• #1

Die Zehnjahresbilanz eines Lebens

In einer stillen Stunde stellte ich fest: Es ist zehn Jahre her, dass ich das gemeinsame Liebesnest verließ. Seither lebe ich alleine, mal in Beziehungen, mal als Single. Aber eine große Dosis Nähe hatte ich lange nicht zugelassen.

Ich zog Bilanz. Warum führte ich dieses Single-Leben eigentlich schon seit so langer Zeit? Ist es selbstgewählt?

Wie sieht Ihre Zehnjahresbilanz aus?

Aus welchen Gründen sind Sie Single? Und denken Sie, dass dieses Leben selbstgewählt oder fremdbestimmtes Schicksal ist?

Fräulein Wunder
 
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Gast

  • #2
2003 war ich noch verheiratet. 2007 geschieden, seitdem 3 Beziehungen, aber ich will mit niemandem mehr zusammen leben-wahrscheinlich um nicht die Kontrolle über MEIN Leben zu verlieren. Bin eine Egoistin geworden. Mir gefällt mein Leben alleine.
Habe mich aber (leider) gerade verliebt, kenne den Mann schon lange. Problem: Er ist mein Nachbar-deshalb sage ich nichts und "leide" still vor mich hin. Das geht auch vorbei.
Seufz...alles nicht so einfach. W45 (seit 4 Wochen Single)
 
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Gast

  • #3
"Ich glaube eher, dass es darum geht, dass es einfacher und ungefährlicher für die Seele ist, einen Traum nur zu träumen, statt ihn in Erfüllung gehen zu lassen“, sagte ich. Im selben Moment wurde mir klar, worauf mich diese Haltung verzichten ließ. Und beschloss, dass 10 Jahre der Suche nun endgültig genug sind."

Was meinst du mit diesem Satz, das du dich nun endlich dich wieder auf jemanden einlassen willst oder das du das Single Leben bevorzugst? Da hatte ich jetzt Interpretations Schwierigkeiten.
 
  • #4
Mein Leben ist selbstbestimmt. Nur wenige Frauen interessieren mich, und von den wenigen muss ihrerseits ja auch Interesse da sein (gilt das dann als fremdbestimmt, wenn es nichts wird?). Viele Dinge in den letzten 10 Jahren konnte ich nur tun, weil ich Single bin. Manche haben mich weiter von einer Partnerschaft entfernt und andere sind gänzlich entfallen. Na und? Das Leben findet nicht im Konjunktiv statt, zurückblicken und jammern bringt überhaupt nichts, überlasse ich lieber anderen.
 
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Gast

  • #5
Solche Bilanzen hab ich auch schon versucht zu ziehen. Ich war nie verheiratet. Warum? Meines Erachtens reiner Zufall. Es ist wirklich so, dass sich einfach nichts ergeben hat. Wäre mir mit Anfang 30 meine "Traumfrau" (und soo große Ansprüche an Äusserlichkeiten hab ich nicht, aber es muss halt passen) über den Weg gelaufen und hätte sie sich auch verliebt, dann wäre ich heute möglicherweise Familienvater. Ob ich damit wirklich glücklicher wäre, kann man nicht wissen. Natürlich kann man dieses und jenes beschliessen, man kann sich auch vornehmen die Suche zu beenden, aber man kann nicht beschliessen sich nicht mehr zu verlieben. Also ich zumindest kann das nicht. Passiert leider oder Gott sei Dank immer wieder. Aber man kann niemanden zwingen oder dazu auffordern, sich in einen zu verlieben.

m/46
 
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Gast

  • #7
Vor 10 Jahren war bei mir die Welt noch in Ordnung!

...und im Gegensatz zu über 99% der Singles hier und der Singlefrauen, die ich treffe, habe ich bis heute keine gescheiterte Partnerschaft hinter mir, (Teenager-Knutscherein, vor meiner Frau, mal ausgenommen), denn ich habe nicht meine Frau verlassen und sie trägt keine Verantwortung dafür, dass sie mich durch Ihren Tod verließ...

Genau dieser Punkt ist aber auch verantwortlich dafür, dass alleine bin ...denn es gibt überhaupt keinen Grund dafür, meine Vorstellungen von einer Partnerin zu verwerfen. Normale Singles haben diese Möglichkeit; sie können z.B. aufgrund von Erfahrungswerten, die die vergagenen Partnerschaften betreffen, sagen "hübsche Frauen sind untreu", oder "intelligente Frauen sind unhandhabbar", etc.. Sie können es dann mal alternativ mit einer weniger hübschen, oder weniger intelligenten Frau versuchen.

Diese Möglichkeit habe ich nicht, denn ich habe die gegenteilige Erafahrung gemacht.

Dazu kommt, dass potentielle Kandidatinnen (besonders die attraktiveren!) eben nicht eine ähnliche Historie haben, wie ich, nur eben mit einer "normalen Trennung" nach EINER Partnerschaft. Nein, sie haben ein Sammelsorium von verschiedensten Beziehungen hinter sich. Das ist ganz gundsätzlich eine andere Qualität die nicht zu mir passt!

"selbstgewäht oder fremdbestimmt" ist auch noch so ein Unterschied. Alle behaupten ja, dass sie nichts dafür können, dass ihre früheren Partnerschaften scheiterten ...aber selbst, wenn sie nicht aktiver Part waren, so haben sie zumindest den/die Partner irgendwann mal selbst schlecht ausgewählt!

"fremdbestimmtes Schicksal" ...ja, ich glaube, das trifft es bei mir ganz gut!

m43
 
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Gast

  • #9
Ich habe nach einer missglückten ersten grossen Liebe auch ewig "den Richtigen" (oder Denselben?) gesucht. Jahrelang. Und habe dabei aus den Augen verloren, dass 1) dieser erste auch nicht richtig war und 2) sich die allermeisten meiner Freunde auch nur durchwursteln.
Dann habe ich mich auf Mr. Weniger-Falsch eingelassen statt auf Mr. Right zu warten. Und war viele Jahre, sehr, sehr glücklich. Es hat mich aber etwas Überwindung gekostet. Gescheitert ist die Beziehung, aber es war eine schöne Zeit. Danach habe ich wieder ein bisschen versucht zu "optimieren" und nach ein paar Watschn habe ich mich wieder auf einen Mann eingelassen (also mich verliebt) wo vieles ein Kompromiss ist, ich mir manchmal denke "gleich haue ich ihm seine dreckigen Socken um die Ohren!", ich oft total verliebt und manchmal traurig bin, ich ihn manchmal schrecklich und manchmal unglaublich toll finde. Ob's gut ist was ich mache weiss ich nicht. Evtl wäre bei längerem Warten was Besseres gekommen, aber ich weiss es nicht. Es ist halt mein Weg und so ist er nun mal.
 
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Gast

  • #10
Vor 10 Jahren war ich sehr krank- habe dann einen Mann kennengelernt der sich als Alkoholiker entpuppte. Nach 12 Wochen Beziehungsende meinerseits. Therapie, Vertrauen wieder aufgebaut. 2006 nächste Beziehung mit einem finanziell bankrotten Mann. Geschäft wieder aufgebaut, Haus gekauft - 2009 Trennung wegen Fremdgehens seinerseits mit einer Thai. 2011 verliebt wie noch nie, on off Beziehung bis vor 10 Tagen. Er beziehungsunfähig. Fremdgänger, Thailandfahrer.
Vielen Dank - in 10 Jahren nur Verletzung, Enttäuschungen, Betrug. Ich hab genug und ziehe mich zurück. Kein Interesse mehr .
w49
 
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Gast

  • #11
Ha! Lustigerweise hatte ich grad heute nacht dazu einen Traum:
Demzufolge ist die Aura/Persönlichkeitshülle eines Menschen ab einem gewissen Alter (spätestens 40) aufgrund vieler äußerer und innerer Umstände (kann man ja eh nie so trennen) derart verhärtet, dass eine wirkliche Verschmelzung (Finden unbeschwerter Liebe) mit einer anderen Person gar nicht mehr gelingen kann. In jungen Jahren ist diese Hülle noch gasförmig, wird dann immer galertartiger (bis 30) und schließlich irgendwann hart wie eine Nussschale. Dann ist nur noch eine kurzzeitige Verkantung zweier Schalen möglich, keine Vereinigung.

Irre, oder?
Noch irrer: ich bin weder Esoterik-Tussi noch Kiffer, sondern ein (fast) normaler Mann :)
 
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Gast

  • #12
Das heißt: Ich möchte mich gerne wieder auf jemanden einlassen - so richtig ;-)
Irgendwas stimmt an deiner Geschichte nicht... . Auf mich wirkt dein Verhalten irgendwie sehr komisch, um nicht zu sagen "krankhaft". Gerne möchte ich diese Aussage auch begründen.

Wie kann es denn sein, dass du selber eine Beziehung beendest und dann die nächsten 10 Jahre "beziehungsunfähig" bist??? Das ist doch zeitlich nicht normal. Du hattest ja wie du schreibst schon während der Beziehung mit der Selbigen abgeschlossen.
Müsste das nicht eigentlich so sein, das du dich kurz fängst, mal schüttelst und dann einfach ganz normal weiter suchst, ohne das du 10 Jahre! die Verletzte spielst? Du wurdest weder betrogen noch sonst was, was tiefe Narben im Leben hinterlässt.

Sorry irgendwas stimmt da nicht, das ja so als wenn ich im Supermarkt abends um 19.45 Uhr keine Bananen mehr zukaufen bekommen und deshalb 2 Jahre in dieser Supermarktkette aus Beleidigung nicht mehr da einkaufen gehe.

Sorry dein Verhalten ist total außer der Range. Ich denke das ist eher so gelaufen, dass du einfach keinen neuen Mann mehr gefunden hast und nun begründest du das selber damit das du nicht offen für eine ernsthafte Beziehung warst. Damit belügst du dich nur selber.
 
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Gast

  • #13
2003,
mit Anfang zwanzig, wollte ich bald heiraten und Kinder bekommen. Am liebsten vier oder sogar fünf.
Von dem damaligen (meinem ersten) Freund habe ich mich nach knapp drei Jahren dann aber getrennt.

2008,
mit knapp 30, habe ich einen Heiratsantrag abgelehnt, und gemerkt, dass sich die Schwerpunkte verlagert haben.
Mich auch von diesem Mann getrennt und mir beruflich den Wind ferner Länder um die Nase wehen lassen.

Heute,
zurück in Deutschland, habe ich meinen Lebensmittelpunkt (Lieblingsstadt) gefunden.
Mein Leben besteht neben meinem Beruf, einem grossen Freundeskreis, meiner Familie, Patenkind, und zahlreichen Hobbies.
Männer, auch wenn ich sehr gerne mal Flirte und Date, interessieren und reizen (sexuell) mich heute nur noch sehr wenige. Vor drei Jahren habe ich zuletzt jemanden kennengelernt, für den ich richtig gebrannt habe.

Mal sehen was die Zukunft noch so bringt.. ;-)
w34
 
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Gast

  • #14
Also ich war vor zehn Jahren auch schon Singlefrau und ....ich bin zufrieden....wie es ist.

Wenn mir morgen die große Liebe über den Weg liefe, würde ich auch nicht nein sagen, aber aktiv suchen ist nicht mein Ding, diesem Druck hoffentlich finde ich bald einen Partner setz ich mich nicht aus. Es müsste sich ergeben oder eben nicht - so what.

Aber ich bin davon überzeugt, dass jeder Dauersingle, auch ich, für sein Singledasein selbst verantwortlich ist, nicht die Umwelt, nicht die Statistiken oder die angeblich mangelnden Gelegenheiten. Es ist schlichtweg die eigene Ambivalenz, irgendwie hätte man zwar gerne aber dann gefällt einem insgeheim das Singleleben doch ganz gut, es ist eben eine Gratwanderung.

Was mich betrifft, ich bin und bleibe Idealistin, den großen stattlichen dunkelhaarigen Mann mit Charakter, Fairness und festem sozialen Background, eigentlich nichts Außergewöhnliches, aber für mich eben schwer zu kriegen. Dennoch bleibe ich bei meinen Ansprüchen, denn mit Kompromiss ist bei mir nix und damit meine ich nicht Kompromiss in der Partnerschaft, sondern bei der Partnerwahl, das ist ein Unterschied.

Wenn ich mich so umsehe gehe ich schon stark davon aus, dass sehr viele Partnerschaften aufgrund von - naja, besser die oder den, als gar keinen - entstanden sind und eines weiß ich gewiss, zu dieser Statistik werd ich nie gehören, dann lieber zur Statistik der Dauersingles.
 
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Gast

  • #15
2003: Austauschjahr in Sydney. Ich war jung, bildschön und die Welt lag mir zu Füssen..Es war die beste Zeit meines Lebens, ich genoss die Sonne, das lockere Leben, das Meer. An einen Mann habe ich damals, mit 23 gar nicht gedacht und schon gar nicht vermisst...

2005: Zurück in Europa. Verliebt in einen verheirateten 16 Jahre älteren Mann. Ein Jahr unglücklich, konnte dann das ganze beenden.

2006-2010: Da ging ich auf Weltreise, hatte eine Beziehung, war danach wieder Single, ging wieder ins Ausland und danach wieder zurück.

2012: Das erste Mal mit Haut und Haaren verliebt. Leider klappte es nicht, er lebt in einem anderen Land. Ich glaube ich werde ihn nie vergessen können, bleibe daher wohl alleine. Am glücklichsten war ich sowieso ohne Mann. Aber ob die Zeit jemals wieder kommt? Wohl kaum. Leider

w33
 
L

LilaLaunebär

  • #16
2003 habe ich meinen Expartner kennen gelernt und bin nach einer Woche mit ihm zusammen gewesen.
2008 zog ich zu ihm und wir planten Kinder und Heirat nach meinem Studium.
2012 beschloß er, dass wir irgendwie doch nicht zusammen passen und trennte sich.
2013 bin ich wieder glücklicher Single und habe kürzlich einen tollen Mann kennen gelernt mit Option auf mehr. Außerdem werde ich demnächst mit meiner Promotion beginnen - hätte ich bei Kinder, Heirat und Familie wohl nicht gemacht.
 
  • #17
2003 Work&Travel Neuseeland

Dazwischen waren Affären, Beziehungsversuche, Einseitige Liebe, persönliche Entwicklung und Karriere.
Eigentlich alles gut. Nur mit der einen, hat es noch nicht geklappt.

2013 Work&Travel Kanada
 
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Gast

  • #18
LIebes Fräuleinwunder,
ich bein seit 10 Jahren Single weil es mir damit gutgeht. Ich habe Familie, einen großen Bekanntenkreis und Freunde - und alle drei Kontaktnetze existieren weil ich dafür Kreativität, Kraft und auch Zeit investieren. Richtig -ich investiere weil ich diese Netze will. Selbstverständlich erlebe ich immer wieder, dass ich mich in Menschen täusche - da taucht eine Bekannte auf, die anscheinend eine Freundin werden könnte, und dann kommt sie an und verlangt, dass ich meine Power zurückfahre, mehr Small-talk mache - für mich ein Gräul ohne Ende- oder eis taucht ein Bekannter auf, der meint, dass ich einen Mann brauche, weil eine Frau alleine in ihrem eigenen Haus das geht doch nicht. Beide schicke ich mit einem Fußtritt dahin, wo sie hingehören- weg von mir. Ehrlicherweise muss ich sagen, das passiert mir selten, ich strahle dieses gewisse Etwas aus.
Außerdem habe ich einen Beruf um mein Geld zu verdienen, ich habe daneben eine für mich wichtige Aufgabe die ich mir selbst gesucht habe und ich habe Hobbys. Für mich wäre jeder Tag zu kurz, wenn ich nicht täglich das machen würde was mir immer am wichtigsten ist.
Was ich nicht habe ist Zeit für Partnersuche, auch keine Lust - da genügen mir die Infos der Schreiber hier, was dabei möglich und unmöglich ist - und damit gehen meine Chancen jemals in diesem Leben noch einen Partner zu finden gegen Null - was für mich kein Problem ist.
Ob ich freiwillig alleine bin oder weil ich keine Zeit in Zweisamkeitssuche investeire, oder weil der Zufall einer Begegnung - mit anschließendem Kennenlernen - nicht eingetreten ist - interessiert mich nicht. Ich kommt mit meinem Status allein lebend gut zurecht. Ich bezeichne mich nicht mit diesem Quatschbegriff "Single" weil ich eben nicht alleine bin sondern vernetzt bin! W / 55
 
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Gast

  • #19
Wenn man über 10 Jahre es nicht vermag, eine Partnerschaft aufzubauen (und genau das möchte), dann sollte man bei sich selbst suchen, warum das der Fall ist.
 
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Gast

  • #20
Ich denke, gerade dann, wenn man - wie Sie schreiben - aus eigenem Intent das gemeinsame Liebesnest verlässt, hat das ja sicherlich einen Grund gehabt. Wie der Name schon sagt, ein "Nest", das möglicherweise eine gewisse Form von Sicherheit, zuHauseGefühl, etc. bedeutet hat? Warum sind Sie aus dem Nest gehüpft?
Bei mir wars jedenfalls genauso. Mit 30 bin ich weggegangen, da mir etwas gefehlt hat, in der Beziehung. Wäre ich geblieben, wäre ich heute (Mitte 40) ein braves Hausmütterchen und keine nennenswerte Erlebnisse gehabt.
Also bin ich raus aus dem Nest, rein in die Welt :). Kopfüber, ohne Plan und Ziel, meine ersten Flugversuche als erwachsene Frau :). Es folgten drei neue Beziehungsversuche, die allesamt nicht geklappt haben. Aber ich habe den Schritt raus aus dem Nest nie bereut. Obwohl viel Tränen geflossen sind, aber ich wusste, zurückgehen wäre ein Aufgeben.
Erst, als ich mir völlig im Klaren darüber war, was für ein Leben ICH eigentlich führen will, mir eine richtige Beziehungsauszeit genommen habe, mit mir selbst zusammen war, kam mein jetziger Partner daherspaziert. Ergebnis: ich hab mich auf ihn eingelassen und wir sind seit knapp 4 Jahren ein sehr glückliches Paar! Damit meine ich, so richtig, erst jetzt lebe ich zum ersten Mal in einer Partnerschaft, wie ich sie mir wünschte.
Liebes Fräulein Wunder, was ich damit sagen will:
Es ist meiner Meinung nach nicht fremdbestimmt, sondern ein Ausdruck der Persönlichkeit, wenn man sich eben in das Leben voll und ganz einlässt. Sie sind nicht zum Singlesein verdammt, sondern sollten sich einfach fragen, wie Sie eine zukünftige Partnerschaft erleben wollen. Keine Kompromisse mehr, sondern Klarheit über die eigenen Bedürfnisse haben. Das geht meiner Meinung nach nur in einer stillen Stunde, ohne Ablenkung.
Und dann: möge der richtige kommen!
Sie werden dann sicherlich auch bald sagen können: bin ich froh, dass ich das alles erleben durfte!
Gutes Gelingen!
w/46
 
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  • #21
2003: Rückkehr nach 3 Jahren Auslandaufenthalt. 1 Kind 7 Jahre alt. Ehe in Ordnung, seit 11 Jahren verheiratet.

2006: Schwerer Schlaganfall meines Exmannes. Schwerer Persönlichkeitsveränderungen, linksseitig gelähmt, auf vollständige Hilfe angewiesen....habe meine Geschicht schon mal gepostet hier in diesem Forum und zum Teil genügend Hiebe abgekriegt. Macht nichts, ich stehe immer wieder dazu: ich habe es nicht geschafft, bei ihm zu bleiben. Zuviel hat mir gefehlt, angefangen von einer Partnerschaft, über Sexualität und Freundschaft.....

2008: Trennung, Neue Lebensform mit Kind
2009 - 2010: Beziehung mit einem Narzisten, hat mir nicht wirklich gut getan
2010 - 2011: Selbstfindung mit Therapie etc.
2011 - bis jetzt: Ich befinde mich in ruhigem emtionalen Gewässern. Bin dankbar, hatte ich nochmals das Glück einen tollen Mann kennenzulernen, verlässlich und voller Humor.
Bald ziehen wir zusammen und ich freue mich auf die nächste Zeit.
Mein Sohn ist bald 18 Jahre alt, und ich geniesse langsam meine neue Unabhängigkeit
 
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Gast

  • #22
Wenn ich das so hier lese, scheinen die meisten Leute ab einem gewissen Alter eher dazu zu tendieren, alleine zu bleiben.

Für mich persönlich habe ich beschlossen, die Augen immer aufzuhalten, aber nicht zu erwarten, dass mir jemand über den weg läuft. Mit Mitte 40 hat man in der Regel schon einiges hinter sich. Meine letzte "Errungenschaft" war ganz panisch und hatte mit knapp 40 krampfhaft versucht, einen Mann für Kinder und Familie zu finden. Das habe ich sehr schnell beendet, da bei mir einfach nicht die Bereitschaft dazu da war und ich auch solches nie zugesagt habe. Ich war auch nur drei Monate mit ihr zusammen und hatte das Gefühl, dass sie binnen kürzester Zeit schwanger werden würde.

Ich habe für mich beschlossen, ruhig und entspannt durchs Leben zu gehen. Wenn ich jemanden interessantes finde, dann kann ich mir auch gerne mehr vorstellen. Sofort Zusammenziehen kommt für mich nicht in Frage, aber wenn es sich mit der Zeit einspielt, warum nicht? Inzwischen habe ich auch begriffen, dass man nicht jeder Frau und jeder Chance hinterherlaufen muss. Warum auch? Aber die Augen zu verschließen, weil ich nur noch Single sein möchte und die Vorteile zu genießen, kommt für mich nicht in Frage. Das wäre für mich zu eindimensional.
 
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Gast

  • #23
Hallo zusammen,

die letzten zehn Jahre kurz zusammengefasst:
Juni 2011 Trennung nach mehr als 8 Jahren (wollten schon Kinder und Heiraten, doch sie verliebte sich in einen Alkoholkranken!!).
Nahm mir dann bewusst eine Auszeit um das zu verdauen....(lehnte ein paar nette Anfragen ab)
Juli - Sep 2012 kurze Beziehung, aber von mir beendet, da sie sich total verliebte und ich merkte dass ich ihr das nicht geben kann.
Seit Feb. 2013 intensive Affäre mit verheirateter Frau auf Entfernung. Mag sie wahnsinnig gerne und sie hat sich auch verliebt, kann sich aber noch nicht gänzlich Trennen und werde u.a. deshalb dies wieder beenden.
Grund dafür ist auch, dass sich gerade etwas wunderbares entwickelt. Langsam, aber stetig und wenn dies so weitergeht, könnte es die große Liebe (beiderseits) werden.

Trotz großer Enttäuschung und Verletzung halte ich mich sehr wohl noch für Beziehung- und Bindungsfähig wie auch willig. Denn ich weis was ich mir Wert bin und was ich bieten kann und ich sehe nicht ein mir mein Recht auf LEBEN, LIEBE und GLÜCK durch eine Frau mit Kurzschlussreaktion (meine Meinung) vermiesen zu lassen. Mit der richtigen kann es noch wundervoll werden, denn ich hoffe doch dass ich die zweite hälfte meines Lebens noch vor mir habe...
M 40
 
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Gast

  • #24
Vor 12 Jahren Trennung. Wir haben uns auseinander gelebt, wie man so schön sagt. Er hatte dann eine Andere. Schluss. OK.

Ich hatte mich ein halbes Jahr vorher Selbständig gemacht und war somit voll damit beschäftigt künftig alleine klar zu kommen. Waren sehr schwierige Zeiten dazwischen.
Einen Partner konnte ich nicht gebrauchen, keine Zeit, keine Lust, der wäre nur Ballast gewesen, weil er ja berechtigterweise meine Aufmerksamkeit bekommen sollte.

Ich für mich denke, dass ich den Zeitpunkt verpasst habe. Ich kann mir ein Leben zu zweit nicht mehr vorstellen. Eine Beziehung würde für mich z .Zt. nur Kompromiss bedeuten, da habe ich jetzt keine Lust drauf.

Ob ich meine Meinung noch mal ändere? Ich weiß es nicht. Kann man das, wenn einem plötzlich Mr. Right über den Weg läuft? Oder erkennt man ihn dann gar nicht?

w41
 
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Gast

  • #25
Mit 19/ 20: von meiner großen Liebe verlassen worden, ich war einfach unerträglich und mit meiner Identitätssuche beschäftigt- rückwirkend weiss ich- er konnte nicht anders als zu gehen!

Daraufhin bin ich in eine neue Stadt gezogen, ein Studium begonnen und etliche seltsame Bekanntschaften gemacht mit gleichaltrigen Kommolitonen. Dann lernte ich mit 24 einen 12 Jahre älteren Mann. Ich hatte Bedenken zum Altersunterschied und er war nicht 100% mein Traummann aber der Sex war super und er war so reif und stark in seiner Persönlichkeit und hat meine ganzen Launen ertragen. Nach 9 Monaten wollte er mich heiraten- ich sagte JA! Mit 26 dann die Hochzeit und mein Wechsel zu einem Fernstudium. Mit 28 dann das erste Kind und mit 30 das zweite. Das Studium habe ich mit zeitliche Verzögerung beendet.

Heute mit 32: immer noch mit meinem Mann verheiratet( Er 44, sehr gut verdienend), 2 Kinder, eine stabile aber auch nicht immer glückliche Beziehung(wegen meinen Zweifel ab und zu), ein Vater für meine Kinder, der 100% hinter uns steht und seine Kraft für uns einsetzt. Dennoch zweifele ich manchmal, ob ich zu früh geheiratet habe und ob nicht jemand besseres hätte kommen können UND ob ich vielleicht meine Vision einer Karriere erfüllt hätte. Oder sehne mich nach dem Kribbeln und abenteuerliche Sex. Aber so ist das: entweder man möchte eine konstante Beziehung oder eben viele Affären.

ABER: ich wollte auch immer Mutter sein und bin froh, dass ich etwas so wertvolles wie eine Familie mir geschaffen habe. Wenn ich mein Umfeld sehe- die Frauen werden älter, die Männer Beziehungsunfähiger, Karrieren waren auch nicht so erfolgreich, biologische Uhr tickt und auch die Weltenbummler sehnen sich langsam nach einem festen Anker- so habe ich doch alles richtig gemacht und dabei viel viel Glück gehabt, dass ich immer tolle Männer anzog! UND ich bin froh, dass wir zusammenbleiben und unsere Beziehung mit auf und ab meistern. Dadurch wachsen wir in unsere Persönlichkeit ganz anders.

Wie es in 10 Jahren aussieht: ich bin sehr gespannt aber meine Vision und Ziel für die nächsten 5 Jahre: mich beruflich platzieren, Eigentum und ein Familieneinkommen, das uns viele interessante Reisen ermöglicht sowie eine sehr gute Ausbildung für die Kinder und natürlich noch erfülltere Partnerschaft mit meinem Mann.
 
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Gast

  • #26
Liebes Fräulein Wunder,
Du hast uns hier so lange mit Deinen chaotischen Männergeschichten unterhalten, bei denen Du so auf Highend-Modelle fokussiert warst - das gibst Du doch wohl nicht auf?
Ich glaube, wenn man sich so zielgerichtet auf die Suche nach einem Partner macht und bei Dir scheint das Lebensinhalt zu sein, kann das garnichts werden, zu künstlich, zu erzwungen. Man muss es einfach geschehen lassen und eben auch was riskieren. Sich in dem lauwarmen Pudding der Single-Komfortzone einzurichten hat auch was mit Angst zu tun. Man macht es sich gemütlich, verzichtet aber auch auf viel Lebensqualität und wenn man nicht ganz genau auf ein gutes dauerhaft belastbares soziales Netz achtet, kann es in schwierigen Lebenssituationen extrem ungemütlich werden. Dann macht Singlesein garkeinen Spass mehr und ist ganz unkomfortabel.
w, 55
 
  • #27
2003: in Beziehung mit meinem Ex, viele Pläne, viele gemeinsame Erlebnisse, später Heirat.
2010: Trennung, danach Leben neu sortieren und Kopf frei bekommen
2011: da habe ich meinem Freund kennen und lieben gelernt
2012: Scheidung
2013: seit 2,5 Jahren mit meinem Liebsten glücklich
 
  • #28
Ich bin jetzt 30. Zwischen 18 und 28 war ich mal ein paar Monate hier, mal ein paar Monate dort. Kein Mann hat mich so dermasen vom Hocker gehaun, dass ich durch ihn länger geblieben wäre. Da gab es Enttäuschungen (kurze Beziehung, er ging bereits fremd) und eine Fernbeziehung, die nicht stark genug war. Mit 28 habe ich mich dafür umso heftiger verliebt, nach 1+1/2 Jahren gabs ein Achselzucken und Schluss war (seinerseits). Es dauerte länger als ich dachte davon los zukommen.

Ich würde mir auch eine Partnerschaft wünschen; ein Partner mit dem man auch mal den Urlaub im nächsten Jahr planen kann, ohne dass dann eine Antwort à la "schaun wir mal, ob wir dann noch zusammen sind" kommt. Ein Partner mit dem man auf eine Familie und Kinder hinarbeitet, ohne dass er Angst von der Verantwortung bekommt. Allerdings ist meine Schwierigkeit, dass ich Männer in meinem Alter zwar kenne, aber zu 90% alle vergeben sind. Die kommen für mich sozusagen nicht in Frage.

Die paar Singles, die ich kenne passen nicht zwangsläufig zu mir. Gründe gibt's verschiedene:
- wollen partout keine Kinder haben (ich kann sie ja schlecht zwingen, bzw. will ich nicht, also passts nicht)
- wollen sich gar nicht binden (habe keine Lust auf eine offene Beziehung) bzw. haben keine Lust auf eine Beziehung
- Muttersöhnchen (sorry, aber gegen die Mutter anzukämpfen fehlt mir die Kraft dazu)

Andere kenne ich wirklich nicht. Wo soll ich denn die kennen lernen? Na gut, das ist jetzt hier nicht die Frage, aber Fräulein Wunder: Wie möchtest du das anstellen? Dass die 10 Jahre jetzt genug wären?
 
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Gast

  • #29
@10: Weil Du fragst, ob das irre ist: Nein, es ist einfach ein sehr gutes Bild für unsere abnehmende Fähigkeit, aufeinander einzugehen, sich völlig hinzugeben. m44.
 
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Gast

  • #30
Interessante Retrospektiven hier. Ich selbst war auch 11 Jahre alleinerziehende Single-Frau, wurde Anfang 2002 vom Vater meiner beiden Söhne verlassen. Drei Monate später Affaire mit einem ehemaligen (verheirateten) Klassenkameraden. Ich wollte Ablenkung und jemanden, der mir gut tut, habe mich aber heftig verliebt und ziemlich gelitten. Es zwischendurch beendet und wieder rückfällig geworden. 2005 das erste Mal aktiv auf Partnersuche über Online-Dating. Nette Männer kennengelernt, aber kein Funke, der übersprang. Immer wieder versucht - mit angemessenen Pausen. Zwischendurch auch eine große Romanze mit einem Musiker. Wir suchten jedoch nicht dasselbe. Niemals wollte ich meinen Kindern sofort einen Mann vorsetzen, geschweige denn zusammenziehen. Aber diese Frage stellte sich gar nicht, obwohl mir immer etwas fehlte. Ich glaube in meinem Fall handelte es ich, um unbemerkte Beziehungsvermeidung. Der ehemalige Klassenkamerad, eine wirklich echte Liebe, besuchte mich übrigens immer noch 1x im Jahr. Im letzten Jahr bemerkte ich, dass ich das in dieser Form nicht mehr wollte. Unsere Affaire hatte sich überlebt. Habe mir vorgenommen, es auslaufen zu lassen, ihn den wahren Grund nicht wissen zu lassen. Ich bemerkte, dass sich meine Einstellung verändert hatte. Durch einen familiären Schicksalsschlag trat er nur vor 5 Monaten in mein Leben. Optisch nicht mein Typ, aber ein wunderbarer Mann mit leider viel zu vielen Altlasten und einer bevorstehenden Scheidung. Online hätte ich ihn sofort abgewählt. Doch wie das Leben so spielt. Solange ich das Gefühl habe, er ist es wert und tut mir gut, solange wird es weitergehen. Und darauf freue ich mich, jeden Tag aufs Neue.