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  • #61
Ich fasse noch mal die wichtigsten Punkte zusammen:

Die Hauptursache ist das Pyramidenproblem und damit simpelste Mathematik: Da Männer sich nichts daraus machen, auch ein klein wenig nach unten zu daten, bleiben für Frauen nicht mehr genug Kandidaten nach, um horizontal oder nach oben zu daten. Das ist so simpel, dass es jeder geradlinig verstehen sollte. 60% finden eben einen Partner, 40% nicht.

Das zweite Kernproblem besteht in den Vorlieben und den Erwartungshaltungen der Männer. Viele suchen eben eine Partnerin zur Familiengründung, für gemeinsame Freizeitgestaltung und gemeinsame Haushaltsführung. Wenn eine Frau diese Ziele nicht teilt, kommt sie als Partnerin eben nicht in Frage. Während Schönheit, Warmherzigkeit, Feminität Pluspunkte bei Männern bringen, sind eben Erfolg, Status und Einkommen für Männer keine primären Kriterien bei der Partnerwahl.

Das dritte Problem betrifft vorallem die Karrierefrauen unter den Akademikerinnen: Volle Terminpläne, kein wirklich freier Platz im Leben für einen Partner, übermäßig emanzipiertes Verhalten, oftmals auch noch gepaart mit dem typischen Auftreten von Karrierefrauen (strenger Hosenanzug, maskulinisiertes Verhalten), bietet eben gar keine Möglichkeiten, einen Partner kennenzulernen und zu binden.

Männer wollen so gut wie nie nach oben daten. Frauen mit mehr Intelligenz, mehr Einkommen oder mehr Bedeutung sind für einen Mann im allgemeinen nicht emotional wünschenswert.
 
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  • #62
Seien wir doch mal ehrlich. Für Männer ist das Aussehen mindestens 80% der Attraktivität. Noch 10 % laszive Ausstrahlung und dann reicht es. Zumindestens zum näher kennenlernen.
Entschuldigung, liebe Akademikerinnen, aber ehrlich gesagt fehlt vielen da das gewisse Händchen, etwas aus sich zu machen, weil ihr immer noch denkt, dass Schönheit von innen kommt und eher oberflächlich ist.
Beispielsweise erlebe ich in meinem akademischen Umfeld (gerade in den Naturwissenschaften) wirklich nicht viele weibliche Lichtblicke. Früher nannte man das graue Maus oder Blaustrumpf.
Ich vertrete immer mehr die These, dass es so viele Akademikerinnen-Singles gibt, weil sie einfach wenige attraktiv finden.
 
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  • #63
Also für eine Frau die besser kochen kann als eine Frau auf Augenhöhe, natürlich und pflegeleicht am Ende der Welt ist, viele von meinen Hobbies mitmacht, würde ich "updaten". Da würde ich es auch in Kauf nehmen, bei der Soirée mit ihren Kollegen nicht auf Augenhöhe über den epischen Hexameter diskutieren zu können

m
 
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  • #64
Also Akademikerinnen über 30 sind bei Männern hochbegehrt.
Die sind bereit für eine Familiengründung und tragen auch noch einiges zum Verdienst bei.
Wenn sie dann noch gut aussieht - perfekt!
Hab selbst mit 2 Kindern aus meiner letzten Ehe mit jetzt 38 kein Problem, einen Mann zu finden. Wobei ich noch nicht bereit für was Festes bin, aber die Männer schon.
Downdating? Hm?
Also meinen Lebensstandard würde ich nicht wirklich runterschrauben wollen, er müsste schon auch ganz gut verdienen, aber wenn er nicht studiert hätte, wäre mir das egal.
Also einen einfachen bodenständigen Handwerker würde ich nach Chefärzten, Juristen, Chefredakteuren und Unternehmensberatern nicht nehmen, einfach, weil die Interessen zu unterschiedlich sind. Aber es gibt da ja sämtliche Nuancen.
Also bei EP kreuze ich auf alle Fälle nicht das "nur Akademiker"-Häkchen an.

@m38: Du scheinst ja genau zu wissen, welche Frauen alle uninteressant sind. Ich finde, man sollte offen für vieles sein. Klar gibt es den perfekten Mann und die perfekte Frau.
Mein Traummann sieht vielleicht auch anders aus, als der den ich dann date, aber wenn man von vorneherein so viel ausschließt, wird es irgendwie nichts, glaube ich. Man muss schon den Mut zur Veränderung haben und sich auf Neues einlassen können.
Allerdings weiß ich auch nicht, ob ich das kann.
 
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  • #65
Ein Aspekt kommt hier etwas zu kurz: häufig ist die Rede davon, dass die Ärztin eben kaum noch nach "oben" daten kann, weil es bsp. wenige Oberärzte gibt und sie eine geringere Auswahl hat. Das mag bei den Ärzten ja noch stimmen, wenn die Ärztin eben in ihrem akademischen Bereich nach einem Partner sucht. Ich stelle aber in meinem Bekanntenkreis häufig fest, dass Akademiker sehr häufig zusammen kommen, die eben nicht das gleiche Studium haben: Da kommt die Ärztin mit dem BWL zusammen, der VWL nimmt sich die Juristen, der Architekt die Biologin. Es ist ja nicht so, dass man als Akademiker nur auf seinen "Studiengang" fixiert sein muss. Also macht die Auswahl nicht kleiner als sie ist! Ärztin muss nicht nur nach dem Arzt suchen, gibt auch nette Architekten oder BWL er!!
 
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  • #66
Warum eine Akademikerin nur mit einem Akademiker glücklich werden kann ist mir schleierhaft.. ich selbst habe "nur" einen Fachhochschulabschluss in Elektrotechnik, zwei meiner Beziehungen waren Akademikerinnen, berufliche Unterschiede haben uns nie gestört. Gesellschaftlichen Druck habe ich nie bemerkt, gibts das heutzutage überhaupt noch..?
Warum zu bescheiden? Wenn Du einen Fachhochschulabschluß hast, warum bist Du dann selber kein Akademiker? Warum heißt es Fach h o c h s c h u l e. Schau auf Deine Diplomurkunde. Steht da nichts von akademischen Grad? Du hast einen akademischen Grad, bist aber kein Akademiker?

<MOD: gekürzt.>

Und wenn hier das Bild schön gemalt wird, daß doch 60% einen passenden Mann finden, schlimm dran sind doch die restlichen 40%. Die müssen doch mal mit den nichtakademisch gebildetetn Frauen verglichen werden, die keinen Partner finden. Dort sind es 14%!

m, 38

<MOD: Bitte keine Diskussion darüber, was Akademiker sind. Bleiben Sie bitte alle beim Titelthema! Keine Nebenthemen!>
 
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  • #68
Wenn es 52% Frauen und 48% Männer mit Studium gibt, also fast gleichviele: Dann ist von daher keine dünne Luft für Frauen vorhanden. Trotzdem produzieren manche Frauen den Gedanken, dass Frauen besonders gebildet, erfolgreich u. ä. seien und es nur wenige ebensolche Männer gebe.

Warum sich dieses Frauen-Selbstbild über mehrere Jahre halten kann, obwohl es unrealistisch ist, ist für mich merkwürdig. Ich gehe davon aus, dass die Mädchen von heute diese Bild für ihr Leben nicht übernehmen werden.
 
  • #69
Beispielsweise erlebe ich in meinem akademischen Umfeld (gerade in den Naturwissenschaften) wirklich nicht viele weibliche Lichtblicke. Früher nannte man das graue Maus [...]
Ich vertrete immer mehr die These, dass es so viele Akademikerinnen-Singles gibt, weil sie einfach wenige attraktiv finden.
Ja, sicherlich hat das auch einen gewissen Anteil an der Partnerwahl der Männer. Ich glaube aber nicht, dass "graue Mäuse" so unbeliebt sind, wenn man sich die breite Bevölkerung so anschaut. Auch unter den Partnerinnen von Akademikern sind ja nun nicht soviele herausgeputze Weibchen.

Aber der statistische Effekt ist natürlich vorhanden: Wenn 100 akademische Männer und 100 akademische Frauen vorhanden sind, die Männer aber auch lässig die 200 Frauen eine Ebene tiefer in Betracht ziehen und die Ebene keine wichtige Rolle bei der Partnerwahl spielt, dann wählen sie einfach die 100 nettesten (schönsten, liebsten, zärtlichsten) Frauen aus, also zum Beispiel bei 100 von 300 (also 100 + 200) würden bei rein zufälliger Auswahl 67% unvergebene Akademikerinnen ergeben. Würden die Männer nur die Top-66 der 200 Nichtakademikerinnen berücksichtigen, weil sie nach unten wählerischer werden, dann würden eben zum Beispiel just 100 von 166 vergeben werden, also 40% Akademikerinnen übrig bleiben, weil sie mit Nichtakademikerinnen konkurrieren. Und genau dieser Effekt tritt ja praktisch feststellbat auch tatsächlich ein: Männer daten nach unten. Akademikerinnen konkurrieren mit der nachfolgenden Ebene.

Natürlich sind das statistische Spiele mit geratenen Zahlen, aber es zeigt klar den Pyramideneffekt: Die Pyramide wid nach unten breiter und selbst wenn Männer nach unten dann wählerischer werden, verdirbt schon eine vergleichsweise geringe Anzahl der nachfolgenden Ebene die Chancen der Akademikerinnen spürbar.
 
  • #70
Wenn es 52% Frauen und 48% Männer mit Studium gibt, also fast gleichviele: Dann ist von daher keine dünne Luft für Frauen vorhanden.
Sag mal, begreifst Du das echt nicht? Wenn von den 48% Männern zwei Fünftel eine Nichtakademikerin nehmen, dann wird die Luft eben doch dünn. So schwer ist das ja nun wirklich nicht zu verstehen.

Genau von diesen Annahmen bin ich doch in #50 auch ausgegangen: Gleich viele gebildete Männer wie Frauen, aber Männer daten nach unten, Frauen eben nicht. Somit bleiben etwa so viele Frauen übrig, wie Männer nach unten gedatet haben. Das ist doch nun wirklich nachvollziehbar.
 
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  • #71
<MOD: Sticheleien entfernt. Bleiben Sie stets sachlich!>

1.) woher kommt diese abstruse Zahl von 52% weiblichen Akademikern? Es gibt 49,7% (2010), allerdings wohlgemerkt, Studierende, nicht Akademiker (statistisches Bundesamt)

2.) Aktuell (und wir reden ja von Akademikern) gibt es insgesamt 60% männliche Akademiker in Deutschland (zu bedenken: es gibt Ein- und Auswanderer und Studiumabbrecher (OECD-Bericht).

3.) Im Altersjahrgang 1960-70 haben lediglich 25% der Frauen keine Kinder. Diese Zahl ist jedoch aus dem Mikrozensus, da Kinder aus unehelichen Beziehungen bei anderen Statisken nicht erfasst werden.

4.) Die Quote der Paare in eheähnlichen Verhältnissen ist bei Akdemikern höher als bei Nichtakademikern, was noch zu Punkt 4 zugerechnet werden muss.

5.) Welche Statistik erfasst denn bitte, wer Single ist? Und ob er überhaupt (das ist die entscheidende Frage) eine Beziehung will?

Grob überschlagen gibt es das diskutierte Problem gar nicht.
 
  • #72
Man wird es den Männern käumlich verbieten können nach unten zu daten. Frauen können es sich aber erlauben, das auch zu tun oder in einen verschärften Wettbewerb untereinander zu treten oder Greise zu daten oder in die Röhre zu gucken....
 
  • #73
1.) woher kommt diese abstruse Zahl von 52% weiblichen Akademikern? Es gibt 49,7% (2010), allerdings wohlgemerkt, Studierende, nicht Akademiker (statistisches Bundesamt)
Keine Ahnung, wo der Teilnehmer die Zahlen 52 / 48 her hat. Aber findest Du wirklich, dass 50 / 50 in irgendeiner Form das Arugment verändern?! Wohl kaum. Die "simple Mathematik des Downdating" geht ebenso auf mit 45 / 55 wie mit 55 / 45 oder irgendwas dazwischen.

2.) Aktuell (und wir reden ja von Akademikern) gibt es insgesamt 60% männliche Akademiker in Deutschland (zu bedenken: es gibt Ein- und Auswanderer und Studiumabbrecher (OECD-Bericht).
Ja, weil die älteren Jahrgänge so einen hohen Männerüberschuss haben. Das ist aber für die Partnersuche von 30-40-Jährigen zum Beispiel völlig egal. Seit einigen Jahren haben sich die Geschlechter angeglichen.

3.) Im Altersjahrgang 1960-70 haben lediglich 25% der Frauen keine Kinder. Diese Zahl ist jedoch aus dem Mikrozensus, da Kinder aus unehelichen Beziehungen bei anderen Statisken nicht erfasst werden. -- 4) Die Quote der Paare in eheähnlichen Verhältnissen ist bei Akdemikern höher als bei Nichtakademikern, was noch zu Punkt 4 zugerechnet werden muss.
Vergiss den Quark mit dem Mikrozensus und irgendwelchen Detailbetrachtungen. Ich habe das nachgelesen und in #49 korrekt dargestellt.

Nochmal: Für Frauen, die bereits aus dem gebärfähigen Alter heraus sind, steht eine hohe Quote von 36% tatsächlich endgültig fest. Für die nachfolgenden Jahrgänge ist mit einer Erhöhung zu rechnen -- hier können also in der Tat die 40% erreicht werden, wenn man bedenkt, dass der (mit Einschränkungen behaftete) Indikator "kein Kind im Haushalt" bereits über 50% beträgt. Zusammenfassung: Die Zahlen waren als Diskussionsgrundlage vollkommen in Ordnung.
 
  • #74
Man wird es den Männern käumlich verbieten können nach unten zu daten.
Eben!

Frauen können es sich aber erlauben, das auch zu tun
Nun, zum Dating gehören immer zwei und die wenigsten Männer möchten nach oben daten. Die meisten haben damit echte Probleme, die ich auch nachvollziehen kann. Insofern liegt es nicht alleine am Willen der Frauen.

oder in einen verschärften Wettbewerb untereinander zu treten
Das sind sie ja!
 
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  • #75
Der Schluss: Kinderlos = Partnerlos ist m.E. nicht zulässig.
 
  • #76
Eben!

Nun, zum Dating gehören immer zwei und die wenigsten Männer möchten nach oben daten. Die meisten haben damit echte Probleme, die ich auch nachvollziehen kann. Insofern liegt es nicht alleine am Willen der Frauen.

Klar gehören zum "daten" 2 und die "Schuld" liegt nicht einseitig auf der Seite der Frauen, ich hätte kein Problem mit einer Frau, die z. B. 25% mehr verdient (ohne ihr auf der Tasche zu liegen), auf der Karriereleiter 1 oder 2 Stufen höher steht etc. pp. Ich habe aber den Eindruck, dass für viele Frauen selbst kleine Unterschiede nach unten inakzeptabel sind. Ich finde Grips und Selbstbewusstsein durchaus sexy.
 
  • #77
Klar gehören zum "daten" 2 und die "Schuld" liegt nicht einseitig auf der Seite der Frauen, ich hätte kein Problem mit einer Frau, die z. B. 25% mehr verdient (ohne ihr auf der Tasche zu liegen), auf der Karriereleiter 1 oder 2 Stufen höher steht etc. pp. Ich habe aber den Eindruck, dass für viele Frauen selbst kleine Unterschiede nach unten inakzeptabel sind. Ich finde Grips und Selbstbewusstsein durchaus sexy.
Ich glaube auch nicht, dass es so konkret um ein oder zwei kleine Stufen der Karriereleiter geht, sondern um noch fundamentalere Stufen (Universitätsabschluss > Bachelor / Fachhochschule > gehobene Ausbildung > einfache Ausbildung). Auch 25% Gehalt sind sicherlich nicht die Welt und können durch eine ordentliche Beförderung ausgeglichen werden.
 
  • #78
Männliche Akademiker interessieren sich in erster Linie für eine Frau und nicht dafür, ob sie Akademikerin ist. Das ist ein völlig untergeordnetes Kriterium. Man sollte die Person auserwählen, die man liebt, und nicht weil sie dies oder das mitbringt.

Die Luft wird für Akademikerinnen ab 30 deswegen dünner, weil davon auszugehen ist, daß sie keine Kinder wollen und nur nach oben daten. Die passenden Männer sind bis dahin schon lange verheiratet oder vergeben.

Ich suche mir die Frau, die mir am besten gefällt und zu mir paßt.
 
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  • #79
Ich glaube auch nicht, dass es so konkret um ein oder zwei kleine Stufen der Karriereleiter geht, sondern um noch fundamentalere Stufen (Universitätsabschluss > Bachelor / Fachhochschule > gehobene Ausbildung > einfache Ausbildung). Auch 25% Gehalt sind sicherlich nicht die Welt und können durch eine ordentliche Beförderung ausgeglichen werden.

Es gibt Menschen z.B ich, die wollen gar nicht befördert werden, mehr als 2 Schnitzel am Tag tun mir nicht gut und die die Luft im Karriereolymp verdammt dünn finden, ich wär gern ein Schreinermeister...
 
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  • #81
<MOD: Sticheleien werden nicht veröffentlicht!>

Nichtsdestotrotz scheine ich voll im Trend zu liegen: Mein Freund hat eine Ausbildung - und ja, sehr theoretische Diskussionen sind nicht möglich, ist mir aber gleich. Die führe ich eben mit anderen. Davor hatte ich einen Juristen (Uni) und einen ITler (Uni) und konnte mit diesen überhaupt nichts anfangen. Dennoch denke ich tatsächlich, dass ich eine Ausnahme bin, weil ich recht losgelöst von den Rollenbildern bin, sei es innerhalb der Familie oder im Arbeitsleben. Aus dem Grund bin ich ebenfalls der Meinung, dass sich das "Abwärtsdaten" nicht durchsetzt. Ich habe dieses unbewusst getan und fühle mich mit meinem Freund sehr wohl.
 
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  • #82
Das kann ich gut verstehen. Mir ist auch an einem gesunden Verhältnis aus Freizeit und Beruf gelegen.

Das ist aber genau das Problem, ein guter Bergsteiger (bin ich), der nicht gleichzeitig nach beruflichen Gipfeln strebt ist wenig attraktiv, ich verstehe es nicht weshalb der Job und die akademische Qualifikation so wichtig sein soll, ich hab die Titelchen und sie langweilen mich, von Tag zu Tag mehr....
 
  • #83
Das ist aber genau das Problem, ein guter Bergsteiger (bin ich), der nicht gleichzeitig nach beruflichen Gipfeln strebt ist wenig attraktiv, ich verstehe es nicht weshalb der Job und die akademische Qualifikation so wichtig sein soll, ich hab die Titelchen und sie langweilen mich, von Tag zu Tag mehr....
Ich glaube, es geht nicht um Titel oder nur das Geld oder einzelne Facetten, sondern um das Komplettpaket. Mit Intelligenz, Qualifikation, Kompetenz und Beruf verändert sich das soziale Umfeld, die Interessen, Lebensgewohnheiten, Ansprüche. Man möchte eben ähnliche Lebenswege gehen und dazu gehört meistens eben nicht nur ein ähnliches Ziel, sondern auch ein ähnlicher Ausgangspunkt, um im Bild zu bleiben.

Ich habe wirklich die Erfahrung gemacht, dass Handwerker oder einfacher Ausbildungsberufe keine dauerhaft attraktiven Gesprächspartner sind, sie völlig inkompatible Freundeskreise haben, auf völlig anderem, niedrigeren Niveau nachdenken, diskutieren und argumentieren und ganz allgemein andere Vorlieben, Ansprüche und Erwartungen an das Leben haben. Da sind mir eben die meisten Akademiker näher -- gewiss nicht alle, aber eben bedeutend mehr als andersherum. Zu einfach strukturiert geht einfach nicht, ist auf Dauer unerfüllend und langweilig.
 
  • #84
I. Zu einfach strukturiert geht einfach nicht, ist auf Dauer unerfüllend und langweilig.

Da stimme ich dir widerstrebend zu, aber es war ein bleibendes Erlebnis für mich, dass ich mit vielen Titeln (MINT, etc) durch die Aufnahmeprüfung für ein Handwerk gefallen bin, ich hatte auch eine Partnerin der höchsten Ausbildungsstufe, intellektuelle Gespräche waren selten, Geist erreicht einen manchmal da, wo man ihn am wenigsten erwartet...
 
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  • #85
Außerdem gehe ich davon aus, dass die Mädchen von heute deutlich mehr Familie realisieren und mehr Kinder haben werden. (Aktuell hat Deutschland bekanntlich die wenigsten Kinder im Vergleich der europäischen Länder.)

Ich denke, die Jüngeren werden einfach den Anspruch auf Familie und Kinder realisieren und die Werte entsprechend setzen. Dafür wird es soetwas wie "Downdating" vielleicht mehr geben als heute oder auch nicht, es wird nicht d e r Grund für mehr Familie und Kinder sein.
 
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  • #86
Außerdem gehe ich davon aus, dass die Mädchen von heute deutlich mehr Familie realisieren und mehr Kinder haben werden. (Aktuell hat Deutschland bekanntlich die wenigsten Kinder im Vergleich der europäischen Länder.)

Ich denke, die Jüngeren werden einfach den Anspruch auf Familie und Kinder realisieren und die Werte entsprechend setzen. Dafür wird es soetwas wie "Downdating" vielleicht mehr geben als heute oder auch nicht, es wird nicht d e r Grund für mehr Familie und Kinder sein.

Ich gehöre vermutlich zu den Jüngeren hier und muss dich leider enttäuschen: In meinem Umfeld kenne ich keine Frau, die den Wunsch nach vielen Kindern (mehr als 2, zwar traurig, aber für Deutschland eben der Fall) hat. Wie auch, keine wäre bereit, ihren Job aufzugeben. Warum sollten auf einmal junge Frauen auch so umdenken?
 
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  • #87
Aber was bitteschön ist so schwer, ein wenig geistige Flexibilität zu zeigen? Diese "festverdrahtet" Märchen helfen doch auch nicht weiter. Wenn ich nicht den Top-Job beim Wunsch-Arbeitgeber bekomme, dann bemühe ich mich auch um einen anderen.

Man kann sich doch "ein wenig" in seiner fixen Einstellung ändern. Natürlich, Top-Managerin und Langzeitarbeitsloser, das passt wohl nicht. Es ist m.M. nach eine Frage der "Stufen". 1-2 Ebenen nach oben und unten ist ok, darüber in der Tat meist schwierig. Dieses "intellektuelle" Getue kann doch auch eine Ausrede sein, um sein eigenes Verhalten nicht ändern zu müssen.

Ich bin selber Uni-Ing. in leitender Position. Trotzdem denke ich nicht, dass ich automatisch "intellektueller" bin, als ein Techniker. Ich habe eben nur mehr Ing.-Mathe usw. gelernt. Allein deswegen bin ich werder ein besserer noch ein schlechterer Gesprächspartner.

Ich sage ehrlich, dass mich Theater usw. nicht so interessiert. Ich interessiere mich gern für Technik und andere Menschen / Kulturen.

Mein pers. Fazit: Wer etwas(!) seinen Horizont erweitert, steht sich dann häufig weniger im Weg. Wenn überhaupt kein Umdenken stattfindet, hätten wir exakt die gleichen Rollenmuster wie vor 1000 Jahren, das ist doch auch nicht gut. (Und man kann auch zu einem Menschen aufblicken, weil man ihn als Persönlichkeit respektiert und nicht nur, weil er das Alpha-Tier ist - oder vorgibt zu sein.)
 
  • #88
Aber was bitteschön ist so schwer, ein wenig geistige Flexibilität zu zeigen?
Ich glaube, kaume iner geht da rational ran. Man muss einen Mann einfach toll finden, ihn bewundern, es muss einfach passen in ganz vielen Facetten. Das kann man doch nicht bewusst entscheiden! Ich kann doch nicht sagen "Wow, ab morgen bewundere ich auch Gebäudereiniger!" -- wer kann das schon?

Wir rationalisieren und analysieren hier natürlich viele Aspekte der Partnersuche, aber in der Praxis verliebt man sich einfach in die, die man toll findet. Und genau dieses Tollfinden tritt eben bei manchen ein und bei anderen nicht. Das hat nichts, aber auch gar nichts, mit geistiger Flexibilität zu tun.
 
  • #89
Frederika sagt es schon richtig.

Leute, die ungebunden sind, neigen oft dazu, in Schemata zu denken. Wenn es dann mal richtig "knallt", wird das alles völlig unwichtig.

Friseurinnen oder Verkäuferinnen sind im Kopf oft flexibler als verkopfte Akademikerinnen. Es geht nicht nur darum, was man im Kopf hat, sondern auch darum, daß man auch über sowas wie Sozialkompetenz verfügt.

Soll heißen:
Wer mir mit der Einstellung kommt "Ich habe dies und das studiert, kann dies und das, und habe damit Anspruch auf dies und das.", braucht sich bei mir nicht zu melden. Das einzige, was wichtig ist, ist aufrichtige Liebe. Dafür brauche ich weder nach unten noch nach oben zu daten.
 
  • #90
Wir rationalisieren und analysieren hier natürlich viele Aspekte der Partnersuche, aber in der Praxis verliebt man sich einfach in die, die man toll findet. Und genau dieses Tollfinden tritt eben bei manchen ein und bei anderen nicht. Das hat nichts, aber auch gar nichts, mit geistiger Flexibilität zu tun.

[Mod: Disqualifizierender Kommentar entfernt.] Frauen, die einen Partner suchen, wie andere einen Teilhaber und eine Ehe wie eine Firmengründung aufziehen wollen, sollten solche Jungmädchenforderungen etwas zurückstellen.
Sonst klappt das nicht mit HausKinderEheaufewig oder nur auf den letzten Pfiff mit dem nächstbesten, der bei Drei nicht auf dem Baum ist.
Ich habe tatsächlich lediglich rationale Gründe gegen Downdating. So ein Mann käme mit mir nicht zurecht, das gäbe Streß und ich hätte keine Lust, mich in derPartnerschaft zu verstellen.
Ausreden hatte ich noch nie ein Problem, auf meinem Level ohne lange Suche einen Partner zu finden. (Nach oben daten interessiert mich übrigens nicht die Bohne.)
 
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