• #31
Einfach gemeinsam Dinge unternimmt, frei von Altlasten ist und entspannt ein schönes Leben führt?
Ja? Und was ist jetzt konkret Deine Frage? Wenn Du gezielt partnersuchende Männer triffst, wirst Du immer viel Spreu von wenig (bis gar keinem) Weizen trennen müssen, aber warum gehst Du dann nicht einfach den anderen Weg und stellst den Freizeitgedanken vor das gezielte Kennenlernen per Dating? Der Möglichkeiten gibt es doch genug!

Wichtig ist dabei nur, daß es sich um Menschen handelt, die ihrerseits den Eindruck machen, daß sie aus Interesse für die Sache an dem einen oder anderen Ort sind und nicht, weil sie jemanden suchen, dem sie sich aufdrängen können.
 
  • #32
Egal ob du wählerisch bist oder nicht. In deinem (und meinem Alter) ist eine Partnerschaft für uns Frauen nicht mehr drin. Kein Mann will eine Frau Ü45/50. Ein bisschen Sex ok, aber eine dauerhafte Beziehung ??!! Nie im Leben. Ich bin eine sehr aktive Frau Ü50- habe viele Freunde, meist Männer. Die sind alle in meinem Alter und wollen über mich andere Frauen (Jüngere) kennen lernen. KEINER ist auch nur im Ansatz an mir als Partnerin interessiert. O-Ton; nicht mehr gebährfähig, nicht mehr frisch, nicht mehr interessant. Und genau das ist die Wahrheit.

Also erstens mal hängt das immer noch von der Frau ab, und ob sie sich z.B. um eine attraktive Figur bemüht oder nicht. Zweitens gilt auch hier Angebot und Nachfrage, denn auch Männer kommen irgendwann in die Situation, wo nicht mehr die Frauen bekommen können, die sie vielleicht gerne hätten. Dann haben automatisch die eine Chance, die vorher nicht in Frage gekommen sind.
Entscheidend dafür sind natürlich angepasste Ansprüche, und darum scheint es der FS ja zu gehen.
 
  • #33
In deinem (und meinem Alter) ist eine Partnerschaft für uns Frauen nicht mehr drin. Kein Mann will eine Frau Ü45/50. Ein bisschen Sex ok, aber eine dauerhafte Beziehung ??!! Nie im Leben.

Liebe gästinxxx,

bist Du vielleicht eher ein Mann mit der Mission, Frauen einen soliden Frust einzureden? Damit sie ihre Ansprüche unter die Bodenplatte senken und sich willig biegen lassen?

Entschuldige, aber Deine Feststellung ist hanebüchener Unsinn. Ich war auf der Suche zwischen 46 und 50, war mit einem Umsonst-Account bei einer Partnersuch-Seite angemeldet und es waren mindestens fünf Männer sehr, sehr ernsthaft an einer dauerhaften Beziehung interessiert - maximal acht Jahre älter, völlig vorzeigbar, solide Lebensumstände. Im letzten Jahr habe ich nun geheiratet, mein Mann ist sechs Jahre älter, Manager mit solide sechsstelligem Jahreseinkommen und langsam auf den beruflichen Rückzug, weil wir das Leben noch gemeinsam genießen wollen.

Wir haben sicher unglaubliches Glück gehabt, aber dies ist kein Einzelfall. Einer der Freunde meines Mannes, immer eher der Einzelgänger, hat vor zwei Jahren zum ersten Mal geheiratet - er hat seine tolle Frau ebenfalls übers Internet kennen gelernt. Der Mann wäre nicht so meins, mir ist solch eine Kombination aus Kamikaze und Familienmensch wie der Meinige lieber. Aber so what, dort scheint es auch zu passen.

Also ruhig und entspannt suchen, natürlich kann man einen passenden Menschen finden!
 
  • #34
Eigentlich haben wir eine solche Frage gar nicht so oft.

Es ist doch ganz einfach :
Wenn Du lange schon ansprichst, Dich austauscht, datest und nie jemanden geeignetes gefunden hast, warst Du wohl zu wählerisch.

Du hast ja zwei Möglichkeiten, entweder Du erweiterst Deinen Suchkreis (und verändert ggf. die Such-Parameter) oder bleibst alleine. Auch gut. Schließlich biste ja ganz zufrieden.
Im Zweifel belasse es dabei.
 
  • #35

Völliger Unfug. Es gibt laufend Gegenbeispiele in meinem Bekanntenkreis.
Du scheinst andere Erfahrungen gemacht zu haben. So, wie manche Frauen hier viele Männer ü40 als "unbrauchbar" und "nicht beziehungstauglich" empfinden, geht das umgekehrt auch manchen Männern. Wenn Du zwar viele Männer sogar ü50 kennst, aber keiner Dich als Partnerin möchte, solltest Du die Männer mal um eine ehrliche Antwort bitten, warum. An der Gebärfähigkeit liegt es vielleicht noch bei einzelnen Männern, die in dem Alter noch Kinder möchten, aber sicher nicht bei vielen/allen.
 
  • #36

Wenn Du auf dem real existierenden männlichen Singlemakrt nichts findest: Ja!

Schließlich haben (fast) alle suchenden Singles, aller Altersklassen, den Singlemarkt des anderen Geschlechtes selber generiert/produziert. Alles, was Männer Deiner Zielklasse ausmacht, ist sozusagen ein Produkt Deiner selbst! (und umgekehrt) Natürlich nicht von Dir direkt, aber von der Gesamtheit aller Singles Deines Geschlechts schon.

Bei Dir klingt z.B. durch (siehe "Trennungsschmerz"), dass Du Dich nicht orginär als Verursacherin Deiner Versingleung siehst, sondern mittelbar duch Auswahlverschulden beteiligt bist.

Dein Ex kam so auch in den Singlemarkt! (unwichtig, ob er inzwischen ein Single mehr ist) Warum sollte der Singlemarkt also aus etwas anderem bestehen?

Ihr tauscht doch eigentlich immer nur durch!

Mit welchem Recht sucht ihr nach Qualitäten, die eher bei den Paarmenschen, die wissen wie schöne und stablie Partnerschaften gehen, zu finden sind?

Ja, wenn man als normaler Single, der einen Anteil daran hat, dass er diesen Status erreicht hat, nach Attributen sucht, die aus der Paarwelt stammen, ist man zu anspruchsvoll!

V.m46
 
  • #37
Es ist doch ganz einfach :
Wenn Du lange schon ansprichst, Dich austauscht, datest und nie jemanden geeignetes gefunden hast, warst Du wohl zu wählerisch.
Mit Verlaub: das sehe ich anders – sogar als Mann. Natürlich gibt es Frauen, die schlichtweg zu wählerisch sind und immer irgendein Haar in der Suppe finden. Aber das bedeutet noch lange nicht, daß das immer und in jedem Fall so ist, zumal die Kriterien, nach denen da ausgemustert wird, sehr unterschiedlich sein können. Die Fragestellerin hat ja bereits einiges geschildert, was bei ihr gar nicht geht. Es ist nichts im Sinne von „Haar in der Suppe” dabei. Außer vielleicht bei den „Extremsportarten”: zählen da auch ausgedehnte Tagesausflüge schon dazu? Also das, was wir vielseitig interessierten Männer gern zu hören bekommen („mußt du denn immer so übertreiben?”), wenn wir mal schon im Frühtau zu Berge ziehen wollen.
 
  • #38
Liebe Alle,
also Danke für so viele verschiedene - oder auch ähnliche - Sichtweisen!
Ja, wie einige von Euch es getroffen haben, vielleicht ist meine Ungeduld da sichtbar...
Habe zwischendurch eben immer wieder Anflüge von Gedanken gehabt...was, wenn ich für immer alleine bleibe? Das schreibe ich mit einem Schmunzeln, denn so schwarz sehe ich es nicht. Ich sehe in allen Tiefs des Lebens immer eine Chance auf Gutes. So wars bis jetzt immer und ich bin wahrlich froh drüber, was ich alles schon hinter mir gelassen habe.
Aber dennoch ist da diese kleine Angst da, alleine zu bleiben...Das ist vielleicht auch der Grund für meinen Post.

PS: weil ich es als letzten Beitrag oberhalb dem lese: als Extremsportart ist für mich zb in einem Tag eine Klettertour, ein Bungeejumpen oder Rafting unterzubringen. Oder mit dem Rad einen ganzen Tag rasend unterwegs sein, ohne Pausen, ohne die Gelegenheit, die Umgebung zu geniessen. Im Fitnesstudio völlig unzusammenhängend zu trainieren, dann schnell umziehen und auf eine Party gehen, dann noch in ein Konzert....Pfuh!
Alles schon gehabt, mitgemacht (jung und dumm) und: nein. Nie wieder!
Und auf die eine Aussage einzugehen: ich bin sehr schlank und mit einer sehr guten Figur gesegnet. Alles eine Frage der Einstellung wie man sich ernährt usw. Aber ich bin heute mit meinem Alter eher dafür, dass Mann/Frau durchaus ein paar Pfunde zuviel haben darf. Wer jemanden aufgrund seines Aussehens beurteilt, ist für mich schon unten durch. Da bin ich mittlerweile sehr rigoros.

Nun, also ich wünsche uns eine gute Zeit, viel Glück Euch und uns allen auf das wir Singles schon bald in einer passenden Zweisamkeit leben
Blütenblatt
 
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  • #39
KEINER ist auch nur im Ansatz an mir als Partnerin interessiert. O-Ton; nicht mehr gebährfähig, nicht mehr frisch, nicht mehr interessant. Und genau das ist die Wahrheit.
Deine Wahrheit mag das sein, die Gründe kennen wir nicht.
Meine Wahrheit ist eher, je mehr ich bei mir und meinem Leben (angekommen) bin, desto mehr ziehe ich Männer an, die mir früher nie begegnet wären. Ich mußte über 50 werden, um das zu erkennen. Ich lerne nicht mehr die Masse an Männern kennen, was vor dem 50igsten noch der Fall war, aber ich lerne jetzt Männer kennen, die eben eine Partnerin suchen und nicht nur eine Affäre, etc.
Für mich eine völlig neue Ebene. Ich bin mittlerweile recht froh, ein Alter erreicht zu haben, in dem ich mich binden KANN. Aber ich MUSS nicht, wenn ich nicht will und es nicht nach Bereicherung aussieht.
Ich finde die FS keinesfalls zu anspruchsvoll, sie bringt die Voraussetzungen mit, die für eine erfüllende,gleichberechtigte Beziehung notwendig sind, leider in unserer Generation noch zeitverzögert erst in den mittleren bis späten Jahren.
Vielleicht ändert sich das ja in der nächsten Generation. Liegt ja an uns, was wir vorleben.
W
 
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  • #40
In den letzten Jahren verdichtet sich bei mir das Gefühl, dass das, was bei den Männern MGTOW genannt wird, jetzt auch langsam bei Frauen Einzug hält. Ab einem bestimmten Alter und Wohlstandslevel werden partnerschaftliche Beziehungen immer unwichtiger und im besten Fall durch freundschaftliche Kontakte ersetzt, der gestiegene Wohlstand erlaubt darüber hinaus die Sublimierung durch (auch kulturellen) Konsum. Und die meisten scheinen damit hochzufrieden zu sein, ja sogar die Altersschwelle für diese Art Einstellung scheint zu sinken.
 
  • #41
In den letzten Jahren verdichtet sich bei mir das Gefühl, dass das, was bei den Männern MGTOW genannt wird, jetzt auch langsam bei Frauen Einzug hält.

Das verstehe ich jetzt wirklich garnicht - das gab es doch schon immer? Zumindest für längere oder kürzere Phasen?

Ich bin sicher alt genug um das beurteilen zu können - auch Mitte der 70er Jahre kannte ich viele Männer und Frauen, die ihr Ding gemacht haben und in und für Beziehungen nur begrenzt Kompromisse eingegangen sind. Bei mir - und anderen Männern und Frauen - schwankte das, mal war man mehr, mal weniger auf einen Partner bezogen, so wie das Leben eben spielte.

Das hatte erst ein Ende mit meinen Kindern, weil ich leider sehr schnell alleine mit ihnen da stand. Das ist aber ein anderes Thema.

Was soll da jetzt gerade neu sein?

Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass partnerschaftliche Beziehungen wichtig sind, wenn der Partner ein wichtiger Mensch ist - Beziehung nur um der Beziehung willen ginge für mich zumindest schief. Gründlich.
 
  • #42
Liebe Alle,
also Danke für so viele verschiedene - oder auch ähnliche - Sichtweisen!
Ja, wie einige von Euch es getroffen haben, vielleicht ist meine Ungeduld da sichtbar...
Habe zwischendurch eben immer wieder Anflüge von Gedanken gehabt...was, wenn ich für immer alleine bleibe? Das schreibe ich mit einem Schmunzeln, denn so schwarz sehe ich es nicht. Ich sehe in allen Tiefs des Lebens immer eine Chance auf Gutes. So wars bis jetzt immer und ich bin wahrlich froh drüber, was ich alles schon hinter mir gelassen habe.
Aber dennoch ist da diese kleine Angst da, alleine zu bleiben...Das ist vielleicht auch der Grund für meinen Post.

PS: weil ich es als letzten Beitrag oberhalb dem lese: als Extremsportart ist für mich zb in einem Tag eine Klettertour, ein Bungeejumpen oder Rafting unterzubringen. Oder mit dem Rad einen ganzen Tag rasend unterwegs sein, ohne Pausen, ohne die Gelegenheit, die Umgebung zu geniessen. Im Fitnesstudio völlig unzusammenhängend zu trainieren, dann schnell umziehen und auf eine Party gehen, dann noch in ein Konzert....Pfuh!
Alles schon gehabt, mitgemacht (jung und dumm) und: nein. Nie wieder!
Und auf die eine Aussage einzugehen: ich bin sehr schlank und mit einer sehr guten Figur gesegnet. Alles eine Frage der Einstellung wie man sich ernährt usw. Aber ich bin heute mit meinem Alter eher dafür, dass Mann/Frau durchaus ein paar Pfunde zuviel haben darf. Wer jemanden aufgrund seines Aussehens beurteilt, ist für mich schon unten durch. Da bin ich mittlerweile sehr rigoros.

Nun, also ich wünsche uns eine gute Zeit, viel Glück Euch und uns allen auf das wir Singles schon bald in einer passenden Zweisamkeit leben
Blütenblatt
Hm also ich finde: Alles gut bei Dir. Gesunde Einstellung. Völlig Normal und angenehm. Merke: Wir sind niemals allein. Nur wenn wir uns verstecken. Also mach dir kein Kopf und genieße Dein Leben. Irgendwann knallt es und alles nimmt seine Lauf. Schönes Leben dir.
m45
 
  • #43
Im Gegensatz zu den meisten anderen hier, finde ich es immer wieder interessant, dass Frauen die Ursachen nur bei anderen suchen.

Jeder kann gerne hohe Ansprüche haben! Wenn aber angeblich im Wesentlichen nur die unantrakktive Restrampe sich um einen bemüht, dann gibt es 2 Erklärungsmöglichkeiten:

a) Man selber ist toll, aber es gibt halt nur männlichen Schrott auf dem Markt oder
b) man hat vielleicht selber nichts zu bieten, was für die tollen Männer interessant ist, so dass diese sich nur für andere Frauen interessieren.

Bei ca. 7 Milliarden Menschen auf dem Planeten, dürfte die Antwort a) nicht unbedingt die Naheliegenste sein.

Kann mir irgendjemand erklären, warum ein Mann, der nicht zur Ausschussware gehört, sich für die FS interessieren sollte? Ihre Auflistung zeigt doch recht deutlich, dass sie erwartet, von Anfang an wie eine Prinzessin behandelt zu werden (er soll anrufen, er soll einladen, ...), sie sich aber umgekehrt nicht für ihn interessieren möchte (seine Erzählungen über die Ex interesieren sie nicht, seine Hobbies stressen sie, wenn er zu viel über sich redet, ist es vertane Zeit).

Zu einem Gespräch gehören 2, so dass man selber dafür verantwortlich ist, die Themen in die Richtungen zu steuern, die einen interessieren. Nur viel scheint die FS an dem Leben des Mannes ja nicht zu interessieren und selber scheint sie auch keine interessanten Gesprächsinhalte (z.B. Hobbies über Spazierengehen hinaus) beizusteuern.

Wieso sollte der Mann sich also für ihr Leben interessieren, wenn sie sich umgekehrt für seins auch nicht interessiert?

In jüngeren Jahren mag es ja für Frauen vielleicht noch funktionieren, alleine durch ihre bloße Existenz bzw. Optik für Männer interessant zu sein. Doch es wächst halt zunehmend Konkurrenz nach, so dass Frauen mit zunehmenden Alter schon noch andere Gründe liefern müssen, warum sich die tollen Männer ausgerechnet für sie und nicht für andere Frauen interessieren sollten.

Und einseitiges Anspruchsdenken (er soll bezahlen, er soll anrufen, er soll die richtigen Themen wählen, ...) überzeugt mit Sicherheit gar keinen, sondern kann sich nur derjenige erlauben, der so konkurrenzfähig ist, dass man in Bezug auf den Charakter großzügiger ist.

Und, wenn man selber nichts bieten und sich um den Gegenüber aktiv bemühen möchte, dann suchen sich die tollen Menschen halt andere Menschen, die ihnen Interessierter, Gutmütiger und Entspannter erscheinen bzw. nicht alles bewerten, was sie selber mitsteuern könnten.
 
  • #44
Liebe(s) Blütenblatt,

ich finde Du kannst Dich ganz entspannt zurücklehnen. So ist es nun mal, wenn frau und mann ein ach so glückliches (Single)Leben führen und sich nicht mehr unbedingt einander bedingen (von denen die aus finanziellen, materiellen, geistigen, emotionalen, organisatorischen und körperlichen Gründen doch, sei hier mal großzügig abgesehen).

Du hast Deine Vorstellungen sowie Ansprüche, die Du sicher auch ausstrahlen wirst, und daraus resultierende Begegnungen, Chancen und Möglichkeiten. Da bleibt einfach nur zu hoffen oder weiter so wie bisher.

Was mich auch als Mann stutzig macht, ist die fast ausschließliche negative Sichtweise auf die Männerwelt, die sich hier bei vielen offenbart. Kenne ich so nicht, vielleicht aus meiner Sicht für diese naturbedingt, aber auch nicht bei den Frauen, denen ich begegne. Das liegt vielleicht daran, dass ich bei meinen Begegnungen mit Menschen den Reichtum und Bereicherung des Lebens spüren möchte und diese, die das nicht vermögen zu erkennen, generell meide, auch deren Gejammer und Schwarzsehen.

Du scheinst gut aufgestellt zu sein. Also warte ab was da kommen mag. Oder vielleicht ist doch nicht alles so eitler Sonnenschein!?

PS: Ich habe mal unter "Single-Portraits" geschaut und festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist das Glück zu finden, zumindest wenn ich lese was man dazu zu brauchen scheint. Alternativ zu Fuß zu gehen statt mit einem kaputten Auto zu fahren, ist da noch die harmloseste Variante.
 
  • #45
Im Gegensatz zu den meisten anderen hier, finde ich es immer wieder interessant, dass Frauen die Ursachen nur bei anderen suchen.

Ich sehe das genau wie Du. Auch ich wundere mich immer wieder über die völlig überdrehten Ansprüche einiger Prinzessinnen hier (muss allerdings erweitern auf so manchen Mann wie den mit ü45 parallel, aber das ist nicht hier Thema).

Und Du hast völlig Recht, auch ich lese aus den Angaben der FS klar heraus, dass ich einen großen Bogen um sie machen würde. Die Erwartung von Einladungen und ständiger Initiative des Mannes sind für mich mittlerweile ein NOGO (das ich auch nur Online erlebe und nur hier immer wieder lese, EP scheint eine Prinzessinnenversammlung zu sein), im RL sind Frauen da viel entspannter und die lade ich gerne ein) und Frauen, die mit Sport über Spazierengehen hinaus nichts anfangen können, für mich nicht interessant.
Aber die FS merkt ja auch, dass Männer, die sie trifft, ihre Anforderungen nicht erfüllen. Ich habe auch mal so eine getroffen. Vorstand in einer Bank. Auch beim dritten Date machte sie keinerlei Anstalten, die Rechnung zu übernehmen. Ich habe dann kein weiteres Date initiiert, obwohl sie auch nach Jahren immer noch zum Geburtstag gratuliert...
 
  • #46
Liebe FS, ich versteh nicht recht, worüber du dich wunderst. Du hast dich halt in keinen der Männer verliebt, die du bisher getroffen hast. Klar wartest du da nicht hibbelig auf einen Anruf und bringst wenig Toleranz für die Eigenheiten des Gegenübers auf.

Sinn und Zweck der rosaroten Brille ist es doch, uns "blind" für die Macken des Anderen zu machen, damit eine Annäherung möglich wird. Ohne diesen gnädigen Weichzeichner nervt der Mensch - klar. Weil Menschen eben nerven.

Oder er nervt nicht so sehr, weil er ein pflegeleichter Typ ist; ist einem aber einfach wurscht. Normal, würd ich sagen.

Wunderlich finde ich nur deine Erwartung an dich selbst, du müsstest innerhalb von ein paar Monaten schon einen Mann getroffen haben, in den du dich verliebst. Das passiert halt nicht alle Tage.

Wo sind die Zeiten und Menschen, wo man sich langsam kennenlernt ohne Stress?

Du machst dir doch selbst Stress. Scheinbar bist du erst seit kurzem wieder auf der Suche und schon wunderst du dich, dass dir noch kein Mann begegnet ist, der dich total umhaut?

Mir fällt dieser Widerspruch immer wieder auf: Singles suchen den "Einen"; die große Liebe fürs Leben - sprich: einen ganz besonderen, einzigartigen Menschen, wie man ihn nicht an jeder Ecke findet. Aber zugleich erwarten sie, dass alles schnell und unkompliziert läuft. Dass man auf einen ganz speziellen Menschen u.U. lange warten bzw. intensiv nach ihm suchen muss, machen sie sich irgendwie nicht klar. Nach ein paar Monaten wird schon gefragt: "Was stimmt nicht mit mir; warum ist mir die Liebe meines Lebens immer noch nicht begegnet; ich warte/suche doch schon ewig?"

Das ist doch widersinnig. Wer auf Schatzsuche geht, kann nunmal nicht erwarten, gleich im nächsten Straßengraben fündig zu werden.

Mich wundert auch, dass es hier immer als Besonderheit älterer Frauen dargestellt wird, nur noch einen Partner zu wollen, der das Leben bereichert. Für mich als noch halbwegs junge Frau ist und war es immer selbstverständlich, dass ich nur einen Mann nehme, der mich begeistert und mir guttut. Haben das all die reiferen Frauen, die hier über ihre heutigen hohen Ansprüche und ihre Unabhängigkeit schreiben, in ihrer Jugend anders gehalten und den Erstbesten genommen, der nicht ganz daneben war? Das kann ich mir nicht vorstellen. Oder reden wir hier von einer Generation, die noch "unter die Haube" kommen MUSSTE, weil andere Lebensentwürfe nicht denkbar waren?
 
  • #47
Meine Erfahrung dazu sieht so aus und viele Single die ich kenne sehen das fast genauso .
Man ist mehr oder weniger lange Zeit in einer Beziehung/Ehe. Meistens sind die Aufgaben klar verteilt, man kennt sich, man liebt sich, man weiß worauf es ankommt, was wichtig ist und was nicht, kurzum "Beziehungsalltag" Das Leben verläuft in geordneten Bahnen. Dann die Trennung, egal jetzt aus welchen Gründen, plötzlich steht man allein da. Jetzt muß man alles allein machen. Man überlegt wie es allein weiter geht. Die einen kommen gut damit klar, die anderen kommen weniger gut damit klar. Man möchte voerst allein bleiben, sucht aber in absehbarer Zukunft wieder nach Zweisamkeit. Diese "absehbare Zeit" kann sehr variabel sein, von der Länge der Zeit bis zur nächsten festen Beziehung. Viele Menschen genießen erstmal das allein sein. Es ergeben sich plötzlich vorher ungeahnte Möglichkeiten. Man kann jetzt vieles machen was in der Beziehung nicht ging, man kann tun und lassen was man will, es ist niemand da dem man verpflichtet ist oder auf den man Rücksicht nehmen muß oder den man fragen muß oder, oder, oder .......... man macht nur noch was einem gut tut. Und je länger man allein ist um so mehr liebt man diese Freiheiten. Viele Menschen die kenne und kannte sagen = warum soll ich mich wieder in eine Beziehung stürzen? So wie es ist, ist es doch gut. Die Menschen arangieren sich mit ihrem Singledasein. Frauen suchen sichen einen Lover, Männer suchen sich eine Geliebte. Der größte Teil aller Single Frauen und Single Männer die ich kenne und kannte lebt heute so. Und nun liebe Leser schaut doch mal in Euern Umfeld wieviele Leute ihr kennt die auch so leben. Trägt man das zusammen kommt eine erstaunlich hohe Zahl dabei raus. Nur sehr selten höre ich, die T. lebt wieder in einer festen Beziehung und H. hat wieder geheiratet.
Wir Singles (und das sind derzeit 20 % der Bevölkerung in Deutschland), je länger wir allein leben, werden immer anspruchsvoller was unseren zukünftigen Partner angeht. Und da spielt auch das Alter eine große Rolle. Bis 40 sind die Chancen einen Partner zu finden größer als darüber. Mit ü 50 fallen die Chancen weiter ab, und mit ü 60 werden viele zu müde um noch weiter zu suchen.
Ich bin überzeugt, dass es für jeden Single einen passenden Partner gibt. Nur viele machen es sich selbst zu schwer. Ich gehöre übrigens auch dazu.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #48
In den letzten Jahren verdichtet sich bei mir das Gefühl, dass das, was bei den Männern MGTOW genannt wird, jetzt auch langsam bei Frauen Einzug hält. Ab einem bestimmten Alter und Wohlstandslevel werden partnerschaftliche Beziehungen immer unwichtiger und im besten Fall durch freundschaftliche Kontakte ersetzt, der gestiegene Wohlstand erlaubt darüber hinaus die Sublimierung durch (auch kulturellen) Konsum. Und die meisten scheinen damit hochzufrieden zu sein, ja sogar die Altersschwelle für diese Art Einstellung scheint zu sinken.
Frauen haben zu diesem Verhalten historisch erstmals die Möglichkeit und das auch nur in wenigen Regionen der Welt. Ob das bei Frauen immer Sublimierung ist, bezweifle ich. Viele, auch sehr junge Frauen sind glücklich, ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten, ohne sich an einem Mann orientieren zu müssen bzw. einem Mann gehorchen zu müssen. Auch emotional lassen sich Frauen nicht mehr so leicht bändigen...Und viele Männer haben auch früher nur ab und an gemerkt, dass ihnen was fehlt. Da steht aber heute oft keine Frau mehr bereit, die ihr Leben nach ihm richtet oder ihm "den Rücken freihält". Denn ein selbstbewusster Mensch muss nicht aufgrund seines Geschlechts sein Leben in den Dienst der Selbstverwirklichung eines anderen stellen. Nur schade, dass Frauen zunehmend auf Kinder verzichten.
Liebe FS, ich versteh nicht recht, worüber du dich wunderst. ..Mich wundert auch, dass es hier immer als Besonderheit älterer Frauen dargestellt wird, nur noch einen Partner zu wollen, der das Leben bereichert. Für mich als noch halbwegs junge Frau ist und war es immer selbstverständlich, dass ich nur einen Mann nehme, der mich begeistert und mir guttut. Haben das all die reiferen Frauen, die hier über ihre heutigen hohen Ansprüche und ihre Unabhängigkeit schreiben....,
Wer das Gestern nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und für die Zukunft die Freiheit nicht bewahren! Ältere Frauen mussten nicht mehr unter die Haube, aber sie haben viel Energie in die Schaffung gleichberechtigter Beziehungen gesteckt, vieles davon betrachten Frauen, die heute "die Ernte einfahren" als selbstverständlich. Im Übrigen: eine aufregendere Jugend als in den 1970er Jahren kann ich mir gar nicht vorstellen! Aber anstrengend wars schon.
 
  • #49
Ihre Auflistung zeigt doch recht deutlich, dass sie erwartet, von Anfang an wie eine Prinzessin behandelt zu werden (er soll anrufen, er soll einladen, ...), sie sich aber umgekehrt nicht für ihn interessieren möchte
Das nennt man wohl selektive Wahrnehmung, oder? Nur das rauslesen, was dazu dient, die Frauen deutlich auf ihr "Prinzessinnengehabe" hinzuweisen.
Die Realität sieht anders aus. Die FS hat schon Recht, man bzw. Frau trifft Männer, die nur von sich und/oder nur von den bösen Exfrauen erzählen, die sie ausbeuten und in den Ruin treiben. Männer, die ungepflegt zu einem Date kommen , was ich an sich schon respektlos finde. Männer, die geifernd vor einem sitzen und den lästigen Teil hinter sich bringen wollen, um endlich Sex zu bekommen, etc. Ob das hier die Männer nun wahrhaben wollen oder nicht, es ist trotzdem so. Die FS fragt ja sogar, ob sie zu anspruchsvoll ist. Sie stellt keine Behauptungen auf, sie stellt sich in Frage.
Nein, liebe Männer, solche Männer wollen wir nicht . Deshalb sind wir nicht zu anspruchsvoll und auch keine Prinzessinnen. Wir, die FS und viele andere hier sind ganz normale Frauen, die einen ganz normalen Mann kennenlernen möchten. Und wirklich....online gibt es die nicht, da gibt es nur sehr wenige Ausnahmen. Deshalb sollte man und auch die FS lieber in der Realität bleiben, da gibt es auch noch das langsame Kennenlernen. Aber Vorsicht, es könnte jemand sein, der "heimlich" online eine andere Identität hat:)
W
 
  • #50
Haben das all die reiferen Frauen, die hier über ihre heutigen hohen Ansprüche und ihre Unabhängigkeit schreiben, in ihrer Jugend anders gehalten und den Erstbesten genommen, der nicht ganz daneben war? Das kann ich mir nicht vorstellen. Oder reden wir hier von einer Generation, die noch "unter die Haube" kommen MUSSTE, weil andere Lebensentwürfe nicht denkbar waren?

Ich glaube schon, dass man dieses Phänomen nicht unterschätzen sollte. Ich komme aus einer katholisch geprägten, ländlichen Region. Da gab es klare Vorstellungen, wie eine Frau zu sein und zu leben hat - dem entsprach ich in keiner Weise.
Eine qualifizierte Ausbildung und dementsprechende Berufstätigkeit kam in diesem Weltbild nicht vor, die Bedingungen entsprachen dem auch nicht (keine Kinderbetreuung). Ich konnte diese mir fast 20 Jahre aufgedrückte Indoktrination nicht einfach abstreifen, als ich mich zum studieren auf und davon machte.
Mit Ende 20 habe ich geheiratet, ja einen, der nicht ganz daneben war - einen anderen habe ich nicht für mich begeistern können. Ein anderer Lebensentwurf wäre möglich gewesen, aber sehr kraftraubend, mit viel sozialer Isolation. Das war für mich nicht handlungsleitend, sondern eine Idee, dass man sich als Paar gemeinsam entwickelt - in die gleiche Richtung. Insofern waren hohe Anforderungen kein Thema - wird schon und ich setzte beim Partner die gleiche Flexibilität und Willen zum Gelingen der Partnerschaft voraus wie bei mir

Nach meiner Scheidung mit Ende 40 bin ich ein ganz anderer Mensch, habe keinerlei Unsicherheiten mehr. Ich will nicht mehr zusammenwachsen - entweder es paßt oder es passt nicht.
Der Begriff MGTOW beschreibt es gut - kannte ich noch nicht, aber lebe ich seit einigen Jahren und zwar gern und täglich lieber. Für mich war das neu. Bei meinen jungen Kolleginnen, die aus der Kindheit ein ganz anderes Selbstwertgefühl und bessere Rahmenbedingungen mitbringen und die gleiche Ausbildung/Jobchancen sehe ich diese Einstellung in der gleichen Konsequenz schon ab Mitte 30, wenn sie eine gewisse Erfahrungsbasis haben - 20 Jahre früher als bei mir.

Eine Partnerschaft ist die Kirsche auf der Sahnetorte eines guten Lebens - wobei ich Sahnetorte noch nichtmal mag. Ich scheue mittlerweile alles, was mit Einschränkungen meiner Freiheit zu tun hat und nicht ein deutliches Mehr an Lebensqualität als Benefit hat.
 
  • #51
Die Realität sieht anders aus. Die FS hat schon Recht.. die einen ganz normalen Mann kennenlernen möchten

Ja, und wenn man nur für solche Männer interessant ist, dann sollte man sich vielleicht auch irgendwann mal fragen, woran das liegen könnte, dass der "normale" Mann nicht auftaucht.

Wenn ein Angler immer nur Fische angelt, die er nicht mag und feststellt, dass gute Fische immer schnell von anderen weggefischt werden, dann wird das vermutlich einen Grund haben. Und es wird vermutlich nicht daran liegen, dass Angler bzw. sein Köder toll sind und es einfach nur zu viele unerwünschte Fische gibt.

Und der Partnermarkt ist nun einmal auch nur ein Markt, wo jeder etwas anbieten muss, damit er auch etwas entsprechend marktgerechtes bekommen kann.

Und, wenn ich etwas Begehrtes auf dem Markt bekommen möchte, dann muss ich umgekehrt etwas entsprechend Begehrtes anbieten, denn ansonsten wird das Geschäft von anderen getätigt.

Und es gibt nun einmal kaum etwas Unantracktiveres als einseitige Erwartungshaltungen, die man selber nicht erfüllt. Oder anders ausgedrückt, wenn ich Ansprüche stellen möchte (er soll einladen, er soll anrufen, ...), dann kann man sich das gewöhnlich auf einem Markt nur dann erlauben, wenn ich umgekehrt die Ansprüche des Gegenübers ebenfalls erfülle (z.B. angehimmelt werden zu wollen).

Selbstverständlich hat jeder das Recht, selber nicht das Gewünschte leisten zu wollen und trotzdem Ansprüche an den anderen zu stellen. Genauso wie jeder auf einem Markt das gute Recht hat, auch für wenig eigene Leistungen hohe Preise zu verlangen oder umgekehrt für hohe Leistungen nur wenig bezahlen zu wollen. Auch hat jeder das gute Recht, an sich bzw. seinen Vorstellungen nichts ändern zu brauchen. Da aber auch die Gegenüber das genauso gute Recht haben, woanders weiter zu suchen, wenn diesen Preis und Leistung nicht angemessen erscheinen.

Und, wer nicht den erwünschten Vertragspartner findet und weder seine eigene Leistung erhöhen, noch seine Preisvorstellungen verringern möchte, dem bleibt dann halt nur, die Käufer für ihr Verhalten zu kritisieren und darauf zu hoffen, irgendwann doch noch den Dummen zu finden, der auch für wenig überhöhte Preise bezahlt. Denn mit Glück beißt ja vielleicht irgendwann auch der gewünschte Fisch mal in den leeren Haken.
 
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