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  • #1

Depressiver Partner lehnt jede Hilfe von Ärzten ab

Vor 1 Jahr wurde bei meinem Partner eine schwere Depression diagnostiziert. Der Arzt verschrieb ihm Tabletten und legte ihm Nahe, sich umgehend in Therapie zu begeben. Mein Partner lehnte alles ab. Es folgten sehr wechselhafte Monate. Mal ließ er Nähe zu und mal war er nicht erreichbar, igelte sich ein. Sexualität gibt es seit der Diagnose gar nicht mehr, weil ihm alles zuviel ist. Ich habe die ganze Zeit zu ihm gehalten, weil ich ihn sehr liebe . Jetzt war er wieder beim Arzt, weil die depressive Phase ihn nicht aus ihren Klauen lässt und er sagte mir, der Arzt hätte gesagt, er solle jetzt total egoistisch sein und nur noch an sich denken, keine Rücksicht mehr auf meine Gefühle nehmen. Für 14 Tage fährt er morgen zu Freunden, die ein abgelegenes Gehöft haben und will mir nach dieser Zeit mitteilen, ob er mich überhaupt noch will. Ich bin fix und fertig und frage mich, ob das alles mit der Depression zusammenhängt oder was geht da in ihm vor.
 
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  • #2
Tja, mit einer Depression sollte er eigentlich tatsächlich zu einem Psychiater oder Psychotherapeuten.

Die Idee, mal 14 Tage lang aus seinem normalen Umfeld herauszukommen, ist allerdings sehr, sehr gut.

Mich wundert es zwar etwas, dass er das trotz Depression einfach hinzubekommen scheint, aber es kann tatsächlich funktionieren. Es ist auch durchaus gut, dass er allein fährt. Er hat damit die Möglichkeit, über seine Situation nachzudenken. Möglicherweise wird ihm dann bewusst, was Du für ihn bedeutest. Vielleicht entschliesst er sich sogar zu einer Therapie. Also, hilf ihm packen, wünsche ihm alles Gute und sage ihm, dass Du an ihn denken wirst.
 
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  • #3
Hier ist die FS

Ja, dieses Wechselspiel ist es, was mich auch so verunsichert. Es gibt Tage, da liegt er nur im Bett oder auf der Couch und dann gibt es Tage, da scheint er fast wieder "der Alte " zu sein.
Diese Auszeit hat er alleine für sich entschieden und mich erst heute damit konfrontiert. Ich habe wirklich die Hoffnung, dass er zu Kräften kommt und vielleicht auch zu der Einsicht, danach eine medikamentöse Behandlung und Therapie zu beginnen.
Er sagt mir ständig, ich hätte was besseres als ihn verdient, er könne sich auf gar nichts mehr richtig einlassen und brauche seine ganze Kraft für sich.
 
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  • #4
Hallo FS,
such dir schnellstens eine Selbsthilfegruppe mit Angehörigen von Depressiven. Ich lese aus Deiner Anfrage, dass Du Dir die Probleme Deines Partners - die sicher nicht gering sind - zu Deinen eigenen machst. Damit gehst D U auf Dauer kaputt. Abgrenzen ist für Dich überlebenswichtig!
In Angehörigengruppen sind Menschen, die mit solchen Beziehungsproblemen vertraut sind und Dir zuhören und damit kommst du weiter, wie hier mit einer allgemeinen Anfrage im Forum.

Ein Mensch, der in einer depressiven Phase ist ist unter Umständen nicht mehr mit dem identisch, der vor dieser Phase dein Mann war. Das mag für Dich bitter sein - aber er ist in einem gewissen Sinne eingesperrt in einer Glasglocke und kann mit niemand mehr kommunizieren - weder sprachlich noch körperlich.
Bücher die diese Glasglocke beschreiben: Marlen Haushofer, Die Wand und Sylvia Plath, The Glas -Bell. Beides Literatur aber besser als 10 Sachbücher!
Dir alles Gute
 
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  • #5
Liebe FS,
was hast Du noch vor in Deinem Leben?

Bist Du Anfang 30 und wolltest Du mal Familie und Kinder?
Dann verlasse bitte unbedingt Deinen Partner und suche Dir einen gesunden Mann, mit dem Du Deinen Lebenstraum leben kannst.

Auch wenn er gesund werden sollte und wenn Du das gerne möchtest, Depression ist nie ganz aus dem Leben weg.
Er wird immer ein Rückfallrisiko haben und wird Dir mit Kindern eher zur Last fallen als Dich zu unterstützen. Du wirst an seiner Seite verkümmern, weil Du Dich nur um ihn kümmerst. Wer kümmert sich um Dich?

Abgesehen davon ist Depression erblich.
Willst Du, dass Dein Kind mit 13 Jahren Selbstmord verübt?

Bring Dich selber in Sicherheit und lass ihn die Therapie machen.
Er muss da selber raus. Du hast schon genug gute Lebensjahre für ihn geopfert.
Schade um Deine kostbaren Jugendjahre.
Alles Gute
 
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  • #6
Hier ist die FS

@ 4
Ich bin 47 und mein Partner 51. Wir sind erst 2 Jahre zusammen. Mein Kind ist schon erwachsen.

Ich kann wirklich ganz viel aushalten und für mich war und ist es immer selbstverständlich gewesen, einem Partner auch in Krankheitszeiten zur Seite zu stehen.
Aber er will keine Hilfe und er wirkt mir Gegenüber zeitweise sehr verschlossen. Von Liebe spricht er plötzlich nicht mehr, sagt, er mag mich sehr. Das Wort Liebe kann er nicht in den Mund nehmen zur Zeit, sagt er. Weil er früher so oft verraten wurde, von anderen Frauen. Aber dafür kann ich ja nichts.
Ich bin völlig verzweifelt.

Kann das denn wirklich alles mit einer Depression zusammen hängen ?

Mittlerweile glaube ich schon, das er mir nach seiner Auszeit mitteilen will, das er für mich gar nichts mehr empfindet.
 
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  • #7
Liebe FS,

ich (m) war ich der gleichen Situation wie Du. Meine Frau bekam plötzlich Depressionen. Hatte, wie Dein Partner, meist keine Krankheitseinsicht und hat jede medizinische Behandlung verweigert (gibt es oft).

Wie Du, habe auch ich zu meiner Frau gehalten, da ich sie sehr geliebt habe. Das hilft aber nicht unbedingt weiter. Selbst Mediziner können nicht wirklich viel gegen Depressionen machen - Laien noch weniger.

Bei uns hat mein Einsatz wenig gebracht. In einer Hochphase hat meine Frau die Scheidung eingereicht. Warum sie sich Scheiden ließ, hat sie so klar eigentlich nie gesagt, sie war einfach wirr im Kopf. Man kann wenig dagegen machen, weder gegen das Zerbrechen der Beziehung, noch gegen die geistige Umnachtung.

Zunächst war ich deswegen sehr bedrückt, ich hatte wirklich einen gigantischen Einsatz für meine Frau gebracht. Heute bin ich aber froh, dass sie sich scheiden ließ. Man hat selbst überhaupt kein Leben mehr, wenn man sich um einen depressiven Partner kümmert.

Schaue was kommt und sieh zu, dass Dein Leben weitergeht. Wie # 4 schreibt, muss ein Zerbrechen der Beziehung nicht die schlechteste Option sein. Es tut kurz weh, aber danach ist es, als würde eine zentnerschwere Last von einem abfallen.

Viel Kraft in dieser schwierigen Zeit!
 
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  • #8
@ # 5

Sämtliche Symptome die Du beschreibst hängen ganz klar mit der Depression zusammen. Das ist keine Beziehungskrise, auch nichts, was Du beeinflussen kannst oder an dem Du Schuld wärst. Bis ins Detail kenne ich die von Dir beschriebene Situation aus eigener Erfahrung.

Deine Meinung, es sei "immer selbstverständlich gewesen, einem Partner auch in Krankheitszeiten zur Seite zu stehen", ist an sich richtig. Hier ist sie aber nahe am Zwecklosen.
Mit noch so viel Nibelungentreue kannst Du Deinen Partner nicht gesund machen. Du selbst wirst aber dabei draufgehen.

Gesetzt den Fall, Eure Beziehung zerbricht, wird es Deinem Partner deswegen auch nicht schlechter gehen. Dir selbst aber wird es ganz gewaltig besser gehen. So gesehen ist ein Auseinandergehen kein Schreckensszenario.
 
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  • #9
FS,

ich rate dir, hole dir selber prof. Hilfe. Einem Menschen, der so krank ist, wie du deinen Freund beschreibst, kann man schlecht helfen.

Da du dich selber schlecht fühlst, ist ein Zeichen von mangelnder Selbstliebe und nicht richtiges Einschätzen der Verhältnisse.

Lass ihn gehen, lass ihn machen, er ist erwachsen, du kannst ihm nicht helfen, es ist auch nicht deine Pflicht ihm zu helfen.

Frage dich bitte, warum du von einem psychisch kranken Menschen, normal partnerschaftliches Verhalten verlangst? Da kannst du nicht verlangen und er kann es dir nicht bieten. Akzeptiere das bitte.

Dich macht es fertig, ob er dich nach den 14 Tagen noch will? Wo ist dein Menschenverstand, dein Stolz, deine Würde, dein Vermögen nach Selbstreflexion, dein Streben nach einer guten Lebensqualität? Mit so einem Mann, sorry, kannst du nicht glücklich werden und er mit dir auch nicht, weil ihr nicht auf einer Welle schwappt. Er kann dir nicht das geben, was du willst.

Du machst deine Lebensqualität von einem Menschen, der Depressionen hat, abhängig? Findest du das gesund und normal?

Es ist dein Leben und ich kann mich allen nur anschliessen, die dir raten, ihn gehen zu lassen, du musst ja nicht offiziell die Trennung aussprechen, manche Dinge verlaufen sich auch im Sand, manchmal ist das auch gut so.

w 47
 
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  • #10
@ 5 du nimmst ihn schon wieder in schutz - merkst du nicht, dass das schutzbehauptungen sind von ihm? er will ein einfaches schönes leben haben und schiebt die dep. vor, damit du das weite suchst (meine vermutung).
mach es dir selbst nicht so schwer und nutze die zeit während er weg ist, um gedanklich mit ihm abzuschliessen.
(so habe ich es in ähnlichem fall gemacht, alles andere wäre zu schmerzlich gewesen.)
 
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  • #11
Hier die Meinung einer Therapeutin:

Liebe FS, du begibst dich in die Krankheit deines Partners. Du lebst seine Depression mit. Das erkennst du besonders an deinem Satz:

"Ich kann wirklich ganz viel aushalten und für mich war und ist es immer selbstverständlich gewesen, einem Partner auch in Krankheitszeiten zur Seite zu stehen."

Ihr seid doch noch nicht so lange zusammen - von zwei Jahren Partnerschaft lebst du nun ein Jahr lang seine Depression mit. Es geht in einer Partnerschaft nicht ums "Aushalten können", sondern um ein Geben und Nehmen. Natürlich gibt es gute und schlechte Zeiten für jeden, und es zeugt von Bindungsfähigkeit, in den schlechten Zeiten Loyalität zu zeigen. Loyalität bedeutet aber nicht, sich selbst aufzugeben und dem depressiven Partner in die Verzweiflung zu folgen. Deine Symptome sehen nach "Co-Abhängigkeit" aus.

Dein Partner ist ein erwachsener Mann und insofern vollständig für sich und auch für seine Genesung verantwortlich. Lehnt er Hilfe ab, obwohl er Hilfe benötigt, ist das auch seine Verantwortung. Offensichtlich schafft er es (noch), die Depression immer wieder zu kompensieren, da er ja immer wieder auf die Beine kommt. Die Ablehnung von Hilfe ist ein Zeichen dafür, dass er seine Leidensfähigkeitsgrenze noch nicht erreicht hat. Und die wird er auch nicht erreichen, wenn er nicht auf sich gestellt sein wird. Vergleiche es einfach mit einem Alkoholkranken: Solange der Suchtkranke von seiner Partnerin versorgt wird, solange sie ihm seine Ration einteilt, solange er also mit der Sucht gut leben kann, solange wird er keine Veranlassung haben, aus sich selbst heraus gegen die Sucht anzugehen.

Lass also deinen Partner um deiner selbst willen ziehen. Frag dich: Was würdest du deiner Tochter raten, wenn sie in deiner Situation wäre? Sei dir selbst also eine gute Mutter. Kümmere dich um dein Seelenwohl mehr als um seines.
 
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  • #12
Hier ist die FS

@ 10

Ja, natürlich würde ich meinem Kind raten, etwas für sich zu tun, aber ich würde ihm nie raten, den Menschen fallen zu lassen.
Kann man das wirklich mit einer Alkoholsucht vergleichen ? Es ist ja nicht so, das ich ständig um ihn bin. Wir leben in getrennten Wohnungen.

Er sagt, er fühlt sich, dadurch das ich so zu ihm halte, mir gegenüber verpflichtet und das überfordert ihn zur Zeit. Er weiß, das ich das ganze Jahr monogam war und auch das überfordert ihn, weil er meint, er könne das von mir nicht verlangen und er würde Monate brauchen, um wieder auf die Füsse zu kommen.
Aber warum tut er dann nichts ?
Die Antidepressiva vom Arzt liegen in der Schublade.

Ich habe die ganze Nacht nachgedacht...........wenn er gehen möchte und seine Gefühle für mich eben nicht mehr da sind, werde ich ihn ziehen lassen.
 
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  • #13
Ich bezweifle die Aussage des Arztes.
Kommt mir vor wie eine Ausrede von Deinem Partner.
Teile ihm mit, dass Du nicht auf seine Antwort warten möchtest, sondern das Ganze beendest.
Du hast Angst vor der Trennung und dem Alleine sein. Das verstehe ich.
Aber mach den Schritt, Du wirst Ihm und Dir helfen.

Wenn er Dir in 14 Tagen mitteilen will, was er möchte, ist das Ganze schon gelaufen.
Ihm fehlt nur der Mut es Dir zu sagen.
 
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  • #14
Wenn Dein Partner irgendwann doch noch etwas Hilfe annehmen will, wenigstens Hilfe zur Selbsthilfe, dann sollte er sich aufraffen und nicht herumliegen.
Ein sehr Wirksames Mittel gegen Depressionen ist Sport, besonders Ausdauersport. M
 
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  • #15
@11
Ja, lass ihn ziehen - am besten, bevor er dir den Laufpass gibt, denn das wird er machen und du wirst dich mies fühlen.
Rette DICH, und das so schnell wie möglich.

Du kannst ihm nicht helfen, das kann nur ein Profi. Du kannst höchstens mit ihm untergehen.
 
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  • #16
Au au, 2 Jahre zusammen, eines davon, mit Verlaub gesagt, für die Katze!

Ich finde, da er sich offensichtlich nicht helfen lassen will, solltest du die 14 Tage Auszeit für dich nutzen, und dir überlegen, wie du ihn am besten los wirst. Überrasche ihn doch einfach mal damit, daß du ihm den Laufpass gibst, wenn er wiederkommt.

Ich sehe für dich und deine Beziehung keinerlei Zukunft. Sicher wird es dir weh tun, aber sei ehrlich zu dir selbst, garantiert nicht weher, als bisher, wo er dich ja offensichtlich nicht wollte.

Menschen mit Depressionen können auch ein menschenwürdiges Leben leben, wenn sie fachliche Hilfe an ihrer Seite haben. Von meinem Partner, der mich liebt, würde ich erwarten, daß er alles erdenkliche für ein, soweit es geht, schönes Leben an meiner Seite tut..
 
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  • #17
# 6 / #7 @ # 11

Du machst das genau richtig, wenn Du jetzt zum Ergebnis gekommen bist, "wenn er gehen möchte und seine Gefühle für mich eben nicht mehr da sind, werde ich ihn ziehen lassen."

Alles andere ist vollkommen zwecklos. Niemand gewinnt etwas, wenn Du gemeinsam mit Deinem Partner untergehst.

Ich bin meiner Ex-Frau heute dankbar, dass sie sich damals scheiden ließ. Ich selbst hätte es nie getan und war damals auch sehr gegen die Scheidung.
Wenn ich heute aber manchmal meine Ex-Frau sehe (10 Jahre, nachdem ihre Depressionen erstmals aufgetreten sind), dann bin ich einfach nur noch froh, dass mein Leben nicht mehr von diesen Krankheit beherrscht wird.

Die Jahre seit der Scheidung sind einfach gewonnene Lebensjahre für mich - und meiner Ex-Frau geht es seit der Scheidung zumindest nicht schlechter als vorher.
 
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  • #18
Deine Schilderungen kommen mir ziemlich bekannt vor. Mein Ex-Partner ist auch depressiv und wir hatten sehr ähnliche Probleme.
Mein Ex hat mich sehr geliebt, aber es gab viele Phasen, in denen er es nicht zeigen konnte. Ich habe versucht, ihm zu helfen, habe zu ihm gehalten - aber ebenso wie bei dir überforderte es ihn völlig. Er fühlte sich in meiner Schuld und diese Schuld hing wie Blei an ihm. Dies zieht den Depressiven nur noch mehr runter. Insofern kann ich die Aussagen deines Freundes nachvollziehen. Der Depressive lebt / vegetiert mit einem "Gefühl der Gefühllosigkeit". Er KANN nicht fühlen und keine Gefühle erwiedern.

Die 14 Tage Rückzug sind für ihn sehr wichtig und richtig. Gönne sie ihm - er braucht sie. Versuche, ihn in dieser Zeit völlig in Ruhe zu lassen - auch wenn es dir schwer fällt. Wenn er sich von sich aus meldet - freue dich, aber melde du dich nicht bei ihm, wenn er es nicht wünscht. Nur so hast du die Chance, dass er wieder von der "Last" befreit zurückkommt und auf dich zugeht.

Versuche, die 14 Tage nicht ständig an ihn zu denken. Lenke dich ab, tu dir Gutes. Tue Dinge, die du schon lange mal tun wolltest und die dich erfreuen würden. Es macht dich sonst völlig fertig, wenn deine Gedanken nur um ihn und eure Beziehung kreisen.

Ich wünsche dir alles Gute und für die 14 Tage erstmal viel Kraft. Denke an dich !!
 
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  • #19
Hier ist die FS

@17

Ja, ich werde mich nicht von mir aus bei ihm melden, sondern nur reagieren, wenn er sich rührt.

Momentan mache ich mich selbst verrückt............ich denke mir mittlerweile, das ich verlieren werde.
Mir kommt es so vor, als würde er es irgendwie so drehen, das er mich abschiebt. Sollte es ihm in den Tagen gut gehen, wird er denken, ohne mich geht es ihm besser. Sollte es ihm schlecht gehen, wird er denken, er kann so nicht mehr.

Wir haben uns vorhin nochmal getroffen, waren Kaffee trinken. Er redete bereits davon, das, wenn er sich zu einer Trennung entscheiden würde, er sich eine Freundschaft wünsche.
Dann folgten wieder lange Erzählungen über ein paar seiner Ex-Freundinnen, mit denen er ja schließlich auch noch befreundet ist.
Ich fühle mich so leer und habe das Gefühl, er lässt mich am ausgestreckten Arm verhungern.

Sollte er es beenden, kann ich mir momentan keine Freundschaft vorstellen. In ein paar Monaten sicherlich.
Ich fühle mich irgendwie fast verarscht.............

Er kann sich mit Freunden treffen, ab und an, aber zu einer Beziehung wird er eventuell nicht mehr fähig sein ? Weil ihn alles überfordere ?
 
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  • #20
Liebe Fs,

du brauchst m.E. auch selber therapeutische Hilfe? Du schreibst von verlieren und so. Ich glaube langsam, du hast das Kernproblem seiner Problematik gar nicht verstanden.

Hast du mal was von Stolz, Würde, Selbstachtung gehört? Du hechelst einem Mann hinterher, der psychische Probleme hat und dir kein gleichwertiger Partner sein kann und fühlst dich dabei noch mies? Das ist nicht gesund, dein Verhalten.

Keine Freundschaft, no no never. Trenne dich, so ein Verhalten hast du nicht nötig und ich würde mit so einem Menschen auch keine Freundschaft haben wollen. Das ist nicht mein Niveau.

Wenn ich recht überlege, hat er bei dem Kaffeetrinken vorhin mit dir schon Schluss gemacht. Du hast es wahrscheinlich schon innerlich gespürt, weil du dich so leer fühlst, aber richtig gescheckt hast du es nicht, oder willst es einfach nicht wahrhaben.

Was ist mir dir los, dass du so ein Verhalten lange toleriert hast?

w 47
 
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  • #21
@ 19
Hier ist die FS

Du hast Recht......ich frage mich auch, was gerade mit mir los ist und ich all das mit mir machen lasse.
Ich war bislang nie so drauf und meist habe ich Beziehungen beendet, gerade weil ich immer voller Stolz war.

Vielleicht ist es irgendwas in mir, das sich sagt : Aber er muss mich doch lieben, es kommt alles wieder in Ordnung, wenn ich an seiner Seite bleibe.

Ich lese gerade das Buch :" Scheisskerle - warum es immer die Falschen sind."
Da finde ich mich tatsächlich wieder :eek:(

Vorhin haben wir telefoniert und er versteht es überhaupt nicht, das ich mich so verarscht fühle und denke, er lässt mich am ausgestreckten Arm verhungern.
Er sagte, so sei das nicht, ich würde das falsch sehen.
Er lässt alles offen, sagt, er könne momentan gar nichts entscheiden, weil er wie unter einer Dunstglocke sei, was ich ihm auch glaube.

Ich habe mal gegoogelt und erfuhr, das viele Depressive sich plötzlich von ihrem Partner trennen, weil sie es nicht aushalten.

Liebe Gemeinde hier,

ich danke allen für euren Beistand.
Es tut gut.
 
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  • #22
FS, hier die #19.

Du hast mit ihm noch mal telefoniert und ihm gesagt, dass du dich verarscht fühlst? Warum hast du ihm das gesagt? Welche Antwort hast du von ihm erwartet? Logisch, das er dir sagt, dass du alles falsch verstehst.. Meinst du, ein Mensch mit Depressionen sagt dir, dass du recht hast, mit dem Gefühl dass man dich verarscht. Sehr naiv, wie du denkst, finde ich.

Du musst dich trennen, kein Kontakt mehr!, du musst es nicht hinnehmen, dass er alles offen lässt. Warum lässt du dir das gefallen? Helfersyndrom? Was willst du mit einem depressiven Mann?

Halte dich lieber an die Devise: Mit einem Mann an der Seite muss! es Frau gut gehen, wenn nicht sogar sehr gut gehen. Wenn es ihr nicht gut geht mit ihm, dann muss sie eine Entscheidung treffen, aber sich nicht hinhalten lassen.

Kopfschüttelnd... w 47
 
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  • #23
Liebe FS

Ich (m 47) war selbst stark depressiv und meine Partnerin hat mich 100% Unterstützt in dieser Zeit. Ich war so mit mir selbstbeschäftigt, dass sie jeweils immer mit ihren Wünschen und Sorgen 'hinten anstehen' musste. Nun sind wir getrennt und ich glaube es ist gut so für uns beide. Ich glaube, diese Krankheit hat etwas zwischen uns losgebrochen. Irgendwie trauten wir nach der Krankheit dem Frieden nicht. Ich bin ihr aber sehr dankbar, dass sie in dieser schweren Zeit zu mir gehalten hat. Leider ist es so, dass eine Depression wieder auftreten kann und ich möchte nicht, dass ich das nochmals einer Partnerin antue. Ich bin nun schon 4 Jahre alleine, aber das ist kein Weltuntergang.

Gruss aus der Schweiz
 
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