• #1

Dürfen Eure Partner Kontakte zu Expartnern haben?

Toleriert Ihr das? Gefällt Euch das? Würdet Ihr Euch wünschen, es gäbe keine Kontakte mehr? Habt Ihr selbst während einer neuen Beziehung noch Kontakt zum Expartner? Findet Ihr, dass ist eine Zumutung für den neuen Partner? Wäret Ihr bereit, darauf zu verzichten? (Diese Frage betrifft ausschließlich kinderlose Beziehungen, da man Kontakt zu Kindern ja nicht unterbinden kann und damit auch der Ex eine Rolle spielt. Also bitte nur bzgl. kinderloser Partnerschaften antworten!)
 
G

Gast

  • #2
Ich könnte und würde zugunsten meines neuen Partners auf Ex-Kontakt verzichten, immerhin habe ich dadurch nichts zu verlieren, ausser meinen neuen Partner, würde ich auf den Kontakt bestehen.
Würde mich selbst hinterfragen, warum ich auf Kosten meiner neuen Beziehung einen speziellen Kontakt nicht abbrechen kann oder will.
 
G

Gast

  • #3
Ich denke, daß eine gute Partnerschaft das aushalten sollte.
 
G

Gast

  • #4
Selbstverständlich. Ich würde mir nicht anmaßen, es meinem Partner zu verbieten oder Verzicht zu fordern. Genauso lasse ich es mir auch nicht verbieten, und verzichten verstehe ich nicht warum. Ich gehe aber auch nur offene, liebe- und vertrauensvolle Beziehungen ein, wo mein Partner und ich alles besprechen können. Für mich ist das nicht bedrohlich. Meine Partner fürchten sich gewöhnlich auch nicht davor. Ich empfinde es als normal, dass man Menschen, die man gern hat und mit denen man eine längere Beziehung hatte, nicht nur deshalb aus seinem Leben streicht, weil keine Liebesbeziehung mehr existiert. Das heißt ja nicht, dass ich den Menschen plötzlich ganz schrecklich finden muß. Bei mir ist es so, dass ich zuerst jemanden als Menschen und Freund sehr schätzen muss, dass ich mich überhaupt verliebe, und dieses den Menschen Schätzen bleibt auch nach Erkalten der Liebe oder wenn es halt aus anderen Gründen nicht mehr klappt, bestehen.
w/45
 
G

Gast

  • #5
Ich denke, jeder wünscht sich keine Ex Kontakte des Partners. Sollten diese Kontakte wirklich sporadisch und oberflächlich sind..möchte ich den Partner nicht beschränken. Einige sehen das als Einmischung in ihre freien Entscheidungen. Druck durch Verbote auszuüben, führt nur zu Trotz..jetzt erst Recht.. Man merkt ja ziemlich schnell, wie wichtig der/die Ex ist. Wichtig ist aber, dass dieses Thema gleich von Anfang an klar besprochen ist, damit gar nicht erst Mißverständnisse aufkommen. Meist erledigt sich das Thema Ex sowieso irgendwann von selbst, sobald die Beziehung fester wird.
 
  • #6
>Toleriert Ihr das?

Jein. Allein Kontakt zum Expartner kann man unter Umstänen tolerieren. Wenn sie mir das Gefühl absoluter Treue gibt, dann kann sie sporadischen freundschaftlichen Kontakt zum Ex haben. Insbesondere dann, wenn sie offen mit dem Thema umgeht und der Kontakt selbst wieder in trockenen Tüchern ist. Ein Beispiel bist du selbst, Frederika. Du dürftest von mir aus jeden Kontakt zu einem Ex haben, wenn du wolltest, auch wenn ich nicht dabei wäre. Ich hätte nie das Gefühl, dass da irgendwas schieflaufen könnte und wäre deswegen völlig entspannt.

Man muss auch sehen, dass manchmal der totale Kontaktabbruch zu einem Ex auch einen Abbruch mit einem gesammten Freundeskreis bedeuten kann. Das wäre dann schon ein extrem hoher Preis. Umso wichtiger ist es, dass man ein klares Bekenntnis zu partnerschaftlicher Exklusivität abgibt, das nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt, sondern auch gelebt wird.

Gegenbeispiel (die Geschichte hab ich schon mal erzählt): Ich hatte mal einen längeren Kontakt, bei dem ich mir in diesem Punkt nicht allzu sicher war. Irgendwann haben wir ihren Ex dann "zufällig" getroffen und sie hat ihn sofort gefragt, ob er ihr ein Eis ausgeben würde, was er auch tat. In dieser Sekunde war der Kontakt bei mir innerlich abgehakt.

>Gefällt euch das? Würdet Ihr Euch wünschen, es gäbe keine Kontakte mehr?

Mir gefällt das, was meine Freundin glücklich oder zumindest zufrieden macht - unter der Maßgabe, dass ich das Gefühl habe, ihr absolut vertrauen zu können. Wenn dazu auch Kontakt mit dem Ex dazugehört, bitte. Wenn ich dieses Vertrauen nicht habe, würde ich die Fragen mit nein und ja beantworten.

>Habt Ihr selbst während einer neuen Beziehung noch Kontakt zum Expartner?

Ich habe keinen Kontakt mehr zu meinen Expartnerinnen. Zur Sicherheit sei gesagt: auch keinen telefonischen und keinen geburtstäglichen. ;)

>Wäret Ihr bereit, darauf zu verzichten?
>Findet Ihr, dass ist eine Zumutung für den neuen Partner?

Die Fragen stellen sich somit für mich nicht.
 
G

Gast

  • #7
Das ist m. E. nach nicht generell, sondern nur sehr individuell zu beantworten. Aber du fragst ja (klugerweise) nur nach der persönlichen Erfahrung.

Ich habe erlebt, dass ER noch Kontakt zu seiner früheren Frau hatte, ihr beispielsweise auch ab und zu in der Umbauphase ihres Hauses half (er war im bisherigen gemeinsamen geblieben und hatte ihr deshalb fairerweise Hilfe im neuen zugesagt). Beides reife Menschen, die sich trotz beendeter Ehe respektvoll begegnen konnten.
Nach Fertigstellung ihres Hauses waren seine Kontakte zu ihr fast gänzlich beendet.
Anfangs meinte ich, Konkurrenz befürchten zu müssen. Aber das waren meine eigenen Ängste, die völlig unnötig waren, wie sich dann zeigte.

In vorausgeganger Beziehung (er war bereits getrennt, bevor wir uns kennen lernten) erlebte ich (deshalb die Vorbehalte, siehe oben), dass der Kontakt zur vorigen Partnerin sich irgendwann zum Wiederaufflammen der Beziehung ausweitete. Bald darauf verabschiedete er sich VON MIR.

Zwei ganz unterschiedliche Erfahrungen. So unterschiedlich, wie Menschen nun mal sind.

Weiterer Kontakt geht dann gut, wenn beide sich im Klaren (getrennt haben) sind, sowohl mit sich selbst, als auch - vor allem - mit der/der früheren Partner/in.
 
G

Gast

  • #8
Ich denke, eine gute Beziehung sollte den Kontakt zu Ex-Partnern aushalten.
 
G

Gast

  • #9
Ja, warum denn nicht?

Wir ware mal scharf aufeinander und haben uns immerhin soweit gut verstanden, dass wir gerne einen Teil unserer Lebenszeit miteinander verbracht haben.

Die Exen sind ein Bestandteil meines Lebens!!!

Warum also sollte ich ihnen gram sein, nur, weil ich heute an jemand anders herumschlecke?

Warum sollte ich plötzlich nichts mehr mit eben diesen Menschen zu tun haben wollen/sollen?!

Dieser Ausschließlichkeitsgedanke ist doch spießig und entspringt dem Besitzdenken. Das ist sowieso nicht haltbar - wie die Tatsache der Exen-Serie beweist.

Also: Lasst uns versuchen, uns alle irgendwie lieb zu haben. Bleibt doch quasi im Kreis der (ex) Liebenden?
 
G

Gast

  • #10
Ich denke, Verbote und Einschränkungen funktionieren nur bei ganz bestimmten Menschen. Und ich denke auch, dass derjenige, der ein solches Verbot ausspricht sehr wenig tolerant und sicherlich auch eifersüchtig ist.

Ich würde das nicht von meinem Partner verlangen, und ich würde mir ernsthaft Gedanken über meine Partnerschaft machen, sollte mein Freund das von mir verlangen.
 
G

Gast

  • #11
Im Idealfall trennt man sich im Guten, nur dann kann man die guten Erfahrungen aus der alten Beziehung mitnehmen. Für mich wäre es eine unangeneheme Situation immer hören zu müssen wie schrecklich die EXfrau doch war.
Wir treffen uns manchmal und trinken einen Kaffee zusammen. Die Exfrau meines Mannes ist mit ihrem neuen Partner auch schon bei uns zum Essen gewesen. Das war ein netter entspannter Abend, da die beiden ihre Beziehung vor Jahren friedlich beendet haben. Wir haben uns nie als Rivalinnen gesehen, warum sollten wir?

Jeder entscheidet selbst, ob er in den Komödien mitspielt oder Dramen erlebt. Eifersucht und Anhaftung bringen meiner Meinung nur Enge in eine Beziehung und dienen nicht dem Vertrauen.
Zuerst ist es nur die Exfrau die nicht anrufen darf, später jede Frau und am Ende sind auch die Besuche der Freunde verboten. So kann man auch selbst geistig verarmen.

Wer noch an alten Beziehungen hängt, oder nicht ernsthaft an der Beziehung interessiert ist, wird sich seine "Fluchtmöglichkeiten" so oder so suchen, da braucht es keine "EX", da reicht auch die Frau Nachbarin.
 
G

Gast

  • #12
Ich mußte meine letzten 2 Beziehungen vom VERSTAND her beenden. d.h. geliebt habe ich beide trotzdem noch. (beide getrennt lebend, einer davon ging danach zurück zu seiner Frau) Ich habe die Kontakte von heute auf morgen abgebrochen, was sicher ein harter Weg ist. Ich stellte mir oft die Frage, ob aus sowas Freundschaft werden kann..und ich denke nein.
Einen davon habe ich zufällig nach 2 Jahren wiedergetroffen und wir tranken einen Kaffee zusamen. Das Gespräch war oberflächlich, aber innerlich brodelte es in uns beiden und die Augen sprachen Bände...Mit meinem Ex-Mann, verbunden durch Kinder, muß ich freundschaftlichen Kontakt halten, obwohl auch meine Ehe Holter di Holter durch eine andere Frau zerstört würde...(wir haben nie wieder über die Trennungszeit etc. gesprochen)...Einen guten emotionalen Abschluß hinzukriegen war bei allen 3en unglaublich schwer!!
Jeder Mensch hat andere Erlebnisse. In meinem Fall ist also ein Kontakt zu den Exen ausgeschlossen..ohne, dass ich mir selbst Probleme machen würde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine reine Freundschaft zwischen Mann und Frau bzw. Expartnern wirklich existieren kann und denke es sind immer irgendwelche Gefühle im Spiel...Ich verbiete meinem derzeitigen Freund seine Kontakte nicht, auch wenn ich anders dazu stehe.
 
  • #13
Wer damit ein Problem hat sollte seine Partnerschaft hinterfragen. Wenn ich der Frau da nicht vertrauen kann daß da nichts mehr läuft kann ichs auch sonst nicht. Kommt auch darauf an was für eine Art des Kontaktes das ist, derselbe Verein, Sportstudio o.ä. sollte wirklich kein Problem darstellen. Regelmässig mit dem Ex ausgehen geht natürlich nicht, wenn das gewünscht ist stimmt was nicht.

Ex-Kontakte sind auf dem Lande praktisch nicht zu vermeiden, da müsste man sich sonst komplett aus dem sozialleben verabschieden oder seine Heimat deshalb verlassen, ergo davonlaufen.

Also auch hier, etwas mehr lockerheit täte gut.
 
G

Gast

  • #14
@#11
Tut mir leid dass es bisher für dich so schlecht gelaufen ist. Meine Erfahrung ist, dass ich Trennungen viel besser verarbeiten kann, wenn es mindestens eine Aussprache gegeben hat. Ich konnte dann meins anbringen und das hat sich als große Erleichterung herausgestellt. Klar sind der Schmerz und die Enttäuschung usw. dann nicht sofort weg, aber insgesamt ist es leichter, sich zu verabschieden und damit fertig zu werden.
 
P

Persona grata

  • #15
Die Forum-Leser, die etwas länger dabei sind, wissen, dass ich 38 Jahre -kinderlos- verheiratet war, davon die letzten 8 Jahre getrennt lebend. Meine Ehe wurde -aus den verschiedensten Gründen- erst in diesem Jahr geschieden. Mein jetziger Partner ist seit 10 Jahren geschieden. Selbstverständlich haben wir beide Kontakt zu unseren Ex-Partnern. Mein Ex lebt mit der Frau zusammen, die auch der "Scheidungsgrund" war (zumindest für mich), die Ex meines Partners ist inzwischen wieder verheiratet. Beide Ex-Partner wissen, dass wir nun zusammen sind und wir fahren demnächst auch in den Norden, damit die Ex meines Partners und ich uns kennen lernen. Wo -bitte- ist denn das Problem? Wir sind doch zivilisierte Mittel-Europäer, die erwachsen genug sind, damit umgehen zu können, dass wir keine "Jungfrau" mehr sind und auch ein Leben und somit einen Partner vor der jetzigen Partnerschaft hatten. Mir sind Leute außerordentlich suspekt, die eine stringent ablehnende Haltung gegenüber den Ex-Partnern haben, weil sie vermutlich auch in vielen anderen Dingen nicht sonderlich tolerant sind oder ihnen das notwendige Selbstbewußtsein fehlt.
 
  • #16
@ #5 ThomasHH
"Du dürftest von mir aus jeden Kontakt zu einem Ex haben"
Nanana, das "jeden" nehme ich Dir so nicht ab :) Aber ich spüre wie Du denkst.

@ Frederika
Thomas hat bereits alles so beantwortet, wie ich es eigentlich! auch sehe/handhabe - mit nur einem Unterschied: mein Ex hat Kontakt zu seinen Exen gehalten und mir leider nicht vermittelt, daß ich zu ihm Vertrauen haben kann. Deshalb wäre ich künftig wahrscheinlich sehr hellhörig wenn es um Ex-Partnerinnen geht und hoffe wirklich, an einen Mann zu geraten, der am Besten auch keine Kontakte mehr zu seinen Ehemaligen pflegt oder aber wirklich unmißverständlich jeder klarmacht (unabhängig davon, ob wir vielleicht auch gerade eine Meinungsverschiedenheit haben), daß zwischen ihn und mich niemand kommt.

Unter Kontakt zum Ex verstehe ich reden, sich treffen, telefonieren aber keinerlei körperliche Annäherung - auch kein Begrüßungsbussi und kein Tanzen!

Um ehrlich zu sein, vertrete ich eigentlich die Meinung, daß man dem Partner keine Vorschriften machen sollte. Mein Ex konnte telefonieren, weggehen, sich treffen mit wem er wollte ohne daß ich auch nur einmal etwas gesagt habe. Schade, daß ich das Vertrauen von damals meinem künftigen Partner nicht unbeschwert entgegenbringen kann.

Mary - the real
 
G

Gast

  • #17
Was heißt hier DÜRFEN? Ich bin für mich selbst verantwortlich - wer bitte soll mir etwas verbieten dürfen? Keiner - auch mein Partner nicht! Es sollte offen und ehrlich besprochen werden, keine Heimlichtuerei hinter dem Rücken - aber verbieten lassen - das geht garnicht!

Danke Persona grata für dein Statement - schließe mich dir sehr gerne an! Toleranz - was mag das nur sein?!? Leider für viele ein Fremdwort mit Negativaspekten behaftet. Schade - dürfte man doch von Elite etwas mehr erwarten!
 
  • #18
@#16: DÜRFEN soll nicht heißen, dass man etwas verbietet, sondern ob es OK für einen ist. Die Titelfrage ist nur griffig gewählt. Die Erläuterung der Frage sollte JEDEM denkenden Menschen klar machen, wie ich die Frage gemeint habe. Manchmal fühlt man sich von Antworten veralbert, so von Deiner. beantworte doch einfach die in der Erklärung der Frage angegebenen Teilfragen, dann wäre es hilfreich! Danke.
 
  • #19
Vielen Dank erstmal für Eure Antworten! Vielleicht äußern sich ja noch ein paar konkret zu den Fragen in der Erläuterung.

Ich selbst toleriere keine Kontakte zu Expartnern und habe auch selbst keine. Warum sollte man sich gegenseitig das Leben schwermachen? Und schließlich hat sich ja jeder aus gutem Grund getrennt, oder?
 
G

Gast

  • #20
@#18:
Du möchtest ganz konkrete Antworten auf deine Fragen - bitte gerne:
Ja. Ja. Ja. Nein. Ja. Nein. Nein.
Ich weiß auch nicht was die Leute hier haben mit ihren ewigen Kommentaren, du hast sogenannte geschlossenen Fragen gestellt, keine offenen, und daher ist mehr als ja/nein/egal unangebracht, nicht wahr?
 
  • #21
@#15: Du hast mich sicher richtig verstanden; ich meinte jeden normalen Umgang. Die Intensität des Kontakts ist auch entscheidend.

@#19: Schwarz-Weiß-Denken haben die Gesellschaft selten vorangebracht. Wer die drittletzte Frage mit nein beantwortet, kann die vorletzte schlichtweg gar nicht beantworten, weder mit ja noch mit nein. Und ob einem Partner gegenüber etwas eine Zumutung ist oder nicht, sollte einem auch nicht egal sein, oder?
 
U

Ulrike

  • #22
@#16
Hilfreich? Wofür?

Und, war #18 jetzt hilfreich :)
 
G

Gast

  • #23
"Dürfen Eure Partner Kontakte zu Expartnern haben?"
Ich bin eine selbstverantwortliche Frau in Partnerschaft mit einem selbstverantwortlichem Mann, dem ich vertraue und der mir vertraut, d.h. wir lieben uns.
Diese Haltung schließt alles "erlauben oder nicht erlauben" und deshalb auch alles "darf ich/er oder nicht" völlig aus. Nicht nötig. Antwort: JA selbstverständlich.

"Toleriert Ihr das?"
Wie du oben schon gelesen hast: JA. Gehört für mich zum Respekt vor seiner Person, seinem (Vor-)Leben und seinen Entscheidungen, mit wem er Kontakt haben will und mit wem nicht, ganz selbstverständlich dazu. Ich maße mir nicht an, über ihn zu bestimmen. So wenig, wie er das tut. (Aber vielleicht hat das auch mit Lebenserfahrung und Reife zu tun. Ich bin über 50 Jahre alt und meine Liebe schließt Toleranz und Würdigung mit ein. Was ich auch von ihm bekomme. Antwort: JA

"Gefällt Euch das?"
Mir gefällt unsere gelassene Art, uns selbstverständlich und ohne Besitzdenken treu zu sein. Ich fürchte mich nicht vor anderen Frauen, weil ich mich nicht vor dem Leben und nicht vor dem Ende unserer Liebe fürchte. (Wenn es denn sich doch ereignen sollte, was ich mir nicht wünsche, bin ich dankbar um das Erlebte. Ich muss nichgt darum kämpfen, sehe auch keinen Sinn darin so zu tun, als sei Lieben eine Jagd, bei der die Konkurrenz auszustechen ist. Liebe ist immer noch ein Geschenk. Ein kostbares. Also fürchte ich nicht ihren Verlust, sondern erfreue mich an ihrem, meinem und seinem Dasein. Antwort: JA

"Würdet Ihr Euch wünschen, es gäbe keine Kontakte mehr?"
Wieso um Gottes Willen denn das??? Ich bin froh, um jede Erfahrung, die er weder vermeiden, noch verdrängen, noch sonst irgendwie belastend ertragen muss. Ich freue mich an allem, was er integriert und was ihn reifen lässt, integer und frei sein lässt. Dazu gehört der unkomplizierte Umgang mit der früheren Partnerin dazu. Antwort: NEIN

"Habt Ihr selbst während einer neuen Beziehung noch Kontakt zum Expartner?"
Ja selbstverständlich. Haben wir doch ein wichtige Zeit meines Lebens miteinander verbracht. Außerdem haben wir uns einmal geliebt und das aufgrund vieler Gemeinsamkeiten etc. Nach beidseitiger, mehrjähriger "Verdauungszeit" begannen wir uns wieder zu sprechen, arbeiteten manches auf und sind seit Längerem zufällig in ein Ritual gekommen, dass wir uns einmal jährlich zu dritt zum Essen treffen, uns viel zu erzählen haben und dann wieder auseinander gehen. Selten Telefonate, selten mails. Antwort: JA.

"Findet Ihr, das ist eine Zumutung für den neuen Partner?"
Nein, denn er weiß, dass ich IHN liebe. Im Gegenteil, er nimmt Teil an meinem ganzen Leben, dazu gehört auch meine Herkunftsfamilie und die Menschen, die in meinem Leben wichtig waren, wie alte Schulfreundinnen, ehemalige Kolleginnen, der frühere Partner. Da er mich liebt und Interesse an mir hat und zeigt, sind ihm unsere gemeinsamen Treffen keine Zumutung, sondern ein Zugang finden und Teilhabe an dem, was ich bin und war. Wäre es ihm eine Zumutung, ginge er nicht mit, so einfach. Er tut nichts, was er nicht gerne tut. So halte ich das auch. Antwort: NEIN.

"Wäret Ihr bereit, darauf zu verzichten?"
Dazu gibt es keinen Anlass.
Als rein theoretische Frage gestellt, kann ich dir versichern, dass ich mir einen solch ängstlich-unsicheren und kontrollierenden Mann, der sich von mir wünschte, dass ich auf Kontakte zu wem auch immer verzichte, nicht zum Partner wählen würde. Dessen bin ich mir sicher. Antwort: NEIN
 
G

Gast

  • #24
der #8 hat gute ansichten. so seh ichs auch
 
H

Hannah

  • #25
Hallo Frederika,
find es hängt tatsächlich davon ab, wie und wieso ein Paar sich trennte.
Deine Fragen und meine momentane ganz private Eistellung dazu:
zu1: Ja, zu 2: Ja, 3: neutral, 4:möchte selbst die Nr. 1 sein, dann kann er auch Kontakt haben,
zu 5: ja, zu 6: nein( ist es weniger eine Zumutung mit einem Kollegen oder Kumpel näher zu tun zu haben?)
zu 7: nein. Würd den Kontakt dezimieren, Mails lesen lassen oder tel. im Beisein des Partners, damit er merkt, da ist nichts..wenns sein muss.
 
A

Annette

  • #26
Als erstes frage ich mich, ob ich meinem Partner vorschreiben will und soll , was er darf? Ich denke nein. Er ist doch nicht mein Leibeigener.

Und die Antwort ist für mich klar. Ich wünsche mir eine Beziehung, in der wir ungestört eine Parterschaft leben können. Ungestört vom Beeinflussen der Meinungen und Bewertungen von aussen, unabhängig ob Ex, Eltern usw. Auch ungestört von nicht verarbeiteten Beziehungsdramen.

Hat mein Partner Kontakt zu anderen Menschen, die unsere Beziehung nicht stören, spielt es keine Rolle mehr, ob die mal zusammen waren.
Wo ist hier das Problem?

Versucht eine solche Person unsere Beziehung zu beeinflussen und ich fühle mich nicht mehr wohl oder sucht mein Partner Kontakt zur Ex um bei ihr wieder anzubandeln...werde ich mich mitteilen und gegebenenfalls auch Konsequenzen ziehen.

Doch keinesfalls vorschreiben, was er darf oder nicht. Ganz einfach.
 
G

Gast

  • #27
Hier nochmal # 22.

An die Fragestellerin Frederika:
Ich nahm mir die Zeit, dir deine Frage (wie von dir gewünscht, nicht allgemein, sondern) persönlich zu beantworten.
Deine bisherige Einstellung zum Thema schriebst du weiter oben im Thread (z.B. #18)

Nun bin ich gespannt, von dir zu hören, ob meine Antwort die dir eine andere (nämlich meine erlebte) Sicht auf deine bisherige Meinung gab, daran etwas verändern konnte.

Lässt du von dir hören?
Wie denkst du jetzt?
 
  • #28
@#22, #26: Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Selbstverständlich bleibe ich bei meinen eigenen Fragen erst recht am Ball, genau wie bei vielen anderen. Ich finde nur, dass man als Fragesteller auch mal die Antworten kommen lassen sollte -- schließlich war die Frage ernst gemeint und ich wollte nicht übermäßig Einfluß auf die Antworten nehmen. Da Du eine persönliche Antwort möchtest, nehme ich hiermit Stellung zu #22:

zu 1: Ja, Du hast recht, dass Vertrauen eine der wesentlichen Komponenten dieser Frage darstellt. Andererseits ist Fakt, dass etwa 60% irgendwann mal fremdgehen, dass 40% der Ehen geschieden werden, dass ein hoher Anteil an Beziehungen an Vertrauensbrüchen scheitert. Insofern sagt sich "Ich vertrauen" wesentlich leichter als es gelebt wird. Das ist ein Fakt, der sich durch das Schenken von Vertrauen nicht ändert. Aber natürlich bin auch ich nur mit Partner zusammen, denen ich vertraue. Soweit stimmen wir also eigentlich überein.

zu 2: Bei meiner Frage geht es doch gar nicht um "bestimmen", "erlauben", "dürfen". Das sagt man doch nur so. Bei der Frage nach "Tolerieren: ja/nein" geht es darum, ob es einem recht ist, ob man es duldet, gut findet, damit leben kann. Ich würde auch keine konkreten Vorschriften machen, aber es würde mich belasten -- vielleicht sogar soviel, dass ich die Beziehung an sich in Frage stellen würde, denn ich suche mit einer Partnerschaft keine Belastungen, sondern Harmonie.

zu 3: Schon das Wort "Besitzdenken" stößt mir auf. Treue hat nichts mit Besitzdenken zu tun, sondern mit freiwilliger Exklusivität. Sie ist Grundlage für eine erfolgreiche Paarbeziehung.

zu 4: Für mich ist es emotional unerträglich, an solche Kontakte zu denken. Insofern fühlen wir beide einfach nur anders. Ich glaube nicht, dass man das werten sollten, man muss nur auf einen passenden Partner treffen, wie so oft. Warum in aller Welt sollte man sich mit einem Menschen treffen, den man als Partner nicht mehr wollte? Damit hat sich für mich bisher immer alles erledigt gehabt. Ganz im Gegenteil wirkt es auf mich unglaublich oberflächlich und gefühlskalt, weiterhin nach einer Partnerschaft zusammen zu kommen. Ich denke immer, wahrscheinlich haben die sich nie wirklich etwa bedeutet, denn nur dann geht es.

zu 5: Tja, dann genieße Deine Kontakte zum Ex. Ich wüsste nicht, warum man das wollen sollte. Was gibt Dir das? Doch noch ein Gefühl der Nähe? Eine gewisse Vertrautheit? Das wäre ja gerade die Gefahr, das Schrecklich daran für den neuen Partner. Ne, geht wirklich nicht für mich.

zu 6: Hm, wir ticken einfach grundsätzlich anders. Expartner sind nicht mehr Teil meines Lebens und sollten auch nicht mehr Teil des Lebens des neuen Partners sein. Schreckliche Vorstellung. Aber wenn Du damit zurecht kommst, OK. Ist Eure Sache. Hauptsache, Ihr redet Euch das nicht nur mit sonnigen Worten ein, sondern fühlt es auch tief im Innern so neutral, wie es bei Dir klingt. Ich bezweifle das stark. Vielleicht ist Deinem Partner doch tief im Inneren unwohl, aber weiß, wie du denkst und mag nichts sagen. Rational ist man sich oft sicher. Emotional wäre es einem doch lieber anders. Leider beantwortet so etwa kaum einer ehrlich.
 
G

Gast

  • #29
Stimmt, Treue hat mit Besitzdenken nichts zu tun. Der bloße Kontakt zu einem Expartner (nach abgeschlossener Beziehung) hat allerdings auch nichts mit Untreue
zu tun (allzuoft hat der/die Ex sogar auch einen neuen Partner).

Einer fragte mich mal, ob wir gemeinsam mit seiner Ex ihren Partner und den Kindern in den Urlaub fahren? Grundsätzlich ja, wie mit jeder anderen Familie, wenn ich mich mit denen verstehe..wo ist nur das Problem??
 
M

Marianne

  • #30
Auch ich hatte mal "keine Kinder", daher kurz mein Kommentar: Nein, Kontakt zum Expartner ist mir nicht recht gewesen. Und jetzt (Achtung ich betrete die unerlaubte Zone!) beschränkt es sich auch nur auf den "Kindertausch" und gegenseitige Schuldzuweisungen, von wegen, die ist so ein Knallkopf in Mathe wie Du... ,)