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  • #1

Die Schmerzensmänner oder die Kehrseite der Emanzipation

Heute tragen die jungen Männer Bärte und spielen Gitarre. Sie sind lieb, melancholisch und sehr mit sich selbst beschäftigt. Für die Frauen wird das zum Problem.


http://mobil.zeit.de/2012/02/Maenner
 
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  • #2
Komisch. Ich bin Mitte 20, aber ich kenne kaum Männer, die Bart tragen und Gitarre spielen. Das war doch eher in den 70ern üblich, oder? So ein Unsinn. Ich finde, dass gerade für Männer in meinem Alter Emanzipation etwas ganz natürliches und selbstverständiches ist. Und mir gefällt gerade diese Einstellung.
 
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  • #3
Diese Artikel ist sowohl männer- als auch frauenfeindlich.
 
  • #4
Dass die Emanzen uns Männer zu seelischen Krüppeln gemacht haben und jetzt vielleicht so langsam merken, dass es auch für sie nicht so lustig ist, wenn die Welt Kopf steht (aber noch nicht so weit sind, dies zuzugeben), ist ja fürwahr nichts Neues mehr.

Aber was genau soll jetzt die Frage sein??
 
  • #5
Und was war die Frage?

Übrigens: wenn ich mich an meine Jugend erinnere: Vollbart und "Blowin in the Wind" mit der Gitarre am Lagerfeuer- kommt mir irgendwie bekannt vor. War damals völlig normal. Und der mit der Gitarre war der König bei den Mädels. Year- let the good times roll!

Bin dennoch ein ganzer Kerl geworden der ziemlich was ab kann- sagt zumindest meine Liebste.
 
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  • #6
Dieser Männertyp wird jedenfalls in HH gerade auf großen Werbeplakaten an U- und S-Bahn-Haltestellen propagiert, –*in einer Werbekampagne für den Beruf des Erziehers.
 
  • #7
Solche Männer kenne ich eigentlich zum Glück kaum. Deise Softie-Masche ist doch schon längst wieder aus und wie #4 schreibt, eher klischeehaft für Typen wie "männliche Erzieher" besetzt. Da fragt man sich dann schon, wie solche Typen ein Männerbild vermitteln können sollen, wenn sie selbst Softies sind.

Nein, die allermeisten Frauen wollen echte Kerle und keine Waschlappen. Melancholische Blicke brauche ich defintiiv nicht, sondern einen mit Verstand und Pragmatismus, der ordentlich mit anpackt.
 
  • #8
Heute tragen die jungen Männer Bärte und spielen Gitarre. Sie sind lieb, melancholisch und sehr mit sich selbst beschäftigt. Für die Frauen wird das zum Problem.


http://mobil.zeit.de/2012/02/Maenner
Ja, ganz Berlin ist seit ein paar Jahren im Sommer voll von diesen Jungs.
Ich glaube aber nicht, daß das die Zielgruppe der Elite ist, die hier residiert. Dafür sind sie einfach zu jung, urban und international. (und was bin ich froh, daß ich mir solche Milchbrötchen nur als Eye Candy fürs Kopfkino von weitem ansehen muß)
 
  • #9
Ah bah, längst nicht alle jungen Männer gucken nur melancholisch.

Die jungen Damen erwarten vielleicht schon manchmal etwas Romantik, aber auch einen Kerl, der weiss was er will und etwas durchsetzen kann. Mein Sohn kann schauen, dass jeder Eisblock schmilzt- aber der Star war er, als er sich bei der Belästigung einer jungen Frau einmischte und auch noch gegen die beiden Typen gewann. Seine zerschlagenen Knöchel wurden von der Freundin liebevollst gepflegt- da hat sich sehr wenig geändert bei den Präferenzen der Geschlechter.

Ich finde auch die armen Jungs, die flächendeckend Opfer der Emanzipation ihrer Mütter sind - indem diese nicht ausschließlich Hausmütterchen spielten- sehr tough und selbständig. Die Kerle haben Rückgrat, machen Sport und können kochen- nix mit seelische Krüppel...
 
  • #10
Mir scheint, der Autor schwelgt in seinen Jugend-Erinnerungen ? Also solche (jungen) Männer finde ich selten, m.E. Einzelfälle. Machen den Eindruck: Nicht erwachsen geworden, und wollen das auch nicht.

Ich kenne einen beruflichen Erzieher, mit Vollbart und Gitarre, der in einem Kindergarten arbeitet. Der ist aber kein melancholischer Softie, sondern ein stämmiger Kumpel-Typ. Den die Kinder auch als Mann/männlich wahr nehmen, und die Jungs ihm nacheifern wollen.
 
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  • #12
es liegt doch immer an mir was ich aus meinem leben mache. es ist meine verantwortung!!!!!! es kann doch nicht sein das immer der mann daran schuld ist.

liebe frauen ihr seit so männerfeindlich
.
ja es stimmt wir frauen, das weibliche wurde 1000 jahre missbraucht.aber seit den 70er wird auf das männliche geschlagen-

hat frau vergessen das sie als mutter den jungen erzogen hat, ihm das frauenbild vorgelebt hat, das er jetzt als mann hat.
wenn wir endlich aufhören als frau unseren mann stehen zu wollen ( mir ist bewusst das es schwer ist, ich hebe meine tochter auch alleine großgezogen) dann kann der mann endlich wieder mann sein und die frau wieder frau.

w 44
 
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  • #13
Wieso sollte ein Vollbart ein Zeichen für fehlende Männlichkeit sein? Wird da nicht irgendetwas verwechselt? Und was die arme Gitarre damit zu tun? Da wird ein merkwürdiges Klischee strapaziert, dass noch nicht einmal vor vierzig Jahren zutraf. Vollbärte sind und waren ausserdem noch nie zuverlässiger Hinweis auf emanzipatorisches Bewusstsein, eher im Gegenteil.
 
  • #14
Ich kenne so gut wie keine Männer, die in Richtung Softie tendieren. Diejenigen, die das Pech hatten, Opfer des Emanzipationsverständnisses ihrer Mütter in den 70ern wurden, haben die Kurve zeitig bekommen und lachen heute über die damaligen "Umerziehungsversuche".

Dieses Softie-Bild scheint immer noch so ein bißchen das Ideal einer Strömung zu sein, die die Geschlechter am liebsten abschaffen würde.
 
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  • #15
Heute tragen die jungen Männer Bärte und spielen Gitarre. Sie sind lieb, melancholisch und sehr mit sich selbst beschäftigt. Für die Frauen wird das zum Problem.


http://mobil.zeit.de/2012/02/Maenner


Auch ein Auszug, der die Situation besser trifft:
Der junge Mann von heute feiert nicht trunken vor Glück mit seiner neuen Liebsten – er steht abseits und fröstelt. Verkopft, gehemmt, unsicher, nervös und ängstlich ist er, melancholisch und ratlos. Er hat seine Rolle verloren.
 
  • #16
*witzig* wie hier, grade von den Frauen eine ganze Generation wegdiskutiert wird.. Diese "Männer" sind wirklich grade Mode.. evtl ist die kombination mit der Gitarre das was die Falschen Bilder im kopf erscheinen lässt. das Phänomen ist auch unter anderen Namen bekannt : "Hipster".. und das kann nun wirklich niemand wegleugnen.. diese Verwirrungen der Verweiblichung der Männer ist omnipräsent, so omnipräsent das selbst H&M als Vorreiter diesen Typus als Werbeträger missbraucht. Der Anzug und enganliegende Hose und Vollbart tragende ist grade so in das man fast von einer vollwertigen Maintreamerscheinung reden kann. Kontakt und konfliktscheu, sensibel und fern von körperlichkeiten.. Quasi die weiterentwicklung und vergesellschaftete version des Emos.

und ja, der Artikel ist schlecht geschrieben und recht polemisch. Leider lasse sich diese witzigen verwirrungen damit auch nicht wegreden.. vielleicht bei einem Brokkolishake .. natürlich Vegan.. mit SalzstreuerIn..

=D
 
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  • #17
*witzig* wie hier, grade von den Frauen eine ganze Generation wegdiskutiert wird.... so omnipräsent das selbst H&M als Vorreiter diesen Typus als Werbeträger missbraucht... Kontakt und konfliktscheu, sensibel und fern von körperlichkeiten.. Quasi die weiterentwicklung und vergesellschaftete version des Emos.

=D

Kommt immer auf's Alter an - die "MädelZ" stehen drauf.
Erwachsene Frauen ü40 werden mit Grausen an die Anfang-70er-Jahre erinnert.
Und selbst der heutige, vollbärtige Werbeträger-Gitarrist wird wohl kaum in Emos abgelichtet...?

So ein Mann, wie in der Fragestellung dargestellt, käme als Partner/Lebensgefährte bei mir nicht in Frage. Dahingehend leg' ich die Karten gerne offen auf den Tisch... das geht einfach gar nicht. Auch wenn einige dieser jungen, superspezialisierten Könner wirklich hilfsbereit sind. Da darf man einfach nicht Äpfel mit Birnen verwechseln.

Gegen einen sehr gepflegten Dreitage-Bart bei ü40 hätte ich nichts, aber das ist ja für die Fragestellung wurst. Ansonsten mag ich die beschriebene Sorte nur in Form von Musikern zu meiner Unterhaltung, bsp. James Morrisson, "Undiscovered", wäre so ein Fall.
 
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  • #18
also ich kenne eigentlich niemanden der auf die beschreibung "vollbart und gitare" zutreffen würde und ich verbinde das auch nicht mit softi, eher mit öko. und der typ der in dem text beschrieben wird, mit hornbrille usw. klingt wie ein sozial inkomeptenter freak. ich finde beide typen gehen am thema vorbei.

ansich finde ich perösnlich aber einen sensibleren typ mann mit dem man reden kann 1000 mal besser als der ach so tolle alpha mann der der frau sagt wos lang geht.
 
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  • #19
Auch ein Auszug, der die Situation besser trifft:
Der junge Mann von heute feiert nicht trunken vor Glück mit seiner neuen Liebsten – er steht abseits und fröstelt. Verkopft, gehemmt, unsicher, nervös und ängstlich ist er, melancholisch und ratlos. Er hat seine Rolle verloren.

Genauso Quatsch. Das trifft auf die individuell Schüchternen zu. Aber doch nicht auf eine ganze Generation! Da kenn ich aber andere Männer!
 
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  • #20
@#11

Also ich als Mann könnte dich für deinen Beitrag jetzt küssen!

Ehrlich, ich finde du bringst es bestens auf den Punkt ... und das als eine Frau die mal Männer verteidigt. Chapeau!
 
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  • #21
Vielleicht ist es tatsächlich so, wie dieser Blogger hier schreibt (http://lovenomics.de/2012/02/01/schmerzensmanner-mit-umtauschrecht/), dass sich nun der Feminismus selbst in den Schwanz beißt. Denn tatsächlich ist es widersprüchlich zu Männlichkeit aufzufordern.
 
  • #22
Heute tragen die jungen Männer Bärte und spielen Gitarre. Sie sind lieb, melancholisch und sehr mit sich selbst beschäftigt.

Das war immer und ist immer noch mein Ideal von einem Partner. Wenn ein Mann sich mit sich selbst beschäftigt, dann besteht eine gewisse Chance, daß diese Introspektion zu Reife, Verantwortung und Bindungsfähigkeit führen kann. Wer sich lieber mit Fußball, Autos und seinem Aussehen beschäftigt, von dem ist nicht viel gutes zu erwarten.
 
  • #23
also ich kenne eigentlich niemanden der auf die beschreibung "vollbart und gitare" zutreffen würde und ich verbinde das auch nicht mit softi, eher mit öko. und der typ der in dem text beschrieben wird, mit hornbrille usw. klingt wie ein sozial inkomeptenter freak. ich finde beide typen gehen am thema vorbei.

ansich finde ich perösnlich aber einen sensibleren typ mann mit dem man reden kann 1000 mal besser als der ach so tolle alpha mann der der frau sagt wos lang geht.

"Toll finden" und den Mann wirklich "nehmen" sind aber zwei Paar Schuhe. Frauen sagen oft: "Ich verstehe gar nicht, dass du keine Freundin hast", aber würden sich selber nie dazu hinreißen lassen, ihn zu nehmen. Das ist der größte Widerspruch bei Frauen, den ich schon sehr oft gehört habe. Also zwar nur vor langer Zeit bei mir, aber sonst sehr oft in Form von Forenbeiträgen von vielen Männern.
 
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  • #24
Also mir sind meine „verweichlichten“ Geschlechtsgenossen tausendmal lieber als die klassischen „richtigen Kerle“. Die modernen Männer sind ganze Menschen, wozu eben auch Dinge wie Angst, Unentschlossenheit oder Traurigkeit gehören. Beim klassischen Mann hingegen werden solche Seiten zwanghaft unterdrückt, um ja immer die Fassade der Stärke, Mut und Aktivität aufrechterhalten zu können. Um als harter Kerl durch die Welt stiefeln zu können, musst Du den halben Menschen in dir ständig wegdrücken. Das ist ungeheuer anstrengend und verkrüppelt zudem die Seele. Außerdem gelingt es immer nur teilweise, weswegen klassische Männlichkeit die läppische, durchsichtige Maskerade ist, die sie eben ist. Ich wird nie verstehen, warum Frauen immer wieder auf dieses drittklassige Schauspiel namens „richtiger Kerl“ hereinfallen. Erst nach ein paar Jahren Beziehung kapieren sie dann, auf was für ein unreifes seelisches Baby sie sich eingelassen haben…

m / 42
 
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  • #25
"Toll finden" und den Mann wirklich "nehmen" sind aber zwei Paar Schuhe. Frauen sagen oft: "Ich verstehe gar nicht, dass du keine Freundin hast", aber würden sich selber nie dazu hinreißen lassen, ihn zu nehmen. Das ist der größte Widerspruch bei Frauen, den ich schon sehr oft gehört habe. Also zwar nur vor langer Zeit bei mir, aber sonst sehr oft in Form von Forenbeiträgen von vielen Männern.

Da kann ich nur zustimmen. Ich stamme von der See und bin eher rau, das mögen die Frauen lieber als meine netten Kumpels. Von den meisten meiner Freunde bin ich überzeugt, dass sie ein toller Partner für Frauen wären, die dürfen sich aber Sätze wie "Hach, wären doch mehr Männer wie du" anhören. Viel hinterhältiger geht es nicht.

Da braucht sich keine Frau beklagen, wenn Männer verweichlichen. Viele in meiner Generation stecken lieber zurück, weil sie es so von ihren Müttern gelehrt bekommen haben, das passt aber in einer Beziehung nicht. In der Schule mit der permanenten Bevorzugung von Mädchen merkt der Junge heute auch, dass seine männlichen Qualitäten als schlecht dargestellt werden.
 
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