• #1

Der Heiratsantrag kommt nicht

ich bin mit meinem Freund seit 2 Jahren zusammen, seit 1 Jahr haben wir eine gemeinsame Wohnung. Wir sind beide um die 30. Ganz am Anfang der Beziehung habe ich ihm von meinen Vorstellungen gesagt, dass ich schon weiß, was ich will und keine langjährige Beziehung möchte, sondern eine Ehe, eine Familie. In unserer Beziehung habe ich schon 2 mal die Andeutungen gemacht, dass mich das unglücklich macht, weil nichts passiert. Darauf gab es aber keine richtige Antwort. Ein halbes Jahr habe ich nichts mehr gesagt und das Gefühl, dass mich das unglücklich macht, breitet sich aus. Am finanziellen kann es nicht liegen, wir sind beide Akademiker mit dem gleichen Abschluss und verdienen fast das gleiche. Falls jemand von euch in dieser Situation war, was habt ihr gemacht und wie ist es ausgegangen?
 
  • #2
Ganz schlicht, Antrag gemacht - und geheiratet. 2x, 1x gab es einen Korb.

Liebe A.,

Rede mit ihm, konkret. Dann weißt Du zumindest, woran Du bist.
Natürlich gibt es das Risiko, ein Nein zu bekommen, und für mich war damit auch die Beziehung beendet.

Aber Du hast Deine Vorstellungen von Deiner Zukunft, dann prüfe auch, ob sie realisierbar sind.
 
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  • #3
Wenn du unbedingt heiraten willst, frag ihn doch. Dann weißt du auch, woran du bist. Ich seh da kein Problem.
 
  • #4
Wenn du schon zwei mal fragst und es kommt nichts, dann ist es LÄNGST Zeit, Konsequenzen walten zu lassen. Ansonsten nimmt er dich nicht mehr ernst und verliert den Respekt vor deinen Bedürfnissen.
Akademiker lassen sich ja eh immer sehr viel Zeit. Frauen die viel Zeit in ihre Bildung investieren, bleiben bekanntlich kinderlos und unverheiratet. Das weiß man mittlerweile.
 
  • #5
Will Dein Freund überhaupt heiraten? Nur weil Du Ihm gesagt hast was Du gerne hättest muss das noch lange nicht mit seinen Vorstellungen einhergehen.

Meine Freundin würde auch am liebsten heiraten etc. aber ich bin dem Thema gegenüber überhaupt nicht aufgeschlossen was auch zu regelmäßigen Diskussionen führt allerdings bin ich nicht der Typ der sich zu irgendetwas umstimmen lässt.
 
  • #6
Mach keine Andeutungen, führe ein offenes Gespräch!
Jede Zukunftsvorstellung hat ihre Berechtigung (!) - aber da müssen zwei Menschen eben zusammen passen.
Wenn deiner gar nicht heiraten will... dann wirst du ihn 5 Jahren noch warten.
Ihr müsst ehrlich miteinander sprechen und dann Konsequenzen ziehen: bleibst du bei ihm, wenn er sagt, er will nicht heiraten? Wie lange bist du bereit zu warten?
Du willst Kinder - verschwende keine Zeit mit einem Mann, der andere Pläne hat. Du wirst nicht jünger: in 5 Jahren brauchst du keinen Mann mehr suchen für eine Familiengründung!
Sei ehrlich und konsequent jetzt - auch wenn es weh tut.
Alternativ kannst du - ganz braves Weibchen - noch jahrelang still leiden und warten und hoffen: und dann hier die Frage einstellen: warum hat er mich jahrelang hingehalten?
 
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  • #7
Ich, ich, ich. Leider ist nichts davon zu lesen, ob Du in der Beziehung glücklich bist oder ob Du denkst, dass Du mit ihm langfristig glücklich werden kannst. Du bist wie vernagelt völlig fixiert auf einen Heiratsantrag. Ausschließlich.
Deinem Freund würde ich raten, Dir keinen Antrag zu machen. Es ist völlig unklar, ob irgendwas Richtung "Liebe" dahinterstehen würde oder aber ob es schlicht darum geht, verheiratet zu sein. Wer wirklich liebt, braucht dafür keinen Vertrag.
 
D

Dagobert

  • #8
Legst Du Wert darauf, dass es total romantisch ist? Wenn Ja, wird er die erwartete Romantik auch erbringen, so er es einmal tut? Wenn Nein, dann frage ihn "Machst Du mir jetzt einen Heiratsantrag oder soll ich Dir einen machen"? Dann fotografiere sein Gesicht und stelle es in YouTube. So ein Gesicht wird man sicher nur selten zu sehen bekommen.

Würde er annehmen? Oder könnte es sein, dass Du noch keinen Antrag bekommen hast, weil ihm irgendetwas nicht passt an eurem Leben, eurer Beziehung. Ich würde es vorher ausloten, bevor Du die Blamierte sein könntest.

So ein Heiratsantrag impliziert immer auch ein mögliches "Nein" und da sollte man sich schon vorher eher sicher sein, wie es ankommen wird.
 
  • #9
Liebe FS,

Eine Beziehung von 2 Jahren finde ich etwas kurz, um schon in Panik ob des ausbleibenden Heiratsantrages zu verfallen. Zumal du "Andeutungen" ja zuletzt vor einem halben Jahr gemacht hast; d.h., du hast nach spätestens 1, 5 Jahren schon zu "drängeln" begonnen. Das finde ich wirklich verfrüht, und du könntest damit das Gegenteil dessen bewirkt haben, was du eigentlich wolltest. Eine Frau, die früh auf Heirat drängt, lässt viele Männer vorsichtig werden.

Und es klingt, als hättest du dein Anliegen auf wenig "männerfreundliche" Art und Weise kommuniziert.

In unserer Beziehung habe ich schon 2 mal die Andeutungen gemacht, dass mich das unglücklich macht
Ich habe hier mal fett unterlegt, was ich damit meine. Statt direkt einen Wunsch ("Ich möchte in absehbarer Zeit heiraten") oder eine Frage ("Wann könntest du dir vorstellen zu heiraten?") zu formulieren, hast du "Andeutungen" gemacht. Nach allem, was man so hört, verstehen viele Männer keine Andeutungen. Und auf Signale weiblicher Unzufriedenheit reagieren Manche mit einem regelrechten Fluchtreflex, das hab ich selbst schon erlebt. Kommt beides zusammen - sprich: die Frau ist unzufrieden, begründet das aber nur mit vagen "Andeutungen" - dann dürften viele Männer vollends überfordert sein, weil sie sich angegriffen fühlen, aber gar nicht verstehen, weshalb.

Und:
Weiß dein Freund überhaupt, was genau passieren soll (ein Heiratsantrag), wann dieser stattfinden soll (sobald wie möglich) und wer es in die Wege leiten soll (er)? Du hast irgendwann mal gesagt, dass du Ehe und Familie willst .. daraus schließt ein 30jähriger Mann im 21. Jhd. nicht zwangsläufig, dass von ihm erwartet wird, einen Antrag zu machen. Auch geht aus deinem Eingangspost nicht hervor, ob du jemals klargestellt hast, wie du dir den zeitlichen Rahmen vorstellst, d.h., dass 2 Jahre ohne Verlobung dir schon zu lang wären. Hast du das nie so konkret formuliert, machst mir jetzt aber Vorwürfe, dass "nichts passiert", wäre ich anstelle deines Freundes nicht nur ratlos, sondern verärgert.

Ich würde dir raten, deinem Freund konkret und ohne versteckte Vorwürfe zu sagen, was du dir wünschst und ihn zu fragen, wie er zu diesen Wünschen steht. Es ist nicht gesagt, dass du die Reaktion bekommst, die du dir erhoffst - aber er wird hoffentlich seinerseits etwas klarer Stellung beziehen.
 
  • #10
Ganz am Anfang der Beziehung habe ich ihm von meinen Vorstellungen gesagt, dass ich schon weiß, was ich will und keine langjährige Beziehung möchte, sondern eine Ehe, eine Familie.
Das finde ich zwar verständlich, allerdings ist das für mich auch immer merkwürdig. Ich meine, Du kanntest den Mann noch gar nicht als Partner, da stand dieser Plan schon und sollte vermutlich bewirken, dass er die Karten auch auf den Tisch legt und sagt, er wünsche sich das auch. Und diese Absprache hätte dann zur perfekten Beziehung geführt bzw. zu einer Beziehung, an der beide festhalten, egal, was passiert, aber das Ziel wird weiter verfolgt.

Ich finde das andersrum natürlicher: Frau weiß, dass sie heiraten und Kinder will und findet einen Freund. Sie kommen zusammen, sie wohnen irgendwann zusammen und dann kommt die Frage auf, ob man sich so gut versteht, dass man es "festmachen" will. So wäre MEINE Reihenfolge, selbst wenn ich einen Mann träfe, den ich heiraten wollte. (Ist schon mal passiert, allerdings war das von mir nur ein Anflug von "ich will ihn mir sichern". Zum Glück hab ich das schnell durchschaut)

In unserer Beziehung habe ich schon 2 mal die Andeutungen gemacht, dass mich das unglücklich macht, weil nichts passiert. Darauf gab es aber keine richtige Antwort.
Hm. Also Andeutungen, Manipulationen, Vorwürfe "Du machst mich unglücklich" sind schon mal ungeeignet, wo ist denn da der Mann, wenn die Frau ihm aufhalst "Mach mich glücklich, los!" Da ist kein "hättest du auch Lust auf Heiraten" mit offenem Ausgang, sondern "warum fällt dir das nicht ein".
Ich hab es im Nebenthread schon geschrieben. Eine Frau hat ihren Freund gezwungen, ihr eine Antrag zu machen, oder es wäre Schluss gewesen. Sie buttert ihn aber sowieso schon die ganze Beziehungszeit unter und er entzieht sich. Wenn's glücklich macht...

Red noch mal mit ihm, aber vernünftig, ohne "du machst mich unglücklich". Ich hoffe, Du bekommst ne klare Antwort. Ich denke aber, Dein Freund hat es längst mitgekriegt und kalte Füße bis kein Interesse.
 
  • #11
Einerseits finde ich 2 Jahre auch etwas kurz, andererseits bist Du um die 30 und möchtest bald eine Familie gründen. Ich kann Dich da schon gut verstehen. Vielleicht plant er ja schon längst etwas und wartet auf den richtigen Moment? Dann wäre es blöd, wenn Du alle paar Monate nachhakst. Was hast Du außerdem davon, wenn er den Antrag nur macht weil Du ihn unter Druck setzt? Wie wäre es, wenn Du mit ihm über Familienplanung sprichst anstatt über das Heiraten? Oder kommt das für Dich nur in Kombination in Frage?
 
  • #12
Ich wurde damals nach 2 Jahren gefragt:
Willst Du eigentlich irgendwann mal heiraten? Meine Antwort, ja doch habe aber mir noch nie konkrete Vorstellungen gemacht!
Nächste Frage von ihm: Ok mach die Augen und stell es Dir vor! Kannst Du Dir vorstellen, dass ich dann derjenige bin.
Auf jeden Fall!
Wenn es weiter mit uns so gut läuft möchte ich Dich bestimmt heiraten.
Ich würde nur gerne noch probelieben!

Er ist ein Mann, er hat konkret gefragt und meine Antwort hat ihn auch nicht zweifeln lassen.
Antrag kam ein Jahr später .

Aber Andeutungen hätte ich damals auch nicht kapiert!

Werde einfach konkret!
 
W

wahlmünchner

  • #13
Ich, ich, ich. Leider ist nichts davon zu lesen, ob Du in der Beziehung glücklich bist oder ob Du denkst, dass Du mit ihm langfristig glücklich werden kannst. Du bist wie vernagelt völlig fixiert auf einen Heiratsantrag. Ausschließlich.
Deinem Freund würde ich raten, Dir keinen Antrag zu machen. Es ist völlig unklar, ob irgendwas Richtung "Liebe" dahinterstehen würde oder aber ob es schlicht darum geht, verheiratet zu sein. Wer wirklich liebt, braucht dafür keinen Vertrag.
Das ist doch Quatsch.
Für jeden gibt es auch Lebensträume. Nicht wenig Frauen verlieben sich erst in Männer wenn diese suggerieren: ja wir träumen die gleichen Träume:
Hochzeit, Ehe, Kinder , Haus und Hund
Wenn der Mann dann später plötzlich nichts davon wissen will fühlt sich die Frau ( zurecht wie ich finde ) betrogen .
Das ist wie wenn ein Sportler ( Mann) nach einer Partnerin sucht, die ebenso leidenschaftlich wie er Sport treibt ( kenne da mehrere Beispiele) . Dann lernt der Mann eine vermeintliche Sportlerin kennen, die dann plötzlich nach paar Monaten zugibt, eigentlich geht sie zwar gern mal ins Fitnessstudio aber draußen Sport und jedes Wochenende...ne das hat sie jetzt mit ihm kennengelernt und das will sie nicht.
Tja: Trennung ist leider die logische Konsequenz und tut beiden weh. Warum
muss denn auch immer so viel geschwindelt werden zu Beginn einer Beziehung .
Es ist auch von den Männern unmöglich derartiges in Aussicht zu stellen, wenn sie keine Lust auf das Programm haben.
Komischerweise wollen Männer dann doch oft gerne heiraten wenn sie Angst haben, die Frau verschwindet.
Kenne so ein paar Fälle da war die Frau liebend, nett und voller Hoffnung auf einen Antrag. Nichts!!
Als die Frau dann langsam weniger Zuneigung zeigte und sich mit Freundinnen abendelang umhertrieb... Da kam mit der Verlustangst auch der Wunsch nach der Hochzeit
Noch dämlicher: nachdem sich die Frau bereits frustriert trennte
Da ist die Euphorie und die Begeisterung die eine Frau in die Ehe begleitet hätte, zwangsläufig hinüber
Klar oder?
 
  • #14
Wer nach 2 Jahren nicht selbst bereit ist, der wäre es auch nach 5 Jahren nur mittels Druck. Der Zeitpunkt spielt nur dann eine Rolle, wenn einer den anderen vertröstet, nicht aber wenn beide wissen, was sie wollen, ihr seid keine Teenager mehr.
Ja, ich würde ihm sagen, dass die Beziehung aus deiner Sicht stagniert, dass dir die Weiterentwicklung fehlt. Und ihn dann in Ruhe lassen. Im gleichen Atemzug solltest du einen Trip für dich und Freunde buchen und machen, man muss den Menschen auch Raum zum nachdenken geben.

PS, ich wäre nicht unverheiratet zusammen gezogen.
 
  • #15
Andeutungen verstehen Männer nicht und sie wollen keine Frau die ihnen erzählt wie unglücklicht er sie macht.

Klare Ansage: wann heiraten wir? Willst Du noch Kinder mit mir? Ich würde dann gern die Verhütung beenden.
Wenn er dann nicht eindeutig reagiert, hast Du genug Zeit mit ihm vergeudet.

Ich, ich, ich. Leider ist nichts davon zu lesen, ob Du in der Beziehung glücklich bist oder ob Du denkst, dass Du mit ihm langfristig glücklich werden kannst. Du bist wie vernagelt völlig fixiert auf einen Heiratsantrag. Ausschließlich.
Deinem Freund würde ich raten, Dir keinen Antrag zu machen. Es ist völlig unklar, ob irgendwas Richtung "Liebe" dahinterstehen würde oder aber ob es schlicht darum geht, verheiratet zu sein. Wer wirklich liebt, braucht dafür keinen Vertrag.
Ich könnte mich in einen Mann, der nicht heiraten möchte, gar nicht verlieben. Und ich kenne einige Frauen, welche da ähnlich ticken.
Wird dieser Lebensplan schon ftühzeitig offen kommuniziert, und dies tat die FS offenbar, ist es Betrug wenn der/die andere nicht klar sagt, dass es für ihn nicht in Frage kommt.
 
  • #16
Liebe FS,
ich setze mal voraus, dass Du den Mann mit dem Du zusammen bist, so liebst dass Du den Rest Deines Lebens mit ihm verbringen willst.

Männer verstehen keine Andeutungen sondern nur Klartext. Also ist Andeutungen machen gleichzusetzen mit Du hast nichts gesagt.

Ich finde 2 Jahre zusammensein, davon 1 Jahr zusammenleben auch zu kurz, um zu heiraten. Dafür hat heiraten einfach zu weitreichende Folgen, als dass man es über das Knie brechen sollte.
Andererseits bist Du 30 und wenn es mit ihm nichts wird, er andere Lebensplaene hat, kannst Du nicht mehr viel Zeit mit ihm vertroedeln.

Rede jetzt mit ihm Klartext. Sag' ihm, daß Du in einem Jahr von ihm eine Entscheidung zum Thema Ehe haben möchtest, dann hat er genug Zeit rumzuzaudern und das Für und Wider zu bedenken.
Wenn er sich dann nicht entscheiden kann, wird er es Jahre später noch immer nicht können und Dir geht es wie der 37-jaehrigen im Parallelthread.

Wenn er nach einem Jahr, d.h. nach 3 Jahren Zusammensein nicht in die direkte Umsetzung geht, trenn' Dich umgehend wenn Familie Dein Lebenswunsch ist, weil mit jedem Tag an seiner Seite das Risiko steigt, dass es nie was wird. Du wirst immer das Risiko tragen, dass Du keinen familienwilligen Mann findest, aber es wird Dir besser damit gehen, wenn Du entscheidest und Dich nicht von seiner Entscheidung bzw. seinem Aussitzen bis zu Deiner Menopause abhängig machst.

In eurem Alter und mit eurer beruflichen Verantwortung ist die Persönlichkeit ausgereift. Da sollte man endgültige Entscheidungen treffen und umsetzen können, im Privatleben genauso wie im Berufsleben. Beide solltet ihr den Mut haben, offen und ehrlich zueinander zu sein, sonst taugt die Beziehung ohnehin nichts - klar ansprechen, seine Entscheidung einforderun und selber auch entscheiden sowie umsetzen. So gelingt das Leben, nicht durch abwarten und rumzaudern, schweigen, andeuten o.ä
 
  • #17
Dann spreche ihn doch einfach direkt darauf an, wenn dir das so wichtig ist. Verstehe auch nicht so ganz, warum du das bisher noch nicht gemacht hast.
Für einen Mann hat eine Hochzeit keinerlei Vorteile und im Fall der Scheidung, die früher oder später mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit kommt, nur Nachteile. Warum also, sollte ein Mann es damit eilig haben?
 
  • #18
Ich bin auch für klare Ansage. Er muss ja nicht heiraten, sollte dann aber den A... in der Hose haben, das zu sagen.
Wir hatten hier schon x Threads von Frauen, die jahrelang vergeblich gewartet haben.
Beide haben dann die Chance, einen passenden Partner zu finden.
 
  • #19
Für einen Mann hat eine Hochzeit keinerlei Vorteile und im Fall der Scheidung, die früher oder später mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit kommt, nur Nachteile.
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen ( wir hatten das hier schon mehrfach ): bitte ersetze 'Mann' durch 'den, der mehr hat'.
Dann stimme ich zu.

Auch ich will nicht heiraten, weil ich gar keinen Vorteil sehe und im Falle der in der Tat nicht unwahrscheinlichen Scheidung viele Federn lassen müßte.

Mein Freund macht auch Andeutungen: 'also, wenn du mich fragen würdest, ob ich dich heiraten will, würde ich nicht nein sagen'...oder jetzt kürzlich, als wir wieder in der schönsten aller Städte waren: 'mein Kumpel hat gesagt, dass das der richtige Ort ist, um dir einen Heiratsantrag zu machen' .
Oh mein Gott, Ich will nicht ! Folglich tue ich so, als scherzten wir.
Ich habe seine Andeutungen aber sehr wohl kapiert und dein Freund vielleicht ebenso.
Wenn mein Freund mich sehr konkret fragen würde 'willst du mich heiraten' könnte ich nur 'nein' sagen und dann wäre es vermutlich aus, mindestens angespannt.
Dieses Risiko gehst du ein.

Ich frage dich, was wäre so schlimm daran, nicht zu heiraten ? Du willst ein Kind, das verstehe ich, das ist etwas sehr Konkretes.
Aber was hast du von einer Ehe ? Fühlst du dich dann wertvoller ? Mehr geliebt ? Aber doch nicht, wenn er dich nur heiratet, weil du ihn zwingst.
Das ist genauso sinnlos, wie wenn du ihn aufforderst, dir Blumen zu schenken. Die Blumen kannst du leicht selbst kaufen, darum geht es nicht. Du willst die Geste, aber die ist nicht vorhanden, wenn er nicht von allein drauf kommt.

Also, das Kind.
Joa, das ist ein Motiv. Mit Mann ist das natürlich besser, aber nur, wenn er das auch wirklich selbst will, denn sonst mußt du zwei Kinder versorgen, denn das große Kind denkt dann ja, dass es sich das rundum-sorglos-Paket eingekauft hat, weil es ja allein bezahlt.
Er soll gar nicht allein bezahlen, du verdienst ja selbst gut ?
Na dann, dann schaffst du es auch ohne ihn.

Ich kann auch bei dir nicht erkennen, welchen Vorteil du hättest, wenn er dich heiraten würde. Die Romantik will er dir nicht bieten und praktische Hilfe brauchst du nicht.
Mit einem Kind allein zu leben, ist gut und schön.
Nur weil es in unserer Gesellschaft tradiert ist, sich paarweise zusammen zu finden, heißt das nicht, dass dieses Modell das Alleinglücklichmachende ist.

w 49
 
M

Mooseba

  • #20
In unserer Beziehung habe ich schon 2 mal die Andeutungen gemacht, dass mich das unglücklich macht, weil nichts passiert.
Wieso muss der Antrag immer noch vom Mann kommen? Wieso muss der Mann stets diese Risiken eingehen (erster Schritt, Heiratsantrag etc.), auf die ein Nein folgen könnte? Wir sind im Jahr 2016. Du willst die Hochzeit? Mach ihm einen Antrag. Dann hast du Klarheit.
 
  • #21
Für einen Mann hat eine Hochzeit keinerlei Vorteile und im Fall der Scheidung, die früher oder später mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit kommt, nur Nachteile. Warum also, sollte ein Mann es damit eilig haben?
Wie bitte? Das ist doch ein wenig antiquiert...

Am finanziellen kann es nicht liegen, wir sind beide Akademiker mit dem gleichen Abschluss und verdienen fast das gleiche.
Wo ist denn da die Asymetrie zwischen den Partnern, die im Falle der Scheidung "die früher oder später mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit kommt" die alleinigen Nachteile für den Mann bedeutet???
Geht auch anders herum, kann ich aus erster Hand berichten...

Ich denke allerdings auch, das alleinige Kundtun der eigenen Wünsche ohne entsprechende Zustimmung des Partners, ist keine Voraussetzung, auf einen Heiratsantrag zu warten. Ein offenes Gespräch, ohne den Vorwurf "...ich habe doch von Anfang an gesagt..." ist die einzige Möglichkeit zur Klärung der Situation. Vielleicht regelt sich alles unerwartet harmonisch, auf jeden Fall weiß die FS dann endlich, was sich ihr Partner überhaupt vorstellt.
 
  • #22
n unserer Beziehung habe ich schon 2 mal die Andeutungen gemacht, dass mich das unglücklich macht, weil nichts passiert
Warum machst Du nur Andeutungen? Meinst Du nicht, dass man in einer Beziehung so reden sollte, dass der andere auch versteht, was man meint? Das Wort "unglücklich" hingegen konnte Dein Freund sich gut merken. Warum sollte er einer Frau einen Heiratsantrag machen, die mit ihm unglücklich ist?
 
  • #23
Frauen die viel Zeit in ihre Bildung investieren, bleiben bekanntlich kinderlos und unverheiratet. Das weiß man mittlerweile.
Wer sagt denn sowas?
Vielleicht, wenn sie Professorin an einer Eliteuniversität werden will, für nen Durchschnittsakademiker-Pärchen gibts in der Regel nen Häuschem am Stadtrand mit Golden Retriever, Range Rover und 2 Kindern ;-)
Das ist eher der Standard ... zumindest kenn ich das so.
Wieso willst du ihn unbedingt jetzt sofort heiraten? Hast du einen Kinderwunsch oder muss das auf der To-Do-Liste abgearbeitet werden, weil eine Frau mit 30 heiraten muss? Man kann auch noch später heiraten.
Was Du nur klären solltest:
Will er grundsätzlich nicht heiraten?
Will er DICH nicht heiraten?
Will er jetzt noch nicht heiraten, aber wenn, dann auf alle Fälle Dich?
In den ersteren beiden Fällen müsstest du dich trennen, im letzteren Fall kannst du auch noch 2-3 Jahre entspannt bleiben und einfach Eure gemeinsame Zeit genießen.
 
  • #24
Selten war eine Frage in diesem Forum so leicht zu beantworten: Mach' selbst den Heiratsantrag!

Ich meine, wir leben in emanzipierten Zeiten. Die meisten Frauen (und Männer) können mit den traditionellen Rollenbildern nur noch wenig anfangen. Da ist es nur konsequent, die Entfaltung der Geschlechter in all seinen Facetten auszuleben. Das sollte meiner Meinung nach auch auf die möglicherweise weniger angenehmen bzw. risikoreichen Bereiche zutreffen.

Lehnt er ab, hast Du wenigstens Gewissheit.

Ich könnte mich in einen Mann, der nicht heiraten möchte, gar nicht verlieben. Und ich kenne einige Frauen, welche da ähnlich ticken.
Dass eine solche Ansage nur männliche Skepsis hervorrufen kann ist aber schon nachvollziehbar?
 
  • #25
Für jeden gibt es auch Lebensträume.
Klar oder?
Ja, jeder hat Lebensträume. Wo bleiben seine? Ich halte es da mit #8 und #10. Ich fühle mich bedrängt von einer Frau, die schon nach kurzer Beziehung auf Heirat drängt. Auch hier schreiben die vermögenderen Frauen ja immer wieder, eine Heirat käme für sie nicht in Frage.

Für einen Mann, der ein wenig nachdenkt, längerfristig plant, sich mal durchliest, wie es Männern oft nach einer Scheidung geht, ist es nicht folgerichtig, einfach aus "Emotion" zu heiraten.
Wenn bei der Frau die Emotion weg ist, und man liest das ja auch hier ziemlich oft, dann ist auch sie weg. Bei der Planung der Hochzeit sind Frauen hochemotional, beim Durchziehen der Scheidung leider oft eiskalt berechnend. Die Rache dafür, dass der Lebenstraum von der heilen Ehewelt nicht erfüllt wird, egal, wer daran "schuld" ist. Hinterher ist fast jeder Mann klüger, das Risiko beim "Lebenstraum" trägt er oft alleine, #16 hat völlig Recht. Da bleiben beim Mann die Emotionen übrig, bei mir, ganz ehrlich, auch (es geht dabei nicht mal ums Geld, sondern um die Art und Weise, wie man ohne Sinn und Verstand "abgezockt" wird und ich habe das in meinem Freundeskreis mehrfach erlebt)...

Ich hatte das Ganze auch mal umgekehrt. Auch nach drei Anträgen wollte sie nicht heiraten. Es war einfach nicht ihre Lebensplanung. Ich habe mich dann damals getrennt. Rückblickend ein Fehler. Ich habe das Thema aus beiden Sichten "durch" und würde heute nicht mehr rein nach dem Verlangen "verheiratet zu sein" entscheiden. Es bringt einfach nichts für die Beziehung und ist damit für mich fragwürdig.

Es steht jedem Menschen frei, Lebensträume zu haben. Und selbstverständlich sollte er/sie von Partner/-in eine klare Antwort darauf bekommen, ob er/sie die gleichen hat. Ob die FS Liebe einem Lebenstraum opfert und dafür die Beziehung beendet, muss sie dann selbst entscheiden. Wie viele Männer sie heute noch findet, die heiraten möchten, wird sie sehen.
Für mich ist ein erpesstes "Ja" auf dem Standesamt (und mehrere Frauen hier empfehlen das ja) als "Beweis" für irgendwas ein völlig irres Lebenskonzept. Ich möchte nicht wissen, wie viele Männer ausschließlich heiraten, weil die Frau es von ihnen erwartet. Was soll dieses Eheversprechen bringen? Will irgendeine Frau diese Art "Liebesbeweis" wirklich ernsthaft?
 
  • #26
Ganz einfach: Er will nicht.

Setzt Du ihm die Pistole auf die Brust, wird er Dich heiraten, aber damit ist das Ende Eurer Beziehung schon am Horizont abzusehen.

Deine Entscheidung ;-)
 
  • #27
Ja, jeder hat Lebensträume. Wo bleiben seine? Ich halte es da mit #8 und #10. Ich fühle mich bedrängt von einer Frau, die schon nach kurzer Beziehung auf Heirat drängt.

Es steht jedem Menschen frei, Lebensträume zu haben. Und selbstverständlich sollte er/sie von Partner/-in eine klare Antwort darauf bekommen, ob er/sie die gleichen hat. Ob die FS Liebe einem Lebenstraum opfert und dafür die Beziehung beendet, muss sie dann selbst entscheiden. Wie viele Männer sie heute noch findet, die heiraten möchten, wird sie sehen.
Für mich ist ein erpesstes "Ja" auf dem Standesamt (und mehrere Frauen hier empfehlen das ja) als "Beweis" für irgendwas ein völlig irres Lebenskonzept. Ich möchte nicht wissen, wie viele Männer ausschließlich heiraten, weil die Frau es von ihnen erwartet. Was soll dieses Eheversprechen bringen? Will irgendeine Frau diese Art "Liebesbeweis" wirklich ernsthaft?
Ich als Frau sehe das haargenauso. Hinzufügen möchte ich, dass die Lebensplanung auch kein allein gültiges Argument FÜR eine Hochzeit ist. Ich meine, natürlich hatte die FS Pläne für ihr Leben, aber ihr Leben hat eben anders gespielt. Der Partner, den sie vor zwei Jahren kennengelernt hat, kann auch nichts dafür, dass sie mit um die 30 noch nicht längst verheiratet ist. Und nun will sie es mit ihm erzwingen. Da würde ich als Mann auch sagen:"So geht es aber nicht...". Hinzu kommt die Erwartung, er möge doch bitte selbst die Initiative ergreifen. Nun, die Lust dazu ist ihm vielleicht schon vor einem halben Jahr vergangen, als das Gedrängel losging. Und völlig egal, was er mal vor zwei Jahren beim Kennenlernen gesagt hat, darauf kann man doch zwei Jahre später niemandem mehr festnageln. Meinungen/Ansichten/ Pläne ändern sich auch, davor ist niemand gefeit.

Außerdem denke ich, wie einige andere auch, dass 2 Jahre viel zu kurz sind, man eine Familie auch ohne Trauschein gründen kann (Babies ist die Urkunde ziemlich egal, die kommen auch so auf die Welt, aber gut, wahrscheinlich ist das eine Frage des Weltbildes, welches ich hier nicht angreifen will) und außerdem hindert die FS niemand daran, selbst den Antrag zu machen, sofern er unbedingt sein muss. Wenn allerdings zum "Plan" gehört, dass er das freiwillig von selbst wollen soll, dann wird noch so manche Frau vom wirklichen Leben in Zukunft überrascht werden, wenn sie merkt, was sonst noch alles nicht nach Plan läuft.
 
W

wahlmünchner

  • #28
Wenn Männer nicht heiraten wollen, sollen sie das gleich sagen.
Tatsächlich habe ich mich auch auf sehr nette und anziehende Männer nicht eingelassen, wenn diese Ehe oder Kinder von Beginn an ausgeschlossen hatten. Ob das ein Fehler war, weiß ich nicht, vielleicht hätte ich mit düsen teilweise befriedigendere und schönere Beziehungen gehabt, was weis man...
Was mich eben ärgert ist das Gerede von
" ja, ich will ankommen und endlich mit einer Frau alt werden, heiraten und Kinder" weshalb man sich als Frau dann auch anderen Kompromissen hingibt...
( habe ich getan! Jahrelang kein Urlaub, jedes Wochenende hat er gearbeitet... Immer brav den Rücken freigehalten, alleine Haushalt und Kontakte zu unseren Familien gepflegt...
wenn dann plötzlich in der Beziehung vom Mann kein Entgegenkommen mehr ist.
Hätte ich in der Zeit high live gemacht und mit Freundinnen den Laden gerockt, wäre ich sicher nicht so sauer gewesen.
Ich hab mich gefühlt wie eine Hausfrau, eine Ehefrau die alles mitträgt und erträgt ohne zu sehen das er für ähnliches bereit wäre.
Und das ist der Punkt. Das geht nicht.
Ich hab eine Kollegin, die ihren Freund und den Vater ihres Kindes nicht heiraten möchte, da sie ihn mal nichts von ihrem Erbe abgeben will. Letztendlich ist er jetzt gut genug für die Vaterrolle aber sie ist jederzeit bereit ihn bei Problemen abzuservieren.
Diese Frau ist eiskalt und berechnend.
Mir tut der Mann aufrichtig leid. Es ist kein Problem das immer nur in eine Richtung geht.
Ich persönlich finde es seltsam, dass man sich nicht verpflichten will.
Ich tue es, möchte dies aber auch gegenseitig
Tatsächlich waren meine Eltern nie verheiratet und ich sehe 0 Vorteile daran für beide nicht...nur das man sich leichtfertiger trennt und eben nie 100% vertraut hat
Keine gute Basis wie ich finde
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #29
Klar kann man Kinder auch ohne Ehe in die Welt setzten. Man kann auch von vornherein davon ausgehen, alleinerziehend zu sein.
Eine Ehe ist keine Garantie, dass es hält.
Wollen allerdings beide heiraten, ist zumindest mal der Wille da.
Zum heiraten ist die Beziehung zu kurz, für Kinder reicht es allerdings auch so? Und es scheint ja irgendwie verwerflich zu sein, die Sicherheit einer Ehe zu wollen, bevor man Kinder in die Welt setzt.
 
  • #30
Hhm... Es kommt darauf an, für was der Antrag für dich steht.

Steht er für den nächsten Schritt Richtung Familie, geht's eigentlich darum, mit Kinderkriegen anzufangen.

Der Antrag kann auch für Sicherheit stehen oder ein Bekenntnis zueinander.
Schau doch, für was der Antrag und die Ehe für dich stehen.

Ich kenne einige liebende Ehemänner und Väter, die heute noch Single wären, hätte die Frau nicht irgendwann Druck gemacht und Fakten geschaffen (schwanger). Für Frauen ist es oft noch immer eine Horrorvorstellung ledig ein Kind zu bekommen

Wir kennen Deinen Freund nicht. Warum er bisher nicht zu Potte kommt, wissen wir nicht.