• #31
Allerdings nicht aus einer Beziehung eine Freundschaft. Darüber wurde schon oft diskutiert.
Auch da gibt es genügend Gegenbeispiele.
Hier wird auch zb kein Zeitraum genannt...er hatte mal was über 3 Monate mit ihr....wann denn?
Eine Woche bevor er die FS wieder traf oder 3 Jahre?
Es ist doch bezüglich Freundschaft schon relevant.
Kennt er die Dame 4 Monate: hat sie kennengelernt und war mit ihr 3 Monate zusammen und nennt sie direkt danach gute Freundin...kann kaum eine Freundschaft gewachsen sein.
Kennt er sie seit Jahren und hatte davon irgendwann mal 3 Monate etwas und das ist lange her....dann sag mir: wenn wir immer hier schreiben, dass so eine kurze Zeit keine Beziehung ist....warum wird sie nur in dem Fall als "schwerwiegende Beziehung " hier genannt?
 
  • #32
Er hat mehrere Freundinnen, ja, aber nur mit einer lief eben mehr. Das endete vor ca zwei Jahren, und ja, sie war diejenige die das beendet hatte. Eine richtige Beziehung war das allerdings nie, davon wusste auch niemand groß etwas.
Ist Schnee von gestern, war nichts Ernsthaftes und sie hat es beendet. Du musst dir keine Sorgen machen, dass sie was von ihm wollen könnte.
Das ist bei uns nun völlig anders, jeder weiß es mittlerweile. Er bekennt sich also öffentlich zu mir, auch seine Mädels wissen es (sie wussten es teilweise noch vor seiner Familie). Es ist durchaus auch geplant da ein gegenseitiges Kennenlernen hinzubekommen, nur ist das derzeit eben nicht so ganz einfach. Er meinte letztens mal, die besagte "BF" - mit der er mehr hatte - könne mich sehr gut leiden. Ich habe ihn mit großen Augen angesehen und gefragt wie das sein kann, sie kenne mich doch gar nicht. Die Antwort lautete sinngemäß "Weil du mich glücklich machst".
Da fehlten mir auch mal kurz die Worte.
Ooooh, wie süß und lieb von ihm, wie wunderschön! Du musst dir da echt keine Sorgen machen, finde ich, er steht total hinter dir und ist glücklich mit dir. Und seine Freundinnen wissen es und freuen sich mit ihm. Ist doch alles total schön.
Es gibt eigentlich keine Woche, in der wir uns nicht sehen. Das Längste waren, meine ich, 8 oder 9 Tage am Stück sehen. An den Tagen, an denen wir uns nicht sehen, telefonieren wir.
Alleine lässt er mich also in gar keinem Fall, er zieht seine Freundinnen mir nun auch nicht zeitlich vor. Sprich er trifft sie nun nicht ständig oder dergleichen, es ist sogar eher seltener geworden, sodass schon "Beschwerden" kamen.
Ich weiß wirklich nicht, was du hast. Hört sich alles wunderschön und nach einem tollen Mann und einer tollen Beziehung an. Warum musst du unbedingt nach dem Haar in der Suppe suchen? Ist es dir zu schön, um wahr zu sein? Genieße es doch einfach. Er ist glücklich mit dir und verliebt. Sei du auch glücklich.
 
  • #33
Natürlich kann aus einer Freundschaft rund Beziehung entstehen. Allerdings nicht aus einer Beziehung eine Freundschaft. Darüber wurde schon oft diskutiert.
Ja, darüber wurde schon oft diskutiert und es gibt immer viele Gegenbeispiele. Meine gute Freundin ist mit ihrem Expartner befreundet. Meine andere Freundin ist mit ihrer Expartnerin befreundet. Ich bin mit meinem Expartner befreundet. Meine Mutter ist mit vielen ihrer Expartner befreundet ...
Es sind wirklich einfach gute oder lockere Freundschaften, die darauf basieren, dass man einen Teil seines Lebens miteinander geteilt und sich mal sehr gemocht hat. Der andere wird ja nicht plötzlich ein schlechter Mensch, wenn man nicht mehr zusammen ist. Er war ja immerhin mal gut genug für eine Beziehung. Man muss Menschen nicht abschreiben und aus seinem Leben löschen, nur weil man keinen Sex mehr hat und keine Beziehung mehr führt. Warum überall verbrannte Erde hinterlassen und noch Salz draufstreuen? In den genannten Beispielen freuen sich die Freunde und Freundinnen über das Glück ihrer Freunde und Freundinnen, eben wie man das so macht. Niemand will wieder zurück oder so was, es ist alles ganz entspannt. Ich bin für ein entspanntes Leben ohne unnötiges Drama und unnötigen Hass. Ist doch schön, wenn die Menschen nett zueinander sind. Macht die Welt ein bisschen besser ...
 
  • #34
Meine gute Freundin ist mit ihrem Expartner befreundet. Meine andere Freundin ist mit ihrer Expartnerin befreundet. Ich bin mit meinem Expartner befreundet. Meine Mutter ist mit vielen ihrer Expartner befreundet ...
Es sind wirklich einfach gute oder lockere Freundschaften, die darauf basieren, dass man einen Teil seines Lebens miteinander geteilt und sich mal sehr gemocht hat. Der andere wird ja nicht plötzlich ein schlechter Mensch, wenn man nicht mehr zusammen ist. Er war ja immerhin mal gut genug für eine Beziehung. Man muss Menschen nicht abschreiben und aus seinem Leben löschen, nur weil man keinen Sex mehr hat und keine Beziehung mehr führt. Warum überall verbrannte Erde hinterlassen und noch Salz draufstreuen?
Ich bin für ein entspanntes Leben ohne unnötiges Drama und unnötigen Hass. Ist doch schön, wenn die Menschen nett zueinander sind. Macht die Welt ein bisschen besser ...

Da bin ich bei Dir.
Aber wir sollten uns auch nichts vor machen, dass es nicht einfach nach einer Trennung, diese Art von Bekanntbleiben zu realisieren.
Nach einer Trennung sind oft erst einmal Frust und Übelkeit vorhanden.
Wenn dann beide eine Zeit lang reflektiert und verarbeitet haben ist das oft auch möglich und gut wie auch "entspannt".
Mit meinen beiden Exfrauen(Partnerinen, sucht Euch ne Bezeichjnung aus) habe ich ein sehr gutes und entspanntes Verhältniss. Friedlich, Freundlich und sehr Respektvoll.
Aber es sind nicht meine besten Freundinnen!
Dafür habe ich meine drei bis fünf Buddy´s.

Ich kaufe dem Freund der FS nicht so ganz ab, dass er nur einen auf Big Friends macht.
Weißt Du, "Beste Freunde" trennen sich im Leben sehr sehr selten .
Ich finde es immer sehr Lächerlich zu lesen, dass ein Paar sich trennt und dann plötzlich Beste Freunde werden, was aber in der Beziehung nicht möglich war. Da schwindeln sich die Beteiligten doch selbst die Hucke voll.
Alle ein wenig undurchsichtbar solche Aussagen.

Wir wissen wofür Beste Freunde auch mal benutzt werden, nämlich ihnen in schwerer Zeit auch mal ganz persönliche und Intime Dinge anzuvertrauen.
Will ich das, das meine Partnerin ihrem Exfreund und nun Bestbuddy diese Dinge von uns anvertraut???
Ich jedenfalls nicht.

m50
 
  • #35
Ich kaufe dem Freund der FS nicht so ganz ab, dass er nur einen auf Big Friends macht.
Weißt Du, "Beste Freunde" trennen sich im Leben sehr sehr selten .
Ich finde es immer sehr Lächerlich zu lesen, dass ein Paar sich trennt und dann plötzlich Beste Freunde werden, was aber in der Beziehung nicht möglich war. Da schwindeln sich die Beteiligten doch selbst die Hucke voll.
Alle ein wenig undurchsichtbar solche Aussagen.

Wir wissen wofür Beste Freunde auch mal benutzt werden, nämlich ihnen in schwerer Zeit auch mal ganz persönliche und Intime Dinge anzuvertrauen.
Will ich das, das meine Partnerin ihrem Exfreund und nun Bestbuddy diese Dinge von uns anvertraut???
Ich jedenfalls nicht.
Wie es im Fall der FS ist, weiß ich nicht, aber ich finde, wenn beste Freunde und Partnerschaft das gleiche wären, dann wären ja alle besten Freunde automatisch ein Paar - also da gibt es ja nun noch etwas mehr. Es kann sexuell nicht passen (braucht man in der Freundschaft nicht), die romantische Liebe kann auf Nimmerwiedersehen verschwunden sein; beste Freunde wohnen auch selten zusammen, ziehen zusammen Kinder auf usw.
Ich kenne einige Fälle, wo die Leute mehr oder weniger eng befreundet sind mit Ex-Partnern, mit denen es auf romantischer Ebene nicht gepasst hat. Wenn mein Ex-Freund mit seiner Ex über mich geredet hat und ihr Probleme anvertraut hat, ist mir das doch egal, ob die mal zusammen waren oder nicht? Ich versteh den Unterschied nicht ganz. Sie sind im aktuellen Moment eben nur noch befreundet. Wenn mir mein Kumpel, der eben eine Ex-Affäre von mir ist, von seiner Freundin nach mir was erzählt hat oder jetzt von seiner Frau (da gibt es aber keine Probleme^^), dann denk ich da NIEMALS daran, dass wir mal was miteinander hatten. Das ist total irrelevant für das Problem, das er hat.
Wenn man generell nicht möchte, dass der Partner über intime Sachen mit Freunden redet, versteh ich das, aber für mich ist da kein großer Unterschied zwischen Ex oder nicht, wenn das wirklich überwunden und abgehakt ist. Und das merkt man schon, finde ich.
 
  • #36
Klingt doch alles toll, was Du schreibst und Du klingst total nach toller, reflektierter Frau. Dass ihr schon eine gute Freundschaft hattet und euch jetzt als Partner entdeckt habt, ist mE eine super Voraussetzung für das, was ich unten noch geschrieben habe.

In Bezug auf die Frau wäre mE das einzige, was sein könnte, dass er sie immer noch als "über seiner Liga" einordnet und ihr lange hinterhergetrauert hat und es immer noch schade findet, dass es mit ihnen nichts wurde. Dann würde sie sich vielleicht auch für ihn freuen, weil sie dann kein schlechtes Gewissen mehr haben muss, ihn unglücklich gemacht zu haben mit der Trennung.

Aber diese Gedanken würde ich total wegschieben, wenn ich mit ihm zusammen bin. Also keine Nachfragen usw., kein Misstrauen. Du kannst DAS nicht ergründen, was die beiden betrifft. Das kommt wenndann nur indirekt raus und das merkst Du ja dann, wenn mehr Ruhe eingekehrt ist in eure Beziehung. Du kannst nur auf Dich gucken und wie die Beziehung auf Dich wirkt, welche Motivationen Du hast usw., und auf ihn, wie er auf Dich reagiert.

Über die Dinge, dass z.B. ein Mann "aus der zweiten Reihe" (ich seh das mal als bestätigt an, weil Du schriebst, dass er Dich für "zu hohe Liga" hielt) sich wählen lassen muss, würde ich nur abstrakt nachdenken, also theoretisch, psychologisch ergründen wollend und ohne Emotionen, die Dich selbst bewerten und ihn. Aber ich finde schon wichtig, drüber nachzudenken, wenn Du bedenkenswerte Punkte gefunden hast, weil Du selbst sonst unterschwellig in eine schlechte Richtung denken könntest und daraufhin blöde Verhaltensweisen zeigen könntest, die nicht sein müssten.

Lass es einfach fließen, würde ich sagen. Guck, was passiert, achte auf Dich und dass Du Dich nicht in blöde Verhaltensweisen hineinmanövrierst oder dazu manipulieren lässt, falls er sich doch unterwürfig verhält, da er Dich immer noch "über Liga" empfindet. So, wie Du klingst, musst Du dann nicht in blinde Verhaltensmuster rutschen, sondern kannst positiv reagieren, so dass es zumindest nicht an Dir liegt, wenn es keine Fortentwicklung in der Beziehung gibt.

Es wird mE immer Beziehungsprobleme geben. Wenn man dem anderen dann mit Vertrauen, dass er einen nicht nur kleinkriegen will, Wohlwollen und Liebe begegnen kann statt mit Eitelkeit (also wenn Du jetzt z.B. denken würdest, er könne doch dankbar sein, dass Du Dich mit "unter Liga" abgibst, und gefälligst einlenken), Machtkampf und Egoproblem-Verschleierungstaktik und nicht rauskommt, dass es leider wirklich nicht passt, dann wächst die Beziehung.

Du klingst reflektiert. Ich hoffe für euch, er ist es auch.
 
  • #37
Ich werde dieses Lager, wie hier gut beschrieben wurde, welches Freundschaft zum anderen Geschlecht für unmöglich hält, nie verstehen.
Greenblue hat sogar einen Grund geschrieben, allerdings nach Deinem Beitrag:
Ich habe ihn mal gefragt, ob er mich damals gewollt hätte. Er hatte wohl mal mit dem Gedanken gespielt, sich aber außerhalb "der Liga" gesehen und wollte zudem nicht die Freundschaft gefährden, das sei ihm wichtiger gewesen.

Und auf einmal sind sie zusammen und es sieht nach riesen Verliebtheit aus, wenn nicht sogar nach Liebe.

Was, wenn er gerade mit einer anderen Frau was laufen hätte und die FS vor ihm gestanden hätte mit leuchtenden Augen? Was hätte er dann gemacht? (Vielleicht nicht geleuchtet, vielleicht würde es zwischen der FS und dem Mann auch niemals so sein, dass nur einer leuchtet, weil es irgendwas Schicksalhaftes war, dass sie nun beide erkannten, dass sie zusammengehören. Vielleicht hat auch nur sie das plötzlich gedacht und geleuchtet und er hat reagiert, weil er solche Eigenschaften hat, dh. sehr gefühlsbetont ist und auch Gefühle bei anderen viel deutlicher sehen kann als andere Menschen.)

Ich tippe mal drauf, dass das ein Mann ist, der sehr auf Sicherheit geht. Dh. er hätte seine Partnerin dann für die FS nicht verlassen, sondern sich in seiner Beziehung engagiert. Aber die FS als "gute Freundin" weiter gehabt. Frage: und ab und an von ihr als Partnerin geträumt, aber sich nie getraut, da keine Chance?

Ist das nun blöd für die fiktive Partnerin oder nicht? Die Frage ist ernst gemeint, also soll nicht schon "ja, es ist sehr blöd für die Partnerin" implizieren. Ich meine, diese Frau hätte ja einen Mann, der sich engagiert in der Beziehung und aus Sicherheitsgründen nicht mehr loslassen will, vielleicht eben auch jeweils DIE Frau liebt, die an seiner Seite ist und andere Frauen nur in Gedanken liebt. Aber es gibt die Über-Liga-Frau, die "beste Freundin" ist.
Vielleicht ist das ein Mann, der, wenn er merkt, dass er keine Beziehung mit einer bestimmten Frau hinkriegt, eben die Freundschaft anstrebt, vielleicht kann doch irgendwann das passieren, was jetzt mit der FS passiert ist? Eine Vorratskammer an besten Freundinnen, die irgendwann vielleicht entdecken, wie toll er ist, oder eben nicht? Möglichkeiten gestreut, statt sich auf eine versteift, da so eh keine Chance bzw. nicht die richtigen "Skills", um zu erobern?

Vielleicht "wusste" er schon damals, dass sie die richtige Frau ist, aber sie war noch nicht bereit dazu, und er kann ja nicht drauf warten und andere Frauen sind auch toll?

So kann man es ja auch sehen.

Es sind sicher Freundschaften auch verschieden. Also es gibt sowas, was ich eben beschrieben habe, aber auch andere Freundschaften, wo beiden klar ist, dass man auf Augenhöhe ist und nicht nur eigentlich verhinderte Partner, weil zB einer den anderen "Über Liga" einordnet.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #38
Ich habe ihn mal gefragt, ob er mich damals gewollt hätte. Er hatte wohl mal mit dem Gedanken gespielt, sich aber außerhalb "der Liga" gesehen und wollte zudem nicht die Freundschaft gefährden, das sei ihm wichtiger gewesen.
Mir fällt gerade was auf: Außerhalb der Liga - meint doch, dass er sich "unterhalb" Deiner Liga zu sehen meinte, und nicht, dass er sich "über" Deiner Liga sah? Ich habe das in meinen letzten Beiträgen ja so interpretiert, dass er sich für ... ich sag mal: nicht-würdig hielt. Nicht DICH für seiner nicht-würdig. (In dem Fall hätte ich jetzt überhaupt keine Lust mehr auf den Mann.)
 
  • #39
Vielleicht ist das ein Mann, der, wenn er merkt, dass er keine Beziehung mit einer bestimmten Frau hinkriegt, eben die Freundschaft anstrebt, vielleicht kann doch irgendwann das passieren, was jetzt mit der FS passiert ist? Eine Vorratskammer an besten Freundinnen, die irgendwann vielleicht entdecken, wie toll er ist, oder eben nicht?
Ich schätze ihn als jemanden ein, der sich selbst anscheinend wenig Wert zuschreibt und Frauen, die er toll findet, als „außerhalb seiner Liga“ ansieht - also für ihn nicht zu bekommen. Er hebt sie auf ein Podest quasi ....

Im Dating Fachjargon würde man von einem „Nice-Guy“ sprechen - also dem netten Kerl von nebenan.

Daher sieht er eine Freundschaft zu diesen Frauen, auch als „besser als nichts“ an. Also nimmt den Trostpreis bereitwillig an und bemüht sich dann halt innerhalb „der Freundschaft“ um den Menschen.

Je nach eigener Persönlichkeit, kann man mit so einem Mann sicherlich auch sehr glücklich werden und muss sich auch keine Sorgen machen, dass er fremdgeht oder Ähnliches. Wenn ihm seine Sexualität wichtig wäre, dann würde er sich nicht in die Freundschaftszone von allen Frauen abschieben lassen.

Ich selbst hatte mal vor Jahren einen Beziehungsversuch mit so einem Mann. Nun ja, er war auf vielen Ebenen ganz toll: hat sich sehr bemüht, war sehr aufmerksam, sehr liebevoll usw.

Aber auf Dauer hat mir einfach die Männlichkeit bei ihm gefehlt. Irgendwann stellte sich bei mir das Gefühl ein, dass ich kein Gegenüber in der Beziehung habe.
 
  • #40
Ich schätze ihn als jemanden ein, der sich selbst anscheinend wenig Wert zuschreibt und Frauen, die er toll findet, als „außerhalb seiner Liga“ ansieht
Zumindest WAR es mal so. Wenn er jetzt männliches Selbstwertgefühl dazugewonnen hat, gilt das ja nicht mehr. Bislang fällt mir nichts ein, was das schon deutlich sagen würde, dass er noch so ist wie damals.

Wird Greenblue merken, wenn sie drauf achtet, ob er "wie nach Stöckchen" springt oder noch sein eigenes Leben verfolgt. Dass sich seine vielen Freundinnen jetzt schon beschweren, dass er kaum noch Zeit hat, finde ich normal. So ist das, wenn man verliebt ist. Ich fänd auch normal und gesund, dass die Freundschaft mit dieser BF-Ex jetzt weniger innig wird, weil er das, was er loswerden will an Reden über sich, seinen Tag, was auch immer, an die FS geht.
Aber wenn er sich jetzt Kontakte anfängt vorschreiben zu lassen, wäre das kein gutes Zeichen.

Es gibt auch introvertierte, nette Machos aus der "zweiten Reihe", die eine Frau als Lebenshilfe sehen und nicht als eigenständige Person, die ihren Mann nicht betuddeln, verteidigen, glänzen lassen usw. will. Nur mal so, weil "Nice-Guy" gar nicht immer nice ist hinter der schüchternen, schwachwirkenden Fassade. Wenn die Beziehung gefestigt ist, zeigt sich das erst.
 
  • #41
Er meinte letztens mal, die besagte "BF" - mit der er mehr hatte - könne mich sehr gut leiden. Ich habe ihn mit großen Augen angesehen und gefragt wie das sein kann, sie kenne mich doch gar nicht. Die Antwort lautete sinngemäß "Weil du mich glücklich machst".

D.h. Er geht ganz und gar offen damit um, dass Du seine Partnerin bist - und so aus meiner Erfahrung, wenn mir ein guter Freund von seiner Partnerin erzählt, und/oder ich merke, dass er sich positiv verändert, dann würde ich sowas auch sagen, und es so meinen.
Sie muss Dich dafür nicht persönlich kennen.

Lege Deine Zweifel an der Partnerschaft ab, es klingt doch alles gut, es entwickelt sich, es passt.
Werde Dir sicher in der Beziehung, vertraue Dir - da fehlt es für mich viel mehr - und ihm, genieße es.

Es klingt für mich richtig schön bei Euch beiden.

W, 51
 
  • #42
Ich kaufe dem Freund der FS nicht so ganz ab, dass er nur einen auf Big Friends macht.
Weißt Du, "Beste Freunde" trennen sich im Leben sehr sehr selten .
Ich finde es immer sehr Lächerlich zu lesen, dass ein Paar sich trennt und dann plötzlich Beste Freunde werden, was aber in der Beziehung nicht möglich war. Da schwindeln sich die Beteiligten doch selbst die Hucke voll.
Alle ein wenig undurchsichtbar solche Aussagen.

Neverever, es geht durchaus.

Die Freundschaft mit meinem bester Freund, inzwischen glücklich verpartnert, entstand auch aus einer Beziehungsanbahnung.
Dafür reichte es nicht, aber es waren doch so viele Gemeinsamkeiten, dass sich daraus eine sehr tiefe Freundschaft entwickelte.

Es geht, wenn beide sich klar sind.

W, 51
 
  • #43
Okay, entweder haben wir hier den klassischen Zurückruder Tread oder du versuchst dir die Sache mit deinem Freund schön zu reden und verschließt die Augen vor der Realität.
Du bist verliebt, er ist verliebt, er behandelt dich gut, steht zu dir und es gibt Zukunftspläne. Aber Irgendwas beschäftigt dich trotzdem, sonst hättest du nicht diesen Thread gestartet.
Also - ist dein Freund tatsächlich ein Everybody Darling und du kannst dein Glück kaum fassen und suchst das Haar in der Suppe oder ist dein Sonnenschein nur ein sehr gutes Projektorlicht?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #44
Hallo Greenblue!

Wenn er dir keinen Anlass gibt, eifersüchtig zu sein, sprich offen und ehrlich mit dir kommuniziert, dann scheint das Problem eher bei dir zu liegen!
Eifersüchtig zu sein, ist nichts was man von heute auf morgen loswerden kann! Und ich glaube jeder in dieser Community war schon einmal in einer solchen Situation :) Mach dich also auf keinen Fall selbst fertig, unsicher ist jeder mal!
Diese Freundin ist zumindest was das Thema sexuelle Beziehung betrifft Vergangenheit! Du bist sein Hier und Jetzt und so wie es sich anhört vielleicht auch seine Zukunft?
Letztendlich ist es glaube ich deine eigene Unsicherheit die dich quält und nicht sein Verhalten.
 
  • #45
Aber Irgendwas beschäftigt dich trotzdem, sonst hättest du nicht diesen Thread gestartet.
Ja, ich glaube, da liegt noch was tiefer.
Aber was soll man da machen - ich finde, am besten ist es, das Verliebtsein wirklich ausgiebig zu genießen, aber nichts davon zu erwarten, das jetzt schon für die Zukunft gelten soll. Was sicher schwer ist. Also nur, weil sie sich jetzt so mögen und die Nähe so toll finden, nicht denken, dass jetzt ALLES perfekt sei und niemand Probleme mit sich bringt. Und dann bei den ersten auftretenden Problemen alles wegschmeißen.

Rückruder finde ich es auch nicht. Es kommen mehr Infos aufgrund der geschriebenen Beiträge. Ein klassischer Rückruderthread sagt für mich: Nee, alles ist gut, der Mann/die Frau ist super, ihr seid alle auf dem Holzweg.
Das ist ja hier nicht. Sie denkt drüber nach, und das würde ich auch tun, aber ohne mir das Verliebtsein zu zerstören durch Misstrauen oder Fragerei, die nichts bringt.
 
  • #46
Er ist mit einer Frau befreundet, von der er mal was wollte und die ihn - nach einem Versuch - nicht (mehr) wollte.

Ich persönlich kann aus dem Handlungsstrang keine Veränderung herauslesen.

Aber wie ich schon meinte: das ist eine neutrale /sachliche Feststellung. Keine Bewertung im Sinne von gut oder schlecht.

Es gibt einen sehr schönen Leitsatz bezüglich Partnerschaften: Eigenschaften kommen immer im Paket. Was soviel bedeutet wie, dass jede positive Eigenschaft auch im Kontext einer anderen Situation zu einer negativen werden kann.

Besonders „weiche“ Männer sind z.B. ganz tolle Gesprächspartner, sehr aufmerksam, liebevoll usw
Können sich aber in Situationen, wo vielleicht eine gewisse „Härte“ nötig wäre, nicht durchsetzen/einbringen/abgrenzen usw.

Gibt es ja auch andersherum...
 
  • #47

Ich glaube von Anfang an, dass Greenblue einfach zweifelt.
Sie erklärt, rechtfertigt, dass sie und ihr langjähriger Freu d als Paar zusammen gekommen sind.
Betont die Ernsthaftigkeit, die persönliche Reife, betont die Tiefe der Gefühle.
Als ob es etwas Schlechtes wäre, wenn sich nach Jahren des Kennens die Gefühle verändern. Als ob es unmöglich wäre, dass man sich nach Jahren ineinander verlieben kann.

Man kann, und es ist doch gut.
Die beiden kennen sich, schätzen sich schon lange. Menschen verändern sich, diese Beiden haben sich zueinander hin entwickelt.
Und dann war der Moment, wo aus der freundschaftlichen Zuneigung Verliebtheit wurde. Weil es passt, stimmig ist.

Und eigentlich könnten die Beiden glücklich miteinander sein, die Zeit genießen - er tut es, wenn Greenblue nicht immer wieder grübeln würde, ob das denn überhaupt sein kann und darf.
Greenblue, bist Du nicht liebenswert? Hast Du keinen lieben, netten Mann "verdient" (provokativ😉, ich finde, Du klingst total sympathisch, und auch nicht nach eifersüchtiger Frau).

Es kann und darf.
Die BF ist nur Dein Nebenschauplatz, sie ist irrelevant.

Freue Dich, genieße es - dem Richtigen zu begegnen ist Glück.
Und was werden wird, kann sowieso niemand vorhersagen.
Es gibt Chancen, die man sich auch durch Zerdenken kaputt machen kann.

Randbemerkung - es gibt Männer, mit denen man als Frau gerne platonisch (!) befreundet ist, weil sie nett, sympathisch sind, nicht aufdringlich, man sich gut unterhalten kann,...
Eigenschaften, die Du, Greenblue, an ihm sicher auch schätzt, und noch einige nehr☺.

Alles Liebe Dir,
Lionne
 
  • #48
Ich glaube von Anfang an, dass Greenblue einfach zweifelt.
Kann schon sein. Beim Lesen des Eingangspostes ist mir auch aufgefallen, dass es so bemerkenswert war, dass die Netzwerke wissen, dass sie ein Paar sind. Und dass die Wir-Form gewählt wurde ("Wir wissen ziemlich genau, WIE es da geknallt hat und was es uns bedeutet").

Das spricht ja schon von Zweifeln, ob es dem anderen wirklich genauso geht mit dem Verliebtsein und ob das jetzt wirklich was Ernstes ist. Würde auch passen zu meiner Idee, dass der Mann sich wählen lässt.

Die BF ist nur Dein Nebenschauplatz, sie ist irrelevant.
Hier bin ich anderer Ansicht. Die kann sehr relevant sein. Nicht fürs einfache Eifersüchtigsein, sondern, um daran zu sehen, was für ein Mann das ist.

Hat er der BF lange hinterhergetrauert oder war es ihm ganz recht oder war es egal, dass sie Schluss machte? Die waren ja auch vorher befreundet. Dann verliebt (?), zusammen, wieder getrennt, weil sie nicht mehr wollte. Das klingt für mich so ... keine Ahnung. Nach Rumprobieren im Freundeskreis, nach sexuell und beziehungsmäßig allem aufgeschlossen. Wahllos.
Wenn ich total verliebt in jemanden wäre und der mich nicht mehr wollte, könnte ich nicht mit ihm befreundet sein. Also war er nicht verliebt in die BF, aber hatte einfach mal ne Weile was mit ihr. Oder kann er umschalten von Verliebt auf Wieder befreundet?
Was ist mit Greenblue anders als mit der BF?
Na und dann der Satz der BF, dass Greenblue den Mann glücklich macht. Das kam ja auch nicht so richtig an bei ihr. An sich finde ich den Satz ok, aber irgendwas kam ja komisch rüber. Wenn er der BF lange hinterhergetrauert hat und sie Mitleid mit ihm hatte, dann freut sie sich jetzt natürlich über Greenblue. Weil er doch so ein LIeber ist und endlich wieder glücklich ist.

Na, wie dem auch sei, ich würde mir bei der Konstellation auch Gedanken machen. Nicht darum, ob die BF und er noch Sex haben, sondern was das für ein Beziehungstyp ist und ob er die Beziehung genauso sieht und genauso empfindet wie ich. Und ob er die BF noch wollen würde, wenn sie gewollt hätte, oder ob die nach ihrem Schlussmachen doch ein "nein, nicht noch mal" bekommen hätte, auch wenn er dann Single gewesen wäre.
Ich versteh solche Menschen nicht, die - so sieht das für mich aus - allem aufgeschlossen scheinen, nichts aussortieren. Scheinen keine starken und tiefen Emotionen zu haben, keine Kriterien für Partnersuche?
Es gibt Chancen, die man sich auch durch Zerdenken kaputt machen kann.
Sehe ich anders. Denken schadet nie, sondern verhindert, dass man Fallen nicht sieht und sich dann alles durch blindes emotionales Handeln kaputt macht. Nur wenn man irgendwas Gedachtes gleich für die Wahrheit hält und dann danach handelt, kann man was kaputtmachen.
 
  • #49
Ich glaube liebe FS, dass Du nicht das Problem bist. Aber ich kann denke ich sehr gut nachvollziehen woher deine Eifersucht kommt. So wie einige
hier schon geschrieben haben: ihr wart befreundet, dann nach Jahren seid ihr zusammengekommen. Und mit der BF war er Mal und ist immer noch befreundet. Merkst Du was? Da gibt es ja in Wirklichkeit gar keinen größeren Unterschied. Unterschwellig kannst Du dir denke ich ganz gut vorstellen, dass er jetzt mit der einen oder anderen BF was anfangen würde. Und ja, so wie Du diesen Mann beschreibst kann ich mir das sehr gut vorstellen. Also wenn er wirkliches Interesse an Dir hätte, und ihr seid ja gar nicht so lange zusammen, würde sich das mit den BFs deutlich reduzieren: das kenne ich so aus Erfahrung. Nach Affäre wieder Freundschaft, nach Freundschaft Affäre und wieder Freundschaft. Nicht alle können das und die, die es tun, sind oft auch weiterhin so drauf. Daher verstehe ich sehr gut deine Bedenken. Ihr seid noch im Hormon-Rausch. Für die Zukunft mit diesem Mann musst Du entweder sehr locker sein und ihm viele Freiheiten lassen oder es wird auf lange Sicht einfach nicht passen.
Ist natürlich nur meine persönliche Meinung jetzt.
 
  • #50
Das spricht ja schon von Zweifeln, ob es dem anderen wirklich genauso geht mit dem Verliebtsein und ob das jetzt wirklich was Ernstes ist. Würde auch passen zu meiner Idee, dass der Mann sich wählen lässt.

So habe ich die Zweifel nicht verstanden.

Nur als Zweifel, dass es von außen nicht als ernsthaft betrachtet wird.

Dass sie an ihm zweifelt, lese ich nicht, ganz im Gegenteil.

Ich sehe ihn auch nicht wie Du, sondern einfach als einen sympathischen Mann, der Freund*innen hat.

Die Beziehungsanbahnung ist ewig her, Geschichte.

W, 51
 
  • #51
Er meinte letztens mal, die besagte "BF" - mit der er mehr hatte - könne mich sehr gut leiden. Ich habe ihn mit großen Augen angesehen und gefragt wie das sein kann, sie kenne mich doch gar nicht. Die Antwort lautete sinngemäß "Weil du mich glücklich machst".

Na, das würde ich mir an Deiner Stelle erstmal selber genau anhören von der Dame! Und vor allem auf ihre nonverbale Kommunikation dabei achten.

Kann auch sein, dass dies eine SEHR CLEVERE Taktik von ihr ist, falls sie ihn doch noch/ wieder will. Oder auch eine Taktik von ihm, Dich in absoluter Sicherheit zu wiegen, was die BF betrifft.

Ich bleib dabei, Du musst sie SEHEN und KENNENLERNEN, um Dir ein realistisches Urteil bilden zu können. Danach werden sich entweder Deine Bedenken in Luft auflösen oder sich bestätigen.

Erzähl uns doch davon, nachdem Du sie mal getroffen hast!
 
  • #52
Wow, ehrlich gesagt habe ich nicht mit dieser Resonanz gerechnet. Es ist definitiv hilfreiche Resonanz, die zum Nachdenken anregt.

Einige Gedanken habt ihr aufgegriffen, die mir selbst schon kamen. Da wäre z.B. der Punkt "außerhalb der Liga" und "Selbstwert".
Angefangen bei ihm bin ich mir sehr sicher, dass er sich selbst sehr unter den Scheffel stellt. Er fängt erst jetzt an, ganz langsam, nach und nach, für ihn angenehme Dinge etwas mehr zuzulassen und zu genießen. Er sagt selbst, dass er sonst immer derjenige war der gegeben hat und nichts zurück wollte. Im Gegenteil, es ist ihm teilweise unangenehm ohne jede Gegenleistung etwas anzunehmen. Er kümmert sich, dass sich um ihn gekümmert wird kennt er nicht. So langsam kommt es, dass er merkt wie schön auch das Annehmen sein kann. Und da reden wir sowohl von Sexualität als auch von sonstiger Nähe und Aufmerksamkeit.
Da sitze ich dann manchmal auch etwas perplex und frage mich, was zum Geier die Mädels vorher eigentlich alles nicht gesehen haben. Waren das alles Egoistinnen? Ich nehme ihm seine Äußerungen und sein Verhalten zu 100% ab, das ist nicht gespielt.

Aber... Und das ist wahrscheinlich auch das große Aber in dieser ganzen Sache, weshalb dieser Thread überhaupt existiert - irgendwo frage ich mich tatsächlich, inwiefern ich als wirkliche Person da nun die Rolle spiele. Oder liefere ich möglicherweise doch nur das, was er sich seit Jahren grundsätzlich gewünscht hat? Inwiefern geht es in dieser Beziehung um mich als Persönlichkeit, und inwieweit um seine Wünsche?

An diesem Punkt kommen wir dann aber auch zu meinen Baustellen, die definitiv vorhanden sind und sicher einen guten Teil zu diesem Denken und der Fragestellung hier beitragen.
Ja, tatsächlich ist diese Beziehung manchmal zu gut um wahr zu sein.
Ein Mann, der für mich da ist, sich bemüht, sich wirkliche Gedanken macht, bewusst zuhört, Tränen mit mir lacht, meine Gedanken ausspricht bevor ich sie sagen kann, mit mir herumalbert, mich ernst nimmt, mich innerhalb kürzester Zeit von 100 auf 0 runterholt und genau weiß, wann er mich einfach mal machen lassen muss.... Und noch dazu so ziemlich alle Knöpfe im Bett findet, sodass mir ab und zu Hören und Sehen vergeht... Ja, da frage ich mich manchmal wirklich, inwiefern ich das "verdient" habe.

Das kenne ich so nicht. Trotz durchaus auch längerer Beziehungen zuvor hatte ich noch nie so eine Basis, noch nie dieses intensive Gefühl der Nähe. Und schon dreimal nicht gab es jemals so kurz nach Beginn der Beziehung (oder überhaupt) diesen Wow-Effekt, welchen ich letzte Woche beschrieb. Dieses "Das isses!"
Nun war ich aber auch länger Single, zudem habe ich noch eine familiäre, für mich sehr schlimme Situation durch einen Todesfall zu verarbeiten, da kommt auch einiges aufeinander.
 
  • #53
Wenn man das alles nun in einen Topf wirft, dann kommt da Kram bei heraus, den man gar nicht so haben will.
Was ist eigenes Problem, was projiziert man, wo sucht man Gründe?
Vielleicht habe ich schlicht und einfach nur Angst davor, dass ich für ihn nur eine Wunscherfüllung bin, und daher kommt die Sorge um die eine beste Freundin. Vielleicht muss ich aber auch erstmal lernen, dass er alles genauso meint und tut, wie er es eben fühlt, und es genau gar keinen Grund zur Sorge gibt. Vielleicht müssen wir beide noch ein paar Dinge verinnerlichen, realisieren, lernen.

Das ist so verrückt! Da sabotiert man sich irgendwie selbst.
Seit ein paar Tagen geistert der Gedanke in meinem Kopf herum ihn mal zu fragen, was genau er an mir liebt. Ich glaube ihm jedes Wort, wenn er das sagt. Ich ziehe somit nicht in Zweifel, dass er es nicht so meinen könnte. Er hat in diesen Momenten eine Art an sich, die so grundehrlich ist, dass es da keine anderen Schlüsse zulässt. Es ist nicht so, dass wir uns diesen Satz ständig erzählen würden. Und so einen Schnickschnack wie Hab dich lieb haben wir gar nicht erst angefangen.
Nein, die Frage ist für mich vielmehr, was ihm da eigentlich im Sinn herumschwebt, wenn er das sagt.
Wie definiert er Liebe überhaupt? Was ist das für ihn?
Ob das so schlau ist da mal zu fragen weiß ich auch noch nicht.
Aber ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass ich Sorge davor habe, dass er sich selbst in einer Wunschvorstellung verrennt und ich darunter leiden könnte. Könnte mir auch vorstellen, dass das Thema beste Freundin etc. sich ganz von selbst löst, wenn die andere Baustelle weg ist.

Kurzum, wir haben beide unsere Themen, ich denke viel zu viel und muss nun mal zusehen, dass sich beizeiten Klarheit ergibt. Warum einfach mal genießen, wenns auch kompliziert geht? Oder vielleicht sollte ich das Denken lassen und gucken, was passiert. Hach.
 
  • #54
Eine ganz wichtige Lektion für mich im Leben war : man kann auch alles kaputt analysieren.
Die Sache ist die, dass Zeiten dich ändern und nichts bleibt, wie es ist. Aber das macht den Ist-Zustand ja nicht weniger echt und wertvoll.
Dass ihr beide euren Themen habt ist ok. Jeder hat die. Dass du vermutlich grad auch etwas die rosa Brille auf hast ist die Natur der Dinge und gehört nach meinem Dafürhalten auch dazu. Es gibt einen guten Grund dafür, denn anders würden wir uns überwiegend gar nicht binden.

Ihr habt eine schöne Basis, die ist nicht perfekt, aber echt, und wenn ihr das wollt, trägt sie euch auch dann durch Zeit, wenn die rosa Wolken sich auflösen und eure Themen zum Tragen kommen. Belügt euch nicht selbst, aber denkt es auch nicht kaputt.
 
  • #55
Ja, da frage ich mich manchmal wirklich, inwiefern ich das "verdient" habe.
Diese Frage niemals stellen. Du hast es verdient, Punkt.

Nimm es doch zu allererst als großes Glück und SUCHE nicht nach Haken. Wenn Du einen merkst - ok, daher ja dieser Thread. Aber das Gesamte muss man doch nicht gleich in Frage stellen. Lass es fließen und versuche nicht, Dich von Vornherein vor irgendwas zu schützen, wenn so viel Gutes da ist. Was anderes wäre es, wenn es schon Anzeichen gäbe, die eindeutig drauf hinweisen, dass irgendwas im Busch ist.
Bislang hast Du nur den einen Haken oder Scheinhaken, der sich manifestiert in der Ex.

Die Sache ist die, dass Zeiten dich ändern und nichts bleibt, wie es ist.
Genau.
Du hast ja nun schon viel durchdacht und vielleicht kommt einiges auch noch mehr zum Vorschein wie ein Eisberg, dessen Spitze man erst mal nur gesehen hat.

Es gibt einen Unterschied zwischen A) "sich was schlecht und kaputt machen durch negative Gedanken" und B) "Anzeichen für irgendwas wahrnehmen und sich überlegen, was man tun wird, wenn sich hier ein Problem ergibt".
Bei A kommt "ich hab es nicht verdient" zum Ausdruck. Irgendwo muss ja das dicke Ende kommen, weil ...
Bei B kannst Du nach vorn sehen, erwartest gar nicht, dass alles reibungslos und 100% phantastisch laufen MUSS, und kannst Dir überlegen, wie man das Problem lösen könnte, aber immer im Hinterkopf haben, dass das ja noch kein real erwiesenes Problem ist, das vielleicht nicht änderbar wäre.

Ich finde, bei Verliebtheit ist das Problem eigentlich, dass man die Beziehung und den anderen mit zu hohen Erwartungen überfrachtet. Man hat Schmetterlinge im Bauch und schwebt auf Wolke 7 und wenn dann irgendwas auftritt an Problemen, fällt alles wie ein Kartenhaus zusammen.
Ja, kann sein, dass irgendwas von dem, was Du jetzt schon vage siehst, sich als Problem rausstellt. Aber wenn die Basis schon so super ist, besteht zumindest die Chance, dass beide es lösen wollen. Und man kann zwar alles mögliche durchdenken und versuchen, Problemherde vorher zu sehen, aber man kann es nicht vorher schon lösen. Es muss schon noch als Problem wirklich auftreten.

Ändere Deine Einstellung mit dem Verdienen so schnell wie möglich. Die macht sonst, dass Du auftretende Probleme aufbauschen könntest, nur um Dir selbst zu beweisen, dass Du nichts verdient hast und doch alles Mist ist, was Dir passiert.
 
  • #56
Er sagt selbst, dass er sonst immer derjenige war der gegeben hat und nichts zurück wollte.
Er wollte sehr wohl was zurück, er wollte geliebt werden, nett gefunden werden, nicht verlassen werden und dergleichen. Niemand gibt in Beziehungen UMSONST. Das ist wichtig zu erkennen, weil sich als Beziehungsopfer zu fühlen sehr gierig machen kann.

Von Dir kriegt er nun Liebe geschenkt UND! - da er sich anscheinend ändert zu mehr Selbstwertgefühl - kann er es auch annehmen als was Kostbares, statt vielleicht zu sagen "wer mich liebt, muss doof sein, ich hab ja gar nichts geleistet dafür".

Inwiefern geht es in dieser Beziehung um mich als Persönlichkeit, und inwieweit um seine Wünsche?
Das ist aber immer so, dass man bereit sein muss für einen anderen Menschen, wenn man gerade mit ihm eine Beziehung eingeht. Auch Du, also er erfüllt auch was für Dich. Sieh Dich nicht als getäuschtes Opfer.

Für mich sind Beziehungen neben all dem Guten auch immer Lernerfahrungen. Man ist sozusagen bereit für eine Veränderung und wählt/trifft den richtigen Menschen, mit dem man diese Erfahrung machen kann.

Euer Thema ist vielleicht, etwas, das leicht und schön passiert, nicht in Frage zu stellen, nur weil man nicht drum gekämpft hat, weil es schon andere Versuchen mit anderen vorher gab oder weil man nicht irgendwen erhöht und sich herabsetzt und dann umgekehrt.
Deine Frage "was bin ich für ihn" ist dahingehend schon verdächtig. Was willst Du sein für ihn?
Willst Du auf einen Sockel, könnte man z.B. fragen. Also Liebe als geschenktes Gefühl - so kannst Du es nicht sehen. (NICHT: Beziehung als Geschenk, dafür muss man wohl immer arbeiten, auch an sich selbst.)
Du hast doch ne Menge aufgezählt, weshalb Du mit ihm glücklich bist. Das sind vielleicht auch genau seine Empfindungen und Gründe, dass er mit Dir glücklich ist.
Wenn da noch was anderes ist, das Dich wirklich gewissermaßen beliebig machen würde, wird sich das an anderem schon noch zeigen. Die Frage, warum er Dich liebt, würde ich nicht stellen, weil die Antwort Dich sowieso nicht befriedigen wird. Sie müsste mE lauten "weil du du bist". So wie er ja für Dich toll ist, weil er er ist.

Ihr kennt euch gut von früher. Also die Chancen stehen gut, dass da was Echtes ist und nicht nur rosa Illusionen, die zerplatzen wie Seifenblasen.

Vielleicht habe ich schlicht und einfach nur Angst davor, dass ich für ihn nur eine Wunscherfüllung bin
Er ist auch Deine, also sieh Dich nicht als Opfer seinerseits.
Ihr habt beide was von der Beziehung. Und ebenso, würde ich sagen, seid ihr auch einfach vom anderen begeistert :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #57
Ein Mann, der für mich da ist, sich bemüht, sich wirkliche Gedanken macht, bewusst zuhört, Tränen mit mir lacht, meine Gedanken ausspricht bevor ich sie sagen kann, mit mir herumalbert, mich ernst nimmt, mich innerhalb kürzester Zeit von 100 auf 0 runterholt und genau weiß, wann er mich einfach mal machen lassen muss.... Und noch dazu so ziemlich alle Knöpfe im Bett findet, sodass mir ab und zu Hören und Sehen vergeht... Ja, da frage ich mich manchmal wirklich, inwiefern ich das "verdient" habe.


Genieße es, Du hast es verdient.
Stell Dich und Deinen Wert nicht in Frage.

Ich denke, nochmal bestätigt durch Diesen letzten Post, dass Dein Selbstwertgefühl bzw. der Mangel daran, daß eigentliche Thema ist.

Lass es ihn nicht ausbaden, mach es nicht kaputt.

W, 51
 
  • #58
Wie definiert er Liebe überhaupt? Was ist das für ihn?
Wie würdest Du denn drauf antworten, wenn er Dich das fragen würde?

Aber ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass ich Sorge davor habe, dass er sich selbst in einer Wunschvorstellung verrennt und ich darunter leiden könnte.
Könnte er auch befürchten, oder?

Er hat in diesen Momenten eine Art an sich, die so grundehrlich ist, dass es da keine anderen Schlüsse zulässt.
Er wird das schon so empfinden. Dich interessieren doch aber Gründe, also ob die ECHT sein können, weil Du Angst hast wegen Wunschvorstellungen usw., und die wirst Du aber nicht rausfinden können. Schon gar nicht durchs Fragen. Wie gesagt - beantworte mal selbst das alles, was Du fragen willst, und zwar so, dass ein anderer das glaubwürdig finden kann.

Nein, nicht das Denken lassen. Aber wenn Du merkst, dass es im Kreis geht, weil Du nichts rausfinden kannst mangels Infos oder weil Du Fragen stellst, die keiner so beantworten kann, dass Du Dich beruhigen würdest, ist dieses Denken sinnlos.

Ich würde lieber drüber nachdenken, was ich tun würde, wenn irgendwas so oder so ist. Oder ob ich selbst Antworten auf meine Fragen hätte, wenn er sie stellte, oder was meine eigene Motivation ist, mich mit diesem Mann zusammenzutun, wo ich vorher nicht auf ihn stand. Und ob das was ausmacht für die Liebe oder ob nicht vorher alle möglichen, mit Liebe nichts zu tun habenden Gründe in meinem Kopf waren, diesen Mann nicht als Partner zu wollen. Manche wollen ja einen Mann, der mindestens 10 cm größer ist oder der schwarze Haare hat usw.. Ja, ist dann vielleicht auch wichtig, um sich sexy zu finden, aber mE sind das alles Oberflächlichkeiten, die MIT GEFÜHL nichts zu tun haben.

zudem habe ich noch eine familiäre, für mich sehr schlimme Situation durch einen Todesfall zu verarbeiten
Das tut mir sehr leid für Dich.
Um es jetzt mal auf den Thread zu beziehen: Ja, das kann für Dich ein Grund sein, dass Du ... wie soll man das sagen? Gefühlsoffener bist, also derzeit mehr nach Gefühl handelst als nach sowas wie "ist er 10 cm größer als ich". Kann auch sein, dass Du Dich irgendwo anlehnen wolltest, er auch, und zack, hat es gefunkt. Das kann beides sein: Sich in der Not Stütze geben können, bis man sich wieder stabilisiert hat, oder ne Riesenchance auf die große Liebe, weil man in dieser Situation Oberflächlichkeiten weglässt.

Der Mann könnte hier auch einen Misstrauensthread eröffnen. Früher wollte sie mich nicht, liebt sie mich jetzt nur, weil sie gerade emotionalen Halt braucht? Früher stand sie auf große, schlanke Männer, ich seh nicht so aus - bin ich nur der Notnagel?
 
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