• #1

Drückt sie sich vor einer Entscheidung?

Hallo,
meine Frau hat mir vor 4 Wochen eröffnet, dass sie sich nach 32 Jahren von mir trennen wird. Ich fiel aus allen Wolken. Klar, es gab auch Anzeichen. Die letzten Monate waren nicht einfach und oft war das Schweigen angesagt.Aber in der letzten Zeit hatte ich das Gefühl ,wir wären wieder auf dem richtigen Weg. Wir haben endlich wieder mehr miteinander unternommen.Nach langem Nachbohren und immer wieder Verneinung von ihr hat sie letztlich zugegeben, dass es auch schon einen neuen gibt.OK, ich weiß, dass er nicht der Grund für die Trennung ist, sondern evtl. der Auslöser.Sie sagt, sie trägt sich schon seit langer Zeit mit dem Gedanken. Auf meine Frage nach ihrem Plan sagte sie, dass sie keinen hätte und ich müsse wissen, wie es weitergehen soll. Ich bin erst einmal in eine Ferienwohnung gezogen. Anfang der letzten Woche hat sie mir dann in einem Gespräch wieder leise Hoffnungen gemacht, dass es einen Neuanfang irgendwann geben könnte. Sie bräuchte aber Zeit. Gleichzeitig bat sie mich, mit meiner für sie überstürzten Suche nach einer Wohnung aufzuhören. Am nächsten Tag bekam ich von ihr einen Hinweis auf eine Wohnung, den sie von ihrer Freundin bekommen hat. Gestern Abend gab es wieder ein sehr emotionales Gespräch, weil ich mit ihr über ihre Zukunftspläne sprechen wollte. Das Gespräch verlief vollkommen anders als von mir erwartet oder geplant.Sie überließ wieder mir die Entscheidungen. Eigenes Konto oder gemeinsam: wie ich will. Was dürfte ich aus dem gemeinsamen Haus mitnehmen: was ich will. Was möchte sie unbedingt behalten: weiß sie nicht. Sie brach in Tränen aus und sprach wieder von einem evtl. Neuanfang. Und sie braucht Zeit. Das wird nicht in 14 Tagen sein und dass wir auch die räumliche Trennung erstmal brauchen. Für mich machte es den Eindruck, als sei sie auch vollkommen mit der Situation überfordert und weiß selbst nicht was da mit ihr passiert.
Am Tag zuvor hatten wir uns gemeinsam eine Wohnung für mich angesehen und sie gab mir zu verstehen, dass ich die nehmen soll. Heute Abend trifft sie sich aber auch wieder mit ihrem Neuen. Und nun kommen bei mir natürlich Fragen auf.
1. Sie ist wirklich selbst total verwirrt und weiß nicht was sie eigentlich will und zieht einen Neuanfang tatsächlich in Betracht.
2. Sie versucht mich an der langen Leine zu halten, damit sie noch jemanden hat, der auch für anstehende Arbeiten am und im Haus zur Verfügung steht
3. Sie versucht niemandem mit einer evtl. Entscheidung weh zu tun.
Ich kenne meine Frau eigentlich sehr genau. Aber in dieser Situation bin ich überfragt. Kann es wirklich sein, dass sie einen Neuanfang in Betracht zieht und gleichzeitig mit einem anderen ins Bett steigt?
Ich bin völlig ratlos und weiß nicht, wie ich mich verhalten soll.
Letztlich liebe ich meine Frau und ihr Glück liegt mir am Herzen. Und wenn das nur ohne mich geht dann ist das so.
Das habe ich ihr auch so zu verstehen gegeben. Ebenso, dass ich immer für sie da sein werde, egal was passiert.
 
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  • #2
Mir drängt sich beim Lesen vorrangig eine Frage auf: Warum zieht deine Frau nicht erst einmal in die Wohnung, die ihr eine Freundin empfohlen hat? Im einem der zahlreichen Threads zu ähnlichen Fragen wie deiner (nutze die Suchfunktion) wurde dem verlassenen Ehemann dringend davon abgeraten aus dem gemeinsamen Haus auszuziehen. Welche juristischen Rahmenbedingungen da eine Rolle spielen, weiß ich mangels Erfahrung nicht.
Grundsätzlich wirkst du auf mich wie ein Mensch in Schockstarre - was nicht verwundert: Sie gibt dir zu "verstehen", in welche Wohnung du ziehen sollst? Das zukünftige Glück deiner Frau darf dir gerne am Herzen liegen, aber mit einer devoten Grundhaltung trägst du nicht zu deiner Attraktivitätssteigerung bei. Momentan scheint sie im Rausch der Gefühle für den anderen Mann festzuhängen - souveränes Auftreten deinerseits und ein paar Forderungen durchsetzen, das verleiht dir zumindest Respekt. Lass dich nicht an die lange Leine legen, am Haus würde ich erst einmal gar nichts mehr werkeln.
 
  • #3
Hört sich das traurig an, nach so vielen Jahren. Ich denke dass sie etwas vermisst und bei dem Anderen gefunden hat.

Ich versuche mich jetzt mal in Ihre Lage zu versetzen: wenn mein Mann mich fragen würde was wir anders machen können und kämpfen würde dann würde ich niemals für eine Affäre oder einen Warmwechsel meine Ehe aufgeben.

So wie sich das anhört ist sie wirklich unsicher, wahrscheinlich weil Du so nett reagierst. Und noch die Wohnung mit ihr besichtigst. Liebt ihr Euch denn überhaupt ? Lohnt es sich der Liebe wegen zu kämpfen ?

Oder seid ihr nur noch aus Gewohnheit zusammen ? Dann natürlich kann schon jeder seine eigenen Wege gehen, aber ich würde dann mal schön den Neuen das Haus instandhalten lassen.
 
  • #4
Mit ihm trifft sie sich derzeit nur 2x die Woche. Sie lässt ihn nicht in ihren Alltag. Will scheinbar das spannende, verbotene bewahren.
Meine Wut ist im Moment so groß das ich am liebsten den Spieß umdrehen möchte. Das sie in die Ferienwohnung zieht und ich im Haus bleibe.
Sie verzichtet auf nichts. Sie hat Haus, Kinder, Geld, Auto und einen Liebhaber.
Ich sitze in einer kalten, ungemütlichen und zügigen FeWo.
Aber würde das nicht mehr kaputt machen als helfen?
Mir tun die Kinder leid. Obwohl schon groß (19 und 22) haben sie ganz schön zu knabbern. Besonders meine große.
Meine Frau hat den beiden gestern Nachmittag nur per WhatsApp mitgeteilt das sie spät kommen würde. Da fragte die große Tochter gleich nach ob es zumindest so früh werden würde das man sich noch sieht vor der Nacht.
Auch sagt meine Frau nur das sie spät kommt, nennt das Kind aber nicht beim Namen.
Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Kann das ganze nicht einordnen.
 
  • #5
Nehme deine Wut, die endlich hochkommt, ernst - für dich. Nutze sie als treibende Energie, aber nicht für emotionale Diskussionen. Als ich mich getrennt habe nach 12 Jahren Partnerschaft, bin ich ausgezogen - nicht er. Zumindest war das mittelfristig die einzige Entscheidung, mit der für beide Beteiligten ein Mindestmaß an Respekt gewahrt wird: Wer sich auf einen neuen Menschen einlassen möchte, muss dafür m. E. auch aus der Komfortzone heraustreten. Deine Frau hat dir den unangenehmen Teil der Ehekrise übergeholfen - du sitzt in der zugigen Ferienwohnung.
 
  • #6
Eine schlimme Situation für dich, aber super, dass du deine Wut zügelst und nicht unbesonnen reagierst. Das würde tatsächlich alles nur noch schlimmer machen und den Rückweg verbauen.

Als ich deine Schilderung gelesen habe, war mein erster Eindruck,
dass deine Frau doch sehr gerne mit dir zusammenbleiben würde. Sie hat keine Wünsche hinsichtlich der Wohnungseinrichtung oder getrennten Konten. Es scheint, als ob sie eine endgültige Aufteilung zwischen euch vorerst noch scheut.
Vielleicht fehlt ihr, dass du dich mehr um sie bemühst. War das der Grund, weshalb es erst zu der Trennung kommen konnte?
Könntest du sie fragen: was brauchst du, damit wir wieder ein Paar
werden? Vielleicht spricht sie dann über ihre Wünsche.
Dann weißt du wenigstens, wo du ansetzen kannst. Schlage ihr vielleicht vor, dass ihr Gespräche mit einem neutralen Berater/in
aufnehmen solltet.

Alles Gute!
 
  • #7
Lieber Teddy. Du meine Güte. Du bist aber ein praktischer Ehemann. Lässt Dich sofort vertreiben und machst ihr Warmhaltespielchen mit. Na klar will sie erst mal nur eine Trennung light. Man kann nie wissen, wie es mit dem Neuen läuft. Sie will ja auch nicht alles auf eine Karte setzen und da hätte sie den verlässlichen Teddy schon noch gerne auf der Reservebank, für alle Fälle. Nicht, weil sie Dich noch liebt, aber zwischen zwei Stühle fallen will sie eben auch nicht.

Mein Tipp: sie zieht aus und Du bleibst mit den Kindern im Haus. Wenn sie die Trennung will, dann bekommt sie sie. Aber das Risiko trägt sie eben auch selbst. Merkst Du denn nicht, dass sie Dich noch benutzt, um ihren eigenen freien Fall abzufedern? Nur darum geht es. Was mit Dir ist, ist ihr relativ egal. Dieses Ding hier heißt Warmhalteplatte.

Mensch. Du bekommst einen Tritt in den Hintern und fragst sie auch noch, wie sie es denn gerne hätte, damit ihr der arme Fuß nicht so weh tut. Und dann hilfst Du ihr auch noch beim Verbinden. Wach auf Teddy!!!!!! Jetzt zeige mal Flagge und hör auf Angst zu haben, dass Du sie verlieren könntest. Denn Deine Nettigkeit wird Dich auf gar keinen Fall schützen. Ausser, dass sie noch jeden Respekt vor Dir verliert. Jetzt zeigst Du ihr, wie es lang geht.

Das muß man sich mal vorstellen. Sie geht fremd und Du sitzt dafür in einer zugigen Ferienwohnung. Da sollte sie jetzt sitzen Teddy. Ich wünsche Dir, dass Du aufwachst. Ich würde Dich am liebsten schütteln, bis Du es kapierst. Sie macht nämlich gerade eine ganz linke Nummer mit Dir.
 
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  • #8
So viele Meldungen schon.
Und jeder hat irgendwo recht. Was ist da der richtige Weg? Ich merke, jede Trennung ist individuell auc wenn es nach aussen immer nach gleich Mustern abläuft. Einige von Euch haben aber scheinbar nicht verstanden.
Sie hat mich nicht wegen des Neuen verlassen. Er war nur der Auslöser. Die Trennungsgedanken hatte sie schon länger in sich, wohl nur nicht die Traute. Der Neue macht natürlich alles sehr viel schwieriger.
Ich mag nicht glauben das ich ihr egal bin oder sie mir einen Tritt gegeben hat. 32 Jahre sind eine sehr lange Zeit. Das mag sich der ein oder andere nicht vorstellen können. Ich kenne diese Frau besser als jeder andere Mensch auf dieser Welt. Klar blieb die Leidenschaft auf der Strecke und auch die Gespräche.
Aber ich möchte kämpfen, auch wenn ich nicht der Krieger bin. Ich denke eine solche Beziehung hat eine Chance verdient, auch wenn es schwierig wird. Und auch wenn da ein 3. im Spiel ist. Ich kann es verstehen und nachvollziehen. Und deswegen vielleicht auch verzeihen. Ich weiß es noch nicht.
Aber wie verhalte ich mich am klügsten. Ihr mehr Abstand, mehr Freiraum geben? Oder kämpfen, das Gespräch suchen um zu schauen wo lagen die Probleme, was müsste passieren um es zu ändern?
Aber komme ich im Moment an sie ran? Die Hormone fahren mit ihr Achterbahn.
 
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  • #9
So viele Meldungen schon.
Und jeder hat irgendwo recht. Was ist da der richtige Weg?
Nur einer! Nämlich meiner.
Also deine Frau ist völlig durch den Wind. Auch wegen dem Neuen zum ersten, klar. Und das vorher irgendetwas im Argen war ist auch klar. Normal bei so vielen Jahren ( ich weiß genau wovon du sprichst). Aber du machst es ihr auch schwer. Du siehst wie Eure Ehe droht zu zerbrechen obwohl die Fakten auf dem Tisch liegen und du bleibst ruhig. Was denkst du, geht im Kopf deiner Frau vor? Auf der einen Seite der Neue, das Spannende. Auf der anderen Seite du der zusieht. Drucklos. Sie ist im Zwiespalt weil auch sie die vielen Jahre nicht einfach wegwerfen will. Ich finde es gut das du kein Choleriker bist und so noch mehr zerbrichst als jetzt schon zerbrochen ist. Vor allem auch wegen der Kinder. Egal wie groß die beiden sind, es bleiben die Kinder. Aber du musst jetzt etwas Druck machen. Ihr klar zu verstehen geben, dass auch du ein Leben hast. Wenn sie so dahin dümpelt musst du jetzt klare Ansagen machen. Ihr bewusst machen das auch sie die Konsequenzen mittragen muss und hier ebenfalls die Verantwortung dafür übernehmen wird. Sie möchte dich nicht mehr, also zieht sie aus. Ob das rechtlich legitim ist interessiert jetzt erst mal nicht. Es muss ihr etwas vor Augen geführt werden, damit sie klarer wird. Dann mache ihr klar, dass euer Vermögen aufgeteilt werden muss. Dass sie nicht entscheidet, wo du zu wohnen hast. Sie in Zukunft auf sich alleine gestellt ist und sich dementsprechend zu verhalten hat. Es geht hierbei nicht darum sie irgenwie zu schneiden. Nein du musst ihr die Augen öffnen. Sie ist gerade blind. Das heißt nicht, dass das Eure Ehe rettet. Aber du musst auf dich acht geben, sonst gehst du daran zugrunde. Mach ihr klar das du solche Spiele nicht mitmachen kannst und wirst. Hau mit der Faust auf den Tisch. Ohne Wut und Gewalt. Sondern zeige Entschlossenheit. Nach dem Motto: Wenn du gehen willst dann gehe, aber richtig. Und dann schaue mal was passiert.Du wirst dich wundern.
Warum sie empfänglich ist ist auch klar. Nach so vielen Jahren bist du eingeschlafen, was fast normal ist. Aber da gehören immer noch zwei zu. Und ob ihr Eure Ehe noch einmal retten könnt, vielleicht! Wenn nicht, dann sollten die Rahmenbedingungen aber geklärt sein, damit du nicht hoffnungsvoll zu Grunde gehst und auch wieder leben kannst.
m46
 
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  • #10
Heute Abend trifft sie sich aber auch wieder mit ihrem Neuen. Und nun kommen bei mir natürlich Fragen auf.
Ich frage mich gerade, wie naiv muss man denn sein, um sich so zu Verhalten, wie du dich verhältst, Punkt. Mein Selbstwert, meine Authentizität, mein Selbstvertrauen würde das keine Woche mitmachen.
Wäre ich an deiner Stelle, so würde ich mit ihr sofort den Kontakt abbrechen und zeitnah die Scheidung einreichen, mehr gibt es hier nicht zu sagen, zumindest nicht für mich!
 
  • #11
Du kannst nicht um sie kämpfen im aktiven Sinne, diese Möglichkeit fällt aus. Du kannst nur durch faires, souveräne Verhalten deinen Stolz zeigen und dir ihren Respekt (wieder)erwerben. Durch gefügiges Hinterhergedackel erreichst du eher das Gegenteil.

Lieber Teddy68, du warst über 30 Jahre an ihrer Seite, ihr habt Kinder groß gezogen, Schönes erlebt, Schweres durchgestanden. Das kann euch niemand nehmen. Aber die Luft ist raus, die Kinder gehen eigene Wege und für eine Paarbeziehung reicht es nicht mehr. Es ist recht unwahrscheinlich, dass es mit dem "Neuen" dauerhaft hält. Deine Frau muss erstmal selbst mit dem alten Lebensabschnitt abschließen, eigene Fehler erkennen, auf eigenen Füßen stehen, wirklich frei einen Neuanfang wagen und für oder gegen einen Partner entscheiden. Dazu musst du sie loslassen.

Das Haus ist eurer gemeinsamer Besitz und war bisher euer gemeinsames Zuhause. Du kannst ihr ruhig sagen, dass du sie noch liebst und vermisst, dass du sicher Fehler gemacht hast, sie aber mit ihrerem Verhältnis zu dem anderen schmerzhafte Tatsachen geschaffen hat. Es wäre unfair, länger als Warmhalteplatte benutzt zu werden. Sie solle daher mit dir besprechen, wie sich das mit dem Haus vorstellt: Wer es behält, den anderen auszahlt, ob es komplett verkauft werden soll bzw. wo die Kinder wohnen können. Sage ihr, dass du dir ebenfalls Gedanken machen wirst. Gebt euch drei Monate Zeit. So lange wärest du bereit, in wöchentlichem Wechsel mit ihr!!! mal in der Fereinwohnung, mal im Haus zu leben. Der die "Hauswoche" hat, kümmert sich originär um die Kinder. Der neue Mann hat unabhängig davon im Haus nichts verloren, solange ihr verheiratet seid und das Haus zur Hälfte dir gehört.

Diese drei Monaten gehst du ihr komplett aus dem Weg, bleibst höflich, besprichst nur Organisatorisches zu haus und Kindern, nutzt die Zeit, um den Bruch zu akzeptieren, dich wieder zu sammeln, dir Unterstützung bei Freunden, ggf. einem Psychologen zu holen. Mach deine Wäsche selbst, koche für dich, bring dich innerlich und äußerlich so gut es geht auf Vordermann, überlege für den Fall der Scheidung, was du selbst möchtest. Würdest du das Haus allein behalten wollen bzw. sie etwa hälftig auszahlen können? Wie steht es um eure Finanzen? Was wird mit euren Kindern? Welche Übergangslösung gibt es, könnt ihr das Haus räumlich aufteilen? Bitte widerstehe mindestens drei Monate jeder Versuchung, Tisch und Bett zu teilen und finde erstmal deinen Stolz wieder.
 
  • #12
Für mich klingt sie sehr verwirrt. Dass sie den anderen nicht in ihr Leben lässt, ist für mich ein klares Zeichen, dass er nur ein Auslöse-und-Übergangsmann ist, weil sie Angst hat, allein zu sein. Eure Beziehung hat für sie nicht mehr funktioniert und ehrlich gesagt, Du klingst auch nicht so, als wäre die Beziehung für Dich so wundervoll gewesen. Hast Du selber aufgrund eurer Probleme früher auch mal an Trennung gedacht?

Jedenfalls denke ich nicht, dass Deine Frau Dich verletzen will oder eiskalt berechnend ist. Ich glaube, sie hat einfach Angst, dass sie nicht allein klarkommt und wie die Veränderung in ihrem Leben nun wird, vielleicht tut es ihr auch leid, dass nun klar wird, dass eine lange gemeinsame Zeit zu Ende geht. Was mit einem Neuanfang ist, kann ich nicht sagen, weil Du nichts von euren Problemen geschrieben hast, aber:
Oder kämpfen, das Gespräch suchen um zu schauen wo lagen die Probleme, was müsste passieren um es zu ändern?
Ich denke, es ist zu spät zum Kämpfen, weil viele Frauen jahrelang reden von den Problemen, sich nichts ändert (ohne dass ich dem Mann die schuld allein zuschieben will) und WENN sie sich mal zum Schritt raus der Beziehung entschieden hat, gibt es kein Zurück.
 
  • #13
Ich kenne euch nicht und wahrscheinlich liege ich komplett daneben, aber ich sag's trotzdem, vielleicht überlegst du ja wenigstens ganz kurz, ob meine Vermutung komplett absurd ist, ok ?

Ich denke, sie hat hoch gepokert und ist dabei zu verlieren.
Ich denke, sie will ganz sicher und grundsätzlich überhaupt nicht die Trennung.
Ich denke, sie hat ihren vermeintlich allerletzten Trumpf ausgespielt.
Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass es den anderen Mann gar nicht gibt oder er hat mindestens gar keine Bedeutung und sie würde ihn unverzüglich verabschieden, wenn sie mit dir Hand-in-Hand spazierengehen und danach auf dem Sofa kuscheln dürfte.

Mein Strategieplan, falls ich richtig liege:
Überlegen, was DU willst. Falls du es eigentlich ganz gut findest, dass sie scheinbar Nägel mit Köpfen macht, mache mit. Dann kommt es zur Trennung. Deine Frau hat gepokert und verloren.
Falls du mit ihr zusammenbleiben willst, würde ich es ihr sagen, dass du denkst, dass sie sich nicht trennen will, dass du das auch nicht willst und dass du möchtest, dass ihr alles klärt.
Ich würde nicht allzu lange warten, denn dann etabliert sich der neue Zustand und es gibt kein Zurück mehr.
Ich würde ihr nicht in den Hintern... du weiß schon, darf ich hier nicht schreiben.
Ich würde ihr aber die Hand reichen.
Keine infantilen Spiele mit Hinhalten und Rarmachen und so einen Mist.

Und dann versuchen, den Alltag wiederzufinden, aber eben anders, besser als vorher.
Nicht nur sauber und satt, sondern spazierengehen und Sofakuscheln und, ach ja, unterhalten.

Falls du hier an dieser Stelle beim Lesen merkst, dass du darauf eigentlich keine Lust hast, aber das halt notgedrungen machen würdest, damit du weiter eine Beziehung hast, würde ich es fair finden, dich zu trennen.

w 49
 
  • #14
Merkst Du denn nicht, dass sie Dich noch benutzt, um ihren eigenen freien Fall abzufedern?
Lieber Teddy,
ich denke, das Forum hat schon verstanden, aber bei dir scheint es noch etwas zu hapern.
Natürlich empfindet sie noch was für dich. 32 Jahre sind mehr als ein halbes Leben voller Erinnerungen, und zudem bist du seit 32 Jahren ihr einziger und sicherster Hafen.
Und natürlich wäre sie längst fort, wenn sich der Neue genauso safe anfühlen würde, wie eure langjährige Beziehung. Tut er nach der kurzen Zeit aber nicht.

Ich bin kein Verfechter der schnellen Trennung, und wenn du um die Beziehung kämpfen möchtest, dann tu das. Deine sachliche Art, an die Geschichte heranzugehen, wird dabei nicht von Nachteil sein. Wohl aber, dass du sie in dieser Art und Weise gewähren lässt. Wenn die Theorie stimmt, dass sie Angst vor dem freien Fall hat, dann ist das genau dein Ansatzpunkt. Sie musste dich bislang nicht vermissen - und das hat es ihr ermöglicht, auf diese Art mit dir zu verfahren. Dieses Kräfteungleichgewicht musst du ausgleichen.

Ich würde ihr ankündigen, ein letztes Gespräch mit ihr zu führen. Dabei fragst du sie nach ihren Wünschen und was ihr gefehlt hat. Schaust, ob du das leisten willst und kannst, und teilst ihr deine Meinung mit. Danach gehst du - dann ist es an ihr, sich für oder gegen eure Beziehung zu entscheiden. Bevor sie ihre Entscheidung nicht getroffen hat, bist du nicht mehr für sie verfügbar. Wenn ihr erst einmal der Pops auf Grundeis geht, weil sie nun reell fürchten muss, dich zu verlieren, sieht die Sache vielleicht anders aus als jetzt, wo du gefällig gute Miene zum bösen Spiel machst, um sie nicht gänzlich zu verlieren. Im Moment hat sie ja gar keinen wirklichen Druck, sich entscheiden zu müssen.
 
  • #15
Weisst du, 32 Jahre. Die schüttelt man nicht einfach so ab. Bei mir waren es über 24 Jahre.
Da verläßt man die Komfortzone, will nicht alleine sein.
Deshalb versucht sie sich rückzuversichern.
Sie könnte sich ja in dem Neuen getäuscht haben.
Und dann?
Die Frage ist wie du für dich damit umgehst. Dieses Hoffen und Bangen, nicht Fleisch und nicht Fisch, bringt dich das weiter?
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Klingt hart, aber du machst dich nur verrückt, und krank kannst du darüber auch noch werden.
Vielleicht klappt es ja iregndwann wieder mit euch, vielleicht.
Momentan bestimmt aber nur eine Person die Spielregeln. Und das bist nicht du.
 
  • #16
Da stellt sich mir ja erstmal die Frage, was willst du überhaupt? Du ratterst den Text so emotionslos herunter.

"ihr Glück liegt mir am Herzen. Und wenn das nur ohne mich geht dann ist das so." Klingt für mich, als bist du froh, wenn du sie los hast? Ein liebender Mann würde spätestens jetzt zu kämpfen anfangen und völlig in Tränen aufgelöst auf den Knien herumrutschen. Welcher Mann bietet sich denn fröhlich nach der Ehe als Ausheulfreund an? Klingt suspekt!
Ich glaube, du hast noch nicht realisiert, was du verlierst? Und welche Auswirkungen das in deinem Leben haben wird?
Vermutlich wirst du als Mann einsam und allein sterben? Denn nach 32 Ehejahren im gesetzten Alter sind die Chancen gleich Null, nochmal sowas zu erleben, was du jetzt hast.

Wie sind denn deine Empfindungen? Und warum setzt du nicht alles dran, diese Ehe zu retten? Jetzt im letzten Zug wo es drauf ankommt!

Deine Frau ist nur eins: Verzweifelt und hängt an einem Mann, der sie verzweifeln lässt. Ich weiß nicht, was bei euch fehlt. Sex, Romantik, Zärtlichkeit, Aufmerksamkeit. Das wären die typischen Dingen. Das ist kein Einzelfall. So geht es jeder Frau, in einer Beziehung mit einem komplizierten Mann, der alles für selbstverständlich nimmt und eigentich nur zum Schlafen und Essen heimkommt. Insgeheim hätte sie gehofft, du änderst dich, aber sie weiß auch insgeheim, dass das nie der Fall sein wird. Ja, das lässt einen ganz schön verzweifeln.

Die Frage ist jetzt: Liebst du sie? Wenn ja, wie sehr? Und was bist du bereit, dafür zu tun?
 
  • #17
Teddy,
Viele haben schon sehr viel richtiges geschrieben.
Deswegen - ich gerne Dir Deine Frage zurück.
Drückst Du Dich vor einer Entscheidung?

Was willst Du, warum zeigst Du nicht Initiative, Profil?
Du lässt Dich schubsen und verharrst in Wartestellung.

Egal, was Du möchtest, Du solltest es klar ausdrücken und signalisieren.
Und zumindest Deinen Kindern ein Zuhause gestalten, für diese ist dieses Chaos, dass hier 2(!) Erwachsene produzieren, absolut schädlich.
 
  • #18
Nach 32 Jahren finde ich es reichlich feige, "wegen" einem Neuen auszuziehen. Du hättest sicher eine klare Aussprache verdient, soltlest aber letztlich ihre Entscheidung respektieren. Es mag Gründe geben, aber die kennst Du besser als wir.

Logisch ist für mich aber auch nicht, warum Du ausziehst. Wenn Deine Frau ein neues Leben starten möchte, sollte sie das unbelastet tun. Ich sehe es grundsätzlich wie frei (#12). Du solltest überlegen, was Du willst. Mache ihr klar, dass Du bereit bist, an der Beziehung zu arbeiten, aber nicht endlos. Mache ihr klar, dass es für sie klare Konsequenzen hat, wenn Sie sich trennen möchte. Die Entscheidung für einen anderen Mann ist legitim, aber Du solltest sie dann "rauswerfen". Gemütlich im Haus sitzen während Du ausziehst, kann keine Lösung sein.
 
  • #19
Liebes Forum,
Ich danke Euch für die zahlreichen Hinweise. Euch liegen natürlich nicht alle Informationen vor. Das ist klar. Dazu reichen 3000 Zeichen nicht aus. Und ich weiss, jede Trennzngssituation verläuft anders. Wenn sich auch die Muster immer ähneln. Ich weiß nicht was falsch oder richtig ist. Ich muss meinen Weg finden und gehen. Dabei habt ihr alle mir geholfen. Die einen damit das sie mir gezeigt haben was ich gar nicht will, die anderen mit für mich wertvollen Tipps. Das ich die Initiative ergreifen muss war mir klar. Deshalb habe ich hier nach Hilfe gesucht.
Der Stein ist nun gestern Abend ins Rollen gekommen. Er trudelt noch sehr stark. Man erkennt noch nicht wohin, aber er rollt.
Ich habe gefordert das sie auch zeitweise, evtl. im wöchentlichen Wechsel, auch das Haus verlässt. Noch um ihr weh zu tun, sondern um auch ihr die Chance auf Abstand von ihrem Alltag zugeben und somit Zeit und Raum zum Nachdenken zu geben. Sie muss sich klar werden was sie will.
Sie hat es noch nicht verstanden und ist wütend und ist aus sich heraus gekommen und hat einiges auf den Tisch gelegt. Auch das hilft. Das ist der richtige Weg. Ich kann jetzt nur abwarten und dran bleiben und darf von meiner Forderung nicht abweichen. Ich muss provozieren damit Entscheidungen gefällt werden.
Ich bleibe dran und gebe noch nichts verloren.
 
  • #20
Das ist doch schon mal was. Teddy, das war gut, dass Du auch Deine Position gewahrt hast. Es gibt Verlasser, die lullen den geschockten Partner so ein, dass der schließlich alles auf seine Kosten mit sich machen lässt.

Wer die Trennung will, der muß damit leben, dass er die Trennung bekommt. Jetzt kann sie schon mal üben, wie es ist, wenn sie das Haus verlässt.

Sie sucht nämlich immer noch den für sie angenehmsten Weg. Und das hat zur Folge, dass es für Dich dann umso unangenehmer wird, vor allem, wenn Du immer wieder anfängst zu hoffen, während sie Dir immer nur deshalb wieder Hoffnungen macht, weil sie selbst Angst vor der Veränderung hat. Eine sehr perfide Sache.
 
  • #21
Sie hat es noch nicht verstanden und ist wütend und ist aus sich heraus gekommen und hat einiges auf den Tisch gelegt. Auch das hilft. Das ist der richtige Weg.
Ja, immer raus mit der Sprache. Lass dir aber nicht die alleinige Schuld aufdrücken. Wenn es nicht mehr geht oder das Zusammenleben schon lange nicht mehr okay war, hätte sie sich jederzeit konsequent trennen können. Aber ein Verhältnis anzufangen und dich in die Ferienwohnung abzuschieben, weil du ja der "Schuldige" bist, die Jacke musst du dir nicht anziehen.

Ich kann jetzt nur abwarten und dran bleiben und darf von meiner Forderung nicht abweichen. Ich muss provozieren damit Entscheidungen gefällt werden.
Nein, du musst nicht warten, bis deine Frau bereit ist, ihre Zeit hälftig in der Ferienwohnung zu verbringen. Ja, du solltest von einer fairen, entgegenkommenden Forderung nicht abweichen. Sie hat von gestern an gerechnet genau eine Woche Zeit, sich zu verkrümeln, weil du definitiv am Sonntag wieder in dein Haus zu deinen Kindern ziehst, deine Wäsche machen und die Weihnachtszeit vorbereiten wirst. Sollte sie aus Bock, Bequemlichkeit oder Angst nicht für ein paar Tage ausziehen, räumst du euer Haus so um, dass ihr euch möglichst nicht bis wenig seht. Rausschmeißen kannst du sie nicht, Gewalt solltest du in jedem Fall vermeiden, aber niemand kann dich zwingen mit einer fremdgehenden Frau, die ohnehin die Trennung anstrebt, weiter zusammenzuleben. Das ist keine Provokation, du solltest auf keinen Fall provozieren, sondern mit Souveränität und konstruktiven Vorschlägen überzeugen. Frag deine Kinder, wie sie sich angesichts der neuen Verhältnisse das Weihnachtsfest vorstellen. Sag ihnen, dass du es leid bist, heile Welt zu spielen, ob sie ein kurze, gemeinsame Bescherung wünschen oder die Festtage aufgeteilt werden sollen. Du suchst dir -je nachdem wie die Kinder sich das vorstellen- Heilig Abend oder am ersten Feiertag eine Bleibe bei Freunden. Sie kann ja alternativ mit ihrem Neuen - oder wem auch immer feiern. Ab dem neuen Jahr bist du wieder jede zweite Woche Hausherr. Wenn deine Frau fair ist, räumt sie jede zweite Woche das Haus, sie hat dir dies ja auch zugemutet und die Trennung vollzogen. Schuld ist niemand, aber die Konsequenzen solltet ihr beide zu gleichen Teilen tragen. Bleib Gentleman, aber lass dich nicht mit halbherzigen, vorschnellen Offerten umstimmen.
 
  • #22
@Moona,
Grundsätzlich erwarte ich von Ihr nur klare Entscheidungen. Ich bin im Moment sehr ergebnisoffen eingestellt. Wobei die Hoffnung auf einen Neuanfang nicht sehr groß ist.
Aber sie drückt sich vor den Entscheidungen und damit vor den Konsequenzen ihres Handelns. Und das lasse ich nicht mit mir machen. Ich bin gespannt was als nächstes kommt. Sie scheint einen Plan zum Gegenangriff auszuarbeiten. Ich werde keinen Krieg zulassen. Ich sehe es auch nicht so das ich ihr mit ihrem Auszug etwa weh tun will. Ich tue das damit sie Zeit, Raum und Abstand bekommt um herauszufinden was sie will. Mir hat die eine Woche in der Ferienwohnung da sehr geholfen. Es tat mir nicht gut, aber es half die Gedanken zu sortieren, Fragen zu stellen und Antworten zu suchen. Diese Gelegenheit will ich ihr auch geben. Das kann sie nicht wenn sie sich im Haus in ihren Alltag flieht um nicht nachdenken zu müssen.
Schlimm nur das die große Tochter (22) damit arg zu kämpfen hat und schon nicht mehr mit mir spricht. Meine Frau wollte die Kinder da ganz raus halten. Ich habe ihr deutlich zu verstehen gegeben das das nicht gehen wird. Sie kann die KInder nicht vor allem Bösen und schmerzhaften dieser Welt bewahren. Sie sind ein Teil der Geschichte, so leid es mir tut. Aber sie sind auch so groß das sie damit umgehen können müssen.
Ich weiß natürlich nicht was meine Frau den Kindern alles eingetrichtert hat, da sie ihre Trennungsabsichten zuerst mit den Kindern im Einzelgespräch besprochen hat bevor sie mir das ganze 2 Tage später als ich von einer Dienstreise zurückkehrte eröffnet hat.
Sie hat mit der gestrigen Reaktion meinerseits nicht gerechnet und kann scheints nicht damit umgehen.
Ich hoffe das sie zur Besinnung kommt und das ganze weiter in Ruhe und Frieden abwickeln möchte.
Es geht doch immerhin um 2 Menschen die sich einmal sehr viel bedeutet haben. Das steht bei mir immer im Vordergrund. Da haben Hass, womöglich Gewalt oder andere schlimme Sachen nichts zu suchen.
 
  • #23
Ich denke eher deine Frau will sich alle Hintertüren offen lassen und hat natürlich Sorge mit leeren Händen u.a. Alleinstehend ohne Beziehung am Ende dazustehen. Aber das ist nun mal eine wahrscheinliche Situation wenn man sich trennen will und einen anderen sucht, die man dann eben tragen muss. Sie will die Entscheidung offensichtlich auf dich abwälzen, da auch gerne damit Veranwortung für das Scheitern vom "trennungsopfer" abgewälzt wird. Da das so sicher nicht ewig weitergehen kann würde ich das selber, ohne auf Weihnachten etc. noch Rücksicht zu nehmen jetzt entscheiden. Danach Türen und Ohren für "Jetzt doch wieder" etc. verschließen. Deine Tochter muss sich mit stolzen 22 Jahren damit abfinden. Natürlich wünscht ma sich das die Eltern für immer zusammen bleiben, aber leider ist das auch in meiner Generation nicht mehr selbstverständlich. Irgendwann dürfen auch Eltern wieder ihr eigenes Leben haben w50
 
  • #24
Schlimm nur das die große Tochter (22) damit arg zu kämpfen hat und schon nicht mehr mit mir spricht... Ich weiß natürlich nicht was meine Frau den Kindern alles eingetrichtert hat
Mit 22 lässt sich ein "Kind" nichts eintrichtern. Du kannst nur deinen Standpunkt äußern. Eure Kinder sind alt genug, sich eine eigene Meinung zu machen.

Du schriebst, dass die Trennungsabsicht deiner Frau schon viel länger im Raum steht. Wenn sie sich bereits vor Beginn des Verhältnisses mit dem Neuen von dir getrennt, du dies jedoch nicht ernst genommen hast, wäre deine Frau keine Fremdgängerin.

Wie auch immer, ich wünsche euch beiden, faire Lösungen für die (räumliche) Trennung zu finden. Egal, ob es später einen Neuanfang gibt oder nichts mehr zu kitten ist.
 
  • #25
Da stellt sich mir ja erstmal die Frage, was willst du überhaupt? Du ratterst den Text so emotionslos herunter.

Deine Frau ist nur eins: Verzweifelt und hängt an einem Mann, der sie verzweifeln lässt. Ich weiß nicht, was bei euch fehlt. Sex, Romantik, Zärtlichkeit, Aufmerksamkeit. Das wären die typischen Dingen. Das ist kein Einzelfall. So geht es jeder Frau, in einer Beziehung mit einem komplizierten Mann, der alles für selbstverständlich nimmt und eigentich nur zum Schlafen und Essen heimkommt. Insgeheim hätte sie gehofft, du änderst dich, aber sie weiß auch insgeheim, dass das nie der Fall sein wird. Ja, das lässt einen ganz schön verzweifeln.

Die Frage ist jetzt: Liebst du sie? Wenn ja, wie sehr? Und was bist du bereit, dafür zu tun?
Dem kann ich nur Zustimmen.
Bin derzeit in einer ähnlichen Situation. Nur bin ich die, die eine Dritte Person in unsere Ehe ließ ... und ja, auch ich drücke mich vor einer Entscheidung. Ich habe drei Jahre lang versucht, wie eine blöde zu kämpfen und meinem Mann mitgeteilt, was ich mir wünsche. Ohne Erfolg. Nun habe ich einen tollen Mann kennengelernt. Eine Beziehung wird aus dem ganzen denke ich sicher nicht werden, so naiv bin ich nicht, aber es hat nach so langer Zeit (21 Jahre, bin jetzt 36) jemanden zu haben, der einen das Gefühl gibt jemand zu sein ... und zwar so wie man ist. Einen nicht verbiegen zu wollen. Was mein Mann 21 Jahre lang mit mir versucht hat. Ich funktioniere nur so für ihn wie er das möchte. Trotzdem tut mir die Entscheidung im Herzen weh. Es gibt auch Momente, da denke ich mir, vielleicht ist alles gar nicht so schlimm gewesen, wir hatten ja auch tolle Zeiten, und dann kommen wieder Sprüche, die mir wieder einen Stich ins Herz versetzen, da würde ich dann am liebsten sofort meine Koffer packen.
Vielleicht hat der FS eine Chance auf einen Neuanfang. Aber ich denke, sobald dieser Schritt zu jemand anderen hin gegangen ist, ist meist der Zug abgefahren. Man ist nur zu feige sich aus der Komfortzone zu bewegen. ....... traurig ist es allemal.
Um hier vorwärts zu kommen, würde ich ihr wirklich vorerst die Entscheidung abnehmen und mich von der Seite des FS aus von ihr trennen. Vielleicht kommt sie ja dann zur Besinnung. So versucht sie nur weiter zweigleisig zu fahren und sich zwei Möglichkeiten offen zu halten.
 
  • #26
Ich finde es richtig, dass Du Deine Ansprüche auf das Haus klarstellst, aber:

Ich sehe es auch nicht so das ich ihr mit ihrem Auszug etwa weh tun will. Ich tue das damit sie Zeit, Raum und Abstand bekommt um herauszufinden was sie will.
Dazu möchte ich mal einwerfen, dass Du nicht ihr Erzieher bist und wenn Dir eine Woche Einsamkeit gut getan hat zum Nachdenken, muss es bei ihr noch lange nicht so sein.

Sorry, aber das muss ich mal schreiben, weil auch schon in Deinem Eingangsbeitrag sowas wie "ich will nur das Beste für sie" stand. Jeder Mensch ist egoistisch und auch wenn ich Dir glaube, dass Du ihr nicht wehtun willst, so solltest Du meiner Ansicht nach Deine Aktionen machen, ohne sie zu entschuldigen mit "es ist auch das Beste für sie". Selbst wenn Du es machst, um ihr Schwierigkeiten zu machen, weil Du verletzt bist. Sonst erhebst Du Dich so über diese "dumme Frau". Übrigens bist Du derjenige, der Entscheidungen nicht aus sich heraus trifft, sondern provozieren will, um von ihr eine zu kriegen. Du überlässt ihr die Führung, das würde ich nicht machen. Und wie gesagt, Du rechtfertigst unangenehme Entscheidungen, die gut für Dich sind, damit, dass sie auch gut für sie sind, was vielleicht gar nicht so ist und auch nicht nötig ist.

Ich würde mich auch um die Papiere usw. kümmern, also alles kopieren, was bei einer Scheidung wichtig ist, wie hier immer geraten wird. Und einen Anwalt zu Rate ziehen, der Dir sagen kann, was mit dem Haus und dem Recht, dort zu wohnen, los ist.
 
  • #27
Meine Vermutung: Deine Frau will nicht in einer zugigen Ferienwohnung sitzen, um dort nachzudenken. Sie will die Weihnachtszeit im warmen Heim verbringen und dich in ihren Plan eintakten. Den Kindern von den Trennungsabsichten zu erzählen, bevor du davon erfährst, finde ich eine Zumutung! Was ist bloß mit dir geschehen, oder was hast du in dieser Ehe "verbrochen", dass es dich derart passiv und entschuldigend hat werden lassen? Wo ist der Mann und Hausherr in dir?
Du schläfst ab nächster Woche wieder in deinem eigenen Bett, du hast einen Job und Ausbildung/Studium deiner Kinder zu finanzieren, vom dem was an anderen Kosten auf dich zukommen könnte, mal ganz abgesehen. Es tut deiner Frau weh, dass du ihre Komfortzone betrittst und ihren schönen Plan durcheinander bringst. Auch wenn dieser Plan vllt. nur daraus besteht, Leidenschaft auszuleben und beim Bügeln nebenher über die Ehekrise nachzudenken, ohne wirklich weiterzukommen. Werde unbequem, das wird euch allen gut tun und Verkrustungen aufbrechen. Kein eventuell, vielleicht oder Konjunktiv in deiner Kommunikation mit ihr.
Ich habe das absichtlich provozierend formuliert, weil du dich gerade mit merkwürdigen Begründungen aus einem Sachverhalt herausredest: Deine Frau hat einen Liebhaber und setzt dich vor die Tür.
 
  • #28
Moin,

es ist kein Wunder, dass deine Frau sich von dir trennt, wenn du so wenig zeigst, dass sie dir etwas bedeutet... so eine Art kenne ich von meinem Vater her, immer nur der Verstandesmensch, immer alles nur logisch begründen, niemals eigene starke Gefühle zulassen. Das ist schlimm.

manchmal
 
  • #29
...es ist kein Wunder, dass deine Frau sich von dir trennt, wenn du so wenig zeigst, dass sie dir etwas bedeutet..
Aus weiblicher Perspektive würde ich diese Anmerkung gerne verstehen: Wutanfälle, Weinen, rote Rosen oder sogar vor der Tür stehen mit Schildern, auf denen steht, wie sehr er mich liebt (s. Parallalelthread), wirken eher hilflos und deprimierend. Ich meine den Zeilen des FS entnehmen zu können, dass eine hilflos passive Haltung seinerseits schon länger ein Problem in der Ehe darstellte. Selbstverständlich kann ich mich da stark täuschen. Sollte dies jedoch der Fall sein, wäre eine wiedererstarkende männliche Grundhaltung, mit klaren Fragen nach dem Warum und klaren Ansagen und konsequentem Handeln, so ziemlich das Einzige, womit er mich beeindrucken könnte.
 
  • #30
Nur bin ich die, die eine Dritte Person in unsere Ehe ließ ... und ja, auch ich drücke mich vor einer Entscheidung....Eine Beziehung wird aus dem ganzen denke ich sicher nicht werden, so naiv bin ich nicht,...
Es ist dem Partner gegenüber sehr unfair so zu agieren und es ist reichlich verharmlosend, von "in die Ehe ließ" zu reden. Du kannst niemanden "in die Ehe lassen", Du kannst nur Dich daraus entfernen. Dafür bist aber auch Du dann wohl letztlich zu feige. Du bist zunächst mal für eine Entscheidung zuständig, nicht Dein Partner. Der Partner (hier der FS) kann eigentlich nur eine Entscheidung einfordern oder sich trennen.

Dem FS ist nur zu raten, sich auf eine Trennung und Scheidung vorzubereiten, möglichst mit Hilfe anwaltlicher Beratung. Leider werden doch eine Reihe Frauen sehr rabiat, wenn es darum geht "ihre Rechte" durchzusetzen. Da sollte er vorbauen...