• #1

Die beste Freundin - aber eigentlich bin doch ich das Problem?

Hallo Forengemeinde,

so ganz weiß ich nicht wo ich anfangen soll.

Ich bin seit ein paar Monaten in einer wunderschönen Beziehung. Wir kennen uns schon seit zehn Jahren, waren damals sehr, sehr gut befreundet. So gut, dass ich zeitweilig auch mal übergangsweise bei ihm gewohnt habe. Durch die Änderung der Lebensumstände (meinerseits) lebte sich alles auseinander, der Kontakt schlief ein.

Bei einem sehr spontanen Wiedersehen hat es plötzlich gefunkt. So nachhaltig, dass unsere Familien Bescheid wissen, dass das soziale Netzwerk Bescheid weiß.... Das sind Dinge, die wir beide seit sehr vielen Jahren nicht getan haben, oder teilweise auch noch nie getan haben.
Und wir sind beide Anfang/Mitte 30, also auch keine Kiddies mehr.
Soll heißen, wir wissen ziemlich genau WIE es da geknallt hat und was es uns bedeutet.

Und genau da liegt die Diskrepanz in meinem Denken.
Er war schon immer der Typ Mann, der mehr weibliche Freunde hatte als männliche. So kenne ich ihn auch. Grundsätzlich habe ich damit auch kein Problem, ich habe selbst einen männlichen besten Freund. Nur... Mit einer seiner drei besten Mädels hatte er über ein paar Monate hinweg was. So richtig ist daraus nichts geworden, man hat sich dann wieder auf die Freundschaft geeinigt. Es ist aber nicht nur irgendeine Freundschaft, sondern eine sehr enge.

Ich habe damit ein kleines Problem, welches mich regelrecht nervt. Dabei geht es gar nicht um sie als Person - ich kenne sie gar nicht, auch coronabedingt ist das alles ja nicht so ganz einfach. Sprich ich habe nichts gegen sie persönlich, woher auch.
Und da frage ich mich, wie ich das irgendwie mal abstellen kann. Das ist alles ein rotes Tuch für mich.
Weiter frage ich mich, inwiefern da eigentlich wer das Problem ist. Ist es sie, als diejenige beste Freundin, die auch mit ihm im Bett war und eine sehr große Rolle in seinem Leben spielt?
Oder bin ich das Problem, die mal akzeptieren sollte, dass diese Dinge Vergangenheit sind, es Gründe gab warum es zu keiner wirklichen Beziehung kam und nun eben ich da bin, die schon einen so großen Stellenwert hat, dass jeder Bescheid weiß, obwohl er das vorher noch nie in der Form getan hat?
Man muss dazu sagen, dass wir grundsätzlich sehr offen miteinander reden, wobei meist ich diejenige bin, die Dinge zur Sprache bringt. Aber er zeigt sich dann auch offen und gesprächsbereit. Er weiß somit auch, dass ich da gewisse Probleme mit habe.

Abgesehen von dieser "Sache" ist es annähernd perfekt. Ich glaube, ich könnte mir keinen tolleren Mann an meiner Seite wünschen.

Umsoweniger möchte ich, dass dieses Eifersuchtsding sich verselbstständigt.
Das zwischen uns ist halt nicht mal eben dahergelaufen, wir kennen uns nicht erst seit gestern. Das alles ist zu einer Verbindung geworden, die trotz der kurzen Beziehungszeit von ein paar Monaten eine wirkliche Tiefe entwickelt hat, die man nicht wegen soetwas gefährden möchte. Ich habe aber Sorge genau das zu tun, über kurz oder lang...
 
  • #2
Mit einer seiner drei besten Mädels hatte er über ein paar Monate hinweg was.
Wie lange ist das her?
Wahrscheinlich solltet ihr beide diesbezüglich Schritte aufeinander zu machen:
Er soll den Kontakt zu dieser Frau deutlich(!) reduzieren, persönliche Treffen z.B. nur mehr mit Dir gemeinsam.
Du sollst Deine Eifersucht in den Griff kriegen, möglicherweise gibt es auch noch andere versteckte Themen in dieser Hinsicht, auch wenn Du sie im Moment nicht sehen kannst oder möchtest.
Eifersucht ist häufig ein persönliches Problem, dass ganz tief in einem drinnen steckt, ziemlich unabhängig von äußeren Umständen. Eifersüchtig kann man auf jeden und alles sein, wenn man dazu neigt.
ErwinM, 51
 
  • #3
Guten Morgen liebe FS,

Erstmal denke ich, dass deine Ängste verständlich sind. Ich glaube, man muss schon extrem entspannt sein, um sich darüber so gar keine Gedanken zu machen.
Allerdings schätze ich es so ein, dass du dich nicht sorgen musst. Jeder hat eine Vergangenheit und bei sehr innigen, zweigeschlechtlichen Freundschaften kann es durchaus vorkommen, dass man seine Beziehung zueinander noch einmal eruiren muss bzw will. Gerade Männer neigen auch dazu, mit Frauen befreundet zu sein, die sie anziehend finden. Deshalb wollen sie aber noch lang keine Beziehung zu dieser Person.
Ich selbst hatte Sex mit meinem besten Freund, wir haben uns als Date kennengelernt und dann gemerkt, dass daraus nichts anderes werden kann als Freundschaft. Wir sind sehr eng befreundet, aber ich glaube nicht, dass er oder ich einem neuen Partner bzw einer Partnerin die Vorgeschichte erzählen würden. Eben weil das unnötigerweise zu Verunsicherung führen kann und das, obwohl es nun wirklich keinen Grund zur Sorge gibt.
Wie kam es denn überhaupt dazu, dass du davon weißt?

Ich würde sagen, atme tief durch und vertrau auf das, was ihr habt. Sonst machst du dir das in der Tat kaputt.
 
  • #4
Die Sache ist die, dass du selber eine dieser "enger" Freundinen bist, mit der er was hätte. Du weisst, dass er in der Hinsicht schon mal mindestens zwei Mal schwach war. Ausserdem sehr engen Kontakt zu Frauen pflegt. Vielleicht gibt es mehr von solchen Geschichten. Drei beste Freundinnen?? Sowas gibt es nur in Sex and the City und sogar dort war Carry richtig eng nur mit einer befreundet.
Ihr seid gerade seid zwei Monaten zusammen und momentan auf hormongesteuerten Wolke. Ich würde einfach abwarten und das Verhalten deines Freundes in Bezug auf Frauen genau beobachten, weil ihr eben über 30 seid und du langsam an Familie gründen denkst.
 
  • #5
Oder bin ich das Problem, die mal akzeptieren sollte, dass diese Dinge Vergangenheit sind, es Gründe gab warum es zu keiner wirklichen Beziehung kam und nun eben ich da bin, die schon einen so großen Stellenwert hat, dass jeder Bescheid weiß, obwohl er das vorher noch nie in der Form getan hat?

Als "Problem" würde ich Dich nicht bezeichnen.

Du bist Dir dieser Partnerschaft nicht sicher, Du rechtfertigst Dich.
Das sind Dinge, die wir beide seit sehr vielen Jahren nicht getan haben, oder teilweise auch noch nie getan haben.
Und wir sind beide Anfang/Mitte 30, also auch keine Kiddies mehr.

Du hast doch Glück, einen Partner, den Du lange kennst, dem Du vertraust und nun ist aus dieser Freundschaft eine Partnerschaft geworden.
Vertraue Dir, dass diese Partnerschaft gut ist, vertraue ihm,
Und dann ist diese platonische Freundin irrelevant.
Es klappte nicht mit ihr, es war mal ein Versuch.

Ihr versucht nicht, bei Euch ist.

Allerdings, das ist meine Meinung, ich habe platonische Freundschaften, ich habe keine Angst vor Exen... Du wirst hier ganz anders lesen.
Du wirst für Dich entscheiden müssen.

Aber überlege - was wäre die Konsequenz?
Trennung, oder ihm den Kontakt verbieten?
Würdest Du den Umgang mit einem Dir sehr guten Freund verbieten lassen?
Ich nicht.

W, 51
 
  • #6
Du weißt halt, wie er tickt....
Er war schon immer der Typ Mann, der mehr weibliche Freunde hatte als männliche.
Daher stört dich das.
Nur... Mit einer seiner drei besten Mädels hatte er über ein paar Monate hinweg was.
Seiner drei „besten“ 😅👍🏻
Was macht die Beziehung denn zwischen ihm und diesen drei Frauen so besonders, dass er sie als „beste Freundinnen“ bezeichnet ?
und wenn er so zwischenmenschlich so gut mit denen versteht und sie offensichtlich auch noch sexuell attraktiv findet, wieso war er nie mit ihnen zusammen ? Also wieso hat es nicht geklappt?
Und wir sind beide Anfang/Mitte 30, also auch keine Kiddies mehr.
Na ja, das Alter eines Menschen sagt jetzt wenig über seine emotionale Reife aus.
Dabei geht es gar nicht um sie als Person - ich kenne sie gar nicht
Das widerspricht deiner eigenen Aussage, dass ihr so eng miteinander seid. Wie kann es sein, dass du seine engsten Freunde nicht kennst ?
Weiter frage ich mich, inwiefern da eigentlich wer das Problem ist. Ist es sie, als diejenige beste Freundin, die auch mit ihm im Bett war und eine sehr große Rolle in seinem Leben spielt?
Warum sollte sie das Problem haben? Dich stört es doch, oder ?
Oder bin ich das Problem, die mal akzeptieren sollte, dass diese Dinge Vergangenheit sind
Also aus meiner Sicht ist da wenig Vergangenheit, denn sie sind ja nach wie vor in seinem Leben...

wieso hat er so viele weibliche Freundinnen mit denen er auch noch sexuell aktiv war? Ich finde das eine merkwürdige Definition von Freundschaft.
Ich habe damit ein kleines Problem, welches mich regelrecht nervt.
völlig nachvollziehbar. Allerdings wirst du ihn nicht zu irgendwas nötigen können. Dir bleibt halt die Wahl zwischen akzeptieren, oder vom Beziehungswunsch ablassen, wenn es dich zu sehr stört.
Also ich hätte da sehr wenig Vertrauen in so einen Menschen. Und er wird bei den meisten Frauen wohl eher Fluchtreflexe auslösen mit so einem Umfeld. Also wenn er jetzt einen persönlichen Wandel durchgemacht hat und nicht mehr nur lockere Bekanntschaften sucht, dann würde sich das auch in seinem Umfeld widerspiegeln.
 
  • #7
Falls das mit Euch tatsächlich eine "monogame Paar-Beziehung", also nicht (mehr) Freundschaft+ oder so was ist, dann ist es aus meiner Sicht absolute Bedingung, dass Du diese "Freundin" von ihm kennenlernst. Er soll Dich ihr gegenüber als seine feste Beziehung platzieren. Daran führt kein Weg vorbei.

PS: Wie kannst Du von einer festen Beziehung mit Deinem "Freund" sprechen, wenn Du noch nicht mal seine "wichtigste" Freundin kennst?!?! Ich habe das Gefühl, dass dieser Mann mit seinen "guten", "nicht mehr guten", "wieder guten", "besten" und "allerbesten" Freundinnen ein ziemliches Frauen-Problem hat!
 
  • #8
möglicherweise gibt es auch noch andere versteckte Themen in dieser Hinsicht, auch wenn Du sie im Moment nicht sehen kannst oder möchtest.
Das denke ich nämlich auch...Da hat jemand ein Thema mit dem Loslassen und alleine sein.
Den Ratschlag man möge aufeinander zugehen, er sich erstmal einschränken und du den Aufpasser bei Treffen spielen, halte ich für keinen guten Start. Alleine der Gedanke daran klingt schon sehr anstrengend und würde mich nur stressen. Ohne Vertrauen keine Beziehung...

es ist schon wichtig, dass man sich ein paar Dealbreaker zulegt. Und ein Mann, der alles zu seinen engen Freundinnen macht, was er mal im Bett hatte, wäre kein Beziehungsmaterial in meinen Augen. Dann spielt es auch keine Rolle wie süß er sonst so sein kann.
 
  • #9
Diese Art von Eifersucht ist eher typisch weiblich;-)
Die beste Freundin, die Exfreundin, die Exfrau....

Alleine ihre Existenz lässt viele in die Konkurrenz gehen, was Männer weniger haben.
Da gilt, eher das jetzt und hier....und kein abgeschlossenes Vorleben.

Es gibt eigentlich nur zwei Punkte auf die man achten sollte, wird der Kontakt kein bisschen weniger und Du sitzt wartend am Wochenende zu Hause oder gibt es taktisch sabotierende Massnahmen von der guten Freundin.

Wenn beides nicht gegeben ist, dann wurden Fronten schon längst geklärt und es ist nur der Unterschied,.dass Du es weisst.
Und somit überlege was er vielelicht nicht weiss...Gibt es etwas aus Deiner Vergangenheit, was Du lieber nicht an die grosse Glocke hängst?
ONS oder ein paar mehr im Bett als Mann vielleicht vermutet, hattest wegen XY lange Liebeskummer.
Einfach was Dir selbst klar macht: auch Du hast ein Leben davor und das ist nun mit ihm "überwunden".
 
  • #10
Ich verstehe dich zwar, würde aber auch sagen, dass eigentlich kein Grund zur Sorge besteht.
Er hatte mit denen was. Und daraus ist eben keine Beziehung geworden wie bei euch. Es hat also zwischen denen nicht gepasst, sie haben es ausprobiert. Damit sind sie mit höherer Wahrscheinlichkeit raus als andere Frauen, die er irgendwo neu kennenlernt. Ausschließen kann man natürlich nie irgendwas, aber ich halte es für eher unwahrscheinlich.
Ich hab auch einen Freund, der aus einer Affäre entstanden ist. Wir sind nur noch befreundet seit Jahren und es ist absolut so, dass das für uns beide ganz sicher nicht passt. Ich habe ihm bei großen psychischen Problemen im Leben beigestanden, er war auch immer für mich da, hat mich zu seiner Hochzeit eingeladen - aber da ist kein "was wäre wenn" mehr, weil wir das ja durch haben. Im Idealfall ist es bei deinem Freund auch so.
Wenn jemand viele weibliche Freunde hat, weil er mit Frauen besser reden kann (nicht, weil er sich daran erfreut, von vielen umgeben zu sein!), dann ist das für die Beziehung häufig schwierig, aber auch ein Gewinn: Er redet wahrscheinlich über seine Gefühle und Gedanken, was viele Männer nicht so tun. Die Erfahrung hab ich jedenfalls gemacht. Das kommt dir dann auch zu Gute.
Vielleicht könnt ihr wirklich einen Kompromiss treffen, wenn es dich sehr stört, dass er die Freundschaften zu den Frauen ein wenig runterfährt?
Mir hat bei sowas geholfen, mich mit den Frauen anzufreunden. Dann waren sie plötzlich auch meine Freunde und die Eifersucht verflog. Und da handelte es sich um richtige Ex-Freundinnen im Freundeskreis, die noch enge Freundinnen waren.
w, 37
 
  • #11
Oder bin ich das Problem, die mal akzeptieren sollte, dass diese Dinge Vergangenheit sind, es Gründe gab warum es zu keiner wirklichen Beziehung kam und nun eben ich da bin, die schon einen so großen Stellenwert hat, dass jeder Bescheid weiß, obwohl er das vorher noch nie in der Form getan hat?
Ja, ich denke, in diesem Fall bist wirklich du das Problem. Du hast einen tollen Mann und eine tolle Beziehung. Warum dann diese unnötige Eifersucht? Vertraue doch einfach selbstbewusst darauf, dass du eine tolle Frau bist und die beste Freundin, die er haben kann. Er ist mit dir zusammen, weil er dich schön findet und gerne Zeit mit dir verbringt. Er hat eine Vergangenheit, wie wir alle, ist normal. Und ich finde, du solltest ihm die Freiheit lassen, seine Freunde oder Freundinnen selbst auszuwählen und auch Zeit mit ihnen zu verbringen, wenn er möchte. Es gibt Männer, die sich gut mit Frauen verstehen, alles gut. Ihm jetzt irgendwas verbieten zu wollen und eifersüchtig rumzuzicken, würde ich lassen, es offenbart nur deine eigene Unsicherheit und ist unsexy. Woran liegt es, dass du Zweifel hast und unsicher bist? Schau da mal bei dir selbst nach, bei deinem eigenen Selbstwertgefühl usw.
 
  • #12
Hallo,

In der Liebe ist es oft notwendig zu vertrauen. Das ist schwer, da es viele Menschen gibt, die viele Geheimnisse pflegen und man nicht das wahre "Ich" erkennt. Gerade wenn sie wenig kommunizieren. Du bist aktiv in der Kommunikation - Er nicht. Er spricht nur dann, wenn du ihn ansprichst.

Nun kommt es eben darauf an, wie er auf deine Eifersucht reagiert.
Offensichtlich vermag er es nicht, dir die gewünschte Sicherheit zu vermitteln. Sein Bekenntnis zu dir ist nicht deutlich genug, nicht überzeugend genug.
Vielleicht fehlt das Vermögen dir seine Zuneigung zu kommunizieren. Seine Haltung zu seinen "besten Freundinnen" zu kommunizieren.
Weil er es einfach nicht kann. Ob er nun schon 30 ist, oder nicht.
Manche lernen das nie. Werden auch nie reifer.
Er kennt ja "Beziehung" offenbar gar nicht.

Ich vermute der wohl langjährige Single hat seit Jahren gewisse "Eisen im Feuer". Jetzt kamst du und er schafft den Absprung nicht. Er möchte sein Umfeld nicht sofort hinter sich lassen, welches ihn auffangen könnte, wenn das mit euch womöglich doch nicht klappt. Vielleicht ist er auch zu "gutmütig", um sich von den Damen zu distanzieren. Man pflegte bis dato einen häufigen Umgang miteinander. Dann hat plötzlich einer im Freundeskreis einen Partner und der häufige Umgang reduziert sich deutlich. Vielleicht lässt er sich da ein schlechtes Gewissen einreden.
Das kannst du am besten beurteilen. Was sagt er denn dazu?

Ich war mal mit einem Partner zu Besuch bei meiner Besten und ihrem damaligen Freund. Zwischen diesem Freund und mir hatte es vor Jahren mal kräftig gefunkt. Er schrieb mir auch einen Liebesbrief. Aber ich war vergeben und bin deshalb nicht drauf eingegangen, obwohl er mir gefallen hat. Als wir in der Runde zusammensaßen schlug er mir vor, dass wir ja mal zum Badeweiher gehen könnten (während meine Freundin und mein Partner in der Arbeit gewesen wären). Ich empfand den Vorschlag geradezu als wahnwitzig. Weshalb hätte ich sowohl meine Beste, als auch meinen Partner eifersüchtig machen sollen.

Es liegt also sehr an der Person, inwiefern jemand dem Anderen das Gefühl gibt, dass er sich verlassen kann. Von daher hält sich mein Verständnis für die intensiven Frauenfreundschaften deines Partners in Grenzen. Nichts gegen einen Freundeskreis mit dem man sich ab und an trifft. Aber dieses "das ist meine Beste" von einem Mann? Ne, würde ich nicht akzeptieren.
 
  • #13
Liebe FS, du machst dir dein Leben unnötig schwer: überleg mal, dein Freund (nach deiner Beschreibung nicht arm an weiblichen Fans) hat sich offensichtlich gezielt FÜR DICH entschieden - nicht für eine seiner Verflossenen. Das muss doch einen Grund haben? Glaube diesen ihm ... aber auch dir selbst!

Klar schreiben hier viele Foristen, sie finden »Ex ist Ex, basta!«, aber es gibt auch diejenigen - dazu gehöre auch ich - die immer wieder an alten Freundschaften festhalten. Egal, ob da mal »mehr« war oder nicht. Manchmal gerade deswegen. Warum soll ich einen Menschen, der mir einmal viel bedeutet hat, aus meinem Leben streichen? Ich mache das nur, wenn mich derjenige gezielt verletzt hat. Ansonsten kann ich sehr gut differenzieren.

Würde mir mein Lebensgefährte untersagen, solch' alte Freundschaften weiterzuführen, würde ich mir schon überlegen, ob ich meinem Liebsten wirklich wichtig bin. Warum er glaubt, ich würde ihn gleich in die zweite Reihe stellen. Das könnte dann nur an seinem eigenen Selbstwertgefühl liegen. Spätestens hier würden wir miteinander reden. Diese Sorgen haben wir glücklicherweise nicht.

Auch du kannst das mit deinem Freund klären, bevor es dich noch mehr bedrückt. Doch solltest du das vorsichtig machen, sonst verschreckst du ihn. Darauf bestehen, an den »Treffen mit ihr« teilzunehmen, solltest du lieber nicht. Jede/r von uns braucht auch ein Eigenleben, Dinge nur für sich. Ohne Hintergedanken und ohne Misstrauen beim Partner.
 
  • #14
wieso hat er so viele weibliche Freundinnen mit denen er auch noch sexuell aktiv war? Ich finde das eine merkwürdige Definition von Freundschaft.

Es war eine. Ansonsten hat er Freundinnen und Freunde, mehr nicht.
Du noch nicht mal seine "wichtigste" Freundin kennst?!?!

Ich kenne die Partnerin meines besten Freundes auch nicht, er kennt meinen.
Aber ich hatte sie schon 2mal mit eingeladen, zu Geburtstagen, und sie konnte nicht - wollte nicht?

Manchmal ist es so.
Ich würde an der Stelle der FS die Freundin kennen lernen wollen, wie andere Freund*innen auch.

Eifersucht hat immer etwas mit Unsicherheit zu tun, wenn ich mich in meiner Partnerschaft wohl fühle, vertraue, dann ist Eifersucht unnötig.
Und es ist immer auch die Frage des Selbstwertes.

A ls wir in der Runde zusammensaßen schlug er mir vor, dass wir ja mal zum Badeweiher gehen könnten (während meine Freundin und mein Partner in der Arbeit gewesen wären). Ich empfand den Vorschlag geradezu als wahnwitzig.

Warum?

Ich gehe auch mit meinem besten Freund in die Berge, oder wir trinken mal einen Kaffee, einen Wein...

Warum sollte da jemand eifersüchtig sein?

W, 51
 
  • #15
Und nun eben ich da bin, die schon einen so großen Stellenwert hat, dass jeder Bescheid weiß, obwohl er das vorher noch nie in der Form getan hat?
Er bekennt sich öffentlich zu dir, also müssten alle seine Freundinnen wissen, dass er vergeben ist. Finde ich einen wichtigen Punkt, der für ihn spricht.
Man muss dazu sagen, dass wir grundsätzlich sehr offen miteinander redenwobei meist ich diejenige bin, die Dinge zur Sprache bringt. Aber er zeigt sich dann auch offen und gesprächsbereit. Er weiß somit auch, dass ich da gewisse Probleme mit habe.
Ich würde ebenfalls nicht sofort meine langjährigen Freundschaften aufgeben nur wegen dieses "Problems". Hat er dir versichert, dass er dich liebt und du dir keine Sorgen machen musst? Zeigt er dir im Alltag seine Zuneigung und Wertschätzung? Dann ist doch gut.
Abgesehen von dieser "Sache" ist es annähernd perfekt. Ich glaube, ich könnte mir keinen tolleren Mann an meiner Seite wünschen.
Diese "Sache" ist zunächst nur in deinem Kopf und basiert vielleicht auf schlechten Erfahrungen oder Minderwertigkeitskomplexen. Man sollte schöne oder gar "perfekte" Dinge nicht kaputt-zerdenken.
Er war schon immer der Typ Mann, der mehr weibliche Freunde hatte als männliche. So kenne ich ihn auch. Grundsätzlich habe ich damit auch kein Problem, ich habe selbst einen männlichen besten Freund.
Ich finde es nicht ganz richtig, einen Partner verändern zu wollen. Wenn er schon immer so war... Du hast ja selbst einen besten Freund!
Aber dieses "das ist meine Beste" von einem Mann? Ne, würde ich nicht akzeptieren.
Nicht akzeptieren? Aber wie kann man einem anderen Menschen etwas verbieten? Ok, wenn es sooo schlimm ist, dann bitte konsequent sein und sofort die Beziehung deswegen beenden. Ich als Mann fände es lächerlich und traurig, wenn ich nichts getan habe und meine Freundin dann aus Eifersucht die Beziehung beendet.

Wir wären hier wieder bei den allgemeinen Fragen:
1. Inwiefern muss sich der Partner für einen verändern?
2. Darf man mit seinen Expartnern noch befreundet sein?
3. Darf oder kann ein Mann mit Frauen "nur" befreundet sein?
 
  • #16
Liebe FS,

Ich finde es potentiell gefährlich, dass du so viel "Tiefe und innige Verbundenheit" in eure recht neue Beziehung interpretierst. Hiermit wäre ich immer vorsichtig, das kann zu tiefen Abstürzen führen. Eine Garantie hat man nie, aber es klingt für mich etwas über das Ziel hinaus, auch wenn ihr euch schon lange kennt. Lieben tut er dich noch nicht so lange. Es kann gut sein, dass alles wunderschön wird. Ein Gang zurück könnte dich emotional nur schützen.
Ich kann dir aus meinem kleinen Erfahrungsschatz berichten:
Meiner Erfahrung nach sind diese besten Freundinnen auch öfter mal Frauen, die ihn nicht als Partner wollten oder tatsächlich typisch mütterliche Frauen. Bei den Männern, der eher mit Frauen befreundet sind, liegt immer die Gefahr nahe, dass diese sich gerne von diesen wohlmeinenden Freundinnen manipulieren lassen.
Wenn es Streit in der Beziehung gibt, lassen sie sich dann trösten, wie auch immer.
Ich sehe es absolut nicht positiv, wenn da andere Frauen im Hintergrund sind. Da kann man davon ausgehen, dass sie über alles mögliche Bescheid wissen und bewerten. Je nach Typ Mann werden sie ihm dann auch ungefragt ihre Meinung dazu sagen. Meiner Meinung nach müsste der Kontakt zu den Freundinnen von alleine viel weniger werden. Wenn das nicht so ist, ist das für mich sehr seltsam.
 
  • #17
Solange dir dein Partner oder die besagte Freundin keinen berechtigten Anlass zum Zweifel gibt (und das sehe ich anhand deiner Beschreibung nicht), würde ich mir an deiner Stelle bewusst machen, dass das Problem erstmal nur in deinem Kopf besteht.

Ich finde, man muss in einer ganz frischen Beziehung nicht unbedingt alles äußern, was einem Unschönes durch den Kopf geht. Auch, wenn es schwer fällt und du dir durch das Ansprechen gerne Bestätigung und Sicherheit holen möchtest: Du könntest dir damit selbst ins Knie schießen und als wenig selbstbewusst, bedürftig, misstrauisch, kontrollierend und eifersüchtig wahrgenommen werden, was keine besonders attraktiven Eigenschaften sind und euer Verhältnis belasten könnten.

Aber ich verstehe deine Gefühle: Mir ging es am Anfang meiner jetzigen Beziehung ähnlich. Mein Freund ist zum Beispiel zwei Wochen nach unserem Kennenlernen mit einem Kumpel und zwei Freundinnen in den Urlaub gefahren, alle single und gutaussehend. Da hab ich beim Anblick ihrer spaßigen Strandfotos auf Facebook auch Blut und Wasser geschwitzt, weil mein Selbstwertgefühl zu der Zeit ganz schön am Boden war und ich überhaupt nicht einschätzen konnte, wie die alle zueinander stehen...

Aber ich hab die Klappe gehalten und sie die gemeinsame Zeit in Ruhe genießen lassen, Gott sei Dank. Denn als er zurück war, meldete er sich sofort bei mir und sagte wörtlich: "Da will man einen chilligen Urlaub verbringen, um abzuschalten, aber was ist? Ich musste die ganze Zeit nur an dich denken!" Da war ich natürlich mega glücklich und erleichtert. Und solche Bestätigungen (nicht eingefordert, sondern frei aus ihm heraus kommend) haben mich mit der Zeit immer sicherer gemacht und mir gezeigt, dass er wirklich nur mich will.

Sehr geholfen hat auch, dass ich seinen Freundeskreis, für den wir ganz klar das neue Paar waren, schnell kennengelernt habe und besagte Freundinnen inzwischen längst zu meinen zähle. Heute kommt es mir geradezu lächerlich vor, was für Hirngespinste ich damals in Bezug auf sie hatte, weil ich nun beide Parteien kenne und weiß, warum da nie etwas laufen würde. Ein Realitätsabgleich aus erster Hand kann folglich sehr dabei helfen, dem Kopfkino Einhalt zu gebieten. Das würde ich dir also auch empfehlen.

W, 27
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #18
Eifersucht hat immer etwas mit Unsicherheit zu tun, wenn ich mich in meiner Partnerschaft wohl fühle, vertraue, dann ist Eifersucht unnötig.
Und es ist immer auch die Frage des Selbstwertes.
Eifersucht kann auch vollkommen berechtigt sein. Das merkt man ja am ehesten daran, ob man immer und ausnahmslos in jeder Beziehung dazu neigte ( Selbstwert ), oder ob es lediglich bei der aktuellen eine Rolle spielt.


Nicht akzeptieren? Aber wie kann man einem anderen Menschen etwas verbieten?
Es geht nicht um verbieten, sondern um die eigenen Vorstellungen. Gut, wenn man die auch in der Lage ist zu hinterfragen. Allerdings nicht ausnahmslos. Manches ist halt für einen selbst ein No Go und damit erlöscht ja dann auch die Möglichkeit auf eine Beziehung. Jeder legt halt seine eigenen Spielregeln fest.
Meiner Erfahrung nach sind diese besten Freundinnen auch öfter mal Frauen, die ihn nicht als Partner wollten oder tatsächlich typisch mütterliche Frauen.
Das würde ich auch so sehen. Was für ein Mann soll das sein, der so wenig Mann ist, dass er lieber mit Frauen verkehrt ? Das sagt doch auch etwas über den Charakter aus.
Natürlich gibt es Damen, die eher kumpelhaft und burschikos unterwegs sind.

Ein Mann der zu sehr „auf einer emotionalen Schiene“ unterwegs ist, ist der typische „Fähnchen im Wind“ Kandidat. Sorry, ich habe es gefühlt, aber jetzt ist es weg ....

Ich kann die FS vollkommen nachvollziehen. Als Partnerin will man auch einen emotionalen Stellenwert für seinen Partner inne haben. Wenn dieser aber seine Gefühlswelt mit einer anderen teilt, mit der er sogar schon intim war, dann sehe ich nicht, wo man von Exklusivität sprechen kann.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #19
Hi Fs,
letztlich sind das die alten Fragen "wieviel Kontakt zur Ex" und "wieviel Kontakt zu guten Freundinnen". Dazu wirst Du hier ganz viele Threads finden, weil das oft Probleme macht.

Im Forum gibt es 2 Gruppen.
Die eine Gruppe argumentiert, dass sie sich bei der Auswahl der Freunde nicht einschränken will, weil die guten Freunde immer da sind, während Beziehung beginnen und enden.
Für die andere Gruppe ist die Beziehung zum Partner wichtiger als die Exen und "gute Freunde", deshalb sollen keine Exen mehr im Orbit kreisen, und man positioniert sich gegenüber "guten Freunden" klar beim Partner.

Problematisch wird es immer, wenn die Partner nicht der selben Gruppe angehören.

Ihr beide seid nun noch nicht so lange zusammen in einer Beziehung. Ich würde mir das noch ein wenig anschauen, wie es sich entwickelt.

Warum hat er Dich seiner "besten guten" Freundin noch nicht vorgestellt? Es ist doch ein Leichtes, ein paar Minuten per Videotelefonie zu telefonieren und Dich kurz mit ins Bild zu holen. Wieviel Kontakt hat er zu ihr?

Es gibt Menschen, die immer viele "gute" Freundinnen oder/und Ex-Freundin im Orbit kreisen haben und mit denen zum Teil intimere Gespräche führen als mit dem Partner. Da wird die eigentliche verbindliche Beziehung mit der "guten" Freundin geführt. Nur der Sex wird ausgelagert in das Verhältnis mit der Partnerin. So kann aber keine verbindliche 2er-Beziehung mit dem Partner entstehen. Oft steckt Angst vor Nähe in allen möglichen Formen dahinter. Das heilst Du auch nicht.

Als Beispiel: Sollte er jeden Tag mit seiner Ex telefonieren und sich außerhalb Corona-Zeiten mehrfach wöchentlich mit ihr treffen, Dich dieser "Freundin" aber nicht bei nächster Gelegenheit vorstellen wollen mit abstrusen Begründungen, dann würde ich genau eine Ansage machen und mich danach zurückziehen.

Mein Tipp ist, schaue Dir an, wie eng das Verhältnis zu seinen "guten" Freundinnen ist. Schaue Dir an, ob er sich bei seinen Freundinnen klar zur Beziehung mit Dir positioniert und ob Du in seinem Freundeskreis mit seinen "guten" Freundinnen integriert wirst.
Meiner Meinung nach muss es mittelfristig darauf hinauslaufen, dass Du und die Beziehung zu Dir wichtig sind als die Freundschaften.
 
  • #20
Ich habe damit auch meine Erfahrungen gemacht und mich schlussendlich von dem Mann getrennt.
Ich glaube nicht dass Eifersucht per se falsch ist. Jeder Mensch tickt da anders und jede Situation ist anders.
Ein Mann der viele weibliche Freundschaften pflegt, kommt für mich nicht mehr in Frage.
Bei der Konstellation die du hier schilderst, wäre ich auch misstrauisch. Du warst lange Zeit mit ihm befreundet und plötzlich empfindet ihr mehr füreinander. Das könnte doch genau so gut mit einer der anderen Freundinnen passieren.

Was verbindet ihn mit den Frauen? Ist das so ein Ego Ding, dass er sich dadurch besser fühlt?
Ich vermute dass er kein so starkes Selbstbewusstsein hat und er das braucht um sein Ego zu pimpen.
Was ist anders/besonders mit dir?

Der beste Weg ist Kommunikation. Sprich offen mit ihm darüber. Also nicht mit Eifersucht oder Vorwürfen, sondern sag ihm wie’s dir damit geht und dass du dir Gedanken machst. Frag ihn wie er das sieht und dann schau wie es sich entwickelt. Pass nur auf dass du dich nicht in irgendwas verrennst. Meist ändern sich solche Männer nicht.
 
  • #21
Hm, ich seh hier einen ganzen Strauß von Punkten, die ich beachtenswert finde. Ich versuche aufzudröseln, denn ich denke, das musst Du auch tun, damit Du das rote Tuch loswirst oder es eben doch wichtig ist.

1. Geht es wirklich um den Sex von damals zwischen denen? Ich denke nicht, ich glaube eher, es geht um die emotionale Nähe und die Vertrautheit, die diese beiden miteinander haben. Oder es gilt:

2. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Ist diese Freundschaft denn wirklich so total nah und vertraut, wie Du es denkst? Und könntest Du sie nicht von Platz 1 auf ganz natürliche Weise verdrängen, was die Vertrautheit angeht, wenn er merkt, dass er mit Dir auch gut reden kann? Müsste er aber auch zulassen.

3. Redet er vielleicht zu viel und zu gut von dieser Frau, so dass Du denken musst, er würde sie eigentlich noch wollen, wenn sie wollte, oder bedauert, dass es damals nicht klappte (ich wette, SIE hat es beendet, dazu siehe unten)? Dazu kommt:

4. Es hat sich ja wohl "irgendwie" ergeben mit euch. Also da war nicht der Mann, der geflasht von Dir war und anfing, Dich zu umwerben. Der ist auch nicht schon seit eurer Bekanntschaft in Dich verliebt und hat nun endlich die Chance bekommen. Du bist vielleicht nicht mal sein Typ, sonst hätte er ja damals versucht, bei Dir zu landen, oder:

5. Hat er gar keinen "Typ", weiß er nicht, wer zu ihm passt? Die BF war ja auch mit ihm befreundet, bevor sie ihren Beziehungsversuch versuchten. Es ERGIBT sich vielleicht einfach in seinem Leben, weil er nicht wählt, sondern sich wählen lässt bzw. sich wählen lassen muss, und daher nicht weiß, wie es ist, die Wahl zu haben. Schluss ist dann eben, wenn die Frau nicht mehr will, er dagegen würde dran festhalten.

Würde bedeuten, er kennt nicht die Erfahrung im Beziehungsbereich, eine Frau wirklich zu wollen und sie zu erobern, oder er hat nie die bekommen, die er wollte. Oder er weiß nicht, was zu ihm passt und probiert immer noch rum, weil er denkt, wenn ihn eine Frau will, dann läuft das schon, wenn er sich Mühe gibt.
Er nimmt bekannte Freundinnen, die sich irgendwann für ihn interessieren, wenn sie nicht mehr so auf Äußerlichkeiten oder typisch männliches Verhalten gucken. Die, die ihn schon länger kennen und wissen, dass er sehr nett ist, dienstfertig ist. Dazu im nächsten Beitrag gleich noch was.
 
  • #22
Liebe FS,

erfahrungsgemäß funktionieren Beziehungen/Ehen am besten, wenn folgende Reihenfolge bzgl. Stellenwert von BEIDEN Partnern eingehalten wird:
1. Partner/ Ehepartner
2. Kinder
3. restliche Familie / Freunde

Wie sieht es da bei euch aus? Hast du das Gefühl die Nummer 1 deines Partners zu sein? Gibt er dir die Sicherheit, die du brauchst? Ich denke nicht, sonst würdest du die Frage hier nicht stellen.

Daher würde ich das Gespräch mit ihm suchen, wenn er daraufhin den Kontakt zu seinen besten Freundinnen nicht drastisch reduziert, trenn dich. Diese Beziehung wird dich auf Dauer nicht glücklich machen. Egal wie schön sie sonst ist.
 
  • #23
Du schwärmst ja von eurer tollen Beziehung. Das passiert oft, wenn der Mann alles macht, was die Frau will, und sich besonders kümmert. Und das machen Männer mE aus zwei Gründen (mehr fallen mir gerade nicht ein): Entweder, weil sie das müssen, sonst interessiert sich keine Frau für sie, dh. er ist kein sexy Frauentyp, ist eher introvertiert und fällt auch äußerlich erst auf den zweiten oder dritten Blick auf. Oder weil sie gerade einsam und allein in einer Krise sind und Trost brauchen.

Frage an Dich: Wie ist Dein Beziehungsvorleben? Kommst Du gerade aus ner Beziehung, wo der Mann Dich nicht gerade verwöhnte, und hast in Deinem jetzigen Freund genau das gefunden, was Du in der Exbeziehung so vermisst hast, stehst aber EIGENTLICH auf ganz andere Typen?

Also FALLS das ein Mann aus der zweiten Reihe ist und nimmt, was ihn will (die, die er nicht wollen würde, haben ihn schon vor ihm aussortiert), wenn er Freundschaften hat, aus denen sich "Beziehungsversuch ergibt" und wieder zurück, und wenn Du jetzt mit ihm zusammen bist, dann sieht das für Dich vielleicht ziemlich beliebig aus. Hätte ihn eine von seinen restlichen BFs gewollt, da sind ja noch zwei andere, dann wäre er jetzt mit der zusammen. Denkst Du sowas unterschwellig vielleicht?

Und FALLS er nicht wüsste, wie er wählen soll, und auch nie die Wahl hatte, dann kann er auch nicht schätzen und dafür kämpfen, was er hat. Er ist schicksalsergeben, hat sich nie groß Gedanken über den Erhalt einer Beziehung gemacht und wie man dafür kämpft, weil er die Erfahrung gemacht hat, dass die Frau einfach geht, dass ES wieder auseinander geht. Er hat nicht das Gefühl, er könnte was ändern. Er weiß daher nicht, dass es einer Partnerin schon eine unpassende Grenze setzt, wenn er von vornherein die BF ganz oben auf der Liste "mit wem bin ich am tiefsten und vertrautesten verbunden" hat. Dh. Dinge mit ihr bespricht und mit Dir nicht. Aber:
Das kann natürlich auch alles nicht zutreffen. Du könntest immer noch die am tiefsten und vertrautesten verbundene Person für ihn werden. Das passiert aber nur, wenn 1. er es zulässt, 2. Du dafür geeignet bist und 3. sich das ganz natürlich ergibt. Also Forderungen von Dir, er möge den Kontakt einstellen, machen das ganze mE schlechter. Das muss von ihm von allein kommen, dass er lieber mit Dir über Intimes redet als mit ihr, mit Dir lieber Witze reißt als mit ihr usw..
Ist es das, was Dir eigentlich Sorge macht?

Denn ich kann mir schlecht vorstellen, dass Du nicht damit klarkämst damit, dass er noch Kontakt hätte zu einer, mit der er mal Sex hatte. Ich könnte mir eher vorstellen, es ist die Vertrautheit und dass er so wirkt, als hätte er die Beziehung damals mit BF nicht beendet, sondern sie, und dass er auch mit einer seiner anderen Freundinnen jetzt zusammen sein könnte, wenn sie ihn gewollt hätte, also eine gewisse Beliebigkeit in der "Wahl".
Aber das musst Du jetzt aufdröseln, ob Du von all dem, was ich geschrieben habe, überhaupt was als zutreffend empfindest.
 
  • #24
Weil Menschen eifersüchtig sein können. Ich hab es ja beschrieben. Wenn ich will, dass mein Partner das Gefühl hat, sich auf mich verlassen zu können, gehe ich nicht mit einem anderen Typen zum Badeweiher.
Ich schlage dem Partner meiner Freundin schließlich auch nicht vor, dass man mal zu zweit einen Ausflug in die Sauna machen könnte. Ich würde auch nicht wollen, dass mein Partner das macht.
Ich gehe auch mit meinem besten Freund in die Berge, oder wir trinken mal einen Kaffee, einen Wein...
Es handelte sich nicht um einen "besten Freund", sondern um den Partner meiner Freundin. Ich hatte auch nicht vor, dass das ein "bester Freund" wird.

Ich als Mann fände es lächerlich und traurig, wenn ich nichts getan habe und meine Freundin.
Das ist dein Problem. Von verbieten, hat auch keiner was gesagt. Auf so ein schmales Brett würde ich nie kommen. Aber wenn einer in den ersten drei Monaten schon mit der "besten Freundin" abhängen muss, anstatt dass sich dieser Kontakt auf normale Weise auch reduziert, da ja nun ein Partner da ist, dann käme das für mich nicht in Frage. Es kommt halt immer auf das Maß an.
 
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  • #25
Du solltest bei ihm an erster Stelle stehen, was ich leider bei ihm nicht sehe, denn dann braucht er keine andere Frauen für sein EGO!
Du solltest zuerst mit ihm offen darüber reden, wenn es ihm wichtig ist, er dich liebt und er dich nicht leiden sehen möchte, stellt er die Kontakte zu anderen ab! Wenn er das nicht tut, kann er niemals ein toller Mann für dich sein! Ich frage mich, warum ein Mann neben seiner Partnerin noch einseitige Kontakte zu anderen Frauen unterhält??
Nein, es gibt nicht nur diesen einen Mann!!
Wenn er den Kontakt nicht einstellt, sehe ich diese Verbindung als sehr gefährdet und auch als bald beendet!
Dem Partner was zu verheimlichen ist gar nicht gut, da diese Verschlossenheit das Problem nicht löst, es ist eher umgekehrt, das Problem wird emotional unbewusst verstärkt. Vertrauen braucht Offenheit und Ehrlichkeit!!
 
  • #26
Du solltest bei ihm an erster Stelle stehen, was ich leider bei ihm nicht sehe, denn dann braucht er keine andere Frauen für sein EGO!
Was haben gute Freunde mit dem Ego zu tun?
Ich werde dieses Lager, wie hier gut beschrieben wurde, welches Freundschaft zum anderen Geschlecht für unmöglich hält, nie verstehen.

Wenn die FS hier schreibt, wegen Corona habe ich sie noch nicht kennengelernt und sie fühlt sich wohl und hat genug Aufmerksamkeit....
Dann lässt ihr Partner sie nicht andauernd alleine, um die Zeit mit der guten Freundin zu verbringen.

Und wann die mal einen Versuch gestartet haben, ist auch nicht klar.
Eine Woche bevor die FS mit ihm zusammen kam, Monate, Jahre?

Manchmal verstehe ich, wenn man nicht alles erzählt.
Ich kenne meinen besten Freund seit 37 Jahren und es war nie was, aber wenn vor 30 Jahren etwas gewesen wäre, wegen einer Fraktion müsste man ja bloss schweigen.
 
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  • #27
Manchmal verstehe ich, wenn man nicht alles erzählt.
Ich kenne meinen besten Freund seit 37 Jahren und es war nie was, aber wenn vor 30 Jahren etwas gewesen wäre, wegen einer Fraktion müsste man ja bloss schweigen.

Da sprichst Du die Themen mit der fehlenden Passung an und mit dem fehlenden Selbstbewusstsein, sich so zu zeigen, wie man ist.

Genau solche Themen müssen in der Kennenlernphase abgeklopft werden. Was ist die eigene Haltung zu diesem Thema? Kann man ggf. aufeinander zugehen? Passt man als Paar damit langfristig zusammen?

Es macht wenig Sinn, an diesem Punkt über "beste Freundinnen" zu lügen bzw. die Gleichgültige zu spielen.

Das schafft doch genau die Probleme, wenn die Fs sich aktuell gleichgültig gibt und in 3 Jahren unglücklich in der Beziehung ist, weil sich nichts geändert hat.

Die Beziehungsanbahnung läuft über mehrere Phasen, deren Länge bei vielen Menschen übereinstimmt.
1. Rosa Brille
2. Du erkennst Fehler und Makel am anderen
Danach (ca. 1 - 3 Jahre)
Nach Phase 2 kommt die Trennung, oder als 3. Phase das Verhandeln und Abstimmen innerhalb der Beziehung usw.

Liebe Fs,
Du bist insofern das Problem, weil Du eine Beziehung zu einem Mann beginnst, dessen Lebensweise hinsichtlich Freunde Du ablehnst.
Es 100 % in Ordnung und normal, wenn Du engen Kontakt zwischen Deinem Freund und seiner Ex ablehnst. Es ist normal, dass Dich stört, wenn er engeren emotionalen Kontakt zu anderen Frauen hat als zu Dir.

Letztlich musst Du es anhand der konkreten Situation selbst entscheiden, ob es für Dich passt
 
  • #28
Was haben gute Freunde mit dem Ego zu tun?
Ich werde dieses Lager, wie hier gut beschrieben wurde, welches Freundschaft zum anderen Geschlecht für unmöglich hält, nie verstehen.
Ich antwortete mal stellvertretend für den INSPIRATIONMASTER. Natürlich kann man auch zum anderen Geschlecht befreundet sein. Jetzt kommt allerdings ein Aber:
Mit einer seiner drei besten Mädels hatte er über ein paar Monate hinweg was.
Das heißt für mich er hatte schon mal eine Beziehung zu einer Frau und möchte weiterhin sich mit ihr treffen. Natürlich kann aus einer Freundschaft rund Beziehung entstehen. Allerdings nicht aus einer Beziehung eine Freundschaft. Darüber wurde schon oft diskutiert.

Die FS hat ja gesagt, dass sie kein Problem hat wenn er befreundet ist. Sie hat wahrscheinlich zurecht ein Problem damit, dass er sich weiterhin mit seiner Ex trifft.

Meine Frau hat genau so ihren Freundeskreis so wie ich. Nicht dass jemand denkt ich wäre gegen Freunde außerhalb von der Beziehung bzw der Ehe.
 
  • #29
Erst einmal einen herzlichen Dank für die vielen Denkanstöße, da wurde so einiges erwähnt worüber ich mir tatsächlich mal meine Gedanken machen muss. Teilweise waren das Dinge, an die ich so schnell nicht gedacht hätte, und das betrifft sowohl ihn als auch mich selbst.

Eine erste, recht allgemeine Antwort möchte ich aber vorab schon geben, da das hier öfter erfragt wurde.
Er hat mehrere Freundinnen, ja, aber nur mit einer lief eben mehr. Das endete vor ca zwei Jahren, und ja, sie war diejenige die das beendet hatte. Eine richtige Beziehung war das allerdings nie, davon wusste auch niemand groß etwas.
Das ist bei uns nun völlig anders, jeder weiß es mittlerweile. Er bekennt sich also öffentlich zu mir, auch seine Mädels wissen es (sie wussten es teilweise noch vor seiner Familie). Es ist durchaus auch geplant da ein gegenseitiges Kennenlernen hinzubekommen, nur ist das derzeit eben nicht so ganz einfach. Er meinte letztens mal, die besagte "BF" - mit der er mehr hatte - könne mich sehr gut leiden. Ich habe ihn mit großen Augen angesehen und gefragt wie das sein kann, sie kenne mich doch gar nicht. Die Antwort lautete sinngemäß "Weil du mich glücklich machst".
Da fehlten mir auch mal kurz die Worte.

Man muss dazu sagen, dass wir uns zwar sehr lange kennen und früher sehr gut befreundet waren, es aber aufgrund damals geänderter Lebensumstände meinerseits auch eine recht lange Funkstille gab. Weiterhin hatten wir schon damals neben einem gemeinsamen auch getrennte Freundeskreise, sodass man nicht immer zwangsläufig jeden kannte.

Ich lebe außerdem mittlerweile nahe seiner Heimatstadt in der er auch Familie hat, er lebt weiterhin in einem anderen Bundesland in dem Ort, in dem wir uns damals beruflich kennenlernten und in dem auch ich noch gute Bekannte habe. Ergo, wir führen eine Fernbeziehung, in der wir uns dennoch sehr viel sehen. Es gibt eigentlich keine Woche, in der wir uns nicht sehen. Das Längste waren, meine ich, 8 oder 9 Tage am Stück sehen. An den Tagen, an denen wir uns nicht sehen, telefonieren wir.
Alleine lässt er mich also in gar keinem Fall, er zieht seine Freundinnen mir nun auch nicht zeitlich vor. Sprich er trifft sie nun nicht ständig oder dergleichen, es ist sogar eher seltener geworden, sodass schon "Beschwerden" kamen.
 
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  • #30
Ich habe ihn mal gefragt, ob er mich damals gewollt hätte. Er hatte wohl mal mit dem Gedanken gespielt, sich aber außerhalb "der Liga" gesehen und wollte zudem nicht die Freundschaft gefährden, das sei ihm wichtiger gewesen.
Ich hätte ihn damals aber auch nicht als potentiellen Partner gesehen, weil mir in gewissen Dingen seinerseits die Reife fehlte und ich selbst überhaupt nicht wusste wohin mit mir. Nun sind viele Jahre vergangen, wir beide haben uns verändert.
Als er im Sommer nun das erste Mal wieder vor mir stand ist irgendwas passiert. Als hätte man einen Schalter umgelegt. Seitdem hört das nicht mehr auf, es wird nur noch mehr. Da ist zum Einen die sowieso schon vorhandene Verbundenheit, wir haben uns schon damals verstanden wie *rsch auf Eimer, um es mal umgangssprachlich auszudrücken. Das ist nur noch besser geworden...
Wir können beieinander sein wie wir sind, ohne jedes Gefühl sich verstellen zu wollen oder zu müssen und ergänzen uns dabei sehr.
Dabei ist aber auch immer das riesige Bedürfnis der Nähe, und das haben wir beide. Damit meine ich nun nicht die Sexualität, sondern wirklich die innige Nähe abseits dessen. Das ist wie bei Magneten, die müssen halt zueinander.
Ich weiß nicht wie oft man schon auf der Couch lag, sich gedrückt hat und einer von uns sagte "das reicht nicht, man will eigentlich reinkriechen".
Ich bin sehr, sehr vorsichtig mit dem Wort Liebe. Mit dem Zustand Liebe. Irgendwie wusste ich aber sehr schnell in dieser Beziehung, dass das hier alles anders ist. Dass er der Mann ist, der bleibt. Das war eine plötzliche Erkenntnis die mir so klar in den Kopf kam, dass ich selbst völlig überrascht davon war.
Bei keinem Mann hatte ich dieses Gefühl bisher, und ich hatte durchaus schon mehrjährige Beziehungen, glaube also mich da auch zu kennen.

Wäre da nicht diese eine Freundin, die in meinem Kopf herumspukt.
Über einige eurer Antworten denke ich allerdings weiter nach, und werde darauf auch noch eingehen sobald ich da zu schlüssigen Sätzen komme. Da waren ein paar Denkanstöße bei, die ich sehr beachtenswert finde, diese zu bedenken braucht aber auch mehr als ein paar Momente.
Nehmt also meine Antworten vorerst als weitere Ergänzung zum Eingangstext, ich glaube das ist nicht ganz verkehrt.

Danke nochmals bis zu dieser Stelle, darüber zu schreiben hilft auch zu reflektieren.
 
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