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Gast

  • #1

Die Freundin meiner Tochter (8) kommt mir zu nahe

m 47: Ich unternehme recht viel mit meiner Tochter (z.B. beim Trampolinspringen mache ich mit) Meine Tochter ist sehr kontaktfreudig und hat viele Freunde und Freundinnen. Die Kinder wollen dann häufig, dass ich mitmache, macht auch mir meistens Spaß. Dabei kommt es natürlich vor, dass ich die Kinder berühre und auch mal festhalte, bzw. in den Arm nehme. Das ist völlig problemlos, Aber eine Freundin meiner Tochter hängt bei solchen Sachen fast ständig an meinem Hals, will in den Arm genommen werden und mit mir schmussen. Mir ist dies eher unangenehm. Es geht mir zu schnell und andere Kinder verhalten sich nicht so. Und dann habe ich die GROSSE Befürchtung, dass ich eventuell von der Mutter der Freundin oder anderen Mütter die uns sehen für pädophil gehalten werden. Siehe dazu auch den Thread zu männlichen Erziehern in Kindergärten. Was tuen ? Übrigens habe ich mit meiner Tochter engen körperlichen Kontakt.
 
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Gast

  • #2
Hat das Mädel einen Vater? Wenn nicht, dann hast du schon eine Antwort, warum das Mädel so engen Kontakt zu dir sucht. Sie will sich das holen, was sie von ihrem Vater nicht bekommt. Schwierige Situation.....

Ich würde dir als Frau empfehlen, mit der Mutter Kontakt aufzunehmen und das Thema anzusprechen. Die Mutter muss mit dem Kind reden und ihm erklären, dass es nicht richtig ist, dass es sich bei fremden Vätern so distanzlos verhält.
 
  • #3
Ich glaube, #1 trifft es sowohl bezüglich der Analyse (fehlende Vaterfigur) als auch des Ratschlags (Sprechen mit der Mutter) recht gut.

Es ist unangemessen von dem Mädchen, sich so an Dich heranzuschmusen und das sollte es von der Mutter beigebracht bekommen, gerade auch, damit es nicht irgendwann einmal tatsächlich an einen Mann gerät, der die falschen Gedanken bekommt. Genau diesen Punkt hatte Madmax in dem von Dir erwähnten Thread sehr gut erwähnt: Eltern müssen dahingehend erziehen, wachsam zu sein, selbstbewusst zu sein und zu wissen, was man tut und was nicht.

Nicht jeder denkt gleich an Pädophilie im engeren Sinne, aber an unangemessene, missbräuchliche oder zumindest grenzwertige Handlungen kann man beim Zusehen schnell denken, zumal heutzutage alle sehr sensibilisiert sind. Dass Du diesen Eindruck vermeiden willst, ist nur zu verständlich und nachvollziehbar.

Ich rate Dir, keine fremden Mädchen beim Spielen zu beschmusen oder Dich beschmusen zu lassen. Das geht mit fremden Mädchen einfach einen Schritt zu weit.

Bezüglich Deiner eigenen Tochter sehe ich kein Problem, solange sie es wirklich gerne mag und offen zulässt. Das ist gesundes Vater-Tochter-Verhalten und Du selbst wirst ja wissen, dass Deine Gedanken und Gefühle dabei rein väterlich sind. Wir sollten uns hüten, diesbezüglich die verklemmte amerikanische Art zu übernehmen. Natürlich dürfen Vater und Tochter zusammen toben, schmusen und sich auch nackt sehen.
 
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  • #4
Hey lass dich nicht verunsichern. Die ersten beiden Antworten sind sehr gut. Sprich mit der Mutter und kläre das. Ich würde mich ganz bestimmt nicht von einem fremden Kind wiederholt umarmen lassen. Das kann nur nach hinten losgehen!!

M35, Vater eines Sohnes
 
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  • #5
Pass bloß auf! Das ist nicht OK was ihr macht. Sprich mit der Mutter und vermeide so ne Kontakte. Du darfst nicht mit einem kleinen Mädchen schmusen!! Du bist erwachsen und musst aufpassen. Soviel Verantwortungsgefühl musst du haben!! Auch wenn sie anfängt. Du bist der Erwachsene!!

Vorsicht! Stell dich da wo das geschieht nicht ins soziale Aus!
 
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  • #6
Hallo, hier nochmal der FS:
Also, das Mädchen lebt zusammen mit der Mutter und ihrem Mann, der nicht der Vater ist. Sie nennt Ihn Vater. Ich kenne den Mann nicht. Weiss, dass er häufig nicht zuhause ist (Soldat - Afghanistan, USA).
Zur Zeit, mache ich s so, dass ich das Mädchen schnell wieder auf Distanz bringe. Mit der Mutter habe ich noch nicht gesprochen, hauptsächlich weil ich Angst vor Vorwürfen habe, so im Sinne von das ich in die Pädophilie-Ecke geschoben werde.
Danke für die bisherigen Antworten.
Wie würdet Ihr Mütter reagieren, wenn ihre Tochter sich so einen relativ fremden Mann ranschmeisst ?
 
  • #7
@#5: Na, dann war unsere Vermutung bzgl. der Vaterfigur doch treffend.

Deine Befürchtung ist nicht völlig falsch, aber Du musst die Schmuserei vollkommen einstellen und das Kind muss richtig erzogen werden und das ist die Aufgabe der Mutter. Entweder Du vermeidest den Kontakt auf andere Art vollständig, was schwerfallen wird, oder Du sprichst mit der Mutter. Ich halte den letzten Weg nach wie vor für den richtigen. Du musst natürlich die richtigen Worte finden und wohlüberlegt rangehen.

Zu Deiner letzten Frage kann ich nur sagen, dass viele Mütter das Verhalten ihres eigenen Kindes nicht als solches wahrnehmen, sondern den Mann im Blick haben: Er ist der Erwachsene, er muss sein Verhalten kontrollieren. Viele Mütter werden sehen "fremder Mann schmust mit meiner Tochter", sie werden aber leider nicht sehen "meien Tochter wirft sich ran". Genau deswegen solltest Du vorsichtig sein.
 
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  • #8
Also ich würde ein ganz ernstes Wort mit meiner Tochter sprechen wenn sie mit einem fremden Mann schmust!!! Null Toleranz! Je nach Situation würde ich bestimmt auch dem Mann ein paar klare Worte sagen oder sie einfach von dem Kerl fernhalten. Ebenfalls Null Toleranz!

Sag nicht es hätte dich niemand gewarnt! Dein Verhalten ist nicht OK. Du darfst das nicht zulassen!

w37 mit siebenjähriger Tochter
 
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  • #9
Ich kenne das... wenn man mit den Kindern sich beschäftigt, spielt, herumtollt, ist man schnell im Mittelpunkt. Man gerät in eine Vorbildrolle. Schnell hängen die Kinder einem am Hals. Nur, wo liegt das Problem? Als Vater sollte ich die Feunde meiner Tocher kennen. Und wenn der Umgang andauert, auch die Eltern der Freunde.
Ein Kind wird sich nicht einfach einem Fremden an den Hals werfen. Dazu muss schon Vertrauen aufgebaut sein. Das hat das Kind bekommen, durch eben die Freundin, dessen Vater Du bist. Und wenn Du dann noch etwas darstellst, was es Zuhause vermisst, sind Kinder unbekümmert. Die hängen dann eben schnell mal am Hals. Solange es bei dem "am Hals hängen" bleibt ist auch nichts verwerfliches dabei. Warum soll man das Kind wegstoßen, zumal es ja die Freundin der Tochter und sich somit im Kreis sieht, Du mit der Tochter spielst, alles mitmachst und auch die Tochter in den Arm genommen oder mal geknuddelt wird? ? Sorg doch einfach dafür, das Du nicht unbekannt bist bei der Mutter. So ist ein gelegentliches "in den Arm nehmen" wohl kein Problem.
 
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Gast

  • #10
Es gibt Kinder die kommen aus "normalen Verhältnissen " und sind dann Distanzlos. Dies ist in häufigen Fällen ein Zeichen von Störungen. Gesunde Kinder haben einen natürliche Scheu. (Auch Kinder die ohne Vater aufwachsen.)
Mein Rat ist, den Kontakt der Tochter, zu dem Mädchen unterbinden. Meist liegen auch noch andere Auffälligkeiten vor, die man der eigenen Tochter nicht zumuten möchte.
Versuche Deine Tochter bezüglich des Mädchen zu manipulieren. Mit den Eltern zu sprechen hat wenig Sinn. Das könnte für Dich böse ausgehen.
 
  • #11
Zuerst mal: Ich finde es total schön, dass Du so gerne mit den Kindern spielst und tobst.
Als Mutter des kleinen Mädchens würde ich Dir sehr dankbar sein, wenn Du mich auf das Verhalten meines Kindes hinwiesest, sage ich, als Mutter zweier Söhne.
 
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  • #12
Meine Kolleginnen und ich ich erleben es in der Kita sehr oft, dass Kinder sehr anhänglich und liebebedürftig sind, und einem am liebsten den ganzen am Hals hängen. Ich frage dann meistens mal nach: "Schmust Deine Mama nicht mit Dir ?"
Die Antwort lautet dann immer "nein."

Das hat nun wirklich keinen sexuellen Hintergrund. Die Kinder versuchen einfach, sich die Liebe, die sie zu Hause nicht bekommen, woanders zu holen. Das ist normal.
Vielleicht sieht das Mädchen auch, wie liebevoll der Vater mit seiner eigenen Tochter umgeht und wünscht sich das auch. Vielleicht träumt sie davon, dass der Fragesteller ihr Papa sein könnte. Einen Papa hat sie ja offensichtlich schon verloren und der Zweit-Papa ist womöglich auch eher einen Enttäuschung.

Das Problem ist, dass mit vielen Leuten die Phantasie durchgeht, wenn ein Mann mit einem kleinen Mädchen kuschelt und der Mann in die perverse Pädophilen-Ecke gedrängt wird.

Wenn ich der Fragesteller wäre, würde die Kleine nicht so schroff abweisen.Vielleicht ist sie ja schon glücklich, wenn der Fragesteller sie beim Spazierengehen an die Hand nimmt oder sie neben ihm sitzen darf.
 
  • #13
@#11: Ja, vom Kind aus ist dieses Verhalten verständlich und sicherlich rein positiv. Aber es ist prinzipiell ein für das Kind gefährliches Verhalten, sich mehr oder wenigen fremden Männern (Nachbarn, Vätern von Freundinnen, Onkeln, ...) so anzuvertrauen. Darauf sollte erzieherisch eingewirkt werden und die Gefahren erläutert werden. Man schmust nicht mit fremden Männern, man geht nicht mit ihnen und so weiter!

Der Fragesteller hat doch die richtige Perspektive: Es geht nicht darum, ob ein kleines Mädchen sich richtig oder falsch verhält, sondern darum, ob ein erwachsener Mann so ein Verhalten dulden sollte oder Grenzen aufzeigen muss. Schmusen mit einem fremden Mädchen geht einfach nicht, so nötig es die Kleine vielleicht auch haben mag. Er bringt sich da eventuell in Teufels Küche und genau das sollte er vermeiden. Zudem sollte die Mutter darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie auf die Kleine entsprechend erzieherisch einwirken muss, sich nicht fremden Männern um den Hals zu werfen. Das ist gefährlich!
 
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Gast

  • #14
Hier ist 11 noch mal....
Es ist für einen Mann eine Gratwanderung, Frederika. Das sehe ich auch so.
Wenn ich als Frau ein "fremdes" Kind in den Arm nehme, sagen alle "ach, was ist sie für eine liebe Frau".
Tut ein Mann das Gleiche, werden ihm pädophile Neigungen unterstellt.
Der Fragesteller ist kein Pädophiler , er hat nur Angst vor gemeinen Verdächtigungen.
Ein Fremder ist er auch nicht für sie. Sie mag ihn und vertraut ihm und beneidet die Freundin um diesen Papa.

Ich würde ihm auch davon abraten, sie auf den Schoß zu nehmen. Dazu ist sie sowieso zu groß. Auch von allzu innigen Umarmungen würde ich ihm abraten.
Aber sie bei der Hand zu fassen und neben ihr zu sitzen, kann wohl hoffentlich auch vom Vorsichtigsten nicht als sexueller Übergriff interpretiert werden.
Ich wünsche dem Kind nur, dass es nicht weggestossen wird. Das würde sie nicht verstehen.
 
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  • #15
Hallo FS, hier ist Vorsicht geboten!

Ein Gespräch mit der Mutter würde ich mir sehr gut überlegen. Eine Frau, die auf Defizite in ihrer Erziehung und in ihrem Umgang mit ihrem Kind hingewiesen wird, selbst mittelbar und freundlich, wird dies meist als Affront empfinden und die Schuld dir zuschieben wollen. Was dann folgt, hast du ja andeutungsweise bereits vermutet, die gänzliche soziale Entwurzelung durch den folgenden verlogenen Buschfunk wäre noch die mildest mögliche Folge für dich, gerade bei der herrschenden Päderasten-Hysterie. Das ist keineswegs seltener Wort-Case.

Ich rate wie #9 dazu den Kontakt deiner Tochter mit diesem Mädchen zu unterbinden und sonst nichts weiter dazu zu sagen.
 
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  • #16
Also nee, Nr 14 !
Jetzt soll er - aus lauter hysterischer Angst als Perverser zu gelten - den beiden Mädchen die Freundschaft zerstören ?
Das geht erheblich zu weit. Da fehlt jede Verhältnismäßigkeit !
 
  • #17
@#14, #15: Ja, eindeutig eine überzogene Reaktion, die nur Schaden anrichtet. Das kann man eleganter und konstruktiver, nicht zuletzt mit mehr Herz lösen.
 
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  • #18
#15
Die "Freundschaft" von 8 jährigen Kindern ist nun wirklich nichts, was man über das Schicksal der eigenen Familie stellen sollte. Da reicht ja ein gemaltes Bild, wenn es im falschen Rachen oder bei der falschen Dame landet. Worms lässt grüßen.

Ich denke, der FS kann nebenan das verbreitete, allgemeine Sentiment gegenüber Erziehern nachlesen und daraus den richtigen, von mir in #14 nahegelegten Schluß ziehen.
 
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  • #19
Man muss ja nicht jedesmal beim Trampolinspringen mitmachen und auch nicht vor allen anderen mit der eigenen Tochter zu sehr schmusen, so das sich andere das abgucken. Die Entwöhnung kann ruhig schon in der Grundschule teilweise beginnen. Ich kenne einen Fall, wo ein Vater seinen fast schon pubertierenden Sohn immer noch mitten auf den Mund küsst. Ist das normal? In Bezug auf Krankheitsübertragungen gesehen?
 
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  • #20
Nun ja, für das Mädchen steht bei #14/#15 eine Freundschaft auf dem Spiel, für den Mann die soziale und finanzielle Existenz, das Sorgerecht für seine Tochter und womöglich die Freiheit, falls die Hexenjagd erst mal anfängt. Dazu braucht es nur eines winzigen Anlasses.

Hier sollte man schon ernsthaft darüber nachdenken, die selbe Risikovermeidungsstrategie (Null-Risiko) anzuwenden wie im Erzieherthread z.B. die #6 propagiert.

Eintrittswahrscheinlichkeit x Schadensgrösse = Risiko
Und wenn man die #4 oder #7 liest, die dem FS schon Vorwürfe machen obwohl er hier um Rat bittet, dann ist klar, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit erheblich ist. Die Schadensgrösse ist untragbar.
Der Fragesteller befindet sich nicht nur in einem Minenfeld, es hat sich sogar so ein komischer Metalldraht um seinen Fuss gewickelt.
 
  • #21
#18 hat sehr gute Hinweise dazu gegeben: Wenn ein anderes Mädchen schon Schmusebedarf hat, muss man ja nicht auch noch demonstrativ mit dem eigenen Mädchen öffentlich schmusen. Solche Liebkosungen haben auch Zeit bis zuhause. Damit muss man weder Neid noch Eifersucht erzeugen und entzieht sich auch selbst genau dieser Titelfrage!

Ich glaube, #18 hat hier den entscheidenden Hinweis geliefert -- es gibt diese Momente, in denen ich denke, "hätte ich das mal geschrieben", so gut sind manche Ideen, und dies ist so einer! Der Hauptfehler liegt ganz klar darin, mit seiner eigenen Tochter Liebkosungen und Schmusereien so öffentlich auszutauschen, wenn andere Kinder zugegen sind, noch dazu, wenn sie selbst einen Mangel daran haben. Das hat mit guter Erziehungstechnik und auch mit Rücksichtsnahme auf die Gefühle anderer zu tun.

@#19: Nun, prinzipiell kann ich Dein Risiko-Assessment nachvollziehen, aber es gibt doch mehr als eine Lösung, wie wir hier und in #18 aufzeigen. Wie auch bereits die ersten Beiträge in diesem Thread aufzeigen, ist wirklich wichtig, das risikobehaftete Verhalten zu unterlassen, also keine fremden Mädchen zu umarmen (oder gar zu schmusen, was schon sehr grenzwertig klingt).
 
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  • #22
@20
Die Behauptung, dass der FS mit dem fremden Mädchen schmust ist eine wilde Unterstellung, die sich im Verlauf des Threads, genau genommen bei #4, eingeschlichen hat und die immer wieder unkontrolliert abgeschrieben wird (kein Wunder bei dem Thema).
Er sagte - Zitat:
"Aber eine Freundin meiner Tochter hängt bei solchen Sachen fast ständig an meinem Hals, will in den Arm genommen werden und mit mir schmussen. Mir ist dies eher unangenehm."
und in #5:
"Zur Zeit, mache ich s so, dass ich das Mädchen schnell wieder auf Distanz bringe."

Deutlicher geht es wohl kaum zu sagen, dass er eben NICHT schmust.

Es ist schon traurig, dass es für einen Mann ein zu unterlassendes "risikobehaftete Verhalten" ist, ein Kind zu umarmen, für eine Frau aber nicht. Siehe #11.
 
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  • #23
Völlig überzogene, hysterische Phantasien hier!

Der FS schreibt, dass nicht ER, sondern das Mädchen ihn umarmt, sich anschmust usw.; er schreibt deutlich, dass er immer wieder körperliche Distanz zu dem Mädchen herstellt.
Genau das ist der richtige Umgang mit solch einer Situation, lieber FS!
Kannst du nicht mal deine Frau/Partnerin, oder falls nicht vorhanden, eine erwachsene Freundin, der du vertraust, fragen, wie sie es beurteilt, wenn sie dich mit den Kindern und speziell dem kleinen Mädchen beobachtet? Vielleicht wirkt dein Verhalten in der Situation auf andere ganz normal, angemessen und unverdächtig.

Ansonsten denken ich in erster Linie, wirst du doch in der Lage sein, das Mädchen körperlich auf Distanz zu halten. Du wirkst feinfühlig genug, dass DU als erwachsener Mann die körperliche Nähe zu dem Mädchen regulieren kannst, ohne es kalt "wegzustoßen". Du ziehst einfach DEINE Grenze, so wie man es gegenüber jedem anderen Menschen tut, und das kannst du dem Mädchen z.B. auch mal verbal vermitteln.
Im Grunde drängt dir das Kind ja eine Nähe auf, die dir unangenehm ist. Das Kind ist, wenn man so will, "übergriffig" dir gegenüber - und das kann und muss man einem Kind auch vermitteln, genau wie man Kindern vermittelt, gegenüber Erwachsenen seine eigene körperliche Grenze zu ziehen. In dem Moment, wo es sich wieder an deinen Hals hängt, kannst du z.B. sagen: "Ich mag nicht, wenn du mich so umarmst. Das machen Kinder nur mit ihrer Mama oder ihrem Papa." Letztendlich musst du entscheiden, wie deutlich du werden musst, aber DU hast es in der Hand, die Nähe/Distanz zu dem Kind zu regulieren. Das mag schmerzlich für das Mädchen sein, aber das muss es lernen, auch, um sich nicht anderen Männern an den Hals zu werfen.
Natürlich ist es eigentlich Aufgabe der Eltern, ihren Kindern das beizubringen - aber wenn die Eltern es nicht machen, muss man das, was einen direkt betrifft, eben mit dem Kind selbst klären.

Auf keinen Fall würde ich deiner Tochter die Freundschaft zu dem Mädchen unterbinden!
Es ist aber wirklich taktvoll, vor dem Mädchen nun nicht unbedingt ausgiebig mit deiner Tochter zu schmusen. Das macht die Freundin sonst traurig und eifersüchtig.

Letztlich können wir hier die konkrete Situation nicht wirklich beurteilen. Einerseits ist es normal, dass Kinder, erst recht mit 8 Jahren, auch schon mal richtig schwärmen für jemanden bzw. sehr die körperliche Nähe zu einem Erwachsenen suchen, den sie mögen.
Andererseits deutet ein stark "sexualisiertes", körperlich distanzloses Verhalten bei Kindern (Kind setzt sich jedem auf den Schoß, schmust mit jedem) leider oft darauf hin, dass das Kind bereits Missbrauch erlebt hat bzw. erlebt. Es hat eben kein Gespür dafür entwickeln können, welche körperliche Nähe/Distanz zu anderen, erst recht zu Erwachsenen, normal ist.
Das nur als Gedanken zu dem Thema, das heißt natürlich nicht, dass das bei dem konkret von dir geschilderten Mädchen zutreffen muss.

w42
 
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  • #24
FS schreibt nochmal:
Erstmal Danke für alle Hinweise und Danke, dass ihr nicht über mich hergefallen seit (das kommt ja leider hier in diesem Forum vor).
Noch eine Sache zur Klarstellung, ich habe zu keiner Zeit versucht mich dem Mädchen zu nähern, zumindestens nicht mehr als anderen Freunden und Freundinnen meiner Tochter (ich mache übrigens keinen Unterschied zwischen Jungen nd Mädchen).. Und ich war natürlich sehr überrascht über das Verhalten des Mädchens, so etwas kannte ich nicht.Überraschung ist halt immer schwierig weil man da noch keinen Handlungsstrang hat, deshalb habe ich auch hier nachgefragt.

Was habe ich nun gelernt ?

1. Es ist woll besser wenn ich nicht so öffentlich mit meiner Tochter schmuse (Schmusen ist fast schon zu viel geschrieben, eher ist es Nähe beim Spielen).

2. Ich werde erstmal nicht mit der Mutter sprechen. Die Antworten zu dem Thema sind ja sehr kontrovers, von unbedingt mit der Mutter sprechen bis zu auf gar keinen Fall, sonst passiert, dass was ich unbedingt vermeiden will. Kurz erklärt, ich mag die Frau nicht besonders und kann sie überhaupt nicht einschätzen, da bin ich lieber vorsichtigt.

3. Ich werde in keiner Weise Einfluss auf die Freundschaft zwischen dem Mädchen und meiner Tochter nehmen. Da wäre sowieso schwierig bei meiner Tochter, die sucht sich Ihre Freunde schon selbst und das besagte Mädchen ist auch nicht Ihre dickste Freundin. Mal sehen wie es mit den Beiden weitergeht.
 
  • #25
@#23: Ja, lieber Fragesteller, ich glaube, Du hast aus diesem wirklich konstruktiv verlaufenem Thread die drei richtigen Schlüsse gezogen. Gut so!

Ich würde aber noch ergänzen: Distanz schaffen, Dich nicht auf Schmusen mit dem fremden Mädchen einlassen, entsprechende Ausgangssituationen möglichst vermeiden, klare Grenzen setzen.

Hier können insgesamt eigenes verhalten und nonverbale Signale wertvoller sein als mit der Mutter zu sprechen. Da stimme ich Dir zu. Manchmal schafft man damit mehr Probleme als man löst.
 
P

Pitter

  • #26
Erschreckend für Männer insgesamt, was Ihnen hier teilweise pauschal unterstellt wird.
Ich werde mir niemals und von keinem verbieten lassen, meine Tochter öffentlich in den Arm zu nehmen oder ihr einen Kuss zu geben!
Gerade Töchter haben sehr oft eine sehr gute und oft auch verschmuste Beziehung zu ihren Vätern und nur weil es Menschen gibt, die in allem was Negatives sehen, soll ich oder meine Tochter ihr normales Verhalten ändern?

Bei manchen Beiträgen hier, kann ich nur den Kopf schütteln!!!
 
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