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  • #1

Downdating - eine gute Chance für Akademikerinnen?

Die Luft für Akademikerinnen ab Mitte 30 wird bei der Partnersuche immer dünner, warnen Experten. Die Strategie für gebildete Frauen mit Beziehungswunsch nennt sich Downdating: Ingenieurin datet Koch. Projektmanagerin liebt Tischler.

Tatsächlich eine gute Möglichkeit, einen Partner zu finden oder zum Scheitern verurteilt, weil die Unterschiede einfach zu groß sind? Gibt's Paare bei denen es geklappt hat - oder ist Ihre Beziehung am gesellschaftlichen Druck zerbrochen?

Uns interessiert Ihre Meinung zu dem Thema.

Den passenden Magazinartikel lesen Sie hier.
 
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  • #2
Wûsste nicht warum die Luft für Akademikerinnen über 30 dünn wird. Es gibt genügend Akademiker in dem Alter die noch nicht gebunden sind.
Im Prinzip kann es aber klappen, wenn Intelligenz, Niveau und Umwelt auch zueinander passen. Ein Bekannter von mir ist zb Orgelbauer, er hat ausschliesslich Kontakte zu Akdemikerinnen und kann durchaus intellektuel mit ihnen mithalten
 
  • #3
Ich hätt gern so eine, Akademikerin über 30, aber der einzige Weg dorthin ist EP. Aber: Wenn dem so sein sollte wie Frau S. beschreibt, dann müßt ich mehr Anfragen bekommen und mehr dates ausmachen.

Nur müssen die armen Frauen downdaten nur weil sie kein geeignetes Medium (z. B. singleserver) finden, den passenden Akademiker zu finden.

<MOD: Theemnfremde Bestandteile entfernt.>
 
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  • #4
Wûsste nicht warum die Luft für Akademikerinnen über 30 dünn wird. Es gibt genügend Akademiker in dem Alter die noch nicht gebunden sind.
Im Prinzip kann es aber klappen, wenn Intelligenz, Niveau und Umwelt auch zueinander passen. Ein Bekannter von mir ist zb Orgelbauer, er hat ausschliesslich Kontakte zu Akdemikerinnen und kann durchaus intellektuel mit ihnen mithalten

Ganz einfach: Weil schon heute 52% aller Studierenden weiblich sind. Die Absolventenquote liegt auch höher. Die 48% männlichen Akademiker gehen für die Akademikerin zum Teil an Frauen ohne akad. Ausbildung verloren.

Also keine gute Strategie, Tatsachen einfach zu leugnen oder Einzelfälle (Orgelbauer) zum Standard zu erheben. Das Problem ist real, man sieht es an den niedrigen Geburtenzahlen hochqualifizierter Frauen.

m, 38
 
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  • #5
Ganz einfach: Weil schon heute 52% aller Studierenden weiblich sind. Die Absolventenquote liegt auch höher. Die 48% männlichen Akademiker gehen für die Akademikerin zum Teil an Frauen ohne akad. Ausbildung verloren.

Also keine gute Strategie, Tatsachen einfach zu leugnen oder Einzelfälle (Orgelbauer) zum Standard zu erheben. Das Problem ist real, man sieht es an den niedrigen Geburtenzahlen hochqualifizierter Frauen.

m, 38
Ich gebe ein gegenbeispile an, davon gibt es etliche. Ich kann Orgelbauer mit Elektroniker, Mechaniker, Tischler usw ersetzen. Es ist richtig, dass immer mehr Frauen studieren und es einen Akademikerüberschuss gibt. Richtig ist aber auch, dass "per se" ein Mann ncht weniger gebildet und intelligent ist als eine Frau. Richtig ist auch, dass viele Frauen einen Mann-solange er ihr intellektuel ebenbürtig ist-bevorzugen, der auch handwerklich etwas drauf hat. Richtig ist auch, dass Handwerker oft physisch mehr bieten als Akademiker.
 
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  • #6
Viele Frauen studieren Fächer, die zum Geldverdienen denkbar schlecht geeignet sind. Männer sind da vielleicht ein wenig zielstrebiger und wählen Berufe, die eher gesucht sind.
Ich bezweifele, dass ein z.B. Netzwerktechniker, Softwareentwickler, Schreinermeister, Chemietechniker eine Germanistin updated (also, jetzt als Gegensatz zum downdaten). Weder intellektuell noch finanziell. Viele Berufe, die kein Studium voraussetzen sind sehr viel anspruchsvoller als Studienberufe. Gerade in einer Zeit, in der Bachelor und sonstige Studienmöglichkeiten gegeben sind, verwischen die Grenzen zwischen Akademiker und Nichtakademiker. Wenn viele Akademiker dann immer noch ein unangemessenes Elitärdenken an den Tag legen, dann müssen sie eben allein bleiben.
Die Evolutionstheorie lässt grüßen.
 
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  • #7
Für mich wäre das nichts. Halte ich auch für Blödsinn. Wenn es schon "einfach irgendwer" sein soll, findet sich dafür auch ein Akademiker.
 

Angele

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  • #8
Liebe 3 (und andere):
Niedrige Geburtenzahlen hochqualifizierter Frauen - hmm, ja .... Ich habe zwei abgeschlossene Magister-Examen, seit 30 Jahren einen wirklichen tollen Job und drei (erwachsene) Kinder. Der älteste (26) macht als Physiker schon jetzt eine gute Karriere. Also ich bin da schon atypisch. Aber ansonsten denke ich, dass du statistisch gesehen weitgehend recht hast. Dennoch würde ich mich nie verbiegen wollen; das war auch in meinen jüngeren Jahren so.
Zu mir passt nur ein Akademiker, denn die ganze Denkens- und Lebensweise muss mit meinen einigerma-ßen kompatibel sein. Der akademische Grad an sich ist selbstredend nicht genug; es gibt haufenweise an-dere Kriterien, die auch passen müssen! Persönlich könnte ich einen nicht-studierten Mann nicht ernst neh-men. Ich hätte das Gefühl, ihm überlegen zu sein, was kein guter Ausgangspunkt ist.
Akademische Frauen sind in der Tat öfter single und kinderlos hier in Deutschland als nicht-akademisch aus-gebildete. Akademikerinnen können es sich oft leisten, sich nicht den ersten besten Mann nehmen zu müs-sen, um versorgt zu werden. Meistens wollen sie ja ihr Geld aus eigener Arbeit verdienen; und das ist auch gut und richtig so.
Eine Friseuse, eine Kassiererin bei Aldi oder auch eine Kellnerin verdient hier in Deutschland ja so extrem wenig, dass sie manchmal besser bedient wäre, auf Sozialhilfe angewiesen zu sein. Klar versucht sie, sich einen Mann zu angeln, um versorgt zu sein. Außerdem stellt sie vielleicht nicht die großen Ansprüche an Bildung, Aussehen, Verhalten und Gesundheit.
Das Gefälle ist leider groß, so dass die sozialen Schichten hier im Lande deutlicher ausgeprägt sind als an-derswo, z.B. im Norden Europas. Das führt zu größerem Klassendenken, was eine anders gelagerte Diskus-sion wäre.
 
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  • #9
Ganz einfach: Weil schon heute 52% aller Studierenden weiblich sind. Die Absolventenquote liegt auch höher. Die 48% männlichen Akademiker gehen für die Akademikerin zum Teil an Frauen ohne akad. Ausbildung verloren.

Also keine gute Strategie, Tatsachen einfach zu leugnen oder Einzelfälle (Orgelbauer) zum Standard zu erheben. Das Problem ist real, man sieht es an den niedrigen Geburtenzahlen hochqualifizierter Frauen.

m, 38

Ich gebe ein Gegenbeispiel, leugne nicht. Orgelbauer kann man auch ersetzen durch Tischler, Elektroniker, Mechaniker usw. Es geht mE um Intelligenz, soziales Umfeld, Bildung. Viele Handwerker haben Abitur, haben aber mehr Spass etwas Konkretes zu schaffen als intellektuell tätig zu sein.
Die Antwort von Angele schokiert mich etwas. warum soll ein Tischler, der sich ständig weiterbildet, Eigenkompositionen und/Einzelstücke macht, weniger zu einem Gesprâch geeignet sein als ein Akademiker. Wieviele Akademiker sind weder selbstständig noch erfolgreich ?Vom Finanziellen ganz zu schweigen. Viele Bäcker, Metzger verdinen ein Vielfaches eines Ingenieurs, insofen sie ihren Beruf mit Liebe und Fleiss ausüben.
Ein akademischer Titel sagt nicht über seinen Inhaber. Sollte es tatsâchlich so sein, dass Akademikerinnen sich nur nach Akademiker umschauen so disqualifizieren sie sich in meinen Augen selbst und müssen dann damit leben, alleine zu bleiben, eben weil es mehr davon gibt.
 
  • #10
FAKT 1
40% aller Akademikerinnen bleiben kinderlos, aber nur 14% der weiblichen Bevölkerung. Punkt.

FAKT 2
Das Pyramidenproblem ist allgemein bekannt: Männliche Akademiker stören sich nicht an Downdating -- also selbst wenn es gleich viele männliche und weibliche Akademiker gäbe, müssten demnach auch Akademikerinnen nach unten daten, damit es aufgeht. Das ist doch simpelste Mathematik. Punkt.

Ich nehme an, dass diese beide Fakten wirklich unstrittig sind, jenseits aller Rhetorik.
 
  • #11
Akademikerinnen haben doch aber nicht nur das offensichtliche Pyramidenproblem, das durch Downdating in der Tat lösbar wäre.

Zentraler Punkt für Karrierefrauen ist doch gerade das, was im Artikel gleich zu Anfang zu schön beschrieben, dann aber sträflicherweise nicht mehr aufgegriffen wird:

Zitat von Artikel:
Die 36-jährige Akademikerin, eine ebenso attraktive wie sympathische Erscheinung sowie charismatische Gesprächspartnerin, erntet auf der Straße und auf jeder Party bewundernde Blicke. Sie trägt in leitender Funktion Verantwortung für mehrere Mitarbeiter und verbucht viele Überstunden auf Ihrem Arbeitszeitkonto – schließlich jettet sie im Auftrag ihres Unternehmens mindestens zwei Mal im Quartal um die Welt.
Wo ist da ein Platz für einen Partner? Überstunden, Termine, viele Freundinnen, alles gut durchorganisiert. Welchen Platz genau soll da der Mann einnehmen? Wie oft hat sie überhaupt Zeit für Dates? Wie viel Zeit und Mühe ist sie bereit in eine Partnerschaft zu investieren? Wie stellt sie sich eventuelle Familiengründung vor? Mit drei Monaten das Baby fremdbetreuen lassen?

Damit kommen wir zum Donwdating: Gerade einfachere Männer wollen was von ihrer Fraue haben, verfügen sie doch selbst oft genug über geregelte Arbeitszeiten und damit viel Freizeit. Wer eine gewerkschaftlich fixierte 38,5-Stunden-Woche hat, der will eben auch an jedem Wochenende was unternehmen und seine Freundin nachmittags oder abends ein paar mal die Woche sehen. Anders können und wollen sich solche Männer doch eine Partnerschaft gar nicht vorstellen. Die wollen keine total erschöpfte, jetlaggige Frau, sondern eine mit Spaß am Sex und Ausflügen.

Nein, auch wenn es noch so politisch-korrekt und modern und wünschenswert wäre, ich sehe im Downdating keine echte Chance für Akademikerinnen. Ihr Problem liegt woanders: Falsche Prioritäten mit dem Beruf auf Platz 1, keinen Platz im Leben für einen Partner.
 
  • #12
Natürlich muss ich als Akademikerin auch sagen, dass ich schon mal die Ausnahmen getroffen habe, z.B. einen wirklich intelligenten Handwerksmeister, selbständig, mit Abitur, einfach mit Begeisterung tätig. Gut, so etwas käme wirklich für mich in Frage, wie ich ja auch schon früher gesagt habe.

Aber, ganz ehrlich, ich kenne mindestens 100 weitere Handwerker, die eben nicht in Frage kämen, weil geistig viel zu einfach strukturiert. Das muss man nun auch ehrlich sagen dürfen! Mit den allermeisten könnte ich nicht dauerhaft eine Beziehung führen, die mich erfüllen würde, wo das Gefälle nicht schmerzlich spürbar wäre. Das ginge wirklich nicht.

Ich glaube aber auch, dass umgekehrt so gut wie kein Mann mit einer deutlich intelligenteren Frau zusammen sein möchte, die argumentativ weit überlegen ist, über viel mehr Bildung verfügt, viel mehr verdient. Das ist einfach inkompatibel mit dem Gefühlsleben der meisten Männer und noch einmal ganz ehrlich: So einen wollte ich auch. Einer, der sich gerne aushalten lässt, der sich gerne die Welt erklären lässt, der mir nichts entgegenzusetzen hat? Nein danke.
 
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  • #13
Ein akademischer Titel sagt nicht über seinen Inhaber. Sollte es tatsâchlich so sein, dass Akademikerinnen sich nur nach Akademiker umschauen so disqualifizieren sie sich in meinen Augen selbst und müssen dann damit leben, alleine zu bleiben, eben weil es mehr davon gibt.

Im Gegenteil: Es betrifft indirekt auch die Männer, nämlich die wenig gebildeten, arbeitslosen. Für sie findet sich keine Akademikerin, keine nichtakademische Frau, nichts. Männer ohne Hochschulabschluß haben auch eher eine geringe Chance von einer Akademikerin erhört zu werden. Richtig gut stehen hingegenmännliche Akademiker da. Sie daten die Akademikerin und haben gute Chancen bei Frauen ohne Hochschulabschluß.

Hinzu kommt noch ein weiteres Altersphänomen. Durch Bildungsexpansion in Westdeutschland in den 70 igern stieg der Anteil von Akademikern von 5 auf 18%. Da Frauen in einer Beziehung in der Regel etwas jünger sind als Männer, verstärkt sich für ältere Akademikerinnen das Problem des fehlenden Partners mit Hochschulabschluß. Sehr krass kann man dieses Phänomen bei der weibl. Akademikerinnenkohorte der Wendejahre in der DDR sehen. Dort wurde der Hochschulzugang zur Uni, TH oder IHS stark reglementiert (15%). Diese Frauen haben erhebliche Probleme heute einen gleichgebildeten Partner zu finden, wenn sie in Ostdeutschland bleiben.

m, 38
 

Angele

Gesperrt
  • #14
Jenseits jeder Rhetorik sind deine Fakten unumstritten, Frederika. Ich bezweifele die Fakten keineswegs.
Fakten sind Logos-Argumente. Die Rhetorik besteht jedoch aus Logos-, Pathos- und Ethos-Argumenten!
Man weiß aus der Rhetorik, dass Logos-Argumente eine geringere Bedeutung bei Entscheidungen haben als Pathos-Argumente. Leider, denn die Vernunft spielt oft nicht die Rolle, die sie haben müsste! Die Gefühle spielen eine dominante Rolle bei Entscheidungen. Es ist einfach so. Die Verliebtheit und Liebe lässt uns viel zu oft Verbindungen eingehen, die unvernünftig wären. Viel zu oft muss man sich nach gescheiterten Bezie-hungen oder Ehen sagen: "wie war ich dumm damals!" Dann - hinterher! - besinnt man sich der Logos-Argumente!
Frauen wollen Maskulinität mit allem, was dazu gehört, Status (mit dem damit verbundenen Ethos) und Familie.
Männer wollen Weiblichkeit mit allem, was dazu gehört, Aufmerksamkeit und eine Frau an ihrer Seite.
Vernunft und Logos spielen eine untergeordnete Rolle im Verhältnis zu Pathos. Leider vielleicht!
 

Angele

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  • #15
Liebe 8:
Du hast ja recht. Ein Tischler oder Bäcker mag durchaus zu guten Gesprächen imstande sein. Aber ich brauche ein Niveau, wo ich auf ein Abstraktionsniveau hinaufkommen kann, das ein auch noch so guter Handwerker eben nicht hat.
Ja, ich bin Akademikerin, und ich sehe es als sehr unwahrscheinlich an, dass ein Nicht-Akademiker meinen Ansprüchen genügen würde. Mein Nachbar ist ein toller Handwerker, er ist ein lieber Mann und Familienvater für seine Frau und 4 Kinder. Er ist auch geistig rege, und ich komme gut mit den Nachbarn aus. Ich muss jedoch immer aufpassen, dass ich im Gespräch mit diesen sehr netten Menschen nicht Fremdwörter benut-ze, nicht zu akademisch wirke, nicht zu ihnen "herab rede". Ich möchte nicht in einer Partnerschaft auf so etwas aufpassen müssen!
Ich möchte einen Partner, mit dem ich auf dem etwa gleichen Niveau bin, der mit mir in Museen, Theater und Konzerte gehen will, der Bildungsreisen mit mir machen kann und mit dem ich mich über Literatur unter-halten kann, auch anspruchsvolle Literatur. Das sind nun mal meine Ansprüche!
 
  • #16
Wûsste nicht warum die Luft für Akademikerinnen über 30 dünn wird.

Die Luft für Akademikerinnen ist dünn. Das hat eine ganz einfache Ursache. Männer neigen dazu, sich eine Partnerin zu suchen, die sozial auf ihrer Stufe oder eine Stufe tiefer steht. Tendenziell orientieren sich Frauen ebenfalls auf Augenhöhe oder nach oben. Klischeehaft heißt das, `Arzt und Ärztin` oder `Arzt und Krankenschwester` sind gängig, ´Ärztin und Krankenpfleger´ gibt es kaum. Diese Konstellation wird von Partnersuchenden selten gewählt und von der Umwelt oft auch beargwöhnt. Hinsichtlich eines mir bekannten Pärchens in dieser Konstellation wurde stets erst Unverständnis geäußert ("Was will die denn mit DEM???") und dann wurde gewitzelt, er hätte wohl "andere" Vorzüge.

Die Beuteschemata sind aber mit diesen wechselseitig passenden Präferenzen gut kompatibel. Es gibt aber zwei Gruppen, für die die Luft dünn ist: Sehr gut ausgebildete Frauen und sozial besonders schwache Männer. Ärztinnen konkurrieren mit den Krankenschwestern um die Ärzte. Die Krankenschwester kann aber, wenn die Partnersuche nach "oben" nicht klappt, in der eigenen sozialen Gruppe suchen. Die Ärztin kann aber nicht mehr nach oben ausweichen, da es kaum ein Oben gibt (es gibt leider zu wenig Bundespräsidenten). Damit ist sie auf das Angebot auf ihrem hohen sozialen Stand beschränkt, soweit das Angebot nicht schon von unten weggefangen wurde. Auf die Ärztinnen kommen eben nur die Ärzte, die sich nicht bereits für eine Krankenschwester entschieden haben. Dieses Phänomen nimmt an Schärfe zu, da Frauen zunehmend besser ausgebildet sind.

Das Gleiche gilt für Männer ohne Schulabschluß, Beruf, Einkommen und Vermögen. Sie können nicht nach unten suchen, denn da ist niemand und die Mädels auf ihrer Stufe suchen den sozialen Aufstieg in der Partnerwahl und angeln sich einen Gebäudereiniger oder Fachlageristen.

„Downdating“ (was für ein Wort!) wäre natürlich theoretisch die Lösung. Partnersuche folgt aber nicht theoretischen und logischen Entscheidungen. Ich bezweifle daher, daß wir unsere Partnerpräferenzen einfach rational ändern können. Wer gebildete und intelligente Ärzte attraktiv findet, kann doch nicht einfach einen Schalter umlegen und um der besseren Chancenausbeute willen, ab jetzt Tankwarte bevorzugen. Ein Schreinermeister, der (wie die meisten Männer) gerne seinen Beschützerinstinkt ausleben und daher finanziell und bildungsmäßig "über" der Frau stehen will, kann sich auch nicht als auf Knopfdruck in die Professorin für Neurochirurgie verlieben.
 
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  • #17
"Projektmanagerin liebt Tischler"

Projektmanagerin ist ein völlig nixsagender Titel; das kann jemand sein, der ein hochkomplexes Grossprojekt über viele Jahre begleitet, es kann aber auch weniger als nix sein. Es gibt Ausbildungen zum Projektmanager, da ist eine Schreinerlehre sehr anspruchsvoll dagegen. Nicht jedes Studium ist anspruchsvoll und nicht jede Lehre ist simpel. Ich finde nicht, dass Akademiker / Nichtakademiker generell downdating bedeutet, sonst wäre ein Pilot auch downdating
 
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  • #18
Ich glaube aber auch, dass umgekehrt so gut wie kein Mann mit einer deutlich intelligenteren Frau zusammen sein möchte, die argumentativ weit überlegen ist, viel mehr Bildung weiß, viel mehr verdient. Das ist einfach inkompatibel mit dem Gefühlsleben der meisten Männer und noch einmal ganz ehrlich:

Vorausgesetzt der Mann hat genug Bildung, zu erkennen, daß Du ihm überlegen bist. Als Mann habe ich nämlich auch schon etliche Frauen getroffen, die den einzigen Vorteil eines Akademikers im Mehrverdienst sehen. Eine Akademikerin hingegen sieht da schon mehr, ihr geht es in erster Linie nicht mal um den Verdienst oder Status, sondern um gleiche Weltansschauung, Blickwinkel, Gesprächsthemen usw.

Frauen wollen Maskulinität mit allem, was dazu gehört, Status (mit dem damit verbundenen Ethos) und Familie.

Was ist maskulin? Die physische Attraktivität? Da ist tatsächlich der Gerüstbauer im Vorteil. Oder aber Status und Zugang zu Ressourcen. Da hat der Akademiker klar die Nase vorn. 1:1

Männer wollen Weiblichkeit mit allem, was dazu gehört, Aufmerksamkeit und eine Frau an ihrer Seite. Vernunft und Logos spielen eine untergeordnete Rolle im Verhältnis zu Pathos. Leider vielleicht!

Und das bekommen Männer eher beim braven, unkomplizierten Weibchen am Herd, als bei der toughen Karrierefrau. 0:1 für die Akademikerin.

m, 38
 
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  • #19
@ 14 Ich finde es schade, wenn man es im täglichen Umgang nicht schafft den Akademiker mal außen vor zu lassen. Ich kenne nur wenige Akademiker, die ständig auf geistreich hohem Niveau ihren Alltag bestreiten. Das mit den Fremdwörtern und von oben herab reden klingt , sei mir nicht böse etwas arrogant und selbstüberzeugt. Zumal die meisten Fremdwörter ja auch von Akademikern oft falsch platziert werden. Was allerdings immer wieder zum inneren Schmunzeln beiträgt.

Ich bin selber Akademikerin und bin froh, wenn ich in meinem Privatleben über völlig normale Dinge reden kann ohne diesen Akademiker-Touch. Ganz abgesehen teilst du dein Interesse an an Kultur, Kunst und Musik ja nicht nur mit Akademikern. Es gibt genug Menschen ohne Studium die eine große Interessenvielfalt haben, meistens noch mehr als Akademiker. Also ich würde meine Partnerwahl nicht zwangsläufig vom Bildungsstand abhängig machen.

w (45)
 
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  • #20
Liebe 8:
Du hast ja recht. Ein Tischler oder Bäcker mag durchaus zu guten Gesprächen imstande sein. Aber ich brauche ein Niveau, wo ich auf ein Abstraktionsniveau hinaufkommen kann, das ein auch noch so guter Handwerker eben nicht hat.
Ja, ich bin Akademikerin, und ich sehe es als sehr unwahrscheinlich an, dass ein Nicht-Akademiker meinen Ansprüchen genügen würde. Mein Nachbar ist ein toller Handwerker, er ist ein lieber Mann und Familienvater für seine Frau und 4 Kinder. Er ist auch geistig rege, und ich komme gut mit den Nachbarn aus. Ich muss jedoch immer aufpassen, dass ich im Gespräch mit diesen sehr netten Menschen nicht Fremdwörter benut-ze, nicht zu akademisch wirke, nicht zu ihnen "herab rede". Ich möchte nicht in einer Partnerschaft auf so etwas aufpassen müssen!
Ich möchte einen Partner, mit dem ich auf dem etwa gleichen Niveau bin, der mit mir in Museen, Theater und Konzerte gehen will, der Bildungsreisen mit mir machen kann und mit dem ich mich über Literatur unter-halten kann, auch anspruchsvolle Literatur. Das sind nun mal meine Ansprüche!
Das ist auch Dein gutes Recht, und dadurch hast Du vielleicht weniger Auswahl. Ich selbst bin Ingenieur, bewege mich in einem Akademikerumfeld. Aber da sind durchaus etliche Nichtakademiker, und sie sind Willkommen und nicht nur geduldet. Und ich kenne etliche gut gehende Beziehungen Akademikerin-Nichtakademiker. Die Wahrscheinlichkeit gebildet zu sein ist bei Akademikern natürlich grösser als bei Nichtakademikern, aber ich glaube man unterschätzt ganz allgemein den Bildungsstand der Handwerker zb.
Ich kenne durchaus etliche Handwerker, mit denen man sich auf sehr hohem Niveau unterhalten kann.
Und wieviele Akademiker/Akademikerinnen beginnen und beenden ihre "Akademikerkarriere" auf irgendeiner Schule, wo sie sich nicht nur nicht weiter-sondern manchmal rückentwickeln ? Die immer wieder die gleichen Dinge unterrichten ? Abends gestresst da liegen, unfähig, auch nur ein vernünftiges Wort zu sprechen ?
 
  • #21
Du hast ja recht. Ein Tischler oder Bäcker mag durchaus zu guten Gesprächen imstande sein. Aber ich brauche ein Niveau, wo ich auf ein Abstraktionsniveau hinaufkommen kann, das ein auch noch so guter Handwerker eben nicht hat.
Ich habe Hobbys wie Klettern und Tanzen, bei denen ich oft mit allen Ausbildungsebenen zusammen unterwegs bin und viel Freude habe. Aber ich kann beschwören, dass es eben keine lebensferne Theorie ist, sondern handfeste Realität:

Man kann sich über vieles unterhalten, aber eben doch nicht tiefschürfend diskutieren. Allgemeinbildung, politisches und gesellschaftliches Interesse fehlt oft, Argumentations- und Diskussionstechniken sind kaum vorhanden, es bleibt bei Smalltalk oder einfachen Themen. Das ist für Freundschaften in Ordnung, aber für Partnerschaften eben nicht.

Tut mir leid, aber dieser Tatsache muss man einfach ins Auge sehen. Ich stimme Angele daher ausdrücklich und uneingeschränkt zu.
 
  • #22
Die Ärztin kann aber nicht mehr nach oben ausweichen, da es kaum ein Oben gibt. Damit ist sie auf das Angebot auf ihrem hohen sozialen Stand beschränkt, soweit das Angebot nicht schon von unten weggefangen wurde. Auf die Ärztinnen kommen eben nur die Ärzte, die sich nicht bereits für eine Krankenschwester entschieden haben.
Genau so ist es. Und es ist albern, an diesem Pyramidenproblem zu zweifeln, weil es einfach ein logisch-mathematischer Fakt ist. Das hat nichts mit Ansichten und Meinungen und Sichtweisen zu tun, sondern einzig mit Fakten. Wenn das mal alle einsehen würden!

Das Gleiche gilt für Männer ohne Schulabschluß, Beruf, Einkommen und Vermögen. Sie können nicht nach unten suchen, denn da ist niemand und die Mädels auf ihrer Stufe suchen den sozialen Aufstieg in der Partnerwahl und angeln sich einen Gebäudereiniger oder Fachlageristen.
Richtig, das ist die Kehrseite der Medaille, die hier zwar nicht von Bedeutung ist, aber du es toll und plastisch beschrieben. Genau so läuft es!

Wer gebildete und intelligente Ärzte attraktiv findet, kann doch nicht einfach einen Schalter umlegen und um der besseren Chancenausbeute willen, ab jetzt Tankwarte bevorzugen.
Exakt! Alles viel Theorie und gewollte politische Korrektheit, aber nicht lebenstauglich.

Ein Schreinermeister, der (wie die meisten Männer) gerne seinen Beschützerinstinkt ausleben und daher finanziell und bildungsmäßig "über" der Frau stehen will, kann sich auch nicht als auf Knopfdruck in die Professorin für Neurochirurgie verlieben.
Auch das ist richtig. Da darf man den Männern auch keinen Vorwurf machen, denn letztlich suchen wir doch auch alle einen Mann, den wir bewundern und toll finden können. Das ist einfach biologisch fest verdrahtet.
 
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  • #23
Diese intellektuelle Ebene in Partnerschaften wird oft überschätzt. Gerade im täglichen Miteinander geht es eben nicht um intellektuelle Themen sondern um so banale Fragen wer trägt den Müll raus oder wer geht einkaufen. Gut, ich gebe zu, auch das kann intellektuell ausdiskutiert werden, aber meistens mit dem Erfolg das keiner etwas tut. Ich unterhalte mich auch gerne über interessante Themen, diskutiere mich heiß, aber ehrlich gesagt nicht ständig und immer.

Sind wir doch ehrlich, wir Akademiker umgeben uns gerne mit dem Hauch des Intellektuellen, sind aber froh wenn wir nicht dauernd mit hochtrabenden Gesprächen aufwarten müssen, sondern einfach abends mal vor dem Fernseher sitzen dürfen und uns berieseln lassen. Natürlich ist es schön wenn ich mich für Kunst und Kultur interessiere und der andere tut das auch. Dann hat man gemeinsame Erlebnisse über die man reden kann. Aber nochmal, diese Gespräche kann ich mit jedem anderen kulturinteressierten gewieften Handwerker genauso führen. Menschen die sich ständig ihres Akademikerstatus rückversichern und ihn wie einen Erfolgsgaranten vor sich her schieben sind mir eher suspekt.

w (45)
 
  • #24
Sind wir doch ehrlich, wir Akademiker umgeben uns gerne mit dem Hauch des Intellektuellen, sind aber froh wenn wir nicht dauernd mit hochtrabenden Gesprächen aufwarten müssen, sondern einfach abends mal vor dem Fernseher sitzen dürfen und uns berieseln lassen.
Nö, das ist bei mir beides genau umgekehrt. Ich brauche keinen "Hauch des Intellektuellen" als Umgebung, dafür aber wirklich stimulierende Unterhaltung. Fernsehen schaue ich mal, aber nur wenn es mich gut unterhält und berieseln brauch ich gerade nicht.
 
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  • #25
Nö, das ist bei mir beides genau umgekehrt. Ich brauche keinen "Hauch des Intellektuellen" als Umgebung, dafür aber wirklich stimulierende Unterhaltung. Fernsehen schaue ich mal, aber nur wenn es mich gut unterhält und berieseln brauch ich gerade nicht.

Stimulierende Unterhaltung? Und die glaubst du nur unter Akademikern zu finden?
Was ist für dich denn stimulierende Unterhaltung, da kann man sich ja jetzt viel drunter vorstellen. Erkläre es mir doch bitte etwas genauer.

w (45)
 
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  • #26
Was sind denn Akademiker? Damit fängst es doch schon an! Ökotrophologie oder gar nur Fachhochschule! Bachelor zählt schon mit oder wie? Handwerk ist für Bachelor kein Downdating, das sind doch Studienabbrecher, die es nicht zum Master oder Diplom geschafft haben.

Es geht um Führungskräfte und um echte Akademiker mit richtigem Universitätsabschluss. Die haben es schwer, passende Partner zu finden, weil es auf dem Niveau eben nicht so viele gibt.
 
  • #27
Ich sehe da noch einen weiteren Punkt, der für dieses Problem von Bedeutung ist:

Ich vermute mal, dass Handwerker mehrheitlich wohl nicht versessen darauf sind, eine Akademikerin an ihrer Seite zu haben. Als den goldenen Ausweg aus dem Dilemma der Akademikerinnen 30+ sehe ich diese Lösung deshalb nicht!
 
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  • #28
Nun ich bin kein Akademiker,aber geistig sehr rege,Aufgeschlossen dem Gegenüber und dem
Leben allgemein.Neugier ist mein Motor und wenn es auf der geistigen Schiene mit den
Akademikerinnen nicht passt,cèst la vie.Einige Argumente in diesem Thread erkläre ich mir
das es gar nicht mehr um ein "Miteinander" in der Beziehungsanbahnung geht.
(M45)
 
  • #29
Stimulierende Unterhaltung? Und die glaubst du nur unter Akademikern zu finden?
Was ist für dich denn stimulierende Unterhaltung, da kann man sich ja jetzt viel drunter vorstellen. Erkläre es mir doch bitte etwas genauer.
Diskussionen über Gesellschaft, Politik, Wissenschaft, Philosophie, egal ob tiefschürfend oder auch mal albern.

Ich habe Hobbys wie Klettern und Tanzen, bei denen ich oft mit allen Ausbildungsebenen zusammen unterwegs bin und viel Freude habe. Aber ich kann beschwören, dass es eben keine lebensferne Theorie ist, sondern handfeste Realität:

Man kann sich über vieles unterhalten, aber eben doch nicht erfüllend oder tiefschürfend diskutieren. Allgemeinbildung, politisches und gesellschaftliches Interesse fehlt oft, Argumentations- und Diskussionstechniken sind kaum vorhanden, es bleibt bei Smalltalk oder einfachen Themen. Das ist für Freundschaften in Ordnung, aber für Partnerschaften eben nicht. Tut mir leid, aber dieser Tatsache muss man einfach ins Auge sehen.

Ich verstehe auch nicht, warum man darüber streiten muss. Dass es verschiedene Niveaus und Bildungsebenen gibt, ist doch wohl unstrittig. Sicherlich gibt es Ausnahmen in beide Richtungen, das habe ich ja schon selbst hier im Thread und in anderen Threads beschrieben. Natürlich gibt es ignorante Akademiker und übermäßig gebildete Handwerker, aber beide sind vergleichsweise selten. Da wir hier über Downdating und Pyramidenproblem und damit letztlich über statistische Werte sprechen, müssen wir über den Regelfall sprechen und nicht über Ausnahmen.

Wenn sich eine Akademikerin mit einem begeisterten Handwerksmeister mit Abitur und eigener Firma und Erfolg einlässt, dann mag das passen und ich könnte es mir für mich selbst wirklich vorstellen. Aber das ist dann ja auch wieder auch keine Beziehung, die wirklich den Terminus "Downdating" verdient, sondern es ist die Ausnahme, wie es auch ohne Studium eben mal kein Downdating sein kann. Von diesen Ausnahmen ist also gar nicht die Rede!
 
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  • #30
Ein Schreinermeister, der (wie die meisten Männer) gerne seinen Beschützerinstinkt ausleben und daher finanziell und bildungsmäßig "über" der Frau stehen will, kann sich auch nicht als auf Knopfdruck in die Professorin für Neurochirurgie verlieben.

Einspruch. Der selbstständige Schreinermeister kann sicherlich finanziell ohne größere Probleme über der Frau stehen. Bis 35 oder 40 sowieso.
 
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