• #31
Ich habe solche 'Spielchen' nie gespielt und nie gebraucht, ich wollte und musste nie taktieren.
Aber ich war doch überrascht, als ich diese 'Tipps' dann von der einen oder anderen Seite bekam. Und bei manchen 'funktioniert' das ganze offensichtlich auch: Nähe und Distanz: meldet 'sie' sich fleissig, kommt von 'ihm' wenig zurück. Zieht 'sie' sich dann zurück, meldet er sich plötzlich ausgiebigst und ausführlich. Ich frage mich dann allerdings, sind solche Beziehungen nicht von vorne rein zum Scheitern verurteilt?
Bei mir hat es wunderbar funktioniert, ich bin seit einigen Jahren (wieder) verheiratet. Es wird aber nicht klappen, wenn man es als "Spielchen" betrachtet, sondern nur, wenn man sich benimmt wie eine Frau (fast wäre ich versucht gewesen zu schreiben "wie eine Dame") und dem Mann das Vergnügen lässt, zu werben, sich zu bemühen. Richtige Männer machen das ausgesprochen gern, die anderen werden dadurch gleich aussortiert. Das erspart viele Tränen, Demütigungen und Fehlversuche.
 
  • #32
Bei der Partnersuche gibts nun mal keine Garantie, dass immer alles stimmt und funktioniert. Da muss Mann/Frau auch mal das Risiko eingehen und sich als erstes nach einem Date zu melden. Klar kann der Schuss nach hinten los gehen, wenn man sein Herz öffnet und dann kommt vom anderen vielleicht doch eine Ablehnung. Aber das Risiko sollte man eingehen und deswegen nicht irgendwelche taktischen Spielchen spielen. Das Risiko dabei zu verlieren ist bestimmt genauso groß.
Ich (w, ü50) finde nix dabei, mich ich als Frau für ein schönes Treffen zu bedanken und zu sagen, dass ich den anderen gerne wieder sehen würde. Wenn das von einem Mann wirklich als bedürftig oder aufdringlich empfunden würde, dann wärs eh der falsche.
 
  • #33
Ich kann aus meiner Dating-Phase sagen, dass die Kommunikation in 99,9% der Fälle sehr holprig ist beim Kennenlernen. Der Austausch besteht aus Überlegen, Abwägen, Berechnung, Unsicherheit, Eitelkeit, etc. und nur selten aus bereichernden Unterhaltungen.
"Soll ich jetzt schon antworten?" ... "Kommt es aufdringlich wenn ich jetzt wieder als erstes schreibe?".. "Sollte ich mit dem Antworten noch eine Weile warten und ihn zappeln lassen?"

Als ich dann meinen Freund kennenlernte, musste ich mir über das alles gar keine Gedanken mehr machen, wir schrieben einfach über alles mögliche miteinander, erzählten uns was wir am Tag so erlebt hatten. Dabei hatte nie einer von uns das Gefühl, zu aufdringlich zu sein oder den anderen zappeln lassen zu müssen um sich interessant zu machen.
Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass alle diese Spielchen darauf hindeuten, dass man einfach als Paar nicht harmonieren würde, daher würde ich mich bei so etwas immer sofort zurückziehen.
 
L

Lionne69

Gast
  • #34
Läuft nicht schon etwas schief, wenn ich mir überlege, wie ich mich bei der Beziehungsanbahnung zu verhalten habe?
Wenn ich das Taktieren, Kalkulieren anfange, überlege, wann muss er sich melden, wann ich, wer lädt ein, wer bezahlt, fragt nach Treffen, sagt, dass es gefallen hat?

Ich möchte jemandem kennen lernen, als den Menschen, der er ist.
Er soll mich kennen lernen, als diejenige, die ich bin.
Dem Menschen begegnen.

Eine Partnerschaft kann für mich nur eine Basis haben, wenn beide Gefühle für den authentischen Menschen entwickeln, und nicht für die Fassade.
Irgendwann bröckelt die Fassade, die man aufbaut, genauso wie sich die Projektionen und Wunschvorstellungen, die man in den anderen impliziert hat, auflösen. Dann ist die Ent-täuschung groß.

Für mich ist Authenzität, Ehrlichkeit und Offenheit von Anfang an unabdingbar - und wenn es deswegen nicht passt, dann passt es nicht. Und hätte auch nicht gepasst, wenn man Spielchen gespielt hätte.

Bis jetzt waren solche Überlegungen für mich nie existent, erst seit ich hier im Forum lese, von Bedürftigkeit, willst Du etwas gelten, etc., seitdem habe ich Zweifel, werde unsicher.

Danke für diese Fragestellung - es hilft mir gerade, mich wieder klar und eindeutig zu positionieren, meine für mich stimmige Haltung zu definieren.
 
  • #35
Na die Sache mit dem Jagdinstinkt funktioniert in gewissen Situationen schon - siehe z.B. Ami-Film : "Die nackte Wahrheit". :)
Gewisse Klischees kann man damit schon bedienen und es funktioniert.
Allerdings ist es doch so, dass man für gewünschte Reaktionen auch ehrliche Signale senden muss.
Wenn ich mich desinteressiert gebe und mich nicht melde, obwohl ich mich gerne melden würde, denkt er ja vielleicht, ich hätte kein Interesse und ist dann auch nicht inspiriert zu schreiben.
Was gut funktioniert, ist aber, wenn man erst charmant ist und dann wieder zurückhaltend.
Heißt: Er muss schon wissen, dass ich das Date mit ihm schön fand und es ist auch egal, wenn ich am nächsten Tag zuerst etwas Nettes schreibe, aber danach muss etwas von ihm kommen.
Es gibt aber auch die Schüchternen, die nicht zu Potte kommen, da muss man dann ein wenig nachhelfen.
Ich habe insgesamt eher die Erfahrung gemacht, dass viele Männer am Anfang Angst haben, erst recht, wenn sie ernsthaft interessiert sind. Nicht jeder Mann ist der geborene Abchecker und Draufgänger.
Wenn man ein zurückhaltenderes Exemplar kennenlernt, muss man schon ein wenig mehr Initiative zeigen, sonst datet man sich 3 Monate oder länger ohne dass was passiert ;-)
 
  • #36
Läuft nicht schon etwas schief, wenn ich mir überlege, wie ich mich bei der Beziehungsanbahnung zu verhalten habe?

Nicht unbedingt, denn hier machen Menschen ja auch große Fehler und dann pendelt sich ein Ungleichgewicht ein. Es geht um das richtige Maß, dass eine Frau sich dem Mann nicht auf dem Silbertablett serviert oder Lückenbüßerin wird bzw. auch geschlechtlich andersrum.
Dabei meine ich nicht, dass man Spielchen spielt, sondern ob man dem anderen auch genug Raum lässt, Interesse zu entwickeln, und auch noch ein Leben neben der Partnerfindung hat.
Ich denke hier z.B. an die Menschen, die in der Kindheit gelernt haben, dass sie für Liebe was leisten müssen, und die Menschen, die in ihrem Denken verankert haben, dass keine Beziehung haben Losertum sein soll. Die rennen oft hinterher, melden sich zu oft, sind zu schnell begeistert, ohne überhaupt was vom anderen zu wissen, und bieten sich wie Sauerbier an. Gut, das ist dann sicher gerechtfertigt, wenn sie keine Beziehung bekommen, weil selber schuld, aber irgendwann entdecken sie ja, dass hier was schiefläuft, sind aber noch im alten Verhaltensprogramm, weil die theoretische Erkenntnis erstmal noch ins Handeln übergehen muss.
Das gleiche sehe ich bei Beziehungen, die sich aus einem Warmwechsel ergeben. Ja, der ist böse, aber das passiert auch, und es entstehen mitunter doch Beziehungen daraus, wenn auch anscheinend sehr wenige dauerhafte. Wenn hier die Außenperson innerhalb der Anbahnung immer Zeit hat, wenn die Eheperson sich gerade für eine Stunde loseisen kann, besteht die Gefahr, dass es so bleibt, dass weiterhin von der nun ehemaligen Eheperson in der neuen Beziehung bestimmt wird, wann und wie oft man sich sieht. Einfach, weil sich das eingeschliffen hat. (das war kein Plädoyer, was mit Verheirateten anzufangen)

Hier ist es zwar nicht hilfreich, dreimal gekünstelt abzusagen, um dem Mann interessant zu erscheinen, aber vielleicht nicht immer gleich zu allem "ja" zu sagen, obwohl man was anderes vorhatte oder das Gefühl hat, man wird immer dazwischen geschoben.
 
  • #37
Also ich muss sagen, dass diese Diskussion überhaupt geführt wird ist schon sehr traurig.
Denn viele lernen sich kennen. Daten sich. Und dann geht es bei den meisten in die Binsen, weil dass taktieren anfängt. Egal ob Mann oder Frau. Meine Tochter ist 9 Jahre alt, und geht in die 3. Klasse. Da ist so ein Verhalten mit dem taktieren zu erwarten. Aber nicht bei Erwachsenen. Ich frag mich eh, wann es Männer und Frauen gibt, die mal erwachsen werden wollen. Nicht alle! Aber viele taktieren nach dem date, und dass ist sowas von lächerlich! Und aber auch traurig. Weil durch diese Verhaltensweise keine liebe oder Beziehung zustande kommt.
Ich finde es ja toll dass tipps gegeben wird und diskutiert wird, aber bei diesem Thema braucht Mann/Frau eigentlich keine tipps, da eigentlich bei Erwachsenen schon klar sein sollte, wie man sich verhalten sollte bei einem kennenlernen. Einfach Daten, und dann klare ansagen machen Wenns funkt ;)
Viel Glück
 
  • #38
Meine Tochter ist 9 Jahre alt, und geht in die 3. Klasse. Da ist so ein Verhalten mit dem taktieren zu erwarten.

Ernsthaft? Ich erwarte gerade von Kindern, dass sie noch Vertrauen in ihre Mitmenschen haben, dass sie sich geben können, wie sie sind, statt Spielchen zu spielen, um sich interessanter zu machen. Wo ist hier das natürliche Verhalten eines Kindes, das darauf vertrauen kann, dass seine Begeisterung für einen anderen Menschen nicht missinterpretiert wird als "Bedürftigkeit"? Klar gibt es natürlich auch schon in diesem Alter eingeprägte Verhaltensweisen, wenn die Eltern dem Kind keine Liebe zeigen und das Kind denkt, es müsse immer alles tun, was andere wollen, damit es geliebt wird, endlich. Aber ich hoffe für die Kinderseelen, dass das ganz traurige Einzelfälle sind.


Ehrlich, guck Dir einfach mal Politiker an, Affären, die sie zu Fall bringen und Verleumdungen in der Geschichte, um Kandidaten durchzusetzen. Taktieren ist das A und O im Erwachsenenleben, ob man nun für seine Arbeit ordentlich bezahlt werden will, einen anderen übervorteilen will, sich durchsetzen will, eine Wahl gewinnen will ...

Ich finde, Du drehst das hier komplett um.
 
  • #39
Wenn das ganze rein intuitiv gut läuft, dann braucht man keine Spielchen bzw. man hat wahrscheinlich gewisse Grundregeln verinnerlicht. Erst recht wenn man viel Beziehungsanbahnungserfahrung hat.
Wenn man diese nicht hat oder z.B. aus einer langjährigen Beziehung/Ehe kommt, ist es schon ganz hilfreich, ein paar Spielchen-Tipps zur Kenntnis zu nehmen und zu reflektieren, wie gewisse Verhaltensweisen ankommen und eine Art Flirt-Kultur zu entwickeln. Und z.B. dieses "sich-rar-machen" erhöht die Spannung.
Läuft aber bei Frauen und Männern nach meinem Eindruck etwas unterschiedlich. Etwas zugespitzt ausgedrückt: Frauen achten darauf, dass ihr Aussehen stimmt (die Frauenzeitschriften sind voll von Tipps zum Aussehen) und Männer überlegen sich, wie sie die Frau für sich gewinnen können, also bspw. im Onlinedating was sie der Frau schreiben oder was sie für Date-Vorschläge machen.
Was nicht heißt, dass nicht auch Männer auf ihr Aussehen achten bzw. Frauen ihr Kommunikationsverhalten weiter entwickeln.
Und auch dieses Forum lebt ja davon, dass man lernen und reflektieren möchte, wie man sein Liebesglück findet und gefühlt jede zweite Frage hier von Frauenseite lautet "meint er es wirklich ernst". Da klappt es mit der reinen Intuition anscheinend nicht so ganz.
Und noch kurz zum Jagdinstinkt: Wenn die Frau sich nach kurzer Zeit auf dem Silbertablett präsentiert und hingibt, hat man als Mann die Befürchtung, dass sie leicht zu haben und für eine feste Beziehung und Familiengründung nicht geeignet ist. Das ist alles.
 
  • #40
Ich denke, wenn man sich anfangs zwingen muss, dem Anderen Raum zu lassen und nichts zu überstürzen, ist man noch in kindlichen Verhaltensmustern gefangen (die sich vermutlich ungünstig auf die Beziehung auswirken werden). Man spielt dann zwar nicht unbedingt Spielchen - d.h., das Unterdrücken von Impulsen zielt nicht darauf ab, den "Jagdinstinkt" beim Gegenüber zu wecken, sondern man weiß: das ist für MICH besser so - aber man simuliert eine Reife, die man gar nicht hat. Es fehlt die innere, gefühlte Eigenständigkeit, die es für eine erwachsene Beziehung auf Augenhöhe braucht.

Ich denke nicht, dass es ein Zeichen von Unreife sein muss, sehr schnell Anziehung zu jemandem zu entwickeln - bspw. nach einem einzigen Treffen. Aber es ist unreif/kindlich, wenn aufgrund dieser Anfangsbegeisterung sofort ein kaum beherrschbarer Haben-Wollen-Reflex einsetzt, den man gewaltsam unterdrücken muss. Denn der kann sich bei einem fast Fremden ja nur auf Projektionen gründen. Wäre man emotional erwachsen, wäre diesem Haben-Wollen erst noch ein "Ich will sehen, wer du WIRKLICH bist" vorgeschaltet. Automatisch, von innen heraus.

Man wäre neugierig auf das Gegenüber; begierig, mehr über ihn/sie zu erfahren - aber noch lange nicht in diesem bedürftigen "Ich muss ihn/sie von mir überzeugen"-Modus. Der würde, wenn überhaupt, erst dann einsetzen, wenn man sich selbst von der Kompatibilität/den menschlichen Qualitäten des Gegenübers überzeugt hat.

Somit hätte man ganz automatisch das Bedürfnis, auch mal etwas auf Distanz zu gehen. Denn um ein realistisches, umfassendes Bild zu erhalten, braucht es einen gewissen Abstand. Auch würde man ab und an mal innehalten und Eindrücke sacken lassen wollen, bevor man einen Schritt weitergeht.

Ja, so stelle ich mir das vor bei einem Menschen - gleich welchen Geschlechts - der wirklich emotional erwachsen ist. Ob es solche Menschen überhaupt gibt, ist eine andere Frage. Meine Therapeutin sagt immer, dass in Paarbeziehungen die meisten Menschen zu Kindern werden.
 
  • #41
Genau! Weil niemand sich an Regeln und Flirtratgeber hält, landen diese Bücher regelmäßig auf der Bestenliste und Flirtseminare sind ausgebucht.

Tatsächlich machen Verhaltensregeln meistens Sinn, weil jeder weiß, was er oder sie zu tun hat und was das bedeutet.
Die Frage ist mehr, wie streng, man sich daran hält.

Also, wenn der Mann sich innerhalb der 3 Tage nicht meldet, hat er kein Interesse... Ist doch eine sinnvolle Regel.

Wenn wir vom Stereotyp ausgehen, Mann-lonely Rider, Frau-dringender Beziehungswunsch, dann ist doch ganz gut, wenn sich die Frau zurückhält und der Mann deutlich zeigt, dass er Interesse hat.

Auch das Warten mit dem Sex ist so eine Regel. Natürlich kann auch schneller Sex in eine Beziehung münden, kann auch sein, dass es so nicht ist.
Ihr könnt ja in den Nebenthreads nachlesen, was über diese Frauen mit schnellem Sex mit vielen Männern gehalten wird.

Die Regeln machen also grundsätzlich schon Sinn.
 
  • #42
Moin,
Die Regeln machen also grundsätzlich schon Sinn.
Sehe ich ähnlich.

Gerade nach dem ersten Date scheint mir eine starke Versuchung zum "Taktieren" zu bestehen: Derjenige, der als erstes so etwas sagt wie "Hey, das war nett, lass uns das wiederholen", riskiert eben einen Korb, und der kratzt am Ego, egal ob eigenes Interesse besteht oder nicht. Selbst bei einer Absage ist mit "Nachtreten" zu rechnen, das ist zwar eventuell leicht zu durchschauen, kratzt aber trotzdem ein bisschen.
Als Schutz davor könnte man beschließen, in jedem Fall - Interesse oder nicht - erst mal auf Rückmeldung des anderen zu warten bzw. selbst eine Absage hinauszuzögern, bis man eine - hoffentlich positive - Rückmeldung bekommen hat.

Weil das natürlich für beide Seiten gilt, ist es wohl eine ganz gute Regel, dass sich der Mann meldet. Er wirkt durch diese Regel weder "zu sehr interessiert" noch "unnötig direkt" etc., sondern eher höflich, mutig etc..

manchmal
 
  • #43
Wenn die Frau sich nach kurzer Zeit auf dem Silbertablett präsentiert und hingibt, hat man als Mann die Befürchtung, dass sie leicht zu haben und für eine feste Beziehung und Familiengründung nicht geeignet ist.
Immer wieder dieses Argument. Es zieht in der Realität aber nur bei PUA und den ganz wenigen Männern, die sich Frauen aussuchen können und die dann tatsächlich vielleicht so etwas einfällt.
.
Klar, ich verstehe schon, dass Frauen idealerweise hauütsächlich von den ganz tollen Männern träumen und ihr eigenes Verhalten nur in Hinblick auf deren Verhalten sinnvoll abstimmen wollen, weil die anderen ja im Prinzip "nicht richtig" sind. .

Bei der Masse der Männer ist das Verhalten aber falsch, denn die Männer sind einfach dankbar, wenn sie eine Frau halbwegs auf Augenhöhe gefunden haben, der sie auch selbst wertschätzt.

In Zeiten der Emanzipation will auch kein Mann eine respektlose Frau.
Wenn "Nuri" schreibt, dass ihr dass ihr das "als Dame" gelungen sei, dann muss sie sich im Klaren darüber sein, dass es ganz schmaler Grat ist, wenn sich eine Seite so überheblich zeigt, dass nur die Andere "den Hof machen" muss, und es dann in vielen Fällen eher zum Frust, als zum Happy End vor dem Traualtar kommt.

Früher wurde prinzessinnehaftes Verhalten eher toleriert, denn der Gesetzgeber bevorteilte den Mann, so dass ein ein gewisser Ausgleich bestand.

Heute muss jeder sehen, wo er bleibt und eine Frau die die schwierigen Schritte des Kennenlernenes,(die z.B. Ego-Punkte kosten), fast nur dem Mann überlässt, wird von diesem spätestens wenn die Rosa-Brille-Phase vorbei ist, nach und nach die Quittung in Form von Vorbehalten, Misstrauen und einem nie ganz vollständigen Einlassen des Mannes auf die Beziehung, ernten.

Sowas kann man auch gerade im Moment in den Nachbarthreads schön nachlesen, wenn man sich die wahrscheinlichen Beweggründe der jeweiligen Männer für ihre Verhalten vor Augen führt.
 
  • #44
Zitat von manchmal:
Derjenige, der als erstes so etwas sagt wie "Hey, das war nett, lass uns das wiederholen", riskiert eben einen Korb, und der kratzt am Ego, egal ob eigenes Interesse besteht oder nicht.

Dann sollte man am eigenen Ego arbeiten, damit es einen nicht mehr kratzt! ;-)
Und man sollte sich vor Augen führen, das ein erstes Treffen, nur ein unverbindlicher Plausch ist. Natürlich habe auch ich schon als erster geschrieben, das mit das Treffen gefallen hat und ich Interesse an einem weiteren habe. Die Frau hatte das weniger. Na und? Ich dem Fall wünsche ich noch viel Erfolg bei der weiteren Suche, lösche die Konversation und Nummer. Und zwei Tage später, kann ich mich noch nicht mal mehr an den Vornahmen erinnern.

Daher denke ich, wenn sowas am eigenen Ego kratzt, dann liegt das nur daran, das man viel zu viele Erwartungen hatte. Und das ist niemals gut!

Grundsätztlich habe ich die Erfahrung gemacht, wenn Frau nach einem ersten Treffen Interesse hat, meldet sie sich meist sehr schnell. Mitunter schneller, als Mann etwas schreiben kann.
 
  • #45
Liebe Frauen, klar gibt es Männer mit Jagdinstinkt.
Die jagen nach einer erlegten die nächste und wieder die nächste und wieder die nächste Beute.
Wer es mit sich rar Machen versucht, wird also vornehmlich diesen Jägertyp anziehen. Und der sich mit dem einlässt, wird früher oder später merken, dass er draußen weiter jagt.
Oder sind alle Frauen, die hier die sich-rar-machen-Methode favorisieren, davon überzeugt, sie könnten, wenn sie sich haben erobern lassen, den Mann dann immer an sich binden und ihm seinen Jagdtrieb abtrainieren?

Das einzig wahre ist, ist dem Tempo und Umfang zu antworten, den man selber hat. Wenn beide es so machen, zeigt sich schon, ob's passt. Ist einer wesentlich schneller oder langsamer und der andere damit unzufrieden, passt es nicht.
 
  • #46
In Zeiten der Emanzipation will auch kein Mann eine respektlose Frau.
Wenn "Nuri" schreibt, dass ihr dass ihr das "als Dame" gelungen sei, dann muss sie sich im Klaren darüber sein, dass es ganz schmaler Grat ist, wenn sich eine Seite so überheblich zeigt, dass nur die Andere "den Hof machen" muss, und es dann in vielen Fällen eher zum Frust, als zum Happy End vor dem Traualtar kommt.
Früher wurde prinzessinnehaftes Verhalten eher toleriert, denn der Gesetzgeber bevorteilte den Mann, so dass ein ein gewisser Ausgleich bestand.
Wenn wir schon mit dem Begriff "Dame" operieren wollen - gut ich hab's ja angefangen ...
Eine Dame ist respektvoll, niemals überheblich, sondern aufmerksam, freundlich, warmherzig, charmant. Eine gute Zuhörerin und eine, die dem Mann das Vergnügen macht, Mann sein zu dürfen. Sie ist ist gebildet, erfolgreich, kultiviert, gepflegt und hat Manieren. Sie wirkt nicht verzweifelt, sie bedankt sich freundlich, wenn er ihr die Tür aufhält, ihr aus dem Mantel hilft, sie einlädt, er ihr den Stuhl zurechtrückt und ihr später die Autotür öffnet, falls er sie nach Hause fährt.
Eine Frau, die sich prinzessinnenhaft aufführt, ist das genaue Gegenteil einer Dame. Diese ist souverän und gelassen und eine erfreuliche Gesellschaft und Gesprächspartnerin. Insofern überlässt sie die etwas schwierigen Schritte des Kennenlernens nicht allein dem Mann. Weder sie noch der Mann verlieren Ego-Punkte, was immer das sein soll, denn sie gehen respektvoll, aufmerksam und freundlich miteinander um. Sie ist aufgeschlossen seinen Anregungen gegenüber, hält sich aber erst einmal ein bisschen zurück und versucht nicht, ihm die Welt zu erklären. Sie interessiert sich für seine Ansichten und seine Themen. Sie hakt ein, wo sich die Interessen berühren. Sie monologisiert nicht, sie erwähnt nicht allzu ausufernd ihre Sicht der Dinge. Sie ist nicht verbittert, sondern ruht in sich. Sie ist lustig und lebhaft bei den richtigen Gelegenheiten und mitfühlend, wenn es angebracht ist. Sie beschäftigt sich mit dem Gesprächspartner und nicht vor allem mit sich.selbst.
Nur zu gern lässt sich ein Mann auf so eine Person ein und mit ihr, denn sie macht es ihm schön und angenehm und überaus erfreulich.
 
  • #47
Eine Dame ist respektvoll, niemals überheblich, sondern aufmerksam, freundlich, warmherzig, charmant. Eine gute Zuhörerin und eine, die dem Mann das Vergnügen macht, Mann sein zu dürfen.
Das, was Du aufzählst sind Eigenschaften eines netten, anständigen Menschen mit ordentlicher Konversation.

Dies setze ich als Grundeigenschaften bei jedem Menschen voraus (wenn ich auch sehr wohl lernen musste, dass es hier wohl viele Ausnahmen gibt). Dafür ist Frau noch lange nicht "Dame".
Und Du setzt diese Eigenschaften ja beim Mann wohl auch genauso voraus, nehme ich mal an. Oder?

Daher hast Du an dieser Stelle des Kennenlernens noch gar nichts in Richtung des Mannes zurückgegeben, dass er vorgelegt hat, sondern warst nur höflich.

Bitte setzte Deine Aufzählung doch nun bitte fort um diejenigen Dinge, die Du (einseitig) für ihn tust, wenn er Dir (ebenfalls einseitig) den Hof macht.
 
  • #48
Bitte setzte Deine Aufzählung doch nun bitte fort um diejenigen Dinge, die Du (einseitig) für ihn tust, wenn er Dir (ebenfalls einseitig) den Hof macht.
Das hab ich doch schon getan, oder? Meine Liste war viel länger.
Aber okay: Ich koche gut und sehr gerne (bin schlank, um Verdächtigungen zuvorzukommen) und lade gern zu mir ein zum Candlelight-Dinner, auch ohne Candles, wenn ihm das lieber ist. Ich suche gegebenenfalls schöne Tafelmusik aus. Ich bin mir nicht zu fein, ihm ein Bad einzulassen, ihn zu massieren, wenn er möchte, es ihm gemütlich zu machen. Ich habe viele Interessen und mache Vorschläge zu gemeinsamen Unternehmungen. Ich hab ein Auto (Mercedes), fahre viel und gerne und erwarte von einem Mann nicht, dass er mich herumkutschiert. Meinetwegen muss er nicht mal ein Auto haben. Ich fahre ihn gern, hole ihn ab, mache Ausflüge mit ihm. Ich bin großzügig und erwarte nicht mal ansatzweise, dass ein Mann mich finanziert. (Ausnutzen lasse ich mich allerdings keineswegs.) Ich bin nicht seine Putzfrau, aber gestalte gern ein bisschen seine Wohnung und/oder sehe seinen Kleiderschrank durch, falls er das wünschen sollte. (Die meisten Männer tun das nicht, also halte ich mich raus.) Ich habe einen großen und sehr interessanten und interessierten Bekanntenkreis, in den er mich gern begleiten kann, wann immer er möchte. Er muss es aber nicht, ich gehe auch sehr gern allein weg. Ich quengle nicht, wann ich endlich seine Freunde und seine Familie kennen lernen kann. Ich bin fast immer fröhlich und freundlich, belästige ihn nicht mit meinen Problemen, höre mir aber gern seine an. Falls er einen Rat oder Hilfe möchte, bin ich für ihn da.
 
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