwas anders tickt als der angebliche Mainstream. Bis zu den 1969ern war Sex ausserhalb einer Ehe für die Frau nicht vorgesehen. Damit möchte ich nur sagen, die Zeiten ändern sich und was heute als "seltsam" gilt, ist morgen vielleicht normal und umgekehrt.
 
  • #15
Mir geht es definitiv nicht so, alleine bist du damit aber sicher nicht, nur „normal“ geht sich mit deinem Empfinden halt auch nicht ganz aus, so ehrlich muss man sein.

Es ist halt wichtig, dass es sexuell passt (deswegen auch die Fragerei) und in deinem Fall musst du mMn jemanden finden der auch keinen starken Trieb hat wenn eine offene Beziehung nicht in Frage kommt.
 
  • #17
Also wenn jemand beim Kennenlernen damit prahlt oder überhaupt zugibt, sexuell sehr aktiv zu sein. Das klingt mir ehrlich gesagt zu sehr nach potentiellen Krankheiten und ist irgendwie eklig.
Das kann ich auch als Mann verstehen! Sexualität ist nichts, was Menschen naturgegeben vor sich her tragen (oh, ein kleines Wortspiel und typische Sexualisierung!). Es läuft naturgegeben subtiler ab, in Ahnungen. Genau so, wie wenn Du, FS, Dich verliebst und Deine Sexualität dann erwacht. Mit dem Verlieben kommt die Ahnung, dass da noch mehr sein könnte. Vorher ist gar nichts. Völlig normal. Denn aus Sicht der Natur geht es darum, den geeigneten Partner für Nachwuchs zu finden. Das geht eben über das Verlieben, das genetische Passung anzeigt (soferne nicht Fetische etc. ins Spiel kommen). Damit erwacht auch ganz natürlich der Wunsch nach Sex mit diesem Menschen. Für das Leben ist nur der Nachwuchs wichtig. Dass mit seiner "Produktion" auch schöne Gefühle verbunden sein können, ist absichtlich so eingerichtet.
ErwinM, 50
 
  • #18
Ich finde es schade, dass einer Frau gleich vergessene Traumata unterstellt werden, bloss weil sie etwas anders tickt als der angebliche Mainstream.
Ich wollte damit nur auf eine Möglichkeit hinweisen; Fragezeichen wären angebracht gewesen, ja. Ich meinte damit auch nicht ihre Demisexualität, sondern das Ekeln vor sexualisierten Plakaten etc. Wie gesagt, mir fällt das nicht auf, da ich keine Plakate anschaue bzw. durch sie hindurchschaue . Ich dachte mir, ev. triggern diese Plakate etwas in der FS.
Demisexualität bei Frauen ist wohl tatsächlich die Norm im Sinne von häufig; Ekel vor Plakaten - ich gestehe, ich weiß nicht, wie häufig das ist.
ErwinM, 50
 
  • #19
Ich musste erstmal Dick Pic und Demisexuell googlen :)

Hm ich finde das völlig o.k. Mir geht es ein wenig wie:
Aber die Sexualisierung der Gesellschaft fällt mir überhaupt nicht auf. Aber mir fällt auch vieles andere nicht auf, was mich nicht interessiert.
Was mich nicht interessiert ist mir völlig egal. Die Psychologie des Menschen finde ich genau so spannend wie Skitouren gehen. Aber ob BMW ein neues Auto rausgebracht hat, erfahre ich u.U. nach dem die Karre schon nicht mehr produziert wird. So geht es mir auch mit dem Übersexualisiertem. Das kriege ich eigentlich nur über dieses Forum mit. Das einzige daneben ist vllt. Werbung mit viel nackter Haut.
Was Lust auf Sex angeht bin ich vermutlich alles andere als Standard. Ich kann Monate / Jahre ohne Sex leben, wenn ich Single bin. Ich kann in einer Beziehung wochenlang ohne Sex leben. Hab ich keine Zeit, habe ich keine Lust, habe ich Stress, habe ich keine Lust, habe ich die Aussicht auf guten, ja gerade zu perfekten Tiefschnee würde ich die geile Abfahrt im Pulverschnee dem Sex vorziehen, ja ich gehe soweit, das Sex und dadurch eine halbe Stunde weniger auf den Skiern auch kein Thema für mich wäre...
Aber ich kann in sexuell aktiven Phasen auch 10-mal oder mehr Sex in einer Woche haben.
Bzgl. des anderen attraktiven Geschlechts kann ich von mir nur sagen, dass attraktive Frauen in mir kurz und immer wieder sexuelle Gedanken auslösen. Diese verfliegen jedoch sehr schnell und wenn es tatsächlich dazu kommen sollte, dass der Sex mit einer mir bis dato fremden Frau naht: es gäbe keinen. Ich hätte keine Lust mehr. Ich hatte in meinem Leben noch keinen ONS und keine Affäre, weil mir Sex nicht wichtig genug ist.
Ich finde bisher nichts an Sex widerlich. Ich mag den Geruch von Sperma nicht, aber ich finde ihn nicht widerlich. Ich kann mir alles möglich vorstellen. Wir haben Spielzeug jeglicher Art zu Hause, auch Fesseln etc. Aber bitte nur in einer funktionierenden Partnerschaft.
Deine Gedanken kann ich somit sehr gut nachvollziehen.

LG der alte Mann mit 50
 
  • #20
Ich finde es schade, dass einer Frau gleich vergessene Traumata unterstellt werden, bloss weil sie etwas anders tickt als der angebliche Mainstream. Bis zu den 1969ern war Sex ausserhalb einer Ehe für die Frau nicht vorgesehen. Damit möchte ich nur sagen, die Zeiten ändern sich und was heute als "seltsam" gilt, ist morgen vielleicht normal und umgekehrt.
Traumatisierung, frühkindliche Fehlkonditionierung, falsche Glaubenssätze spielen aber oft eine Rolle bei vielen Dingen in unserem aktiven und passiven Leben. Ich denke nicht wenige wirtschaftliche und politische Entscheidungen basieren darauf. In Beziehungsfragen wird dies aber schneller transparenter.

Der übliche Umgang diesbezüglich mit sich selbst ist oft so eine Option zu negieren, zu bestreiten, nicht in Erwägung zu ziehen. Das kann die richtige Strategie sein aber wenn man hier das eigene Verhalten zur Diskussion stellt (?). Der Thread @ToniMÜ ist so ein Fall wo es relativ eindeutig ist, dass etwas im Inneren den FS nicht stimmt. Hier gibt es keine vergleichbaren Indizien aber es schadet nicht sich bei solchen Fragen tiefergehend mit sich selbst zu beschäftigen. Das ist letztlich nur ein Beitrag zu persönlichen Weiterentwicklung.

Demisexuell trifft auf mich auch zu. Sex ausserhalb einer weitergehenden Beziehung kann ich nichts abgewinnen. Ich denke hätte ich durch einen Zufall einen guten ONS wäre ich an einem Ausbau des ONS zu mehr, auch nicht sexuellen Beziehungsleben, interessiert.

Asexuell ist was anderes. Es gibt keine automatische Verbindung zwischen Asexuell und Demisexuell. Wenn hier der eine oder andere von täglichen Sex schwadroniert halte ich mich nicht für asexuell sondern den anderen für einen Aufschneider. Kein täglicher Sex ist nicht mit asexuell definiert.

Ich sehe eine gewisse Verwandtschaft zwischen diesem Thema hier und den Beiträgen von @Flipp1234. Dort geht es um das Entdecken einer wirklich erfüllenden Sexualität erst mit Ende 40. Davor war der Sex zwischen überhaupt nicht erfüllend und geht so.

Im Fall von @Flipp1234 ergab sich diese Erfüllung in einer eigentlich reinen Sexbeziehung ohne reale Option auf mehr abseits von Sex. Also ein Ansatz jenseits von Demisexualität.

Vielleicht ist das bei @Monet irgendwie ähnlich, dass sie noch nicht soweit ist, noch nicht den richtigen Katalysator für eine intensivere Sexualität gefunden hat.

Zum Thema "Normal". Der primäre Sinn und Zweck von Sex ist Arterhaltung durch Reproduktion. Alles sexuelle was davon abweicht kann als sexueller Anreiz zu Reproduktionssex verstanden werden oder wenn Reproduktion damit überhaupt nicht im Einklang steht, dann ist es eben nicht normal.

Wie bewerte ich das letztlich für mich? Überhaupt nicht da ich mir Beziehungspartner suche die sexuell mit meinen Vorlieben überwiegend kompatibel sind. Andere Sexualität ist mir egal sofern sie mir keiner aufdrängen will.
 
  • #21
Tja, @Monet ....
.... ich bin ja für dich einer der widerlichen Männer. Aber keine Sorge, wir Widerlinge wissen sehr genau, bei welchem Typ Frau wir ankommen und akzeptieren, dass nicht jede uns für den Superhelden hält.
Für dich ist wichtig, dass du dich selbst akzeptierst. So wie du bist. Das Ganze benötigt auch weder Namen noch Schublade. Es ist Teil von dir und du hast schon einen Namen.
Lass dir nichts einreden. Es gibt Männer, für die du ein Hauptgewinn bist. Nicht nur wegen deiner Einstellung zum Sex. Sondern als Persönlichkeit, als Gesamtkunstwerk.
Ich sehe das so - du bist im sexuellen Bereich irgendwo auf dem Stand eines jungen Mädchens. Also mach so weiter, du wirst dann schon merken, wenn ein Mann dich mehr interessiert. Und dann geht vieles automatisch, vielleicht etwas holprig. Aber egal. Denn der Mann, den du dir aussuchst, tickt ähnlich.
Alles Gute
 
  • #22
Ich habe in meinem Leben schon unterschiedlichste Stadien meiner Sexualität durchlaufen. Von sehr aktiv bis gar nicht war alles dabei. Ich finde den Begriff "normal" etwas abstrus, da die Sexualität und die Vorlieben bei jedem etwas anders sind. Natürlich gibt es asexuelle Menschen, wobei ich denke, dass viele die keinen Sex in irgendeiner Form mit anderen Menschen haben, eher unfreiwillig in dieser Situation sind.

Im Gegensatz zu dir finde ich Sex nicht eklig, auch daüber sprechen nicht. Aber ich dränge niemanden meine Sexualität auf und spreche auch nicht so schnell mit anderen ungefragt darüber. Andererseits kommt man schon in solche Gespräche, auch wenn man sie nicht gesucht hat. Ich bin in dem Punkt aber nicht so empfindlich wie Du. Wenns dir zu viel wird, kannst Du das sagen oder auf Durchzug stellen. Niemand zwingt dich, solche Gespräche führen zu müssen.

Ist unsere Gesellschaft übersexualisiert? Sehe ich eher nicht, der Sex in der Gesellschaft nimmt in Bezug der Offenheit eher ab. Ist nur mein persönlicher Eindruck und der muss nicht stimmen. Ich achte zu wenig darauf und erschrecken kann mich das Thema andererseits auch nicht. In der Werbung wird gerne Sex verwendet, das ist wahr. Genauso wie das Kindchenschema oder das Statussymbol, oder die eigene Eitelkeit (ich bin doch nicht doof). Aber das mir das bewusst an jeder Ecke auffällt? Eher nicht, bei Werbung schalte ich sowieso auf Durchzug.

Du kannst dich natürlich so konditionieren, dass diese Dinge dich ständig aufregen oder dass Du sie eklig findest. Nur bringt dich das weiter? Wenn Du auf dem Gehweg einen Kackhaufen siehst, gehst Du auch an dem vorbei und verdrängst ihn. Nach ner Viertelstunde sind deine Gedanken ganz woanders. Und so würde ich das mit den Plakaten oder den Gesprächen auch sehen. Was dich zu stark stört, gehe einfach weiter oder sag, wenn Du zu zweit mit jemand bist, dass Du gerne über was anderes sprechen möchtest, weil es dich nicht interessiert. Jeder ist für sich verantwortlich, sein Leben so einzurichten dass es für ihn am besten passt. Die anderen tun das nicht.
 
  • #23
Aber die Sexualisierung der Gesellschaft fällt mir überhaupt nicht auf. Aber mir fällt auch vieles andere nicht auf, was mich nicht interessiert.
Hier erkenne ich mich wieder! Ich muss doch nicht auf jeden Zug aufspringen, der vorbei fährt?! Schlussendlich muss auch nicht alles einen Namen von mir bekommen, womit ich zufällig (oder manchmal auch gezielt) konfrontiert werde. Demisexualität? Brauche ich den Begriff? Nein - aber auch das nicht, was du, liebe @Monet, offensichtlich damit meinst.

Und schon lebe ich wieder in ruhigeren Bahnen! Sexualität ist mir wichtig, das aber nur in Bezug auf denjenigen, mit dem sie mir auch Spaß macht. Ich renne doch nicht den ganzen Tag übersexualisiert durch die Welt, muss mich also demnach auch nicht davon distanzieren oder, umgekehrt, darüber freuen.
Die Stufe davor, nämlich der Flirt, folgt auch keinem Schema und keinem Muss. Der ergibt sich meist zufällig und nicht, weil heute Montag ist oder alle Welt erwartet, dass ich ständig im Flirt- oder gar Sex-Modus stehe.

Wie mit »Demisexualität/Asexualität« umgehen? Einfach ignorieren, sich nicht jeden Schuh anziehen.
 
  • #24
Liebe FS,

mit Deiner Wortschöpfung pathologisierst Du Dich meiner Meinung nach selbst. Du schreibst, wenn Du Jemanden kennenlernst und Gemeinsamkeiten entdeckst, hast Du sexuelles Interesse. Also ist doch Alles gut, oder ? Ständige Vergleiche im Aussen machen krank. Schau mal, was in Dir im Inneren so schlummert. Vielleicht ist da doch was. Vielleicht aber auch Erfahrungen/Blockaden aus der Vergangenheit, die Offenheit oder Entspannung verhindern ?

w, 38
 
  • #25
Vielen Dank. Das bringt mich grad weiter.

Das oben beschriebene kenne ich auch; durchaus lieber mal die super Abfahrt im perfekten Schnee...

Ich versteh schon, dass der Begriff als Pathologisieren rüberkommen kann. Er entspricht aber einem Bedürfnis nach Definierung, das ich (und vermutlich auch andere) habe. Natürlich kann und sollte man nicht alles im Leben definieren... Aber es hilft mir z.B. dabei, den Unterschied zwischen "moralisch zu verurteilen" (was ja ohnehin immer eine etwas fragwürdige Beurteilungskategorie ist) und "nur anders veranlagt als ich" zu erkennen. Da ich alleine die Vorstellung von vielen Sexualkontakten eklig und übergriffig empfinde, verhilft mir die Definierung der eigenen Sexualität zu dem einfachen Schluss: es ist eben anders als ich, aber ich will dann auch "erlaubterweise" eben anders bzw. ich sein dürfen. Es hilft einfach bei der Beurteilung und Abgrenzung.

Also danke für das Feedback!
 
  • #26
Wenn es zu Allem einen Begriff gibt, hat nur das Schubladendenken zugenommen.

Ich kann mich in weder noch einreihen...

Ist nirgendwo jemand der meine Hormone weckt...schlafen sie angenehm vor sich hin.
Ich habe zb dann auch kaum bis gar keine Selbstbefriedigung...höchstens wenn was "springt".
Habe ich regelmäßig Sex und seh Partner nicht täglich, ist meine Rate da zb auch höher.

In einer Partnerschaft geht die allgemeine Lust bei mir aber seit ich Ende 30 wurde, nicht mehr runter.
Was ich selbst sehr schön finde...

Auch nur Sex ohne mehr, ist heute nicht mehr auszuschließen
Allerdings bin ich noch nie auf die Idee gekommen mich: einzugruppieren...

Warum sich selbst in eine Schublade stecken?

Was für mich ein Unterschied ist, Dinge nachzufragen um ggf Unsicherheit zu verlieren oder neues zu lernen.

Ich habe mal mit Mitte 20 den Frauenarzt gefragt, ob ich falsch gebaut bin und deshalb beim GV keine "Blitze" sah und nicht extasisch schreie;-)

Nur wenn Du Dich unwohl fühlst, dann überlege warum.
Wenn es Dir gut geht damit, ist doch alles ok..
Für die, die da anders sind...ist es aber genau so ok!
 
  • #27
Ist unsere Gesellschaft übersexualisiert? Sehe ich eher nicht, der Sex in der Gesellschaft nimmt in Bezug der Offenheit eher ab. Ist nur mein persönlicher Eindruck und der muss nicht stimmen.
Das ist auch mein Eindruck. Ich fand die 90ziger Jahre viel stärker sexualisiert als die heutige Zeit. Das kann allerdings auch (m)ein Alterungseffekt sein.
Was mir noch aufgefallen ist, Frauen die viel über Sex reden haben meist wenig Sex. Zu Männer kann ich da nicht viel sagen da ich keinen Sex mit Männern haben.
Ich erinnere mich an einem Abend vor langer Zeit. In der Gruppe wurde den ganzen Abend über Sex geredet, insbesondere meine damalige Frau hob sich da hervor. Später dann im Bett habe ich gehört: "Nun haben wir über Sex geredet, nun müssen wir keinen mehr machen." Ähnliches habe ich auch mit anderen Frauen erlebt.

FS, lebe deine Sexualität wie es dir gefällt.
Alles ist gut.
 
  • #28
Ich glaube, zumindest der Durchschnitt der jungen Männer hat da wirklich hormonell mehr Druck, was man ihnen auch nicht vorwerfen kann.
Ein ganz wesentlicher Satz.
Die Anerkennung, dass wir im Durchschnitt eben doch natürliche Wesen sind und mit Sexualität ausgestattet.

Die FS ist wie sie ist, aber auch die jungen Männer (auch auch Frauen) welche ihre Hormone intensiv zu spüren bekommen, sind nunmal der allgemeine anzuerkennede Normalzustand und die Gesellschaft ist auch darauf eingestellt, was in gesellschftlichen Rollenbildern dokumentiert wird, oder von mir aus, auch in der Werbung. Daran ist nichts falsch.

Als junger Mann war ich ja quasi darauf angewiesen, dass es eben auch viele Frauen gibt, die genau darauf abfahren. Ich gebe aber zu es ist eine schwieriges Konstrukt, was die Natur da in uns eingepflanzt hat


Richtig schwierig ist es für mich, in dieser übersexualisierten Gesellschaft klarzukommen. Ständig über Werbeplakate als angeblich sexuelles Wesen angesprochen zu werden
Die FS ist, wie einige Andere (manchmal auch Männer, aber leider ganz selten, man denke z.B. an P.Altmaier) auch, eine Ausnahme.Das sollte sie anerkennen, egal wie sie das nennt. Ich grenze sie dafür nicht aus, möchte dafür aber auch nicht auf Sexulialität (und auch auf die Darstellung dieser in der Gesellschaft, wie auch immer das erfolgt) verzichten.


Das Einzige, was genehmigt ist (sich also richtig anfühlt), sind bspw. Verhütungsangelegenheiten.
Du solltest als mensch mehr sein als das 100 % Prozent Deiner Erziehung.
Ich bin auch konservativ erzogen. Trotzdem lebe ich mein Leben aben auch nach eigenen Maßstäben.
Und ja, ich mag es erotisch angesprochen zu werden. Dabei kann es mir wirklich herzlich egal sein, wie das meine Ertzeuger mal gesehen haben.
 
  • #29
Ein sexuelles Grundrauschen ist mir auch fremd, wobei ich allerdings nicht verliebt sein muss, um sexuelle Anziehung zu empfinden.

Ich begene nur extrem selten einem Mann, den ich körperlich anziehend finde. Und dann müsste auch noch der Rest stimmen. Eine Dekade ohne sexuelles Intermezzo ist für mich deshalb nichts ungewöhnliches. Ich vermisse dann aber auch nichts.

Dagegen fühle ich mich beleidigt und belästigt, wenn Hinz und Kunz mich wie ein sexuelles, potentiell gattungsbereites Individuum behandeln, nur weil ich eine Frau unter 90 bin.
 
  • #30
Hundefreund,warum willst diese Frau dann heiraten? Natürlich ist es legitim,dass du keinen Sex haben willst. Aber was ist mit der Frau? Führt ihr dann eine offene Beziehung wo sie Sex haben kann? Weiß die,dass du sie nur wegen der Firma heiratest? Wo bei mir deine Beweggründe deswegen nicht einleuchten.
 
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