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  • #1

Der Sohn als Mann im Haus, auch wenn er erst 3 Jahre alt ist?

Was hat Ihr beobachtet? Ich kenne alleinstehende Mütter mit Tochter und alleinstehende Mütter mit Sohn. Mir ist dabei aufgefallen, dass die Sohnesmutter den Jungen oft in die Rolle des Bestimmers drängen. Entweder, weil die Mütter sich so passiv verhalten, dass der Kleine ne Ansage macht oder dass sie ihn fragen, was sie tun sollen. Dass der kleine Prinz sich über das normale Mass dreckigmachen darf und nicht kommt, wenn er gerufen wird, finden diese Frauen normal. Manchmal muss der Kleine auch noch bis zum ?. Lebensjahr bei Mutter mit im Bett schlafen, weil sie sich sonst alleine fühlt. Die Mütter mit Tochter sind meistens fürsorglicher und füllen ihre Mutterrolle als Erzieher und Beschützer aus. Woher kommt sowas? Wie kann man von einem Kind erwarten, die Rolle des Mannes im Haus zu übernehmen? Vor allem - wenn dann ein erwachsener Mann ins Leben der Mutter tritt, gibt es schwerste Hahnenkämpfe.
 
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  • #2
Solche Mütter kenne ich nicht. Ich kenne aber viele, die ihre Tochter sehr viel mehr lieben, als den Sohn.
Viele Frauen wünschen sich auch lieber Töchter. So zumindest in meinem Umfeld in Gesprächen von Frau zu Frau.
 
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  • #3
Also ich erziehe zwei Söhne seit dem Babyalter alleine und bei mir daheim, habe ich das sagen.Es liegt wohl daran, dass mancher Typ Frau einen Mann braucht, der anschafft, weil sie selber etwas beschränkt ist.Ausserdem fürchtet ein neuer Mann immer die männliche Konkurrenz, der Löwe frißt auch seine männl Nachkommen auf, wenn die Mutter nicht aufpaßt.
Meine Söhne hätten sich über einen neuen Mann im Haus gefreut, leider kann ich ihrem Wunsch nicht nachkommen, bei mir überweigen die Vorteile des Singledaseins.
 
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  • #4
Ich kann die Gedanken des Fragestellers nicht bestätigen und erziehe seit über 8 Jahren 3 Söhne und eine Tochter alleine. Jeder hat seine Rolle, damit der Haushalt einer Großfamilie funktioniert, aber den Mann ersetzt hier keiner und das Sagen habe ich. Es ist ein gutes Miteinander, ein Team halt, wobei die Mitglieder auch den "Teamleiter" auf Fehlentscheidungen o.ä. aufmerksam machen können und dieser dann seine Meinung korrigieren und somit Fehler einsehen kann. Meinen Kindern ist ein Partner für ihre Mutter willkommen, wenn sie merken, daß er ihr gut tut. Da gibt es keine Hahnenkämpfe, auch bei 3 Söhnen nicht.

w, 48 Jahre
 
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  • #5
Ich kenne eine solche Frau. Sie tat es vor dem Hintergrund, dass sie sagte, der kleine hätte schon während der Scheidung genug gelitten, die ganz Familie sein immer schon vom Ex "gedeckelt" worden und nun dürfe sich der kleine OHNE Zwang und Strafen entfalten. Jedes Wort meinerseits brachte nichts! Dieser "kleine" tanzte natürlich mit 15 der Mutter auf der Nase herum, war unverschämt, unhöflich, machte, was er wollte, driftete ab und war schlecht in der Schule. Klar, wenn einem Kind NIE Grenzen gesetzt werden und es keine führende Hand gibt!! Er lebt heute beim Vater, der ein stärkere Hand besitzt, was dem Sohn sichtlich gut tut!
Ich kann die Handlungsweise solcher Frauen nicht nachvollziehen. Kinder, die schon von kleinauf zum Macho erzogen werden, bekommen in der Pubertät erst richtig Probleme...ganz besonders mit der Mutter, da sie diese nicht mehr ernst nehmen!
 
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  • #6
Lieber Fragesteller - du bist (wenn ich mich hier im Forum so "umherlese" ) nicht der Einzige hier, der in einer Welt voller Schubladen lebt, scheint mir...
Sicher gibt es Menschen (Frauen?) die ihre Kinder grenzenloser erziehen - Söhne wie auch Töchter. Aber ein persönliches Schicksal und das spätere Verhältnis zur Mutter hängt noch von weiteren Faktoren ab. Ich muß hier #2 beipflichten: solche Aussagen über Mütter und Söhne können doch nur durch eine persönliche Eifersuchtssituation entstanden sein, oder?
Es klingt sehr häßlich, so über kleine Kinder zu reden...
 
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  • #7
Das kann ich so aus meinem Bekanntenkreis und von mir (Jungensmutter) nicht bestätigen. Keine der Mutter würde sich von ihren Söhnen das Recht streitig machen lassen, letztendlich zu entscheiden, wo es langgeht.

@Fragesteller - hast Du schon mal was vom 'Familienbett' gehört? Das hat nichts mit Partnerersatz zu tun, sondern mit einer bestimmten Lebenseinstellung, die in meinem Bekanntenkreis auch zwei Paare (wohlgemerkt:Mann und Frau) mit ihren Kindern praktizieren.
 
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  • #8
Fragesteller:
Ich meinte Frauen mit Einzelkindern, nicht Mütter mit Sohn und Tochter.
Die eine liess ihren 9-jährigen Sohn die Badesachen alleine schleppen, während sie nicht einmal ihr Handtuch trug.
Der Kleine musste den Müll runtertragen, staubsaugen und alle Sachen machen, die ein Mann von ihr normalerweise übertragen bekommt.
 
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  • #9
Die Fragestellung betrifft sicher einen beklagenswerten Einzelfall. Keine Mutter mit intaktem Verstand wird sich von einem Dreijährigen die Butter vom Brot nehmen lassen! Ich bin selbst Mutter eines Fünfjährigen - und als er drei war, wollte er oft mit den Hörnern durch die Wand und mich herumkommandieren. Da biß er aber auf Granit. Bin ansonsten friedlich, dann aber war ich es nicht mehr.

Ich glaube kaum, daß die Söhne bei den Müttern schlafen müssen "weil die Mutter das so will". Nein, ALLE Kleinkinder sind scharf darauf, bei ihren Eltern im Bett zu schlafen, egal, was die davon halten. Ich selbst war nie scharf darauf: 1. als mein Sohn Baby war hatte ich Angst, ihn beim nächtlichen Umdrehen zu zerquetschen und 2. später durchpflügte mein Sohn nächtens das Bett solange, bis er quer in der Mitte lag und ich am Abgrund. An Schlaf war nicht zu denken. So habe ich zugesehen, daß sich das nicht etabliert.

Constanze
 
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  • #10
Ich bin alleinerziehende Mutter eines mittlerweile 4jährigen Sohnes. Da ich seit Geburt an arbeiten gehe, bleiben uns nur die Abende und die Wochenenden. Demnach ist mein Leben schon stark auf die wenigen Stunden mit meinem Sohn ausgerichtet und auch er versucht sich gern und oft durchzusetzen und "schleicht" sich nachts schon einmal in mein Bett. Er hilft auch gerne im Haushalt, damit wir "schneller" Zeit zum Spielen haben. Er hat ein Mitspracherecht, ich aber die Entscheidungsbefugnis.
Ich finde es nicht verkehrt, wenn er z.B. abends den Tisch mitabräumt oder beim Einkaufen entscheiden darf, ob "wir" Orangen- oder Apfelsaft kaufen, oder welchen Spielplatz wir besuchen.
"Partner-Ersatz" finde ich deplatziert, es geht darum Werte zu vermitteln und ein Kind zu einem sozialen Mitglied der Gesellschaft zu erziehen. Viele Männer, die von "Partner-Ersatz" reden, haben das klassische "Homestay-Mom"-Bild im Kopf und fühlen sich daher von einem freundschaftlichen Mutter-Sohn-Verhältnis bedroht, da es nicht in ihr eigenes veraltetetes Rollenbild passt. Schade.
w/36
 
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  • #11
Lieber Fragesteller: Du erwartest doch nicht allen Ernstes, dass eine solch agierende Mutter sich hier outet und sagt: Ja, mein Sohn ist Partnerersatz! Wenn, dann kann dies nur durch Außenstehende registriert und hier gepostet werden. Denn genau diese Mütter würde ja nie zugeben, dass sie einen (oder sogar mehrere) Fehler machen! Es gibt diese Mütter, ja, und die Söhne können einem echt leid tun. Doch das gab es schon immer - oder warum laufen nach wie vor im Alter von derzeit 30-50 noch Müttersöhnchen durch die Gegend? Damals wurde der Sohn als Partnerersatz genommen, obwohl der Mann noch mit im Haus wohnte (aber mehr nicht). Heute wohnt sonst kein Mann mehr mit im Haus, die Masche ist die Gleiche.
 
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  • #12
Solche Fragen kann man doch nicht pauschal beantworten und sind auch von der jeweiligen Persönlichkeit der Mutter abhängig. Das Söhne einen verstärkten Bezug zur Mutter haben, lassen dich vielleicht die Situationen deutlicher wahrnehmen.
Ganz entscheidend ist doch, in welcher Symbiose die Mutter mit ihrem Sohn lebt.
Ich selber habe auch solche Erfahrungen gemacht, würde deswegen aber nie sagen ''Nie mehr eine Frau mit Sohn''
 
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  • #13
Ja, da kann schon was dran sein. Kommt auf den Einzelfall an.

Ich (w) wurde alleinerziehend, als meine Tochter 10 und mein Sohn 7 Jahre alt waren.
Für mich war es damals nach der Trennung absolut vorrangig, dass es den Kindern (nachdem sie so viele Jahre so viel Stress mitbekommen hatten) nun so gut wie möglich gehen soll. Ich wollte so vieles an ihnen gutmachen. Mir ist im Nachhinein klar, dass ich daher damals oft zu wenig Grenzen gesetzt habe. Ich gebe zu, dass ich es genossen habe, dass mein Sohn sehr meine Nähe gesucht - im Gegensatz zu meiner Tochter. Und ich habe es auch genossen, als er anfing, in bestimmten Situationen die Rolle des "Mannes im Hause" zu übernehmen.

Schwierig wurde es, als ich drei Jahre später so langsam anfing, mich wieder für eine Partnerschaft zu öffnen.
In den darauffolgenden vier Jahren gab es drei Männer in meinem Leben.
Mit dem ersten kam es nicht zu einer Partnerschaft. Im Nachhinein ist mir in Erinnerung, dass er z.B. sein Auto etwas weiter weg parkte, weil er (wie er scherzhaft bemerkte) sonst Gefahr läuft, dass mein Sohn ihm die Reifen platt sticht.
Mit den beiden anderen Männern kam es zu einer Partnerschaft. Beide Partnerschaften wurden von meinen Kindern nicht begrüßt und insbesondere von meinem Sohn mit unmöglichem Verhalten unterwandert. Es kostete mich sehr viel Energie, allen gerecht zu werden und immer wieder diesen Drahtseilakt - dass irgenwie alle mit der Situation klar kommen - hinzubekommen. Meinen zweiten Partner traf ich damals daher am liebsten bei ihm. Wenn er bei uns war, habe ich nur die Luft angehalten...

Ich würde im Nachhinein sagen, dass ich sicherlich (aus bester Absicht) damals zu wenig Grenzen gesetzt habe - und das jetzt ausbaden muss. Es kostet so viel Kraft. Mein Sohn ist inzwischen 13 und pubertiert heftig. Es gibt fast keinen Tag, an dem wir nicht aneinanderrasseln.

Eine Partnerschaft habe ich derzeit nicht.
Eine Situation neulich hat mich besonders nachdenklich gemacht:
Als mein Sohn mich in einer Situation erlebte, in der ich sehr traurig war ob der verlorenen letzten Beziehung meinte er (sehr einfühlsam ??): "Mama, ich will mich ja nicht einmischen, aber der... (der erste Bekannte von den dreien) war der Beste !"
.......

Daher mein Fazit: ja, es kann schon sein, dass Söhne alleinerziehender Mütter viel zuviel Macht erlangen.
Setzt frühzeitig Grenzen.
Es spart euch jede menge Nerven in den Folgejahren !!
 
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  • #14
@12
ich finde es es ganz toll und sicher für dich auch ein beachtlicher Schritt, zu erkennen, dass man so viele Schuldgefühle gegenüber seinen Kindern hatte, um sie mit allen Mitteln wieder wett zu machen.

Ich (m 38) kenne es halt nur aus der anderen Sicht. Trotzdem ich mit meiner Ex Partnerin eine gem. Tochter habe, trennte sie sich ein halbes Jahr nach der Geburt unserer Tochter von mir, mit der Begründung, dass es ihrem Sohn nicht so gut gehen würde wie sie sich das vorstellt, da er ja schon durch Scheidung usw. genug mitmachen musste und sie sich nicht immer zerreißen kann.

Für mich war es nicht nachvollziehbar, da es ihm (10j.) an nichts mangelte. Als Scheidungskind kenne ich die Gefühle des Jungen und habe sogar versucht den beiden so viel Freiraum wie möglich zu lassen. Es ging später so weit, dass einfache Fragen, als negativauswirkung auf den Jungen ausgelegt wurden. Am besten nach Hause kommen und Mund halten und das Leben geschehen lassen. Nur ist das der ideale Zustand einer Familie? Aus meiner Sicht nicht.

Wie schon vorher von mir gesagt (#11), es kommt halt wirklich darauf an, wie und wo man seine Kinder sieht
 
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  • #15
nochmal ich (m 38)
Ich will damit nicht sagen, dass es nicht auch ganz anders laufen kann !!!
Freue mich für jede Familie in der es nicht zu solchen Problemen kommt.
 
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  • #16
Nochmal # 12

@ # 13 (= # 11):

Es tut mir leid für dich. Da hast du ja auch eine Sch....-Situation....

Aber es ist tatsächlich so:
als Frau / Mutter versuchst du es allen Recht zu machen und verbiegst und zerreisst dich dabei.
(manche geben sich dabei auch zeitweise selbst auf (so wie ich z.B.)).

So scheint es auch deiner Partnerin gegangen zu sein:
der Sohn, der Ex-Mann, der neue Partner, die gemeinsame Tochter... vielleicht war ihr das alles zu viel - das Spannungsfeld zu groß (anders als sicherlich vor der Geburt eurer Tochter erwartet oder erträumt...).

Andererseits siehst du das sicherlich richtig: es ist gewiss nicht der Ideal-Zustand, wenn dir jeglicher Einfluss und Meinungsäußerung (stressbedingt ?) untersagt wurde.

Ich wünsche dir viel Kraft, aber auch Gelassenheit, aus eurer Situation das Beste zu machen.
 
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Pitter

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  • #17
auch nochmal #13

Vielen Danke für deine Worte.

Schlimm an solchen Situationen ist doch, dass man sich aus völlig blöden, für mich persönlich nicht nachvollziehbaren Gründen, getrennt hat. Sicherlich haben die Zerreissproben auch an ihren Gefühlen genagt aber es lag nicht am Partner selbst.

Ich war und bin immer noch der Meinung: Geht es den Eltern oder auch der Partnerschaft gut, fühlen sich auch Kinder geborgen, verstanden und geliebt. sie leben das nach, was man als Erwachsener vorlebt.

Auf deine Frage, ob es Stressbedingt war, kann ich gar nicht beantworten. Sie hatte sicher viel um die Ohren und es wurde mit der Kleinen sicher nicht weniger.
 
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