• #1

Die Illusion vom neuen männlichen Gewohnheitsrecht

Hallo,
ich bin gerade über einige männliche Beiträge im Thread
www.elitepartner.de/forum/schwanger-nach-4-monaten-beziehung-er-droht-mit-trennung-51855.html
ziemlich fassungslos, habe ein ähnliches Verhalten aber auch schon im Bekanntenkreis erlebt.

Warum blenden manche Männer die Wahrscheinlichkeit oder meinetwegen "das Risiko" völlig aus, durch verhütungsfreien Sex zum Kinderkriegen beizutragen?

Ich spreche hier nicht von Teenagern- die würden sich vermutlich in ihrer Ehre, bestens aufgeklärt zu sein, eher angegriffen fühlen.
Die Rede ist von numerisch längst erwachsenen Männern, die so tun, als gäbe es nur die Sicht, dass eine Frau, die nicht über Verhütung redet, automatisch verhüten würde oder dass eine Frau, mit der sie wissentlich monatelang verhütungsfreien Geschlechtsverkehr hatten, bereit sein müsse, im Falle einer Schwangerschaft abzutreiben, wenn die Männer im letzten Augenblick Panik vor den Konsequenzen bekommen. Die Argumentation lautet dann, die Frau habe ihm das Kind ja "untergeschoben", es wäre "nicht geplant gewesen".

Diese Argumentation könnte ja noch den Anflug von Stimmigkeit aufweisen, wenn die große Mehrzahl der Männer sich nicht über eigene Kinder freuen würde, wenn es also ein männliches Gewohnheitsrecht geben würde, Kinder als Belastung, als Zumutung für den Mann anzusehen.
Aber das Gegenteil ist der Fall! Manchen Frauen begegnen auch überwiegend Männer die einen (manchmal sogar sehr späten) Kinderwunsch mit sich rumschleppen, sehr verletzt sind, wenn die Frau ihrer Träume keinen Kinderwunsch mit ihnen umsetzen will etc.
Auch habe ich viele Erzählungen (von den Männern selbst!) gehört, die sich über ein ungeplantes Kind freuten wie über nichts sonst in ihrem eigentlich sehr erfolgreichen Leben, oder von Männern, die eine Abtreibung, zu der sie ihre Partnerin regelrecht nötigten, im Nachhinein bereuten.

1. Wieso also ist die Überraschung bei aufgeklärten Mitteleuropäern so groß, dass Sex eine Doppelfunktion hat: Paarbindung und KinderMACHEN???
2. Wieso um alles in der Welt fällt es Menschen so schwer, im Vorfeld über Verhütung zu reden, wenn sie sich (noch) nicht sicher sind, mit der betreffenden Person oder überhaupt Kinder zu wollen? Wieso empfindet es der Part, der keine Kinder will, nicht als seine natürliche Pflicht, es genau deshalb anzusprechen? Ist Kommunikation hier so furchtbar schwer oder gehen gerade Männer in dieser Frage von einer Art Gewohnheitsrecht aus (auf Nichtzuständigkeit, auf ein selbstverständliches weibliches Einplanen eines selbstverständlichen männlichen Kinder- Vermeidungswillens)?

Ich habe Probleme damit, dann und in dieser Frage den Respekt vor diesen "Erwachsenen" nicht zu verlieren.
 
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  • #2
[mod]

Auch habe ich viele Erzählungen (von den Männern selbst!) gehört, die sich über ein ungeplantes Kind freuten wie über nichts sonst in ihrem eigentlich sehr erfolgreichen Leben [...]

[mod] Es mag tatsächlich ein paar wenige Männer geben, die sich nach dem ersten Schock über ein ungewolltes Kind freuen. Die meisten sind jedoch überhaupt nicht begeistert und dies bekommt auch das Kind auf sehr unangenehme Weise zu spüren (selbst dann, wenn man es des Kindes wegen zu verheimlichen versucht).

1. Wieso also ist die Überraschung bei aufgeklärten Mitteleuropäern so groß, dass Sex eine Doppelfunktion hat: Paarbindung und KinderMACHEN???

Locker 98 % des praktizierten Geschlechtsverkehrs zwischen Paaren dient einzig und alleine dem Vergnügen. Und zwar von beiden Seiten aus betrachtet.

Wieso empfindet es der Part, der keine Kinder will, nicht als seine natürliche Pflicht, es genau deshalb anzusprechen?

Du unterstellst hier doch im Grunde genau das, was den Männern ständig vorgeworfen wird: die Verhütung sei eine einseitige (in dem Fall weibliche) Geschichte. Ist sie nicht. Ein Paar hat gemeinsam eine Antwort auf diese Frage zu finden. Natürlich sollten Männer dieses Thema verantwortungsbewusst angehen. Gleiches gilt für Frauen - auch die dürfen sich an der Kommunikation beteiligen. Eine Frau mit panischem Kinderwunsch wird dies in der Regel aber nicht tun oder sogar lügen.
 
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  • #3
Das ist eine Variante des Phänomens, für alles einen Schuldigen zu finden. Unselbstständigkeit im Denken und im Handeln. Das äußert sich bei manchen eben in der Form, dass sie in ihrer Geilheit nicht beeinträchtigt sein wollen durch ein lästiges Kondom. Sie haben ja auch nicht die unmittelbaren Folgen am eigenen Leib, sondern nur die mittelbaren zu tragen. Also hoffen sie in ihrer Geilheit, die Frauen werden es schon richten. Und sind nachher eben sauer auf sich selbst und schieben die Schuld den Frauen zu. Inkonsequentes Denken, inkonsequentes Handeln.
 
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  • #4
gute Frage, weil die meisten " ach-so-aufgeklärten- männl.-Mitteleuropäer" gerne die Verantwortung der Verhütung auf Frau abwälzen. Pille machts möglich!!! Ist ja so was v. bequem...

Egoismus pur.. u. ja.. da ist ja dann noch die pathologische Latexallergie vieler Männer ;) ... nein, Verhütung ist Frauensache, sowas aber auch...was fällt Frau ein einfach mal eben ein bisschen Schwanger zu werden...geht doch gar nicht!!! Wo Man(n) doch nur "Vergnügen" sucht...

Verantwortung, bei vielen Männern, Fremdwörter!!

Ironie off!!
w50
 
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  • #5
Ich finde, es sollte einen Vertrag geben. Wenn beide keine Kinder möchten, wird das schriftlich festgehalten und auch, wie verhütet wird. Wenn die Frau dann trotzdem schwanger wird, und das Kind behalten möchte, soll sie auch alleine dafür bezahlen.
Je nach Art der Verhütung kann man ja noch ein paar Klauseln einbauen, z.B., wenn Kondom geplatzt..., dann... usw.

w
 
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  • #6
1. Wieso also ist die Überraschung bei aufgeklärten Mitteleuropäern so groß, dass Sex eine Doppelfunktion hat: Paarbindung und KinderMACHEN???
2. Wieso um alles in der Welt fällt es Menschen so schwer, im Vorfeld über Verhütung zu reden, wenn sie sich (noch) nicht sicher sind, mit der betreffenden Person oder überhaupt Kinder zu wollen?
...
Ich habe Probleme damit, dann und in dieser Frage den Respekt vor diesen "Erwachsenen" nicht zu verlieren.

1. Tja, sie (manche!) negieren beides - und wundern sich dann, von einem Chaos ins nächste zu stolpern...
2. Reden wäre ein erster Schritt, ja.

Manche Menschen werden nie erwachsen. Sie verharren irgendwo zwischen Pubertät und Adoleszenz.
 
  • #7
Temporärer, umstandsbedingter Durchblutungsmangel im Gehirn?

Ich denke gerade darüber nach, ob bei meiner überschaubaren Anzahl von Männerbekanntschaften sich einer oder gar zwei für Verhütung interessiert haben.... es war auf jeden Fall die Minderheit. Mich hat das sehr erstaunt, ich finde es schon grob fahrlässig.
 
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  • #8
Hallo,
ich bin gerade über einige männliche Beiträge im Thread
www.elitepartner.de/forum/schwanger-nach-4-monaten-beziehung-er-droht-mit-trennung-51855.html
ziemlich fassungslos, habe ein ähnliches Verhalten aber auch schon im Bekanntenkreis erlebt.

Warum blenden manche Männer die Wahrscheinlichkeit oder meinetwegen "das Risiko" völlig aus, durch verhütungsfreien Sex zum Kinderkriegen beizutragen?

Warscheinlich aus demselben Grund warum Frauen sich nach 4 Monaten einreden es sei die Große Liebe, also genau der richtige Zeitpunkt um gleich schwanger zu werden und sich dann über die Reaktion des Mannes wundern - in beiden Fällen wohl absolute unreife.

Keine Angst liebe FS, du bist nicht alleine - ich tue mir mit dem Respekt da auch schwer...

M33
 
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  • #9
Abgesehen davon, dass schon aus gesundheitlichen Gründen zu Beginn Kondome verwendet werden und dann im Laufe der Wochen und Monate die Verhütung abgesprochen wird, war ja im Eingangspost der anderen Diskussion nicht davon die Rede, dass beide bewusst auf Verhütung verzichtet hätten, das wurde dann später nachgeschoben und stellt das Thema natürlich in einem ganz anderen Licht dar.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mann so doof ist, zu glauben, es würde schon irgendwie gutgehen, wenn man ohne Verhütung Sex hat.

m
 
  • #10
Mich wundert ehrlich gesagt, dass die meisten Frauen geistig irgendwo im alter von 12-15 hängen bleiben und sich dabei gleichzeitig so erwachsen fühlen können.
Als Kind ist es normal, dass die Erwachsenen speziell die Eltern, die Verantwortung übernehmen für leibliches Wohl und Gesundheit des Mädis, aber irgendwann sollte der Zeitpunkt erreicht werden, wo man erwachen wird und einem klar ist, es ist mein Körper, mein Leben, meine Gesundheit und man die Verantwortung für seinen Körper übernimmt.
Dem Mann kann es grundsätzlich egal sein, er wird nicht schwanger, maximal ärmer, er ist nicht verpflichtet sich um das Leben und die Gesundheit der Frau zu kümmern, wird sie schwanger ist es ihr Problem und seine Rechnung.
Ein Mann muss das Kind nicht austragen, er ist nicht auf hilfe angewiesen in den Monaten vor der Geburt, er muss das Kind nicht erziehen, wenn er nicht will, er muss es nicht einmal sehen. Das einzige was er muss ist zahlen und selbts davon kann er sich befreien in dem er das Land verläßt.

Also wie klug ist es als Frau, die Verantwortung für Verhütung und damit die Verantwortung für ihren Körper und ihre Zukunft in die Hände eines anderen zu legen?
 
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  • #11
[mod]

Locker 98 % des praktizierten Geschlechtsverkehrs zwischen Paaren dient einzig und alleine dem Vergnügen. Und zwar von beiden Seiten aus betrachtet.



Du unterstellst hier doch im Grunde genau das, was den Männern ständig vorgeworfen wird: die Verhütung sei eine einseitige (in dem Fall weibliche) Geschichte. Ist sie nicht. Ein Paar hat gemeinsam eine Antwort auf diese Frage zu finden. Natürlich sollten Männer dieses Thema verantwortungsbewusst angehen. Gleiches gilt für Frauen - auch die dürfen sich an der Kommunikation beteiligen. Eine Frau mit panischem Kinderwunsch wird dies in der Regel aber nicht tun oder sogar lügen.

NEIN!
Glaube nicht, dass es Frauen gibt, die einem Mann, der explizit sagt, dass er unter keinen Umständen ein Kind will, eines unterschiebt.
Ich habe allerdings schon oft den Fall erlebt, dass Männer einer Frau monatelang vorgekaukelt haben (wie übrigens auch im Fall der FS, die nach 4 Monaten Beziehung schwanger wird), dass SIE die Frau ihres Lebens ist, dass sie einer Frau etwas von Kindern erzählen und dass sie gerne ein Kind hätten.
Dies erzählen sie aber eher, um die Frau bei der Stange zu halten und meinen eher, in 3-5 Jahren oder vielleicht auch nie. Und dann ist die Panik groß, wenn frau schwanger wird.

Ein Mann, der einer Frau am Anfang einer Beziehung gleich sagt, dass er unter keinen Umständen ein Kind will und mit ihr klipp und klar die Verhütung abspricht, wird sicher kein "Kind untergeschoben" bekommen.

Männer reden aber nicht darüber. Und Vergnügen hin oder her: Beim Sex kann nunmal ein Kind entstehen, wenn der Mann kein Kondom nimmt.Da gibt es nichts zu diskutieren von wegen: "Ich dachte, sie nimmt die Pille!"

Sex dient in erster Linie der Erzeugung eines Kindes. Macht Euch das mal bewusst, liebe Männer.
Und wenn ihr kein Kind wollt, SAGT es KLAR und DEUTLICH und UNMISSVERSTÄNDLICH.

Ich muss sagen, dass ich keinen Sex haben wollte mit einem Mann, der weg wäre, wenn ich von ihm schwanger würde. So gesehen ist das dann euer Risiko, dass ihr die Frau vielleicht verliert, aber dann ist es wenigstens ehrlich.

Meine Freundin war 5 Jahre mit ihrem Freund zusammen, er jammerte immer rum, dass sie ja kein Kind von ihm wolle, bla bla bla...Sie hatte nie zu 100% das Gefühl, dass er es ernst meinte. Irgendwann ist sie dann aber schwanger geworden und dann hat er verlangt, dass sie es abtreibt, er wollte doch keins...

Sex ist zum Kinderzeugen da - verhütet, sprecht drüber oder lasst es und jammert nicht rum, dass die bösen Frauen Euch ein Kind anhängen, denn das Kind habt IHR gemacht - ihr müsst es nicht einmal austragen.

w,40
 
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  • #12
Warscheinlich aus demselben Grund warum Frauen sich nach 4 Monaten einreden es sei die Große Liebe, also genau der richtige Zeitpunkt um gleich schwanger zu werden und sich dann über die Reaktion des Mannes wundern - in beiden Fällen wohl absolute unreife.

Keine Angst liebe FS, du bist nicht alleine - ich tue mir mit dem Respekt da auch schwer...

M33


Der Mann hat der Frau aus obigem Thread gesagt, dass sie seine große Liebe sei und die Frau, mit der er sich alles vorstellen kann.
Mag sein, dass sie das falsch interpretiert hat und bei ihr auch der Wunsch nach einem Kind Vater des Gedanken war, aber er hat nicht klar gesagt: "Ich WILL auf keinen Fall ein Kind in der nächsten Zeit!" Ich denke, damit wäre nämlich bei vielen Frauen der Ofen aus - deswegen halten Männer da lieber die Klappe und nehmen an Sex mit, was eben geht. Augen zu, Kopf in den Sand: Wird schon schiefgehen - und wenn es wirklich schiefgeht, ist die Frau schuld mit ihrem verkappten Kinderwunsch. Das naive Ding wird einfach nach 4 Monaten schwanger!

Also ich hab ja mal gehört, dass man von ungeschützten Sex schwanger werden kann.
Wie viele Männer sprechen ernsthaft das Thema Verhütung an?

Und wie viele nehmen ein Kondom??
Ich muss sagen: Die meisten nehmen nicht mal bei Affären oder One Night Stands ein Kondom, wenn frau sie nicht explizit darauf hinweist!

Ich bin noch nie ungewollt schwanger geworden, aber ich kenne Frauen, die aufgrund von Missverständnissen in der Kommunikation schwanger wurden und dem mann dann einfiel, dass er kein Kind wollte.
Ein Freund von mir meinte neulich auch auf die Frage, wieso er mit seiner neuen Bekanntschaft gleich über Kinder redet: "Ach - das hab ich doch nur so gesagt!"
Aber eine solche unbedachte Äußerung löst bei einigen Frauen den Kinderwunsch mit diesem Mann aus.

Und ich hab auch 2 Freundinnen, die definitiv NICHT schwanger werden wollten und trotz Pille schwanger wurden.
Nehmt eben ein Kondom, wenn ihr kein Kind wollt oder sagt es so unmissverständlich, dass auch bei der Frau kein Kinderwunsch aufkeimt.

Auch, wenn es für manche neu sein sollte: Von ungeschützten Sex kann frau schwanger werden!

w,40
 
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  • #13
Ich finde, es sollte einen Vertrag geben. Wenn beide keine Kinder möchten, wird das schriftlich festgehalten und auch, wie verhütet wird. Wenn die Frau dann trotzdem schwanger wird, und das Kind behalten möchte, soll sie auch alleine dafür bezahlen.
Je nach Art der Verhütung kann man ja noch ein paar Klauseln einbauen, z.B., wenn Kondom geplatzt..., dann... usw.

w

Lol ein w ist schnell geschrieben, dann bin ich jetzt mal ein m^^

Verhütung ist nie 100% und nicht jede Frau ist bereit abzutreiben, so ein Vertrag hat nur Nachteile für die Frau, da können wir uns in unserer Entwicklung auch 100 Jahre zurück katapultieren.

Was halten die Herren davon - die männliche Verhütung weiter voran zutreiben. Es gibt einige gute Ansätze, die werden nur nicht verfolgt, weil es ein paar Hindernisse gibt. Solche Hindernisse gab es aber auch bei der Einführung der Pille für die Frau.

Aber gut! Ein Vertrag hat auch was. Meine Idee ist. Der Mann der mich als erster schwängert, der muss mich heiraten und mich und unser Kind bis zum Tod versorgen. Der Mann kann natürlich selber verhüten, damit er nicht in den Genuss der Sklaverei kommt. Den Vertrag würde ich sofort unterschreiben und für mich selber nicht mehr verhüten.
 
  • #14
Also wie klug ist es als Frau, die Verantwortung für Verhütung und damit die Verantwortung für ihren Körper und ihre Zukunft in die Hände eines anderen zu legen?

Ja, so "klug" sind Frauen doch sowieso, und zwar genau aus den genannten Gründen! Sie tragen die Verantwortung für ihren (!) Körper selbst, seit vielen Jahrzehnten schon, seit es sichere Möglichkeiten der Verhütung gibt. Wohlgemerkt: Für ihren Körper! Manchmal möchten sie aber gar nicht verhüten, weil sie für ihren Körper eine Schwangerschaft planen...

... und dann geht es darum, dass es die Männer sind, die hirnlos Sex praktizieren, ohne sich um die Folgen ihres möglichen Beitrags zu dieser Sache zu kümmern - und das könnte nun mal eine Schwangerschaft sein! Meine Güte, die Zeiten sind doch, bei einem erwachsenen Mann längst vorbei, in denen sich Mama um alles kümmert.... Und da müsste er jetzt eben selbst die Verantwortung übernehmen!
Geht dann (aus seiner Sicht) etwas "schief", wird gejammert, gezetert, geschimpft und eine Abtreibung gefordert.

Ein Mann muss das Kind nicht austragen, er ist nicht auf hilfe angewiesen in den Monaten vor der Geburt, er muss das Kind nicht erziehen, wenn er nicht will, er muss es nicht einmal sehen. Das einzige was er muss ist zahlen und selbts davon kann er sich befreien in dem er das Land verläßt.

Kaum ein Mann schafft es, sich völlig abzusetzen, wenn ein (von ihm) ungewolltes Kind geboren wird - das ist sehr, sehr naiv gedacht! Finanziell geht das schon mal gar nicht, und oft auch nicht, weil der Erzeuger Charakter hat und die Folgen mit trägt. Aus Verantwortungsbewusstsein, oder aus späterer Liebe zum eigenen Fleisch und Blut.
 
  • #15
Wer zu blöde für Verhütung ist - muß am Kinderwagen "nachsitzen"

Mir scheint, das manche Männer die Folgen unbewusst verdrängen.
Denn sie selber werden ganz bestimmt nicht schwanger. Und was mit der Frau passiert, sei deren Problem.

Spätestens wenn sie merken, wieviel Unterhalt sie monatlich für ein (ungewolltes) Kind zahlen müssen, dann wachen sie auf. Aber dann ist es zu spät.

Ich habe mit allen meinen Partnerinnen vorher gründlich über Verhütung gesprochen.
Und ggf. mit Kondomen. (z.B. weil die Partnerin keine Pille u.ä. verträgt)
 
  • #16
Wenn aber das Paar VOR DEM SEX gemeinsam beschließt keine Kondome oder ähnliche Verhütungsmittel zu verwenden, sind auch BEIDE für die Folgen zuständig. Ich habe manchmal den Eindruck, daß manche Männer unterschätzen, daß auch einmaliger Sex mit einer Vierzigjährigen ausreichen kann, um ein Kind zu zeugen. Die Threads sind voll von Beschreibungen über die schlechte Fruchtbarkeit von Frauen ab 35. Was dabei negiert wird, daß dies nur den statistischen Durchschnitt abbildet, im Einzelfall die Frau durchaus sehr fruchtbar sein kann.

[mod]
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #17
Locker 98 % des praktizierten Geschlechtsverkehrs zwischen Paaren dient einzig und alleine dem Vergnügen. Und zwar von beiden Seiten aus betrachtet.
Die biologische Funktion der Sexualität ist ja nicht an eine persönliche Absichtserklärung gebunden, sondern immer da, wenn man nicht verhütet.
Sie liegt auch nicht bei Deinen gefühlten 2%, sondern zwischen durchschnittlichen 80% (bei 20jährigen) und 30% (bei 40jährigen). Dass das nur Durchschnittswerte sind, einige wenige 40jährige schon in den Wechseljahren sind, andere noch beim ersten Sex schwanger werden, ist Teil dieser Statistik.
Du begründest also das, was ich "Neues Gewohnheitsrecht" nenne, mit Deinem Gefühl für durchschnittliche Intentionen beim Sex.
Häufiger unterstellen ja manche Männer den Frauen eine emotional bedingte Verfärbung der Wirklichkeit. Dass dem nicht so ist, Männer, wenn es ihnen passt, da ähnliche Tendenzen aufweisen, hab ich aber schon länger vermutet.

Zitat von Thomas:
Dem Mann kann es grundsätzlich egal sein, er wird nicht schwanger, maximal ärmer
Schön wäre es, wenn von "ungeplanten" Schwangerschaften mitbetroffene Männer wenigstens so dächten, das wäre für alle entspannender. Dann wäre die Diskussion zwischen den zukünftigen Eltern im angesprochenen Thread auch zu Ende gewesen.
Der Mann verlangt aber mehr: Die FS soll abtreiben, weil er sich das Kind mit ihr jetzt nicht mehr vorstellen kann. Obwohl er wissentlich verhütungsfrei mit ihr schlief.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mann so doof ist, zu glauben, es würde schon irgendwie gutgehen, wenn man ohne Verhütung Sex hat.
An dieser Stelle: Uminterpretationen, Unterstellungen im genannten Thread ("Der Mann wusste nicht, dass sie nicht verhütet") obwohl die FS das Gegenteil beschreibt, möchte ich hier nicht gelten lassen- wer bei diesem Beispiel daran zweifelt, nehme gedanklich ein anderes. Mir geht es wirklich um diese Konstellation: Nichtverhütung, Nichtansprechen von Verhütung als neues männliches Gewohnheitsrecht.
Und ja, wie gesagt kenne ich genau solche Fälle auch aus dem Bekanntenkreis, und der Mann bestreitet da gar nicht, dass sie nicht über Verhütung sprachen, er machte sich tatsächlich einfach erst danach Gedanken.- Warum das? Das sind doch erwachsene intelligente Menschen!
 
  • #18
Zitat von Thomas:
Mich wundert ehrlich gesagt, dass die meisten Frauen geistig irgendwo im alter von 12-15 hängen bleiben und sich dabei gleichzeitig so erwachsen fühlen können.
Erwachsen ist es, eigene Ziel zu definieren und sie nach Abschätzung der Risiken umzusetzen.
Ewiges Zaudern ist nicht per se intelligenter, es ist nur eine Vermeidungshaltung, die für das "Leben", das Erreichen seiner Lebensziele auch sehr hinderlich sein kann. Aber jedem das Seine bitte, letzten Endes ist es eine Persönlichkeitsfrage, ob man lieber allen Risiken aus dem Weg ging. Aber persönliches Glück hängt nicht vom Planungsgrad ab.

Zitat von Thomas:
er ist nicht verpflichtet sich um das Leben und die Gesundheit der Frau zu kümmern, wird sie schwanger ist es ihr Problem und seine Rechnung.
Ich erwarte zwar bei allen Menschen ein gewisses Grundmaß an gegenseitiger Rücksichtnahme, erst recht bei zwei Menschen, die sich so nah sind, (so viel Einfluss sollten Christentum und Humanismus in unserer Gesellschaft gehabt haben und nach dieser Maßgabe beurteile ich selbstverständlich auch Frauen, die den Mann explizit über angebliche Verhütung belügen) . aber da schimmert schon so eine Geisteshaltung durch, die dieses vermeintliche Gewohnheitsrecht erklärt:
Die Frau hätte den größeren Schaden, also soll sie sich kümmern. Andernfalls ist dumm und kindisch.
 
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  • #19
Reden über Verhütung müssen BEIDE, denn zum Reden gehören immer zwei. Sowas wie eine "natürlich Pflicht" des Mannes gibt es nicht.

Die Männer blenden auch nicht "die Wahrscheinlichkeit" oder "das Risiko" einer möglichen Schwangerschaft aus, sondern sie verlasseen sich darauf, dass eine Frau, die den Wunsch hat, mit dem Mann ein Kind zu haben, dies vorher anspricht um es zu besprechen und zu planen. Denn dass ein Kind einer enormen Lebensumstellung und damit einer Planung bedarf, ist ja jedem klar.
Da immer noch die größte Erziehungsarbeit bei den Müttern liegt, was auch jedermann weiß, macht es auch Sinn, davon auszugehen, dass die am größten "Betroffenen", nämlich die Frauen, ein Interesse an GEMEINSAMER Planung haben, weswegen davon ausgegangen werden darf, dass sie sich irgendwie um diese Planung kümmern, am einfachsten, in dem sie erstmal über "das Risiko" oder ihren Wunsch mit dem Mann reden.

Bei einem 1-night-stand, wo man sich gar nicht kennt, ist natürlich das "Risiko" für den Mann groß, dass er nicht nur für Spaß, sondern zur Erfüllung des Kinderwunsches "missbraucht" wird. Andererseits können sie sich noch halbwegs vor dem "Risiko" einer Vaterschaft schützen, z.B. in dem sie nicht ihren vollen Namen und Wohnadresse mitteilen.
In einer erst 4 Monate jungen Beziehung (s. Nachbarthema), in die man viel mehr Persönlichkeit einbringt als in einen 1-night-stand, in der es also viel mehr erprobtes Vertrauen zwischen den Partnern gibt, kann genau dieses Vertrauen zerstört werden, in dem einer den andern vor vollendete Tatsachen stellt. Nach 4 Monaten Beziehung macht es z.B. in meinen Augen durchaus Sinn, die Frage nach Nachwuchs anzusprechen. Das muss derjenige tun, der Nachwuchs will. Denn heutzutage kann absolut nicht davon ausgegangen werden, dass jedermann nach 4 Monaten gleich Elternteil werden will.
Es ist halt ein enormer Unterschied, ob nach 4 Monaten Beziehung die Frau das Thema "Kind" anspricht und damit dem Mann Mitgestaltungsmöglichkeiten gibt oder ob sie das Thema Kind einseitig einer Entscheidung zuführt. Letzteres kann als aboluter Vertrauensbruch gewertet werden.

Und es ist in meinen Augen nicht sinnvoll zu argumentieren, die Frau handele nicht einseitig, weil zum Sex zwei gehören. Damit wird das Problem auf den rein biologisch-kausalen Sexualakt (Zeugung) reduziert. Damit wird aber die gesellschaftliche Wirklichkeit ausgeblendet, die nun mal heisst: Die aller aller wenigsten Paare werden nach 4 Monaten schwanger.
Der Gesetzgeber berücksichtigt zurecht die Zeugung und nimmt einen Mann dann zumindest finaziell in Anspruch, wenn er sich sonst nicht um das Kind kümmert.
Aber daraus kann nicht abgeleitet werden, dass "eigentlich" jeder Mann, der gegen seinen Wunsch Vater wird, nun jubelnd mit der Frau ein Familienleben führen muss.
 
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  • #20
Ich spreche hier nicht von Teenagern- die würden sich vermutlich in ihrer Ehre, bestens aufgeklärt zu sein, eher angegriffen fühlen.
Die Rede ist von numerisch längst erwachsenen Männern,


Wir brauchen hier gar nicht weiter zu reden. Männer bleiben ihr Leben lang "Teenager". Mit 40 und mit 60 noch. Mehr denn je. Zu glauben, das hört eines Tages auf, ist doch extreme Gutgläubigkeit. Auch Männern irgendwas ausschwatzen zu wollen, führt nur zu einem: sie tun es erst recht (aus Trotz) und lachen sich dabei ins Fäuschen.
So naiv kann man doch als Frau echt auch gar nicht mehr sein solangsam. Männer lieben Risiken, dazu gehört auch ungeschützer Verkehr, Rauchen, Trinken, Motorrad fahren, seine Gesundheit aufs Spiel setzen. Das muss man nicht verstehen, nicht gut finden, auch nicht nachmachen, aber irgendwann doch mal begreifen und nicht immer den erhobenen Zeigefinger ausfahren. Es ist halt so. Und wenn man als Frau nicht ganz naiv ist, dann weiß man auch, dass Männer mit Kindern zum Großteil nichts anfangen können und auch nie konnten. Kinderkriegen und Kindererziehen war schon immer Frauenterritorium. Ist im Tierreich genauso zu beobachten. Und genauso halten die meisten Männer es mit Verantwortung oder Verantwortung übernehmen. Es ist Frauenthematik. Darüber kannst du dich jetzt aufregen wie du willst.
Den meisten Männern macht ungeschützter Verkehr mehr Spaß und Risiken dabei verschaffen eine Extraspannung.

Ich halte dieses Jammern auf beiden Seiten nicht mehr aus. Will man keine Kinder (du als Frau) dann verhüte ordentlich. Eine Frau (wie in dem anderen Thread... 4 Monate schwanger... Freund will abtreiben.. Beziehung lief schon schlecht, Frau hoffte, mit einem Kind den Mann an sich zu binden und die Beziehung zu verbessern) zeugt halt von einer so abgrundtiefen Naivität, dass man vor Schmerzen den eigenen Kopf auf den Boden schlagen will. Das Verhalten dieser Frau ist doch unnormal, dass es weh tut. Scheinbar haben sich da einfach zwei blöde Leute gefunden, die wiederum außerordentlich gut zusammen passen.
 
  • #21
Wahrscheinlich aus demselben Grund warum Frauen sich nach 4 Monaten einreden es sei die Große Liebe, also genau der richtige Zeitpunkt um gleich schwanger zu werden und sich dann über die Reaktion des Mannes wundern - in beiden Fällen wohl absolute unreife.
Zur Frage der emotionalen "Sicherheit": Ich bin mir auch ganz sicher, wenn man sich intensiv im Vorfeld kennenlernt, und dann mindestens vier Monate zusammen absolut glücklich ist, werden sich kaum größere Überraschungen einstellen. Alles, was an massiven Persönlcihkeitsstörungen bei einem der Partner vorhanden sein könnte, lässt sich nicht über einen Zeitraum von drei Monaten verbergen. Am Rest können zwei willige Partner arbeiten- erspart bleibt ihnen Beziehungsarbeit ohnehin nie!
Zur biologischen Sinnigkeit: Tatsächlich ist man zu Beginn einer Beziehung so hormongeflutet, dass die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, aus biologischen Gründen höher ist als später. Gerade bei älteren Frauen ist dieser Aspekt nicht unerheblich, um überhaupt schwanger zu werden. Man könnte es also zumindest als Körperintelligenz deuten.
Der Rest obliegt dann schon dem persönlichen Geschmack, der eigenen Persönlichkeit beider Partner. Aber wer mit der Zielrichtung nicht einverstanden ist, sollte reden! Das gilt für Mann und Fra. Allerdings habe ich tatsächlich den Eindruck, dass Frauen eher verhüten, wenn sie eine Schwangerschaft nicht zulassen möchten, Männer das Thema ausblenden. Zumindest vorher.

Zitat von Michaela71:
1. Wieso also ist die Überraschung bei aufgeklärten Mitteleuropäern so groß, dass Sex eine Doppelfunktion hat: Paarbindung und KinderMACHEN???
1. Tja, sie (manche!) negieren beides
Stimmt! Im anderen Thread hatte ich auch noch formuliert:
, etc., und wenn ich den Einwand aus Post 1 hier noch berücksichtige, sollte ich ergänzen:
.. und die biologische Funktion des Kindermachens auf der anderen Seite.
 
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  • #23
Temporärer, umstandsbedingter Durchblutungsmangel im Gehirn?

Ich denke gerade darüber nach, ob bei meiner überschaubaren Anzahl von Männerbekanntschaften sich einer oder gar zwei für Verhütung interessiert haben.... es war auf jeden Fall die Minderheit. Mich hat das sehr erstaunt, ich finde es schon grob fahrlässig.

Das kann ich nur bestätigen. Ich hätte bisher JEDEM meiner Bettgefährten ein Kind "unterjubeln" können, wenn ich es gewollt hätte. Es war sogar einer dabei, dem das bereits passiert ist und der trotzdem nicht selbst verhüten wollte.
 
  • #24
Mich haben meine EX-Freunde zu Beziehungsbeginn gefragt, ob ich die Pille nehme. Einer hat nicht einmal danach gefragt. Auf Kondom hat keiner bestanden. Keiner von ihnen hatte einen aktuen Kinderwunsch.

Selbst wenn es die Pille für den Mann gäbe, würde ich NIE ohne Kondom oder ohne selbst die Pille zu nehmen mit einem Mann schlafen. AUßER ich habe einen Kinderwunsch! So etwas glaub ich nennt man Selbst-Verantwortung!
 
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  • #25
Mich haben meine EX-Freunde zu Beziehungsbeginn gefragt, ob ich die Pille nehme. Einer hat nicht einmal danach gefragt. Auf Kondom hat keiner bestanden. Keiner von ihnen hatte einen aktuen Kinderwunsch.

w, 50: dem kann ich nur zustimmen!
Ich hatte schon einige Partner - davon haben viele nicht mal gefragt, ob ich verhüte, ein paar haben sich sogar geweigert, ein Kondom zu benützen, da sie dann ja nichts spüren würden!!

Soviel zu "Kind unterjubeln" ;-)
Wer als Mann nicht verhütet, ist schon selber schuld, der kriegt von mir kein Mitleid!
 
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  • #26
Selbst wenn es die Pille für den Mann gäbe, würde ich NIE ohne Kondom oder ohne selbst die Pille zu nehmen mit einem Mann schlafen. AUßER ich habe einen Kinderwunsch! So etwas glaub ich nennt man Selbst-Verantwortung!

Soetwas nennt man glaube ich Unsinn - wenn ich meinem Partner nicht vertrauen kann, wem denn dann?!
Was meinen Sie was los wäre, wenn ich in meiner 3 Jährigen Beziehung auf einmal mit Kondomen anfange mit der Begründung "weil ich dir nicht vertrauen kann" ?
Ich bitte Sie, dann brauche ich doch garnicht erst eine Beziehung führen.
Schreiben Sie doch bitte keine zuende gedachten Dinge.

Und wenn sich Frauen wieder brüsten wem sie doch alles schon ein Kind unterjubeln hätten können - wissen sie wie viele Menschen ich jeden Tag finanziell über den Tisch ziehen könnte, natürlich ganz legal?
Was ist denn das bitte für eine Argumentation für eigenes, moralisch höchst verwerfliches, Fehlverhalten?

Ich sage es auch hier nochmal, nur weil sich ein Mensch etwas VORSTELLEN kann heißt das nicht, das er es JETZT SOFORT möchte.
Selbstverständlich liegt es dann an dem Part der unbedingt JETZT ein Kind möchte, das auch klar zu kommunizieren und nicht anders herum - was ist denn das bitte für eine Logik?
Machen Frauen aber nicht, weil Sie ganz genau wissen wie Ihre Chancen auf dem Single Markt stünden wenn Sie sagen "Ich will aber innerhalb der nächsten 6 Monate ein Kind".
Als Mann hatte ich NIE ein Problem zu sagen, dass ich die nächsten 5 Jahre mit Sicherheit kein Kind möchte.
Wer spielt da also mit offenen Karten und wer nicht?!

Ich glaube nicht an die Regel des dummen Mannes der nicht weiß, dass eine Frau schwanger werden kann, wenn keiner verhütet - das mögen ein paar idiotische und naive Ausnahmen sein.
Vielmher liegt der verdacht nahe, dass hier getrickst und gelogen wird - was in etlichen Threads ja sogar schon von Frauen und sogar deren Frauenärztinnen bestätigt wurde.

Sahnehäubchen ist dann das Märchen vom Mann der jetzt überglücklich ist, nachdem Frau ihn vor vollendete Tatsachen gestellt hat.
Auch hier dürfte es sich um Ausnahmen handeln.
Das Kind mag vielleicht noch geliebt werden, aber doch nicht der Partner der diesen massiven Vertrauensbruch hingelegt hat - außer man ist so eng gestrickt, dass man den Vertrauensbruch nicht überreist (kenn da so ein paar Kandidaten...).

Wenn ich etwas unbedingt möchte muss ich selbst dafür sorgen, OHNE eine andere Person damit zu schädigen.
Also wenn eine Frau ein Kind möchte, soll Sie ihrem Partner ganz einfach ein Ultimatum stellen und nach Ablauf eben diesem, den Mann verlassen - ganz einfach und fair.
Wo ist das Problem?!

Eben...
 
  • #27
Wir brauchen hier gar nicht weiter zu reden. Männer bleiben ihr Leben lang "Teenager". Mit 40 und mit 60 noch. Mehr denn je. Zu glauben, das hört eines Tages auf, ist doch extreme Gutgläubigkeit. Auch Männern irgendwas ausschwatzen zu wollen, führt nur zu einem: sie tun es erst recht (aus Trotz) und lachen sich dabei ins Fäuschen.

Womit doch offensichtlich ist, dass Männer in diesem Punkt nicht für ihr Verhalten verantwortlich gemacht werden können, denn sie sind ja unmündige Teenager, die von Vernunft noch nie gehört haben. Wenn man sie aber nicht verantwortlich machen kann, kann man sie auch nicht in die Pflicht nehmen. Also entweder akzeptiere ich, dass Männer wie Frauen im Allgemeinen vernünftige, verantwortungsvolle Wesen sind, die halt auch mal ein paar Fehler machen, oder unsere momentane Gesetzgebung in Hinblick auf Vaterschaft und Unterhaltsverpflichtungen ist ein Skandal. Wenn wir das zu Ende denken, können wir ja gleich Kinder in den Knast sperren.

Ich gehe mal von der etwas milderen Variante aus: Die Beitragsschreiberin wollte einfach nur irgendwie polemisieren, hat ihren Standpunkt dabei aber nicht durchdacht. Sonst wäre ihr nämlich aufgefallen, dass das sexistischer Schmarrn ist.
 
G

Gast

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  • #28
Eine Frau, die um keinen Preis schwanger werden will, wird selbstverständlich selbst verhüten.
Aber wenn sie ein Kind möchte und der Partner nicht, wieso soll sie dann trotzdem zuständig sein?

Keine Ahnung, vielleicht aus demselben Grund warum ich prinzipiell keine Frauen oder Kinder schlage, Omas keine Handtaschen klaue oder Verträge aufschwatze,keine Schrottimmobilien verkaufe, nicht klaue usw....?
Weil ich eine Erziehung genossen habe die mir sagt was Recht und Unrecht ist - ja ob Sie es glauben oder nicht, sogar über die Gesetzgebung hinaus.

Kennen Sie das nicht? Ist da keine kleine Stimme in Ihnen?
Ich hätte da ein paar sehr lukrative Geschäftsideen für Sie - mist nein, kann ich Ihnen nicht sagen , meine kleine Stimme, Sie verstehen...
 
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  • #29
Wenn es Männer gibt, die sich ehrlich über eine von ihnen nicht geplante Schwangerschaft gefreut haben, bin ich ihnen bisher in meinem Leben, das mehr als fünf Jahrzehnte gedauert hat, jedenfalls noch nicht begegnet. Viele sind es auf keinen Fall. Jede Ehe, die ich kenne und die in den letzten zwanzig Jahren so begonnen hat, war unglücklich und ist mittlerweile beendet. Wenn ich ein Kind will, will ich es doch nicht mit jeder beliebigen Frau, auch, wenn ich schon Sex mit ihr habe und erst mit der Zeit feststelle, dass ich sie nicht will. Es sind doch meistens gerade die Frauen, die man als Mann nicht als Ehefrau will - wenig gelernt und darauf aus, sich als "Hausfrau" aushalten zu lassen -, die plötzlich und unerwartet, nachdem sie vorher viele Jahre pannenfrei verhütet haben, schwanger werden. Solche Frauen sind tödlich beleidigt, wenn man während der Beziehung zum Kondom greifen will.
Mittlerweile denke ich auch, man sollte keiner Frau trauen und immer selbst verhüten, solange man sich nicht gerade diese Frau als Mutter seiner Kinder wünscht. Lest doch mal, was sonst oft passiert und als völlig normal empfunden wird: eine Frau, die keine Lust zum Arbeiten hat, wird schwanger, heiratet der Mann sie, ist er ein Idiot, anderenfalls ein Schwein. Im ersten Fall hält sie ihm fürderhin das Konto frei und lehnt auch Jahre später noch Arbeit ab, Er muss die Faulheit tolerieren, anderenfalls ist er unmännlich. Dass Sex mit der Zeit nicht mehr oder ganz selten stattfindet, gilt als normal. Findet er sich damit ab, ist er ein Stoffel, anderenfalls ein Schwein. Wendet er sich einer besseren Frau zu und verlässt die Erste, hat er eine Krise und wird finanziell ausgeblutet (Schmerzensgeld), anderenfalls hat er meistens noch ein paar Jahrzehnte zum Bereuen, Arbeiten und Geldheranschaffen - für die Frau, die ihn Dank ihres ruhigen und schönen Lebens meistens viele Jahre überlebt - denn das ist seine Aufgabe.
 
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  • #30
Eine sehr gute Frage, die die FS da stellt. Mancher Mann sollte sich da mal Gedanken machen.

Ja, die Natur hat Sex auch (oder vor allem) zur Fotpflanzung vorgesehen und das sollte man(n) auch wissen. Hinzu kommt, dass Männer für ihre Jagd auf Frauen und damit verbundene Untreue ja immer die Evolution vorschieben: <Mann möchte seine Gene möglichst oft weitergeben.> Aber wieso weitergeben, wenn sie doch dann ins Leere laufen sollen. Der Grundinstinkt des Mannes ist doch, dass er sich selbst möglichst oft reproduziert, also möglichst viele Kinder zeugt. Und wenn es dann klappt, dann zieht er den Schwanz ein.

Verhütung ist ein aktiver Prozess, ich kann also nicht davon ausgehen, dass verhütet wird, wenn man nicht darüber spricht.
Im Fall der Frau, die nach 4 Monaten schwanger ist und der Freund sich aufregt, sehe ich es klar so, dass er durch einen Verzicht auf Verhütung sehr wohl seine Zustimmung zu einem Kind gegeben hat.
Empfängnis kommt immer dann, wenn man nicht verhütet, nicht umgekehrt. Wer also kein Kind will, muss verhüten - wer nicht verhütet, muss dafür einstehen. Egal ob Mann oder Frau.
"Unterschieben" ist nur, wenn die Frau dem Mann vorlügt, dass sie verhütet. Wenn aber beidseitig auf Verhütung verzichtet wird, dann ist das kein Unterschieben.

Meine Freunde haben immer vor dem Sex gefragt, ob ich die Pille nehme bzw. haben selbstverständlich ein Kondom benutzt.
 
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