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  • #1

Depressiver Partner

Ich bin seit 2 jahren mit meinem Partner zusammen. Es ist eine schöne und harmonische Beziehung, wenn es gut läuft und es ihm gut geht. Nun wird es aber immer schlimmer, mit seinen depressiven Episoden. Er ist seit gut einem Jahr arbeitssuchend und bekommt eine Absage nach der nächsten. Seine geplante Selbstständigkeit geht auch gerade den Bach runter. Zu seinen Eltern hat er ein "geht-so" Verhältnis. Da ist viel, was unausgesprochen da ist und ihn auch (noch) belastet. Wenige Freunde.Er zieht sich lieber mal zurück, als sich in den Trubel zu begeben. Obwohl er sehr gut mit Menschen umgehen kann. Er ist sensibel und herzlich.
Es belastet mich aber zusehends, dass ich mich so hilflos fühle. Er äußert mindestens einmal im Monat, dass er so nicht mehr Leben wolle, dass das alles keinen Sinn macht.Das er ein Nichtsnutz ist, der im Leben noch nichts gebacken bekommen hat...ect ( a la´ "mein Haus, mein Pferd, meine Yacht").Da wir nicht zusammen wohnen, ist es die Hölle für mich, nach solch einem Gespräch allein gelassen zu werden.Ich mach mir dann solche Sorgen, da er bezüglich solcher Gedanken eine ernstere Vorgeschichte hat. Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Er sieht auch nicht ein, dass er eventuell Hilfe in Anspruch nehmen sollte. Wenn es ihm gut geht, ist es so wunderbar mit ihm. Ich will ihn unterstützen und für ihn da sein, aber ich merke, wie ich immer mehr selber darunter leide. Ich fühle mich so unglaublich hilflos...
 
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  • #2
Frag ihn mal, warum er nicht herausfinden will, wozu dieses .... Leben gut ist.

Oder: Ich hatte selber mal solche Gedanken - und jammerte rum. Reisen nach Afrika oder auch in den Iran haben mich zum Umdenken gebracht.
 
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  • #3
Glaub mir, du kannst ihm nicht helfen, lass dich nicht mit runterziehen. Er kann sich nur selbst helfen und auch erst dann, wenn er das will. Du erreichst viel mehr, wenn du dich da raushältst. Sag ihm einfach, für dich ist Depression eine Krankheit, die behandelt werden muss und wenn er sie nicht behandeln will, willst du mit ihm darüber auch nicht mehr reden. Wenn er weiter im Selbstmitleid versinkt, lass ihn, auch wenn das noch so schwer fällt. Kümmer dich um dich selbst, sei so selbstständig und selbst bestimmt wie möglich. Gib dir eine bestimmte Zeit, ein halbes oder ein Jahr, und wenn sich dann nichts ändert, trenn dich lieber. Depressiven helfen wollen ist sinnlos (es sei denn, du bist Arzt/Psychiater/Psychotherapeut), es ist genau wie bei Süchtigen, wenn sie selbst nichts ändern wollen, ziehen sie dich nur mit rein und du wirst coabhängig. Es hat auch was von Egoismus, wenn jemand immer nur jammert und Hilfe will, selbst aber nicht bereit ist, was zu ändern.
 
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  • #4
Na ja, so harmonisch kann eure Beziehung gar nicht sein, wenn du schon so leidest. Du redest dir das nur schön. Rede mit ihm und sagt ihm, was dich genau belastet. Und wenn du mit dieser Situation nicht umgehen kannst, trenne dich von ihm. Ich finde es toll, dass du ihm helfen willst, aber bitte mach dich dabei nicht selbst kaputt.
 
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  • #5
Liebe FS,

ich habe Ähnliches erlebt wie Du, mit meinem Exmann. Die Depressionen kamen, nachdem er arbeitslos wurde. Ich habe lange versucht ihm zu helfen, professionelle Hilfe wollte er nicht, obwohl ich ihn immer dazu gedrängt habe. Es ist auch meiner Meinung nach das Einzige, was eine Veränderung bringen kann. Es hat mich über Jahre viel von meiner Kraft gekostet, bis ich nicht mehr konnte und mich getrennt habe, obwohl ich ihn noch geliebt habe.

Gib gut auf Dich Acht!

w48
 
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