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  • #1

Die alltäglichen Ärgernisse - was tut Ihr zum Abbau von Frust?

Nicht jedem gelingt es, Ärger einfach an sich abperlen zu lassen. Streiten bringt nichts, die meisten Dinge ändert das nicht. Aufgestauter Ärger macht aber eine schlechte Ausstrahlung, Das wirkt natürlich unattraktiv und unausgeglichen. Ich mache etwas Sport. Was macht Ihr (außer Sport oder irgendwelchen Trostpflästerchen, die langfristig nur für mehr Frust sorgen (Süßigkeiten, etc.)?
 
  • #2

Nicht etwas Sport- sondern ganz viel und intensiv. Am allerbesten zusammen mit Freunden. Das rückt die Dinge wieder gerade und sorgt auch dafür dass man Ärger sehr viel leichter abperlen lassen kann. Es baut Stresshormone und die Energie die bei Ärger freigesetzt wird ab.

Süsses übrigens ist zweifach kontraproduktiv: Regst Du Dich auf wird u.a. Adrenalin ausgeschüttet. Das sorgt im Urzeitmenschen dafür dass schnell viel Energie zum kämpfen oder weglaufen freigesetzt wird. Das heisst Dein Blutzucker steigt kräftig an. Diese Energie hast Du nun im Blut und solltest Sie umsetzten. Haust Du stattdessen zusätzliche Energie rein anstatt Sie umzusetzen kannste zwei Nächte nicht schlafen und wirst noch gereizter.

Um sich keinen Ärger geben zu lassen sind auch Bewusstseinsübungen und Yoga empfehlenswert.
 
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  • #3
Neben Sport, viel tanzen gehen, guter Ernährung, ausreichend Zeit nur für mich alleine, helfen auch Gespräche und Bachblüten. Dazu habe ich viel Literatur zu diesem Thema gelesen. Alles fängt im Kopf an!

Alltägliche Ärgernisse sind oft hausgemacht und entstehen auch durch wenig voraus schauenden Denken und Handeln, mangelndes Zeitmanagement, mangelndes Selbstbewusstsein und nicht Grenzen sich selbst und anderen Menschen setzen können.

Also richtig analysieren, wo die wahren Ursachen der Ärgernisse sind, an sich arbeiten, sich notfalls coachen lassen, oder sogar eine Therapie machen.

w
 
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  • #4
Meditation/Abgeschiedenheit, Lesen, sich bilden, weltoffener/toleranter werden werden, lernen mit Kränkungen umzugehen, zu sich selber finden und sich weniger unter die Ärger-Quellen mischen, also das heißt auch, das Internet weitgehenst zu meiden oder Menschen, die potentielle Energieräuber sind, Kritiken aus dem Weg gehen, denn du weißt, was du kannst und was du nicht kannst.

Warum ärgerst du dich? Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal verärgert war. Überlege mal, ob du dich nicht besser weniger in den Kram anderer Leute einmischen solltest, dann umgehst du das Problem von ganz alleine.

Streit ist selten eine Lösung - es ist nur das eingebildete Beharren seiner eigenen egoistischen und unwichtigen Meinungen und es gibt keine falschen und richtigen Meinungen. Denk mal drüber nach, etwas toleranter und gelassener zu werden!
 
  • #5
ich habe ausreichend positive Erlebnisse und Einstellungen die Frust abfedern ..

bestes beispiel heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit.. mein erstes Ticket bekommen, 1300NOk ( ca 150 € ) fürs aufs Telefon schauen.. aber die nette Polizistin war charmant und ich habe gestern noch unerwartet Geld von meinen Patenten bekommen.. ergo ausgeglichen trotzt teurem Ticket..=)
 
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  • #6
FS
Warum ärgerst du dich? Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal verärgert war.

Dann lebst du wohl auf einer einsamen Insel. Noch nie über Rücksichtlosigkeiten im Straßenverkehr geärgert?
Ich wollte ja gerne wissen, was IHR gegen Frust und Ärger tut. Es ging mir nicht um Unterstellungen und Schuldzuweisungen oder Statements wie "ich kenne keinen Ärger, was ist das?" oder "ich habe zum Ausgleich im Lotto gewonnen". Interessiert hätten mich Berichte, was Ihr aktiv tut oder welche Einstellung Ihr Euch angeeignet habt, um Ärger abprallen zu lassen.
 
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  • #7
Indem du lernst, dieser Verhalten nicht persönlich zu nehmen. Die meisten Leben in*ihren Film* und jagen Geld und Prestige nach, die, die etwas weiter Entwickelt sind, haben gelernt, dass das Leben mehr ist als schnöder Mammon. Es hat nichts mit dir zu tun, dass sie sich so Verhalten. Oft steht es für Kompensation für was auch immer (zu groß, zu klein, zu dick, dem Chef was beweisen, den Eltern ...)!

Es gibt auch sehr viel nette Leute da draußen. Setze deinen Fokus auf diese. Arbeite an deiner Einstellung anderen Menschen gegenüber. Bleib möglichst freundlich und tolerant. Genieße es, dass du dir deine Freundlichkeit und Hilfbereitschaft behalten konntest :))

w
 
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  • #8
Guter Sex ist ein hervorragendes Mittel. Ich schau mir auch gern Lustiges / Sarkastisches im Fernsehen an oder telefoniere mit meiner Freundin, wo wir uns über uns selbst und die Widrigkeiten des Lebens lustig machen. Bewegung ist auch immer gut. Haustier streicheln. Wenn du einen Garten oder Balkon (oder auch nur eine begrünte Fensterbank) hast, kann Gärtnern sehr entspannen. Sich was Leckeres kochen und bei einem Glas Wein ausgiebig genießen. Für sich selbst den Tisch schön decken, z.B. mit Kerze oder Blumen. Auch ein kleines Schläfchen / Powernap wirkt Wunder!

Ich kenn das auch. An manchen Tagen begegnet man überall nur gestressten, missgelaunten Leuten. Man kriegt patzige Antworten und alles geht schief. Hier in Berlin ist das häufig so, weil es üblich zu sein scheint, seinen privaten Frust ungebremst hinaus in die Welt zu schleudern. (Laut Studien leben ja in Brandenburg die Frust-Spitzenreiter unter den Deutschen, was man auch merkt...)

Bei mir selbst versuche ich da bewusst gegenzusteuern. Ich möchte einfach nicht zu diesen ständig meckernden frustrierten Menschen dazugehören. Oft sind es übertriebener Ehrgeiz, der ständige Vergleich mit seinen Mitmenschen, überzogene Ansprüche, extremer Perfektionismus und Mangel an Selbstironie, der Menschen so frustriert macht. Wer sich noch an kleinen Dingen freuen kann und nicht ständig unzufrieden ist, kommt auch nicht so frustriert rüber. So eine ausstrahlung macht für mich einen Menschen schön, jung und attraktiv.
 
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Mooseba

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  • #9
Sport! Fast täglich! Allein! Meistens mit Slayer begleitet. Das puscht. Am liebsten würde ich mir jedesmal beim Laufen Kunstblut über mich gießen. Ich weiß, der bessere Mensch nimmt selbstverständlich Freunde dazu. Aber ich mach das beim Sport nicht. Man muss so schon genug auf andere achten und sich anpassen.
 
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  • #10
Ich habe im Augenblick bedingt durch mein neues Aufgabenfeld viel Frust. Da bin ich am Wochenende froh, wenn ich keinen Fuss vor die Tür setzen muss und ich mich auf mich selbst zurückziehen kann. Nachdenken bzw. meditieren kann. Schließlich dreht sich die Welt bis Montag auch ohne mich weiter. Das gibt mir die Kraft wieder zurück. Habe leider den Hang die Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Betrachte allerdings Krisen auch als Chance für persönliche Weiterentwicklung.
 
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  • #11
Sport, Sport, noch mal Sport. - Oh, reicht nicht, immer noch Frust? Zwischentermin mit dem Personal Trainer machen - Kampfsportsession das der Boxsack staubt. Das wirkt.

Der Putzmann versteckt sich im Geräteraum, weil er Angst vor solchen Frauen hat, der Trainer und ich lachen uns schlapp, weil mein Kopfkino nicht zur Performance passt. Nach so einem Training gehe ich mit fett-feistem Grinsen nach Hause. Ich weiß, ich kann es, auch wenn es sich anders anfühlt. Besser geht nicht. Der Frust ist in eine andere Galaxie vrschwunden.
Erst wenn ich den Frust so losgeworden bin, greifen andere, stimmungsverbessernde Strategien.
 
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  • #12
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  • #13
Wie wäre es denn mit guter Konversation statt Streit? Kompromisse? Oder ein Boxsack im Keller oder mal so lautstark fluchen und mit sich selber lamentieren? Oder nochmals anders gesagt: Ärger nicht hinunter schlucken, sondern versuchen, das Ärgernis zu beseitigen (wenn`s nicht gerade der Hund vom Nachbarn oder die eigene Frau ist)
FS, bei Dir tönt es so, als ob Du Dich täglich ärgern müsstest und das mehrmals. Versuch mal der Ursache auf den Grund zu gehen, denn wenn dich immer das Gleiche ärgert, langt irgendwann auch ein Marathon nicht mehr um dem davon zu laufen. Ich würde Dir eher zu einer ruhigeren Variante raten: Yoga z.B.

m, 35
 
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  • #14
FS
Ich kenn das auch. An manchen Tagen begegnet man überall nur gestressten, missgelaunten Leuten. Man kriegt patzige Antworten und alles geht schief. Hier in Berlin ist das häufig so, weil es üblich zu sein scheint, seinen privaten Frust ungebremst hinaus in die Welt zu schleudern. (Laut Studien leben ja in Brandenburg die Frust-Spitzenreiter unter den Deutschen, was man auch merkt...)
Das kann ich nur bestätigen. In Berlin gerät man sich wegen alles und jedem in die Haare. Selbst auf die Frage nach der Uhrzeit kann man hier schonmal hören: "Koof dir doch selbst ne Uhr, bin ick die Auskunft oder watt?" Man tritt dem anderen auf die Füße, weil man auf nichts mehr achtet als das eigene Handy und die eigene kleine Welt und statt einer Entschuldigung wird noch herumgepampt. Was erdreisten sich die anderen auch, einem im Weg zu stehen? So ist gefühlt hier jeder Zweite drauf. Mindestens. Kaum tritt man vor die Tür, geht der Ärger auch schon los. Zum Beispiel spucken viele Männer ihren Rotz auf die Straße. An sich schon eklig genug, gelegentlich treffen sie auch die Hosenbeine von Passanten. Keine Entschuldigung folgt, sondern auch wieder nur Gepöbel. Man hätte da ja nicht langlaufen brauchen. Die Stimmung ist von extremer Rücksichtlosigkeit geprägt, Viele sind extrem gereizt hier und man hat den Eindruck, ein Piekser reicht und so mancher explodiert.
Man kann und will nicht wegen jeder Kleinigkeit ein Fass aufmachen, deshalb nimmt man es hin. Aber wenn man sich auf dem Weg von A nach B schon zehnmal ärgern muss und das jeden Tag, dann ist die Frage wohl berechtigt: Was macht man mit dem Frust?
Ich habe mir angewöhnt, die Menschen im allgemeinen nur noch als eine Art Geröll zu sehen, das ohne Hirn ziellos herumtrudelt. Aber zum Einen kann man sich auch über Geröll ärgern und zum anderen ist das nicht das Menschenbild und die Lebenseinstellung, die ich haben möchte.
Der Tipp mit dem Boxsack klingt ganz gut, aber ich würde mir schon etwas komisch vorkommen, auf einen Sack zu schlagen. Das würde bei mir nichts helfen.
Lautstark fluchen (oder in Gedanke) hilft auch nicht.
 
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  • #15
Suchen Sie etwas was Sie wirklich lieben. Konzentrieren Sie sich darauf. Dann haben Sie etwas, das bedeutsamer für Sie ist, als die kleinen Ärgernisse.
 
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  • #16
Ich habe selten Frust, weil ich gelernt habe, dass man nicht alles ändern kann. Manches muss man einfach so stehen lassen. Frust ändert ja nichts, macht nur schlechte Laune und Falten im Gesicht.

Wenn es mich wirklich mal überkommt, dann lege ich gute Musik auf und tanze. Südamerikanische Musik, Orientalische Musik, Afrikanische Musik - das geht ab. Da bekomme ich immer gute Laune.
Sport ist für mich eher nervig, da kommt dann wirklich Frust auf. Ich bewege mich gerne, aber ich sehe keinen Sinn darin, mich mit Sport zu quälen. Ich muss mir nicht beweisen, dass ich 40 km laufen kann, wozu auch - dafür gibt es ein Auto.
Ich mache Dinge, die mir Spaß machen und Sport gehört definitiv nicht dazu. Aber wer es mag.....
 
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