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  • #1

Diese ständigen Fragen über meine Gefühle

Bin seit kurzem (2 Monaten) mit einem Mann liiert. Fühle mich eigentlich, bis auf ein paar Ausnahmen, schon wohl mit ihm. Er ist sehr liebevoll, sucht intensiv meine Nähe.

Dennoch stellt er mir immer wieder diese Fragen, wie meine Gefühle momentan zu ihm aussehen und ob ich ihn auch irgendwann so lieben könnte, wie er mich jetzt schon liebt...

In den letzten Tagen ist es sogar so, dass wir alltägliche Themen nur noch kurz anschneiden und dann über kurz oder lang wieder bei diesem Gefühlsthema landen. Er wirkt dann immer so zweifelnd. So, als ob er mir meine jetzigen Gefühle zu ihm nicht abnimmt.

Ich verstehe das nicht? Was geht in diesem Menschen vor? Hat er Verlustängste? Ich gebe ihm keinen Anlass zum zweifeln.
 
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  • #2
Ja, er hat vielleicht Verlustängste. Wahrscheinlich hat er schon einmal eine schlechte Erfahrung gemacht und möchte sich nun vergewissern, dass er bei dir nicht dasselbe nochmal durchmachen muss. Andererseits könnte er so voll Selbstzweifel sein, dass er nicht glauben kann, dass jemand für ihn so empfinden könnte, wie er jetzt für dich. Es gibt viele gute Gründe, warum jemand sich so verhält, aber alle Spekulationen helfen dir nicht weiter.

Am Besten du fragst ihn ganz offen und ehrlich was ihn dazu bewegt deine Gefühle für ihn in Frage zu stellen.
 
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  • #3
Er wirkt dann immer so zweifelnd. So, als ob er mir meine jetzigen Gefühle zu ihm nicht abnimmt.

Möglicherweise hast Du selbst irgendwann einmal irgend etwas geäußert in dem Sinne, daß Du nie wieder jemanden so intensiv lieben könntest. Speziell Frauen neigen oft dazu, solche Worte dann einfach stehen zu lassen, obwohl sie längst keine Relevanz mehr haben. Aber beim anderen sind sie eben noch präsent. Reden hilft! (m)
 
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  • #4
Reden hilft eben bei solchen Themen gar nicht immer - es kann den Effekt haben, den Anderen mit dem pausenlosen Anschneiden dieses Themas in die Flucht zu schlagen!!

Gefühle brauchen Zeit, um sich zu entwicklen und Ungezwungenheit, ständiges Nachfragen blockiert da eher und schafft bei dem Gefragten nach einer Weile Druck/schlechtes Gewissen, weil der Frager doch schon so sehr liebt und man selber noch nicht ganz so weit ist.

Dieses 'er sucht intensiv meine Nähe', läßt mich sehr nachdenklich werden - es klingt so, als ob er bereits nach dieser kurzen Zeit kein Eigenleben mehr hat und dies auch von der Fragestellerin erwartet. So etwas wirkt erstickend und kann durchaus auch ein Anzeichen für ein sehr starkes Kontrollbedürfnis sein.

Der Partner der FS scheint ein immenses Sicherheitsbedürfnis und große Ängste zu haben und Schwierigkeiten, zu vertrauen, möglicherweise wird er niemals sicher sein, dass die Gefühle der Fragestellerin ausreichen.

Die Fragestellerin muß dringend klarmachen, dass ihr Partner, wenn er so weitermacht, das Entstehen einer langfristigen Beziehung ernsthaft gefährdet!
 
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  • #5
Reden hilft nicht? Da bin ich gänzlich anderer Auffassung. Reden hilft fast immer, insbesondere wenn man zu erforschen versucht was den anderen bewegt und wie dieses Verhalten zustande kommt. Dem Partner, der offensichtlich tiefe Gefühle empfindet auf eine derartige Weise etwas "klar" machen zu wollen, halte ich für den völlig falschen Ansatz. Ich rate von einer harten Belehrung, wie sie empfohlen wurde und die meines Erachtens sogar einer Drohung gleichkommt, dringendst ab.

Wenn ich der Mann wäre und eine Frau würde mir auf diese Weise klar machen wollen, wie ich mein Verhalten zu ändern habe, dann würden in mir Teile meiner Gefühle für sie erkalten.

Nein, frag vorsichtig nach und bleib dabei freundlich, sprich das Thema erstmal ohne Wertung an. Versuch zu erforschen, was ihn dazu bewegt sich so zu verhalten und erst wenn du eine Antwort bekommen hast, kannst du ihn sanft darauf hinweisen, dass dich das stört und ihn fragen wie ihr das Problem gemeinsam angehen könnt.

Gruß
m30
 
  • #6
Wenn einer nicht reif ist, kann reden auch ablaufen wie mit einem kleinen Kind. Das kleine Kind ist zwar in der Lage zu diskutieren, aber nicht zu verstehen, was über seinen Horizont hinausgeht. Es geht aber gar nicht darum, wer von Euch beiden das Kind ist, sondern, dass Ihr beide einander in dieser Sache nicht versteht, jeder auf seine Weise. Was wirklich Motiv ist, können wir natürlich noch weniger wirklich wissen, nur ahnen.

Ich würde es nicht unbedingt mit Verlustangst in Verbindung bringen, aber mit Zweifeln, Dich überhaupt gewonnen zu haben. Mit Zweifel daran zu glauben, dass es wahr ist, was Du sagst. Das wiederum möglicherweise basierend auf erheblichen Selbstzweifeln und Selbstbewusstseinsmangel, was mit Sicherheit mit seiner wie auch immer gearteten Vergangenheit zusammenhängt, die Du nicht verstehen kannst, wenn Ihr Euch noch nicht so lange kennt und noch nicht so intensiv kennenlernen habt können. Selbst wenn Du ihn irgendwann in dieser Sache kennengelernt hast, wird es nichts an der möglichen Tatsache ändern. An seinem Selbstwert zu arbeiten ist noch viel schwieriger als an dem Kennenlernen und Verstehen der Zusammenhänge. Umgekehrt versteht er auch Dich nicht, dass Du es ehrlich meinst. Das hat wohl auch etwas mit Vertrauen zu tun. Er braucht Vertrauen, dass er Dir glauben kann. Wie kann man das erreichen?
 
  • #7
Ich hätte Probleme damit, wenn er mich nach nur so kurzer Zeit nach meinen Gefühlen immer befragen würde. Zumal er goße Gefühle haben soll? Nein, das wäre nichts für mich. Hat er schon lange keine Freundin mehr gehabt? Naja, versuche ihm seine Ängste in Ruhe zu nehmen. Er hat welche. Mach es behutsam, nicht zwischen Tür und Angel. Koche was nettes, zieh dich hübsch an und warte auf den richtigen Moment. Ich denke es wird alles gute werden. Alles Liebe
 
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  • #8
Hier nochnmal die FS:

[Mod.= gelöscht! - Bitte keine neuen Fragen und Themen im laufenden Thread. - Danke!]
 
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  • #9
Nach 2 Monaten Beziehung schon von Liebe zu sprechen und Dich mit solchen Fragen in eine doch eher unangenehme Situation zu bringen, finde ich unangebracht von Deinem Freund.

Er scheint äußerst unsicher zu sein und vielleicht auch etwas unreif in seinen überschwänglichen Gefühlsbekundungen - nach der kurzen Zeit, die ihr erst zusammen seid - .

Mir würde sein Verhalten, das irgendwie verzweifelt wirkt, Angst einjagen. Neigt er zum Klammern oder wirkt manchmal sehr besitzergreifend? Mit einem solchen Mann war ich auch schon zusammen. Anfangs habe ich mich sehr über sein Nähebedürfnis und die viele Aufmerksamkeit seinerseits gefreut, im weiteren Verlauf der Beziehung wurde seine Selbstunsicherheit und das Klammern allerdings sehr anstrengend und er warf mir des öfteren vor, ihn nicht so sehr zu lieben wie er mich. Also ewiges Genörgel und endlose Diskussionen...Nach dem Beziehungsaus fing er dann an, mich nachts anzurufen und wüst zu beschimpfen.

Viel Glück.

w 26
 
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