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  • #1

Die eigene Weiblichkeit entdecken

Es wird uns Frauen nachgesagt, dass wir zu männlich geworden sind.
Kann es daran liegen, daß wie erst wieder unsere Weiblichkeit entdecken müssen, um beziehungsfähig zu sein und ansonsten scheitern (müssen)..

Was tut ihr - trotz Alltagskampf - für eure WEIBLICHKEIT?
 
  • #2
Ja, ich befürchte, dass an dieser These sehr viel dran ist. Immer mehr Frauen kommen kumpelhaft, maskulin, unweiblich rüber und zwar in vielerlei Bezug, z.B. in Kleidung, Auftreten, Sprechweise und Verhalten.

Frauen suchen im allgemeinen Männer, die wie Männer wirken und sich auch wie Mänenr verhalten: Souverän, selbstbewusst, stark, mutig, beschützend. Männer mit Macher- und Führungsqualitäten, mit Erfolg und Kompetenz.

Männer suchen im allgemeinen Frauen, die wie Frauen wirken und sich auch wie Frauen verhalten: Lieb, anmutig, fürsorglich, ausgleichend, zärtlich, hübsch. Natürlich dürfen Frauen dennoch erfolgreich und kompetent sein, aber diese Eigenschaften bringen nicht besonders viele Pluspunkte bei partnersuchenden Männern ein, sondern sind eher Nebenwerte.

Frauen sollten in der Tat ihre Weiblichkeit neu entdecken, wie es z.B. in Frankreich und Italien trotz Emanzipation aufrecht erhalten wurde: Weibliche, figurnahe Kleidung, weibliches Auftreten und Verhalten.

Strenge Hosenanzüge, Kurzhaarfrisuren, maskuline Sprechart und dominantes, vorlautes, kaltes oder hartes Auftreten ist für Männer einfach nicht attraktiv. So etwas kann man als Frau lässig sein lassen und dabei nur gewinnen.
 
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  • #3
frau kann nur soweit wie frau wirken, wie man(n) sich als mann benimmt.

appell an den mann:
werbt mal wieder, zeigt eure ritterliche seite und handelt auch dementsprechend, wie eure worte klingen.
dann werf ich zum lohn auch mein duftiges seidentaschentuch..
 
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  • #4
Nicht viel, ich fühle mich weiblich ohne was besonderes zu machen. Mein Alltagsprogramm: einfach mich betont weiblich kleiden (macht mir selber Freude), lange Haare tragen, schöne Unterwäsche anziehen, gerne meinen Partner verführen und sexuell verwöhnen und mich verwöhnen lassen. Das Zuhause gemütlich gestalten und so oft es geht selber kochen und dabei kreativ sein.

Dann lese ich gerne im Netz über das Leben bedeutender Frauen, mag gefühlvolle Gedichte und schaue mir gerne Romantikfilme an. Ich telefoniere gerne mit Freundinnen und wir tauschen uns unter Frauen über den Alltag und das Weltgeschehen aus.

Ich akzeptiere die Natur des Mannes und versuche ihn zu seiner Männlichkeit aufzumuntern, damit ich auch weiblich sein kann und wir uns ergänzen können anstatt zu disharmonieren.

Ansonsten arbeite ich in Vollzeit und mehr für meine Weiblichkeit tue ich nicht als das oben Erwähnte. Bitte bedenke, dass die Weiblichkeit erst dann gut gepfegt und ausgelebt werden kann, wenn der Partner sich mit seiner Männlichkeit (damit meine ich "Männlichkeit" in allen Bereichen des Lebens) identifiziert. Die Weiblichkeit kommt bei Männern gut an, die selber echte Männer sind.

Aber auch als Single sieht mein Alltag wie oben beschrieben aus, eben ohne die Aktivitäten mit dem Partner. Ich habe eine ganz positive Einstellung zu meiner Weiblichkeit (damit meine ich auch anatomisch die weiblichen Geschlechtsattributen und die Sexualität) und bin glücklich als Frau zur Welt gekommen zu sein. Das sollte für jede Frau eine Selbstverständlichkeit sein.

Wenn ich in einer Liebesbeziehung bin, merke ich selber, wie meine Seele und Geist aufblühen und das verschafft mir einen noch tieferen Zugang zu meiner Weiblichkeit. Ich denke, jede Frau kann durch Achtsamkeit im Umgang mit sich selber feststellen, wie sich ihre individuelle Weiblichkeit anfühlt. Die Weiblichkeit ist so ein schönes Geschenk, welches jede Frau bekommt und weiter entwickeln kann. Und eine sehr wirkungsvolle Macht! Genieße Deine Weiblichkeit (Du hast sie auch!) und lass es zu, dass Dein Partner sie respektiert und sich daran erfreut.

w, 38
 
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  • #5
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  • #6
Selbstliebe würde ich sagen gehört zur Weiblichkeit.
Ich durfte als Mädchen auf diese Welt kommen, ich habe damit die Chance:
ein Kind zu empfangen durch die Liebe meines Mannes, seine Hingabe, seine Stärke, seine Führung auch.
Als Frau kann ich ein Kind austragen und gebären. Das Baby stillen und ernähren mit meiner Muttermilch . Ein Mann kann ein Kind zeugen. Ich kann mein Kind auf weibliche Art auf das Leben vorbereiten.Es erziehen zu Liebe und Mitgefühl, Respekt, Selbstachtung und Achtung vor der gesamten Schöpfung auch.
Mit meinem Frau sein kann ich das Leben einer Familie bereichern, dem Mann zur Seite stehen, ihn ermutigen Ziele, Erfolge gemeinsam zu finden und zu erreichen.Sich zu ergänzen gegenseitig.
Äußerlich kann ich das in Kleidung , Frisur, Schmuck , den ich trage ausdrücken.Innerlich durch eine weibliche Haltung, in dem ich meinen weiblichen Körper liebe, und das ausstrahle.
w51
 
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  • #7
noch mal die 3

Es ist nicht einfach im Leben. Mir ist auch schon mal passiert, dass mir ein Mann gesagt hat: "Du bist mir zu viel Frau". Ich habe ihm natürlich nicht gesagt, dass ich ihm zu viel Frau bin, weil er zuwenig Mann ist (tja, ein typisch weibliches Runterschlucken von Problemen).

Es müssen sich halt passende Menschen finden, die Weiblichkeit und Männlichkeit annährend ähnlich empfinden.Und jeder definiert diese Begriffe für sich individuell. Mir ist es sogar schon mal passiert, dass mir ein Partner sagt, ich solle aufhören, täglich ihn zu bekochen und ihn so zu verwöhnen, wie ich das tue. Also-Weiblichkeit wünschen sich viele, wenn sie sie bekommen, wissen aber auf einmal nicht, vieles damit anzufangen. Manchmal haben die Männer auch Angst, wenn die Partnerin stets weiblich angezogen anmutig durchs Leben geht, auch wenn sie treu sein möchte und kein Interesse an anderen Männern hat.

Und nicht zum Schluss, wenn eine Frau sich selbst der starken erotischen Wirkung der Weiblichkeit (seelisch wie körperlich) bewusst ist, kriegen einige Männer Angst davor und fühlen sich plötzlich unsicher. Ich liebe männliche Männer, die auf weibliche Frauen stehen. Was das konkret bedeutet, spürt man im Realleben am besten und jeder interpretiert diese Eigenschaften so wie er das für richtig hält.

w, 38
 
  • #8
Deine Festellung liegt falsch, liebe FS. Nach meiner Beobachtung ist es genau andersherum: die Männer sind verweichlicht und nicht mehr Mann´s genug. Weinerliche verantwortungslose Schlaffis, die allgemein glauben, das Schicksal meine es böse mit ihnen (weitgehend grundlos noch dazu). Männer, die Konflikten aus dem Weg gehen und dies lieber ihren Frauen überlassen, die groß rumtönen (und dann nichts dahinter)... bei mir liegt eher eine Desilliosionierung über die Männer vor. Ich bekomme die Tür vor den Kopf geknallt, schleppe an einem seelenruhig Kaffee trinkenden Mann sehr schwere Dinge vorbei etc.ppp.

Treffe ich dann doch mal einen der wenigen ritterlichen Männer bekomme ich weiche Knie und fühle mich weiblich. Passiert aber mangels der wenigen ritterlichen Männer eher selten...
Auch sonst habe ich wenig Muse über solche Luxusprobleme nachzudenken, ich habe meine tägliche to-do-Liste, die abgearbeitet werden muß.
 
  • #9
Ich kanns so langsam nicht mehr hören.

Was so alles erwartet wird... unfassbar.

Die Weiblichsten Frauen sind irgendwie immer die die sich da gar keinen Kopf drum machen. Die einfach sind wie Sie sind- und den Rest machen die Hormone. Ist eigentlich ganz einfach.

Deshalb tu ich mich irgendwie schwer das so genau zu definieren. Meine Liebste trägt seltenst hohe Schuhe, ist unzickig, trägt keine Mähne und selten Röcke, ist beruflich erfolgreich, liebt Fussball und herbes Bier aber auch Jazz und trockenen Wein... und ist dennoch mehr "Weib" (was in Schwaben eine Ehrenbezeichnung ist) als die meisten Prinzesschen. So sehr dass in der Tat nicht wenige Männer Angst hatten nicht bestehen zu können.

Wenn Du also in Dir selbst ruhst und keinen Kopf machst was denn so erwartet wird um weibich zu gelten- dann bist Du es. Auf Deine Dir eigene Weise.
 
  • #10
Nach meiner Beobachtung ist es genau andersherum: die Männer sind verweichlicht und nicht mehr Mann´s genug. Weinerliche verantwortungslose Schlaffis
Leider gibt es in der Tat viele solche Männer, aber in der Mehrheit sind sie doch nun auch wieder nicht.

Die Maskulinisierung der Frauen ging einher mit der Effeminierung und Verweichlichung der Männer. Wer hat denn diesen Typus Mann kreiert? Doch wohl die Frauenbewegung, die Männer in Frauenberufe steckt, Mänenrn weibliche Gedanken einpflanzen wollte bis hin zu männlichen Erziehern und Elternzeit für Männer. Das ist doch wirklich ein hausgemachtes Problem.

Ich sagte es ja oben schon: Frauen suchen richtige Kerle und Männer suchen richtige Frauen.

Leider muss man der Tatsache schon in die Augen schauen: Viele Frauen verhalten sich nicht gerade weiblich, weder von Kleidung und Ausstrahlung, noch von Lebenszielen oder Einstellung. Das Thema dieses Threads ist, wie Frauen wieder weiblicher werden und vorallem auch als weiblicher wahrgenommen werden können. Wenn Du Männer diskutieren willst, dann bitte in einem separatem Thread.
 
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  • #11
@ frederika: hab ich das grad richtig verstanden: das es männern freigestellt wird in weiblichen berufen zu arbeiten oder sie das recht haben selbst elternzeit zu nehmen wenn sie das möchten findest du falsch und so etwas sei der grund das es "keine echten männer" mehr gibt?

für mich ist ein mann der den mut hat dazu zu stehen das er gerne eine zeit in elternzeit mit seinem kind verbringt tausend mal mehr ein mann als der ach so tolle alpha typ der berufslich und privat ständig zeigen muss dass er der chef ist.
 
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  • #12
die eigene Weiblichkeit entdecken? Nun, ich bin schon 57 und wenn ich sie erst jetzt entdecken würde, hätte ich wohl etwas falsch gemacht im Leben.
Ich bin weiblich und ich fühle mich weiblich. Ich handle so, wie es mir richtig erscheint und muss nicht irgendwelchen Regeln folgen. Meine eigene Weiblichkeit ist schon gut so.
Warum kann ich nicht meine Weiblichkeit ausleben und trotzdem meinen Job ordentlich machen, meine Reifen selbst wechseln, meine Getränkekästen alleine in den 2. Stock tragen und auf Blümchenkleider verzichten.
Ich habe für mich schon oft die Bezeichnung "Vollweib" gehört, was immer die Männer damit auch meinen. Ich bin auf jeden Fall keine Prinzessin - eher schon eine Königin ;-) Bin ich deswegen unweiblich? Sind nur Frauen in Stöckelschuhen und Rüschenblusen weiblich? Blödsinn!
 
  • #13
Was tut ihr - trotz Alltagskampf - für eure WEIBLICHKEIT?

Liebe FS,

ich glaube ich halte es seit ca. meinem 16. Lebensjahr so:

Ich bin einfach ich und fühle mich wohl mit mir (na klar gabs/gibt es auch immer mal miese Tage emotional/körperlich, Bad Hair Days, whatever). Weiblichkeit hat etwas mit Ausstrahlung zu tun.

Mit sich selber im Reinen sein ist der Zauber.

WEIBLICH bleibe ich ob ich in True Religion Latschen und Jeans rumlaufe oder edel sportlich im Job oder im kleinen schwarzen mit Heels.

Frau ist zwar manchmal sexier oder nicht, aber der Weiblichkeit tut das keinen Abbruch.

Das sind die Äusserlichkeiten.

Innerlich war ich seltsamer Weise nie mit Prinzessinnen-Gehabe gesegnet (oder verteufelt ;), eher grade raus, aber immer mit viel Feingefühl ausgestattet. Mir gegenüber wie auch den Menschen mir gegenüber. Und vielleicht hatte ich großes Glück mich beruflich fast ausschliesslich nur mit Männern umgeben zu dürfen, mit! ihnen auch zu wachsen. Das hat den Blick geschärft und Gelassenheit gelehrt. (Männer lieben gelassene, unhysterische Frauen und Dir als Frau tut es auch gut)

Was ich ganz schrecklich finde und welchem Mainstream ich nie gefolgt bin: "Wie hat eine Frau/ein Weib sich im im Sinne des sexuellen Aspekts zu "verhalten".

Wenn Du Deine (weibliche) Sexualität lebst, dem Gegenüber auch zeigst, dass Du sie gerne mit ihm lebst, dass Du auch Lust + Leidenschaft hast und nicht aus 10.000 Gründen zufällig die Beine breit machst, dann merken das Männer schon und schätzen es.

Und Du Dich dann als Frau auch.

(43)
 
  • #14
@ frederika: hab ich das grad richtig verstanden: das es männern freigestellt wird in weiblichen berufen zu arbeiten oder sie das recht haben selbst elternzeit zu nehmen wenn sie das möchten findest du falsch
Nein, natürlich finde ich es nicht falsch, dass Gleichberechtigung auf jedem Gebiet gilt und natürlich ist es in Ordnung, wenn Männer wie Frauen die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben

Ich finde es jedoch falsch, dass im Rahmen des Feminismus Männern geradezu eingeredet wurde, dass dies nötig sei. Männer wurden so dermaßen idiotisch indoktriniert, dass manche es zum Schluss selbst geglaubt haben. Männer wurden gezielt verweichlicht, verweiblicht, zu Softies und Waschlappen dressiert. Das finde ich grausig und absolut nicht wünschenswert.

und so etwas sei der grund das es "keine echten männer" mehr gibt?
Ichhabe ausdrücklich gesagt, dass es zwar viele Waschlappen gibt, sie aber zum Glück nicht in der Mehrheit seien. Kannst Du lesen?

für mich ist ein mann der den mut hat dazu zu stehen das er gerne eine zeit in elternzeit mit seinem kind verbringt tausend mal mehr ein mann
Für mich nicht. Ich kann daran absolut nichts Männliches entdecken und empfinde das nur als politisch-korrekt gewollt, aber fern der Lebenswirklichkeit. Männer, die Babys betreuen, finde ich würdelos und unmännlich.
 
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  • #15
An #7/Constanze: Wenn Du Deine tägliche ToDo-Liste abarbeiten musst, passt Du ja hervorragend in den gestrigen Spiegel-Online-Artikel. Dort wurde nämlich genau über diese "Optimierer-Frauen" geschrieben, die Teil des Problems sind nämlich, dass Frauen vor lauter (beruflichen) Terminen, Aufgaben und Zielen ihr "Frau-sein" vergessen, hingegen Männer im gleichen Maße verweichlichen/verweiblichen. Immer auch mal bitte schön an die eigene Nase fassen, anstatt der anderen Seite (den Männern) einseitig den schwarzen Peter zu zuschieben.
 
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  • #16
Männer, die Babys betreuen, finde ich würdelos und unmännlich.

Ein Bekannter von mir, Oberarzt in einem Krankenhaus, hat sich Elternzeit genommen, um sein Baby zu betreuen und seiner Frau beizustehen. Er ist einer der gescheitesten, sympathischsten und beruflich tüchtigsten Männer, die ich kenne. Und ein ganz wunderbarer Vater. Seine Frau ist zu beneiden.
 
  • #17
Er ist einer der gescheitesten, sympathischsten und beruflich tüchtigsten Männer, die ich kenne.
...und offensichtlich erschreckend indoktriniert worden. Ein Opfer dieser verbohrten Feminismus- und Männerhasskampagnen des letzten Jahrzehnts.

Ein Oberarzt, der Elternzeit nimmt. Also ehrlich, das ist doch nur noch peinlich und kaum einer seiner Mitarbeiter wird ihn noch als Führungsperson ernstnehmen.

Wer's braucht. Ich bräuchte es nicht. Ich nehme lieber einen richtigen Mann, dernoch nicht feministisch verkorkst wurde. Der kann trotzdem ein wunderbarer Vater sein.
 
  • #18
Liebe Fredericka

Für mich nicht. Ich kann daran absolut nichts Männliches entdecken und empfinde das nur als politisch-korrekt gewollt, aber fern der Lebenswirklichkeit. Männer, die Babys betreuen, finde ich würdelos und unmännlich.

Das sind einfach die Missverständnisse! Ich habe meine Kinder auch selbst betreut (Mädelswochenende, auch in den ersten 6 Monaten, Abends etc.pp) Hat mir einen Heidenspass gemacht und meine männlichkeit nicht im geringsten beeinflusst. Ich wurde nicht zum Prosecco-schlürfer und auch nicht zur Zicke. Ich hab mir einfach keine Kopf drum gemacht oder es getan weils vom modernen Vater so erwartet wird. Sie wollte einen netten Abend haben und ich hatte meinen mit den Kindern.

Und genausowenig wird auch einem Weib ein Mann wenn Sie den Bohrhammer in die Hand nimmt oder im Job klarmacht wer der Boss ist. Beides kann sehr sexy sein.

Hört auf das an irgendwelchen Äusserlichkeiten festzunageln.
 
  • #19
Sorry Fredericka

Ein Oberarzt, der Elternzeit nimmt. Also ehrlich, das ist doch nur noch peinlich und kaum einer seiner Mitarbeiter wird ihn noch als Führungsperson ernstnehmen.

ein Mitarbeiter der derart verstaubte Ansichten hat und seinen Chef ungeachtet seiner persönlichen und fachlichen Autorität deshalb nicht mehr Ernst nimmt hätte in meinem Team nichts mehr verloren. Er sollte als Chef geachtet werden- nicht weil er ach so männlich ist.

Hast Du vielleicht Angst dass Mann Dir die heilige Mutterrolle abspenstig machen könnte?
 
  • #20
Ich hab mir einfach keine Kopf drum gemacht oder es getan weils vom modernen Vater so erwartet wird. Sie wollte einen netten Abend haben und ich hatte meinen mit den Kindern.
Ist selbst Deine Generation schon so gepolt? Oh Mann.

Oh doch, das schreckt die allermeisten Männer komplett ab. Es sei denn, sie sind mindestens gleichwertig in der Hierarchie. So gut wie kein Mann datet hierarchisch nach oben. Oder?

Hört auf das an irgendwelchen Äusserlichkeiten festzunageln.
ich bin ja durchaus gegen Äußerlichkeiten, aber VERHALTEN als Äußerlichkeit zu bezeichnen, ist schon ein starkes Stück und sachlich einfach unzutreffend. Werte und Ansichten, gesellschaftliche Einstellungen und das tatsächlich daraus abgeleitete Verhalten ist nun wirklich keine Äußerlichkeit, sondern genau das, was man als inenre Werte bezeichnet.
 
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  • #21
...und offensichtlich erschreckend indoktriniert worden. Ein Opfer dieser verbohrten Feminismus- und Männerhasskampagnen des letzten Jahrzehnts.

Ein Oberarzt, der Elternzeit nimmt. Also ehrlich, das ist doch nur noch peinlich und kaum einer seiner Mitarbeiter wird ihn noch als Führungsperson ernstnehmen.

Wie gut, dass du ihn so genau kennst und beurteilen kannst, dass er indoktriniert und peinlich ist und von seinen Mitarbeitern nicht ernst genommen wird.
Genau das Gegenteil von all dem, was du da schreibst, ist der Fall.
Ich war selbst Patientin bei ihm und kann mir, im Gegensatz zu dir, eine objektive Meinung bilden.
 
  • #22
Ich muss da überhaupt Nichts entdecken- ich bin Frau und Weib und bin es gerne.

Ich kann Sprachen und Mathe, ich habe schon mit 19 am Samstag Nachmittag meinen Roadster repariert und bin am Abend mit knallroten Nägeln mit meinem Freund in die Disco gegangen, ich habe mit Mitte 20 Minirock getragen und war Chefin einer Schar Männer, die meisten etwa doppelt so alt wie ich. Ich kann komplizierte Muster stricken, gut Kuchen backen und eine alte Leuchte restaurieren, ich trage ständig enge Röcke, lache gerne und kann mich in Konflikten aus dem Handgelenk durchsetzen.

Na und? Der Meinige ist ein starker Typ und findet mich anscheinend ziemlich klasse.

Männer, die Babys betreuen, finde ich würdelos und unmännlich.

Wäre ich nicht über das Alter hinaus, hätte er sehr gerne ein Kind mit mir und würde auch gerne eine Auszeit für das Baby nehmen. Auf den obersten Führungsebenen seines Konzerns hat es das noch nicht gegeben- es würde ihm einen diebischen Spass machen das durchzuziehen.

Und, liebe Frederika, der Mann ist Mann und gibt den Takt an, aber wie!
 
  • #23
ein Mitarbeiter der derart verstaubte Ansichten hat und seinen Chef ungeachtet seiner persönlichen und fachlichen Autorität deshalb nicht mehr Ernst nimmt hätte in meinem Team nichts mehr verloren.
Klingt gut, ist aber an der Lebenswirklichkeit vorbei. Chefs werden geachtet, weil sie kompetent sind, weil sie da sind, weil sie die richtigen Entscheidungen treffen. Vorgesetzte, die nicht mehr da sind, sondern in Elternzeit können das schlichtweg nicht leisten und müssen ersetzt werden. Nach solchen Interims-Leitern ist es schwierig, die volle Autorität zurückzuerlangen. Wer einmal die Führung abgibt, der ist den Status des richtigen Chefs alleine schon unbewusst los.

Hast Du vielleicht Angst dass Mann Dir die heilige Mutterrolle abspenstig machen könnte?
Ich glaube weder an "heilige" Dinge noch befürchte ich, dass Männer mir irgendeine Rolle abspenstig machen wollen. Die allermeisten normalen Kerle wären froh, wenn die Mutter sich ums Baby kümmerte.

Du hast aber insofern recht, als dass ich fest überzeugt bin, dass wir nicht kulturell die biologischen Vernalgungen dermaßen pervertieren und vergewaltigen sollten.
 
  • #24
Ein Bekannter von mir, Oberarzt in einem Krankenhaus, hat sich Elternzeit genommen, um sein Baby zu betreuen und seiner Frau beizustehen. Er ist einer der gescheitesten, sympathischsten und beruflich tüchtigsten Männer, die ich kenne. Und ein ganz wunderbarer Vater. Seine Frau ist zu beneiden.

Finde ich großartig! Der Mann wird auch keinerlei Autoritätsprobleme haben, weshalb auch? Er hat eine Auszeit genommen, sich vielleicht am Abend noch weitergebildet und bleibt fachlich ein kompetenter Arzt.

_________________________________

<MOD: An alle: Zurück zur Titelfrage: "Was tun Sie für Ihre Weiblichkeit?">
 
  • #25
Ok Fredericka

Ist selbst Deine Generation schon so gepolt? Oh Mann.

Was wäre denn Deines Erachtens das richtige vorgehen gewesen? Ihr zu sagen- "iss nicht, Du Frau- Du Kinder betreuuen, Ich Mann-kann das nicht weil unmännlich- Grunz" Oder einen Babysitter holen während ich aufm Sofa zuschaue?

Was hätt ich männlicherweise tun sollen?

Oh doch, das schreckt die allermeisten Männer komplett ab. Es sei denn, sie sind mindestens gleichwertig in der Hierarchie. So gut wie kein Mann datet hierarchisch nach oben. Oder?

Richtige Männer schreckt das keineswegs ab- nur die die ein Überlegenheitsgefühl brauchen um sich als Mann zu fühlen oder Angst haben einer solchen Frau nicht gewachsen zu sein- Bubies halt. Souveränen echten Männern ist das völlig egal.

Es gibt ein Unterschied in dem was viele tun und dem was mich als Mann ausmacht.
 
  • #26
"Die eigene Weiblichkeit entdecken" ????
Meine Güte, ist das die neueste Variante des Selbstfindungstrips? Diese Geschichten habe ich schon in vielfältiger Weise erlebt und die meisten die sich auf eine solche Suche gemacht haben, fanden ... NICHTS!

Warum sollte ich meine Weiblichkeit entdecken wollen? Wenn da nix ist, werde ich nichts finden und wenn was da ist, muß ich nicht suchen.

Ich versuch es mal ein wenig objektiv zu erklären. Für männliche Schauspieler, die eine weibliche Rolle spielen, ist es das größte Problem, sich weiblich zu bewegen. Wenn man wie ein Mann geht und sich wie ein solcher bewegt, nützt das kleine Schwarze ebenso wenig wie ein Rüschenblüschen. Wenn die Körpersprache die eines Mannes ist, kann man zuckersüße Sätze von sich geben - da kommt nichts rüber.
Umgekehrt kann eine Frau mit dem richtigen Grinsen und dem richtigen Blick Bier aus der Flasche trinken und wie ein Kutscher fluchen - kein Mann dieser Welt wird sie für unweiblich halten.
 
  • #27
Richtige Männer schreckt das keineswegs ab- nur die die ein Überlegenheitsgefühl brauchen um sich als Mann zu fühlen oder Angst haben einer solchen Frau nicht gewachsen zu sein- Bubies halt. Souveränen echten Männern ist das völlig egal.

Es gibt ein Unterschied in dem was viele tun und dem was mich als Mann ausmacht.

Das siehst Du völlig richtig- was Frau ausmacht, ist nicht die Kompetenz Windeln zu wechseln und was Mann ausmacht, nicht das Bedürfnis der Frau immer überlegen zu sein sowie die Ignoranz gegenüber sozialen Belangen, Kinderbetreuung oder Hausarbeit.

Beide Geschlechter haben ihre Rolle in der Familie, für die Kinder, stützen und ergänzen sich im optimalen Fall gegenseitig und eröffnen dem Partner/der Partnerin die Möglichkeit, ein Thema aus einem ganz anderen Blickwinkel zu sehen. Sie nehmen sich gegenseitig ernst, sind füreinander da und springen bei Krankheit oder sonstigen Problemen füreinander ein.

Umso wichtiger, dass sie auch über gewisse Anteile des anderen Geschlechts verfügen- auch eine Mutter von zwei Kleinkindern kann einmal Knall auf Fall im Krankenhaus landen, ohne dass eine Oma einspringen kann. Wohl dem Vater, der seine Kinder kennt und bruchlos einfach versorgen kann!
 
  • #28
[...]Wenn man wie ein Mann geht und sich wie ein solcher bewegt, nützt das kleine Schwarze ebenso wenig wie ein Rüschenblüschen. Wenn die Körpersprache die eines Mannes ist, kann man zuckersüße Sätze von sich geben - da kommt nichts rüber.
Umgekehrt kann eine Frau mit dem richtigen Grinsen und dem richtigen Blick Bier aus der Flasche trinken und wie ein Kutscher fluchen - kein Mann dieser Welt wird sie für unweiblich halten.

dem gibt es eigentlich NIX mehr hinzuzufügen.. AMEN..
Schlimm ist es immer dann, wenn Frauen versuchen das Gegenteil zu erreichen von dem was sie eigentlich sind..
Da zieht sich die niedliche was hässliches an damit sie nicht mehr "auf ihre Niedlichkeit reduziert wird".. so ein Blödsinn , dann ist sie einfach eine kleine Niedliche in hässlichen Klamotten, die versucht nicht niedlich zu sein,was sie dann noch niedlicher macht.. oder die Dicke, die versucht mit Klamotten zu verschleiern das sie dick ist.. und verzweifelt, weil die andere Dicke darauf einfach nichts gibt und die tollsten Kerle abschleppt..
 
  • #29
Ich gebe zu, diese Frage als Teil meiner Selbstreflektion ist mir noch nie in denn Sinn gekommen und ich habe nicht wirklich eine Idee, wie ich die beantworten sollte. Aber ich versuche es mal:

Von meinem persönlichen Empfinden her, denke ich, das die weiblichste Frau eine Frau ist, die sich keine Gedanken darüber machen muss, ob mit ihr alles in Ordnung ist, ob sie als Frau wahrgenommen wird, ob sie sich (nach Ansicht ihrer Umwelt) wie eine Frau verhält (sofern die Welt sich irgendwann einmal einig werden sollte, wie dieses Verhalten sein sollte...).

Eine Frau, die sich in Gegenwart von Männern nicht verkrampt, nicht verstellt, sich nicht fragt, wie sie gerade auf die Männerwelt wirkt, die Höflichkeiten und Aufmerksamkeiten annehmen kann, ohne dass sie Angst hat, man könnte ihr unterstellen, sie sei nicht emanzipiert, die sehe ich als weiblich an.

Das bedeutet nicht, dass sie in ihrem Verhalten devot, nicht selbstbewusst etc. sein soll. Sie soll ruhig ausstrahlen, dass sie auch wunderbar alleine klar kommt, Karriere nicht unweiblich ist, Kinder zu kriegen kein Orden und Kinderlosigkeit nicht automatisch eine Diffammierung sind.

Und sie kann (ohne darüber nachdenken zu müssen) einfach durch ihr Sein vermitteln, dass sie es gerade deshalb sehr zu schätzen weiß, dass es auch Männer auf der Welt gibt, und dass diese Tatsache das Leben als Frau noch schöner und lebenswerter machen kann - wenn sie denn einen Mann trifft, der eine ähnliche Einstellung und kein Problem mit seinem eigenen Männerbild hat, oder dem es wichtig ist, ob die Umwelt ihn für männlich hält.

Es wird so oft gerschrieben, aber selten wirklich gelebt: Authentizität ist das Zauberwort, denke ich und so verhalte ich mich auch.

Ich war und bin immer gerne Frau; und es gab nie einen Mann in meinem Leben der in Versuchung war, mir zu sagen, wie (oder dass) ich meine Weiblichkeit mehr entdecken könnte. Deshalb gehe ich mal davon aus, dass damit auch alles in Ordnung war und ist.
 
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  • #30
Wenn die eigene Weiblichkeit nichts besonderes ist, oder sich nur dadurch definiert, als junge Frau Kinder zu gebären, dann verstehe ich, daß die Frauen immer mehr ihrer Weiblichkeit operativ beschnitten werden...

Ich möchte gerne wieder das F Ü H L E N begreifen, anstatt mit dem Kopf zu agieren.
 
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