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  • #1

Dritte Lebensphase - Was sind eure Werte in Beziehungen?

Liebes Forum,
wie geht es denjenigen von Euch, die nicht in einer festen Beziehung - auch nicht in einer Sexbeziehung sind: Was sind die wichtigen Werte für eine mögliche Beziehung in der dritten Lebensphase - also so ab 60 aufwärts ?
- Sex
- Gespräche
- gemeinsame Freizeit
- nicht-Alleine Sein ( Das ist was anderes wie gemeinsame Freizeit !
- Sonstiges
Danke w 55

Titelfrage wurde angepasst.- Die Moderation
 
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  • #2
das ist wichtig:

1. wenn schon eine neue Liebe, dann eine romantische, mit Kerzenschein, stilvoll Essen, Zeit genießen, mit Sex. Im Alter drängt keine Familiengründung mehr, man muss nix. Eigentlich kann man ganz unbewschwert denken.
Was nicht mehr geht: eine zweckgerichtete Partnerschaft, die braucht Frau nicht mehr,
Er muss deshalb "Selbstversorger" sein, auch sein eigener "Seelenklempner".
2. Gemeinsame Freizeit. Es ist spannend jemanden kennenzulernen, der einen ganz anderes Lebensumfeld hat als man selbst: am besten in einer anderen Stadt, an einem anderen Ort.
3. Gespräche: die sind für mich nicht so wichtig, da gibt es anderer Anlaufstellen.

Einfach nochmal anfangen, wie mit 20, nur erfahrener und gelassener, mit dem beruhigenden Wissen, nicht mehr "verpassen können"
Wenn man selbst so alt ist, denkt man genauso wenig ständig an sein Alter wie mit 40.
w
 
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  • #3
Irgendwann ist das Thema 'Kinder' keins mehr, die anderen Dingen haben sich für mich (w) nie geändert: Beziehung ist eine Solidargemeinschaft in guten und schlechten Zeiten.

Sich treffen, um mal was zu unternehmen, sich eine Ration Sex abzuholen, die positiven Dinge mitzunehmen und wenn man Hilfe/Unterstützung und Nähe braucht, nicht da zu sein, ging für mich noch nie.

Irgend einen Partner haben zu wollen, nur um nicht allein sein zu müssen, ist für mich auch noch nie ein Thema gewesen, diese Art Kompromiss brauche ich nicht. Wenn es nicht wirklich passt, kann ich sehr gut mit mir in meinem Leben etwas anfangen.

Die körperliche Komponente einer Beziehung ist noch immer wichtig - war aber NOCH NIE - das Allerwichtigste für mich.

Ich gehöre zu denen, die immer genau hingeschaut haben, nie Kompromisse machten, nur aus lauter Angst, vielleicht Single zu bleiben. Insofern habe sich die Kriterien für eine Beziehung für mich nicht verändert.
 
  • #4
Dritte Hälfte? Die jenseits des Hades?

Das ist mir echt zu technisch, was mir wichtig ist ist ausser der Kinderaufzucht dasselbe wie jetzt auch. Es ist einfach schön eine Partnerschaft zu leben, gemeinsames tun, erleben, gegenseitige Unterstützung, natürlich auch Sex (besseren denn je ;-)) und das auch jenseits der 60.

nicht-alleine Sein?

Die dümmste Motivation der Welt. Das gibt dann Klammeräffchen. Wer nicht gut alleine klarkommt wird auch kein guter Partner sein und macht auch bei der Auswahl viel zu viele schlechte Kompromisse.
 
  • #5
Ich hoffe, daß wenigstens ab 60+ die oberflächlichen Ansprüche wie Körpergröße, Haarpracht, etc. und die launischen Spielchen wie rar machen usw, - endlich aufhören.
Sowas machen vielleicht Teenager, aber passt nicht zu Leuten ab 40+ oder 50+

Und das die Männer ab 60+ nicht pauschal als Vorurteil "Pflegefälle" abgestempelt werden.

Das Wichtigste für mich (m) wäre die Liebe und die feste Partnerschaft.
Bei einem Menschen "angekommen" sein. Mit ihm zusammen das Leben besser erleben können.

Das erfordert auch eigene Freiräume. Mal den Anderen auch für sich lassen. Eben nicht klammern.
Jeder hat in seinem Leben eigene Interessen entwickelt, die er auch im Alter nicht vernachlässigen will. Gerade im Alter scheinen eigene Freiräume besonders wichtig zu sein ?

Ich erlebe auch ältere Paare, die anscheinend immer zusammen sind. Aber das erscheint mir aus Unsicherheit und Gewohnheit. Und ggf. nicht-alleine-sein können.
Aber dies schätze ich nicht so ein bei Paaren, die sich erst im Alter kennenlernen.
Da bringt Jeder seine eigenen Wünsche und Gewohnheiten ein, z.B. davor als Single, und braucht seine Freiräume dazu.

Im Alter kommt der große Hunger nach Erlebnissen. Am liebsten Alles sehen und erleben, solange noch die eigene Lebenszeit. (z.B. mit dem Wohnmobil)
Risiko: Mehr Stress, als erleben.

Also sich zu Beginn gründlich überlegen und konzentrieren: Was will ich noch erleben, und was strebe ich nicht (mehr) an ?
Also genau planen, für was man seine Lebenszeit einsetzen will.
Und dafür den passenden Partner/in suchen, finden und bekommen.

Denn je älter man wird, desto schneller scheint Einem sein Leben abzulaufen.
Rückblickend scheinen Einem die Jahre wie Tage dahin zu fliegen.
Das ist aber rein psychologisch, weil man immer weniger Lebenszeit vor sich hat.
Auch im Alter hat der Tag 24 Stunden, und die Jahre sind gleich lang.

Man soll jede Zeit mit Lust am Leben füllen. Und nicht als Last empfinden, egal welche Lasten man hat.
Und auf seine Gesundheit achten, daß man nicht durch (dauerhafte) Beschwerden eingeschränkt wird.

So das man am Ende zufrieden ist, mit seinem Leben.

(m,53)
 
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  • #6
Ich kann als Mann nur von meinen Erfahrungen bei der Suche nach einer neuen Partnerin berichten.
Mit Mitte 40 waren Frauen auf dem Markt mit Kindern, die Hilfe im Leben erwarteten. Wurde das Thema Sex angesprochen, dann ergab sich kein Kontakt. Und das war für beide Seiten gut so.
Mit Mitte 50 bis 60 dachte ich, dass wegen des zahlenmäßigen Verhältnisses der Geschlechter es doch möglich sein müsse, eine neue Partnerin zu finden. Aber das ist mir auch nicht gelungen.
Eine Seglerin wollte nur wissen, ob ich das Boot ihres verstorbenen Mannes fahren würde. Sex wollte
sie nicht mit mir. Dabei hatte sie Übergewicht und zu hohen Blutdruck, also ein zukünftiger Pflegefall.
Eine attraktive Frau wollte mit 60 Jahren keinen Sex in der Beziehung. Eine andere wolllte durchaus Sex, aber sie wollte nicht, dass ich zusammen mit ihr wohnte. Sie wünschte eine Feierabendbeziehung. Also zusammengefasst: Es waren immer bestimmte Leerstellen im Leben der Frau, die ich als Mann ausfüllen sollte. Dazu gehören natürlich auch gemeinsames Freizeitverhalten, was auch nicht ganz einfach zu finden ist: Wenn der Mann gerne in den Bergen wandert, die Frau aber nur auf Mallorca Urlaub machen möchte oder gar nur Schiffsreisen liebt, kommt bei abweichenden Interessen auch keine Beziehung zustande. Der Wunsch nach Sex ist eher beim Mann verbreitet. Frauen in dem Alter (ab 60) wollen meist keinen Sex mehr. Diese Frauen finden dann keinen neuen Partner:
Also entweder man sucht als Frau einen wirklichen OPA, dann wird von ihr kein Sex verlangt werden, aber sie kann den Partner betreuen oder Frau will keinen Opa sondern einen aktiven Mann, der noch ein Paar Hormone zu bieten hat, dann muss sie aber auch zu Sex bereit sein.
Ab Ende 60 kann man die Suche nach einem Lebenspartner einstellen, dann ist die Gefahr von
plötzlichen schweren Krankheiten groß.
 
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  • #7
Die meisten Menschen teilen sich ihre Lebensenergie ab ca. 65 ein. Entweder sind sie in einer eingespielten Beziehung, in der die meisten Probleme beharkt sind oder sie halten Kontakt mit Familie und Bekannten. Neupartnerschaften ab ca. 65 zu starten,funktioniert mal innerhalb des Bekanntenkreises, wenn zwei sich schon vertraut sind. Im Alter meiden die Menschen Energiefresser wie Aufregung,,Ungewissheit und Gefühlschaos. Die Ansprüche an das Leben reduzieren sich auf das Wesentliche. Gesundheit, Frieden,Freude an Kleinigkeiten, Umgang mit Vertrauten, Dankbarkeit für ein sorgenfreies Leben. Es gibt Vereinzelte, die ein "junges Leben" auch noch mit 70 führen können. Ausnahmen und anlagebedingt auf hohem Energielevel.
 
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  • #8
#5:
dann berichte ich DIr mal von meiner Erfahrung:
Ich (44) hatte eine Beziehung zu einem 62-jährigen Mann, den ich sehr, sehr liebte. Wir leben in der selben Stadt. Mein "Kind" ist inzwischen 19, sprich einen Vaterersatz brauche ich nicht!

Ich wollte gerne Sex, er allerdings nur am WE! Max. einmal pro Tag. Deshalb hat er mich ständig in den Dreck gezogen....Von wegen, ich würde an nix anderes denken, was natürlich totaler Quatsch ist.
Weiter ging es mit der Freizeitgestaltung. Außer gemeinsamen Saunabesuchen, Restaurant-und Cafebesuche, samstags ab und an übern Markt gehen, war nix drin. Gemeinsamer Urlaub oder mal übers WE wegfahren? Fehlanzeige!

Außerdem hat er in meiner Gegenwart gerne andern Frauen, vor allem jüngeren hinterher gegafft. Von jeder Ex hat er mir oft und ausgiebig berichtet....

Konfliktbereitschaft: Auch schlecht! Bevorzugtes Verhalten: abtauchen, nicht reagieren, spontan flüchten, wenn es um seine Macken ging.

Da kann ich nur noch sagen: Der muss sich ne andere Idiotin suchen.
Und weil hier so oft Thema: Doch, ich bin schlank, BMI 20, FH Abschluss und verdiene ausreichend für mein Kind und mich.
 
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  • #9
Ich (w, 57) habe garkeine Vorstellung von einer Beziehung in der dritten Lebensphase. Ich bin seit 9 Jahren Singele (nach einer Langzeitehe) und habe mit 54 die Partnersuche eingestellt. Das war mir alles zu oberflächlich. Ich selber hatte nicht den Wunsch mit jugendlichen Models mitzuhalten und die Männer, die sich für mich interessierten, waren mir zu alt. Insbesondere vermittelten mir überaus durchschnittliche Männer den Eindruck, ichnsei nur eine Notlösung, weil sie das gewünschte Modell nicht bekamen und dafür hätte ich zutiefst dankbar zu sein. Ich dachte nur, gehts noch und nein danke. Dabei ist es dann auch geblieben.

Mag sein, dass die Männer mit 60+ zu Verstand kommen. Ich habe keine Lust mehr, mich um eine Beziehung zu bemühen und ich will auch keinen ausgelebten Mann, der dann frustriert ist, dass er zuletzt bei einer alten Schachtel hängen bleiben muss, wenn er nicht allein sein will.

Ich hätte gern einen Partner für eine innige Beziehung, jawohl, auch mit Sex. Jede Frau will Sex, wenn der Mann ihr gefällt - liebe Männer nehmt das einfach mal zur Kenntnis. Ich habe allerdings auf der Partnersuche den Respekt, die Basis für eine Beziehung, vor Männern verloren. Daher bleibe ich jetzt Single, denn mittlerweile habe ich mich darin gut eingerichtet. Ich bin finanziell gut aufgestellt und vielseitig interessiert. Meine Zeit kann ich daher im Ruhestand qualitativ hochwertig füllen.
 
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  • #10
Wenn man als Frau in höherem Alter einen attraktiven, humorvollen Mann finden will, dann muss man zu Sex bereit sein. Es ist nicht die Frage, ob Frau dazu Lust hat, denn seit Viagra, Cialis und Levitra kann ein Mann so alt und krank gar nicht sein, dass er keinen Sex mehr will. Selbstverständlich darf Frau keinen Zweifel an der eigenen Lust aufkommen lassen, denn Mann will ja, dass sie heiss auf ihn ist. Das läßt bei Männern im Alter keineswegs im Kopf nach, auch nicht wenn sie Potenzprobleme haben, dann erwarten sie, dass eine Frau alle möglichen Kunststücke mit ihm anstellt, um ihm in dieser Beziehung auf die Sprünge zu helfen.

Das was ältere Frauen meist wollen, eine angenehme Freundschaft mit einem Mann, mit dem sie verreisen und ausgehen können ohne mit ihm zusammenzuwohnen und ohne sein seelischer Mülleimer, seine Krankenschwester sowie seine sexuelle Gespielin sein zu müssen, das gibt es i.d.R. nicht.

Die Annahme, ältere Frauen würden nicht mehr solche "oberflächlichen" Ansprüche haben hinsichtlich Größe und Kopfhaar ist total daneben, denn gerade im Alter ist Frau situiert, hat Kinder und will nichts Besonderes von dem Mann mehr wie früher, gerade dann macht sie kaum noch Kompromisse, warum auch?

Das Tragische: In der Jugend wollen Frauen meist feste Beziehungen und Familie gründen und junge Männer wollen oft frei sein und im Alter, wenn Frauen das meist hinter sich haben und nur noch nette Gesellschaft suchen, dann fangen Männer an zu klammern und wollen mangels Potenz nicht mehr mehrere, sondern nur noch eine (Sexual)Partnerin und eine Frau die sich um sie "kümmert", d.h. mit ihnen zusammenwohnt, ihr Gejammer anhört, ihre Sorgen teilt und ihnen Gesellschaft bei ihren skurilen Hobbies leistet und das will sie dann meist nicht mehr.
 
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  • #11
An den Poster der schreibt, die Frau MUSS zu Sex bereit sein, wenn sie einen humorvollen usw. Mann will. Wenn ein Teil eines Paares Sex machen MUSS dann ist das keine Partnerschaft sondern ein Escort-Geschäft. Soweit mal zur Klarstellung.

Möglicherweise sind Männer - statistisch gesehen - nur dann bereit, eine neue Beziehung einzugehen, wenn Sex mit dabei ist. Das beantwortet aber die Frage nicht ob sie als Eigenleistung
- finanzielle und organisatorische Selbständigkeit
- eigener Interessen und Freundeskreis ( sind zwei Paar Schuhe)
- eigene Lebensplanung für das "hier und jetzt" - nicht im Sinne von Poona, sondern ganz realistisch bodenständig - mit Ideen für heute - für nächsten Monat - für nächstes jahr -
- Kompromissfähigkeit auf Gegenseitigkeit
haben. Vermutlich sind Frauen - ebenfalls statistisch gesehen - nur dann zum Sex in einer neuen Beziehung bereit - ggf. gerne bereit - wenn die vier essentiellen Essentials ( neudeutsch für grundsätzliche Grundregeln) vorliegen.

Mögicherweise sind Frauen und Männer in diesem Alter wegen dieser Punkte inkompatibel. Die Frauen bieten die vier Essentials und würden Sex akzeptieren, die Manner fordern, dass Frauen Sex haben müssen und dann vielleicht und unter Umständen und möglicherweise lassen sie sich auf einen halben Essentialpunkt ein.

Bernd 50 gehört nicht zum statistischen Normalfall.
 
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  • #12
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Das was ältere Frauen meist wollen, eine angenehme Freundschaft mit einem Mann, mit dem sie verreisen und ausgehen können ohne mit ihm zusammenzuwohnen und ohne sein seelischer Mülleimer, seine Krankenschwester sowie seine sexuelle Gespielin sein zu müssen, das gibt es i.d.R. nicht.

i.d.R. gibt es das nicht, aber ich pflege so eine Freundschaft. Wir sind beide ü60, haben uns vor 5 Jahren (unter 60 Jahre) kennengelernt. Beide haben die eigene Wohnung als Rückzugsgebiet, wir verreisen sehr oft zusammen, wohnen aber nicht zusammen (manchmal an den Wochenende). Wenn es dem Anderen schlecht geht, dann wird auch mal die "Krankenschwester" gegeben. Und seine sexuelle Gespielin bin ich auch nicht. Wir beide legen keinen Wert auf Sex, mehr auf gemeinsame Erlebnisse.
 
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  • #13
Ich gehöre zwar noch nicht in diese Phase, aber mein Partner. Er sagt, für ihn sind es die gleichen Sachen, wie auch mit 35 (natürlich mit eiiiiinigen Toleranzen). Dazu gehört, der Bauchumfang muss nicht mehr superschmal sein wie mit 20 und ja... das Haar verändert sich und sonstige Lapalien. Man würde gerne noch in die Disko gehen, aber man ist zu geschafft.

Es schleichen sich in dem Alter natürlich Routinen ein, wie z.B. ein festes Wochenprogramm: Jeden Dienstags Essen gehen und zwar genau in dem einen Lokal, Mittwochs Kegelabend, Donnerstag Kaffee und Kuchen bei Müller, jeden Freitag Abend grillen. Davon lassen sich insbesondere Männer nicht aus der Ruhe bringen. Allerdings ist es bei jüngeren Leuten ja so ähnlich oder? Da ich selber ein ziemlicher Freigeist und Chaot bin und gerne ohne Plan lebe, muss ich bei meinem Partner häufiger mal ein Auge zukneifen, weil ich so eine gemütliche Routine in meinem Alter noch nicht gewohnt bin.
 
  • #14
Lach mich tot - sorry - ich bin 50 und bezeichne mich wirklich als sinnliche und für mein Alter sehr schlanke und sportliche Frau, DENNOCH hat Sex für mich nicht den ersten Stellenwert, ich habe nichts gegen Sex -in einer stabilen Partnerschaft- habe ihm aber noch nie die Nr. 1 in Beziehungen und überhaupt in meinem Leben gegeben.

Bei jüngeren Leuten könnte ich aufgrund des hohen Hormonpegels da noch zustimmen, was Sex anbelangt, aber ab Mitte 40 und darüber schmunzel ich nur, wenn ich da lese, ja der Sex muss da unbedingt noch vorrangig sein - Blödsinn - sag ich da.

Mir ist ein zärtlicher Mann, der liebevoll ist, intelligent und eloquent, selbstsicher und weitblickend wichtiger für eine Bindung als ein Typ, der ständig noch den alternden Hengst abgeben will oder glaubt es wollen zu müssen. Dieser Druck nach Sex ist einfach ab einem gewissen Alter lächerlich.

Körperliche Zuwendung: ja, ist mir auch wichtig, allerdings brauche ich Sex nicht unbedingt.
Es kann sich je nach Situation wenn echte Gefühle und Vertrauen im Spiel sind natürlich ergeben, aber als dauerkopulierende Partnerin würde ich mich nie sehen - und ich weiß dass es Männer gibt, die ähnlich gestrickt sind - zum Glück.
 
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  • #15
Machen wir uns doch nichts vor.
Menschen sind wie Möbel.
Gehörst Du zu den Antiquitäten, finden sich immer Liebhaber:

In der Jugend schön oder rassig, gut gealtert, schönes Umfeld und mit sich und der Welt zufrieden.

Normalsterbliche altern nicht im UschiGlas- IrisBerben-
MaximilianSchell-Stil.

Da steht halt ein abgewetztes, leicht aus der Zeit gefallenes Möbelstück. Das ist normal. Nur dieses nicht-wahrhaben-wollen ist grausam und führt dann zu diesen unsäglichen Reinfall- Geschichten im Alter.
 
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  • #16
Ich glaube, ich lebe in einer anderen Welt.
Wenn ich das lese, dass Frauen keinen Sex mehr wollen oder dazu bereit sein "müssen" - nein, ich WILL noch Sex. Ich bin 60 und mein Freund ist 61 und es war für uns nie eine Frage. Es kam zu Sex, weil wir es beide wollten und noch immer wollen. Unsere Nächte sind meist zu kurz für das, was wir uns gegenseitig Gutes tun möchten.

@#5
Versteh ich nicht, was erwartest du? Sind es die Frauen, die Ansprüche stellen oder nicht doch DU?

Ja, Frauen haben Ansprüche. Die Eine sucht einen Mann, der mit ihr gemeinsam segelt, die Andere sucht einen Mann für den Badeurlaub. Eine Frau möchte mit DIR keinen Sex (wer sagt, dass sie ihn nicht mit einem anderen Mann möchte), eine andere Frau möchte nicht mit dir zusammenleben.
Gut, so ist es eben. Aber auch DU hast deine Vorstellungen und nimmst nicht jede Fau. Die Eine ist dir zu dick und die Andere hat die faslchen Hobbies.
Du siehst dich zu sehr im Mittelpunkt der Welt und glaubst, dass DU richtig bist. Es muss also an den Frauen liegen.
So ist es aber nicht. Diese Frauen und Du passen einfach nicht zusammen, aber das ist ebenso deine Schuld (wenn man hier überhaupt von Schuld sprechen kann).

Ja, ich möchte Sex - aber sag mir einen vernünftigen Grund, warum ich Sex mit einem Mann haben sollte, der mir nicht gefällt.
Es ist ein Irrglauben, dass Frauen ab 60 keinen Sex mehr haben wollen, sie wollen ihn mehr und hemmungsloser als in jungen Jahren. Es ist nur schwer, einen netten, gepflegten und aufgeschlossenen Mann zu finden, der nicht starr an seinem alten Leben festhält sondern sich auch für das Leben der Frau interessiert.
Mir ist es schon oft so ergangen, dass Männer mir vorschreiben wollten, wie ich mit ihnen zu leben habe. Aber ich bin auch schon erwachsen und habe meine Erfahrungen gemacht, ich möchte, dass ein Mann auch mal das macht, was ich möchte. Eben auf Gegenseitigkeit. Und das ist schwer, weil man eben nicht mehr 20 ist.
 
  • #17
Ich lese hier mit großem Staunen, über Erfahrungen der Frauen mit manchen Männern ab 60+.
Selbst in dem Alter sind diese Männer noch m.E. egoistisch und primitiv.

Wenn die Frau auch ab 60+ Sex haben will, ist das ok. Aber sie will nicht dazu vom Mann gezwungen werden.

Umgekehrt würde es mich als Mann wundern, wenn in einer festen Beziehung die Frau Alles mitmachen würde, auch küssen, aber keinen Sex wolle. (obwohl sie könnte)
Aber ich würde niemals Jemanden zum Sex zwingen.
Zur Liebe gehört auch die Lust dazu. Und zur Lust gehört auch Sex dazu.
(Relativ seltene Ausnahmen davon)

Auch ab 60+ ist das sich innig liebende Paar, daß miteinander glücklich ist - noch längst nicht die Regel.

Ich erlebe auch ab 60+ tlw. sehr üble Partnerschaften, wo entweder die Männer oder die Frauen üble Täter sind, und den Partner/in extrem ausnutzen.
Aber zu meiner großen Verwunderung sich deren Opfer das gefallen lassen. Aber nicht aus Abhängigkeit, sondern Hörigkeit, oder Angst vor dem Alleinsein, etc.

z.B. das die Frau sich als hilflos und hilfsbedürftig darstellt, um den Mann dazu zu bringen, für sie im Haus und Hof zu arbeiten. Dafür wird der Mann gut versorgt, mit Essen etc. aber ggf. keine Liebesbeziehung (oder nur vorgetäuscht ?) und erst recht keinen Sex.

Oder das Paar betreibt Sex, aber die ältere Frau (in diesem Fall Ende 50) wird dabei ggf. brutal ausgenutzt. Die Frau lässt es über sich ergehen, um überhaupt noch Sex zu bekommen ?

Eine ältere Frau habe ihren "Pascha" inzwischen sogar geheiratet.
Obwohl sie selbst mit ihren chronischen, starken Rückenschmerzen jeden Tag für diesen Mann kocht. Weil er stets punkt zwölf Uhr sein Mittagessen auf dem Tisch verlangt.
Auch hier vermute ich: Angst vor dem Alleinsein, und gar keinen Mann mehr zu bekommen.

Eine ältere Frau (66) heiratete einen Quartalstrinker (59), obwohl sie alleine finanziell gut da stand, und immer noch erfolgreich selbständig tätig war.
Nach acht Jahren Ehe starb er im Alkoholrausch, weil sein Körper den Alkoholmißbrauch nicht mehr verkraftete.
Bernd 50 gehört nicht zum statistischen Normalfall.
Stimmt - und darauf bin ich stolz - (danke für dieses Kompliment an #10) - aber wen interessiert es ?

Warum kann oder will die Mehrheit der Männer nicht so normal sein, wie die Frauen sich das lt. ihrer Profiltexte wünschen ? (Egal in welchem Alter)

Mir scheint, das mein Maßstab von Normalität (als Mann) bzw. Vorstellung einer Beziehung, in dieser Welt nicht normal ist oder nicht als normal gilt.

Ich bin kein Frauenversteher mehr. Mir ist es zu kompliziert geworden, Frauen zu verstehen.
Sollen sie doch machen, was sie wollen. Aber ihren Profiltexten glaube ich nicht mehr.
Egal in welchem Alter sie sind.

Wenn die Männer mehrheitlich nicht so sind, wie die Profiltexte der Frauen sich wünschen.
Und die Profiltexte der Frauen nicht das darstellen, was diese Frauen in Wirklichkeit haben wollen,
kommen dann Angebot und Nachfrage trotzdem zusammen ?

(m,53)
 
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  • #18
was #16 da aufzählt, was Frauen sich ab 60 alles gefallen lassen, das ist nicht die Norm!
Mich stört in meiner Altersgruppe das "Festgezurrtsein", das gilt für Frauen und Männer. Diese ganzen Listen mit gewünschten und nicht mehr gewünschten Eigenschaften verweisen auf Unflexibilität und Bequemlichkeit. Ich habe das bei der Partnersuche auch erlebt: bevor du dich versiehst, füllst du eine kleine Lücke in einem "festgelegten Stundenplan" zwischen Reisen, Fußball, Flohmarkt.
Das sind keine Werte, die ich mir ab 60 vorstelle.
Ich wünsche mir die gleiche Flexibilität wie bei der ersten Liebe.
Es sind aber auch viele dabei, die gerade aus dem Berufsleben ausgeschieden sind - und die jetzt meinen gegen drohende Orientierungslosigkeit einen überschaubaren Lebensplan entwerfen zu müssen.
Ein Wert ist für mich "Furchtlosigkeit vor dem Altern", das ist sogar eine Bedingung an den Partner, einen Angsthasen möchte ich nicht. Angst vor dem Altern wird nicht durch einen jüngeren Partner kompensiert, auch nicht durch "viel Reisen" , das ist eher ein Davonrennen vor der Wirklichkeit.
 
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