• #1

Ehegattenunterhalt ein NoGo bei Partnersuche?

Ich bin etwas irritiert darüber, dass anscheinend Männer - potentielle Partner von mir, ein Problem damit haben, dass ich - 40, alleinerziehend mit einer kleinen Tochter, Unterhalt von meinem Exmann bekomme. Nicht wenig und lebenslang dank Notarvertrag und dies sogar außergerichtlich.

Ich habe also niemanden abgezockt und bin in der glücklichen Lage, für mein Kind da zu sein. Bin meinem Ex super dankbar dafür.

Dennoch muss ich mir anhören, dass ich ohne meinen Ex ja Hartz 4 wäre und keinesfalls eine Partnerschaft auf "Augenhöhe" eingehen kann, da ich ja nicht arbeiten gehe. Und somit am Ende des Tages ja auch nix zu sagen hätte. Quasi, sässe ich täglich 8 h an der Kasse, gäb's was zu reden abends und sonst nicht?

Ich habe jetzt das Gefühl, dem nächsten potentiellen Anwärter auf eine Partnerschaft irgendwas vorlügen zu müssen, warum ich genug Geld habe. Also, vielleicht irgendwas von reichen Eltern faseln??? Oder erzählen, ich bin selbständige Herzchirurgin?

Das kann's ja wohl irgendwie nicht sein.

Warum reagiert Männlein wie Weiblein offensichtlich allergisch auf Frauen, die von ihrem Ex Unterhalt beziehen???

LG
 
A

Arcturus

  • #2
.........................Unterhalt von meinem Exmann bekomme. Nicht wenig und lebenslang dank Notarvertrag und dies sogar außergerichtlich.
.........................
Warum reagiert Männlein wie Weiblein offensichtlich allergisch auf Frauen, die von ihrem Ex Unterhalt beziehen???

LG
Weil Du lebenslang (!) nie eigene wirtschaftliche Verantwortung für Dein Leben übernehmen mußt. Das ist jedem suspekt.
Mir auch.

m46
 
  • #3
Viele Männer (und ich dachte, das sei so gewollt) checken bei einer Frau ab, ob sie als Partnerin taugt. Wer Geld vom Ex nimmt (und das gilt auch für Männer, die ihre Frau zur Ader lassen) - und ich rede natürlich nicht von Kindesunterhalt - kommt für die meisten Leute als Partner nicht in Frage. Das liegt einerseits daran, dass man denkt, dass die finanziellen Interessen doch stark im Vordergrund stehen und man (gerade, wenn man selbst sehr gutes Einkommen und Vermögen hat) der nächste Fisch sein kann, der ausgenommen wird. Generell ist es nicht besonders attraktiv, sein Geld nicht selbst zu verdienen, wenn man nicht zu alt oder zu krank ist. Überleg doch mal, ob es Dich begeistern würde, wenn Du einen Mann kennen lernen würdest, der sich von der Exfrau alimentieren lässt.
 
A

ak18

  • #4
Da siehst du, dass Augenhöhe nichts mit dem Einkommen zu tun hat.

Natürlich hat es einen gewissen Charme fremdgesponsort frei in den Tag leben zu können, sich selbst zu verwirklichen,....Aber wie lange geht das gut? ...und was ist die monatliche Zuwendung in Jahrzehnten noch wert? Kommt irgendwann der Kater?

Für mich es ist aber, wie wohl für andere Männer auch eine Charakterfrage. Zu einer Frau, die sich nicht selbstverantwortlich versorgen will, würden mir auch viele Parallelen fehlen; egal ob sie den Vater, Ex oder die Zitze des Sozialsystems aussaugt. Ich hätte immer das Gefühl eine unselbständige Frau an der Seite zu haben.

Der Alltag wäre so anders und der Austausch über die auch beruflich geprägten Gedanken (evtl. sogar Sorgen und Nöte) könnte nicht stattfinden.

Mit einer Frau, die für ihren Unterhalt generell selbst sorgt, aber einen Bonus in Form von z.B. Unterhalt, Rente, Erbe oder Lottogewinn bekommt, hätte ich aber kein Problem.
 
  • #5
IQuasi, sässe ich täglich 8 h an der Kasse ....
Vor einer solchen Frau hätte ich wesentlich mehr Respekt, als vor jemanden, der sich von fremden(!) Geld in einer Hängematte ausruht.
Auch ein KInd muß nicht zwingend 24 Stunden rundumbespaßt werden - diese Begründung halte ich für eine zurechtgelegte Schutzbehauptung für das beschriebene Verhalten.

Die "Tantiemen" des Ex würden mich nicht direkt stören, würden sie für schlechte Zeiten und/oder eine gute Ausbildung der Tochter angelegt und verwendet, erwarte aber bei einer Partnerin Eigenverantwortung für ihren persönlichen Grundlebensbedarf. Von einem Menschen mit der Einstellung seinen Lebensstandart daraus abzuleiten (quasi "da habe ich ein Anrecht drauf"- wirklich?), zufällig mal mit einem vermögenden Partner verheiratet gewesen zu sein, würde ich mich auch gruselnd abwenden. Das Problem ist nicht die Tatsache der Zahlungen "Nicht wenig und lebenslang dank Notarvertrag" - diesen Satz muss man(n) sich mal auf der Zunge zergehenlassen - sondern der unverblümte Umgang damit. Ich kann die Bedenken der potentiellen Partner nachvollziehen, die eine Charakterschwäche im Umgang mit Geld befürchten ("bin ich der nächste Geldautomat?").

Apropos Charakterschwäche: Der angesprochene Vorsatz, bei wichtigen Fakten bewusst zu lügen und zu täuschen - um sich bei der Partnersuche einen "Vorteil" zu verschaffen - spicht für sich.
 
  • #6
Warum reagiert Männlein wie Weiblein offensichtlich allergisch auf Frauen, die von ihrem Ex Unterhalt beziehen???
Einerseits finde ich es super, dass Du so viel Zeit für Dein Kind hast, aber wenn mir ein Mann begegnete, der sagt, er konzentriere sich voll auf sein Kind, die Ex bezahlt ja sein Leben, hurra, würde ich mich auch fragen, ob er nie ein Ziel im Leben hatte außer über andere Menschen zu leben - über das Kind, indem man seinen Ehrgeiz in dessen Leben steckt, und ansonsten über den Expartner, der einen ernährt.

Andererseits könnte bei manchen Frauen Neid dahinterstecken. Du hast keine Beziehung am Hacken, die Du für finanzielle Sorglosigkeit ertragen müsstest, und kannst Dir aussuchen, ob Du halbtags in einer Galerie arbeiten willst für 400 Euro oder noch mal Kunstgeschichte studierst.
Viele Frauen würden es doch genauso toll finden, wenn sie es so hätten, aber eben noch was arbeiten für die Selbstbestätigung. Dass Du die nicht für Dein Ego zu brauchen scheinst, ist glaube ich der Haken.

Eine Frau, die ihr Leben meistert, wirkt ganz anders, weil Männer ja selber wissen, wie anstrengend es ist und heute kaum noch einsehen, sich eine "Hausdame zu halten". Es sei denn, die Arbeit der Frau erfordert viel Zeit und Energie. Da gibt es doch einige Männer, die sich vernachlässigt fühlen und auf einmal gut finden, wenn die Frau keine Interessen hat, als ihnen das Leben angenehm zu machen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es manchem Mann nicht passt, dass Du ohne einen Finger krumm machen zu müssen, von ihm unabhängig bist, er sich vielleicht kaum was leisten kann, während Du ihm ganz entspannt ein Geschenk vom Geld des Ex machst. Es bewirkt ein Gefühl der Entzweiung, wenn ein Partner die täglichen Sorgen nicht hat. Das wäre auch so, wenn Du reiche Eltern hättest, es ist eine Lebenseinstellung, die für arbeitende Menschen unattraktiv ist, weil es Dir nicht fehlt, rauszugehen und zu "bestehen".

Was ist mit Gattinnen, die von einem guten Gehalt ihres Mannes leben und sich auch um Kinder kümmern, die es nicht mehr bräuchten? Bei manchen sieht es so aus, als müsste dann unbedingt noch ein Kind und noch ein Kind her, nur damit man die Langeweile im Leben nicht merkt oder mit dem "Alten" allein ist und nichts mit ihm anzufangen weiß.
Die denken doch genauso, nur haben sie den Stress, den Mann auf Linie zu halten, damit er sich nicht was Jüngeres sucht, weil sie dann wieder in die Arbeitswelt müssten.
 
A

Ares

  • #7
Ja, eine Frau, die sich vom Ex voll aushalten lässt (wir reden hier von Ehegattenunterhalt und nicht von Kindesunterhalt, lebenslang und nicht für Zeiten, in denen Du das benötigst, damit es dem Kind besser geht) ist für mich ein NOGO. Nicht in der Lage, für das eigene Leben zu sorgen und das lebenslang. Das geht überhaupt nicht. Schon wenn ich es lese, rollen sich bei mir die Fußnägel hoch.
Die Vorschreiber haben ja schon genug zum daraus abzuleitenden Charakter geschrieben. Auf Augenhöhe bedeutet eben auch, angemessen beruflich tätig zu sein. In der Tat würde ich befürchten, dass Du eine ganz bestimmte Einstellung zu Beziehungen und Geld hast. Kann ich nicht brauchen.
 
  • #8
Das Problem ist für mich generell: wer so eine Frage stellt, wie kann man versuchen so jemandem das zu erklären und hoffen er/sie versteht das?
Es ist einfach unsexy sich aushalten zu lassen, egal in welcher Form und von wem. Es ist unsexy keine eigene Leistung vorzuweisen zu haben.
 
P

Provence

  • #9
Und warum, liebe FS, nutzt du nicht deine komfortable Situation aus, um wirklich »etwas zu werden«? Es muss ja nicht gleich die Herzchirurgin sein, aber irgendetwas anderes? Ein Studium, eine Ausbildung? Oder versuche, als Quereinsteigerin irgendwo Fuß zu fassen, vorerst halbtags, später dann aufstockend. Deinem Kind täte der Kindergarten sicher auch ganz gut …
DAS würde jedenfalls von Eigeninitiative zeugen.

Stell dir einfach einmal vor, wie dein Leben aussieht, wenn deine Kleine groß ist und das Haus verlässt? Vorausgesetzt, du findest keinen Mann, der dich an ihrer Stelle bespaßt? Willst du dann nur noch shoppen gehen? Bleibst du in deiner Hängematte, wirst du dich an keiner Stelle weiterentwickeln. Jeder kluge Mann erkennt das sofort und verabschiedet sich umgehend. Ich kann das gut verstehen. Du bist/wirst einfach langweilig.
w
 
  • #10
@4: Naja was soll sie denn aus ihrer Sicht sonst machen? Die Situation ist im Moment, wie sie ist. Wir wissen allerdings auch nichts über die näheren Umstände, vielleicht benötigt das Kind ja rundum Betreuung aus gesundheitlichen Gründen?

Ich persönlich mag es auch sehr, wenn Leute sich mit eigener Hände Arbeit ihr Geld verdienen, aber dass alleine macht die Supermarktkassiererin auch noch nicht per se zum besseren Menschen. Außerdem sucht die FS einen Partner und keinen zweiten Ehemann, an dessen "Zitze " sie saugen kann. Ich bin dagegen, solche Vorverurteilungen zanzubringen ohne genauere Umstände zu kennen.
 
  • #11
Was ist mit Gattinnen, die von einem guten Gehalt ihres Mannes leben und sich auch um Kinder kümmern, die es nicht mehr bräuchten? Bei manchen sieht es so aus, als müsste dann unbedingt noch ein Kind und noch ein Kind her, nur damit man die Langeweile im Leben nicht merkt oder mit dem "Alten" allein ist und nichts mit ihm anzufangen weiß.
Die denken doch genauso, nur haben sie den Stress, den Mann auf Linie zu halten, damit er sich nicht was Jüngeres sucht, weil sie dann wieder in die Arbeitswelt müssten.
Sehr guter Beitrag, gut aufgearbeitet, ich kenne genug Frauen, die mit Anfang 40 noch mal mit Nachwuchs kommen, weil sie nie richtig gearbeitet haben und nun nichts mehr finden, oder finden wollen und dann lieber noch mal ein Einzelkind produzieren. Eine Mutter hat mich mal ziemlich fies angemacht, als ich sie fragte, wann sie beruflich wieder einsteigen will und ob sie nicht Angst hätte, wenn sie weiter zu Hause bleibt, irgendwann mal da zustehen und von H4 zu leben, weil sich ihr Ehemann eine Jüngere sucht.

Ich war als ehem. AE-Mutter immer arbeiten, immer unahängig, aber auch das war für viele Männer keine gute Kombi. Unabhängige Frauen sind bei vielen Männer allgemein nicht besonders beliebt.

w
 
  • #12
Es ist schön, dass dein Mann Willens und in der Lage ist, dich lebenslang zu finanzieren. Dabei glaube ich nicht, dass dieser Umstand ein Hindernis bei der Partnersuche darstellt. Wäre es nicht viel schlimmer, wenn Du an der Existenzgrenze leben müsstest? Du könntest mit einem neuen Mann nur dann etwas unternehmen, wenn er bezahlt, dich also finanziert.

Ich (und vielleicht auch ein Mann) sehe das Problem nicht im liebevollen Versorgen des Kindes. Es geht wohl darum, dass Du mit 40 Jahren wie eine Rentnerin lebst. Spätestens wenn Du 55 bist, wird sich dein Kind abnabeln. Dann bist Du 15 Jahre zu Hause gesessen, hast Hausaufgaben überwacht, mit dem Kind gespielt und vielleicht etwas Abwechslung durch Sport, Friseur und Cosmetic gehabt. Dann wirst Du ein gravierendes Defizit gegenüber einer berufstätigen Frau haben. Sie hatte tägliche Übung in sozialen Situationen, ist teamfähig, hat Stressbewältigungsstrategien, setzt ihre Interessen durch. Sie hat Lebenserfahrung und Menschenkenntnis durch vielerlei Begegnungen (Kunden, Kollegen). Auch löst sie Konflikte durch Übung und entwickelt sich weiter durch Reibung mit anderen. Sie hat gelernt, sich Anweisungen unterzuordnen und diese, vielleicht als Vorgesetzte, erfolgreich ihrem Team zu vermitteln.

Wie wird dein Leben aussehen, wenn dein Kind dich nicht mehr braucht? Du hast dann hoffentlich 3 Freundinnen, mit denen Du Kaffee trinken oder Tennis spielen kannst. Vielleicht kannst Du täglich deine Eltern besuchen. Deine Geschwister werden arbeiten müssen. Merkst Du was? Das meine ich und das macht den Unterschied, nicht deine finanzielle Absicherung. Was hindert dich, auf freiwilliger Basis, etwas für dich und dein Wachstum zu tun? Ich hätte Angst, seltsam und wunderlich zu werden, wenn ich anderen hinterherschauen würde, wie die morgens ins Leben hinausfahren. Männer ticken diesbezüglich wohl auch nicht anders.
 
  • #13
Wie kommen Männer eigentlich darauf, dass ich sie ausnehmen möchte in Zukunft? Ist diese Idee nicht lächerlich? Ich habe genügend Geld, um mit meinem Kind gut zu leben. Es gibt schlicht keinen Grund für mich, mit einem Mann wegen des Geldes zusammen zu sein. Ich würde zum Beispiel auch nicht mehr heiraten. Ist für mich komplett abgeschlossen.

Und ja - sicher werde ich nicht nur daheim sitzen oder shoppen gehen - ich hasse shoppen, nur mal so nebenbei. Ich brauche auch kein neues Studium ect; ich habe bereits zwei Berufe.

Im Moment genieße ich mein Kind. Die Zeit mit ihm. Zeit, die nie wieder kommen wird. Ich würde es bereuen, diese Zeit in einem Büro abzusitzen, um mit stolz erhobenem Haupt dem Rest der Welt gegenüber stehen zu können: "Seht her, ich verdiene mein eigenes Geld - koste es, was es wolle...".

Ich bin dankbar, unendlich dankbar, das ich dies nicht tun muss.

Ich habe heute einen schönen Satz gehört, sinngemäß war er...dass ein liebender Mann immer für seine große Liebe und dem Kind mit ihr da sein wird und für sie sorgen wird.

Das ist doch ein wundervoller Satz. Da verspricht jemand seinen zwei großen Lieben, der Frau und seinem Kind, dass er immer für sie sorgen wird. In guten wie in schlechten Zeiten.

Die schlechten Zeiten gibt es leider auch manchmal. Zum Beispiel in Form einer Trennung. Weil die Liebe nicht gereicht hat. Das Versprechen steht da aber immer noch.

Und wenn ein Mann dann dieses Versprechen tatsächlich auch in den schlechten Zeiten einhält, dann ist das etwas ganz Wunderbares. Etwas, wovor man den Hut ziehen sollte. Und weder die Begünstigten noch den Geber deswegen beleidigen sollte. Da steht jemand zu seiner Verantwortung. Ist das nicht toll?

Selbstverständlich werde ich alles in meiner Macht stehende tun, dieses Geld irgendwann nicht mehr zu benötigen.

Wenn man Menschen kurz vor ihrem Tod befragt, was sie rückblickend auf ihr Leben, ändern würden, geben die meisten übereinstimmend an, dass sie weniger arbeiten würden im Nachhinein. Um mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben zu haben, zb., mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, statt sie für materielle Dinge dauerhaft fremdbetreuen zu lassen ab frühester Kindheit.

Sowas bedauert man am Ende des Lebens. Vielleicht auch mal darüber nachsinnen...

Schönen Abend.
 
  • #14
Hallo FS,
ich finde es prima, dass du finanziell gesehen so entspannt leben kannst. Genieße dein Leben. Ich hätte deshalb kein schlechtes Gewissen. Wenn du und dein Ex euch einig seid, ist das wunderbar. Es gibt sicherlich Gründe dafür. Kindererziehung bedeutet fast immer Verzicht auf einen guten (Vollzeit)-Job und ich finde es fair, wenn der Ehemann eine Ausgleich schafft. Auf Augenhöhe - ein wirklich abgegriffener Begriff - kann ich mit einem Partner auch sein wenn ich ein Ehrenamt ausübe. Der finanzielle Aspekt spielt dabei keine Rolle.
Alles Gute für dich und deine Tochter.
 
  • #15
Dennoch muss ich mir anhören, dass ich ohne meinen Ex ja Hartz 4 wäre und keinesfalls eine Partnerschaft auf "Augenhöhe" eingehen kann, da ich ja nicht arbeiten gehe. Und somit am Ende des Tages ja auch nix zu sagen hätte. Quasi, sässe ich täglich 8 h an der Kasse, gäb's was zu reden abends und sonst nicht?
Du Glückliche!
Lebenslangen Unterhalt vom Ex, um gut leben zu können und somit von jeglicher beruflichen Tätigkeit befreit zu sein, ist doch toll.
Besonders für deine Tochter. Sich um ein Kind zu kümmern, ist eine große Verantwortung und dass es dir möglich ist rund um die Uhr für deine Tochter da zu sein, darüber kannst du dich freuen und solltest dir keine Gedanken darüber machen, dass andere Leute damit ein Problem haben. Wenn ich auch nicht nachvollziehen kann, wieso, denn wärst du von Haus aus reich oder hättest geerbt oder wärst Lottomillionärin, müsstest du ja auch nicht arbeiten. Mit Sicherheit würde dein Ex dir den Unterhalt nicht zahlen, wenn er es sich nicht leisten könnte.
Warum solltest du dich also vor dem nächsten potentiellen Anwärter auf eine Partnerschaft für dein Privileg rechtfertigen? Wenn jemand dir ernsthaft vorhält, dass du nicht arbeiten musst, dann ist es wohl nicht der Richtige für dich.
Über den Kindesunterhalt wirst du sicher nur solange verfügen können, bis deine Tochter alt genug ist, um selber zu entscheiden, wie sie die väterlichen Zuwendungen verwaltet.
Was deinen persönlichen Unterhalt angeht, würdest du den weiter bekommen, selbst wenn du wieder heiratest?
 
  • #16
Welche Ausbildung hast du? Welche Interessen hast du? Was sind deine Pläne für die Zeit wo deine Tochter nicht mehr auf deine Betreuung angewiesen ist? Möglicherweise ist es weniger die Tatsache, dass du Unterhalt beziehst, sondern wie du damit umgehst und deine Freiheit nutzt.

Ich gehe mal davon aus, dass die Männer, die du momentan für dich in Betracht ziehst, auch gut situiert sind. Und wenn die nicht nur auf Trophäen zum Herzeigen und Betthäschen aus sind -- dafür bist du, sorry, leider schon zu alt -- suchen die eine Partnerin in Augenhöhe. Nicht finanziell, aber in der Lebensweise. Und wenn sie nicht das Gefühl haben, dass das passt, wird das nichts.

Und ohne dir nahe treten zu wollen, vielleicht strahlst du wirklich den Eindruck aus, eine Goldgräberin zu sein und es dir jetzt auf Kosten deines Ex-Mannes gut gehen zu lassen. Und daran, der nächste Zahlhans zu sein, ist nun wirklich kein Mann interessiert.
 
  • #17
Viele - gerade Frauen sind unterbewusst doch neidisch - gerade wenn die Partnerschaften nur noch eine Halbwertzeit von knapp 5-7 Jahren haben. Was könnte man alles machen wenn man so wie die FS jeden Tag nur noch mit sich selbst und den Ergebnis einer Partnerschaft (Kind) beschäftigt ist. Geld in Hülle und Fülle und das ohne einen Finger krumm zu machen. Keine Existenzängste denn sie ist ja durch ihren Ex versorgt.
Eine Frage die ich mir jedoch stelle!? Worüber spricht man, wenn außer dem Kind, kaum etwas erstrebenswertes da ist. Mit tollen Joberlebnissen kann sich die FS nicht brüsten - denn die gibt es nicht. Das Leben das diese führt - erscheint doch sehr eintönig - denn es dreht sich alles ums Kind und was man als nächstes noch kaufen soll.
Das wäre mir auch bei einen Mann zu wenig - ich hätte auch die Befürchtung er würde mit dem wenigen Erlebnissen verblöden - denn es erscheint mir nur wenig Input zu geben.
Arbeit ist nicht giftig und Bildung (Studium) schadet auch nicht.
 
  • #18
Woher wisst ihr denn alle so genau, dass die FS nichts macht außer "Kind bespaßen"? o_O Und wer sagt, dass sie keinen Beruf hat, in dem sie arbeiten könnte? Dass sie sich nicht weiterentwickeln möchte? Oder dass das Kind nicht in den Kindergarten geht? Vielleicht ist es auch noch zu klein dazu? Steht da irgendwo was darüber? Nein, es wird drauf losgehackt.

Ich höre da hauptsächlich Neid (und das denke ich hier sonst selten). Jemand in dieser komfortablen Position kann z.B. auch beliebig ehrenamtlich tätig werden. Ist das irgendwie weniger wert? Und da die FS ja schon versorgt ist, wird sie wohl kaum einen Mann suchen, der ebenfalls für sie aufkommen soll. Was ein Blödsinn.

Unmöglich, diese Art, den Wert und den Charakter einer Person an sowas festzumachen, wenn man sonst nichts über den Menschen weiß ...

Liebe FS, ich weiß ja nicht, wie das beim Kennenlernen abläuft, aber ich würde den Unterhalt für dich gar nicht erst erwähnen. Es kann natürlich trotzdem sein, dass du irgendwann abgelehnt wirst, weil man dich für "von Beruf Tochter" hält - so in der Art. Offenbar denken die meisten hier ja auch in die Richtung.
 
  • #19
Mit tollen Joberlebnissen kann sich die FS nicht brüsten - denn die gibt es nicht. Das Leben das diese führt - erscheint doch sehr eintönig - denn es dreht sich alles ums Kind und was man als nächstes noch kaufen soll.
Was sind denn die "tollen Joberlebnisse", die man aus dem Büro berichten kann? Mittlerweile habe ich den Vergleich und ich kann nur sagen, die Berufstätigen haben einfach keine Ahnung, wie viele interessante, spannende Dinge man täglich erlebt, wenn man einen ganz normalen Alltag mit Kindern, einkaufen, Haushalt, Ehrenamt usw. hat.
Jedenfalls habe ich mich während dieser Zeit nicht gelangweilt. Und seinen Kopf kann man auch in den eigenen vier Wänden benutzen, dafür braucht man kein Büro.

Spannender sind die Bürotage keinesfalls. Übrigens dreht sich auch bei Vollzeit-Erziehern nicht immer und ständig alles ums Kind.

Und ganz nebenbei gesagt finde ich es toll, wenn Eltern die Zeit mit ihrem kleinen Kind genießen möchten. Denn die ist so schnell vorbei und kommt nicht wieder.
 
  • #20
Danke für Eure Rückmeldungen.

Das eine ist mir klar: Unterhalt werde ich nicht mehr ansprechen. Meine finanzielle Situation werde ich eher totschweigen in Zukunft.

Da ich mich selbständig machen möchte - aber klein anfangen werde und Schritt für Schritt das Ganze ausbauen möchte, kann ich dann ja auch gut angeben, dass ich von meiner Hände Arbeit lebe.

Ich persönlich finde das blöd, in Zukunft um das Finanzielle ein Geheimnis machen zu müssen. Aber anscheinend ist das sinnvoll, zumindest am Anfang.

Dass ich, wenn mein Kind aus dem Haus ist, an Langeweile sterben werde, ist so eine Sache. Ich bin gerne allein. Ich brauche Zeit, viel Zeit für mich, um wirklich mit mir eins zu sein, wenn jemand versteht, was ich damit meine.

Ich sitze ja nicht vor dem TV und lass mich berieseln oder so. Ich lese und ergründe sehr viel. Hab ständig irgendwelche Ideen, denen ich nachgehen muss. Mir ist es nie langweilig. Nie. Nur einsam fühle ich mich vielleicht ab und an, wenn ich tagelang in irgend ein Thema vertieft war und dann plötzlich merke - da ist jetzt niemand, mit dem ich drüber reden und diskutieren kann. Niemand, der mir etwas Verhältnismäßigkeit entgegen stellen kann.

Da habt Ihr natürlich recht. Ich sollte mehr unter Leute. Sei es jetzt durch Kollegen auf der Arbeit oder wie auch immer.
Das ist ein Manko. Und da wird man natürlich auch anders. Anders als der Durchschnitt auch. Aber das stört mich nicht. Ich war schon immer anders, oder komisch. Was auch immer :)...

Also Input habe ich genug. Es war früher sogar so, dass ich neben einem Vollzeitjob eigentlich nie wirklich eine gute Beziehung führen konnte. Die wenige Zeit nach der Arbeit brauchte ich für mich. Um wieder einen klaren Kopf zu kriegen. Hut ab, wer Kind, Familie UND Vollzeitjob gebacken kriegt. Das müssen wahre Powerfrauen sein. Solch eine bin ich nicht.

Wie geht das? Ausgepowert nach einem 8-10h Tag heimkommen. Haushalt. Einkaufen. Kochen. Für das Kind da sein. Sex mit dem Mann und noch ein gutes Gespräch bei einem Glas Wein. Wie kriegt man das unter in 24 h? Und sich dann noch um das eigene Seelenheil kümmern? Geht nicht. Persönlich würde man auf der Strecke bleiben. So sehe ich das. Man ist dauerhaft im Hamsterrad. 24 h am Tag. Kann nie ausbrechen. Jede Minute des Tages ist verplant, für den Mann, die Arbeit, den Haushalt, die Freundin, das Kind, das Hobby, den Nachtschlaf.

LG
 
N

nachdenkliche

  • #21
Ich habe heute einen schönen Satz gehört, sinngemäß war er...dass ein liebender Mann immer für seine große Liebe und dem Kind mit ihr da sein wird und für sie sorgen wird.

Das ist doch ein wundervoller Satz. Da verspricht jemand seinen zwei großen Lieben, der Frau und seinem Kind, dass er immer für sie sorgen wird. In guten wie in schlechten Zeiten.

Die schlechten Zeiten gibt es leider auch manchmal. Zum Beispiel in Form einer Trennung. Weil die Liebe nicht gereicht hat. Das Versprechen steht da aber immer noch.

Und wenn ein Mann dann dieses Versprechen tatsächlich auch in den schlechten Zeiten einhält, dann ist das etwas ganz Wunderbares. Etwas, wovor man den Hut ziehen sollte. U
Er schiebt Geld rüber und kauft sich praktisch von der Verpflichtung frei zumindest für seine Kinder ein anwesender Vater zu sein. Das verstehe ich darunter, liebe FS. Und überhaupt, bist Du immernoch seine "große" Liebe ? Ansonsten lebt er sein Leben, er hat ja seine monatlichen Erziehungsverpflichtung erledigt. Das verstehst Du unter "sorgen". Du bist dann aber diejenige, die wirklich die Sorgen mit dem Kind hat vielleicht wegen der Krankheiten, Schule usw..Natürlich gibt es viele, viele Väter, die nicht mal Unterhalt zahlen und aus dem Leben der Kinder verschwinden, das ist unverzeihlich. Ich hoffe, der Kindsvater hat auch Kontakt zu Eurem Kind? Alles Gute für Dich!
 
  • #22
Für mich klingen gerade die Beiträge mancher Herren, als wären da einige, die nie im Leben derart großzügig wären bzw. das gar nicht einsehen würden. Und die deshalb die Großzügigkeit anderer und den Empfänger schlecht reden müssen.

Das finde ich sehr traurig.

Wahrscheinlich fänden diese es sehr viel besser, wenn die FS möglichst Vollzeit arbeiten gehen und das Kind fremdbetreuen lassen würde. Ich rechne es dem Ex und Vater des Kindes hoch an, dass ER das nicht von ihr verlangt. Wenn er das Kind hätte und arbeiten wollte, müsste er schließlich auch eine Betreuung bezahlen. So überlässt er das der Mutter - ist da irgendwas verkehrt dran?
 
  • #23
Liebe FS,
neben einigen Argumenten, die hier bereits geschrieben wurden...ist das Thema Unterhalt und Angst ausgenutzt zu werden, bei vielen Männern gross. Oft aus dem Grund, weil diese auch Unterhalt bezahlen und da viele immer wieder Krach drüber haben.
Mein Exfreund hat 7 Jahre Angst gehabt, dass ich ihn ausnutzen könnte, weil ich nicht einmal Kindesunterhalt von meinem Exmann bekomme. Dieser kümmert sich viel, während ich arbeite, hat sowieso nicht viel...warum soll ich da jahrelang stressen?
Es scheint also egal zu sein, wie die Medaille sich dreht...viele Herren haben Angst doch noch zur Verantwortung gezogen zu werden. Ich habe seit fast 20Jahren einen Job, komme gut klar, Kinder haben eine Ausbildungsversicherung und ich ein kleines Haus. Du hast einen Notarvertrag und bist abgesichert.
Viele Singlemänner zahlen brav und viel Unterhalt und haben trotzdem immer Stress mit ihren Exfrauen, die noch mehr haben wollen. Somit bist Du ggf ein rotes Tuch, weil Du Dir "auch! das Leben bezahlen lässt und jemand wie ich, weil ich meinen Ex nicht vor Gericht ziehe.
Bei uns beiden kann für solche Männer immer etwas passieren...(auch wenn faktisch nicht möglich) und dann müssen sie uns ernähren und die Kinder des anderen auch noch!!! Und wahrscheinlich wollen wir auch nur deshalb einen Partner...so wie die Ex ja auch nur versorgt werden wollte (O-Ton einiger Herren).
Da hat es auch 7 Jahre nicht geholfen, dass mein Ex 0 für mich bezahlt hat, nicht mal bei Eintritten fürs Kino.
Die Angst sitzt einfach tief und da es bereits Verantwortung gibt...wollen sie keine Neue mehr= Duschen ohne nass zu werden. Da hilft kein Handtuch!!
 
  • #24
Und somit am Ende des Tages ja auch nix zu sagen hätte. Quasi, sässe ich täglich 8 h an der Kasse, gäb's was zu reden abends und sonst nicht?
Was sind denn deine Interessen (ausser deiner Tochter) und Hobbies?
Womit kannst du beeindrucken?

Ich finde insgesamt auch nichts zu bemeckern an deiner Situation.
Du bist in einer beneidenswerten Lage.

Es ist so, das ich Mütter kenne, welche sich wirklich nur um ihre Familie kümmern.
Wer nicht arbeiten gehen muss, weil der Mann genug Geld nach Hause bringt, prima.
Nur habe ich das Gefühl, das diese Frauen unter geistiger Degeneration leiden, weil ausser Kinder, Rezepte und Pflegetipps keine andere Unterhaltung möglich ist.
 
  • #25
Liebe Lilli,

unmöglich, wie viele abwertende Kommentare von Männern und Frauen hier kommen. Lass Dich nicht verunsichern!
Das sind alles Neider. Die Frauen, weil sie nach der Trennung höchstens Kindesunterhalt an der unteren Grenze erhalten und der Kindesvater häufig auch den nicht zahlen will. Die Männer, weil sie sehen, dass Dein Ex einen offenbar besseren Job und einen höheren sozialen Status als sie selbst haben. Diese Männer befürchten (zu Recht!!), dass Du sie mit Deinem Exmann vergleichst und sie dabei den Kürzeren ziehen. Sie selbst haben es beruflich nicht so weit gebracht. Solche Typen lass links liegen.
Ein selbstbewusster und intelligenter Mann wird sich über den Unterhalt nicht aufregen. Warum auch? Dein Ex hat ein gutes Verhältnis zu Dir und dem Kind und weiß, was er Euch schuldig ist. Die Frauen hier regen sich doch scharenweise darüber auf, wie wenig Charakter ihre Exmänner während und nach der Trennung beweisen. Bei Dir läuft es, im Gegensatz zu ihnen, positiv. Das können sie offenbar nicht ertragen.
Genieß Deine Situation mit Deinem Kind! Alles Gute!
 
  • #26
"Seht her, ich verdiene mein eigenes Geld - koste es, was es wolle...".
Darum geht es ja nur denen, die neidisch sind, wenn sie darauf dringen. Wenn alle so reagieren, hast Du entweder nur Neidische getroffen (was ich nicht mal unwahrscheinlich finde), oder aber es auf eine Weise gesagt, dass Du mit Deinem Kind wie ein abgeschlossener Kosmos wirkst und der Mann vor eine gläserne Wand zu laufen meint.

Ich weiß nicht, was die Männer, die Du getroffen hast, über Beziehungen allgemein denken, aber meist sehen sie sich von Natur aus finanziell im Vorteil. Dass eine Frau schon mehr verdient, ist für viele Männer, die ich so kenne (dh. Ü40), ein Problem. Allerdings wollen sie Dich und Deine Tochter auch nicht ernähren, wenn sie neu in Dein Leben treten. Von daher könnten sie froh sein, dass Du genügend Geld hast. Aber das auf ganz bequeme Weise, nämlich durch einen anderen Mann in Deinem Leben, auch wenn er weg ist.
Auf einmal gibt es dann diese Solidarität zwischen Männern und Neid bei vielen Frauen. Außerdem sieht es so aus, als sei Deine Exbeziehung ungewöhnlich toll gewesen, der Ex ist reich und großzügig und er wirft einen großen finanziellen "Schatten" auf Dein Leben, und damit auch auf das eines neuen Partners. (Das ist vielleicht ähnlich wie "die Exfreundin ist ein bekanntes, wunderschönes Model", aber bei Dir eben dauerhaft präsent, dass der Ex "besser als viele andere" war.)
So würde das aber auch nie kommuniziert werden, es wird zusammengefasst zu "du wärst H4 ohne ihn".

Dass Du nicht mehr heiraten willst, ist logisch. Vielleicht ist aber auch das ein weiterer Punkt, der die Partnersuche erschwert, auch wenn die Männer Dich vielleicht nie heiraten wollen würden, hast DU ja schon die Entscheidung getroffen, und das wegen des Geldes eines Anderen. Also DER hat die Entscheidung für den zukünftigen Partner getroffen und das nicht mit was Unangenehmen, sondern mit dem, womit sich viele Männer in Beziehungen identifizieren, Finanzkraft.
Ich weiß nicht, wie Du den Männern vermittelt hast, wie Dein Leben aussieht. Aber wenn sie den Eindruck bekommen haben, wie ich oben schrieb, dass Du und Dein Kind ein geschlossener Kosmos sind und Du kein anderes Thema im Leben hast, als Dein Kind, dann ist "nichts zu erzählen und H4" nicht nur ein Ausdruck des Neides, sondern auch der Gedanke, dass man außen vor sein wird, weil Du nichts brauchst dank eines anderen Mannes.
 
  • #27
Das Problem ist nicht die Tatsache der Zahlungen "Nicht wenig und lebenslang dank Notarvertrag" - diesen Satz muss man(n) sich mal auf der Zunge zergehenlassen - sondern der unverblümte Umgang damit.
Dr. House hat das ziemlich gut auf den Punkt gebracht, der Ton macht hier die Musik. Es ist überhaupt kein Problem, dass die FS Unterhalt bezieht, es ist die Art, wie es sich zwischen den Zeilen liest. Eine Leistung worauf man Stolz sein kann.

Liebe FS, wenn Du bei Dates so auf die sprichwörtliche Kacke haust, kann ich mir gut vorstellen, dass es für jeden Mann abschreckend wirkt.
Gut situiert einheiraten und der Bezug von Unterhalt sind keine erbrachten Leistungen.

Ich habe heute einen schönen Satz gehört, sinngemäß war er...dass ein liebender Mann immer für seine große Liebe und dem Kind mit ihr da sein wird und für sie sorgen wird.
Liebes Märchenbuch...
Entschuldige, dass ich Dich für die Aussage in eine Ecke dränge, aber sowas Blödes hab ich schon lange nicht mehr gehört. Respekt vor dem Ex-Partner, dass er dich finanziert. Diese Aussage klingt naiv und schwülstig und eben nicht nach Augenhöhe. Bringt es aber auf den Punkt, du bist jemand der hofiert werden will.

P.S. die ganzen Rechtfertigungen finde ich auch total störend.
 
  • #28
Möglicherweise ist es weniger die Tatsache, dass du Unterhalt beziehst, sondern wie du damit umgehst und deine Freiheit nutzt.
Solch eine komfortable Situation wünschen sich sicherlich viele Menschen und das gebe ich offen zu, es würde mir auch gefallen, sich nicht unbedingt zwischen Job und Familie und dem ganzen Drumherum zerreissen zu müssen. Auf welche Art du dein Leben finanzierst, geht doch niemanden etwas an - auch den potentiellen Partner (zumindest vorerst) nicht. Zwangsläufig kommt immer die Frage, was man im Leben so tut. Mit sehr kleinem Kind kann man diese doch mit der Antwort "Elternzeit" umschiffen... Mit etwas größerem Kind würde ich es aber auch merkwürdig finden, wenn sich jemand "nur" um das (scheinbar ja gesunde) Kind kümmert und sonst nichts. So ein Mensch wäre mir in den meisten Fällen wohl irgendwie zu langweilig, hätte mir zu wenig Leben außerhalb des Kindes (und sonstiger Hobbyaktivitäten wie Sport oder Lesen ;)). Ich kenne durchaus Frauen (auch AE), die nicht arbeiten "müssen", aber das nicht großartig thematisieren (das macht es angenehm) und sich ehrenamtlich engagieren bzw. weiterbilden, wenn die Kinder im KiGa oder in der Schule sind. Das sorgt i.d.R. auch für eine ganz andere Gesprächsbasis.
 
  • #29
Ich denke, dass es zur " moralischen Bewertung" einen Unterschied macht, wie Frau zum Ehegattenunterhalt gelangt ist und was die Gründe der Trennung sind und von wem diese ausging. Aber dazu stand hier nichts und dann muss man auch nicht mutmaßen.

Ich war ab dem 2. Lebensjahr meiner Tochter immer voll arbeiten(40h), für wenig Geld, aber einen sicheren Job mit pünktlich Feierabend.

Ich glaube, ich könnte gut und gerne darauf verzichten, mein Ego boostet es nicht, 6 Uhr aufzustehen und selten vor 18 Uhr daheim zu sein, nie wirklich Zeit für Haushalt oder gar persönliche Interessen gehabt zu haben und trotzdem nie Geld für größere Sprünge zur Verfügung.
Vor allem als das Kind noch klein war fühlte ich mich als Rabenmutter.

Zudem habe ich wesentlich interessantere Hobbies und Interessen, über die ich mich unterhalten kann, als über das zu reden, was ich im Job im Büro erlebe.

Mal ehrlich... wer wünscht sich nicht, genug Geld zu haben, ohne etwas dafür tun zu müssen ?

Und wenns der Ex wirklich freiwillig zahlen kann und möchte ? Warum ablehnen ? Weil es der Nachbar nicht politisch korrekt findet ?
 
  • #30
@17: du sprichst mir aus der Seele. Ich kann das auch überhaupt nicht verstehen.

@FS: wenn ich in deiner Situation wäre, dann wäre beim Date wahrscheinlich auch das Letzte, worüber ich sprechen würde, die Art, wie ich mein Geld verdiene. Natürlich fragt man sich gegenseitig erstmal, was man so im Leben macht, aber da wirst du doch sicher auch irgendwas zu erzählen haben. Ich kann mir jetzt nur ganz schlecht vorstellen, dass du 24/7 dein Kind überwachst, und mit ihm zu Hause sitzt. Das würde ich schon für merkwürdig halten, aber nicht wegen dir, sondern wegen des Kindes.
Ich denke, die Irritationen entstehen dadurch, dass bei der Angabe "ich genieße die Zeit mit meinem Kind" das Gehirn des Gegenübers rattert, wie die Frau denn ihre Brötchen ranschafft. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder Hartz4, oder sie wird eben anders alimentiert. Ich finde, beim Daten hast du mit der Hartz4-Mutti ziemlich viel gemeinsam, nur eben auf ganz anderem finanziellen Niveau. Offenbar wird beides beim Daten als Ausschlusskriterium angesehen, das passiert wahrscheinlich auch eher in einer bestimmten sozialen Schicht, die eben den Kontostand mit dem Charakter gleichsetzt. Da haben wir sie wieder, die Vorurteile, denn hier interessiert offenbar nicht, was für ein lieber Mensch du bist, ob man mit dir durch dick und dünn gehen kann oder ob man mit dir ein gemeinsames Leben aufbauen kann, sondern einzig, mit was du dein Geld verdienst. Traurige Welt.