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  • #31
Nun ich bin kein Akademiker,aber geistig sehr rege,Aufgeschlossen dem Gegenüber und dem Leben allgemein.Neugier ist mein Motor und wenn es auf der geistigen Schiene mit den Akademikerinnen nicht passt,cèst la vie.Einige Argumente in diesem Thread erkläre ich mir
das es gar nicht mehr um ein "Miteinander" in der Beziehungsanbahnung geht.
(M45)
Da haben wir es doch: Mit einem Partner mit so einer Groß- und Kleinschreibung und Interpunktion würde es schon mal nicht passen. Der seltsame Satzbau beim letzten Satz ist auch nicht gerade Beweis für Sprachfertigkeit.
 
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  • #32
Was sind denn Akademiker? Damit fängst es doch schon an! Ökotrophologie oder gar nur Fachhochschule! Bachelor zählt schon mit oder wie? Handwerk ist für Bachelor kein Downdating, das sind doch Studienabbrecher, die es nicht zum Master oder Diplom geschafft haben.

Es geht um Führungskräfte und um echte Akademiker mit richtigem Universitätsabschluss. Die haben es schwer, passende Partner zu finden, weil es auf dem Niveau eben nicht so viele gibt.

<MOD: Persönliche Angriffe entfernt.>

Akademiker ist: Ein Hochschulabsolvent
Akademiker ist: Ein Inhaber eines akademischen Grades

Beides trifft auf Universtität und Fachhochschule zu. Auch auf den Bachelor Was Hochschulen sind, und nur die dürfen akad. Grade erteilen, regelt das Hochschulrahmengesetz unter §1. Unter § 18 bzw. §19 ist angegeben, was akademische Grade sind. Mal lesen.

Und liebe Handwerker. Macht erst mal den Bachelor, bevor ihr ihn runterzieht. Der ist schon eine ganze Ecke anspruchsvoller, als eine Ausbildung, die in Summe einen theoretischen Tiefgang von 1 Jahr hat. Beim Bachelor mit Abi sind es 5!

m, 38
 
  • #33
Einspruch. Der selbstständige Schreinermeister kann sicherlich finanziell ohne größere Probleme über der Frau stehen. Bis 35 oder 40 sowieso.
Ja, aber er würde sich auf der Tagung der Professorin eben nicht gut einpassen können und sich gewiss auch nicht wohlfühlen. Ich kenne das Phänomen aus erster Hand. Eine Kommilitonen hate aus Jugendtagen ihren Freund behalten und der war Kfz-Mechaniker und hat sich erstens auf jeder Uni-Feier deplaziert gefühlt und zweitens blamiert. Ja, sie waren noch lange zusammen, aber letztlich hat es eben doch nicht gepasst.

Damit betone ich noch einmal einen anderen Punkt: Der Beruf gibt eben auch das soziale Umfeld vor, das allgemeine Niveau, in dem man sich bewegt, auf dem man diskutiert, das man als Bildung voraussetzt.

Selbst der pfiffigste Handwerksmeister geht halt tagsüber mit Baugesellen und Hilfsarbeitern um und gewöhnt sich einen Tonfall und Sprachstil an, der nicht gerade Akademiker-gerecht ist, weil er sonst nicht einmal verstanden oder ernstgenommen wird. Warum wird denn unter Handwerkern soviel über Ingenieure gelästert? Da werden doch Klassenunterschiede geradezu ausgelebt -- mit Klischees in beiden Richtungen. Die einen können angeblich nichts praktisch, die anderen begreifen angeblich nicht Theoretisches.

Wer diese Unterschiede nicht sehen will, tut mir leid. Wir sollten uns mehr an der Lebensrealität orientieren als an politischer Korrektheit oder was wünschenswert wäre.
 
  • #34
Allein schon die Eröffnung dieses Threads entbehrt einer gewissen menschlichen Grundeinstellung.
Weshalb sollte ich ich, mit einem Staatsexamen versehen, denn keinen Tischler kennenlernen?
Es gibt Menschen, die wollen nichts anderes tun in ihrem Leben, als zum Beispiel Orgeln bauen, weil es das ist, womit sie sich zufrieden und glücklich fühlen.
Wenn ich solche Dinge wie Downdating und so etwas lese, drängt sich mir der Gedanke auf, daß ab einem gewissen dünnluftigen akademischen Niveau, das menschliche ebenso dünnluftig zu sein scheint.
 
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  • #35
Damit betone ich noch einmal einen anderen Punkt: Der Beruf gibt eben auch das soziale Umfeld vor, das allgemeine Niveau, in dem man sich bewegt, auf dem man diskutiert, das man als Bildung voraussetzt.

Es ist vollkommen klar, dass Du das so siehst, Frederika. Dennoch ist das keineswegs allgemeingültig. Ich habe den ganzen lieben langen Tag mit Akademikern, Bildungselite usw zu tun. Ich finde die ganzen Unterhaltungen, die sich dabei entwickeln, nichtssagend, uninteressant und sehr unpersönlich.
Ich brauche keine tiefgründige Unterhaltung. Ich denke den ganzen Tag über genug. Andererseits zähle ich es auch zur Bildung, dass jemand Elektroinstallationen im Haus vornehmen kann, Tapezieren, Verputzen und weiß, wie ein Ottomotor funktioniert.

<MOD: Bitte keine Diskussion über das Nebenthema Chemie. Vielen Dank für Ihr Verständnis!>
 
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  • #37
Selbst der pfiffigste Handwerksmeister geht halt tagsüber mit Baugesellen und Hilfsarbeitern um und gewöhnt sich einen Tonfall und Sprachstil an, der nicht gerade Akademiker-gerecht ist, weil er sonst nicht einmal verstanden oder ernstgenommen wird. .

Ich kenne genügend Akademiker, die KEINEN gepflegten Umgangston haben, und kaum fehlerfreie Texte schreiben können! Spontan fallen mir da zwei Begegnungen mit Bau-Ing. ein! Akademiker GRUNDSÄTZLICH auf ein Podest zu heben, ist vollkommen falsch!

w, 38
 
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  • #38
Der Thread behauptet an keiner Stelle, dass Akademikerinnen besser sind als irgendwer anderes. Es geht darum, dass man eben nicht zu diesen Männern passt und deswegen keine Beziehung möglich ist.
Ich habe in einem Büro mit Schlossern und Schweißern gearbeitet. Echt nette Männer, keine Frage, aber das Gespräch versickert nach einer halben Stunde, weil ich sonst anfangen müsste mein Gegenüber zu belehren und das kommt nicht gut.
Und ein unerwähnter Punkt - die Männer sind anfangs sehr nett, nach einiger Zeit beginnen sie Situationen zu suchen in denen sie beweisen wie gut sie sind und wie dusselig die Akademikerin, das bedeutet ich werde zum Opfer seines Minderwertigkeitskomplexes gemacht. Darauf habe ich keine Lust.
Und ich möchte noch etwas zu den Alltagsdingen sagen. Bei mir werden die Alltagsdinge so geregelt, dass sie kein Thema sind, damit ich über den Scheiß nicht reden muss. Und es gibt die Männer mit denen es klappt.
 
  • #39
Ungleiches Paar lt. TV: Er: Kerniger, stämmiger Handwerker, aktuell Taxi-Fahrer - Sie: Steile Manangement-Karriere.
Gemeinsames Hobby: Langstrecken-Lauf.
Er ist ca. neun Jahr älter als sie. Aber .... es klappt trotzdem.

Aber: Die Beiden lernten sich bereits kennen + lieben, als sie noch ganz am Anfang stand = Lehre abgeschlossen.
Sie bewunderte seine Persönlichkeit, Reife und Erfahrung.

Als sie wg. ihrer Karriere 350 km. umziehen mußte, zog er später mit.
Und gab damit seinen Handwerker-Job auf -> wurde Taxifahrer am neuen Wohnort.
(Quelle: SWR-BW, "Nachtcafè")

Es kommt auf die Persönlichkeiten an = daß die zueinander passen.

Allerdings bezweifle ich, daß die Frau während ! ihrer Karriere so einen Handwerker gefunden / geschätzt hätte ?
 
  • #40
Natürlich gibt es dumme Akademiker und schlaue Handwerker. Das bestreitet niemand, auch Frederika nicht. Auch gibt es funktionierende Paarungen, bei denen die Frau sozial über dem Mann steht. Das bestreitet auch niemand, auch Frederika nicht. Daß es so etwas gibt, ändert aber nichts am Befund, daß erstens die Partnerpräferenz der meisten Männer und Frauen dahin geht, daß der Mann sozial nicht unter der Frau stehen sollte. Und daß zweitens die statistische Chance auf Kompatibilität bei diesem Modell einfach höher ist. Drittens können wir unsere Präferenzen nur sehr eingeschränkt Vernunftserwägungen anpassen.

Abweichende Einzelfälle ändern an einem solchen Befund nichts. Eine Schwalbe macht keinen Sommer und Einzelfälle widerlegen nicht die Regel. Daß es Kettenraucher gibt, die 101 Jahre alt werden und sportliche Nichtraucher, die mit 48 sterben, widerlegt auch nicht die Gefährlichkeit des Rauchens.

Vor Handwerksmeistern, die nicht nur Meister ihrers Handwerks sind, sondern darüber hinaus vielleicht auch einen kleinen Handwerksbetrieb oder eine Abteilung führen, ziehe ich ehrlich und anerkennend den Hut. In meinen Augen müssen sie sich vor keinem Akademiker verstecken. Daher wird ein Handwerksmeister auch eher mit einem Akademiker kompatibel sein, als ein Handwerksgeselle.

Aber an alle, die zur Widerlegung von Frederikas Aussage nun ständig das Beispiel des Handwerksmeisters oder des Technikers bemüht haben:

Ihr belegt doch gerade Frederikas These, sonst hätten es nicht Meister und Techniker in Euren Beispielen sein müssen, sondern die von mir oben erwähnten Gebäudereiniger und Fachlageristen. Ihr sagt letztendlich nur "Daten von Meistern und Technikern ist kein Downdating". Es geht demnach eben doch um Status, Intellekt und Niveau.

Wo da für den einzelnen die Grenzen verlaufen ist natürlich individuell verschieden. Die eine möchte den feingeistig-belesenen intelligenten Mann; für die wird der Handwerksmeister nichts, der Doktor der Philosophie indes sehr wohl etwas sein. Die andere möchte den lebenspraktisch intelligenten Mann, die wird den Meister dem Doktor vorziehen. Aber ich kenne keine Frau, die gezielt nach einem Mann sucht, den sie als sozial unter ihr stehend ansieht. Unterschiedlich ist nur die individuelle Bewertung des jeweiligen sozialen Standes im Einzelfall.
 
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  • #41
mit den meisten Akademikerinnen kann ich nichts anfangen weil sie mir zu viel wissen. Ich habe zwar auch mal studiert, arbeite nach dem Studienabschluss auch in diesem Beruf, aber: als Student - so Anfang 20 - wusste ich alles und auf alles eine Antwort; heute - mit Anfang 40 - weiß ich zu jeder möglichen Antwort nur noch Fragen. Frauen wollen Männer die immer eine richtige und intelligente Antwort parat haben und alles wissen - das gilt gerade für die Mehrzahl der Akademikerinnen. Ich denke wer einen handfesten Job hat, kann in der Regel auch eine abschließende Antwort und Lösung für alle Unwägbarkeiten des Lebens anbieten. Das ist für jede Frau ein echter Gewinn.
 
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  • #42
".Es geht demnach eben doch um Status, Intellekt und Niveau.

.

Genau darum geht es NICHT. In der Fragestellung wird weder von Status, noch Intellekt und auch nicht von Niveau geredet, sondern, wie schon aus der Überschrift ersichtlich wird, um Akademiker. Sicher sucht jeder den passenden Partner. Und jeder hat andere Präferenzen. Der eine das Aussehen, der andere das Geld usw..
Die Überschrift impliziert ganz einfach, dass ein Akademiker die genannten Eigenschaften hat und, was noch erschreckender ist, dass eine Akademikerin, die einen Nichtakademiker trifft, dann downdatet.
Mal eine andere These: die Akademikerinnen finden einfach deswegen keinen, weil sie keiner will. Ich bin oft genug an Universitäten und kenne auch sonst viele Akademikerinnen. Da sind nun nicht wirklich viele, die mein Interesse wecken könnten.
Wie hier im Forum auch von männlicher Seite oft vorgebracht wird, wünschen sich alle einen Partner mit ähnlichem "Ausbildungs-und Bildungsniveau". Warum will der Arzt denn dann nicht die Ärztin, sondern bevorzugt die Krankenschwester?
 
  • #43
Die Überschrift impliziert ganz einfach, dass ein Akademiker die genannten Eigenschaften hat und, was noch erschreckender ist, dass eine Akademikerin, die einen Nichtakademiker trifft, dann downdatet.

Da hast Du wohl Recht. Das impliziert die Frage tatsächlich. Insoweit schließe ich mich Dir gerne an. Ich finde auch nicht, daß Akademiker und Nichtakademiker zwingend "Downdating" (kann man das nicht anders nennen?) ist. Inhaltlich bleibe ich allerdings bei meinen Aussagen.
 
  • #45
@Volljurist.

Wir haben beide doch schon betont, dass es sei kann, dass eine Akademikerin eine Beziehung zu einem erfolgreichen, selbständigen Handwerksmeister mit Abitur eben nicht als Downdating empfindet, sondern ihn toll finden kann. Dann ist es eben aber auch kein Downdating!

Downdating ist eben eine Frage des Gesamtpakets und intuitiv weiß jeder, was gemeint ist, auch wenn es schwierig ist, es griffig zu definieren. Es ist schlimm, dass immer soviel drumherumgeheuchelt wird, anstatt mal Klartext zu reden.

Fakt ist, um auf die Titelfrage zurückzukommen, dass Downdating keineswegs eine Lösung für Akademikerinnen ist, denn weder wollen Frauen nach unten daten noch Männer nach oben. Keine von beiden Seiten kommt damit menschlich zurecht. Und erst recht kann niemand absichtlich sein Beuteschema ändern. Das hast Du, Volljurist, ja auch schon sehr plausibel dargestellt. Insofern ist die Frage doch sehr theoretisch.
 
  • #46
Wie sicherlich die meisten Frauen will ich einen Mann, den ich nicht nur lieben, sondern auch respektieren und ein wenig bewundern kann. (Glücklicherweise habe ich genau so einen gefunden.) Dabei ist der Verdienst, d.h. die Eignung als "Versorger" eher unwichtig, denn das kann ich selbst.

Dazu gehört für mich aber, dass ich in Gesprächen nicht dauerhaft das Gefühl haben will, meinem Partner inhaltlich und rhetorisch überlegen zu sein - denn nur so kann ich ihn als mindestens auf Augenhöhe empfinden. Das schließt natürlich nicht aus, dass ich mich auf einigen Gebieten besser auskenne während ganz andere Themen sein Spezialgebiet sind; dann kann man voneinander lernen. Die formale Qualifikation einer akademischen Ausbildung ist dafür zwar ein Anhaltspunkt, aber ich kann mir durchaus auch intelligente, über den Tellerrand blickende Nichtakademiker als Partner vorstellen. Davon gibt es einige.
 
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  • #47
Nochmal die#26 an die anderen Teilnehmer hier.#46 auch ich möchte eine Partnerin die ich um
Ihre Fähigkeiten bewundern kann,sei es ein grüner Daumen oder eine geschickte Rhetorikerin.
Mir fehlt beides gänzlich.Ich finde Frederika und Volljurist haben es sehr gut beschrieben.
(M45) dem oft die passenden Worte fehlen aber durch Taten gut durch das Leben kommt.
 
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  • #48
FAKT 1
40% aller Akademikerinnen bleiben kinderlos, aber nur 14% der weiblichen Bevölkerung. Punkt.


diese beiden "fakten" sind sehr wohl strittig.

wo bitte ist der kausale zusammenhang zwischen kinderlosigkeit und single dasein?

und: diese spezielle statistik (40%) ist sehr wohl umstritten.
http://www.beruf-und-familie.de/index.php?c=33&iPage=8&search=kinderlosigkeit#127


Das Pyramidenproblem ist allgemein bekannt: Männliche Akademiker stören sich nicht an Downdating -- also selbst wenn es gleich viele männliche und weibliche Akademiker gäbe, müssten demnach auch Akademikerinnen nach unten daten, damit es aufgeht. Das ist doch simpelste Mathematik. Punkt.
fakt nummer 2: bitte belegen.
unwissenschaftliche feldbeobachtung im bekanntenkreis gilt nicht.

da es vermutlich nicht möglich ist, die tatsächliche lebensituation von akademikerInnen zu erfassen (nicht verheiratet, nicht als lebenspartnerschaft registriert, nicht zusammenleben sg. LAP (living apart together): ist m.e. die aufforderung zum downdaten lächerlich.

jede qualitative oder quantitative befragung wird bestätigen, dass das gleiche soziale milieu und ähnliches kulturelles kapital für beziehungen wesentlich ist.

>simpelste mathematik< statistik ist wohl kaum simple mathematik.
 
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  • #49
Nochmal die#26 an die anderen Teilnehmer hier.#46 auch ich möchte eine Partnerin die ich um
Ihre Fähigkeiten bewundern kann,sei es ein grüner Daumen oder eine geschickte Rhetorikerin.
Mir fehlt beides gänzlich.Ich finde Frederika und Volljurist haben es sehr gut beschrieben.
(M45) dem oft die passenden Worte fehlen aber durch Taten gut durch das Leben kommt.

Ich möchte keinen Partner den ich bewundern kann sondern einen den ich lieben kann. Ich glaube das ist schon ein gewaltiger Unterschied. Jemanden mit Herzensbildung, keinen Doktor der Philosophie, dessen einzig philosophische Tätigkeit darin besteht, am Stammtisch das große Wort zu führen. Oder ein Manager, der am Tag Untergebene fertig macht weil er meint das sei eine besondere Führungsqualität. Einfach einen ganz normalen Menschen, der weiß wie das Leben läuft und das muss nicht zwangsläufig ein Akademiker sein.

Downdating, alleine der Begriff ist schon so nichtssagend. Was bedeutet denn "unten" für einen Akademiker?

w
 
  • #50
diese beiden "fakten" sind sehr wohl strittig.
Merkwürdig, ich habe den Destatis-Bericht zur Kinderlosigkeit gelesen, auf den von Deiner Quelle aus verlinkt wird. Dort wird auf Seite 5 das ganze eigentlich ziemlich fest untermauert -- dass man komplexe Zusammenhänge nicht in eine einzige Zahl fassen kann, die für alle Jahrgänge gilt, ist doch logisch. Je genauer man es betrachtet, desto genauer muss man eben auch Zahlen angeben. Aber fundamental widerspricht der der offizielle Destatis-Bericht nicht der von ElitePartner im Magazin gemachten zugegebenermaßen leicht reißerischen Angabe (die also nicht von mir stammte!).

http://www.beruf-und-familie.de/system/cms/data/dl_data/43330dd76e1d82f55e69ea32a097eeca/destatis_kinderlosigkeit.pdf

Ich zitiere den entscheidenden Absatz aus dem Artikel:
Zitat von Destatis:
Während bei den Frauen [...], die zwischen 1947 und 1954 geboren wurden und einen Universitätsabschluss besitzen, für rund 30% eine dauerhafte Kinderlosigkeit anzunehmen ist, liegt dieser Anteil bei den entsprechenden 1955 bis 1958 Geborenen bei 33% und bei den 1959 bis 1962 Geborenen bereits bei 36%. Bei den 1963 bis 1966 sowie den 1967 bis 1970 Geborenen deutet sich ein weiterer Anstieg an, da hier im Alter zwischen 33 und 36 Jahren bereits bei mehr als der Hälfte der Frauen (52% beziehungsweise 55%) keine minderjährigen Kinder im Haushalt lebten.
Im Klartext heißt das, dass für jene Frauen, die bereits gerade aus dem gebärfähigen Alter heraus sind, eine hohe Quote von 36% tatsächlich endgültig feststeht, für die nachfolgenden Jahrgänge mit einer Erhöhung zu rechnen ist -- hier können also in der Tat die 40% erreicht werden, wenn man bedenkt, dass der mit Einschränkungen behaftete Indikator "kein Kind im Haushalt" bereits über 50% beträgt.

Zusammenfassung: Die Zahlen waren als Diskussionsgrundlage vollkommen in Ordnung.
 
  • #51
fakt nummer 2: bitte belegen. unwissenschaftliche feldbeobachtung im bekanntenkreis gilt nicht. simpelste mathematik statistik ist wohl kaum simple mathematik.
Es war tatsächlich so simpel gemeint wie behauptet. Lies mal mit einer positiveren Grundeinstellung. Simpelste Mathematik deswegen, weil ich hier von einem stark vereinfachten Model ausgegangen bin. Ich erkläre es noch mal in simpelster Mathematik mit einem Beispiel.

+ angenommen es gäbe gleiche viele akademische Männer wie Frauen, zum Beispiel jeweils 100
+ angenommen, nicht allen akademischen Männer ist es wichtig, dass die Partnerin akademisch ist, daher wählen sich 40 Männer eine nicht-akademische Frau.
+ angenommen, die akademischen Frauen wollen einen akademischen Partner, dann finden jetzt 40 Akademikerinnen keinen Akademiker mehr.

Das nannte ich simpelste Mathematik. Dafür braucht man keine Umfragen im Bekanntenkreis und keine komplizierte Statistik. Das ist einfach so.

Dabei gilt Annahme 1 in grober Näherung. Annahme 2 ist allgemein anerkannt, denn das Akademiker viele Beziehungen mit Nichtakademikerinnen eingehen, wirst doch wohl auch Du nicht bezweifeln. Annahme 3 ist Grundlage dieser ganzen Ddiskussion -- darum geht es ja gerade.
 
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  • #52
angenommen es gäbe gleiche viele akademische Männer wie Frauen, zum Beispiel jeweils 100
+ angenommen, nicht allen akademischen Männer ist es wichtig, dass die Partnerin akademisch ist, daher wählen sich 40 Männer eine nicht-akademische Frau.
+ angenommen, die akademischen Frauen wollen einen akademischen Partner, dann finden jetzt 40 Akademikerinnen keinen Akademiker mehr.

Abzüglich der 40 auf beiden Seiten bleiben doch immer noch 60 weibliche und männliche Akademiker die sich füreinander entscheiden könnten!!
 
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  • #53
Den passenden Magazinartikel habe ich nur quergelesen. Ich denke die Beispiele sind zu theoretisch und zu extrem. Zwischen "Echte Akademiker mit richtigem Universitätsabschluss" und "Handwerksmeister geht halt tagsüber mit Baugesellen und Hilfsarbeitern" um, liegen doch Welten. Das dass nicht harmoniert leuchtet doch ein. Wenn Arbeitsfelder, Verantwortung, Kopf- und praktische Arbeit und das berufliche Umfeld der beiden möglichen Partner nicht extrem auseinanderliegen, dann könnten die Aussichten für eine Beziehung besser sein als bei den krassen Beispielen die hier öfter angeführt wurden.

M 54J
 
  • #54
Abzüglich der 40 auf beiden Seiten bleiben doch immer noch 60 weibliche und männliche Akademiker die sich füreinander entscheiden könnten!!
Ganz genau so ist es! Wenn nur 40% kinderlos bleiben, werden 60% ja wohl einen Partner gefunden haben... und diese Partner sind fast ausschließlich Akademiker. Natürlich findet die Mehrheit von 60% einen Partner!

Das ist ja das Problem bei solchen Diskussionen: Bei 40% argumentieren manche gleich so, als ob es um 100:0 ginge. Geht es ja gar nicht. Natürlich kennt jeder unzählige Akademikerinnen mit glücklicher Beziehung und Nachwuchs. Ich selbst habe die Hoffnung ja auch nicht aufgegeben! Dennoch gebe auch ich wie alle meine akademischen Freundinnen und Kolleginnen zu, dass Downdating nicht in Frage kommt -- einfach weil man nicht bewusst sein Beuteschema ändern!
 
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  • #55
Ganz genau so ist es! Wenn nur 40% kinderlos bleiben, werden 60% ja wohl einen Partner gefunden haben... und diese Partner sind fast ausschließlich Akademiker. Natürlich findet die Mehrheit von 60% einen Partner!

Das ist ja das Problem bei solchen Diskussionen: Bei 40% argumentieren manche gleich so, als ob es um 100:0 ginge. Geht es ja gar nicht. Natürlich kennt jeder unzählige Akademikerinnen mit glücklicher Beziehung und Nachwuchs. Ich selbst habe die Hoffnung ja auch nicht aufgegeben! Dennoch gebe auch ich wie alle meine akademischen Freundinnen und Kolleginnen zu, dass Downdating nicht in Frage kommt -- einfach weil man nicht bewusst sein Beuteschema ändern!

Ich habe dein simples Rechenbeispiel eigentlich aus dem Grund aufgegriffen, weil ich zeigen wollte, dass sich zwar 60 männliche und weibliche Akademiker füreinander entscheiden könnten, sie tun es aber nicht.

Aus diesem Grund kommt die Frage nach dem Downdating ja auf. Die meisten männlichen Akademiker haben ja kein Problem damit down zu daten (ein schrecklicher Begriff), aber die meisten Akademikerinnen möchten das eben nicht. Ein Mann würde wahrscheinlich auch nie sagen er hat downgedatet, er sagt halt er hat die Frau gefunden mit der es passt. Die erklären das simpler und ist ja auch in Ordnung.

Das ist doch die Crux an der Sache. Wenn eine Akademikerin auf Dauer eben keinen Akademiker findet muss sie vielleicht doch andere Möglichkeiten in Betracht ziehen.

Die Frage ist doch die, warum wollen männliche Akademiker keine Frau auf Augenhöhe oder sagen wir mal eher wenige.

w
 
  • #56
Ich habe dein simples Rechenbeispiel eigentlich aus dem Grund aufgegriffen, weil ich zeigen wollte, dass sich zwar 60 männliche und weibliche Akademiker füreinander entscheiden könnten, sie tun es aber nicht.
Sie tun es nicht? Wir kommst Du darauf, dass dem nicht so sei?

Doch, die Zahl passt schon grob. Zum Glück findet schon noch eine knappe Mehrheit der Akademikerinnen einen (meist akademischen) Partner.

Aus diesem Grund kommt die Frage nach dem Downdating ja auf.
Nein, die Frage nach Downdating kommt auf, weil die restlichen 40% eben keinen abkriegen.

Die meisten männlichen Akademiker haben ja kein Problem damit down zu daten [...]Ein Mann würde wahrscheinlich auch nie sagen er hat downgedatet, er sagt halt er hat die Frau gefunden mit der es passt.
Zustimmung zu beiden Aussagen. Weder haben Männer ein Problem damit noch empfinden sie es so. Weil Männer eben eher an weiblichen Attributen (Schönheit, Warmherzigkeit) interessiert sind und Frauen an männlichen Attributen (Status, Erfolg).

Die Frage ist doch die, warum wollen männliche Akademiker keine Frau auf Augenhöhe oder sagen wir mal eher wenige.
Die Frage gefällt mir! Wir kommen der Sache näher! Sagen wir mal, 60% wollen ja immerhin! Warum die restlichen 40% nicht?

Die zentrale Frage ist doch dann aber, wollen Männer "keine Frau auf Augenhöhe" oder finden sie die verbliebenen Frauen einfach nicht attraktiv genug als Partnerin -- also aus ganz anderen Gründen?

Ich bin fest überzeugt, dass es überwiegend daran liegt, dass Männer keine Frau wollen, für die der Beruf über alles geht, die gar keinen Platz in ihrem Leben freihaben für einen Partner. Wer schon beim Dating nur alle zwei Wochen einen kurzen freien Termin findet, der muss sich nicht wundern, wenn daraus nichts wert. Wer einem Mann suggeriert, dass eventuelle Kinder schon mit drei Monaten in der Kita enden würden, der muss sich auch nicht wundern, dass er diese Frau nicht als perfekt zur Familiengründung emfindet.

Außerdem haben viele Männer eben nach wie vor ein anderes Rollenverständnis und viele haben lieber eine Frau, die Zeit hat für gemeinsame Freizeit, schöne Wochenenden, Haushalt, Kinder, Urlaub.

Karriere, beruflicher Erfolg, Einkommen sind für Männer bei Frauen keine positiven Attribute, sondern bestenfalls egal. Dagegen bringen hartes, kaltes, dominantes, herrisches Auftreten klare Negativpunkte. Wie schon oft diskutiert ist der deutsche Feminismus ja auch besonders stark mit einem miesen Frauenbild verbunden, gerade im Vergleich mit Skandinavien oder Frankreich.
 
  • #57
Warum eine Akademikerin nur mit einem Akademiker glücklich werden kann ist mir schleierhaft.. ich selbst habe "nur" einen Fachhochschulabschluss in Elektrotechnik, zwei meiner Beziehungen waren Akademikerinnen, berufliche Unterschiede haben uns nie gestört. Gesellschaftlichen Druck habe ich nie bemerkt, gibts das heutzutage überhaupt noch..? Entscheidend scheint mir eher dass beide emotionale Intelligenz besitzen und sich lieben, angelerntes Wissen hat kaum einen Einfluss auf den Erfolg einer Beziehung. Akademikerinnen denen der Status eines Mannes wichtig ist werden sich zweifellos auch einen Akademiker suchen. Nur halten solche Beziehungen nicht unbedingt sehr lange weil meistens BEIDE ihren beruflichen Werdegang in den Mittelpunkt stellen. In meinem Bekanntenkreis und dem meiner Ex-Frau sind viele Akademiker-Ehen geschieden worden, zu wenig Zeit für die Beziehung, ständig mit dem Kopf bei der Arbeit..
 
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  • #58
Karriere, beruflicher Erfolg, Einkommen sind für Männer bei Frauen keine positiven Attribute, sondern bestenfalls egal. Dagegen bringen hartes, kaltes, dominantes, herrisches Auftreten klare Negativpunkte. Wie schon oft diskutiert ist der deutsche Feminismus ja auch besonders stark mit einem miesen Frauenbild verbunden, gerade im Vergleich mit Skandinavien oder Frankreich.

<MOD: Bitte kürzen Sie Zitate auf den einschlägigen Bereich!ellenlange Zitate sind ein Grund, zukünftig so einen Beitrag nicht zu veröffentlichen. Wir editieren nicht hinter Ihnen her!>

Nicht alle Akademikerinnen sind verkappte Feministinnen. Also das Bild der Karrierefrau in Deutschland, das du so darstellst, entspricht wohl auch nicht dem gängigen Bild. Ganz abgesehen davon sind auch nicht alle Akademikerinnen in Führungspositionen. Viele machen auch nur einen 9 to 5 Job, also sind jetzt nicht so dick im Business. Akademikerin zu sein bedeutet ja auch nicht zwangsläufig erfolgreich zu sein und zu einem verbiesterten karrieresüchtigen Mannweib zu werden.

w
 
  • #59
Nicht alle Akademikerinnen sind verkappte Feministinnen.
Natürlich nicht. Ich schilderte hier einen weiteren Punkt, der wohl auch einen Anteil an der Misere hat.

Es gibt eben mehrere Gründe: Die Vorlieben der Männer, die Emanzipation mancher Frauen, keinen Platz freizuhaben im Leben und so weiter. Wer würde da annehmen, dass alle Gründe immer auf jede Frau zutreffen?

Also manchmal verstehe ich solche Diskussionen nicht -- das ist doch jedem sonnenklar, dass nicht alle Punkte auf jeden einzelnen zutreffen. Wenn 40% keinen Partner finden, dann doch wohl nicht alle aus genau dem gleichen Grunde, oder? Natürlich gibt es mehrere Gründe, warum diese Zielgruppe es schwer hat und wenn jeweils nur einer zutrifft, kann das die Partnersuche eben drastisch erschweren.

Also das Bild der Karrierefrau in Deutschland, das du so darstellst, entspricht wohl auch nicht dem gängigen Bild.
Tatsächlich? Dann schildere Du mal das Bild der Karrierefrau in der realen Wahrnehmung der breiten Bevölkerung. Ich bin gespannt. Nicht nur negieren, sondern selbst argumentieren! -- Die typische deutsche Karrierefrau wird schon als maskulinisiert, strenge Hosenanzüge, hart, kalt, herrisch, männer-nachahmend empfunden und leider ist sie oftmals tatsächlich so. (Und nein, nicht alle sind so, falls Du gerade sagen wolltest, Du kennst einige, die...)

Akademikerin zu sein bedeutet ja auch nicht zwangsläufig erfolgreich zu sein und zu einem verbiesterten karrieresüchtigen Mannweib zu werden.
Richtig. 60% finden ja auch einen Partner. Wir reden von den möglichen Gründen, warum jeweils bestimmte Prozentanteile des Rests wohl keinen Partner findet.
 
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  • #60
Die Frage ist doch die, warum wollen männliche Akademiker keine Frau auf Augenhöhe oder sagen wir mal eher wenige.
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"Nicht wollen" ist denke ich falsch formuliert. Die viel (fast immer von Frauen) besungene "Augenhöhe" ist für Männer schlicht und einfach zweit- oder drittrangig ist. Wenn sie mit im passenden Paket ist, super, wenn nicht ist es eben kein Beinbruch.
 
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