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  • #31
Ich kann mich Terzia nur anschließen. Es sollte jedem selbst überlassen sein, was er mit dem eigenen Körper macht.
Das Argument des Medikamentenmissbrauchs zieht nicht, denn schließlich kann man alles missbrauchen, vom Küchenmesser bis zum Wodka. Wer davor Angst hat, muss aus der Welt einen Kindergarten machen, in dem niemand mehr selbst bestimmen darf.

Vor hundert Jahren haben die Frauen noch mit Stricknadeln und Sprüngen vom Kleiderschrank abgetrieben ...
 
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  • #32
nämlich über die sehr unschöne und problematische Rolle von Medizin und Juristerei bei der Unterdrückung der Frau...
Also bitteschön! Nicht jeder Eingriff in die persönliche Autonomie ist gleich ein Akt geschlechtsspezifischer Unterdrückung. Dieses Argument ist einfach nur lächerlich. Manche feministische Standpunkte kann ich definitiv nicht ernstnehmen.



Ich denke, wir müssen hier klar unterscheiden zwischen der Pille danach und der Mifegyne.

Bei der Pille danach ist es eine Frage der Einstellung. Einige empfinden die ärztliche Fürsorge bei der Vergabe starker Medikamente als notwendig, andere dagegen als Eingriff in ihre Autonomie. Ich persönlich glaube nicht, dass vollkommene Autonomie möglich ist und der Versuch sie zu erreichen sogar zerstörerisch ist. Deswegen halte ich es mit der ersten Gruppe.

Die Mifegyne dagegen ist ein Abtreibungsmedikament. Eine Freigabe unterliefe die bestehende Abtreibungsregelung und ist deswegen überhaupt nicht möglich. Wer eine vollkommene Liberalisierung in dieser Frage befürwortet, muss m.E. auch bereit sein, die Kosten für die Traumatherapie derjenigen zu zahlen, die dann die toten Föten aus dem Müll ziehen müssen. Man darf sich dann auch nicht mehr über die entsprechenden Meldungen in den Medien aufregen
 
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  • #33
Ich kann mich Terzia nur anschließen. Es sollte jedem selbst überlassen sein, was er mit dem eigenen Körper macht.
Gilt das nur für die Pille danach oder für alle Medikamente? Sollten dann nicht auch alle "Drogen" legal und unkontrolliert erhältlich sein? Immerhin sollte es auch jedem Menschen freistehen sich mit LSD, Morphium und Haschisch vollzupumpen.

Ich bin ja auch dafür, dass jedem selbst überlassen ist was er mit seinem Körper macht- aber dafür sollte ihm auch bewusst sein was er da macht. Dass dieses Bewusstsein bei Medikamenten vorhanden ist bezweifle ich, dafür ist das Thema einfach zu komplex. Man kann doch nicht hochkomplexe Substanzen auf den Markt werfen und dann erwarten, dass Menschen ohne Hintergrundwissen einen sorgsamen Umgang damit pflegen- wie soll denn das gehen?
 
  • #34
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  • #35
Da es hier darum geht das Medikament so schnell wie möglich einzunehmen ist eine Rezeptpflicht kontraproduktiv. Erst rasch einen diensttuenden Arzt finden (Sonntag früh besonders lustig) und aufsuchen zu müssen kostet Zeit, in der eine Frau sowieso voller Panik ist. Man müsste dieses Mittel also quasi vorsorglich für den Notfall zuhause haben.
Bei allem Respekt - die Kirche hat mir in meine Familienplanung nichts dreinzureden. Und auch bei allfälligen Kondompannen o.a. möchte ich eigenständig die für mich passenden Handlungen setzen können.
 
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  • #36
Man kann jedes Krankenhaus ansteuern und bekommt dort das Rezept, sogar mitten in der Nacht und am Wochenende und an Feiertagen.Das Medikament bekommt man in jeder Apotheke, eine hat immer Notdienst.
 
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  • #37
Da es hier darum geht das Medikament so schnell wie möglich einzunehmen ist eine Rezeptpflicht kontraproduktiv. Erst rasch einen diensttuenden Arzt finden (Sonntag früh besonders lustig) und aufsuchen zu müssen kostet Zeit, in der eine Frau sowieso voller Panik ist. Man müsste dieses Mittel also quasi vorsorglich für den Notfall zuhause haben.
Bei allem Respekt - die Kirche hat mir in meine Familienplanung nichts dreinzureden. Und auch bei allfälligen Kondompannen o.a. möchte ich eigenständig die für mich passenden Handlungen setzen können.
Es tut mir Leid, ich kann mir nicht helfen, aber gerade so eine Einstellung ist für mich ein Grund für die Rezeptpflicht. Ich hab mir schon einmal die Pille danach geholt und könnte nicht behaupten, dass ich in dermaßen große Panik verfallen bin, dass ich nicht mehr in der Lage war ins Krankenhaus zu fahren. Frauenrechte schön und gut, aber man sollte im Eifer nicht Überheblich werden. Ob ein Medikament "die für mich passende Handlung" ist, ist eine Entscheidung die auch fachliches Wissen erfordert. Ottonormal-Frau hat diesen Wissenshintergrund nicht.

Wenn man eigenmächtig über etwas entscheiden will dann sollte man der Sache auch mächtig sein. Oder sich hinterher blos nicht beschweren wenn etwas schief geht.
Als nächstes kommt noch, dass man sich in der Lage sieht die Dosierung selbst bestimmen zu können und sich vom Beipackzettel bevormundet fühlt.
 
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  • #38
Ist es nicht völlig daneben, in einem Laienforum eine rein medizinische Frage politisch und polemisch zu diskutieren?
Es kann bei der Frage einzig und allein um die Gefährlichkeit des Präparates gehen und darum, ob ärztliche Beratung oder Untersuchung vor der Einnahme erforderlich sind oder eine anschließende Visite der Nutzerin des Präparates.
Die Frage der Selbstbestimmung der emanzipierten Frau stellt sich anhand dieses Beispiels schon mal gar nicht. Ein Antibiotikum muss ich mir schließlich auch per Rezept verordnen lassen, sogar als Frau.
 
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  • #39
Es tut mir Leid, ich kann mir nicht helfen, aber gerade so eine Einstellung ist für mich ein Grund für die Rezeptpflicht. Ich hab mir schon einmal die Pille danach geholt und könnte nicht behaupten, dass ich in dermaßen große Panik verfallen bin, dass ich nicht mehr in der Lage war ins Krankenhaus zu fahren. Frauenrechte schön und gut, aber man sollte im Eifer nicht Überheblich werden. Ob ein Medikament "die für mich passende Handlung" ist, ist eine Entscheidung die auch fachliches Wissen erfordert. Ottonormal-Frau hat diesen Wissenshintergrund nicht.

Wenn man eigenmächtig über etwas entscheiden will dann sollte man der Sache auch mächtig sein. Oder sich hinterher blos nicht beschweren wenn etwas schief geht.
Als nächstes kommt noch, dass man sich in der Lage sieht die Dosierung selbst bestimmen zu können und sich vom Beipackzettel bevormundet fühlt.
Ich bekomme hier in Österreich dieses Medikament rezeptfrei und ich habe es sogar vorsorglich zuhause - ja.
Mir redet ganz sicher niemand drein, wie ich solche Dinge handzuhaben habe. Das ist nicht überheblich, sondern selbstbestimmt und ganz allein meine Sache. Ich bin auch nicht OttoNormalfrau, sondern habe mich genauestens erkundigt.

Es geht hier nicht um irgendwelche Medikamente für irgendwelche Krankheiten sondern um eine Vorsorge für den äußersten Notfall, die eine Schwangerschaft verhindern sollen. Es ist klar definiert, wie das Medikament einzunehmen ist. Jede gute Apotheke fragt hierzulande außerdem nochmal nach ehe sie das Präperat herausgibt. Ich sehe da keine Probleme.

Du darfst den Leuten durchaus gesunden Menschenverstand, Eigenverantwortung und Interesse an den Themen und an ihrer eigenen Gesundheit zutrauen.
 
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  • #40
I Ich bin auch nicht OttoNormalfrau, sondern habe mich genauestens erkundigt.

Es geht hier nicht um irgendwelche Medikamente für irgendwelche Krankheiten sondern um eine Vorsorge für den äußersten Notfall, die eine Schwangerschaft verhindern sollen.

Ich sehe da keine Probleme.
Aha. Wenige halten sich selbst für "Otto"... und ein "äußerster Notfall" ist medizinisch denn doch was anderes... sollen also auch Anibiotika ("wenigstens für Frauen") freigegeben werden? Generell neue, noch wenig erprobte Medikamente? Viel Spaß, wenn dann Nebenwirkungen / Unverträglichkeiten / Wechselwirkungen auftreten... dafür soll dann wieder die Versichertengemeinschaft in Haftung genommen werden, steht zu vermuten...
 
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  • #41
Aha. Wenige halten sich selbst für "Otto"... und ein "äußerster Notfall" ist medizinisch denn doch was anderes... sollen also auch Anibiotika ("wenigstens für Frauen") freigegeben werden? Generell neue, noch wenig erprobte Medikamente? Viel Spaß, wenn dann Nebenwirkungen / Unverträglichkeiten / Wechselwirkungen auftreten... dafür soll dann wieder die Versichertengemeinschaft in Haftung genommen werden, steht zu vermuten...
Wir reden hier nicht über Antibiotika. Wir reden hier nicht über irgendwelche anderen Medikamente.

Wir reden hier über EIN ganz spezielles Präperat, das in einer Einzeldosis (1 Tablette) raschest eingenommen werden muss. Je später, je schlechter und nach 72 Stunden mit völliger Wirkungslosigkeit. Das Medikament hat im Normalfalll keine Nebenwirkungen, es verschiebt nicht einmal die Periode.

Wer alt genug ist um Sex zu machen, ist auch alt genug zu entscheiden ein Medikament einzunehmen.
Auch das Argument mit den Nebenwirkungen u.a. gilt nicht. Die werden nämlich durch einen Rezeptzettel vom Arzt auch nicht mit Sicherheit abgehalten, schon gar nicht, wenn ich mir diesen nicht beim Hausarzt der mich und meine Gesundheit schon lange persönlich kennt, sondern in irgendeinem Krankenhaus abhole. Abgesehen davon wird auch jeder Apotheker Hinweise geben.

Ich verstehe nicht, warum sich manche über Dinge aufregen, die gar nicht Thema sind.
Wissen diese Personen überhaupt genau Bescheid? Haben sie es schon selbst eingenommen?
Es muss sich dabei um jene Menschen handeln, die auch ganz laut nach grauenhaften Bildern auf Zigarettenpackungen rufen, weil sie selbst Nichtraucher sind.
Werden wir Aspirin und Kräutertees mit durchschlagender Wirkung demnächst auch nur auf Rezept bekommen? Die höchst unangenehme und teilweise sogar sehr schmerzhafte Nebenwirkung von beispielsweise rezeptfrei erhältlichem Sennesblättertee ist bekannt. Wo höre ich hier die Rufe nach Rezeptpflicht!
Wollt ihr allen Ernstes den Menschen das Denken abnehmen?
 
  • #42
Wir reden hier über EIN ganz spezielles Präperat, das in einer Einzeldosis (1 Tablette) raschest eingenommen werden muss. Je später, je schlechter und nach 72 Stunden mit völliger Wirkungslosigkeit. Das Medikament hat im Normalfalll keine Nebenwirkungen, es verschiebt nicht einmal die Periode.
Hä? Also sowohl die Dame weiter oben aus dem KH als auch eine Freundin die es mal nehmen musste haben unisono erklärt dass es drei Pillen sind. Dazu noch sind die Nebenwirkungen enorm, es bestehen auch etliche Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten.
Die Rezeptpflicht ist nicht dazu da um die Frauen zu ärgern oder die Geburtenrate nach oben zu treiben sondern bei solch starken Medikamenten einfach sinnvoll. Dass andere Länder das anders handhaben (geh mal in einen Amerikanischen Drugstore) machts nicht weniger sinnvoll. Nebeneffekte dass es nicht als Verhütungsmittel missbraucht wird (die Pille ist wesentlich verträglicher) oder nach einer Vergewaltigung es eher zu einer Beweismittelaufnahme und Anzeige kommt sind auch nicht unwichtig (Auch im Sinne der frauenrechte, ein angezeigter und geschnappter Vergewaltiger ist einer weniger auf der Strasse).

Klar ist es ein gewisser Aufwand in ein KH zu fahren und danach in eine Apotheke. Ist der Artzt nicht bei einer Kirche angestellt gibts auch kein Problem damit. Ein Machtverhältnis ist da nicht zu sehen. Dass Hier im Fall der durchdie Presse ging die Ärtzte und die Kirche völlig unverantwortlich gehandelt haben brauchen wir hier nicht zu diskuttieren, aber ich denke dass dies nach diesem Sturm im Blätterwald auch nicht mehr vorkommen wird.
 
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  • #43
@Kalle

Lieber Kalle,
hier in Österreich habe ich offenbar ein anderes Medikament bekommen.
Es handelt sich um genau 1 Stück Tablette, die bei mir komplett nebenwirkungsfrei war. Zudem wurde ich nicht schwanger - Sinn der Sache. Auch meine Periode kam wie geplant.
Ich würde natürlich auch in ein Krankenhaus fahren um dort ein Rezept zu holen, bin aber froh, dass ich in diesem Fall Sonntag vormittag einfach in die nächste dienstbereite Apotheke fahren konnte und dort gut beraten wurde. Das war angenehm, denn die Zeit drängt. Je früher die Einnahme, desto besser.
Das sind meine Erfahrungen, mehr kann ich dazu nicht sagen.

Aber ich erinnere mich auch an eine Kondompanne vor vielen Jahren, wo ich erst wegen des Rezeptes zum Arzt laufen musste und dann 10 Tage lang peinlich genau eine Tablette einnehmen musste. Das war sehr unangenehm denn durch dieses Medikament verschob sich mein ganzer Zyklus. Jenes Mittel ist übrigens hier nicht mehr erhältlich.
Zum Glück gibt es Forschung und Verbesserungen bei den Medikamenten.
 
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  • #44
Gegen Rezeptpflicht.
Eine Frau sollte selbst entscheiden dürfen, was mit ihrem Körper passiert. Bei einer ungewollten Schwangerschaft / Vergewaltigung allemal! Schließlich leidet die Frau während der Schwangerschaft und nicht der Mann. Bei den Trennungs-/Scheidungsquoten ist es ratsam sich genau zu überlegen, ob ein Kind ausgetragen werden soll.

Ich weiß auch nicht genau warum die katholische Kirche sich da einmischt. Die haben doch keine Ahnung wovon sie da reden! Und ihr "Chef" hat bisher auch noch kein Statement zu dieser Sache abgegeben!
 
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  • #45
Ich finde es besonders amüsant, wenn Männer hier wild und enthusiastisch Stellung zu einem Thema beziehen, bei dem sie eigentlich nicht mitreden können.

Klar könnte man Vater werden und hat dann allerhand Sorgen.
Aber die Tatsache ungewollt schwanger zu werden bzw. deshalb seinen Körper einem Medikament aussetzen zu müssen und sich vielleicht vom Liebhaber sogar noch dumm anquatschen lassen zu müssen....da plädiere ich unbedingt für das Selbstbestimmungsrecht der Frau.

Denn wenn hier auch plötzlich so viele liebevolle Männer und Beinah-Väter ihre Meinung kund tun, so haben wir auf der anderen Seite doch noch die Vielzahl jener enttäuschenden Subjekte, auf die sich die Mehrzahl der Threads in diesem Forum beziehen.
 
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  • #46
Gegen Verschreibungspflicht.
Im Übrigen denke ich auch, dass insbesondere Teenager im Zweifelsfalle schneller reagieren würden, wenn sie da problemlos dran kämen.
 
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  • #47
Ich finde es besonders amüsant, wenn Männer hier wild und enthusiastisch Stellung zu einem Thema beziehen, bei dem sie eigentlich nicht mitreden können.
Warum sollten Männer hier nicht mireden können? Es geht einzig und allein um die Frage ob die Pille danach verschreibungspflichtig sein sollte oder nicht.

Und ich persönlich denke dass diese Pille nicht zu unterschätzende Nebenwirkungen (starke Hormone etc.) hat die sie "verschreibungspflichtigwürdig" erscheinen lässt, wie im übrigen auch bei vielen anderen Medikamenten ...
 
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  • #48
Warum sollten Männer hier nicht mireden können? Es geht einzig und allein um die Frage ob die Pille danach verschreibungspflichtig sein sollte oder nicht.

Und ich persönlich denke dass diese Pille nicht zu unterschätzende Nebenwirkungen (starke Hormone etc.) hat die sie "verschreibungspflichtigwürdig" erscheinen lässt, wie im übrigen auch bei vielen anderen Medikamenten ...
Was dennoch nichts daran ändert, dass es die Frauen sind, sie schlucken und sich dem aussetzen müssen. Also obliegt die Entscheidung wohl ihnen.

Ist Viagra eigentlich rezeptpflichtig und wie verlaufen die Diskussionen dort? In Sachen Vergnügen muss man wohl weit heikler sein, sonst würden manche Männer damit sicherlich übel Schindluder treiben. (Auch wenn viele das nie zugeben würden.)

Ich denke, das Thema der Pille danach ist nicht so amüsant, als dass man hier freiwillig und gern diese Tabletten schluckt. Somit darf man auf das Verantwortungsgefühl der Frauen bauen und benötigt keine Rezeptpflicht.
 
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  • #49
Hä? Also sowohl die Dame weiter oben aus dem KH als auch eine Freundin die es mal nehmen musste haben unisono erklärt dass es drei Pillen sind. Dazu noch sind die Nebenwirkungen enorm
Da gibt es wirklich zwei verschiedene Präparate.

Das eine Präparat bestehend aus 3 Pillen, verursacht eine Abstoßung der befruchteten Eizelle.

Das andere Präparat (seit wenigen Jahren neu) bestehend meistens nur aus einer Pille verhindert das Einnisten der befruchteten Eizelle. (fast wie normale Pille)

Das zweite Präparat verursacht insgesamt wenig weitreichende Nebenwirkungen, sodass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Befreiung der Verschreibungspflicht empfiehlt, was schon in mehreren Ländern, wie Österreich, geschah.

Persönlich finde ich, eine Frau ist keinem Arzt Rechenschaften schuldig, weshalb sie eine Pille benötigt. Wenn gar WHO meint, dass die Verschreibungspflicht abgeschafft werden soll, dann sehe ich keine weiteren Gründe dies nicht zu tun. Für viele Frauen ist es einfach beschämend, die Prozedur über sich ergehen lassen zu müssen, um z.B. einen geplatzten Kondom gegenüber einem Arzt zu rechtfertigen.

Daher gegen Verschreibungspflicht!
w
 
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  • #50
Das zweite Präparat verursacht insgesamt wenig weitreichende Nebenwirkungen, sodass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Befreiung der Verschreibungspflicht empfiehlt, was schon in mehreren Ländern, wie Österreich, geschah.
Gut, wenn dem so ist- brauchts auch keine Verschreibungspflicht. Da war wohl meine Wissen nicht mehr auf dem neuesten Stand. Ich gehe aber auch davon aus dass Sich die Regierung diese Empfehlung anschauen wird und wenn dem so ist auch dieser Empfehlung folgen wird.

Nochmals: Verschreibungspflicht wurde eingeführt um Medikamente die in falscher Dosierung oder bei falscher Indikation schädlich sind zum Nutzen der Menschen einzusetzen. In Ländern mit laxer Kontrolle ist Medikamentenmissbrauch an der Tagesordnung und sehr viel häufiger als bei uns. Und das finde ich gut.

Übrigens- Viagra IST Verschreibungspflichtig. Uns auch da nicht um die Männer zu ärgern sondern vor Herzinfarkten zu schützen!
 
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  • #51
Was dennoch nichts daran ändert, dass es die Frauen sind, sie schlucken und sich dem aussetzen müssen. Also obliegt die Entscheidung wohl ihnen.
Ich glaube das ist ein Missverständnis. Es geht hier um eine politische Frage, nämlich ob die Pille danach rezeptpflichtig sein soll, oder nicht. Bei Politik haben aber nicht nur die Betroffenen die Entscheidungsbefugnis, sondern alle Teile der Gesellschaft (bzw. ihre Vertreter). Das nennt man Demokratie. Sonst dürften ja z.B. in Bayern nur Studenten bzw. deren Eltern und Universitätspersonal über Studiengebühren abstimmen. Deshalb sind Männer genauso kompetent wie Frauen hier mitzudiskutieren und im Zweifelsfall auch darüber zu entscheiden und ihre Meinung ist genauso gefragt.