• #32
Ich kann dir aus meinem Erfahrungsschatz sagen, dass sich das nicht lohnt. Das lohnt sich selbst nach 10 Jahren Beziehung nicht.

Dieses Mantra, welches du dir selbst einredest, ist absolut kontraproduktiv für dein Leben.
Es bewirkt, dass du dich an Dinge klammerst, die nicht mehr zu retten sind. Du machst es dir damit selbst schwer.
Es bewirkt, dass du dich "abarbeitest".

Loslassen ist alles andere als einfach. Das stellt hier sicher niemand in Zweifel.
Doch lässt sich Liebe nicht erzwingen/"erkämpfen".
Liebe ist entweder da, oder eben nicht.

Wenn dieser Mann etwas von dir will, wird er auf dich zukommen. Er ist kein armes Baby, welches jetzt nur genug Fürsorge braucht. Das will er auch nicht. Du bist auch nicht die "Medizin", die er jetzt braucht, um zu heilen. Wäre das so, wäre er nicht weg.

Überlege dir stattdessen mal genau, was du eigentlich im Leben willst. Es gibt nämlich auch Männer, die weniger problematisch sind. Männer die klare Ansagen machen (Ok zum Ende hin macht das kaum einer, weil sie feige sind). Männer die Lebensfreude empfinden. Die tun dir dann sogar gut, anstatt dass sie Frust bewirken. Du solltest dir das selbst wert sein.


Das gibt es leider nicht. Du machst dich damit unglücklich.

Was du jetzt endlich mal zulassen solltest, ist Wut darüber, dass er dich verlassen hat. Denn diese "Trennungsaggression" brauchst du, um das zu verarbeiten. Dadurch dass er so einen auf Opfer macht, fällt dir das im Augenblick schwer.
Er glaubt, dass er dich (und vor allem sich) mit seinem Herumlavieren schont und es damit für dich leichter wird. Das Gegenteil ist der Fall.
Es gibt viele Männer. Bloß sucht man sich nicht aus, in wen man sich verliebt. Mit ihm hatte ich auch Freude am Leben. Ich habe ihn dafür beneidet, dass er sich an noch so kleinen Dingen erfreut hat. Das ging eben gut, bis ich dauerhaft gestresst war, aber der Zustand ist nun wieder weg. Dann kann es doch nochmal funktionieren, wenn’s ihm bald besser geht oder nicht?

Die Wut ist neben der Trauer auch da. Genauso ist auch Wut auf mich da, da ich weiß, dass ich zu dem Ganzen beigetragen habe. Aber nicht zur Depression.
Die Wut verschwindet, wenn ich weiß, dass es nur an seinen psychischen Problemen liegt, weshalb es nicht funktioniert und dafür benötigt es einen zweiten Anlauf, an den mit ein wenig Abstand zuvor angeknüpft werden kann
 
  • #33
Es gibt viele Männer. Bloß sucht man sich nicht aus, in wen man sich verliebt.
Genau, das sind Hormone, die das machen.
Die vernebeln gerade auch deine Sicht, so dass du ihn idealisierst.
Auch dass dir die Trennung wie eine Katastrophe vorkommt, wird von Hormonen gesteuert. Adrenalin und Cortisol machen das.
Das lässt nach mit der Zeit.

Dann kann es doch nochmal funktionieren, wenn’s ihm bald besser geht oder nicht?
Unwahrscheinlich.
Fakt ist, er hat die Beziehung beendet und dir gesagt, dass das mit dir nichts wird. Das hat nichts mit seiner Depression zu tun. Schiebe nicht alles auf die Depression, was dir gerade nicht gefällt.

Die Wut verschwindet, wenn ich weiß, dass es nur an seinen psychischen Problemen liegt, weshalb es nicht funktioniert
Es liegt aber nicht nur an seiner Depression.

1. Liegt es nicht an seiner Depression, dass es "mit dir nichts wird"
2. Verabschiede dich von dem Gedanken, dass du jetzt nur ein paar Wochen warten bräuchtest, bis er sich wieder gefangen hätte. Eine Depression ist kein Schnupfen.
 
  • #35
Mein depressiver Freund hat sich nach 1 Jahr getrennt. … Er wüsste nicht, wie es mit ihm weitergeht. Sein Leben sei größtenteils durch, es mache wenig Sinn. … Ich will das nicht aufgeben. Besteht eine 2. Chance?
Du solltest ihn und seine Äußerungen ernst nehmen @MystischBaum und ihn nicht bedrängen. Druck von außen führt anscheinend eher dazu, dass es ihm schlechter statt besser geht.
Er hat sich nicht ohne Grund von dir getrennt. Er hat es getan, weil er sich damit besser fühlt und du solltest das einfach akzeptieren, unabhängig davon, was du willst.
 
  • #37
Alleine Deine Texte hier zeigen, dass es nicht gut gehen kann.
Mit depressiven Menschen zu leben, kann nur der, der nicht in eine Coabhängigkeit dieser Krankheit geht.
Und ein Zeichen von Coabhängigkeit ist dieses: ja aber..und viele Sätze der Entschuldigung

Man muss sehr stabil sein und die Toleranz (ggf aus eigener Erfahrung) mitbringen, um die positiven Eigenschaften solcher Menschen zu sehen und sich von den Negativen nicht so runterziehen zu lassen.

Ihr hattet aber zuviel Krach und das in relativ kurzer Zeit
Du brauchtest eine Therapie, er kurz vor dem Zusammenbruch trotz Therapie und Angst vor einem Selbstmord Deinerseits.
Da passen zwei nicht, sondern ziehen sich nur gegenseitig runter.

Wärst du jetzt die stabile Person...Du würdest nicht so schreiben, wie Du es tust.
Mehr noch, Du hättest nicht mal den Druck hier überhaupt schreiben zu müssen.

Und das meine ich nicht als Vorwurf, Du hast ja nicht versagt etc...auch er nicht.
Ihr seid sicher beide positiv emotional aber auch emotional flexibel.

Da bräuchte jeder von Euch eher so einen "Fels in der Brandung"-Typ um ein sicheres Gefühl zu bekommen, als das ihr beide zusammen ausufert.

Er scheint das erkannt zu haben und sagt nein.
Erkenne Du das und akzeptiere seine Entscheidung.
 
  • #39
@MystischBaum

Ich will da jetzt gar nicht näher auf die Details eingehen, aber aus eigener Erfahrung mit meinem Ex: je schneller du dich von diesem Mann und der Hoffnung auf eine Fortführung der Beziehung verabschiedest, umso besser für dein Seelenheil...

LG
 
  • #40
Genau, das sind Hormone, die das machen.
Die vernebeln gerade auch deine Sicht, so dass du ihn idealisierst.
Auch dass dir die Trennung wie eine Katastrophe vorkommt, wird von Hormonen gesteuert. Adrenalin und Cortisol machen das.
Das lässt nach mit der Zeit.


Unwahrscheinlich.
Fakt ist, er hat die Beziehung beendet und dir gesagt, dass das mit dir nichts wird. Das hat nichts mit seiner Depression zu tun. Schiebe nicht alles auf die Depression, was dir gerade nicht gefällt.


Es liegt aber nicht nur an seiner Depression.

1. Liegt es nicht an seiner Depression, dass es "mit dir nichts wird"
2. Verabschiede dich von dem Gedanken, dass du jetzt nur ein paar Wochen warten bräuchtest, bis er sich wieder gefangen hätte. Eine Depression ist kein Schnupfen.
Eine Depression ist kein Schnupfen, richtig.

Bloß hat er mir nicht gesagt; dass es mit mir nichts wird. Er ist bereit dazu, es nochmal zu probieren, wenn’s ihm besser geht und hofft, dass seine Gefühle zurückkommen, wenn wir weiterhin Kontakt haben
 
  • #42
Eine Depression ist kein Schnupfen, richtig.

Bloß hat er mir nicht gesagt; dass es mit mir nichts wird. Er ist bereit dazu, es nochmal zu probieren, wenn’s ihm besser geht und hofft, dass seine Gefühle zurückkommen, wenn wir weiterhin Kontakt haben
Ja gut, Du willst also warten, bis es ihm besser geht. Aber was ist dann Deine Frage? Wie Du die Verbesserung beschleunigen kannst? Oder wie Du lernst, Deine Bedürnisse hinten anzustellen (was ja schon mal nicht geklappt hat)?
 
  • #43
Eine Depression ist kein Schnupfen, richtig.

Bloß hat er mir nicht gesagt; dass es mit mir nichts wird. Er ist bereit dazu, es nochmal zu probieren, wenn’s ihm besser geht und hofft, dass seine Gefühle zurückkommen, wenn wir weiterhin Kontakt haben
Du hast an jedem Post, der dir helfen möchte und dir sagt, du solltest da Abstand nehmen, etwas zu sagen. Warum stellst du hier überhaupt eine Frage? Das ist überflüssig.
 
  • #44
Ich finde @Vikky Beitrag lesenswert.
Kein Arzt weiß wie lange ein Depression dauert oder sich nicht chronifiziert.
Er kann nicht mit zusätzlichen Belastungen umgehen und Du kannst nicht garantieren, dass Du dauerhaft belastungsfrei für ihn bist - kann keiner.
Das ist finde ich der wichtigste Satz. Ein paar Belastungen steckt man mal weg, aber es gibt ihr eine Sollbruchstelle. Diese erreicht man schneller. Wenn er mit anderen Problemen zu kämpfen hat, fällst du und deine Bedürfnisse runter, weil einfach bei ihm die Ressourcen fehlen. Du müsstest schon sehr stabil sein und vieles an seinem Verhalten nicht auf Dich als Person beziehen können. Auch verstehen, dass du ihm nicht helfen kannst, nur begleiten. Und selbst bei deiner Begleitung als Freundin, musst du dich schützen und selbst davon unabhängig stärken, damit du nicht untergehst, sondern selbst stark bleibst.
Therapieerfolg geht mit Veränderung einher.
Also liegt nahe, dass nach erfolgreicher Therapie nicht mehr viel passt, weil ihr euch nicht gleich entwickelt - durch die Trennung schonmal garnicht.
Auch das stimmt. Er verändert sich und auch seine Persönlichkeit, er ist jetzt schon nicht mehr, der der war und sollte es ihm irgendwann besser gehen, ist er auch ein anderer Mensch, sofern er die Therapie ernst nimmt.
Das beurteilst Du falsch. Ihr wart viel zu kurz zusammen, um so eine Aussage treffen zu können.
Die Anfangsphase (erste Monate) ist es garkeine Beziehung sondern Kennenlernen und dann begannen bei euch bereits heftigste und dauerhafte, bis heute währende Probleme, d.h. es gab nie eine funktionierende Beziehung.
Die Erwartungen und frische Verliebtheit führen zum anfänglichen „es verleiht Flügel“, aber dieser Schwung und „Ausnahmezustand“ verfliegt auch wieder schnell und die alten Muster tauchen auf. Die anfängliche Euphorie hat sich bei ihm nicht zu tiefer Liebe entwickelt, sondern er fühlt jetzt gar nichts. Meiner Erfahrung nach, kommt das nicht wieder.
Noch mhr Unsicherheit/Belastungen als er grad und immer wieder erlebt braucht er nicht und das wird ihm sein Therapeut wohl auch so bestätigen.
Zumal er kennt die Streitereien, Vorwürfe und Schwierigkeiten als Teil eurer Beziehung; für ihn bedeutet es ein Risiko, sich wiederholt darauf einzulassen und an der gleichen Entwicklung und Punkten wieder zu scheitern.

Ich denke, er braucht dich als Freund und Mensch in seinem Leben wie die Jahre zuvor, aber als Paar seit ihr gescheitert. Er weiß und hat gelernt in seiner Verfassung ist er für die nicht ein Partner, kann deine Wünsche & Bedürfnisse nicht erfüllen; und tut dir nicht gut, wie auch umgekehrt.
 
  • #45
Du hast an jedem Post, der dir helfen möchte und dir sagt, du solltest da Abstand nehmen, etwas zu sagen. Warum stellst du hier überhaupt eine Frage? Das ist überflüssig.
Wer nicht für sich weiß, was Schmerz und Leid ist, der läßt es zu! Es ist notwendig einzusehen, dass unser Schmerzgefühl, nur unsere eigenen Wunden aufzeigt. Im Schmerz “spüren” wir uns, wir fühlen uns, die manchmal unerträgliche innere Leere verschwindet. Es gibt Menschen, die fühlen sich tot tief in sich drin, nur der Schmerz lässt sie wissen, dass sie noch am Leben sind, so kommt es mir hier auch vor! Die ganzen Diskussionen bringen FS nichts, die Tür ist verschlossen!
 
  • #46
Ja klar, wenn Du aufopfern willst und Deine Lebensfreude auch verlieren willst? Ich war selbst lange Zeit depressiv, würde heute nichts mehr mti solchen Leuten zu tun haben wollen, weil das Leben zu kostbar ist und ich mir meine Lebensfreude bewahren will.

Eine 2. Chance zu jetzigem Zeitpunkt funktioniert doch überhaupt gar nicht.
 
  • #47
Stelle den Gedanken mit der 2. Chance mal eine Weile lang zurück. Ich spreche in Sachen Depression aus Erfahrung. Die gute Nachricht ist: Eine depressive Episode geht nach 9-12 Monaten vorbei (meiner Erfahrung nach sogar ohne Medikament). Die schlechte Nachricht ist: es lässt sich meist nicht vorhersagen, wann die nächste folgt. Und wenn weitere Folgen, wirst du ihn auf Dauer nicht wollen. Eine Depression hat den – besonders für Männer – nachteiligen Effekt, dass man dadurch in eine resignative Schwäche fällt. Und das macht einen Mann unattraktiv.
 
V

vondraußen

Gast
  • #48
@MystischBaum Du willst dass es weitergeht, irgendwas bindet Dich, und alles, was dagegen spricht, argumentierst Du so lange zurecht, bis endlich wieder Hoffnung quillt. Egal was man hier schreibt, Du hältst fest und lavierst um die Trennung herum. Darüber solltest Du nachdenken, warum Du ihn so meinst zu brauchen. Trennung tut immer oder meistens weh, aber festhalten verlängert den Schmerz nur und lenkt ab von der eigenen Fehlstelle. Die ist entscheidend für Dich, nicht dieser eine Mann.
 
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