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  • #32
Ich bin nicht der Mensch, der rät, seinen Kindern den Unterhalt vorzuenthalten. Aber alles muss Mann sich auch nicht gefallen lassen. Wehr Dich! Natürlich wirst Du am End immer den Unterhalt zahlen, oder? Es sind deine Kinder. Aber die Mutter etwas in ihrer selbstverliebten Arroganz zu stören, sollte Dir den Spaß wert sein..

Kindisch so was. Aber solange der FS hier nicht klar auf den Tisch legt, für was die FS angeblich den Kindesunterhalt verprasst, können wir uns die Finger wund schreiben und müssen solche unsachlichen nichts bringenden Beiträge´wie der obige durchlesen.
 
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  • #33
Setz doch mal einen Monat aus mit dem Unterhalt und beobachte das Geschrei, das dann entsteht.

Das ist so ziemlich der blödeste - sorry - sagen wir unglücklichste Vorschlag, der bis jetzt gemacht wurde.
Erstens verhärtet es die Fronten, ein getrennter Vater - und das ist der Rat vieler anderer getrennter erfahrener Väter - sollte immer ein gutes Verhältnis zur Ex anstreben, den Kindern und sich selbst zuliebe.
Zweitens: Der Unterhalt für den fehlenden Monat kann nicht zurückgehalten werden, schon gar nicht, wenn es gerichtlich festgehalten wurde, dann droht eine Gehaltspfändung, wenn es einen gerichtlich beschlossenen Titel gibt.
Drittens: Außerdem kann es dem Vater passieren, dass er sämtliche Gerichts- und Anwaltskosten alleine tragen muss(auch die der Frau), weil die Frau nichts zahlen kann oder es auch nicht muss. Wenn er "im Verzug" ist mit seinen Zahlungen, muss er auch die Anwaltsgebühren zahlen. Und der Vater muss rückwirkend zahlen, also außer Spesen ist dann nichts gewesen.
Die 900€, die den Kindern abgehen, kannst Du dann für den Anwalt zahlen und deine Exfrau, die sowieso wenig hat hat auch - so gesehen geht noch mehr Geld den Kindern verloren.

900€ ist nun wirklich nicht viel Geld, was Du als Vater zahlen musst! Die durchschnittlichen Väter in meinem Umkreis zahlen, solange alle zusammenleben so 6000-8000€ im Monat alles in allem.
Gehobene Mittelschicht, mehr nicht.
Es gibt allerdings auch getrennt lebende Mütter, die wohnen im Haus und bekommen selber bis zu 15.000€ Unterhalt für sich und die Kinder. Übrigens hat diese Mutter mit dem Vater immer noch ein entspanntes Verhältnis - sie arbeitet auch und er hat ne neue Frau und ein neues Haus.

900€ ist nicht der Höchstsatz!
Der Höchstsatz sind für kleine Kinder schon über 500€, allerdings ist der Kindesunterhalt abhängig vom Nettoverdienst des Mannes und sobald der über 5000€ liegt, wird nach dem tatsächlichen Bedarf des Kindes berechnet und der liegt in der Regel weit über 500 oder 600€.

Schau, dass Du ein gutes Verhältnis zu Deiner Exfrau hast. Es erspart Dir und den Kindern Stress, Du bekommst ein besseres Verhältnis zu Deinen Kindern, sie bekommen keinen "Trennungsschaden" und geraten nicht in Gewissenskonflikte.
Du wirst Deine Kinder ein Leben lang haben und es ist schön, wenn sie auch später rückblickend das Gefühl haben, dass sie Dir immer wichtig waren. Das geht besser, wenn Du versuchst, Dich mit deiner Ex zu verstehen.
900€ ist zu verschmerzen. Und "verprassen" kann man da nichts. Schau, dass Du Deinen Kindern ein guter Vater bist und sie Dich auch rückwirkend mit 15 in guter Erinnerung haben, als sie noch klein waren.
Trotzdem alles Gute!

w, 40
 
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  • #34
Lieber FS, nimm doch einfach du die Kinder für 900€ im Monat! Ich erzähle dir mal, was da auf dich zukommt, als jahrelang Alleinerziehende:

- Entweder nur TZ arbeiten mit vermasselten Karrierechancen gerade als Akademikerin, oder eine Mörderkohle für eine Tagesmutter ausgeben
- Doppelt so grosse Wohnung mit doppelter Miete - man kann die Kids ja nicht im Küchenschrank grossziehen
- immer schön in den teuren Ferien in Urlaub fahren -wenn man sich denn denn leisten kann - schlägt gut und gern mit 50% Mehrkosten zu Buche gegenüber der Nebensaison
- Keinen Abend frei ohne teuren Babysitter für Sport, Kino, Theater usw.
- Bücher, Klassenfahrten, Schulausflüge
- Urlaub nehmen wenn die Kids mal krank sind - macht man immer gern
- usw..

Für 900€ hast du dich freigekauft, und dann auch noch meckern. Nimm du sie einfach, und nach ein paar Monaten schaun wir mal weiter...
 
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  • #35
Also der FS hat hier kaum Informationen geliefert und er meldet sich nicht mehr! Er hat das Alter der Kinder nicht geschrieben und auch nicht wo sie leben (Dorf oder Stadt).

Man kann im Internet nachschauen was z.B. H4 für ein Kind berechnet. Das kann man dann als das Minimum nehmen. Es ist auch etwas von den 900 € weg.

Da aber der FS extrem wenig Info geliefert hat, ist es einfach naheliegender, er ist über die Zahlungen frustriert und seine Ex ist nicht soooo sehr die Böse.

Natürlich kann man Kinder sparsamer groß ziehen aber da muss man den Kindern auch viel vorenthalten und sie auch in ihrer Entwicklung beschneiden. Möchte ein Menschen wirklich, dass seine Kinder auf dem H4 Status aufwachsen müssen, nur damit er ein paar Euro spart?

Der FS hat die Möglichkeit es dem Jugendamt zu melden. Er kannn eine 50:50 Aufteilung beantragen. Männer sind nicht so Machtlos wie sie hier tun!

Frauen sind aber auch nicht immer die Heiligen!

Hier schreiben alle nur von ihren Erfahrungen oder solidarisch zur einer der beiden Seiten.
 
  • #36
Ich vermute mal, dass du das Kindergeld bekommst. Es sind also nicht 900€, die du tatsächlich aus eigener Kasse abdrückst. Dazu dürfte auch noch ein anteiliger Kinderfreibetrag kommen. Die tatsächliche Last wird also eher im Bereich 500€ liegen.

Wie werden 900€ ausgegeben? Ich nehme hier mal den günstigen Fall von der Ausgabenseite her. Die Kinder sind in der Grundschule und benötigen keine Betreuung, da die Mutter Teilzeit arbeitet. Bei kleineren Kindern fällt dann noch die Kindergartengebühr an und bei größeren Kindern eventuell der Hort bzw. kommen da dann andere Kosten noch hinzu.
Hier mal die Aufstellung, mit einem eher niedrig angesetzten Preisniveau, für einen ganz normaler Tag.

Frühstück:
1,00€ für 2 Brezen
0,30€ für 0,5 Liter Milch
0,20€ für Butter

Pause:
0,60€ für 2 Müsliriegel
0,40€ für 2 Äpfel
1,00€ für Wasser/Saftschorle

Mittagessen:
3,70€ für 15 St. Fischstäbchen
1,80€ für 1 Packung Pommes Frites
1,00€ für Eisbergsalat
0,30€ für Ketchup
0,20€ für Salatsauce
1,00€ für Wasser/Saftschorle

Nachmittag:
1,00€ Obst/Joghurt/kleines Eis

Abendessen:
0,50€ für Brot
1,00€ für Wurst
0,20€ für Butter
0,30€ für Essiggurken

Generell:
1,00€ für Duschgel/Shampoo/Seife/Zahnpasta/Zahnbürsten/Klopapier/Schulbedarf
______________________
15,50€

Bei angenommenen 24 Tagen macht das 372 €
Nehmen wir eine sehr günstige Warmmiete von 328€ an, sind wir schon bei 700€
Dazu kommen noch ca. 100€ für Kleidung, wenn es sich um eher günstige Artikel handelt.

Wenn die Kinder überhaupt keine Markenkleidung, Markenspielwaren, Bücher usw. bekommen, wären 100€ frei für Schulausflüge, Sportvereine, Sparverträge, mal ins Kino, vermutlich 10€ im Monat um Geburtstagseinladungen anderer Kinder wahrnehmen zu können usw.
 
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  • #37
...
Ich habe mal ausgerechnet, was mein 8jähriger Sohn mich im Monat kostet (Kleidung, Musikunterricht, Sport, Babysitter, extra-Ausgaben für Ausflüge, Geschenke für Geb-Einladungen, mal hier ne neue Bettwäsche, da neue Schuhe, neuer Tennisschläger, Winterjacke verloren, Hosen 2-wöchentlich zerrissen, mal essengehen oder Babysitter) und kam ohne anteilige Miete, Strom und ohne Schulgeld/Schulausgaben auf 950€.
Der Kleine ist 3 und kostet mich so 500€ ohne Kitakosten.
Wir leben sicher nicht im Luxus.Ich muss schon sehen, dass wir uns auch einiges verkneifen - Geld für ein neues Kinderbett habe ich nicht, ich verkneif mir sogar das Geld für neue Trinkflaschen.
Dazu kommt noch die ständige Rumfahrerei (kostet Zeit, Nerven und Benzin), ich bräuchte auch keine Putzfrau ohne Kinder, aber da klebt ja täglich der Boden - ich habe einen 10h-Job und keine Lust, abends um 20 Uhr den Küchenboden zu schrubben.
...
w,40

Einwenig übertrieben.
2 Hosen wöchentlich zerrissen.
Für einen 3 Jährigen ca 500 Euro im Monat. Wie Bitte?? Man kann´s auch übertreiben.
Neue Tennisschläger, na super, aber kein Geld für ein Kinderbett.
 
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  • #38
Bei mir sind die größten Posten, Miete und Strom. Da ich mit mein Kind damals in ein angenehmes, nicht Chicki-Micki-Viertel ( Wohnung 70 qm) von Berlin gezogen bin, wo es gute Schulen, gute Verkehrsanbindungen usw. gibt, ist die Miete natürlich hier anders als in Berlin-Neukölln (Problembezirk).

Das hat sich ausgezahlt, es wohnt, lebt und arbeitet sich hier gut, wenig Probleme, eine gesunde Grosstadt-Anonymität, familiär und gepflegt im Mietshaus, keine Prolls usw., netter Freundeskreis, gute Schule, sie ist fast fertig mit der, das prägt doch fürs ganze Leben. Kostet halt aber auch nicht wenige Euro mehr.
 
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  • #39
Ich find die Vorstellungen mancher Damen realitätsfern und überzogen.

Warum wird auch bitte davon ausgegangen, dass für die Kinder nur 900 € zur Verfügung stehen? Die Frau ist doch genauso für die (finanzielle) Versorgung verantwortlich, folglich haben wir bei gleichen Anteilen 1.800 € für 2 Kinder. Wenn die Mütter allerdings selbst nichts beisteuern mangels Erwerbstätigkeit, dann kann man nun auch kein Leben der Kinder im Luxus erwarten.....
Für den Ausgleich der Einbußen der Frau selbst ist Ehegattenunterhalt da, nicht der Kindesunterhalt.

Wenn die Befürchtungen des TE berechtigt sind, würde ich einen Anwalt aufsuchen.
 
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  • #40
Gast 38, Dir ist hoffentlich klar, die Mutter muss die Kinder auch betreuen und da kann man von ihr nicht 50% der Finanzierung der Kinder erwarten.

Der Vater betreut die Kinder ja auch nicht 50%, darum hat er deutlich mehr Zeit mehr Geld zu verdienen und muss somit auch die größere finanzielle Lasst tragen.
 
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  • #41
Mich wundern Ansprüche mancher Frauen hier.

Ich, AE 2 Kinder, bekomme kein Unterhalt und kein Vorschuss vom JA da die Fristen abgelaufen sind.
Man kann schon Männer irgendwo verstehen denn wenn so viel Geld von den Frauen verlangt wird...Luxus Problem haben die.

Wieso "verlangt"? Der Unterhalt wird nicht von der Kindsmutter "verlangt", er wird vom Gericht "bestimmt". Und diese Höhe hat schon ihren Hintergrund.
Wenn DU keinen Unterhalt bekommst, dann ist das schade für dich und du wirst mir sicher beipflichten, dass das nicht in Ordnung ist. Aber nur weil du ungerecht behandelst wurdest, musst du das nicht auch anderen Frauen wünschen und ihnen etwas unterstellen, was nicht gegeben ist.
Als AE-Mutter müsstest du eigentlich wissen, dass Kinder Geld kosten und dass auch ein Vater Verantwortung tragen sollte.
 
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  • #42
Wieso "verlangt"? Der Unterhalt wird nicht von der Kindsmutter "verlangt", er wird vom Gericht "bestimmt". Und diese Höhe hat schon ihren Hintergrund.
Wenn DU keinen Unterhalt bekommst, dann ist das schade für dich und du wirst mir sicher beipflichten, dass das nicht in Ordnung ist. Aber nur weil du ungerecht behandelst wurdest, musst du das nicht auch anderen Frauen wünschen und ihnen etwas unterstellen, was nicht gegeben ist.
...

Das sehe ich genau so - hinzu kommt, dass es juristisch unzulässig ist, als naturalunterhaltsleistender Elternteil auf den Barunterhalt des anderen Elternteils zu verzichten, eben weil der Unterhalt für das Kind bestimmt ist.
 
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  • #43
Gast 38, Dir ist hoffentlich klar, die Mutter muss die Kinder auch betreuen und da kann man von ihr nicht 50% der Finanzierung der Kinder erwarten.

Der Vater betreut die Kinder ja auch nicht 50%, darum hat er deutlich mehr Zeit mehr Geld zu verdienen und muss somit auch die größere finanzielle Lasst tragen.

Korrekt, mit dem Kindesunterhalt wird auch die praktische Betreuungsleistung der Mutter mit abgegolten.

Mein Kindesvater war nie da, wenn unser Kind krank war und ich es rund um die Uhr betreuen musste. Mein Kindesvater lies sein frisch operiertes Kind alleine im Krankenhauszimmer liegen, weil er weg musste, während ich kurz mal auf dem WC war. Kurz darauf hatte mein Kind einen Brechanfall, eine Narkosenachwirkung. Zum Glück war ich zu diesem Zeitpunkt wieder im Zimmer. Schlimm wäre es gewesen, wenn es aufgewacht wäre und weder Mama noch Papa wären da gewesen.
 
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  • #44
Korrekt, mit dem Kindesunterhalt wird auch die praktische Betreuungsleistung der Mutter mit abgegolten.

Mein Kindesvater war nie da, wenn unser Kind krank war und ich es rund um die Uhr betreuen musste. Mein Kindesvater lies sein frisch operiertes Kind alleine im und Krankenhauszimmer liegen, weil er weg musste, während ich kurz mal auf dem WC war. Kurz darauf hatte mein Kind einen Brechanfall, eine Narkosenachwirkung. Zum Glück war ich zu diesem Zeitpunkt wieder im Zimmer. Schlimm wäre es gewesen, wenn es aufgewacht wäre und weder Mama noch Papa wären da gewesen.

nunja, du kannst dem Vater nicht wirklich einen Vorwurf machen, wenn dein Kind im Krankenhaus liegt und einen Brechanfall bekommt. Wenn er weg muss (oder will) dann ist das halt so. Die Aufsichtspflich hat in dem Fall das Krankenhaus und nicht ihr! Oder sagst du auch... der Vater war nicht bei der OP dabei, deshalb lief es schief? Schwachsinn!
Und außerdem was das finanzielle angeht... natürlich ist es blöd wenn man sich scheiden lässt und nun einer die hauptsächliche Aufsichtsarbeit leisten muss. Aber es sind immer noch eure Kinder verdammt nochmal! Geld dafür zu verlangen, dass man sich um das eigene!!! Kind kümmert ist echt armselig. Das heißt aber nicht das ich nicht finde, dass der andere Elternteil zu den Lebenshaltungskosten des Kindes beitragen soll. Aber eben 50 zu 50!
Und immerhin wird doch von eltern immer gesagt, dass kinder einem so unendlich viel geben würden. Na also. Vielleicht sollte der Vater der sein Kind nicht ständig sieht Geld für den emotionalen Ausfall verlangen, der durch die Abwesenheit des Kindes entsteht - wenn die Mutter schon damit anfängt Geld zu fordern für die Zeit, die sie auf ihr!!!! Kind aufpasst.
Wenn sie es nicht will, soll sie es dem Vater geben oder zur Adoption.
 
  • #45
Ich denke, dass viele der Antworten mit Rechenbeispielen inhaltlich richtig sind. Nur geht es hier überhaupt nicht um die 900 Euro. Da könnte auch 800 oder 1000 Euro stehen, es spielt keine Rolle. Die Frage bezieht sich ganz klar auf einen konkreten Verdacht, dass vom Unterhalt viel zu wenig bei den Kindern ankommt. Und solche Fälle gibt es in Deutschland, das ist mit das Schlimmste, was Kindern passieren kann! Anstatt den Abakus hin und her zu schieben, lest doch mal interpretationsfrei die Frage.
 
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  • #46
Ich glaube, die Summe von 900,- schockiert erstmal und das ist es auch, was der FS bezweckt.
Nehmen wir doch mal die Hälfte, also 450,- . Das ist der Sazt für EIN KIND und das kann man sich besser vorstellen.
Da geht schonmal die Miete in die Höhe. Je nach Wohnort kann man schon mal 15,- - 20,- € pro qm ansetzen. Also bei einem kleinen Zimmer sind das schon mal 200,- € Miete. Die Übernachtung am Wochenende beim Papa geht auch mal in Papas Schlafzimmer oder im Wohnzimmer, bei der Mama geht das aber nicht.
Ich hab eine Zeit ein Haushaltsbuch geführt, je nach Alter des Kindes werden da schon mal 150,- oder mehr verfuttert. Schule, Freizeit und Kleinigkeiten können mal locker mit 50,- angesetzt werden und dann je nach Alter vielleicht noch 20,- -50,- Taschengeld. Nun sind wir schon bei den 450,- € angelangt, das Kind hat aber noch kein einziges Stück Bekleidung am Leibe. Ich brauche keine Designerklamotten und keine Markenschuhe, aber trotzdem wächst ein Kind und braucht ab und zu mal etwas. Ich habe noch keine Energiekosten berechnet, keine Benzinkosten, keinen Urlaub. Das alles kann natürlich der Frau angerechnet werden, denn sie muss natürlich auch ihren Teil beitragen.
Aber nun möchte ich wirklich wissen, WO die Ex des FS bei 450,- pro Kind denn etwas abzwacken sollte.
Wenn sie das Geld verprassen sollte, das möchte ich gerne wissen. Lässt sie die Kinder hungern? Laufen die Kinder in alten, zu kleinen Lumpen herum? Müssen die Kinder beide im Wohnzimmer am Sofa schlafen? Dürfen sie nicht mehr zu Freunden oder zum Sport?

Der FS hat sich nicht mehr gemeldet, anscheinend ist ihm inzwischen klar, dass er da nicht richtig liegt und vielleicht schämt er sich auch ein wenig für seine Ignoranz.
 
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  • #47
Hallo FS,

wieviel bleibt dir denn im Monat übrig zum "Verprassen?

Rechne mal das Einkommen deiner Frau und den Kindesunterhalt zusammen, plus die Hälfte des Kindergeldes (die andere Hälfte wurde dir vom Gericht bereits bei den zu leistenden Unterhaltszahlungen abgezogen!) und teile diese Summe durch 3 = deine Frau und zwei Kinder! Merkst du was? Diese drei Personen haben weniger zum "verprassen" übrig als die Summe die du für dich persönlich verprasst!

Ich an deiner Stelle würde mich schämen ein Posting hier einzustellen, das von einem absoluten Realitätsverlust zeugt!
 
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  • #48
Ein guter Freund hat mir während meiner Scheidung mehrfach folgendes gesagt: "Wenn es Deiner Ex-Frau gut geht, dann geht es Deinen Kindern auch gut." Ich zahle monatlich EUR 1800 unterhalt und es geht meiner Ex und meinen Töchtern gut. Dieses Jahr hat mich sogar meine Ex-Schwiegermutter zum Geburtstag angerufen um mir zu gratulieren. Am besten Du machst aus den EUR 900 monatlich EUR 1.000. M47
 
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  • #49
Ich denke, dass viele der Antworten mit Rechenbeispielen inhaltlich richtig sind. Nur geht es hier überhaupt nicht um die 900 Euro. Da könnte auch 800 oder 1000 Euro stehen, es spielt keine Rolle. Die Frage bezieht sich ganz klar auf einen konkreten Verdacht, dass vom Unterhalt viel zu wenig bei den Kindern ankommt. Und solche Fälle gibt es in Deutschland, das ist mit das Schlimmste, was Kindern passieren kann! Anstatt den Abakus hin und her zu schieben, lest doch mal interpretationsfrei die Frage.

Na ja, dazu schreibt der FS eben nichts. Woher kommt sein Verdacht?
Ich kenne aber auch viele Fälle, in denen Männer das ihren Exfrauen vorhalten und es ist nie, wirklich nie so, dass die Kinder vernachlässigt werden. Männer nehmen einfach an, dass das Geld von der Frau verprasst werden, weil sie keine Ahnung haben und nur Frust schieben.
Bei 900,- für 2 Kinder bleibt ganz einfach nichts mehr übrig, was die Frau verprassen könnte. Die Kinder müssten in diesem Fall grob vernachlässigt werden und davon schreibt der FS eben nichts. Das hätte er aber bestimmt geschrieben, wenn es so wäre.

Also wenn der FS den Verdacht hat, dann sollte er einfach mal schauen, wie es seinen Kindern geht - damit wäre schon viel geholfen.
 
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  • #50
Gast 43, das ist lächerlich!

Es gibt die 50:50 Regelung auch aber da ist das Kind zu 50% bei beiden Eltern. Wenn aber die Regelung da ist, einer erzieht hauptsächlich das Kind und das braucht Zeit, die man dann nicht arbeiten kann, dann muss der andere mehr zahlen. Das was Du da beschreibst ist...

Der M47 Gast47 hat eine vernünftig Haltung zu der Sache, gut nicht jeder Mann kann so viel zahlen aber mir geht es um das Denken.
 
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  • #51
nunja, du kannst dem Vater nicht wirklich einen Vorwurf machen, wenn dein Kind im Krankenhaus liegt und einen Brechanfall bekommt. Wenn er weg muss (oder will) dann ist das halt so. Die Aufsichtspflich hat in dem Fall das Krankenhaus und nicht ihr!
Vielleicht sollte der Vater der sein Kind nicht ständig sieht Geld für den emotionalen Ausfall verlangen, der durch die Abwesenheit des Kindes entsteht - wenn die Mutter schon damit anfängt Geld zu fordern für die Zeit, die sie auf ihr!!!! Kind aufpasst.
Wenn sie es nicht will, soll sie es dem Vater geben oder zur Adoption.

So ein liebloser Schmarrn, ein Vater lässt ein frisch operiertes Kind einfach nicht allein. Das Kind ist schutzbedürftig und wenn die SChwestern sehen, dass ein Elternteil da ist, müssen sie in dem FAll keine Aufsichtspflicht führen. Wo lebst du denn? Hast du selber Kinder. Dann noch zu entschuldigen, ist halt so, wenn der Vater gehen will, das geht gar nicht.

Rechtlich und gesetztlich ist klar definiert, dass mit dem Kindesunterhalt des Vaters auch die enorme Betreuungszeit durch die Mutter, die in den ersten Jahren 24 Stunden rund um die Uhr geht, auch mit abgegolten wird. Das Argument, die Mutter könnte ja das Kind zum Vater geben oder zur Adoption ist sowas von unsachlich und dumm.

Ich habe meinem Kindesvater das Angebot gemacht, vor dem Jugendamt. Er war erschrocken und hat dankend abgelehnt, mit dem Argument, wie soll er den dann arbeiten gehen, die Betreuung usw. sicher stellen. Aber ich konnte es komischer Weise, seit dem mein Kind 9 Monate alt ist. Mein Kindesvater hat schon von Anfang an kein Bock auf sein Kind gehabt, ich habe es leider zu spät gemerkt, aber ich bin sehr froh dieses Kind zu haben. Er hat sich dafür mit Geld frei gekauft.

w
 
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  • #52
Aber es sind immer noch eure Kinder verdammt nochmal! Geld dafür zu verlangen, dass man sich um das eigene!!! Kind kümmert ist echt armselig.

Vielleicht sollte der Vater der sein Kind nicht ständig sieht Geld für den emotionalen Ausfall verlangen, der durch die Abwesenheit des Kindes entsteht - wenn die Mutter schon damit anfängt Geld zu fordern für die Zeit, die sie auf ihr!!!! Kind aufpasst.
Wenn sie es nicht will, soll sie es dem Vater geben oder zur Adoption.

Moment, Du hast hier etwas Wesentliches nicht verstanden, wie mir Deine Rudeltiere empörter Satzzeichen hinter (sorry) Unfug zeigen, den Du schreibst.Kein Mensch hat etwas davon geschrieben, dass Mütter Geld dafür haben wollen, um auf ihre eigenen Kindern aufzupassen.

Irgendwer schrieb es auch oben schon, es geht bei der Unterhaltszahlung neben dem konkreten Bedarf der Kinder (essen, trinken, Busfahrkarte, Klamotten, Schuhe, Schulsachen, Spielsachen, Aktivitäten mit anderen Kindern, Taschengeld oder wenn sie klein sind eben Windeln, usw. usf.) darum, dass ein Ausgleich geschaffen wird für den betreuenden Elternteil, der während der Betreuungszeit der Kinder eben KEINE Möglichkeit hat, SELBST Geld zu verdienen, WEIL er ja die Kinder betreuen muss! Verstehst Du das jetzt?

Es geht nicht darum, dass Mütter Geld für die Kinderbetreuung und -erziehung wollen.Abgesehen davon, dass das nicht die Mütter so "bestimmen", sondern der Staat es vorgibt! (traurig, dass da so ein Mütterbashing draus gemacht wird, als hätten die Mütter das so festgelegt; dem ist ja nicht so)

Eine Mutter (respektive ein Vater, egal welches Elternteil) kann nun mal nicht gleichzeitig, ein Kind betreuen, Hausaufgaben mit ihm machen, es fördern, bzw. ihm die Windeln wechseln, es stillen (Mutter) oder füttern, bzw. am Krankenbett des Kindes sitzen wenn es erkältet ist oder die Mumps oder Masern hat, wenn es gleichzeitig arbeiten geht.Logisch, oder? Also wird dieses Elternteil existentiell benachteiligt!Was ist daran nicht zu verstehen?

(Alternative wäre ggfs. eine teure Kinderbetreuung, auch die will aber bezahlt sein; dann kann die Frau arbeiten, aber Du kannst davon ausgehen, dass Ihr Gehalt eben für diese Kinderbetreuung drauf geht, somit geht sie im Grunde nur arbeiten um die Kinderbetreuung zu bezahlen, die sie nur deshalb benötigt, weil sie arbeiten geht, verdient aber nichts; ausser vielleicht sie ist eine hochdotierte Akademikerin, wo am Monatsende selbst bei einem Betreuungsgeld für die Kinderfrau noch was übrig bleibt... aber wenn frau "nur" ca. 2000 - 2500 Euro netto rausbekommt, macht Fremdbetreuung null Sinn, weil das Geld dann komplett für die Kinderbetreuung drauf geht).

Der Vorschlag mit der Adoption ist ja wohl der dümmlichste überhaupt, sorry.

Und wenn der Vater das Kind nimmt, besteht die selbe Situation, nur umgekehrt.Frage mich wirklich, was daran so schwer zu verstehen ist.

w, ü40, gewollt kinderlos, aber genervt vom Mütterbashing
 
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  • #53
wenn die Mutter schon damit anfängt Geld zu fordern für die Zeit, die sie auf ihr!!!! Kind aufpasst.

Keine Frau verlangt von irgendjemanden Geld dafür, dass sie auf IHR Kind aufpasst. Denn noch wird angezweifelt, ob es eine unbefleckte Empfängnis gibt. In allen Fällen wird es also nicht IHR Kind sein sondern das GEMEINSAME Kind. Die Betreuung des Kindes ist also zu 50 % die Betreuung des eigenen Kindes, zu 50 % die Betreuung des Kindes des Vaters. Und warum bitte sollte die Frau sowohl die komplette Versorgung (finanziell) noch die komplette Betreuung (zeitlich und emotional) alleine übernehmen? Es ist nun mal nur zu 50 % ihr Kind. Der Vater hat Rechte, aber er sollte eben auch Pflichten haben. Wenn er die komplette Betreuung selbst übernehmen würde, dann müsste er auch nicht zahlen sondern könnte eben auch den Unterhalt "verprassen".
Kaum ein Mann ist aber dazu bereit.
 
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  • #54
Wenn er die komplette Betreuung selbst übernehmen würde, dann müsste er auch nicht zahlen sondern könnte eben auch den Unterhalt "verprassen".
Kaum ein Mann ist aber dazu bereit.

Diese Stereotype von wegen dann soll doch der Mann das Kind nehmen, kann ich echt nicht mehr lesen.
Wenn die Frau das Modell Kind bei sich und Kindesunterhalt wählt, bekommt sie es. Kaum ein Vater kann vor Gericht gegen den Willen der Mutter durchsetzen, dass er das Kind "bekommt".

Dieser Fakt, dass die Mutter bei einer Trennung mit Kind(ern) grundsätzlich am längeren Hebel sitzt, macht die Unterhaltsregelung für Väter weniger akzeptabel. Und jetzt tut doch ´mal nicht so, als gäbe es keine Mütter, die maximal halbtags arbeiten möchten und fest mit dem Kindesunterhalt auch für sich kalkulieren. Da gibt es dann halt gebrauchte Kleidung aus der Familie und öfter ´mal Nudeln mit Ketchup oder Fertigpizza.

Ist ja auch alles nicht so schlimm. Aber andersherum so zu tun als wären alle Mütter heilig, kochen ihren Kindern jeden Tag frisches Gemüse für 15 oder 20 Euro am Tag und die etwas zugespitzte Fragestellung wäre völlig absurd, ist auch daneben.

m, der auch den Kindesunterhalt zahlt und noch einiges mehr und das Kind sehr oft bei sich hat
 
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  • #55
Keine Frau verlangt von irgendjemanden Geld dafür, dass sie auf IHR Kind aufpasst.

Sorry, das Gesetz sieht das etwas anders: Derjenige Elternteil, der überwiegend das Kind betreut, bekommt den Barunterhalt vom anderen Elternteil. Der eine passt auf das Kind auf, der andere zahlt.
Die allermeisten Mütter verlangen genau dies und setzen das so durch.

Und die allermeisten Väter haben eh keine Chance, ein anderes Modell gegen den Willen der Mutter durchzusetzen. Deshalb zahlt Mann und erwartet, dass die Betreuung o.k. ist.

M
 
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  • #56
Spannende Kommentare hier.Die meisten Frauen unterliegen der Falschannahme, daß der Vater über den Kindesunterhalt für alle materiellen Bedürfnisse des Kindes aufkommen muß. Das entspricht zwar vielleicht dem Klischee des 19. Jahrhundert (Mann als Zahler/Versorger; Mutter als Erzieherin/Vertrauensperson), aber nicht der Rechtslage.

Grundsätzlich müssen beide Eltern 50% des kindlichen Aufwands tragen. Kindesunterhalt gleicht die Differenz zwischen erbrachter Erziehungsleistung beider Eltern aus. Praktisches Beispiel: Wenn der Vater die Kinder über Wochenende und Ferien 90 Tage pro Jahr bei sich hat, muß sein Kindesunterhalt 75% der Kosten decken, da die Frau ja 75% der zeitlichen Betreuung übernimmt. Bei hälftiger Kinderbetreuung fällt kein oder nur geringes Kindergeld an.

Wenn man diese Fallbeispiel hier anwendet, wäre die Mutter also verpflichtet für die 2 Kinder ca. 1,200€ einzusetzen. 900€ Unterhalt des Vaters und 300€ aus Eigenmitteln. Da Miete, Strom etc. nur anteilig als Kindesbedarf gerechnet werden darf - d.h.hier ca. 50% Kinder / 50% Mutter - kann doch keiner behaupten die Kinder könnten damit nicht sehr gut auskommen.

Vorausgesetzt die Mutter erfüllt Ihre Verpflichtungen.
 
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  • #57
...- kann doch keiner behaupten die Kinder könnten damit nicht sehr gut auskommen.

Hat hier auch keiner behauptet und darum ging es in der Fragestellung an sich auch gar nicht. Es ging alleine darum, dass diese besagte Mutter den Unterhalt für sich verprasst.

Die Kinder können damit tatsächlich nicht auskommen, weil nicht sie das Geld erhalten, sondern weil das Geld die Mutter für die Kinder erhält und für die Kinder ausgibt.

Klare Argumente des FS bzw. Beweise konnten nicht gebracht werden, daher gehe ich davon aus, dass es ein gefrusteter Vater ist, der so viel Kindesunterhalt zahlen muss und demensprechend gut verdient.
 
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  • #58
Also bei einigen Kommentaren von ach so schlauen Männern fällt mir nur ein:
Die schlausten Kapitäne stehen meistens an Land!
900€ ist nicht viel Geld, ich hoffe, er zahlt der Frau auch noch einen Unterhalt, sonst kommst sie nämlich nicht aus!
Ich habe jeden Monat einen Bedarf von über 4000€ - so teuer ist die Großstadt. Laufende Kosten tun ihr Übriges.
Auf dem Land wäre es die Hälfte, das stimmt, aber da wohne ich eben nicht.
Ohne Kinder würde ich dreimal so viel verdienen und wäre von niemandem anhängig.
Der FS ist VATER!! Da muss man eben auch was investieren.
ich zahle wesentlich mehr für meine Kinder jeden Monat und mein Exmann zahlt noch 1000€ für die Kinder und unsere Miete. Es reicht trotzdem nicht wirklich.

Was meint ihr Männer eigentlich, was ihr zu leisten habt, wenn ihr Kinder in die Welt gesetzt habt? Meint ihr, es reicht, 400 Kröten im Monat zu überweisen nach Trennung und das Kind ab und an am WE ins Kino oder in den Zoo zu schleppen? Und dann meint ihr auch noch, dass das schon wirklich gut wäre!?
Die meisten Väter würden doch keine einzige Woche überstehen, arbeitend mit Kind und Kegel, Haushalt, kochen, Hausaufgaben, Kinder zum Sport und zu Freunden fahren, Treffen organisieren usw.
Was zahlen denn Väter in einer intakten Beziehung?
Doch mindestens das dreifache!
Heult mal nicht so rum und freut Euch, wenn die Mutter Eurer Kinder die Kinder gut erzieht!
Ihr könntet es doch gar nicht!
 
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  • #59
Wenn man diese Fallbeispiel hier anwendet, wäre die Mutter also verpflichtet für die 2 Kinder ca. 1,200€ einzusetzen. 900€ Unterhalt des Vaters und 300€ aus Eigenmitteln. Da Miete, Strom etc. nur anteilig als Kindesbedarf gerechnet werden darf - d.h.hier ca. 50% Kinder / 50% Mutter - kann doch keiner behaupten die Kinder könnten damit nicht sehr gut auskommen.

Du kannst wohl auch ziemlich sicher sein, dass es darauf hinauslaufen wird, denke ich mal (wenn die Kinder nicht gerade verwahrlost, unterbetreut und unterernährt sind).Aber wie kommst Du auf 50% Kinder, 50% Mutter, wenn es mehrere Kinder sind? Bei zwei grösseren Kindern, zumal wenn es möglicherweise auch noch gegengeschlechtliche sind (weiss man in diesem speziellen Fall nicht), läge es ja per se reell bei 66% Kinder, 33% Mutter, schliesslich brauchen die Kinder auch (je nachdem, Altersunterschied oder gegengeschlechtliche Geschwister) jeweils ein Kinderzimmer, wo das schon mit dem Mietanteil Fifty-fifty nicht mehr hinkommen kann! (falls es gegengeschlechtliche Kinder sind, können i.d.R. nicht mal Anziehsachen oder Spielsachen vom jüngeren Kind aufgetragen werden, eine Option durch die man notfalls auch noch Geld sparen kann, wenn der kleine Bub die Winterjacke vom grossen aufträgt z.B.; nicht toll, aber zweckmässig).
 
  • #60
@55, da liegst Du falsch.
Eine Aufteilung des Unterhalts gibt es nur in Ausnahmefällen. Dies kann dann der Fall sein, wenn sich getrennt lebende Eltern die Versorgungs- und Erziehungsaufgaben ihrer Kinder in etwa zur Hälfte teilen.

Andernfalls erfüllt der eine Elternteil bereits durch die schwerpunktmäßige Pflege und Erziehung der Kinder seine Unterhaltspflicht, so dass eine Zahlungspflicht entfällt. Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Brandenburg vom 26. Oktober 2006 hervor.

In dem von der Deutschen Anwaltauskunft mitgeteilten Fall hatten die Eltern vereinbart, dass die Kinder bei der Mutter ihren Lebensmittelpunkt haben. Beim Vater hingegen übernachteten die Kinder regelmäßig nur dreimal alle zwei Wochen. Dies stellt im Ergebnis weniger als 25% aller Übernachtungen dar. Hinzu kam eine Betreuung durch den Vater einmal die Woche nachmittags und zusätzlich je alle zwei Wochen ein Nachmittag nach der Schule. Da die Kinder so oft bei ihm waren, verlangte der Vater eine Reduzierung seiner Unterhaltspflicht.

Zwar lagen die Betreuungsleistungen des Vaters über dem Durchschnitt, jedoch nicht ausreichend, um den Unterhalt zu kürzen, stellte das Gericht fest. Das Schwergewicht der Betreuung liege weiterhin bei der Mutter. Dies selbst dann, wenn die Kinder auch hin und wieder zwischen den regelmäßigen Terminen beim Vater übernachteten. Die Mutter könne daher nicht verpflichtet werden, einen Teil der Unterhaltszahlungen selbst zu übernehmen. Allenfalls wenn der Anteil der erbrachten Betreuungsleistungen in etwa gleichgewichtig sei, also das sogenannte „Wechselmodell“ vorliege, könne eine Anteilshaftung in Betracht kommen. Daher müsse der Vater im vollen Umfang Unterhalt zahlen.
 
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