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  • #1

Die Kinder des Partners ins Herz schließen??!!

Hallo, ich bin w und alleinerziehend. Meine Tochter ist 5 Jahre alt. Meine Frage ist eigentlich warum es so vielen Männern schwer fällt ein fremdes Kind ins Herz zu schließen. Mein Partner soll keine Vaterrolle übernehmen, denn sie hat einen Papa. Er soll die kleine jedoch auch in sein Herz schließen können, sie auch mal drücken, mit ihr spielen etc.... Warum fällt das Männern so schwer? Mein letzter Partner konnte das auch nicht, darum ist die Beziehung auch kaputt gegangen. Bin dankbar um Eure Antworten - villeicht kannn man Euch dann verstehen.
 
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  • #2
Meine spontane These wäre, dass es von der Fähigkeit zu selbstloser Liebe abhängt.
Die Partnerin hat dem Mann etwas zu bieten: Gesellschaft, Unterhaltung, Versorgung (Kochen, Wäsche waschen, ...), Sex, Status (wenn er sich mit ihr schmücken kann) und so weiter.
Von einem Kind hat der Mann nichts. Für ein Kind muss vor allen Dingen GEBEN können.
Es gibt aber definitiv auch Männer, die damit kein Problem haben.
 
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  • #3
Nun ja, Du hast Dir die Antwort doch schon selber gegeben: Der Mann soll das Kind ins Herz schliessen wie sein eigenes, aber er soll nicht Vater sein. Wenn Du mir verrätst, wie man diesen Widerspruch auflösen soll, dann hast Du Deine Antwort. Ich kann nur von mir sagen, dass ich das nicht könnte.
Weiterhin geben halt die hier schon x-fach diskutierten Argumente den Ausschlag: Mann ist nach Kind und Kindsvater nur noch die Nr.3 (und dann noch für ein fremdes Kind), letzten Ende soll der neue Mann dann doch Verantwortung und Vaterrolle für das Kind übernehmen, sonst wirds ja nie eine Familie, was soll Mann machen, wenn das Kind einen nicht als neuen "Vater" akzeptiert, etc.
Alles in allem wäre mir das ein viel zu hohes Risiko und viel zu grosse Belastung für eine gerade eben beginnende Beziehung.
m,39
 
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Frosti

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  • #4
Ich war 5 Jahre mit einer Frau zusammen, die ein Kind hatte. Als ich ihren Sohn kennengelernt habe,war er 4 Jahre alt. Für mich war klar, das es beide nur im Doppelpack geben kann.
Nach 3 bis 4 Monaten hat er mich gefragt, ob ich denn sein neuer Papa sei. Ich habe ihn gefragt, ob er denn einen neuen brauchte, er hätte doch einen. Wenn er möchte, wäre ich sein gute Freund.
Irgendwann bin ich dann gleichwertig geworden. Wenn er seine Familie aufgezählt hat, gab es einen Papa , eine Mama und mich.
Leider hat die Beziehung nicht gehalten, so das ich mich vor seinem neunten Geburtstag von seiner Mutter getrennt habe.
Dieser Schritt war nicht leicht, ich wollte mit der Frau nichts mehr zu tun haben, aber ich liebe dieses Kind. Eine Trennung von der Frau bedeutet den Verlust des Kindes. Ich habe keine Möglichkeit einen Kontakt zu erzwingen. Ehrlich gesagt weiß ich noch nicht mal ob ich es wirklich will, da das Kind durch den Beruf der Mutter viel hin und her geschoben wird. Ist das gut für das Kind ?
Ich lebe in der gleichen kleinen Stadt wie die beiden. Ich frage mich oft, was ich sagen oder wie ich
reagieren soll, wenn ich ihn treffe. Wie reagiert die Mutter ? Ich habe Angst vor diesem Moment, da ich vielleicht Fragen beantworten muß, auf die ich keine Antwort habe.
Wenn ich nochmal eine Frau mit Kind kennenlerne werde, werde ich anderes, vorsichtiger sein .
Nicht weil sie weniger wert ist, sondern weil ich nie wieder ein Kind verletzen möchte, das unschuldig an den Fehlern der Erwachsenen ist.
Habe mir schonmal überlegt, ob ein Kind nicht ein Nogo ist, wie man das hier so schön sagt .
So macht jeder seine Erfahrungen.
Frosti
 
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  • #5
Hallo,
das hat meiner Meinung nach zunächst etwas mit der Einstellung zu tun. Ich kenne einige Beziehungen in meinem Bekanntenkreis, in der Sie schon ein Kind mitbringt und die Beziehung funktioniert.
Als Mann kann ich mir gut vorstellen, dass Er erstmal zurückhaltend ist, denn es ist ja nicht sein eigenes Kind. Wenn Er auch keine Kinder mitbringt und auch nicht die Erfahrung hat fehlen, dann --. hier: 5 Jahre -- die Er nicht miterlebt hat und sich dann im Umgang unsicher fühlt.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich selbst eine Beziehung hatte, in der Sie ein Kind mitbrachte. Nur nach einen beruflichen Wechsel wurde die Entfernung zu groß und die Beziehung ging zu Bruch.
 
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  • #6
Gefühle zu investieren und dann auch noch zu zeigen ist für Männer gegenüber erwachsenen Frauen sowieso schon schwer. Warum sollte es dann einfacher sein, dies Kindern gegenüber zu tun?

Hinzu kommt, dass dieser Mann, dein Lebensgefährte nunmal nicht der Vater deiner Tochter ist! Laß beiden Zeit, dass sie Freundschaft schließen können - das bedeutet aber nicht, dass man das Kind ins Herz schließen, sprich LIEBEN muss! Denk mal bitte darüber nach!
 
  • #7
Ich kann nicht einmal im Ansatz nachvollziehen, wie Du "ins Herz schließen" und "keine Vaterrolle" miteinander verbinden kannst. Genau das ist das große Probleme!

Elternliebe entsteht nicht auf Knopfdruck, nur weil man sich in ein Elternteil verliebt. Wie sollte das passieren? Aber wenn ich ein Kind wirklich ins Herz schließen würde, wirklich elterliche Aufgaben übernehmen würde wie z.B. trösten, bei den Schulaufgaben helfen, ins Bett bringen (wenn der Partner krank oder auf Dienstreise ist z.B.), aufklären, aufpassen, warnen und so weiter, dann übernehme ich einfach gewisse Mutteraufgaben und der Partner würde dann sagen, "aber eine Mutter hat es schon"? Hallo? Genau damit steht Ihr Alleinerziehenden Euch selbst im Weg. Das ist wie waschen ohne nass zu werden. Entweder man baut eine Bindung auf oder eben nicht. Aber halbe Sachen sind da nicht möglich. Diese neumodische Gerede verursacht einen Großteil der Probleme. Entweder ist man "Frau im Haus" und damit auch "Stiefmutter" oder eben nicht.

Im übrigen fände ich es katastrophal, wenn man sich ggf. bei Warnungen oder Verboten anhören müsste "Aber du bist gar nicht meine Mutter!". Genau das passiert aber quasi 100%ig, wenn man mit Deiner Einstellung da heran geht.

Drittens kommt noch hinzu, dass WENN man wirklich das Kind so ins Herz schließt, eine eventuelle Trennung von dem Vater noch viel schwieriger wird, falls die Beziehung sich doch nicht als dauerhaft herausstellt. Und das weiß man ja in meiner persönlichen Lebenserfahrung bezüglich Partnerschaften oft erst nach einigen Jahren -- leider.

Vielleicht interessiert Dich auch dieser Thread:

http://www.elitepartner.de/forum/probleme-als-neue-frau-an-vaters-seite.html
 
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  • #8
siri
ja, das Leben wird durch all diese Trennungen und Umgruppierungen für keinen leichter.
Ich verstehe in diesem Fall die Männer. Ich hatte zu den Nichten meines Mannes immer ein sehr herzliches Verhältnis und habe sie übrigens nie als "fremde" Kinder betrachtet. Nach unserer Trennung habe ich mich natürlich von seiner Familie zurückgezogen. Es war komisch und auch traurig für mich, wenn ich erfahren habe, daß sie geheiratet und Kinder bekommen haben. Ich habe diese Mädchen aufwachsen sehen, mit ihnen Ferien verbracht und hatte ein enges Verhältnis mit ihnen. Das war einfach abgeschnitten.
Seit zwei Jahren haben wir wieder Kontakt, wir haben einander vermißt und beschlossen, daß wir unser Verhältnis abgelöst von ihrem Verhältnis zu ihrem Onkel sehen. Auch mit meiner Schwiegermutter (das war sie lange Zeit, wir sind damals gut miteinander ausgekommen und es gab keinen Anlaß, nicht mehr miteinander zu reden) treffe ich mich wieder.
Aber wir alle haben viel zeit miteinander versäumt, um die es uns leid tut.

Wenn Mütter oder Väter möchten, daß ein Partner Zeit und Zuneigung für ihre Kinder aufbringt, dann muß oder sollte ihnen klar sein, daß sie diese Beziehung, wenn sie erst einmal gewachsen ist, nicht mehr spontan kappen dürfen.
Ich glaube auch, daß es Kindern nicht gut tut, wenn wichtige Menschen in ihrem Leben auftauchen und dann einfach wieder verschwinden. Wie sollen sie so Sicherheit und den Glauben an Bindungen entwickeln können?
In dem Moment, in dem Kinder ins Spiel kommen, haben alle Erwachseneneine große verantwortung!
 
  • #9
Wow, Du hast mit Ex-Nichten und Ex-Schwiegermüttern wieder Kontakt aufgenommen? Weiß Dein Ex-Partner das? Wie steht er dazu?

Mein Mutter hätte genug Anstand, nicht mehr mit meinen Expartnern ohne mein Einverständnis zu sprechen und genau das weiß sie, würde sie nie kriegen. Ich finde das eine grässliche Vorstellung. Wenn ich mich trenne, dann möchte ich, dass meine Familie das akzeptiert. Tut sie zum Glück auch. Es gibt wirklich seltsame Sitten.
 
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  • #10
MadMax

@frederika
zu dem thema: "das kind sagt irgendwann, du bist nicht meine mutter"

darauf gibt es eine ganz einfache reaktion.
die reaktion des kindes tritt in der regel auf, wenn man als stiefmutter das kind zu etwas bewegen will (erzieherisch), was es nicht will.
wenn dann dies kindliche raktion kommt, antwortet man: " es gehe nicht darum, ob man die mutter/vater ist, sondern man lebt in einer gemeinschaft, in der jeder seinen teil zu beiträgt...auch du(das kind).

damit ist dem kind der wind aus den segeln genommen und als stiefmutter hat man die klippe elegant umschifft;-)

ich wurde selbst mit diesem spruch konfrontiert. die reaktion von mir folgt dann spontan...mir wurde nie wieder geagt, ich sei ja nicht der vater;-)
 
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  • #11
@8: Du hast seltsame Ansichten, völlig lebensfremd! Kontakt mit Exnichten/neffen- Partnern - das sind Menschen, die einen viele Jahre des Lebens begleitet haben. Man wirft diese Menschen, die für die Trennung des Paares meistens nichts können, nicht einfach weg wie einen Schmutzlappen.

Meine Eltern haben heute noch Kontakt zu meinem ersten Mann, seinen Kindern aus zweiter Ehe sowie meiner Schwiegermutter. Und? Ich freue mich darüber, auch, weil ich mich von ihm in Freundschaft getrennt habe. Es muss nicht immer Krieg herrschen und Eiszeit entstehen, nur weil zwei Menschen (von vielen) sich nicht mehr als Paar sehen wollen.

Ich habe heute noch engen Kontakt zu meiner damaligen Schwägerin, deren Tochter usw. Wo bitte ist das Problem, außer in den Köpfen einiger Intoleranter?

Eine Mutter kann einem leid tun, wenn sie nicht das tun darf, wonach ihr der Sinn steht. Den Kontakt nicht halten darf. Während der Beziehung sollte/musste sie es doch auch tun - ob sie wollte oder nicht?!? Frage ich mich doch, wer hier dominant ist?

Und genau das ist auch das Problem bei Kindern. Sie bauen ein Verhältnis zum Partner auf und sollen dann diesen Menschen nicht mehr sehen dürfen. Da machen es sich viele Mütter auch zu einfach. Heute den, morgen den - und womöglich noch gleich einziehen. Die Kinderseelen leiden, - und siehe #3, die Männerseele leidet auch!
 
  • #12
@#10: Das ist grotesk. Ich würde mich bedanken, wenn meine Familie meine Trennung nicht akzeptieren würde. Absolut unmögliches Verhalten, das ich so noch nie in meinem Bekanntenkreis gehört habe. Wie absurd ist das?

Es nag Einzelfälle besonders friedlicher Trennungen geben, aber im allgemeinen bedeutet Trennung einfach Trennung. Und das ist auch gut so!
 
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  • #13
siri
#8Frederika
nein, sie mit mir.

Wie mein Exgatte darüber denkt, geht mir offen gesagt am A...... vorbei. Ihnen offenbar auch.
Vermutlich ist er nicht begeistert, aber das muß er auch nicht sein.

Wir alle sind erwachsene Menschen und entscheiden ganz normal, wen wir treffen wollen und wen nicht. Meine Schwiegermutter ist die Oma meiner Kinder, warum sollten wir nicht mehr miteinander sprechen??? Was bitte hat das mit Anstand haben zu tun?

Wenn wir uns nicht mögen würden, würden wir uns aus dem Weg gehen. Wir mögen uns aber und es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, das zu tun. Oder kannst du mir einen nennen?
 
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  • #14
siri
#11Frederika

Ja, aber die Partner! haben sich getrennt, nicht alle von allen! Oder ist das die moderne form der sippenhaft?
 
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  • #15
@11: Das kann ich mir bei deinem provokativen Verhalten auch vorstellen - Trennung ist Ende aus für immer! Es gibt neben schwarz und weiß auch Grautöne... Und meistens hat man sich die Menschen seines Bekanntenkreises selbst ausgesucht - sie vertreten im Allgemeinen oft die gleichen Meinungen wie man selbst - sonst hätte man ja echte Probleme, wenn da dauernd Diskussionen auftreten würden...

Ich brauche mich weder zu schämen noch meinen Umgang mit meinem Mitmenschen zu verstecken. Denn wir sind erwachsene Menschen und gehen auch so damit um. Die Gerichte und Anwälte jedoch leben von denen, die Trennung als einzig letzten Schritt, vgl. dem Tod ansehen!
 
  • #16
@#13: Siri, nun mag das mit Kinder und Großeltern anders sein, aber ohne Kinder fände ich es unverzeihlich und mehr als frech, wenn meine Eltern oder Verwandten Kontakte zu Expartnern pflegen würden -- und niemand käme auf die Idee. Es ist wirklich eine bunte Welt, die man hier im Forum erlebt.

@#14: Natürlich ist Trennung Trennung. Für fast alle. Die restlichen leiden anscheinend recht gerne mal.
 
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  • #17
@15: Man muss nicht leiden, nur weil man sich getrennt hat! Der Mensch war doch wertvoll, viele Jahre - warum muss ich ihm dann - wie viele es tun - alles Schlechte an den Hals wünschen, den Kontakt komplett abbrechen usw.
 
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  • #18
siri
#15
wie stellst du dir das eigentlich vor.
Wenn du mit einem Mann zusammen bist, dann hat deine Familie Symphatien ihm gegenüber. Wenn du nicht mehr mit ihm zusammen bist, klack, sind sie weg!???
Was für eine Sorte Gefühl ist das denn? Welche davon sind echt?
 
  • #19
@#17: Na, woher sollen denn die Gefühle automatisch kommen? Lieben meine Eltern meine Partner? Wohl kaum. Manche mögen sie gerne, manche sehr gerne, manche weniger gern. Na und? Vielleicht finden sie es schade, vielleicht sind sie bei manchen Trennungen erleichtert gewesen, na und? Sie sind meine Eltern und genau das leben sie auch. Ohne jeden Zweifel und ohne jedes Problem. Wie ich das aus meinem Bekanntenkreis kenne, ist das auch der übliche Weg. Zugegeben, ohne Kinder.

@#15: Nein, Schlechtes an den Hals gewünscht habe ich meinen Expartner auch noch nicht. Aber eine endgültige Trennung halte ich für gesund und normal. Sie erleichtert das verarbeiten und öffnet den Weg in eine unbelastete Zukunft. Genau das ist empfehlenswert. Man trennt sich nicht ohne Grund und fast immer fällt es einem schwerer als dem anderen. Fast immer entstehen Wunden dabei und die muss man nicht immer wieder aufreißen. Kontakte zum Ex sind psychologisch absolut abzuraten.
 
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  • #20
siri

meine ansicht dazu ist klar.
wir leben in neuen familiären beziehungen, früher gab es nicht so viele trennungen, keine (oder sehr wenige) unverheiratete paare mit kindern, nicht so viele stiefmütter und -väter und nicht so viele ex-tanten.
Es hat sich vieles geändert und deshalb müssen auch neue umgangsformen geschaffen werden. die gegebenheiten sind, wie sie sind. wir sollten lernen, damit umzugehen!
 
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  • #21
Meine eigene Erfahrung:
Ich habe 15 Jahre mit meiner Partnerin und deren Tochter gelebt. Ich habe mich immer auch um das Kind bemüht. Daß sie keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater hatte, hat das nicht unbedingt einfacher gemacht, denn die Vaterrolle war in ihrem Kopf zwar besetzt, aber unausgefüllt.
Die Trennung der Eltern ist für ein Kind eine bittere Erfahrung und ich glaube mal, dass auch nicht jedes Kind sich unbedingt vom neuen Partner eines Elternteils ins Herz schliessen lassen will.
Nähe ist etwas, was Bindung schafft und wenn so ein kleiner Mensch schon erfahren hat, das Bindungen schmerzen können, wenn sie getrennt werden, dann kann es möglicherweise auch sein, dass sie sich garnicht so gerne auf eine neue Bindung einlassen.

Als nach fünf Jahren unser gemeinsamer Sohn zur Welt kam, entstand eine andere Art von Bindung - irgendwie dadurch, dass ich der Vater ihres Bruders war. Und wir waren dann eine Familie.
Letztlich hielt aber unsere Beziehung nicht und ich habe heute zwar regelmäßigen Umgang mit meinem Sohn, aber leider nicht mehr zu seiner Schwester. Sie hat es mir nicht verziehen, dass ich mich von ihrer Mutter getrennt habe und möchte keinen Kontakt mehr zu mir. (zu ihrem Vater auch nicht). Als einziges stabiles Elternteil, hat sie wohl nur ihre Mutter erlebt.
Sie ist heute eine junge Frau von 25 Jahren, inzwischen verheiratet, die Trennung von ihrer Mutter ist nun fast 5 Jahre her....
Auch was Frosti schon geschrieben hat könnte zeigen:
Wir Männer müssen unsere Herzen vielleicht auch selbst etwas "schützen" diesbezüglich?

Ich habe das Glück, dass ich eben über meinen Sohn noch wenigstens ein wenig erfahre über sie und ich mich so sehr freue, dass sie ihren Weg macht und glücklich zu sein scheint.

Aber ich würde Dir gerne noch eine Gegenfrage stellen.

Wie wäre es für Dich, wenn jedes 2. WE das Kind der Ex-Freundin Deines Partners zu Besuch käme, weil er das damals auch "ins Herz" geschlossen hat?

Und manche Leute haben heute nicht nur 1- 2 - vielleicht sogar 3 - 4 längere Beziehungen hinter sich ....
und jeder hat aber nur ein Herz!

Wäre schön, wenn ihr darüber reden könntet und vor allem gegenseitig zuhören. Und vielleicht gelingt es Euch gegenseitig besser zu verstehen.

Du schreibst auch, dass Deine letzte Beziehung daran gescheitert wäre, weil Dein Ex-Partner das auch nicht konnte...

Ist es möglich, dass Du Dir sehnlichst eine "klassische" Vater-Mutter-Kind Familie wünschst?

Es tut mir leid das so sagen zu müssen: Ihr seid das nicht und werdet es nie sein!
Und dennoch könnt ihr Euch gegenseitig das Leben bereichern und alle zusammen wunderbare Zeiten miteinander erleben.

Es kann enorm hilfreich sein, wenn Du Deinem Partner keine Rolle "vorschreibst", die bislang noch nicht mal unsere Gesellschaft richtig definiert hat. Ich erinner nur an den seit Urzeiten schon im Märchen negaitv besetzten Begriff der "Stiefmutter" oder des "Stiefvaters".

Du hast die Beziehung zu Deinem Partner gefunden - das ist Eure Liebe. Und Du hast deine Liebe zu Deinem Kind. Und oft neigen wir dazu zu glauben, dass die Menschen, die wir lieben, sich auch gegenseitig lieben müssten ... letztlich ist es aber genau dieser "Glaube" der so stark bei Scheidungskindern erschüttert wird, wenn die Eltern sich trennen: Meine beiden liebsten Menschen auf dieser Welt haben sich nicht mehr lieb! Unvorstellbar!
Du bist aber erwachsen!

Lass die zwei nun auch zueinander finden, in ihrem Tempo, in ihrer "Manier", mit ihren Herzen. Und sei offen für das was es wird! Denn es ist ihre Beziehung! Wenn Du zu viel von Deiner Beziehung zu Kind und Partner und dann auch noch Deinen Wunschvorstellungen damit verknüpfst, dann kann es eigentlich doch nur "verkrampfen" ..oder?

Ich wünch Euch dreien auf alle Fälle Glück!
 
G

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  • #22
@18: Es ist auch psychologisch absolut davon abzuraten, Menschen, die sich mögen, den Umgang miteinander zu verbieten!

Du meinst, nur klare Schnitte, ein klares Ja, ein klares Nein - so ist das Leben! Meine Liebe, so gerade läuft das Leben nie! Und mich wundert sehr, dass Du - bist ja auch schon über 30 - noch solche teils unrealistische Vorstellungen und Illusionen hast. Der Erde dreht sich weiter und die Menschen müssen lernen, neue Lebenssituationen zu leben. Dazu gehören eben, wie Siri schreibt, auch Expartner und Exverwandte. Wenn alles so gerade bei dir gelaufen wäre, dann hättest du doch schon deinen Mann und Kinder. Also solltest du dem Leben gegenüber und auch gerade den Menschen gegenüber doch langsam mal toleranter werden.

Eine Zukunft ist nie unbelastet! Weder deine und meine, noch von Siri oder Sonstwem! Das funktioniert nicht, denn Erfahrungswerte, selbst wenn sie verarbeitet sind, belasten bzw. beeinflussen dich und deine Zukunft, deine nächste Partnerschaft und das zwischenmenschliche Zusammenleben. Sonst wären wir keine Menschen, sondern Bäume - und selbst die ändern sich mit den Lebensgewohnheiten und Umwelteinflüssen.

Jeder Partner, jeder Nachbar, jeder Lehrer, jedes Schulkind - alle beeinflussen das Leben. Und im Hinblick auf o.a. Tochter, ja auch ein Lebensgefährte beeinflusst das Kind - im Denken, im Handeln, im Fühlen. Und wenn dann der 3. LG in Folge bei der Mutter einzieht, fühlt das Kind irgendwann nur noch Abneigung - schon wieder einer, der mir momentan die Mama wegnimmt und dann wieder verschwindet. Wie soll ein Kind sich da verhalten - und wie soll der Partner sich verhalten? Viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Zeit braucht dieser Beziehungsaufbau und die Chance, selbst zu entscheiden, für beide Seiten - Mann wie Kind - wie man miteinander umgeht.
 
B

Berliner30

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  • #23
@Fragenstellerin: du hast ein Verzerrtes Selbstbild. Schau doch mal im Archiv unter z.B. Patchwork nach, da findest du mehr als genug Fragen und mindestens 100 sehr gute und berechtigte Gründe. Weil es so viele Gründe dagegen gibt, ist mir das bei solchen Vorschlägen kleich den roten Knopf (Löschen) wert.
 
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  • #24
siri
#23Berliner30
warum betrachtest du Kinder, die deine Partnerin mitbringen könnte els Belastung, Problemfall, roter-Knopf-Auslöser?

Du scheinst ein recht rationaler Mensch zu sein, deshalb muß ich dir mit emotionalen Argumenten gar nicht kommen.

Inzwischen wachsen fast 30 prozent der Kinder in Patchwork-Familien oder bei einem Elternteil auf. wenn du 50 oder 60 Jahre alt bist, ist eines davon vielleicht dein behandelnder Arzt. Ein Mensch, der nicht in seiner Kindheit gelernt gat, daß ihm Zuneigung von verschiedenen Personen entgegengebracht wird, der sich als "Altlast", unangenehmes Anhängsel, Belastung und Beziehungsverhinderer seiner Mutter fühlen mußte, wird leicht neurotisch und mit einer negativen Einstellung durchs Leben gehen. Willst du wirklich, daß in 20 / 30 Jahren so viele seelische Krüppel u.a. auch dein Leben mitbestimmen (denn genau das tut unsere Umwelt!)?

Weißt du, wenn wir heute freundlich, fürsorglich und verantwortlich mit Kindern umgehen, dann tun wir das nicht nur deshalb, weil wir gute Menschen sind. Es ist im Grunde genommen ein positiv egoistisches Verhalten. Die Kinder, die heute klein sind, sind die verantwortlichen Erwachsenen, wenn du einmal alt und auf die Fürsorge und Verläßlichkeit von Erwachsenen angewiesen sein wirst. Das Leben ist ein Ping-Pong-Spiel. Die Bälle, die du den anderen zuspielst, bekommst du zurück.
 
  • #25
@#20: Ich finde Deinen Ansatzpunkt der Rückfrage sehr gut und bin gespannt, ob darauf geantwortet werden wird. Tja, wie würde eine Alleinerziehende denken, wenn ein Kind der Expartnerin des neuen Partners zu Besuch käme, weil er auch dieses fremde Kind ins Herz geschlossen hat? Und wieviele Partner hat man heutzutage? Wie groß würde so eine Scheinfamilie werden? Wie schwierig ist es für "ins Herz geschlossene Kinder", wenn die Mutter sich dann doch wieder vom neuen Partner trennt.

Fragen über Fragen, die vielleicht endlich mal diskutiert werden sollten -- zurück zum Ursprungsthema bitte.
 
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  • #26
siri
#25Frederika
wir sind mit der Beantwortung der oben gestellten Frage beschäftigt. Sie lautete: "warum fällt es Männern (gilt auch für die eine oder andere Frau!) so schwer, die Kinder/das Kind des neuen Partners ins Herz zu schließen".

Ein Grund ist offenbar der, daß man fürchtet, zu einem Kind, das man wieder "verlieren" kann, eine emotionale Beziehung aufzubauen. Ein Gedanke, den ich (im Gegensatz zu manchem anderen) nachvollziehen kann.

Für andere sind fremde! Kinder einfach ein Störfaktor für eine Beziehung - für mich sind das Menschen, die ich überhaupt nicht näher kennenlernen möchte, aber ich kann mir vorstellen, daß es für eine Frau (und im schlimmsten Fall für ihre Beziehung zu ihrem Kind) belastend sein kann.

Beide Eistellungen verdienen es, selbstkritisch betrachtet zu werden.

Nachdem ich weiß, wie es in manchen "Echt"familien aussieht, denke ich, daß die von dir so abwertend als "Schein"familie bezeichnete Form vielleicht die bessere, weil freiwillig erlebte Form ist.

Wenn du deine Arbeitsstelle wechselst, sprichst du dann mit den kollegen aus deiner ehemaligen Firma auch nicht mehr - schließlich hast du dich von deinem Arbeitgeber getrennt und Trennungen sollen Trennungen sein ;-)
 
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Fräulein Smilla

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  • #27
@Siri Du bist die Beste!!! Vielen Dank für Deine Anmerkung!!!

Es fiel meinen Partnern kaum schwer meine Kinder ins Herz zu schließen, sonst wäre er ja auch nicht mein Partner geworden.
Ich kann mit Menschen die „fremde“ Kinder als solche empfinden auch relativ wenig anfangen,
die bewegen sich in einem anderen Raum und wir tangieren uns zum Glück seltenst.

Männer, die mir über den Weg laufen haben meist selbst Kinder, oder sie sind ihnen gegenüber zumindest aufgeschlossen. Meine eigene Beobachtung ist, dass Frauen meist anders mit Kindern umgehen als Männer und daher mag Dein negativer Eindruck stammen.
Die meisten Männer waren eher rationeller eingestellt, sie überlegen eher dreimal bevor sie ein Kind in den Arm nehmen oder ihre Zuneigung offen zeigen. Das bedeutet nicht, dass sie nicht vorhanden wäre. Bei kleinen Mädchen kommt noch hinzu dass es ein weibliches Wesen ist und unsere Gesellschaft Zärtlichkeiten zwischen „fremden“ Männern und kleinen Mädchen sehr kritisch beäugt. Als Mann hätte ich auch Hemmungen wie ich mit meiner „Stieftochter“ umgehen soll. Zumindest konnte ich das bei meiner Tochter sehen, da kann eine „innige“ Beziehung einfach nicht so leicht zustande kommen. Nennen wir es mal männlichen Anstand und das ist zuerst einmal eine sehr gute Eigenschaft.

Dann denke ich, dass man sich als alleinerziehender Mensch immer bewusst sein muss welche Fähigkeiten so ein Partner haben sollte. Es sollte ein Mensch sein, der sehr viel Raum geben kann, jemand der eigene Wünsche zurückstellen kann und für den Familie etwas schönes bedeutet. Ein Mann oder eine Frau, der/die gerne einen kleinen Menschen aufwachsen sieht und dem/r nicht so wichtig ist woher dieser kleine Mensch sein Genmaterial bekommen hat.
Menschen die natürlich damit umgehen für Schwächere da sein zu können und die ihre Rolle in diesem Beziehungsgeflecht nicht immer ganz genau definieren müssen, sondern Spaß an dem Erleben haben. Es gibt sie, diese Männer und Frauen und man kann sie auch erkennen. Sie strahlen immer ein bisschen mehr als andere dieses „teilen wollen“ aus. Sie erzählen meist auch von anderen und wie es ihnen geht. Sie nehmen wahr, wenn Du Hilfe brauchst und sie definieren die Welt nicht über ein „was alles nicht sein kann“ sondern über ein „was alles möglich ist“.

So hin und wieder soll man sie auch am befreiten Lachen erkennen können.

Fräuelein Smilla 7E1DA741
 
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  • #28
Smilla, das hast Du wunderbar gesagt:

>>Sie nehmen wahr, wenn Du Hilfe brauchst und sie definieren die Welt nicht über ein „was alles nicht sein kann“ sondern über ein „was alles möglich ist“. <<

Diese Fähigkeit geht heutzutage zu vielen Menschen ab und das hier
>>So hin und wieder soll man sie auch am befreiten Lachen erkennen können.<< sowieso.
 
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  • #29
Da könnte ich die umgekehrte Fragen stellen:
Warum haben so viele Mütter ein Problem, wenn man ihr Kind ins Herz schließt.
Ich sehe in unserem Bekanntenkreis, eifersüchtige Mütter, d.h. der Ex-Ehemann hat eine neue Partnerin und die mag auch seine Kinder aus der ersten Ehe.
Das gefällt der leiblichen Mutter aber gar nicht!!!
 
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  • #30
@29: Richtige, leibliche Muttertiere sind teilweise ekelhafte Glucken - sie dulden keine Göttinnen neben sich! Hier machen sich Eifersucht und Neid breit. Wenn dann der Ex eine neue Partnerin hat und die Mutterglucke noch keinen neuen Stecher - na dann gehts erst richtig los...!
 
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