• #1

Die ewige Frage: Verhalten bei der Beziehungsanbahnung

Hallo,

immer wieder wird dieses Thema diskutiert. Frau findet Mann interessant, aber soll ja niemals, nie einem Mann hinterher laufen, hinterher mailen, etc.
Am besten immer so und so viel Zeit verstreichen lassen bis Frau antwortet bzw. sich 'rar' machen.

Handhabt ihr das so?
Und wie sieht es aus bei den Männern? Ist da wirklich der Jagdinstink so stark? Wollt ihr euch eure Beute 'erarbeiten'?
Ich rede nicht davon, dass Frau euch den ganzen Tag zutextet und anschreibt. Da würde ich mir auch die Frage stellen, ob sie sonst kein eigenes Leben hat...

Mich würde es in der Tat interessieren, wie sowohl Frauen als auch Männer das bei der Beziehungsanbahnung handhaben und wie das andersrum auf euch wirkt.

Ich persönlich halte wenig von solchen Spielchen.
Ich antworte so, wie es gerade passt. Habe ich Zeit und Lust spontan zu antworten, dann mache ich das. Habe ich gerade keine Zeit oder keine Lust, dann antworte ich später.
Und mal frage ich nach einem Treffen, mal er. Wenn ich kann, Zeit und Lust habe, dann sage ich zu, auch spontan. Wenn nicht, dann nicht.
Ich überlege mir nicht, dass ich 'ihn' doch erstmal 'zappeln' lassen müsste und erst beim 3. vorgeschlagenen Termin zusage.

Und falls ihr solche 'Spielchen' spielt: wenn sich die Beziehung dann irgendwann gefestigt hat, behaltet ihr dieses Verhalten dann bei, um interessant zu bleiben bzw. wünscht ihr euch das vom eurem Gegenüber, dass er/sie sich weiterhin 'rar' macht?

w 39
 
  • #2
Nein, so ein Verhalten ist albern und nerfig. Wenn eine Frau das mit mir macht bin ich weg oder ich investiere zumindest keine größeren Gefühle und sehe es als unverbindliche Affäre.
 
  • #3
Also erst beim 3. vorgeschlagenen Termin zuzusagen ist grob unflätig und unverschämt, da hätte ich als Mann dann auch keine Lust mehr. Deshalb mache ich es selbst auch nicht. Ansonsten habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass es nie, wirklich nie gut ausgeht, wenn man als Frau zu viel Interesse am Mann zeigt und allzu viel schreibt. Deshalb versuche ich, mich daran zu orientieren, weil ich mir erstens aus Schüchternheit und zweitens aus Angst vor sich-lustig-machen des Mannes keine Blöße geben will, und drittens - und das ist am wichtigsten - aus aufrichtigem Interesse nichts verbauen möchte. Das heißt, gerade wenn ich richtig am Mann interessiert bin, strenge ich mich besonders an, ihm nicht nachzulaufen, weil ich nichts ruinieren möchte. Bisher bin ich damit immer gut gefahren.
Antworten tu ich aber immer sofort, wenn ich die Nachricht lese (manchmal lese ich sie aber erst nach 3h, zum Beispiel wenn ich eine Geschäftsreise habe und im Flieger saß. Das sieht man dann aber eh an den blauen Häkchen). Alles andere ist gerade in meiner Altersklasse, in der jeder ständig erreichbar ist, grob unhöflich. Zudem glaube ich fest daran, dass keiner so wichtig ist, dass er nicht schnell eine kurze Antwort schreiben kann. Es hat auch etwas mit Professionalität im Berufsleben zu tun, die ich gern auch im Privaten anwende. Mandanten schreibt man auch zackig und effizient schnell, weshalb sollte ich jemanden, der mir am Herzen liegt, schlechter behandeln?

In der Beziehung dann selbst bin ich immer offen, kommunikationsfreudig und anschmiegsam, nur in der Anbahnungsphase eher unterkühlt und ein bisschen schwer festzunageln.

In meinen Augen sollten die Männer, die das weibliche Abwarten und leicht passiv sein als unverschämt und gemein empfinden, vor Augen halten, dass die Frauen dies nicht aus Bösartigkeit, sondern echtem Interesse tun. Bis auf die totalen Zicken, aber die filtert man dann auch anders raus.
 
  • #4
Ich antworte so, wie es gerade passt. Habe ich Zeit und Lust spontan zu antworten, dann mache ich das. Habe ich gerade keine Zeit oder keine Lust, dann antworte ich später.
Genauso würde ich das auch handhaben und dann gucken, ob sich ein gutes Zusammenspiel ergibt mit Gegenseitigkeit. Du merkst doch, wenn nur immer Du fragst oder den Anstoß gibst. Dann würde ich mich automatisch zurückziehen. Man merkt auch, wenn einer zu viel zu schnell will, dann hält man sich auch zurück.

Ich denke, man kann HIER schon feststellen, ob sich ein Ungleichgewicht ergibt, das sich dann durch die Beziehung zieht. Dementsprechend finde ich "Spielchen" auch nicht zielführend, obwohl das, solange man die Tendenz hat, wem hinterherzurennen, wenn man ihn toll findet, aber schon erkannt hat, dass es falsch ist, eine gute Methode sein kann, dass man sich künstlich von Fehlverhalten abhält. Das würde ich dann aber nicht Spielchen nennen, sondern Disziplin aufgrund einer Selbsterkenntnis.
 
  • #5
Liebe Irland,

kein Mann wird dir antworten, dass er sich wünschen wird, dass Frau sich rar macht. Die meisten Frauen halten hier ebenso wenig davon.
Ganz im Gegenteil. Sie werden dir bestätigen wie albern das ist. Hier geht es um Psychologie. Wenn du davon nichts hälst, lass es lieber.
Zurückhaltung und abwarten (laufen lassen) schadet jedoch keinesfalls.
 
  • #6
Liebe FS,

ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, wie ich mich verhalten sollte und müsste und bin bestens damit gefahren. Diese Spielchen funktionieren nur kurzfristig, wenn keine wirklichen Absichten und kein Interesse vorhanden sind. Das sind Spielereien, die ein Herz nur flüchtig streifen, aber nie wirklich und dauerhaft berühren.
 
  • #7
Ich antworte so, wie es gerade passt. Habe ich Zeit und Lust spontan zu antworten, dann mache ich das. Habe ich gerade keine Zeit oder keine Lust, dann antworte ich später.
Wenn ich merke, dass Frau keine richtige Lust hat mit mir zu kommunizieren, verliere ich die Lust! Wenn das beidseitige Interesse stark genug ist, ist das Verhalten adäquat, eigentlich ganz einfach!
Und mal frage ich nach einem Treffen, mal er. Wenn ich kann, Zeit und Lust habe, dann sage ich zu, auch spontan. Wenn nicht, dann nicht.
Dasselbe trifft auch hier zu, hätte niemals Lust einer Frau hinterher zu rennen! Es sollte alles im Ausgleich Geben und Nehmen stattfinden!
 
  • #8
Ganz einfach, wenn sich eine Frau nicht zurückmeldet oder einen Termin absagt bzw. ausschlägt und keinen neuen vorschlägt, gehe ich automatisch davon aus, dass sie kein Interesse hat und stelle alle Kommunikationsversuche ein.

Dieser immer wieder erwähnte "Jagdinstinkt" funktioniert nur wenn es eine begrenzte Anzahl an Optionen gibt. Bei einer praktisch unbegrenzten Anzahl am Möglichkeiten wie es bei Singlebörsen der Fall ist, kannst du das vergessen. Abgesehen davon kann zu viel Aufdringlichkeit heutzutage durchaus als Belästigung interpretiert werden und dieses Label will sich kaum ein Mann umhängen.
Die alte Masche, Mann macht und Frau wartet nur ab, funktioniert immer schlechter. Wird Zeit, dass ihr nun eure hart erkämpfte Freiheit auch mal nutzt Mädels - Ponnyhof heißt nicht nur reiten sondern auch den Mist weg zu räumen.

Am besten funktioniert Ehrlichkeit und direkte Worte. Mag sein, dass das unromantisch ist aber es funktioniert und das ist heute wichtiger denn je.
 
  • #9
Und auch immer die gleichen Antworten:
- grundsätzlich muss es ein Gleichmaß aus geben und nehmen sein resp. Vorschläge machen und Vorschläge annehmen oder einfacher: auf ein Ping, folgt dann vom Empfänger ein entsprechendes Pong.

- und umso schneller jemand auf eine Nachricht, verpassten Anruf, gesandte E-Mail reagiert, umso wichtiger ist man dem Gegenüber; bzw. umso positiver ist er dem Adressaten gegenüber eingestellt.
 
  • #10
Nein, ich handhabe das nicht so. Wenn man Interesse hat sollte man das - meiner Ansicht nach - auch zeigen, das gilt für beide Geschlechter. Sich nur zurücklehnen, Ansprüche stellen wie die Prinzessin auf der Erbse und sich in allem die Rosinen raus picken, finde ich zuwenig. Auch mit diesem Jagdinstinkt das halte ich für Unsinn. Sicher wird es Männer geben die so einen Jagdtrieb haben aber mit so jemandem würde ich keine Beziehung führen wollen oder warum sollte man nach erfolgreicher Jagd den Trieb plötzlich nicht mehr haben und zum Pantoffelhelden werden? Ein ausgewogenes Miteinander, nach Bauchgefühl entscheiden, der goldene Mittelweg ist für mich die beste "Strategie".

w33
 
  • #11
Ich habe das auch hier ganz oft gelesen, das mit dem Rarmachen und Zappelnlassen.
Ohne dieses Forum wäre ich nie auf so eine Idee gekommen.

Gehen wir davon aus, dass ich interessiert bin. Danach fragst du, richtig ?

- Wenn ein Mann mich anschreibt, antworte ich sofort oder falls es gerade nicht geht, so schnell wie möglich.
Ich lasse niemanden schmoren und will auch selbst nicht braten.

- Wenn ein Mann mich nach einer Verabredung fragt, sage ich sofort zu. Wenn ich zum vorgeschlagenen Termin keine Zeit habe, mache ich sofort einen Gegenvorschlag. Wenn mir das, was mir der Mann vorschlägt nicht gefällt, mache ich einen Gegenvorschlag.
Einer wollte mal mit mir auf dem Mountainbike hier auf einen steilen Berg radeln und dann downhill durch die Rinne donnern. Das bedeutet, mitten durch den Wald, abseits der Wege. Das ist so ziemlich das Letzte, was ich will. Und das Vorletzte ist ein paintball-Kriegsspiel, das er mir als nächstes vorschlug.
Ihr ahnt es bereits, aus uns wurde nichts.

- Wenn ich Lust habe, schreibe ich ihn an und frage nach einem Treffen. Da habe ich überhaupt keine Hemmungen.
Allerdings kommt es dazu meist nicht, weil ich sehr viel arbeite und zudem gern allein bin und daher immer viel weniger will als der Mann. Soll heißen, bis ich ihn fragen möchte, hat er es schon getan.

- Wenn er ein paarmal hintereinander gefragt hat, beeile ich mich, rufe ich also z.B. schon am nächsten Tag an, obwohl mir nicht danach ist, damit er nicht denkt, dass ich kein Interesse habe oder ihn absichtlich schmoren lasse.

- Wenn ich merke, dass der Mann nicht richtig zieht, und das merke ich schnell, manchmal schneller als er, ziehe ich mich zurück.
Nie, niemals laufe ich einem Mann hinterher.
Das würde ich aber auch nicht, wenn ich ein Mann wäre.

- Wenn ich einmal nach einem Treffen frage, der andere absagt und keinen Gegenvorschlag macht, frage ich nicht mehr.

- Wenn ich eine WA schreibe und er antwortet nicht, schreibe ich nicht mehr.

- Wenn er nach drei Tagen antwortet, melde ich mich sofort, aber so, dass er nicht mehr antworten muß, also keine Fragen mehr o.ä.
Beispiel: Ich frage nach einem Treffen. Er antwortet drei Tage später, dass er gerade viel zu tun habe, sich aber melden werde. Ich schreibe umgehend: ok.
Und melde mich nicht mehr wieder, denn ich habe die Botschaft verstanden.
Und nochmal: das hat nichts damit zu tun, dass ich eine Frau bin. Als Mann würde ich das genauso machen.

w 49
 
  • #12
Und wie sieht es aus bei den Männern? Ist da wirklich der Jagdinstink so stark? Wollt ihr euch eure Beute 'erarbeiten'?
"Jagdinstinkt" kannste vergessen.
Ich habe meine Vorbeziehungen schon Frauen angesprochen und den Hof gemacht, jedoch weil es ja auch nicht anders läuft.

Und auch wenn das hier wieder niemand glaubt (angeblich fordern Frauen durch Blicke auf, sie anzusprechen) hatte ich stets das Gefühl, dass irgendwie alle zufällig zustande gekommen ist, sowohl für mich als auch für die Frau.

Flirten führte meist zu nichts, weil entweder ich nicht die Muße dazu hatte, oder die Frau es nicht konnte, oder umgekehrt.

Fast immer ergab sich die Kennenlernsituation aus einer größeren Gesprächsrunde heraus, wo für mich unbekannte Personen bei Bekannten standen oder auftauchten und die ich dann quasi nebenbei ansprach.

Natürlich waren Studentenparties dafür damals ideal.
Ohne das hätte ich kaum je eine Beziehung gehabt.

Die einzige Beziehung, die was taugt, habe ihch hier gefunden. Und da wissen wir beide nicht mehr so genau, wer wen zuerst angeschrieben hatte.

Was lernen wir daraus:
Frau möge sich bitte aktiv in den Kennlernprozess einbringen (entweder selbst ansprechen oder dem Mann eine gute Gelegenheit geben) und nicht nur irgendwelche verzagten Blicke nach irgendwo richten.
Sonst dürfen sie sich nicht wundern wenn nur PUA auf der Matte stehen ( die einfach alles ansprechen, was ihnen halbwegs gefällt und dann ihrerseits wählen).
 
  • #13
Liebe irland,

Am besten immer so und so viel Zeit verstreichen lassen bis Frau antwortet bzw. sich 'rar' machen.

das ist reines Kindergartenprogramm! Man kann das zwar hier im Forum immer wieder nachlesen, was "Frau" alles tun und lassen soll, damit dies und jenes (nicht) passiert, aber... alles verkopfter Unsinn. Ein Mensch mit Herzensbildung und ehrlichem Interesse an seinem Gegenüber braucht so etwas unreifes nicht.

Ist da wirklich der Jagdinstink so stark? Wollt ihr euch eure Beute 'erarbeiten'?

Bei einigen spätpubertären Jungs mag das wohl noch immer so sein. Selbst schuld, wer sich als Frau mit solchen Typen einlässt oder durch das eigene Verhalten (siehe die fragwürdigen "guten Tipps", die von der FS im Eingangspost zitiert wurden) genau diese Typen anlockt. Dann muss frau sich nicht wundern, wenn sie nach "Gebrauch" (ONS = erfolgreicher Beutezug) auch entsprechend "entsorgt" wird.

Mich würde es in der Tat interessieren, wie sowohl Frauen als auch Männer das bei der Beziehungsanbahnung handhaben und wie das andersrum auf euch wirkt.

Ich handhabe das mit Geradlinigkeit und Authentizität, alles andere ist mir fremd. Wenn mein Gegenüber damit nicht umgehen kann, dann ist sie die Falsche für mich. Echtes Interesse ist eigentlich ganz leicht zu erkennen: mein Gegenüber "agiert" anstatt nur zu "reagieren". Beispiel Date-Vorschlag: wer berufstätig ist (und ggf. auch noch Kinder hat) ist in seiner (m/w) Spontanität eingeschränkt, da kommt es vor, dass ein vorgeschlagenes Date nicht passt. Interesse zeigt, wer dann zusammen mit der erst einmal notwendigen Absage einen Gegenvorschlag macht. Herum eiern signalisiert Desinteresse. Ich frage dann höchstens nochmal nach bzw. spiele den Ball auf die andere Seite, wenn dann nichts kommt ist Schluss - und tschüss!

Bei Emails halte ich das ähnlich: kommt nach ein paar Tagen keine Antwort - ist Feierabend. Natürlich hat man nicht immer Muße sofort zu antworten (anstrengender Tag, noch Termine etc.). Aber wer Zeit hat täglich online zu sein sollte bei echtem Interesse auch eine Antwort schreiben können, und sei es nur "hab grad viel zu tun, melde mich dann und dann ausführlich". Soviel Respekt sollte jede(r) seinem / ihrem Gegenüber entgegenbringen, sonst wird nix draus.
 
  • #14
Sich krampfhaft rar und interessant machen durch Nichtmelden finde ich Unsinn. Wer darauf mit mehr Jagdinstinkt reagiert, verliert doch irgendwann auch die Lust. Außerdem müsste man dann ja immer "interessant" bleiben. Wer hält das aus? Ich bin auch mal langweilig, müde oder eben uninteressant, bin ja kein Animateur.
Wenn es gut läuft in Beziehungen, ist dies rar machen auch nicht notwendig, denn dann wollen doch BEIDE kommunizieren. Wenn das in´s Stocken gerät oder gar in die Phase "wer sich zuerst meldet, hat verloren und ist zu bedürftig", dann liegt doch schon etwas gewaltig schief und wird zum Machtspiel.
Wahrscheinlich liegt die Kunst darin, jemanden zu finden, dessen Kommunikationsstil ähnlich ist wie der eigene.
Ein Paar aus meinem Freundeskreis appt und simst sich ständig, die mögen das Beide. Ein anderes Paar ist da sparsamer und ebenso glücklich.
Beiden wäre m.E. mit Taktieren nicht geholfen.
 
  • #15
Moin,

mein Gefühl geht dahin, dass man die schnellen, billigen und unkomplizierten elektronischen Medien so nutzen "muss", dass man zügig, eigentlich noch am selben Tag, antwortet. Wenn eine Antwort erst am nächsten oder übernächsten Tag erfolgt, interpretiere ich das immer so, dass das Interesse nicht besonders ausgeprägt ist bzw. dass andere Datingpartner für die Dame interessanter sind. Das gilt vielleicht nicht bei einem ersten Anschreiben auf ein Profil, da muss ich als Mann davon ausgehen, dass diejenige einfach nicht dazu kommt, alle Nachrichten durchzulesen, dann hake ich schon mal nach.

In anderen Fällen, wenn es also z.B. schon ein paar Mails hin und her gab, dann aber plötzlich verzögert wird, ist Jagdtrieb ganz klar kein Motiv bei mir. Eine Verzögerung löst viel mehr eine bleibende Irritation aus. Selbst wenn die Kommunikation danach wieder aufgenommen wird, als wäre nichts gewesen, frage ich mich, wie "ernst" es meinem Gegenüber überhaupt ist... Schon aus Selbstschutz fange ich dann an, der Sache keine allzu große Chance mehr einzuräumen, obwohl mir die Dame vielleicht ganz gut gefallen hätte.

manchmal
 
  • #16
Ich muss noch zu meinem Beitrag hinzufügen: "Keine Lust" zu antworten klingt launisch und unbeständig. So ist das bei mir nicht. Wenn ich wissen würde, was ich antworten will, dann würde ich auch sofort antworten und nicht warten, ob ich Lust drauf kriege, der Person zu schreiben.
 
  • #17
Wahrscheinlich liegt die Kunst darin, jemanden zu finden, dessen Kommunikationsstil ähnlich ist wie der eigene.

Jepp, ganz genau so sehe ich es auch!

Meiner eigenen Erfahrung nach zieht man mit diesem "sich rar machen Getue" nur die Vermeider-Typen an. Für die läuft es dann blendend, solange man weiter so tut als ob, aber die Sache kippt ganz schnell, wenn man seine wahren Bedürfnisse zeigt, nämlich zum Beispiel in meinem Fall dass ich Nähe möchte und das auch normal finde.

Viele können leider mit Gefühlsbekundungen und verbindlichen Verhalten nicht viel anfangen, da schrillen dann gleich die Alarmglocken. Leider, bei denen funktioniert es, wenn man sich rar macht.

Wenn man das anwendet dann landet man am Ende in einer Beziehung die gar nicht zu einem passt.

w(28)
 
  • #18
Liebe FS,
Ich kann jetzt nur von mir sprechen, aber ich mag diese Spielchen auch nicht. Vor Allem hört sich dass mit dem Jagdinstinkt blöd an.
Der jenige wo Interesse hat, kann es auch zeigen. Egal ob Mann oder Frau. Wer jagen will und Trophäen braucht, soll in den Urwald oder auf Safari gehen. Wir leben ja nicht mehr im Mittelalter! Und davon mal abgesehen, leben wir in einer emanzipierten Frauenwelt. Da darf auch mal die Frau den ersten Schritt tun. Leider erlebe ich dass so gut wie nie. Und ich glaube, dass eher die Hölle einfriert, als dass die Frau mal den ersten Schritt bei mir macht!
Also liebe FS. Trau dich.
Denn morgen könnte die Welt untergehen, oder dass Leben!

Viel Glück
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #19
Dieser "Jaginstinkt" ist m.E. ein Anzeichen von Bindungsängsten/fehlener echter Beziehungsreife. Und als solches nicht geschlechtsspezifisch.

Ich habe als bindungsängliche Frau auch einen ausgeprägten Jagdtrieb und finde einen Mann uninteressant, sobald er Interesse zeigt; will immer nur die schwer greifbaren, undurchschaubaren "lonesome cowboys" knacken. Nicht, weil ich mit einem solchen ernsthaft eine Beziehung aufbauen wollte (auch wenn ich mir das in schwachen Stunden einrede), sondern, um mir selbst etwas zu beweisen; mein angeknackstes Ego aufzuwerten. Soweit habe ich mich mittlerweile durchschaut. Sobald der "Cowboy" weich wird, ergreife ich die Flucht, denn außer um ihn zu "kämpfen", kann ich nicht viel mit ihm anfangen.

Deshalb kann ich nur jede Frau davor warnen, mit irgendwelchen Spielchen den angeblich "typisch männlichen" Jagdtrieb zu bedienen. Man kann sich auf diese Weise tatsächlich ganz gut einen Mann angeln - einen Bindungsphobiker oder Trophäenjäger. Mit dem hat man im weiteren Verlauf nicht viel Freude.

Natürlich sollte man in der Kennenlernphase nicht mit der Tür ins Haus fallen, sondern erstmal subtil Interesse signalisieren; behutsam das Terrain sondieren, bevor man einen Vorstoß wagt. Dem anderen auch mal Raum lassen; ihm Gelegenheit geben, seine Gefühle zu ordnen und mal ein bisschen Sehnsucht zu entwickeln. Das gilt aber m.E. für beide Geschlechter gleichermaßen.

Und ich denke, ein emotional reifer Mensch muss sich zu dieser Zurückhaltung nicht zwingen, sondern fühlt sich selbst wohler mit einem langsamen, entspannten Kennenlernen.
 
  • #20
Jagdinstinkt in Beziehungsanbahnung herausfordern heißt für mich flirten, ihm immer wieder zu signalisieren, dass er immer noch im Rennen ist. Frau sollte in der Lage sein diesen Jagdinstinkt herauszufordern. Das ist sie in der Regel, wenn sie ihm gefällt. Wenn er nur halbherzig bei der Sache ist, wird er sich die Mühe sparen oder vielleicht warten, bis sie auf ihn zukommt - ganz einfach.

Würde ich nicht tun, selbst wenn mir danach wäre. Das "kindische Spiel" ist mir zu aufregend um es zu verdrängen und mit der Tür ins Haus zu fallen. Eine gewisse Portion "Kindsein" ist gesund um die Frische und Leichtigkeit in einer Beziehung zu erhalten.
 
  • #21
Ich bin völlig ungeeignet fürs Taktieren oder Spielchen!

Als ich jung war, musste sich der "Herr " mehr anstrengen um mich zu erobern.
Grund: Ich war schüchtern und habe nicht gesehen, wenn mich jemand mehr als nur mochte. Damit meine Verliebtheit nicht aufflog war ich im kumpelhaft. ( heute noch )
Aber das war RL ohne Handy!
Mit Handy steht ja niemand vor mir und nimmt mir die Luft zum Atmen.

Und ich bin erwachsen!
Ich antworte sonst auch jedem sofort, wenn ich kann, warum sollte ich es extra nicht tun?

Die Möglichkeit, dass ich nicht den ersten Vorschlag annehmen kann, ist sowieso hoch.
Da ich mich auch gerne mit Freunden treffe.
Aber ich mache einen Gegenvorschlag!
Mache ich doch auch bei anderen.

Und ich denke nicht eine Sekunde darüber nach!

Ausserdem bin ich...Zumindest ohne Stau immer pünktlich! Mir passiert eher dass ich zu früh bin.
Soll ich da etwa nochmal extra 10 Runden um den Block fahren?
 
  • #22
Für mich ist ein Ja ein Ja - und ein Nein ein Nein.

Wenn eine Frau meint:"Ich sage Nein - meine aber damit Ja"
dann kann ich (m) sie nicht verstehen.

Und die Spielchen: Sich rar machen, um das Jagdfieber des Mannes zu steigern - mache ich als Mann nicht mit.
Wer sich rar macht, der macht auf mich den Eindruck: Kein Interesse.

Wenn Mann und Frau aneinander vorbei reden, ist es kein Wunder, wenn sie nicht zusammen kommen.

Oder die Frau den Eindruck macht, sie sucht einen naiven Idioten.
Der ihre Spielchen mitmacht, und ihr hinterher rennt.
Fü sowas passt eher ein Hund zu ihr - als ein Mann. Also soll sie besser im Tierheim daten. Dort gibt es Hunde.
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #23
Kurze Anmerkung: bei der erfolgreichen Jagd ist der Gejagte dann tot.
Umso absurder finde ich es einen Jagdinstinkt wecken zu wollen. Wer diese Nähe- Distanzspiele mag, kann sich von dem Gedanken eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen verabschieden.
Da muss die Frau immer wieder geheimnisvoll sein...sich entziehen und Unsicherheit schüren....sonst langweilt sich der Mann.
Allerdings ist eine Frau, die einen Mann nicht ein wenig Werben und Mühe abverlangt leider für ihn selten die Rixhtige. Das werden gerne Affairefrauen. Denn: der Mann muss sie nie vermissen, ergo denkt er auch gar nicht über sie nach.
Doch das sollte ein Mann schon: sich bewusst für eine Frau entscheiden und nicht irgendwie über eine Bettgeschichte in eine Beziehung rutschen. Das mögen die wenigsten Männer bei der Frau, mit der sie ihr Leben verbringen wollen.
 
  • #24
Warum zum Henker soll ich mir ernsthaft taktische Gedanken machen, wenn mich jemand wirklich interessiert? Kann ich wirklich einmal nicht sofort antworten, begründe ich das, sonst ist mein Interesse eben nicht so groß.
Ich muss niemanden hinhalten und darf neugierig sein, ohne dass ich deshalb gleich bedürftig bin. Entspannt jemanden kennen lernen und aufmerksamer Umgang miteinander, wir sollten doch erwachsen genug sein.
 
  • #25
Ehrlich gesagt finde ich das künstliche herauszögern beim Melden nur schlechte Kommunikation. Wer fühlt sich denn gut, wenn er absichtlich ignoriert wird? Wenn mir so etwas passiert, ziehe ich mich sehr schnell zurück, weil ich nicht ignoriert werden möchte. Auch dieser sog. Jagdtieb: Ich bin kein Jäger und ich habe da kein Interesse dran. Wenn mir eine Frau gefällt, versuche ich Kontakt mit ihr zu bekommen. Wenn Sie mich auch mag, dann war die Kommunikation meistens überhaupt kein Problem. Ich melde mich, wenn ich gerade Lust dazu verspüre. Umgekehrt hatte ich auch immer den Eindruck, wenn sie Lust dazu hatte, hat sie mich angerufen, sich anderweitig gemeldet oder wollte sich treffen. Das finde ich eine angenehme Weise, miteinander umzugehen. Unter anderem #2 beschreibt sehr schön, wie man miteinander umgeht. Gefällt mir.
 
  • #26
Liebe FS,
ich halte das Thema "Spiele spielen" für eine typische Verwirrung von Onlinedating und mangelnder Kommunikationskompetenz im Umgang mit den neuen Kommunikationsmitteln.

Wir hatten das Thema neulich bei einem Frauentag - von 9 Frauen haben überhaupt nur 4 jemals solche Spielchen gespielt und dass mit u25. Das waren diejenigen, die mit Männerinteresse überschüttet wurden und sich jeden Klops erlauben konnte - sprich: die Männer, sofern ihnen sowas passiert, bekommen genau das, was sie selber gesät haben.

Die anderen hatten keinerlei Interesse, eine sich anbahnende Beziehung durch solche Aktionen zu gefährden.
Alle 9 meinten wir aber unisono, dass wir in jungen Jahren sicherlich einige Kommunikationsfehler mangels Erfahrung gemacht haben - mit genauso kommunikationsunerfahrenen Männern. Heute gehen wir direkt in die Klärung - passt den Mänenrn aber auch nicht.

Zum Thema Antwortfrequenz: da gibt es erhebliche Unterschiede wohl nach Frauentyp und beziehunsgbedürftigkeit.
In meinem Bekanntenkreis bemüht sich keine mehr um eine Beziehung, für alle heißt es "wenn es pasiert, dann passierts" - gesucht wird nicht mehr.
Alle sind erfolgreiche 50+ Frauen, die mit neuen Medien umgehen können - sich davon nicht versklaven lassen. Ihr Antwortverhalten ist deutlich zeitversetzt und das nicht nur hinsichtlich balzender Männer. Das private Handy ist auf der Arbeit stummgeschaltet.

Wenn die Frauen Nähe suchen, dann benutzen sie dafür keine Kommunikationsmittel, die auf Distanz halten, sondern treffen sich lieber.
Alle sehen eines: entweder passen Kommunikations-/Interaktionsstil und -frequenz zueinander oder nicht. Wenn nicht, müht man sich nicht mehr ab, hat keine Lebenszeit zu vertrödeln um eine stressige Beziehung zu haben.
Keine Frau ist so beziehungsfixiert, dass sie ihr Leben auf einen Mann ausrichtet, bereitsteht, wenn er Zeit hat und will. Sie setzt ihre Prioritäten genauso wie er und dann sind es keine Spielchen, sondern man kann sich nicht treffen, weil beide keine Zeit füreinander haben (Job wichtiger, Hobbys wichtiger, Freunde wichtiger).
Das ist der Unterschied zu früher. Als es noch um Familiengründung und Lebenspartnerschaft ging, haben die Frauen die Beziehungsarbeit zu 99% allein geleistet. Heute ist 50:50 mit dem, was der Mann an Engagement bringt - außer digitale Bespassung. Darauf hat keine Lust.
 
  • #27
Ich überlege mir nicht, dass ich 'ihn' doch erstmal 'zappeln' lassen müsste und erst beim 3. vorgeschlagenen Termin zusage.

Ich bezweifele, dass die meisten Menschen so gezielt agieren, außer PUAs (Männer), die ihr Script abarbeiten. Die wenigsten machen sich Gedanken: was löst mein Verhalten beim anderen aus. Allerdinsg glaube ich, dass der Anteil der Laien-PUAs auf der Suche nach möglichst vielen sexuellen Abenteuern nicht unterschätzt werden sollte.

Natürlich gibt es auch Frauen, die eine Datingbibel abarbeiten und glauben, so in den Erfolg einer Beziehung zu kommen. Ich halte sie für eine zu vernachlässigende Minderheit an sozial inkompetenten, selbstunsicheren Faruen, die sich an einen Mann klammern wollen, weil sie allein nicht leben können.

Bei den meisten ist es ein Phänomen der Zeit, dass sie adhoc Treffen vereinbaren, sich kurzfristig aus vielen Optionen die vermeitlicht Attraktivste heraussuchen und dank der neuen Medien, wo ja jeder immer und überall erreichbar ist dann andere vor den Kopf stoßen durch fehlende Entscheidungen oder kurzfristige Absagen - zumal bei den Absagen gelogen wird, vermeintlich sozial akzeptierte Gründe vorgeschoben werden (kranke Verwandte ...).
Über das Verletzungspotenzial am anderen macht sich niemand Gedanken, solange es ihn selber nicht trifft. Nur wenige lernen was draus und ändern ihr Verhalten.

Im Umgang mit dieser Masse, egal ob er Beziehungstyp Freundschaft, Bekanntschaft, Partnerschaft ist, hilft nur eines - sich daraus zurückzuziehen, weil man sozial inkompatibel ist.
Wer ständig durch Absagen (vermeintliche Spielchen) verletzt wird, ist eher ein verbindlicher Beziehungtyp, braucht Gleichgesinnte und gleichermaßen an ihm interessierte Menschen, wie er am anderen interessiert ist statt dieser Oberflächensurfer.

Hier liegt meines Erachtens der Kardinalirrtum der vermeintlich "gespielten Spielchen" - es wird nichts gespielt, sondern der andere ist deutlich weniger interessiert. Diese schmerzhafte Erkenntnis (der Ablehnung der eigenen Pernson) können die wenigsten ertragen und deswegen wird uminterpretiert in Richtung "Spielchen spielen" - lässt sich besser aushalten, hurra es gibt einen Südenbock (die bösen Frauen).
Man muss nicht bei sich selber gucken (zu unattraktiv für das Objekt der Begierde). Gilt übrigens für Männer und Frauen.
 
  • #28
Danke für eure zahlreichen Antworten!

Ich persönliche halte von diesen Spielchen auch absolut nichts. Ich bin authentisch und ehrlich, im echten Leben und im vl, in der Familie, in Bekanntenkreis, in der Partnerschaft oder einer Beziehungsanbahnung oder Kennenlernphase.
Ich fahre gut damit, fühle mich wohl.
Und auch mit meinem Gegenüber klappt das wunderbar.
In der Tat denke ich, dass es von Vorteil ist, wenn man hier einen 'Partner' findet, der das ebenso handhabt.

Ich habe solche 'Spielchen' nie gespielt und nie gebraucht, ich wollte und musste nie taktieren.
Aber ich war doch überrascht, als ich diese 'Tipps' dann von der einen oder anderen Seite bekam. Und bei manchen 'funktioniert' das ganze offensichtlich auch: Nähe und Distanz: meldet 'sie' sich fleissig, kommt von 'ihm' wenig zurück. Zieht 'sie' sich dann zurück, meldet er sich plötzlich ausgiebigst und ausführlich. Ich frage mich dann allerdings, sind solche Beziehungen nicht von vorne rein zum Scheitern verurteilt?
 
  • #29
Und wie sieht es aus bei den Männern? Ist da wirklich der Jagdinstink so stark? Wollt ihr euch eure Beute 'erarbeiten'?

Ich suche für eine Beziehung keine "Beute", sondern eine Frau auf "Augenhöhe". Die Legende vom Jagdinstinkt ist für mich von Frauen erfunden, die gerne erobert werden möchten. Ich verliere bei sowas relativ schnell das Interesse, denn

Ich persönlich halte wenig von solchen Spielchen.

und diese ewigen Spielchen, wer sich denn jetzt melden "muss" finde ich lächerlich. Wenn ich mich mit einer Frau nicht so verstehe, dass die Beziehung in der Hinsicht ausgewogen ist, dann lasse ich es lieber. für mich hat Beziehung mit Jagd nichts zu tun.
Frauen, die so agieren, haben für mich eine gestörte Persönlichkeit, Männer sind genau die Sorte "Macho", über die dann hier anschließend lautstarke Klagen kommen.
 
  • #30
Ich frage mich dann allerdings, sind solche Beziehungen nicht von vorne rein zum Scheitern verurteilt?

Ja, ich glaube das sind sie. Wie #22 @wahlmünchner meiner Meinung nach sehr treffend beschreibt, wird daraus keine Beziehung auf Augenhöhe.


Weil du authentisch bist, das ist gut und das strahlst du auch aus, dein Verhalten ist damit kongruent zu deiner Persönlichkeit und nicht aufgesetzt und verstellt. Deshalb funktioniert es auch mit dem Gegenüber.

Und bei manchen 'funktioniert' das ganze offensichtlich auch: Nähe und Distanz: meldet 'sie' sich fleissig, kommt von 'ihm' wenig zurück. Zieht 'sie' sich dann zurück, meldet er sich plötzlich ausgiebigst und ausführlich.

Zweifellos "funktioniert" das, geradezu reflexartig. Nur eine funktionierende Beziehung würde wohl nur in den seltensten Fällen daraus entstehen, dieser Mechanismus ist eher für ONS geeignet.
 
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